Tja, wo fang ich an. Am Besten am Anfang.
Meine damalige Freundin kam und meinte, ich bin schwanger. Trotz Pille.
Nachdem ich nachgewiesen habe, daß sie die Pille mit Absicht nicht genommen hatte, fügte ich mich in meine Verantwortung und in die Hoffnung die halb zerstörte Beziehung nochmal retten zu können. Nicht das Kind, sondern wir als Eltern.
Ging natürlich schief.
Ich kümmerte mich ab dem 2,5 Lebensjahr um meine Tochter. Ich war selbständig und parallel Vater.
Morgens 6 Uhr aufstehen, um 7:30 Uhr Tochter für den Kindergarten fertig machen, Arbeiten, 16:30 Uhr vom Kindergarten abholen.
16/17 Uhr, teilweise 19 Uhr kam die Mutter nach Hause von der Umschulung (die ich mitfinanzierte).
War die Kleine krank, lag ich mit Ihr auf der Couch und war für sie da.
Abends half ich der Mutter bei der Kontrolle Ihrer Referate bis ca. (Durschnitt) 24 Uhr, teilweise ging es bis 02:00 Uhr.
Nach 1 Jahr fing sie an sich radikal zu ändern. Kein Putzen mehr, das ganze Haus verlotterte. Sie schaffte sich immer mehr Tiere an,
obwohl ich absolut dagegen war und heute noch mehr bin.
Sprich : 1 Pferd, 2 Katzen (dann 3), 1 Schäferhund und ca. 5 Karnickel
Die Katzenklos wurden nicht mehr sauber gemacht, und der Rest der Wohnung auch nicht. In der Küche, in der ich nichts tun durfte,
fing ich an sauber zu machen, war nur noch ein Stampfen und schreien in der Wohnung zu hören, da sie ausrastete.
Am Ende war das Haus ein Messiehaus.
Ich konnte das nicht einfach auch noch leisten, neben Kind, selbständigkeit und Hilfe bei der Umschulung.
Als ich dann mitbekam, daß sie mit einem Typen chattete und telefonierte stellte ich sie zur Rede. Ergebnis : Ich hätte einen Dachschaden,
da wäre nix.
Kondome in der Handtasche, Naßrasierer und Kondome im Handschuhfach des Autos.
Nach dem letzten Versuch ein Gespräch zu führen und daß wir zusammen sauber machen müssen, rief ich das "Jugendamt" an.
Ergebnis : "Dann müssen wir schauen wie wir der Kindesmutter helfen können."
Meine Antwort : "Ich brauche Hilfe für mein Kind".
Nichts passierte.
Nächster Schritt RA, da die liebe Freundin heimlich mit dem Kind abhauen wollte. (Postfach, Unterlagen zum ersten Mal gesammelt)
Einstweilige Anordnung beantragt : "Abglehnt, die Mutter bekam das ABR"
Danach Hauptverfahren. Meine Prozesskostenhilfe wurde 3x abgelehnt und erst beim OLG anerkannt, obwohl ich inzwischen aufgrund
des Psychoterrors nicht mehr voll gearbeitet hatte.
Die Mutter zog mit der Tochter aus, ich konnte nichts dagegen tun.
Nach mehreren Gesprächen mit einer Leidensgenossin des Fremdgehens, fanden wir zueinander. Alleinerziehende Mutter mit 1jährigem Kind.
Das Jugendamt schlug erstmal mit "Früher Hilfe" los, Zeitmanagement usw.
Erste Aussage vom Jugendamt nach 4 Wochen : Keine Sorgen, wir sprechen uns schon für die Mutter aus.
Das ich meine Tochter weiter aufziehen möchte wurde noch nicht mal in Erwägung gezogen.
Die Beistandschaft kam mit einer Sinngemäßen Aussage vor Gericht: "Lieber im größten Dreck bei der Mutter, als beim Vater."
Es wurde auch ein Gutachten gemacht, wobei wir beide als Erziehungsfähig gelten.
Das die Mutter das zweite Mal ein Haus in ein Messiehaus verwandelt hat war irrelevant. Die Psychologin kam nur mit dem intelligenten Rat :
"Vergessen sie einfach die Vergangenheit und akzeptieren sie die jetzige Situation".
