Alkoholkranker LG
 
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Alkoholkranker LG

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(@single-bin)
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Hallo liebe Fories,
ich habe leider ein Problem mit dem ich nicht mehr allein klarkomme.
Ich habe zwei Kinder ( Tochter 6J und Sohn fast 8J) bin seit Dez.05 geschieden und habe mit meinem Ex soweit
keine Probleme was die Kinder anbelangt.
Seit 1,5 Jahren habe ich einen neuen LG der mitlerweile auch bei mir und den Kids wohnt.
Als ich Ihn kennenlernte erzählte er mir das er trockener Alkoholiker ist. Er hat einen Entzug in einer Klinik mit mit Motivationstraining
und allem was dazugehört hinter sich und war auch für zwei Jahre trocken.
Wärend meiner Scheidungsphase habe ich mir auch wieder einen neuen Freundeskreis aufgebaut , hatte wieder Arbeit die mir Spass macht
und meine Kinder haben Ihn auch sehr gern und sagen auch manchmal Papa zu Ihm (sie machen das von sich aus , wissen aber genau wer ihr richtiger Papa ist und besuchen diesen auch regelmäßig)
Vor einigen Wochen hat mein LG nun seinen Job verloren, ist eifersüchtig auf alles und jeden.
Im Mai ist er auch einem rückfällig geworden (hat zu diesem Zeitpunkt auch gekifft und ist dementsprechend ausgetickt. Er
war damals sehr agressiv, wollte sich in seinem betrunkenen Zustand selbst umbringen, wollte das ich Ihm dabei helfe sich das Messer in die Brust zu rammen, hat rumgebrüllt  und sich zu guter letzt dann auch mehrfach den Arm aufgeschnitten)
Irgendwann ist mir das dann Nachts "zu heiß" geworden und hab die Polizei angerufen welche dann auch sehr schnell da waren.
Die Polizei hat Ihn dann auch in die Klinik gebracht in der er damals seinen Entzug gemacht hat, er blieb dort für Zwei Wochen um eine Auffangtherapie zu machen was er auch geschafft hat.
Seit ca 6 Wochen trinkt er wieder fast regelmäßig. Wenn er einen Abend zuhause bleibt ist es meist darauf zurückzuführen das er kein Geld hat.
Nun meine Frage:
Habt Ihr einen Tip für mich wie ich Ihn dazu bringen könnte das er nochmal eine Terapie macht?
Ich hab Ihn wirklich gern und möchte Ihm auch helfen. Aber ich schaffe es nicht damit umzugehen das er trinkt auch wenn er in letzter Zeit nicht mehr so agressiv geworden ist wie im Mai.
Mein Vater war auch Alkoholiker und ist vor drei Jahren gestorben. Ich bin damals schon mit 18 J zuhause ausgezogen weil ich es nicht mehr ertragen konnte.
Mein Vater wurde leider nur 52 J alt.
Vielen Dank erstmal fürs lesen.
LG Kerstin


Ich bin froh das ich meine Kiddi´s hab!

Zitat
Themenstarter Geschrieben : 15.08.2006 21:30
(@merrow)
Nicht wegzudenken Registriert

Hallo Kerstin,

bist Du denn immer noch mit ihm zusammen?

Ich an Deiner Stelle würde falls ihr noch zusammen seid ihm klipp und klar sagen, dass wenn es so weitergeht Du die Trennung möchtest. An dieser Stelle kannst Du ihm einfach nicht mehr helfen und er ist eine Gefahr für sich und andere.
Wie gehen denn Deine Kinder damit um?

Vielleicht hilft es Dir wenn Du Dich nicht so einfach lösen kannst erstmal selber zu einer Beratung zu gehen. Auch wegen Deiner Vergangenheit wäre das hilfreich.

Ich würde versuchen mich und meine Kinder zu schützen.

