Hallo Zusammen,
Ich bin als Referent auf einem Symposium bei meinem Arbeitgeber eingeladen zum Thema: Job & Familie, unbekannte Familienformen.
Ich will natürlich die Gilde der Wochenendväter würdig vertreten und möchte euch bitte, mir eure Erfahrungen mit euer Arbeit und mit euren Arbeitgeber zu schildern und natürlich auch Vorschläge wie der Arbeitgeber das Leben von Wochenendväter und natürlich auch von Wochenendmütter unterstützen und verbessern kann.
Ich freue mich auf eure Beiträge.
Ihr könnt mir natürlich auch unter volker@everymail.net schreiben.
Vielen Dank.
Adler
Tja, lieber Adler, mit Deiner Bitte läufst Du in das Risiko, diverse Romane zu erhalten 😀
Meine Geschichte sieht so aus: Meine Kinder leben knappe 300 km weit weg. Ich arbeite in ca 200 km Entfernung zu ihnen (40 Std Woche, 25 Tg. Urlaub). An Umgangswochenenden ist es mir möglich, bereits um 12:00 Uhr Feierabend zu machen und meine Kinder abzuholen. Klar, die Zeit muss ich vorher oder hinterher wieder rein holen. Aber mir die Möglichkeit zu geben, ist schon sehr nett. Soweit dazu.
Ohne jetzt Dein Referat in eine andere Richtung lenken zu wollen, schreibe ich Dir folgende Gedanken:
Die Arbeitgeber haben weniger in Bezug auf den Umgang etwas beizusteuern. Dies läßt sich, wenn man miteinander reden kann und es betrieblich gestaltbar ist, wie in meinem Beispiel regeln.
Arbeitgeber sind vielmehr in der Trennungsphase einer besonderen Belastung ausgesetzt. Den meisten 'Verlassenen' wird ja förmlich der Boden unter den Füßen weg gerissen. Neben dem Wegfall des höheren Sinns der Erwerbstätigkeit kommen gesundheitliche Probleme. Die hierdurch entstehende geringere Arbeitsqualität und der erhöhte Arbeitsausfall fällt dem Arbeitgeber zu und wird dem 'Hinterbliebenen' angelastet. Rein sachlogisch passt das auch. Doch sind es die geänderten Lebensumstände, die aus einem leistungsbereiten und qualifizierten Mitarbeiter einen reinen Mitschwimmer werden lassen. Wozu auch sich mühen, das Mehr an Ertrag wird in Form von erhöhtem Unterhalt abgegraben. Die Freude über Qualifizierungsmaßnahmen hält sich in Grenzen, könnte missverstanden werden. Hier bedarf es des erweiterten Verständnisses und entsprechender Personal(um)planung auf Seiten des Arbeitgebers.
Für Dich dürfte die Studie des Institut für Generationen und Geschlechterforschung interessant sein (PDF, 328 KByte). Gerade der berufliche Aspekt wird in seinen Ausprägungen deutlich herausgearbeitet. Eine kleine Zusammenfassung habe ich im Forum geschrieben.
Aber letzten Endes ist nach meiner Meinung nach auch dies nicht eine Arbeitgeberaufgabe. Von dieser Seite kann nur Verständnis und für die Anfangsphase eine weniger gefahrengeneigte/betriebsschädigende Arbeit angeboten werden. Ob dies den verletzten 'Stolz' des Verlassenen dann evtl. gänzlich zu Boden wirft, lasse ich mal offen.
Ich sichere Dir meine Unterstützung zu. Schreib hier oder mail mich an, wenn Du irgendetwas brauchst.
Liebe Grüße
DeepThought
Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06
als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!
Noch spannender ist auch noch Vater zu sein der an den Wochenenden arbeiten muss und somit die Umgangswochenenden noch magerer ausfallen, sprich keine 14 Tage Regelung möglich ist!!
Da überlegt man ernsthaft fast zu kündigen weil es einfach so nicht klappt, Kinder od. Job?! Das ist die Hölle und die Kidis enttäuscht man immer irgendwie. Aber wie sollten sie es auch verstehen?
Papa warum musst du arbeiten?
Hallo,
ich kann Dir nur von meinern Erfahrungen als alleinerziehender Vater erzählen. Denn auch hier ist ein erhbelicher Nachholbedarf an entsprechende Einrichtungen zu sehen. Ich habe damals meine Tochter mit 8 Monaten zu mir genommen, weil meine Ex-Frau sich nicht grade um unsere Tochter gekümmert hat. (sei nicht als Vorwurf zu sehen) Und ich habe damals von 8.oo Uhr bis ca. 18..30 gearbeitet, und auch noch Samstage von 8.oo Uhr bis 13.oo Uhr. Am Anfang habe ich noch eine Tagesmutter gehabt, bis meine Tochter 1 Jahr alt war, dann habe ich nach langem Suchen eine Kindertagestätte gefunden. Allerdings wurde diese von einer sektenänlichen Gruppierung geführt aber was blieb mir in der Situation überig. Als meine Tochter dann das erstemal krank wurde ging schon der Streß mit meinem damaligen Arbeitgeber los, da ich nach meinem Urlaub (3 Wochen) leider nochmal fast 2 Wochen zu Hause bleiben mußte wegen meiner Tochter, und ich bekamm auch noch vorgeworfen wer mir nun eigentlich das Gehalt zahlt. Obwohl hier die Krankenkasse dies übernommen hat. Ich suchte mir dann auch sofort einen anderen Arbeitgeber, zumal auch die Arbeitszeiten nicht grade toll für meine Tochter waren, konnte sie aus dem Hort abholen und dann gleich ins Bett legen. Nun ich hatte auf jedenfall dann einen neuen Job, und hir konnte ich statt um 7.oo Uhr anzufagen erst um 8.oo Uhr anfagen und hatte dann auch um 16.30 feierabend und mußte auch nicht Samstags arbeiten, dies war für mich und meine Tochter schon ein gewaltiger Fortschritt. Was nur auf einmal kommisch war, dass mein alter Arbeitgeber auf einmal bereit war mir andere Arbeitszeiten zu gewären, nur es war zu spät ich hatte schon zugesagt. Allerdings bereue ich es bis heute nicht. Zumal ich damals gleichen Lohn für 15 Std. weniger bekamm. Allerdings erfüllte mich diese Arbeit nicht so besonders, aber für meine Tochter habe ich damals alles gemacht und auch einen kleinen Rückschritt in Kauf genommen.
So solltest Du noch mehr über meine Tochter und mein Leben als Alleinerziehender erfahren. Kannst Du mir gerne eine Mail zukommen lassen.
Gruß Leines_fun
