Hallo erstmal,
ich bin 20 Jahre als und mein Freund ist 32. Ein großer Altersunterschied, wie viele wohl meinen...wenn man uns kennt, denkt man das nicht mehr.
Mein Freund lernte ich beim Sport kennen wo er mir auch berichtete das er bald Vater wird. Von Anfang an wurde ich mit dieses Thema konfrontiert. Da war ich 17.
Es hört sich naiv an, aber ich habe damals niemals gedacht das es so ein Emotional belastendes Thema gibt.
"Mich gibt es nur als Doppelpack", waren seine Worte und ich nahm ihn als Doppelpack.
15 Tage nach unserer "vereinigung" wachten wir morgends zusammen auf, und er bekam die Nachricht, dass sein kind da war. Ich fand es schade, dass er bei der Geburt nicht dabei war...aber das er dies nicht wollte respektierte ich.
Das Kind entstand aus einem Seitensprung, was er mir auch nie vorenthalten hat...er hat sich von seiner freundin getrennt und eine Beziehung mit der KM angefangen...was nicht klappte... dann begann seine "wilde Fase" und dann kam ich.
So gingen wir zusammen ins Krankenhaus und ich wartete 4h lang im flur. Was man dazu sagen muss, wir hatten eine Fernbeziehung, wenn ich da war, war ich da. Da ich kein Auto hatte und kein Führerschein, war ja erst 17. musste er mich überall mitnehmen.
Einmal kam er kurz mit dem kleinen raus und ich machte die ersten Bilder von ihm mit Kind.
Von Anfang an habe ich den kleinen geliebt.
Nur leider wurde aus "du darfst dein Kind sehen wann du willst", ein "du warst nie für mich da", und irgendwann eskalierte die Situation und der Kontakt wurde unterbrochen.
Er wollte sein Kind mit mir und seinen Freunden teilen...sie hat ihm paar stunden in der Woche für Besuche bei ihr gegeben.
Mal ging es gut, mal nicht.
Ich habe den kleinen erst wieder nach 6 Monaten gesehen.
Es war schlimm für mich weil ich es einfach nicht verstanden habe, jetzt versteh ich es besser und kann es sogar nachvollziehen.
Mein Freund hat oft geweint...als das erste Bild von ihr und ihren neuen Freund mit seinen Sohn im netzt hochgeladen wurde, hat er so laut geweint dass die nachbarin hochgekommen ist, und gefragt hat, was los sei.
Das war zu einer Zeit, wo er mir nichtmal den kleinen zeigen durfte.
Das alles ging fast 2 Jahre so und war sehr sehr schlimm.
jetzt sind wir zusammen gezogen und haben eine eigene Wohnung. Ein Kinderzimmer und drei Katzen.
Der kleine ist nun 2 1/2 und kommt oft zu uns. Er mag uns alle vier aber am liebsten Mama und Papa.
Wir kommen alle super miteinander klar. und ich hätte niemals gedacht, dass das so endet.
Ich verstehe mich super mit der Mutter und mein Freund super mit dem ziehpapa. Er ist wirklich ein total guter ziehpapa.
Die Mutter ist einwenig eigenweillig. man muss sich daran gewöhnen. Aber es ist Okay.
Wir erwarten unser erstes gemeinsames Kind und die Mutter des kleinen wird Patentante. Wir sagen, es ist nicht für uns, sondern für die Kinder. Wie toll ist es denn für die Kinder, einen sichtbaren Zusammenhang zwischen allen zu sehen. Wir alle gehören zusammen.
meinen Freund muss ich oft in den Arsch treten. Hier gibt es regeln und wir machen sie zu viert. Hier wird nix gedurft was zuhause bei Mama nicht geduft wird.
Wir Fragen immer wenn er bei uns ist... Wo ist Papa? Dann grinst er und zeigt auf meinen Freund...wo ist Charly? Dann schaut er auf mich... und Wo ist deine Schwester? Dann zeigt er auf meinen Bauch 🙂
Wenn mein Freund mal wieder so tut als hätte er kein Gehirn was sich mit Schwangerschaften auskennt dann lästern wir auch über ihn... natürlich nur aus Spaß.
Sie freut sich das sie Tante wird und ihr Sohn ein Geschwisterchen bekommt.
Angst das er das fünte Rad am Wagen wird, hat sie auch...aber das haben wir alle.
Es war ein harter weg das alles so ist wies ist und immer wieder gibt es Probleme aber nach diesen Jahren denke ich, wir schaffen alles!! Chaka!!! :gunman:
Liebe Charly,
Erst mal ein herzliches Willkommen!
Eure Geschichte klingt total interessant und irgendwie echt überraschend.
Wenn ihr das wirklich so hinkriegt, dass der Kleine in einer Familie aufwächst, wo es eben zwei "Papas" und zwei "Mamas" gibt, wo trotzdem klar ist, wer seine Eltern sind, aber keine Konkurrenz mit den neuen Partnern besteht - Respekt! :thumbup: :thumbup: :thumbup:
Wünsche euch, dass ihr das auch so gut weiterführen könnt!
Alles Liebe!
lg
vj
Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem. (Röm 12,21)
Hi Charly,
willkommen hier im Forum. Ich finds gut, dass Du hier schreibst und Dich informierst. Gerade da Du noch "jung" bist, da man dort noch vieles anders sieht.
Wie schaut es denn mit dem gemeinsamen Sorgerecht bei Euch aus? Auch das geht vorgeburtlich beim JA und sollte von Euch auch angegangen werden.
meinen Freund muss ich oft in den **tsts - ID 6** treten
Ein Kind verändert viel - insbesondere auch eine Beziehung. Das liest man in vielen Büchern, mag es am Anfang aber auch nicht wahrhaben. Arbeitet weiter an Eurer Beziehung, damit ihr auf Augenhöhe agiert und der andere nicht nur "getreten" werden muss, damit er etwas für die Familie macht. Bei Fragen sind wir gerne für Dich da. Gruß Ingo
Ja das haben wir bereits alles erledigt 🙂 Sorgerecht usw. 😉