Von der Seite des KV aus. Stell Dir vor wie schrecklich Du Dich fühlen würdest, wenn Deine Kinder beim KV leben würden und seine LG Alkoholikerin wäre.. würdest Du nicht darauf bestehen, dass die Kinder in Sicherheit sein müssen und so einer Krankheit nicht tagtäglich ausgesetzt werden dürfen?

Ich wünsch Dir ganz viel Kraft zu handeln!

Merrow


Zweifle nicht an dem, der Dir sagt er hat Angst. Aber hab Angst vor dem, der Dir sagt, er kennt keine Zweifel. (Erich Fried)

AntwortZitat
Geschrieben : 15.08.2006 21:53
(@milan)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hi Kerstin!

Habt Ihr einen Tip für mich wie ich Ihn dazu bringen könnte das er nochmal eine Terapie macht?

Du kannst ihn nicht dazu bringen!

Milan


AntwortZitat
Geschrieben : 15.08.2006 21:58
(@merrow)
Nicht wegzudenken Registriert

Genau das wollte ich auch damit sagen. Danke Milan.

Wenn Du hier mal ein bissel im Forum suchst wirst Du sehen, dass Du mit diesem Problem nicht allein dastehst Kerstin. Alle Liebe der Welt hilft nichts, wenn er nicht will.

Da ist der Anfang.

merrow


Zweifle nicht an dem, der Dir sagt er hat Angst. Aber hab Angst vor dem, der Dir sagt, er kennt keine Zweifel. (Erich Fried)

AntwortZitat
Geschrieben : 15.08.2006 22:05
(@single-bin)
Schon was gesagt Registriert

@merrow
Ja ich bin noch mit Ihm zusammen. Bisher haben die Kinder NOCH nicht mitbekommen. Wer weiß wie lange noch!

Im Moment sind beide in Urlaub bei meinem EX, hab mit diesem auch schon deswegen gesprochen, ihm ist es also bekannt.
Möglich das dies nicht richtig ist / war Ihm das zu sagen aber mir ist es lieber er erfährt es von mir als hintenherum.

Klare Richtlineien hab ich meinem LG auch schopn aufgezeigt.
- kein Alkohol in der Wohnung
- er hat die Kinder zu meiden wenn er was getrunken hat
- tagsüber wenn die Kinder wach sind ist sowiso das trinken tabu!

Verbieten kann ich es Ihm nicht, und Kontakt zu Alanon hab  ich auch schon und zwei Freunde ( ein Arbeitskollege  mit Freundin) holen mich und
die Kinder auch schon mal übers WE zu sich damit ich " da mal rauskomm" und Kraft tanken kann.

Einfach vor die Tür setzen kann ich Ihn nicht da er den Mietvertrag mit unterschrieben hat .

LG
Kerstin


Ich bin froh das ich meine Kiddi´s hab!

AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 15.08.2006 22:14
(@diemystiks)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hallo Single bin,

ich kann dir schreiben, wie ich mit diesen Dingen umgegangen bin.

Sicher ist es schwer, wenn man zusehen muss, wie der Partner den Kampf gegen die Sucht immer wieder verliert.

Als es bei uns damals ( mein Ex hat ein anderes Suchtproblem) zu solchen Situationen kam, wie du sie oben beschreibst, war für mich der Zeitpunkt gekommen mit Kind zu gehen.

Du hast nun eine Ehe hinter dir und hast Hoffnungen in diese Beziehung gelegt. Verständlich, daß du helfen möchtest und mit ihm leben möchtest.

Du wirst ihn nicht zu einer Therapie überreden können wenn er diese nicht möchte.

Ich habe mir damals eine Auszeit genommen um mir über einige Fragen, die mir im Kopf rumgeisterten Gedanken zu machen.

