Akteneinsicht Jugen...
 
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Akteneinsicht Jugendamt, ein skandalöser Vorgang!

 
(@familienvater)
Schon was gesagt Registriert

Ich bin Vater von 3 Kindern. Von der Kindsmutter bin ich seit 2015 geschieden. Die Kindsmutter zog 2013 aus der gemeinsamen Wohnung aus und lies mich mit den 3 Kindern, (damals 11-15 Jahre) zurück. Ich arbeitete vollzeit, erhielt von der Kindsmutter in dieser Zeit keinen Kindesunterhalt und versorgte "nebenbei" die drei Kinder.

2015 beantragte die Kindsmutter das Aufenthaltsbestimmungsrecht für die Kinder und deren Umzug zu ihr. Gegen meine Bedenken (die Kindsmutter ist in einer Sekte) wurden die Kinder aus meinem Haushalt herausgerissen und zogen zur Kindsmutter um. Seitdem zahlte ich ihr Kindesunterhalt! Mit dem Tag des Umzuges verweigerte die jüngste Tochter die Schule (ich hatte sie als klassenbeste Schülerin übergeben!). Das Jugendamt sah 8 Monate (!) tatenlos zu wie meine Tochter die Schule verweigerte. In dieser Zeit blockierte die Kindsmutter den Kontakt von ihr zu mir! Erst dann entzog das Jugendamt der Kindsmutter per einstweiliger Verfügung das Sorgerecht unter der Bedingung dass auch ich als Vater hierauf freiwillig verzichte (Zitat Jugendamt: "wir entziehen nicht alleine einer Mutter das Sorgrecht...!"). Um meine Tochter aus der Situation herauszuholen willigte ich freiwillig auch meinem teilweisen Sorgerechtsentzug ein (in den Bereichen Gesundheit, Aufenthalt und Schule), ohne mir in diesen Bereichen etwas habe zu Schulden kommen lassen. Meine Tochter wohnt seitdem wieder bei mir, besucht wieder regelmäßig die Schule. Vom Jugendamt wurde ein Ergänzungspfleger eingesetzt. Als Vater ohne Rechte übernahm ich jedoch alle Pflichten (die man mir vorher bis auf Geldleistungen entzogen hatte!), übte das Sorgerecht voll alleine aus, ständig gegängelt vom Ergänzungspfleger des Jugendamtes. Die von mir gerichtlich beantragte Rückübertragung des Sorgerechtes wurde vor Gericht über fast drei Jahre verschleppt obwohl alle eingeholten Berichte und Stellungnahmen eine Sorgerechtsrückübertragung auf den Vater befürworteten und es keinerlei Sachgründe gab, mir die Sorgerechtsrückübertragung zu verwehren.

Nun endlich hat das Familiengericht angekündigt 6 Monate vor der Volljährigkeit meiner Tochter das Sorgerecht endlich tatsächlich auf mich rückzuübertragen. Auf den Beschluss warte ich tagtäglich.

Nun das Unfassbare: Vor 6 Wochen habe ich festgestellt, dass der vom Jugendamt bestellte Ergänzungspfleger gegenüber meiner Tochter übergriffig geworden ist. Hierzu liegen inzwischen etliche Beweise, Beobachtungen und zahlreiche Indizien vor. Meine Tochter selber schweigt hierzu, verzieht bei Fragen ihre Lippen. Der Ergänzungspfleger wurde umgehend suspendiert, der Jugendamtsleiter hat höchstpersönlich die Ergänzungspflegschaft für meine Tochter bis zur Rechtskraft des Gerichtsbeschlusses an sich gerissen. Inzwischen läuft gegen den Ergänzungspfleger ein Ermittlungsverfahren durch die Staatsanwaltschaft wegen Verdacht auf Missbrauch schutzbefohlener Minderjähriger. In den letzten Monaten ist meine Tochter in der Schule um durchschnittlich 1-2 Noten abgerutscht.

Seit Bekanntwerden der Übergriffe stehe ich als Vater meiner Tochter einer Mauer des Schweigens gegenüber. Ich erhalte weder vom Jugendamt noch von der Staatsanwaltschaft irgendwelche Informationen.

Ich habe Akteneinsicht beim Jugendamt beantragt. Diese wurde unter Hinweis auf fehlendes Sorgerecht und einem laufenden Verfahren abgelehnt. Wie kann es sein dass mir als Vater meiner Tochter das selbe Jugendamt, welches meiner Tochter einen übergriffigen Ergänzungspfleger schickt gleichzeitig die Akteneinsicht verwehrt und sich so selber vor Offenlegungen schützt???

Ich brauche dringend Hilfe wie ich hier meiner Tochter helfen kann. Bis heute wurde sie keinem Kriminalpsychologen vorgestellt. Sie wurde nur ohne meine vorherige Kenntnis vom Jugendamtsleiter befragt.