Ich verlor natürlich das Verfahren, weil es auf einmal besser war, daß das Kind im gewohnten Umfeld bleibt. Und das war ja jetzt bei der Mutter.
Während dem Verfahren, rief die Mutter beim Finanzamt wegen angeblicher Schwarzarbeit.
Ich Depp hatte beim Versuch der gütlichen Trennung Ihr alles mitgegeben was Sie für den Neustart brauchte. Wegen meiner Tochter alleine schon.
Kaufte sogar noch ein Auto, da sie nicht Kreditwürdig war oder auch noch ist. Absprache : Unterhalt = Auto.
Kaufte Bett, Bettzeug usw. für die Kleine.
Als Dank fuhr sie mit dem Auto zum Jugendamt und beantragte Unterhalsvorschuß, da ich nicht bereit wäre Unterhalt zu zahlen.
Briefe verschwanden aus dem Postkasten. usw.
An Gerechtigkeit braucht bei dem Gericht keiner zu glauben. Es wird alles getan, damit die Mutter das Kind bekommt.
Selbst meine RA hat die Meinung, daß die Richterin voreingenommen ist, wir es aber nicht beweisen können.
Ergebnis bis heute: Meine Tochter ist psychisch extrem angeschlagen und fast durchgehend krank. Helfen kann ich nicht.
Ich bekomme keinerlei Infos über Krankheiten, Arztbesuche, Einschulung, Kindergartenaktivitäten usw.
Da ich durch die Trennung nicht mehr richtig arbeiten konnte, und viele Kunden auf einmal nicht oder nur extrem spät zahlten,
beendete ich meine Selbständigkeit und nahm einen Job an.
Jetzt darf ich Unterhalt + Auto + Dinge für das Kind zahlen.
Und muß jetzt noch Kleidung kaufen, da meine Tochter nicht wie ein zweijähriges Püppchen rumlaufen soll oder in absolut abartigen
Sachen, wo man sich schämen muß.
Jetzt suche ich Hilfe für die Unterhaltsgeschichte, bei den anderen Dingen gibt es leider keine Hilfe.
Der Richter verlangt von mir umzuziehen, da meine Arbeitsstelle 80km (einfache Strecke) von meinem Wohnort entfernt ist und erkennt die Fahrtkosten nicht an.
Das Haus ist meine Altersvorsorge, ich habe es zur Hälfte abgezahlt. Kann man (auch im Mangelfall) einfach verlangen, daß man umzieht, und sonst
nur die 5% Regelung akzeptieren muß ? Das reicht grade mal für eine Tankfüllung. Verschleiß, Autoraten, Inspektionen, Reifen, alles egal. Privates Vergnügen.
Auch Frau und Kind und aktuelle Schwangerschaft sind egal.
Sexismus und Rechtsbeugung bei Familiengerichten scheinen normal zu sein, sofern es gegen die Väter geht.
Hallo,
hätte ich nicht selbst ähnliche Erfahrungen gemacht, ich würde die Geschichte nicht glauben.
Gotts sei Dank ging es bei mir nicht ganz so drunter und drüber (und meine Jungs wohnen jetzt endlich wieder bei mir), aber in den Ansätzen habe ich die gleiche Denke erlebt:
- die arme, alleinerziehende Mutter
- der Vater ist schuld
- Kinder gehören zur Mutter
Mein Anwalt sagte mir mal: Ich verteidige lieber Mütter - bei Vätern verliert man fast immer.
Mir wurde meine Kooperationsbereitschaft zum Verhängnis - O-Ton Jugendamt: "Die Kindesmutter konnte oder wollte nicht auf Ihre Kompromissvorschläge eingehen, da kann man nichts machen."
Ich habe mich gefühlt wie in einer Parallelwelt - kein Mensch bekommt mit, was einem da angetan wird - oder es wird einem nicht geglaubt.
Ich kann Dir nur zwei Dinge raten:
1. Führe ein Tagebuch und halte Deine Erlebnisse und Erfahrungen fest (auch Schreiben vom JA, etc.) - Deine Tochter wird vielleicht mal wissen wollen, was damals passiert war.
2. Immer wieder aufstehen: Wer kämpft, kann verlieren - wer nicht kämpft, hat schon verloren!
Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwer es ist, sich immer wieder neu zu motivieren, aber diejenigen, die es geschafft haben, ihre Kinder wieder bei sich zu haben, haben dass durch hartnäckiges Nachsetzen geschafft - nicht durch Aufgabe!