-Ich habe darüber nachgedacht, ob ich unserem Sohn das so zumuten kann: nein
- Ich habe mich gefragt ob ich solche Ausraster ( die waren auch immer gegen sich selbst, nie gegen mich oder das Kind) auf Dauer aushalte: nein
- Ich habe mich gefragt, ob ich auch nach einer Therapie mit den Ängsten leben kann, daß er irgendwann wieder zugedröhnt nach Hause kommt: nein

Letztendlich konnte ich mir die Frage mit "Ja" beantworten, daß ich die Verantwortung für das Kind übernehmen muss und gehen muss, um nicht selbst vor die Hunde zu gehen.

Setze ihm klare Regeln vor die Nase. So hart das jetzt klingen mag. Entweder ein Leben mit Dir, Kindern und OHNE Alkohol, oder ein Leben nur er und die Flasche.

Letztendlich wirst du aber nie die Gewissheit haben ob er nach der nächsten Therapie trocken bleibt.

Ob du so leben kannst, kannst letztendlich nur du selbst entscheiden.

Die Therapie muss seine Initiative sein. Ist es deine, macht er sie, damit er Ruhe vor endlosen Diskussionen ( in seinen Augen) hat und damit er seinen Platz an dem er immer wieder aufgefangen wird, nicht verliert.

Mein Ex sagte mir mal " Was soll ich ne Therapie machen, höchstens mal um meinem Körper ne Auszeit zu geben, so wie es die meisten machen. Kommst du zurück, geht alles von vorne los."

Du hast schon selbst familiäre Erfahrungen mit der Alkoholsucht. Ich ziehe vor jedem den Hut, der seine Sucht erfolgreich bekämpft. Ich fürchte jedoch dass die Erfolgreichen nicht in der Überzahl sind.

Pass auf dich und deine Kinder auf und denke über ein Leben ohne ihn nach. Wege dahin gibt es, wenn sie auch nicht einfach sind.

Ich wünsch dir viel Kraft

LG
Tina


Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir:"Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen." Und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer.

AntwortZitat
Geschrieben : 15.08.2006 22:17
(@single-bin)
Schon was gesagt Registriert

@ Tina
die Fragen die du dir damals gestellt hast habe ich mir auch schon gestellt und ebenso wie du alle mit nein beantwortet.
Ich hab ihm auch schon gesagt das er sich eine andere Wohnung suchen soll wenn er die Flasche lieber hat wie mich und die Kinder.
Mir ist auch klar das es so wie es jetzt ist nicht weiter geht. Auch das hab ich ihm schon mehr als einmal gesagt.

Auf der anderen Seite muß ich aber auch sagen das er sehr liebevoll mit den Kinder umgeht, mit ihnen spielt wenn ich arbeiten bin,
sie zu Bett geht, ihnen Geschichten vorliest, also genau diese Dinge die ich damals bei meinem EX in der Ehe vermisst habe.

Und trotzdem macht es mich jedesmal aufs neue fertig wenn er nachts wieder besoffen nach Hause kommt.
Zumindest hält er sich an die Regeln die ich ihm gestellt habe und schläft im Wohnzimmer wenn er getrunken hat.
Aber das kann doch nicht die Zukunft sein???

Gruß Kerstin

die jetzt ihre Abschlußrunde laufen muß und dann in den Feierabend gehen darf


Ich bin froh das ich meine Kiddi´s hab!

AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 15.08.2006 22:29
(@diemystiks)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hallo Kerstin,

genau das kann die Zukunft für euch alle nicht sein.

Die Kinder werden irgendwann fragen, warum ihr getrennt schlaft. Es ist eine Frage der Zeit, wann sie solch eine Eskalation mitbekommen.
Manche Dinge habe ich von meinem Sohn erst weit nach der Trennung zu hören bekommen, während ich dachte, es wäre an ihm vorbei gegangen.

Du weisst sicher selbst, daß es beim Einhalten der Regeln auch nicht bleibt. Ich kann dich jedoch wirklch gut verstehen. Bei mir hat die Entscheidung 3 ganze lange Jahre gedauert bis zu der Erkenntnis, daß wir ( mein Sohn und ich) zur Sucht in keinem Verhältnis stehen.

