Die Gerechtigkeit i...
 
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Die Gerechtigkeit im Landkreis Bad Kissingen, legal dem Vater das Kind nehmen

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(@united)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin,

"die Mehrzahl der deutschen Richter macht ihre Arbeit ordentlich".

100% der Richter, mit denen ich vor Gericht zu tun hatte, machen ihre Arbeit ordentlich.
Genauso wie 100% der Jugendämter, mit denen ich zu tun hatte, ihre Arbeit ordentlich machen.

Dennoch:
Wenn ein Umgangselternteil nicht zahlen will, wird er seitens JA zur Zahlung aufgefordert. Wenn er der Aufforderung nicht nachkommt, wird er ohne finanzielles Risiko des Betreuungselternteils vor Gericht gezerrt.
Wenn ein Betreuungselternteil keinen Umgang zulassen will, wird er seitens JA zu einer Vermittlung eingeladen. Wenn er die Einladung nicht annimmt, ist das schade. Der Umgangselternteil kann dann auf eigenes Risiko vor Gericht ziehen.

Wenn eine Frau Mutter wird, ist sie ohne Nachweis einer Erziehungseignung automatisch sorgeberechtigt.
Wenn ein Mann Vater wird, dann kann er durch einen Trauschein seine Sorgeeignung nachweisen und wird automatisch sorgeberechtigt, oder ohne Trauschein bei der Mutter nachfragen, ob sie ihn für erziehungsgeeignet hält, oder vor Gericht gehen, um seine Erziehungseignung nachzuweisen.

Wenn ein Unterhaltspflichtiger nicht genug Kohle heranschafft, wird ihm fehlender Wille unterstellt und es kann passieren, dass er auf Basis fiktiver Einkünfte zur Zahlung verdonnert wird. Umgänge darf er vom nicht vorhandenen Kindergeld bezahlen.
Wenn ein Unterhaltsberechtigter über Geld verfügt, welches die Zahllast des Pflichtigen nicht senken soll, kann sein Einkommen als  „überobligatorisch“ fiktiv weggerechnet werden, oder man definiert es anders als Nicht-da-Geld (z.B. Sockelbetrag beim Erziehungsgeld, hälftiges Kindergeld).

Wenn ein Unterhaltsberechtigter seine Kinder in der KiTA betreuen lässt, dann steht die Nicht-Betreuungszeit noch lange nicht als potenzielle Arbeitszeit zur Verfügung.
Wenn die Kinder eines Unterhaltspflichtigen in der KiTA betreut werden, dann darf er in seiner Arbeitszeit neben Betreuungsunterhalt zusätzlich einen Mehrbedarf erwirtschaften.

Ob man dahinter ein System vermutet oder nicht, ist vollkommen Banane.
Ich zumindest sehe das als eine politisch gewollte Ungleichbehandlung.

Als Grund zum Auswandern reicht das nicht aus, als Grund seinen Unmut darüber zu äußern, hingegen schon.

Besten Gruß
United


AntwortZitat
Geschrieben : 20.12.2013 16:10
(@beppo)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Aber Beppo: wer sind denn alle? Die wenigen (negativen) Fälle, die hier berichten, können wir doch nicht als repräsentativ betrachten?

Nein. Natürlich nicht.
Ich sage ja auch nicht, dass ich alle Fälle kenne.
Ich sage nur, dass von allen Fällen die ich kenne, kein einziger im Sinne des Gesetzes abgewickelt wurde.

Und das macht mich zumindest stutzig.
Ich habe auch im Beck Blog mehrmals die anwesenden Richter gefragt, ob sie selbst schon mal das GSR im schriftlichen Verfahren ausgesprochen haben oder zumindest einen solchen Fall kennen würden.
Auch da wurde mir keiner genannt.

Ich betone auch gerne nochmal, dass meine Behauptung, alle Richter seien Verbrecher, etwas überspitzt ist aber dass etwas massiv faul ist in diesem System sollte für alle die die Augen öffnen schon deutlich erkennbar sein.


Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.

AntwortZitat
Geschrieben : 20.12.2013 16:16
(@sputnik)
Nicht wegzudenken Registriert

Ich betone auch gerne nochmal, dass meine Behauptung, alle Richter seien Verbrecher, etwas überspitzt ist aber dass etwas massiv faul ist in diesem System sollte für alle die die Augen öffnen schon deutlich erkennbar sein.