Ich wünsche Dir alles Gute!
karlson
Moin,
bevor jetzt die Verschwörungstheorien ins Kraut schiessen: Der TO hatte und hat bisher offenbar nicht mal das Gemeinsame Sorgerecht; insofern ist es abseitig, es käme mal eben die Supernanny aus dem Busch und würde sagen "na, wenn Deine Ex das Katzenklo nicht saubermacht und Kondome im Handschuhfach hat, nehmen wir ihr jetzt mal das Kind weg und geben es dir!"
Im vorliegenden Fall sind bisher einfach mehr Dinge falsch als richtig gemacht worden. Auch die beliebte Annahme, dass Fremdgehen, Ordnung im Haushalt oder was auch immer mal als Ex-Partner an Dreck gegen den/die Ex aus dem Hut zaubern zu können glaubt, eine Rolle spielen würde, ist vollkommen irreal. Und ja: Die Kiste "Der/die böse, ich gut" hören Jugendämter und Gerichte täglich; deswegen wird trotzdem nicht mal schnell das ABR auf den Ex-Partner übertragen. Wer seiner Ex zusätzlich und freiwillig (!) ein Auto kauft, tut das eben; ein Recht auf eine Verrechnung mit Unterhaltszahlungen besteht nicht. Wenn ein Gericht im Mangelfall keine Fahrtkosten für eine Entfernung von 80 km zur Arbeitsstelle anerkennt, ist das gängige Rechtssprechung. Ob man deswegen umzieht, entscheidet man selbst. Notfalls muss man das Haus, das als Altersvorsorge vorgesehen ist, eben vermieten.
Das alles ist trotzdem keine "Rechtsbeugung und kein Sexismus"; es ist die gängige Rechtsprechung, die nicht jedes Mal neu erfunden wird, nur weil jemand behauptet, sein Fall sei ganz besonders.
Sinnvollerweise stellt man so ein Ding mal vom Kopf auf die Füsse - und verabschiedet sich möglichst umgehend davon, die eigenen Vorstellungen von "Gerechtigkeit" zum Nabel der Welt zu erklären. Der Umstand, dass bereits die nächste Dame schwanger ist, spricht jedenfalls nicht für besonders planvolles Vorgehen des TO. (Und ja: Während der Schwangerschaft gibt's noch keinen Unterhalt für Mutter und Kind; erst 6 Wochen vor der Geburt.)
Grüssles
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Die Frage ist, wenn man alles weg lässt.
1. Das Kind wurde 2 jahre vor der Trennung vom Vater erzogen.
2. Gemeinsames Sorgerecht bestand. Wo schrieb ich, daß ich es nicht habe ? Hellseher ?
3. Der Lebensmittelpunkt war beim Vater.
4. Die Mutter war in der Umschulung und hatte keinen Job in Aussicht.
5. Das Jugendamt hat auf keinerlei Anfrage des Vaters reagiert. Erst beim Gerichtsverfahren.
Wegen Unterhalt :
Das Haus vermieten ?
Was ist mit Kosten für den Umzug ?
Viel höhere Kosten als die Fahrtkosten ?
Aufgeben des Sozialen Umfeldes ?
"Der Umstand, dass bereits die nächste Dame schwanger ist, spricht jedenfalls nicht für besonders planvolles Vorgehen des TO. "
Die Schwangerschaft negativ zu sehen ist eine Frechheit ! Wir sind seit 1,5 Jahren zusammen, da dürfte man wohl ein Kind haben.
Bevor man persönlich wird, sollte man nachfragen oder die Klappe halten.
Es ist meine Geschichte, mein Erlebnis.
Sexismus und Rechtsbeugung bei Familiengerichten scheinen normal zu sein, sofern es gegen die Väter geht.
Die Schwangerschaft negativ zu sehen ist eine Frechheit ! Wir sind seit 1,5 Jahren zusammen, da dürfte man wohl ein Kind haben.
Diesbezüglich bin ich mit Martins Einstellung d'accord:
Wenn man glaubt, ein "Anrecht" auf (noch) ein Kind zu haben braucht man nicht im gleichen Atemzug lamentieren, dass es bei der Finanziebarkeit eng wird. Dass Kinder (viel) Geld kosten ist hinreichend bekannt.