Auch wenn er selbst es nicht so sieht und beteuert, daß er euch lieb hat und nicht ohne euch leben möchte ( was durchaus glaubhaft ist), bestimmt zu irgendeinem Zeitpunkt die Sucht wieder den Kopf. Zu dem Zeitpunkt sind alle Vorsätze wieder den Bach runter.

Was sagt denn er zu seinem Jetzt-Zustand? Ich meine den Alkohol, denn alles andere wird er so wie es ist, gut und normal finden.

LG
Tina


Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir:"Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen." Und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer.

AntwortZitat
Geschrieben : 15.08.2006 23:10
 kuwe
(@kuwe)

Moin Kerstin,

erstmal herzlich willkommen auf Vs.de

Du selbst kannst, das kann ich Dir aus eigener Erfahrung (habe selbst bis vor 6 1/2 Jahren dem Alkohol übermäßig zugesprochen) sagen, relativ wenig machen. Den Schritt zur Therapie muß er selbst machen.
Allerdings wird das ungleich härter als beim ersten Mal, wenn er den Schritt macht. Macht er ihn nicht, ist ihm eh alles egal, das trifft, so hart das auch klingt und auch wenn er dir das komplette Gegenteil erzählt, auch auf das Zusammenleben mit Dir und den Kindern zu.
Auf Dauer werdet ihr den Zustand nicht lange aushalten, deswegen mußt Du ihn vor die Wahl stellen. Sonst gerätst du in eine Co-Abhängigkeit, die für Dich dieselben schlimmen Folgen hat wie für deinen (Noch)-LG.
Du mußt ihm die Pistole vor die Brust setzen, viele andere Möglichkeit gibts in solchen Fällen nicht. Es ist auch , wenn ich mir den Fall mit deinem Vater anschaue, durchaus kein ungewöhnlicher Fall, daß Du an Männer gerätst, die für dafür empfänglich sind. Nimm das mit deinem Vater (in meiner Familie war es mein Onkel) als warnendes Beispiel und zieh die richtigen Schlüsse daraus.

Alles Gute
Kuwe


AntwortZitat
Geschrieben : 16.08.2006 00:07
DeepThought
(@deepthought)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Moin,

ich gebe zu bedenken, dass wir wohl eher weniger für sucht- und medizinische Fragen geeignet sind. Sicher haben viele in ihrem Leben hier Erfahrungen sammeln können, doch sind wir halt nicht hierauf "spezialisiert".

DeepThought


Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06
als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!

AntwortZitat
Geschrieben : 16.08.2006 11:34




(@Harpyie)

Er war damals sehr agressiv, wollte sich in seinem betrunkenen Zustand selbst umbringen, wollte das ich Ihm dabei helfe sich das Messer in die Brust zu rammen, hat rumgebrüllt  und sich zu guter letzt dann auch mehrfach den Arm aufgeschnitten)

Wenn das ein Vater wäre, mit einer alkoholkranken LG, was glaubt ihr, würde passieren ?

Genau, schneller als der Schall würde die KM ABR, SR "holen" , der Vater würde seine Kids nicht mehr sehen, da ja eine Gefährdung von der LG des Vaters ausgeht.

Sorry, aber da hört alle Liebe auf, wenn der Typ mit dem Messer rumfuchtelt.
Sich selbst, vor allem aber die Kinder müssen dann geschützt werden.
Denn die sind nicht ewig in Ferien.

Was sagt der Vater dazu ?

Gruss Harpyie


AntwortZitat
Geschrieben : 16.08.2006 11:59
(@merrow)
Nicht wegzudenken Registriert

Meine Meinung.. hab ich in einem vorigen Beitrag auch schon geschrieben.

Ich denke für die Kinder gibts nur eine Lösung.