Da bin ich absolut bei dir. 

Und das sind Fakten und keine Verschwörungstheorien:

Wenn ein Umgangselternteil nicht zahlen will, wird er seitens JA zur Zahlung aufgefordert. Wenn er der Aufforderung nicht nachkommt, wird er ohne finanzielles Risiko des Betreuungselternteils vor Gericht gezerrt.
Wenn ein Betreuungselternteil keinen Umgang zulassen will, wird er seitens JA zu einer Vermittlung eingeladen. Wenn er die Einladung nicht annimmt, ist das schade. Der Umgangselternteil kann dann auf eigenes Risiko vor Gericht ziehen.

Wenn eine Frau Mutter wird, ist sie ohne Nachweis einer Erziehungseignung automatisch sorgeberechtigt.
Wenn ein Mann Vater wird, dann kann er durch einen Trauschein seine Sorgeeignung nachweisen und wird automatisch sorgeberechtigt, oder ohne Trauschein bei der Mutter nachfragen, ob sie ihn für erziehungsgeeignet hält, oder vor Gericht gehen, um seine Erziehungseignung nachzuweisen.

Wenn ein Unterhaltspflichtiger nicht genug Kohle heranschafft, wird ihm fehlender Wille unterstellt und es kann passieren, dass er auf Basis fiktiver Einkünfte zur Zahlung verdonnert wird. Umgänge darf er vom nicht vorhandenen Kindergeld bezahlen.
Wenn ein Unterhaltsberechtigter über Geld verfügt, welches die Zahllast des Pflichtigen nicht senken soll, kann sein Einkommen als  „überobligatorisch“ fiktiv weggerechnet werden, oder man definiert es anders als Nicht-da-Geld (z.B. Sockelbetrag beim Erziehungsgeld, hälftiges Kindergeld).

Wenn ein Unterhaltsberechtigter seine Kinder in der KiTA betreuen lässt, dann steht die Nicht-Betreuungszeit noch lange nicht als potenzielle Arbeitszeit zur Verfügung.
Wenn die Kinder eines Unterhaltspflichtigen in der KiTA betreut werden, dann darf er in seiner Arbeitszeit neben Betreuungsunterhalt zusätzlich einen Mehrbedarf erwirtschaften.


AntwortZitat
Geschrieben : 20.12.2013 16:27
(@fruchteis)
Registriert

(...)

PS: In dieses Forum kommen hilfesuchende Menschen; oft am Anfang ihrer Trennungs- und Scheidungsproblematik. Welche Gefallen tun wir diesen Menschen, wenn wir ihnen erzählen, dass die mit ihrem Fall befassten Juristen sämtlich hinterhältige Verbrecher wären, die nichts anderes im Sinn hätten, als ihnen zu schaden und sie systematisch zu benachteiligen, zumindest sofern sie Männer sind? An dem Tag, an dem dieser Unsinn "Forenmeinung" wird, werde ich meinen Account hier löschen; denn dann wäre vatersein.de zu einem der zahllosen Internet-Jammerforen geworden, in denen niemand wirklich konstruktiv geholfen, sondern nur das eigene Selbstmitleid herumgezeigt wird. Und dazu kann ich nun wirklich nichts beitragen.

Doch Martin.

Man sollte hilfesuchenden Vätern den Gefallen tun, sie auf die Risiken hinzuweisen, die ihnen als Väter in Ämtern und vor Familiengerichten drohen.

Das Risiko aus Eintrittswahrscheinlichkeit mal Schadenhöhe ist ziemlich hoch, zumindest nicht Null, mit väterlichen Anliegen zu scheitern.

Gerade die unerfahrenen Väter neigen im guten Glauben an Gerechtigkeit dazu, Hilfen in Ämtern und vor Gerichten zu erhalten, ohne die Risiken und den drohenden Ruin auch nur zu ahnen. 

W.


AntwortZitat
Geschrieben : 20.12.2013 16:36
(@Brainstormer)

Martin,

Ihr serviert überhaupt keine "Zahlen", sondern Stammtisch- und Forengeschwurbel.

Die Zahlen, auf die @BP, @diskurso und meinereiner hier verwiesen haben, haben wir uns also in einem feuchtfröhlichen Saufgelage an den Haaren herbeizogen, damit wir es @Brille mal so richtig zeigen können? Soviel zu der von mir bereits erwähnten "Realitätsferne"...