Gruss,
gardo
Hallo,
zunächst würde mich dazu interessieren:
Nachdem ich nachgewiesen habe, daß sie die Pille mit Absicht nicht genommen hatte,
wie Du das nachweisen konntest ?
Es geht um vergangenes Geld, zukünftig zahle ich, da das Auto von der Mutter wegfällt. So mal nebenbei.
Es gab eine Vereinbarung, daß ich das Fahrzeug finanziere, da sie kein Kredit bekommen hätte und dies als Unterhalt zählt.
Obwohl ich in dem Jahr aufgrund von heftigen Zahlungsausfällen insolvent gegangen bin. Nachweislich. Bewerbungen sind auch
in diesem Jahr mehrfach geschrieben worden.
Die Pille.
1. Sie hatte das Rezept für das nächste Quartal nicht eingelöst, da keins ausschreiben lassen (Laut Frauenarzt).
2. Im Nachttisch waren mehrere Blister, wo einer angefangen war.
3. Nach Vorlegen der Kenntnisse, hatte die Mutter dies auch zugegeben.
Sexismus und Rechtsbeugung bei Familiengerichten scheinen normal zu sein, sofern es gegen die Väter geht.
Es geht um vergangenes Geld, zukünftig zahle ich, da das Auto von der Mutter wegfällt. So mal nebenbei.
Es gab eine Vereinbarung, daß ich das Fahrzeug finanziere, da sie kein Kredit bekommen hätte und dies als Unterhalt zählt.
Heisst das das Kfz wird nicht zu ende finanziert oder die Finanzierung läuft weiter und Du forderst die Herausgabe des Autos?
Wer steht denn im Fz-Brief?
Gruss,
gardo
@ DrPerry,
1. Das Kind wurde 2 jahre vor der Trennung vom Vater erzogen.
es lebte in Eurem Haushalt. Wer wann welches Butterbrot geschmiert hatte, ist unerheblich.
2. Gemeinsames Sorgerecht bestand. Wo schrieb ich, daß ich es nicht habe ? Hellseher ?
Du hast nicht geschrieben, dass Du mit der Mutter verheiratet warst und auch nicht, dass Ihr eine Sorgeerklärung abgegeben habt. Nur wenn eines davon zutrifft, hättest das Gemeinsame Sorgerecht. (nein, eine Vaterschaftsanerkennung ist was anderes).
3. Der Lebensmittelpunkt war beim Vater.
sagt wer?
4. Die Mutter war in der Umschulung und hatte keinen Job in Aussicht.
und?
5. Das Jugendamt hat auf keinerlei Anfrage des Vaters reagiert. Erst beim Gerichtsverfahren.
und?
Wegen Unterhalt :
Das Haus vermieten ?
Was ist mit Kosten für den Umzug ?
Viel höhere Kosten als die Fahrtkosten ?
Aufgeben des Sozialen Umfeldes ?
weitere Möglichkeit: Die Fahrtkosten werden beim Unterhalt eben nicht als einkommensmindernd anerkannt. Das ist bei Mangelfällen üblich.
Die Schwangerschaft negativ zu sehen ist eine Frechheit ! Wir sind seit 1,5 Jahren zusammen, da dürfte man wohl ein Kind haben.
Du kannst Dir ein weiteres Kind derzeit offensichtlich so wenig leisten wie einen Sportwagen vor der Tür. Es gibt nun mal kein Recht auf ungehemmte Fortpflanzung.
Bevor man persönlich wird, sollte man nachfragen oder die Klappe halten.
wenn Du nur Wunschantworten haben möchtest, such Dir einen Anwalt oder einen Therapeuten. Für 100 EUR pro Stunde halten die auch die Klappe oder erzählen Dir, was Du hören möchtest.
Die Pille.
1. Sie hatte das Rezept für das nächste Quartal nicht eingelöst, da keins ausschreiben lassen (Laut Frauenarzt).
2. Im Nachttisch waren mehrere Blister, wo einer angefangen war.
3. Nach Vorlegen der Kenntnisse, hatte die Mutter dies auch zugegeben.
In Grossbritannien ist man gerade auf der Suche nach einem neuen Sherlock Holmes... Abgesehen davon: Es ist nicht verboten, die Pille wegzulassen. Und es gibt keinen Rabatt beim Unterhalt, wenn Du da irgendwas "beweisen" kannst: Das Kind ist einfach da und muss ernährt, bekleidet, beherbergt und betreut werden.