Wo kann ich Hilfe bekommen? Wie kann ich hier Akteneinsicht erhalten und Hilfe für meine Tochter? Dem Jugendamt geht es nach meinem Eindruck nur darum mit Hilfe von Machtmissbrauch Infomationen zurückzuhalten mit dem Ziel den eigenen Schaden zu begrenzen! Wie kann es sein dass das Jugendamt hier in eigener Sache ermittelt und die Eltern hieraus ausschließt? Inzwischen bin ich auch bereit diesen Fall öffentlich zu machen!

Ich bin nur noch fassungslos und verzweifelt!


Zitat
Themenstarter Geschrieben : 05.08.2019 16:20
(@kasper)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin,

eine fast alltägliche Geschichte, wenn man mit Jugendämtern zu tun hat.

Ich würde Dir empfehlen, den Kontakt zur Öffentlichkeit zu suchen. Sowas muss an die Presse gegeben werden.

Eine Akteneinsicht wirst Du ohne Sorgerecht nicht erhalten. Ich würde sogar noch prognostizieren, dass das Verfahren jetzt noch ein paar Monate verschleppt wird, bis die Tochter wirklich volljährig ist. Dann schweigt sie weiter und das JA ist fein raus.

In diesem "Rechtsstaat" werden Misshandlungen und Missbrauch von Amtsträgern und Müttern nicht bestraft.

Gruß
Kasper


Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge zu ertragen, die ich nicht Ändern kann, den Mut, Dinge zu Ändern, die ich Ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

AntwortZitat
Geschrieben : 05.08.2019 16:44
(@sputnik)
Nicht wegzudenken Registriert

Nun endlich hat das Familiengericht angekündigt 6 Monate vor der Volljährigkeit meiner Tochter das Sorgerecht endlich tatsächlich auf mich rückzuübertragen. Auf den Beschluss warte ich tagtäglich.

Heißt das, dass das Verfahren bereits erfolgt ist und du lediglich auf den Beschluß in Schriftform wartest? Wenn dem so ist, sollte ein Rechtsanwalt nun für Beschleunigung sorgen. Dann wäre ein Ende in Sicht.

Ich brauche dringend Hilfe wie ich hier meiner Tochter helfen kann. Bis heute wurde sie keinem Kriminalpsychologen vorgestellt. Sie wurde nur ohne meine vorherige Kenntnis vom Jugendamtsleiter befragt.

Auch hier empfehle ich dir einen Rechtsbeistand. Du hast in folgenden Punkten dein Sorgerecht übertragen: Gesundheit, Aufenthalt und Schule. Du bist noch immer teilweise Sorgeberchtigt und kannst sofort in Vertretung deiner Tochter als Nebenkläger auftreten. An der Stelle rate ich dir aktiv zu werden!

Inzwischen bin ich auch bereit diesen Fall öffentlich zu machen!

Das wäre sicher ein zusätzlicher Weg. Vergiss aber nicht, dass deine Tochter in diesem ganzen Verfahren die Hauptbetroffene ist und du nicht vermeiden kannst, dass sie darunter leidet wenn der Fall noch öffentlicher wird. Dabei spielt es für die Psyche auch keine Rolle, wenn der Name deiner Tochter nicht genannt wird.


AntwortZitat
Geschrieben : 05.08.2019 16:58
(@susi64)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hallo,

das Ganze hängt am Sorgerecht. Solange Du kein Sorgerecht hast, hast Du auch kein Recht auf Information oder Akteneinsicht. Der Sinn des Ganzen besteht darin, dass nicht "jeder" sondern eben nur Sorgeberechtigte sensible Daten einsehen können. Darin liegt insoweit kein Skandal vor.

Wichtig ist, dass Du das Sorgerecht erhälst. Du solltest Deinen Anwalt bitten aufgrund der Umstände auf Beschleunigung der Ausfertigung des Beschlusses zu drängen.

Allerdings ist es auch so, dass mit Volljährigkeit Deiner Tochter nur sie und sie alleine entscheidet, wer welche Informationen bekommt. Wichtiger als Akteneinsicht ist meiner Meinung nach eine gute psycholigische Betreuung Deiner Tochter. Sie muss mit den Dingen leben und da ist es kontraproduktiv, die Geschichte überall herum zu erzählen.

VG Susi


AntwortZitat
Geschrieben : 05.08.2019 18:32
(@pausbanderi)
Nicht wegzudenken Registriert

Also zwei Dinge:

1. Ist wie schon geschrieben Deine Tochter die Hauptperson und nicht Du selbst. Insofern sollte ihr die Entscheidung obliegen - mit 17 kann sie das sehr wohl - ob sie jetzt eine Strafverfolgung überhaupt will.

2. Verstehe ich nicht, wieso Du tatenlos zusiehst, wie das Jugendamt in Alleinregie alles tut. Wo war Dein Gang zum Anwalt, als die Mutter nach zwei Jahren ankam und ihre Kinder mitnehmen wollte?


AntwortZitat
Geschrieben : 06.08.2019 01:06