Aber wenn Du Zahlen möchtest: Beim Statistischen Bundesamt sind für 2012 knapp 180.000 Scheidungen ausgewiesen, von denen etwa 143.000 Kinder betroffen waren. 2011 (neuere Zahlen habe ich nicht) wurden in D 662.000 Kinder geboren; davon 224.000 nichtehelich (also jedes Mal mit einer offenen Sorgerechtsfrage).

Damit kann ich doch (endlich) mal was anfangen. Leider belegen diese Zahlen nichts, denn ein Großteil der Scheidungen wird ohne größere gerichtliche Streitigkeiten über die Bühne gegangen sein und die reine Anzahl der Geburten, gibt null Hinweis auf etwaige Sorgerechtsstreitigkeiten, die gerichtlich verhandelt wurden.

In Summe sind das pro Jahr (mindestens) 400.000 Fälle, in denen eine Unrechtjustiz (wenn es denn eine gäbe) ihr verbrecherisches Werk tun könnte und müsste.

Wie oben erläutert, handelt es sich hier um eine nichtssagende Zahl, denn wo es nichts zu verhandeln gibt, wird auch nichts entschieden.

Schlüsse, die du auf Basis dieser Zahl ziehst, wie dieser hier:

und vatersein.de als eines der grössten einschlägigen deutschen Themenforen hätte nach über 10 Jahren nicht 13.000 User, sondern mindestens 20 mal so viele.

entbehren somit jeglicher Grundlage.

Gruß
Brainstormer


AntwortZitat
Geschrieben : 20.12.2013 16:42
(@karlson69)
Zeigt sich öfters Registriert

Gerade die unerfahrenen Väter neigen im guten Glauben an Gerechtigkeit dazu, Hilfen in Ämtern und vor Gerichten zu erhalten, ohne die Risiken und den drohenden Ruin auch nur zu ahnen. 

Yep! Ich gehörte auch zu diesen "unerfahrenen Vätern".
Die Trennung ging gerade los, der Streit um die Kinder bahnte sich an. Ich dachte: "OK, gehen wir zum JA, die sollten das Thema ja wohl mit der größtmöglichen Neutralität behandeln - schließlich geht es ja um die Kinder"

Das Ende vom Lied war, dass die KM ein Heimspiel hatte: Es reichte, das ABR einfzufordern und sonst auf stur zu schalten. Mit den Kindern im Rücken gingen dann die Unterhaltsspielchen los.

Hätte ich gewusst, dass ich mich beim Besuch des JA in eine Schlangengrube begebe, hätte ich diesen Schritt nie gemacht.

Selbst in Beratungsstellen habe ich die Erfahrung gemacht, dass EA-Mütter bevorteilt werden.

karlson


AntwortZitat
Geschrieben : 20.12.2013 17:06
(@jemmy)
Registriert

Hallo

Hätte ich gewusst, dass ich mich beim Besuch des JA in eine Schlangengrube begebe, hätte ich diesen Schritt nie gemacht.

diese Frage hätte sich dir gar nicht gestellt,denn spätestens wenn es im Bereich des Familienrechtes (Umgangsrecht, Aufenthaltsbestimmungsrecht, usw.) vor Gericht geht ist das Jugendamt sowieso mit im Boot.
Das ist ja auch der Grund, warum den meisten hier im Forum von vornherein geraten wird sich im Vorfeld mit dem Jugendamt in Verbindung zu setzen und die Leute dort kennen zu lernen. Natürlich kann das auch nach hinten losgehen, vor allem in solchen Momenten in denen sich manche einfach nicht benehmen können oder der Meinung sind das Jugendamt müsse der Mutter doch mal zeigen wo ist denn lang geht.

Aber um das klarzustellen ich möchte jetzt nicht, zu der eh schon bestehenden Grundsatzdiskussion über die Robenträger auch noch eine Grundsatzdiskussion über die Damen mit den Doppelnamen vom Zaun brechen.