Wenn Du in Zukunft zuverlässig verhüten möchtest, ist ein Besuch bei Urologen oder allermindestens die Anschaffung einer Familienpackung Kondome das Mittel der Wahl.
Grüssles
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Hallo Perry,
ich teile mit Brille007 die Auffassung, dass das alles laut gängiger Rechtsprechung so üblich ist.
Ich teile mit dir Auffassung, dass das beschissen ist wie es ist.
Die Familienrichter haben es sich zur Aufgabe gemacht Familien zu zerstören, Väter so weit wie von ihren Kindern fern zu halten und zum Ausgleich dafür finanziell zu ruinieren.
Hast du schon mal die Möglichkeit für aufstockendes Hartz4 geprüft?
Die Bedingungen sind dort in mancher Hinsicht deutlich besser als im Familien"recht".
Z.B. werden da auch Umgangskosten berücksichtigt, was für Familienrichter immer noch ein Fremdwort und entbehrlich ist.
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
Hallo,
nach den erhobenen "Beweisen" etc. stellt sich mir die Frage, was genau denn dem Jugendamt da an Anfragen oder Gesprächsangeboten unterbreitet worden ist.
Du machst nicht den Eindruck, dass du dich besonders geschickt in diesem Konstrukt bewegst.
Ob sie z.B. die Pille absichtlich weggelassen hat oder nicht ist völlig irrelevant. Komplett. Das hat keinerlei Auswirkungen.
Sehr wohl Auswirkungen hat es aber, wenn du irgendwo - insbesondere bei Jugendamt oder Gericht - erklärst, du könntest beweisen, dass sie das Kind mutwillig empfangen hat. Das impliziert nämlich, dass durch Geburt des Kindes ein Unrecht an dir begangen wurde. Und das in einem Satz mit "übrigens will ich, dass das Kind bei mir lebt" ist alles andere als eine günstige Basis für ein solches Verfahren.
Du bist insgesamt für meinen Geschmack viel zu sehr auf die Mutter und das für dich empfundene Unrecht fixiert. Dein Kind kommt in deinen Ausführungen auffallend selten vor. Es geht scheinbar eher um das Recht am Kind. Um ihr Unrecht am Kind. Aber nicht ums Kind.
Und wenn das hier im Forum schon so ankommen kann - wo man sicherlich aus Erfahrung erst einmal das Beste annimmt von jedem Vater, der hier vorträgt - dann wage ich kaum zu fragen, was genau dem Jugendamt erzählt wurde.
Für mich klingt das alles nach einem typischen Fall von sehenden Auges gegen die Wand gefahren. Die Einwürfe von brille würde ich sehr intensiv reflektieren.
Gruß,
Hampelchen
Moin Beppo,
Die Familienrichter haben es sich zur Aufgabe gemacht Familien zu zerstören, Väter so weit wie von ihren Kindern fern zu halten und zum Ausgleich dafür finanziell zu ruinieren.
mit solchen Allgemeinplätzen und der Verteufelung einer ganzen Berufsgruppe ist niemandem gedient; mehr als gelegentliche Einzelfälle, die man in diese Richtung auslegen kann, gibt es nicht. Es hat trotz wiederholter Nachfragen meinerseits hier im Forum auch noch niemand geschafft, die behauptete Systematik (für die es ja Dienstanweisungen, Durchführungsverordnungen o. ä. geben müsste) auch nur in einem einzigen Fall zu belegen. In hunderttausenden von Fällen pro Jahr machen deutsche Familienrichter aber zweifellos einfach ordentlich ihren Job, lösen Ehen auf, urteilen Unterhalt aus oder klären Sorgerechtsfragen. Von all diesen Fällen sehen und hören wir hier überhaupt nichts.
"Die Familienrichter" gibt es als homogen denkende und handelnde Gruppe aber genauso wenig wie "die Trennungsväter" (oder "die Asylbewerber, die alle mit Drogen handeln" oder "die Rumänen, die alle nach Deutschland kommen, um uns zu beklauen".)