Merrow


Zweifle nicht an dem, der Dir sagt er hat Angst. Aber hab Angst vor dem, der Dir sagt, er kennt keine Zweifel. (Erich Fried)

AntwortZitat
Geschrieben : 16.08.2006 12:16
 kuwe
(@kuwe)

Moin,

klar, wir sind hier keine virtuelle Suchtberatung...Helfen kann sich der "Patient" nur selber, aber Erfahrung kann in solchen Dingen ja nicht schaden, auch wenns schlechte Erfahrungen sind. Die eigentliche Arbeit müssen aber Profis und last not least der Betroffene selber leisten.

Gruß Kuwe


AntwortZitat
Geschrieben : 16.08.2006 13:34
Lausebackesmama
(@lausebackesmama)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

HAllo Single bin,

wenn Du weiter unten im Forum liest, dann wirst Du sehen, dass auch ich in genau der Problematik stecke, nur handelt es sich bei dem Mann um meinen Ehemann und Vater meines Kindes.

Ich kann nur sagen, dass ich jetzt seit langer Zeit rede und bitte und drohe, usw. Aber erst der komplette Zusammenbruch hat ihn bewirkt, sich selbst stationär einweisen zu lassen. Das war gestern!

Du kannst NICHTS tun, wenn ich ehrlich bin. Außer hoffen, dass die Drohung und die vorbereitenden Maßnahmen, sich zu trennen, etwas bewirken. Bei meinem Mann hat erst die Kombination "Ehefrau und Arbeit GLEICHZEITIG weg" was initiiert. - Hoffe ich, die Zeit wird es zeigen.

LG LBM


‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."

AntwortZitat
Geschrieben : 16.08.2006 13:36
(@single-bin)
Schon was gesagt Registriert

Hallo alle zusammen,
hatte gestern ne superschlechte Nacht da zuhause mal wieder alles eskallierte.

Trotzdem danke ich erstmal allen für´s lesen und für die Ratschläge  🙂
Mein LG hatte gestern einen Gütetermin beim Arbeitsgericht in der er sich gegen seine fristlose Kündigung welche er
mitte letzten Monat bekommen hatte wehren wollte.Der Termin ist wohl nicht so gelaufen wie er sich das vorgestellt hatte und ist dananch gleich
wieder einen "tütteln" gegeangen  ;(
Als ich nach Hause kam war die Wohnung leer und auf meinem Schreibtisch lagen seine Unterlagen vom Gericht mit der Notiz:
Deine Freunde haben mir alles versaut. Entscheide dich -> deine ach so tollen Freunde oder ich!
Kurzerhand hab ich ihm dann zurückgeschrieben das ich mich in 1. Linie für meine Kinder entscheide und ich diese vor ihm und dem Alkohol
schützen muß.
Danach hab ich mir ein paar Sachen zusammengepackt und hab das weite gesucht.
Mitten in der Nacht ging dann auch schon der Terror los per Handy.
Irgendwann bin ich nur noch zusammengebrochen und hab Ihm gesagt das er sich so schnell wie möglich eine Wohnung suchen soll. Ich kann das nicht mehr ertragen, für mich ist die Beziehung beendet.
Nun sitzt er zuhause wie ein Häuffchen Elend und bittelt und bettelt.
Wenn ich mich doch nur von meinen Freunden verabschieden würde dann würde er ja auch wieder aufhören zu trinken.
ABER in die Klinik will er dazu nicht. da war er einmal das hat ihm gereicht!
Es kann aber doch nicht sein das ich mich nun auch noch erpressen lassen muß  :puzz:
Im moment bin ich nun arbeiten ( kann nur dann ins www ) und danach werde ich wieder zu Bekannten gehen.

@LBM ich hoffe für dich und euren Sohn das dein Mann den Entzug schaffen wird.

LG
Kerstin


Ich bin froh das ich meine Kiddi´s hab!

AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 16.08.2006 19:08
(@diemystiks)
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Hallo Kerstin,

halte auf jeden Fall Kontakt zu Freunden und lass dich nicht auf solche Forderungen ein. Er wird auch nicht aufhören zu trinken, wenn du alle Kontakte abbrichst.

Das zeigt nur, daß er noch gar nicht soweit ist, zu verstehen, daß der Alkohol sein Problem ist, welches er zu deinem/eurem macht. Lass das nicht weiter zu.

Jetzt bist du schon mit den Kindern geflüchtet. Erspare ihnen weitere Aktionen und baue für euch ein Nest.
So lange er diese Einstellung hat und bei jedem Negativerlebnis einen " tüddeln" geht wird sich absolut nichts ändern.

LG
Tina


Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir:"Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen." Und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer.

AntwortZitat
Geschrieben : 16.08.2006 19:24
(@single-bin)
Schon was gesagt Registriert

Hallo Kerstin,

halte auf jeden Fall Kontakt zu Freunden und lass dich nicht auf solche Forderungen ein. Er wird auch nicht aufhören zu trinken, wenn du alle Kontakte abbrichst.

Das zeigt nur, daß er noch gar nicht soweit ist, zu verstehen, daß der Alkohol sein Problem ist, welches er zu deinem/eurem macht. Lass das nicht weiter zu.

Jetzt bist du schon mit den Kindern geflüchtet. Erspare ihnen weitere Aktionen und baue für euch ein Nest.
So lange er diese Einstellung hat und bei jedem Negativerlebnis einen " tüddeln" geht wird sich absolut nichts ändern.

LG
Tina

Liebe Tina,

1. bin ich nicht mit den Kindern geflüchtet ( die sind in den Ferien beim Papa und das schon bevor es wieder eskalliert ist )
2. leider ist es ja nicht so das er nur trinken geht wenn er ein Negativerlebnis hatte.
Es gibt da aus seiner Sicht mehrere Gründe

- wenn er trinkt kann er besser nachdenken  :question:
-er geht trinken weil es ihm zuhause zu langweilig ist
- beim trinken kann er besser abschalten
- da kann er besser Bewerbungen schreiben / Stellungnahme für die ArGe  :puzz:
und hin und wieder ist er einfach nur mit allem und insbesondere von den Kindern überfordert

Fazit :  :alleskaese: eine Ausrede nach der anderen.
Er hat von Anfang an gewußt das ich zwei Kinder hab welche er auch gekannt hat bevor er bei mir eingezogen ist.
Und das ich meine Freunde nicht aufgebe habe ich ihm auch schon bei Beginn der Beziehung gesagt.
Ich hab damals für meinen jetztigen Exmann alle Freunde, Job,... aufgegeben und gerettet hat es auch nichts.
Dieser Fehler wird mir also garantiert nicht nochmal passieren.

@Kuwe

Hut ab das du es geschafft hast vom Alkohol wegzukommen. :dauendrueck: das es so bleibt :o)

Kerstin
die hofft das es mit dem editieren geklappt hat. Weiß nämlich nicht wie das geht  ;(

Doppelposting gelöscht


Ich bin froh das ich meine Kiddi´s hab!

AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 16.08.2006 20:41
(@diemystiks)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hallo Kerstin,

sorry, habe das dann mit den Kindern wohl falsch verstanden.

Stimmt schon, seine Gründe sind Ausreden. Er versucht sich halt zu rechtfertigen.

Ich hoffe, daß du einen Weg findest.

Gruß
Tina


Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir:"Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen." Und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer.

AntwortZitat
Geschrieben : 16.08.2006 20:54
 kuwe
(@kuwe)

Moin Kerstin,

lass Dich bloß nicht auf Erpressungsversuche ein. Wenn er damit durchkommt , hat er gewonnen und wird erst recht nie aufhören....