Was die Diskussion über die Robenträger angeht erspare ich mir jetzt mal 1000 Sachen hier zu zitieren. Ich denke mal Fakt ist dass die meisten hier in diesem Forum durch ihre eigenen Erlebnisse und die persönlichen Gegebenheiten eine Prägung haben. Die mag in die eine oder andere Richtung gehen, das macht weder die eine noch die andere schlechter oder besser.
Dass es in jedem Berufsfeld schwarze Schafe gibt es wohl klar, aber eine generelle Verdammung finde ich weit überzogen und realitätsfern. Wenn man natürlich nur schlechte Erfahrungen gemacht hat ist eine solche Denkweise durchaus nachvollziehbar, aber im Gegenzug müsste ich dann sagen: ich habe fast nur gute Erfahrungen gemacht und das am Amtsgericht Celle und, am hier so verpönten OLG Celle.Ebenso am Amtsgericht Wildeshausen und Bremerhaven.

Genauso wenig wie man meine guten Erfahrungen generalisieren kann und darf, trifft das aber auch in die andere Richtung zu.
Wovor ich aber an dieser Stelle klar warnen möchte, ist hier eine Angst zu schüren die den einen oder anderen abhalten mag eben diesen Weg zu gehen und Hilfe bei den Robenträgern zu suchen.Meiner Meinung nach ist es von existenzieller Wichtigkeit (und wohl auch Sinn und Zweck dieses Forums) den Menschen die hierher kommen und Hilfe brauchen nicht von vornherein den Eindruck zu vermitteln dass sie zu allem Ja und Amen sagen müssen, da sie eh keine Chance haben.

Pauschalieren und generalisieren hat noch nie jemandem geholfen und war noch nie zielführend. Wie heißt es doch so schön: Ausnahmen bestätigen die Regel!!!

Dass man manche der Robenträger gerne mit ihrer Robe erwürgen würde, steht wohl außer Frage. Aber ein Vergleich mit Nazis… sorry, das geht wohl definitiv zu weit.

Jemmy


Die Lüge wird nicht zur Wahrheit, weil sie sich ausbreitet und Anklang findet. (Mahatma Ghandy)
Das Böse triumphiert allein dadurch, dass gute Menschen nichts unternehmen (Edmund Burke).
Everybody wants to rule the World

AntwortZitat
Geschrieben : 20.12.2013 17:51
(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

@ BS,

Um das Ganze mal wieder vom Kopf auf die Füsse zu stellen:

Die Zahlen, auf die @BP, @diskurso und meinereiner hier verwiesen haben, haben wir uns also in einem feuchtfröhlichen Saufgelage an den Haaren herbeizogen, damit wir es @Brille mal so richtig zeigen können? Soviel zu der von mir bereits erwähnten "Realitätsferne"...

Ich hatte mich in #11 gegen diese pauschale Verunglimpfung eines kompletten Berufsstandes gewandt:

Die Familienrichter haben es sich zur Aufgabe gemacht Familien zu zerstören, Väter so weit wie von ihren Kindern fern zu halten und zum Ausgleich dafür finanziell zu ruinieren.

Wo wurde dieser Blödsinn denn bitte von Dir oder sonstwem mit irgendwelchen Zahlen belegt? Falls Du den statistischen Verweis auf die keinen Unterhalt bezahlenden Mütter meinen solltest: Der beweist - vielleicht - dass unterhaltspflichtige Mütter prozentual seltener Unterhalt bezahlen als unterhaltspflichtige Väter. Er bleibt aber bereits den Nachweis darüber schuldig, ob das mit mütterlichem Unwillen oder geringerem Einkommen von Frauen zu tun hat. Und in Bezug auf den gesamten Berufsstand der Familienrichter beweist er gleich überhaupt nichts; es sei denn, man hängt (ich schrieb es bereits) der Ansicht an, Regen sei tödlich, weil jedesmal, wenn es in Deutschland regnet, in China Leute sterben.

Wie oben erläutert, handelt es sich hier um eine nichtssagende Zahl, denn wo es nichts zu verhandeln gibt, wird auch nichts entschieden.

oh mann, heute klemmt das Logikmodul aber ganz gewaltig, was? Nochmal langsam für Dich und andere Verschwörungstheoretiker zum Mitmeisseln: Bei JEDER Scheidung und in JEDEM GSR-Verfahren - mithin in mindestens 400.000 Fällen pro Jahr - ist ein Familiengericht involviert. Hätten - wie behauptet -

Die Familienrichter haben es sich zur Aufgabe gemacht Familien zu zerstören, Väter so weit wie von ihren Kindern fern zu halten und zum Ausgleich dafür finanziell zu ruinieren.

würden sie sich doch nicht kampflos einfach 360.000 oder 380.000 Gelegenheiten entgehen lassen, ihr systematisches, zerstörerisches Werk zu tun, wenn sie sich selbst als Aufgabe auf die Fahne geschrieben haben, oder?