Würde man die Methode "ich nehme jetzt einen mir bekannten Fall, dramatisiere ihn und generalisiere ihn danach auf alle Fälle" auf der anderen Seite des Tischs verwenden, könnte man also auch behaupten: "Trennungsväter sind faule Hunde, die sich in Selbstmitleid suhlen, vor dem Unterhalt für ihre Kinder drücken und sich auch sonst kaum um ihre Kinder kümmern." Beweis: "Ich kenne so einen!"
Schubladendenken löst kein einziges Problem.
Grüssles
Martin
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Moin Martin,
Es hat trotz wiederholter Nachfragen meinerseits hier im Forum auch noch niemand geschafft, die behauptete Systematik (für die es ja Dienstanweisungen, Durchführungsverordnungen o. ä. geben müsste) auch nur in einem einzigen Fall zu belegen.
Ach nein? Wie wäre es hiermit?
Und nein - es braucht keine Dienstanweisungen, Durchführungsverordnungen oder anderen Unsinn, um eine gewisse Systematik in den Zahlen zu erkennen. Derartige Nachfragen ergeben sich erst gar nicht, wenn man nicht (absichtlich?) die Augen vor der Realität verschließen würde.
Deine Strategie scheint es ohnehin zu sein, eindeutige Belege einfach zu ignorieren und kommentarlos stehen zu lassen, um dann kurze Zeit später wieder hinter dem Busch hervorgehüpft zu kommen und die gleichen realitätsfernen Argumente erneut hervorzubringen.
Aber vielleicht bist du mittlerweile ja auch nur etwas "betriebsblind" geworden...
Gruß
Brainstormer
Und hier noch Zahlen zum Sorgerecht, S. 50-51:
Herrje, Brainstormer,
Und nein - es braucht keine Dienstanweisungen, Durchführungsverordnungen oder anderen Unsinn, um eine gewisse Systematik in den Zahlen zu erkennen. Derartige Nachfragen ergeben sich erst gar nicht, wenn man nicht (absichtlich?) die Augen vor der Realität verschließen würde.
wie lange liest und schreibst Du jetzt hier schon mit? Oder direkt gefragt: Welchen "Beweiswert" hat eine Statistik über Kindesunterhalt für die im Raum stehende und von mir kritisierte, undifferenzierte Pauschalbehauptung über eine komplette Berufsgruppe namens:
Die Familienrichter haben es sich zur Aufgabe gemacht Familien zu zerstören, Väter so weit wie von ihren Kindern fern zu halten und zum Ausgleich dafür finanziell zu ruinieren.
Das ist etwa dieselbe "Logik" wie die Behauptung "immer wenn es in Deutschland regnet, sterben in China Menschen." Das trifft auch ohne Zweifel zu. Es gibt allerdings nur wenige Leute, die behaupten, es gäbe zwischen beiden Sachverhalten auch einen einen Sachzusammenhang.
Deine Strategie scheint es ohnehin zu sein, eindeutige Belege einfach zu ignorieren und kommentarlos stehen zu lassen, um dann kurze Zeit später wieder hinter dem Busch hervorgehüpft zu kommen und die gleichen realitätsfernen Argumente erneut hervorzubringen.
sorry, aber bevor Du über "Realitätsferne" schwafelst, solltest Du vielleicht erst einmal die Erläuterungen lesen, die direkt über Deiner "Beweistabelle" des BMFSFJ stehen:
Einen weiteren Aspekt der ökonomischen Schlechterstellung von Frauen nach einer Trennung weist die folgende Tabelle aus. In ihr spiegelt sich die Tatsache, dass Frauen nach einer Trennung weit häufiger mit Kindern im Haushalt leben als Männer. Daher sind in Gesamtdeutschland auch 76 Prozent der Frauen in der Trennungszeit für sich und 95 Prozent für ihre Kinder unterhaltsberechtigt, Männer dagegen nur zu 13 Prozent für sich selbst sowie 23 Prozent für Kinder unterhaltsberechtigt. Auch wenn die unterhaltsberechtigten Männer zu einem höheren Prozentsatz den ihnen zustehenden Trennungsunterhalt nicht ausgezahlt bekommen, ist die Nichtauszahlung des Unterhalts auf Grund der weit höheren Zahl der Berechtigten für die Frauen das weit schwerwiegendere Problem.