Bei mir brauchste die Daumen nicht mehr zu drücken. Ich hab vor zwei Jahren sogar in Duisburg in dem soziokulturellen Zentrum den Getränkeeinkauf gemanagt und hätte hektoliterweise Alkohol konsumieren können . Sicher der Traum eines jeden Trinkers: Allein im Getränkelager.... 😉

Die Winkelzüge, die er jetzt versucht, kenne ich natürlich alle aus eigener Erfahrung. Deswegen würde ich an Deiner Stelle , auch wenn es schwerfällt, da doch eher den Cut machen...schöne Männer gibts überall ....einen sogar hier in Flensburg *g*....

Du hast Dich denke ich richtig entschieden, wenn man Probleme mit Alkohol hat, dann hat man halt mit allem Probleme, ob das jetzt die Freunde der LG sind, das Wetter, der böse Ex-Arbeitgeber, die Politiker usw. usf....

Ist natürlich jetzt auch die Frage, ob er anfangen wird, zu stalken. Da solltest Du dann die Polizei einschalten.... Hat meine Ex damals auch gemacht, meine Freunde mit Briefen belästigt etc. ,hat furchtbar genervt, aber ein Anruf von denen (der Polizei) bei Ihr und da war Ruhe im Karton...

Ich gebe ja nicht so gern Prognosen ab, aber dein Ex (?) wird weitersaufen, denn er macht ja nicht die allergeringsten Anstalten um aufzuhören.

Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende...meine Meinung.

Gruß und Kopf hoch
Kuwe


AntwortZitat
Geschrieben : 16.08.2006 21:29
(@Aniram)

Hallo Kerstin !

Wenn ich mich doch nur von meinen Freunden verabschieden würde dann würde er ja auch wieder aufhören zu trinken.

Du schreibst ja selbst gleich anschließend an diese Worte, daß er das
sicher nicht tun wird, also brauchen wir hier Dir das gar nicht erst klar-
zumachen. Damit bist Du schon ein großes Stück weiter als so manch
anderer, der sich von Versprechungen noch einlullen läßt. Außerdem,
er würde Dich damit nur isolieren was das Schlimmste wäre was Dir
passieren kann.

- wenn er trinkt kann er besser nachdenken  question
-er geht trinken weil es ihm zuhause zu langweilig ist
- beim trinken kann er besser abschalten
- da kann er besser Bewerbungen schreiben / Stellungnahme für die ArGe  puzzled
und hin und wieder ist er einfach nur mit allem und insbesondere von den Kindern überfordert

Auch das sind nichts als Ausreden. Gar nicht unbedingt für Dich,
er wird seinen Alkoholkonsum in nüchternen Momenten auch vor
sich selbst rechtfertigen müssen.

Es geht gar nichts besser mit Alkohol, das Gegenteil ist der Fall.

Bitte ihn darum, sich schleunigst eine andere Bleibe zu suchen
oder besser noch - wirf ihn raus.

Auch wenn das hart klingt und auch hart ist, er muss weg sein
bevor die Kinder zurückkommen.

Es kann doch nicht so sein, daß Du aus deiner eigenen Wohnung
flüchten mußt und er bequem darin sitzt.

Seine Aussage, daß ihm "einmal" Klinik gereicht hat zeigt, daß sich
nichts an seinem Zustand ändern wird. Denn alleine wird er es nicht
schaffen.

Du scheinst gute Freunde zu haben, bitte sie um Hilfe. Weil Du
alleine wirst ihn eventuell nicht aus der Wohnung rausbekommen.

Und mach ihm von Anfang an klar, daß Du die Polizei holst, wenn
er Terror macht und das er nur eine Chance hat (falls Du die ihm
überhaupt noch geben willst), wenn er Dir beweist, daß er lang-
fristig trockenbleibt.

Und langfristig sind nicht 6 Wochen.

Ich wünsch Dir jede Menge Kraft. Deine Kinder werden sie Dir
geben.

LG Marina


AntwortZitat
Geschrieben : 16.08.2006 21:58




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