Mann, Mann, Mann, da haben die digitalen Scheuklappen bei manchen Leuten offenbar aber wirklich ganze Arbeit geleistet... 😉

Grüssles
Martin


When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.

AntwortZitat
Geschrieben : 20.12.2013 17:58
(@karlson69)
Zeigt sich öfters Registriert

Hallo Martin,

PS: In dieses Forum kommen hilfesuchende Menschen; oft am Anfang ihrer Trennungs- und Scheidungsproblematik. Welche Gefallen tun wir diesen Menschen, wenn wir ihnen erzählen, dass die mit ihrem Fall befassten Juristen sämtlich hinterhältige Verbrecher wären, die nichts anderes im Sinn hätten, als ihnen zu schaden und sie systematisch zu benachteiligen, zumindest sofern sie Männer sind? An dem Tag, an dem dieser Unsinn "Forenmeinung" wird, werde ich meinen Account hier löschen; denn dann wäre vatersein.de zu einem der zahllosen Internet-Jammerforen geworden, in denen niemand wirklich konstruktiv geholfen, sondern nur das eigene Selbstmitleid herumgezeigt wird. Und dazu kann ich nun wirklich nichts beitragen.

Welchen Gefallen tun wir ihnen denn, wenn man ihnen erzählt, dass sie im deutschen Familienrecht mit deutschen RichterInnen in besten Händen seien?
Es geht doch darum, den Schaden, der durch unerfahrenes Verhalten entstehen kann, zu minimieren. Und dazu gehört definitiv, die Leute vor Rechtsbeugung und Übervorteilung zu warnen.

karlson


AntwortZitat
Geschrieben : 20.12.2013 18:02
(@fruchteis)
Registriert

Moin Jemmy,

Aufgaben, Mitwirken und Nützlichkeit des Jugendamtes sind recht unterschiedlich.
Außerhalb von Verfahren haben sie beratende, helfende oder Funktionen des Kinderschutzes den Suchende gegenüber, in Verfahren sind sie 'Augen und Ohren' des Gerichts und eher Gutachter.    

Die Alternative zur Kenntnis der Risiken im Familienrecht ist doch nicht, zu allem Ja und Amen zu sagen, dazu rät hier auch durchweg niemand.

Es gilt den richtigen Kurs durch die Untiefen auf das Ziel hin abzusetzen. Dazu müssen Ort und Umfang der Untiefen bekannt sein. Unter Umständen ist von gefährlichen Kursen und/oder auf unerreichbare Ziele hin abzusehen und das Erreichte zu akzeptieren.

Ja. Angst kann dabei ein wichtiges Signal sein, solange es nicht zur Lähmung oder Gewalt führt. Aber selbst DIESE können nützlicher Hinweis für einen Skipper sein und zum sofortigen Stop aller Maschinen führen.  😉

W.


AntwortZitat
Geschrieben : 20.12.2013 18:20




(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin karlson,

Welchen Gefallen tun wir ihnen denn, wenn man ihnen erzählt, dass sie im deutschen Familienrecht mit deutschen RichterInnen in besten Händen seien?

Du wirst hier im Forum und anderswo eine breite Meinung finden, die sinngemäss besagt, dass es das Beste (und preisgünstigste) ist, Behörden und Gerichte bei Trennungen so weit und so lange wie möglich aussen vor zu lassen. Den Stress hat man mit dem Ex-Partner; die Gerichte reissen ihn nicht an sich, um Unrecht zu sprechen und damit (ausschliesslich) Männer zu benachteiligen.

Abgesehen davon: Vor Gericht wird ausschliesslich das verhandelt, was die Streitparteien beantragen; beispielsweise

Ist es möglich, dass ich ein psychologisches Gutachten beantragen kann?

Hätte es diese Möglichkeit gegeben, hättest Du (nicht das Gericht!) wohl einen entsprechenden Antrag gestellt und damit überflüssigerweise Öl ins Feuer gegossen. Mehr ist dazu nicht zu sagen...

Es geht doch darum, den Schaden, der durch unerfahrenes Verhalten entstehen kann, zu minimieren. Und dazu gehört definitiv, die Leute vor Rechtsbeugung und Übervorteilung zu warnen.