Bist Du immer noch der Ansicht, Du hättest mir oder sonstwem mit Deiner Tabelle jetzt bewiesen, dass
Die Familienrichter haben es sich zur Aufgabe gemacht Familien zu zerstören, Väter so weit wie von ihren Kindern fern zu halten und zum Ausgleich dafür finanziell zu ruinieren.
:question:
Wenn ja, beende ich diese Diskussion an dieser Stelle, denn für bockigen Fundamentalismus habe ich keine Zeit.
Aber vielleicht bist du mittlerweile ja auch nur etwas "betriebsblind" geworden...
das Gegenteil ist der Fall: Ich bin nur einer derjenigen, die hier im Forum gegensteuern, wenn die "wir armen Männer - die bösen Frauen und Familienrichter"-Jammerei wieder mal zu sehr ins Kraut schiesst. Aber klar: Wenn sich jemand gerade bequem in seiner Opferrolle eingerichtet hat, will er sowas natürlich nicht so gerne hören.
Just my 2 cents
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Moin Martin,
deine Antwort geht an der von dir aufgeworfenen Behauptung, auf die ich mich daraufhin konkret bezogen hatte:
Es hat trotz wiederholter Nachfragen meinerseits hier im Forum auch noch niemand geschafft, die behauptete Systematik (für die es ja Dienstanweisungen, Durchführungsverordnungen o. ä. geben müsste) auch nur in einem einzigen Fall zu belegen.
komplett vorbei.
Offensichtlich bist du in deiner eigenen Weltanschauung dermaßen gefangen, dass es dir nicht möglich ist, auch nur einen Millimeter über den Tellerrand zu schauen.
Damit erübrigt sich tatsächlich jede weitere Diskussionsgrundlage.
Gruß
Brainstormer
Ooch Brainstormer,
netter Versuch - obwohl auch Deine Tabelle keinerlei Belege für
die behauptete Systematik (für die es ja Dienstanweisungen, Durchführungsverordnungen o. ä. geben müsste)
enthält... 😉
Aber wenn sich ein paar Leute unbedingt als systematisch benachteiligte Opfer der deutschen Familienrichter-Verschwörung fühlen möchten, sollen sie das meinetwegen gerne tun, wenn das ihre Lebensqualität irgendwie steigert.
Man kann es auch abkürzen auf den klugen Spruch: "Wenn jemand nur einen Hammer hat, sieht jedes Problem wie ein Nagel aus."
Just my 2 cents
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Martin, bei der Bundeswehr hatten die Vorgesetzten einen netten Spruch parat: "Was machen Sie richtig, was alle anderen falsch machen?"
Im übertragenden Sinne passt dieser hervorragend auf deine verzerrte Wahrnehmung der Realität.
Gruß
Brainstormer
Martin, sowohl dein Standpunkt, dass im Familienrecht eigentlich alles in Ordnung sei, noch unserer, dass da einiges im Argen ist, lässt sich beweisen.
Das meiste davon hängt sowieso davon ab, was man selbst als gerecht und "in Ordnung" empfindet.
Ich bin mir sicher, dass jeder einzelne Familienrichter sich selbst auch als absolut gerecht und objektiv einschätzt.
Und sei es auch nur Ungerechtigkeit zum Zwecke der ausgleichenden Gerechtigkeit zu der sich z.B. Richter Vultejus so Herz erfrischend offen bekannt hat und selbst auch der Überzeugung ist, dass seine Berufsauffassung nicht etwa die Ausnahme, sondern eben doch die Regel ist. Auch wenn sie in direktem Widerspruch zu ihrem Auftrag steht, nämlich vorurteilsfrei zu urteilen.
Es gibt auch einen ganzen Haufen Richter, die ihren Berufsstand ebenso kritisch sehen wie wir.
Erstaunlicherweise aber immer erst, wenn sie im Ruhestand sind, was natürlich auch kein Beweis für Kadavergehorsam ist, da es ja in keiner Dienstanweisung steht, dass sie Unrecht zu sprechen haben.
Übrigens war es auch in den Nürnberger Prozessen ein ausgesprochen schwieriges Unterfangen, auch nur den Hauptbeschuldigten irgendein Vergehen nachzuweisen, da es eben auch dort keine einzige Dienstanweisung gab, Synagogen zu verbrennen und Juden zu vergasen.