Die wenigsten Leute haben Erfahrung mit Trennung und Scheidung, wenn sie damit zum ersten Mal konfrontiert werden. Das gilt aber auch für andere Katastrophen wie Krebserkrankungen, Autounfälle und Überschwemmungen. Trotzdem tut man sich selbst und anderen keinen Gefallen, wenn man jedem potenziell an der Lösung Beteiligten gleich "Rechtsbeugung", "Übervorteilung" oder sonst etwas Negatives unterstellt. Ansonsten müsste es ja auch korrekt sein, Mütter mit dem Verweis auf irgendwelche anderen, schlimmen/unzuverlässigen/pädophilen/versoffenen Väter dringend vor dem GSR zu warnen bzw. zum Umgangsboykott zu ermutigen.

Das Spiel "kennste einen, kennste alle" ist bestenfalls für sehr schlichte Naturen ein "Argument".

Grüssles
Martin


When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.

AntwortZitat
Geschrieben : 20.12.2013 18:29
(@Brainstormer)

@Martin

Um das Ganze mal wieder vom Kopf auf die Füsse zu stellen: Ich hatte mich in #11 gegen diese pauschale Verunglimpfung eines kompletten Berufsstandes gewandt

Du willst es absichtlich nicht verstehen, oder? Ok, ich versuche es noch ein allerletztes Mal und zwar gaaanz laaangsaaam.

Deine Antwort geht erneut an der von dir aufgeworfenen Behauptung, auf die ich mich daraufhin konkret bezogen hatte:

Es hat trotz wiederholter Nachfragen meinerseits hier im Forum auch noch niemand geschafft, die behauptete Systematik (für die es ja Dienstanweisungen, Durchführungsverordnungen o. ä. geben müsste) auch nur in einem einzigen Fall zu belegen.

komplett vorbei.

Er bleibt aber bereits den Nachweis darüber schuldig, ob das mit mütterlichem Unwillen oder geringerem Einkommen von Frauen zu tun hat.

Du willst mir nicht ernsthaft erzählen, dass 84 % der Frauen nicht in der Lage sind, ein Einkommen zu erzielen, das oberhalb des Selbstbehalts liegt?

Und in Bezug auf den gesamten Berufsstand der Familienrichter beweist er gleich überhaupt nichts; es sei denn, man hängt (ich schrieb es bereits) der Ansicht an, Regen sei tödlich, weil jedesmal, wenn es in Deutschland regnet, in China Leute sterben.

Was willst du nur immer mit dem "Berufsstand der Richter"? Kannst du mir irgendeinen Satz nennen, in dem ich irgendetwas davon erwähnt hätte?

oh mann, heute klemmt das Logikmodul aber ganz gewaltig, was?

Bevor du über das Logikmodul anderer urteilst, solltest du lieber mal deine eigene Milchmädchenrechnung hinterfragen.

In den allerwenigsten Scheidungen und erst recht nicht bei jeder nichtehelichen Geburt, wird die Sorgerechtsfrage gerichtlich anhängig gemacht. Deine angeführte Zahl von 400.000 richterlichen Entscheidungsbefügnissen entspricht also lediglich deiner (offensichtlich) lebhaften Phantasie.

Mann, Mann, Mann, da haben die digitalen Scheuklappen bei manchen Leuten offenbar aber wirklich ganze Arbeit geleistet... 😉

Von Scheuklappen kann man bei dir langsam nicht mehr sprechen. Da wäre die Binde mit den drei schwarzen Punkten mittlerweile wesentlich angebrachter.

Gruß
Brainstormer


AntwortZitat
Geschrieben : 20.12.2013 18:33
(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

@ Brainstormer,

selbstverliebt diskutierst Du ständig an meinen Argumenten vorbei; offenbar hast Du ihnen nichts entgegenzusetzen. Und beim Wettlauf um die optimale Opferposition bist Du offenbar bereits auf der Zielgeraden. Aber wenn Du mir Deine SnailMail-Adresse schickst, kriegst Du ein T-Shirt:

jkm3

😉

Grüssles
Martin


When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.

AntwortZitat
Geschrieben : 20.12.2013 19:19
(@karlson69)
Zeigt sich öfters Registriert

Hallo Martin,

Moin karlson,
Du wirst hier im Forum und anderswo eine breite Meinung finden, die sinngemäss besagt, dass es das Beste (und preisgünstigste) ist, Behörden und Gerichte bei Trennungen so weit und so lange wie möglich aussen vor zu lassen. Den Stress hat man mit dem Ex-Partner; die Gerichte reissen ihn nicht an sich, um Unrecht zu sprechen und damit (ausschliesslich) Männer zu benachteiligen.

Bestreitet das jemand? Darum geht es doch gar nicht.
Es geht doch um die Fälle, in denen eine Einigung nicht mehr machbar ist; wenn die Beziehungspartner sich auf gütlichem Wege nicht mehr einigen können. Aber der Punkt ist interessant:

Wenn eine Frau damit rechnen kann, vor Gericht am längeren Hebel zu sitzen, warum sollte sie sich noch einigen wollen?

beispielsweiseHätte es diese Möglichkeit gegeben, hättest Du (nicht das Gericht!) wohl einen entsprechenden Antrag gestellt und damit überflüssigerweise Öl ins Feuer gegossen. Mehr ist dazu nicht zu sagen...

Da zitierst Du meinen eigenen Fall. Martin, Du kennst doch gar nicht meine Lebenssituation. Du bist doch gerade das Paradebeispiel dafür, wie man die Unschuldsvermutung der Frau angedeihen lässt, nicht aber dem Mann.
Ich lasse mich doch schon seit Jahren von meiner Ex herumschubsen und halte den Kindern zuliebe meinen Mund. Wie kommst Du darauf, dass ich überflüssigerweise Öl ins Feuer gieße? Vielleicht ist das die einzig richtige Maßnahme, um endlich Frieden zu schaffen?

Das ist doch genau die Falle. Es mag ja sein, dass viele Männer lausige Väter sind, aber man darf denen, die sich kümmern wollen, nicht mit Vorurteilen und Benachteiligungen begegnen. Ich finde, Du solltest mal ernsthaft überlegen, ob Du nicht schon "betriebsblind" geworden bist...
Ich habe großen Respekt vor Deinem Engagement in diesem Forum, über 13000 Postings zeugen von Sachkunde und Erfahrung. Aber das kann auch zum Problem werden. Du argumentierst  eher wie ein Advokat, der sich gut im FamR auskennt und hast weniger die menschliche Komponente dabei im Blick.

karlson


AntwortZitat
Geschrieben : 20.12.2013 19:28
(@sputnik)
Nicht wegzudenken Registriert

Wenn eine Frau damit rechnen kann, vor Gericht am längeren Hebel zu sitzen, warum sollte sie sich noch einigen wollen?

Die Mediatorin hat mir im Einzelgespräch vor gar nicht langer Zeit erklärt, dass es durchaus nicht unüblich ist, dass Mütter sich selber nicht dazu überwinden können beispielsweise einer ausgewogenen Umgangsregelung zu zustimmen weil sie innerlich Ängste und Ablehnungen gegen den Ex-Partner haben.

In diesem Fall ist es für diese Art von Menschen und vor allem zugunsten des Kindes sogar gut wenn andere Entscheidungen fällen, zu welche sie selber nicht bereit sind.

Steht die Mutter erstmal vor dem Fakt, dass Dritte ihren "Besitz" dem Vater zuweisen, fangen sie an umzudenken.

Irgendwann sind sie an dem Punkt, an denen es Tage oder Wochenenden gibt, an denen der Vater das Kind hat, aber im Rahmen einer familiären Feier oder ähnliches, es optimaler ist, wenn es einen Wechsel in den mütterlichen Haushalt und eine flexible Regelung gibt. Dadurch wird dann wieder eine Verhandlungsbereitschaft offeriert, die in einer Selbstbestimmungsposition nicht möglich gewesen wäre.
Das ganze funktioniert allerdings nur wenn die Helferindustrie samt Justiz da mitspielen.

Spielen die nicht mit, tragen diese dazu bei, dass der ganze Kram nicht kindesorientiert sondern mütterorientiert abläuft und der Vater hat keine Schnitte.

Das A und O auf lange Sicht ist eine ausgewogene Betreuungszeit, welche dem Vater zur Not auch unter Sanktionen gegenüber der Mutter zugesprochen wird. Eine ewig gelebte Bittstellung gegenüber der Mutter führt in den wenigsten Fällen auf lange Sicht zum Erfolg, ein präsenter Vater für seine Kinder zu sein, wenn man das will.