Waren das also auch alles nur bedauerliche Einzelfälle die keinesfalls bedeuten, dass da systematisches Unrecht geschehen ist?
Mir Richt auf jeden Fall das, was ich hier und anderenorts erlebe.
Das ist mit mit Sicherheit nicht repräsentativ, denn wie du schon sagst, wer keine Probleme hat, taucht hier nicht auf.
Aber ein Blick ins Gesetzbuch, die OLG-Leitlinien, die Arbeitskreise des Deutschen Familiengerichtstages, die gängige "Recht"sprechung des BGH und der OLGs hilft bei der Meinungsfindung ud die Ungeheuerlichkeiten die man da findet sind mit Sicherheit kein bedauerlicher Ausrutscher.
Und die schiere Zahl der Fälle hier und woanders zeigen, dass es vielleicht nicht die Mehrheit der Väter trifft aber doch eine hinreichend große Zahl um sagen zu können: "Hier stinkt's zum Himmel"
Und auch die Tatsache, dass nur eine Minderheit betroffen zu sein scheint, macht das Unrecht keineswegs besser.
Mir hilft es jedenfalls nichts, dass es dir gut geht und das dürfte vielen Anderen hier auch so gehen.
Wir werden diese Diskussion sicher noch oft führen denn, wie Brainstormer schon schrieb, wirst du sicher nicht aufhören, deine zumindest für mich, hoch provokanten Ansichten immer wieder zu wiederholen und als Tatsachen zu verkaufen und ich werde nicht aufhören, dem meine Meinung, die sich aus Beobachtung ergibt, entgegen zu halten.
Ich freue mich drauf. 🙂
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
Moin Beppo,
Ausgangspunkt meiner Richtigstellung war Deine substanzlose Verunglimpfung eines kompletten (!) Berufsstandes namens
Die Familienrichter haben es sich zur Aufgabe gemacht Familien zu zerstören, Väter so weit wie von ihren Kindern fern zu halten und zum Ausgleich dafür finanziell zu ruinieren.
Du hast "die Familienrichter" geschrieben; nicht "ein paar" oder "einzelne". Und dagegen gehe ich auf die Barrikaden; nicht nur hier, sondern auch im "richtigen Leben". Ich tue das auch jedem negativ konnotierten Satz, den jemand über "die Schwarzen", "die Väter" oder "die Frauen" in den Raum stellt, nur weil er mit einem oder wenigen Vertretern dieser Gruppen mal schlechte Erfahrungen gemacht hat. Das gebietet nicht zuletzt unsere Vorbildfunktion gegenüber unseren Kindern.
Und nachdem Du unglaublicherweise schon die grausamen Menschenrechtsverbrechen der Nazis in denselben Topf wie das deutsche Familienrecht wirfst: Diese Verbrechen waren nicht zuletzt möglich, weil genügend Menschen die pauschalen Verunglimpfungen über "die Juden", "die Zigeuner" und "die Schwulen" geglaubt und sich an Hexenjagden und Denunziationen gegen diese Menschen beteiligt haben anstatt dagegen auf die Barrikaden zu gehen.
Wenn Du die Ansicht vertrittst, Dich auf diese Weise für bei einem Familiengericht persönlich erlittenes Unrecht rächen zu wollen: Your choice. Nach so langer Zeit in einem Forum wie vatersein.de würde ich persönlich eine erheblich differenziertere Sichtweise erwarten.
Grüssles
Martin
PS: Zur Vermeidung von Missverständnissen: Ich bestreite keineswegs, dass es unter den tausenden von Familienrichtern in Deutschland einzelne geben wird, die ihren Beruf nachlässig, oberflächlich, auf der Annahme überholter Rollenmodelle oder meinetwegen auch aus persönlichem Frust ausüben und dabei einen grottenschlechten Job machen. Ich behaupte gleichzeitig aber auch, dass die Mehrzahl von ihnen ihren Job genauso verantwortungsvoll ausüben wie die meisten Automechaniker, Ärzte, Lehrer oder Sekretärinnen. Ein pauschales, verunglimpfendes Urteil über eine dieser oder irgendeine andere Berufs- oder Menschengruppe würde ich mir daher auch nach einer schlechten Erfahrung mit einem ihrer Repräsentanten nie erlauben, da solche Behauptungen per se immer nur falsch sein können.
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