Entsprechend rate ich dir auch weiterhin nicht nach zu lassen und die Kinder im Blick zu behalten.


AntwortZitat
Geschrieben : 20.12.2013 19:46
(@Brainstormer)

@Martin: Schon irgendwie blöd, wenn einem die Argumente ausgehen (bzw. man noch nie welche hatte) und zu solch albernen Mitteln greifen muss, um wenigstens noch ein mitleidiges Lächeln abzugreifen.

Hier bitteschön:  🙂

Gruß
Brainstormer


AntwortZitat
Geschrieben : 20.12.2013 20:08
(@fruchteis)
Registriert

Ich dachte, daß solche Grabenkämpfe eher den tfaq-Foren eigen sind.

Richtiges Aufrege-Thema, Glut, die aus der ansonsten recht Stillen Oberfläche hier spritzt.

Liegt 's an Weihnachten, kein Schnee, einsame Väterherzen... zu viele giftige Zimt-Sterne gefuttert?
🙂

W.


AntwortZitat
Geschrieben : 20.12.2013 20:14
(@beppo)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hier nochmal zur Erinnerung, was ein deutscher Richter am OLG-Bamberg über die Qualitäten seines Berufsstandes denkt:

"In unserem Rechtsstaat kann es Menschen, weit überwiegend Vätern, wi­derfahren, daß gegen ihren Willen und ohne ihnen anzu­rechnendes schuld­­­haf­­­tes Verhalten ihre Ehen geschieden, ihnen ihre Kinder ent­zo­gen, der Um­gang mit diesen ausgeschlossen, der Vor­wurf, ihre Kinder se­xu­ell miß­braucht zu haben erhoben und durch Gerichtsentscheid be­stä­tigt und sie zu­dem durch Unter­halts­zahlungen auf den Min­dest­selbst­be­halt herabgesetzt wer­den. Die Dimension solchen staatlich ver­ord­ne­ten Leides erreicht tragi­sch­es Ausmaß und sollte seinen Platz auf der Bühne, nicht in unserer Rechtswirklichkeit haben.

Martin, wie kommt dieser Mensch nur auf so abstruse Ideen, wo doch das deutsche Familienrecht das beste der Welt ist?
Der hat offenbar auch keine Ahnung und ist von seinem eigenen Schicksal geblendet oder?

Im übrigen sind auch diesem Menschen seine moralischen Bedenken erst dann eingefallen, als er bereits im Ruhestand war und keinerlei berufliche Konsequenzen mehr befürchten musste.
Er ist bestimmt einer Verschwörungstheorie auf den Leim gegangen.


Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.

AntwortZitat
Geschrieben : 20.12.2013 23:32
(@jemmy)
Registriert

Hallo

@Beppo

So langsam platzt mir hier echt der Kragen. Da du es ja so mit dieser Zeit hast und sie ja so "überlegt bewusst" einsetzt, hier mal ein kleines Zitat EINES Mannes, was aber den Inhalt seiner Mitteilung nicht wahrer macht, nur weil er einen Titel trägt:

„Polen hat heute nacht zum ersten Mal auf unserem eigenen Territorium auch mit bereits regulären Soldaten geschossen. Seit 5:45 Uhr wird jetzt zurückgeschossen! Und von jetzt ab wird Bombe mit Bombe vergolten!

Nochmal: Nur weil jemand dem du gerne glauben möchtest eine vermeintliche "Wahrheit " von sich gibt, heist das noch lange nicht, dass es auch die Wahrheit ist.

Bisher hatte ich eine sehr hohe Meinung von dir, aber diese Hexenjagd die hier stattfindet und das von einem Moderator, hat langsam abstruse Züge und ich möchte an dich appelieren das hier und jetzt zu beenden, bevor der Schaden nicht mehr gut zu machen ist.

Jemmy


Die Lüge wird nicht zur Wahrheit, weil sie sich ausbreitet und Anklang findet. (Mahatma Ghandy)
Das Böse triumphiert allein dadurch, dass gute Menschen nichts unternehmen (Edmund Burke).
Everybody wants to rule the World

AntwortZitat
Geschrieben : 21.12.2013 00:27
(@beppo)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Und wo ist jetzt der Zusammenhang zwischen deinem Zitat und meinem?


Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.

AntwortZitat
Geschrieben : 21.12.2013 00:32




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