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vatersein.de - Forum 19. Januar 2019, 18:19:34 *
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vatersein.de - Forum  |  Themen  |  Medien (Moderator: 82Marco)  |  Thema: Nivea Spot "Weihnachten"
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Autor Thema: Nivea Spot "Weihnachten"  (Gelesen 24591 mal)
Marko99
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« am: 23. Dezember 2013, 12:17:23 »

Hallo,

ich finde diesen Spot... sehr diskriminierend...

http://www.youtube.com/watch?v=qu0psLhgFrA&desktop_uri=%2Fwatch%3Fv%3Dqu0psLhgFrA&app=desktop

Ich weiß nicht, was sich NIVEA dabei gedacht hat.

LG
Marko
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Ingo30
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« Antwort #1 am: 23. Dezember 2013, 13:19:36 »

Hi Marko,

stimmt, der Papa fehlt in dem Werbespot, ist mir noch gar nicht aufgefallen. Wäre wirklich mal interessant, welches "Familienkonzept" Nivea damit propagieren möchte.

Auf der anderen Seite ist da ein kleiner Wonneproppen, der sich auf Oma und Opa freut, was ja wirklich ganz süss ist. Hier wird halt (wie so oft in der Werbung) mit Emotionen gespielt. Für Betroffene, die ihre Kinder zu Weihnachten nicht sehen können, wirkt dieser Spot sicherlich beklemment. Gruß Ingo 
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Beppo
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KU ist wie Benzingeld für den Autodieb


« Antwort #2 am: 23. Dezember 2013, 13:32:59 »

Der kleine Wonneproppen kann sicher nichts dafür aber hier wird schon ziemlich Werbung für das "Erfolgsmodell Alleinerziehung" gemacht und dass der fehlende Vater und die anderen Großeltern eigentlich keinerlei Lücke hinterlassen.
« Letzte Änderung: 23. Dezember 2013, 13:38:16 von Beppo » Gespeichert

Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
Malachit
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« Antwort #3 am: 23. Dezember 2013, 13:57:33 »

Hallo zusammen,

stellen wir uns die übliche Frage: Wäre genau derselbe Werbe-Spot möglich, ja wäre er überhaupt nur denkbar - und zwar mit der klitzekleinen Änderung, dass bei diesem Heile-Welt-Weihnachten nicht der Vater, sondern die Mutter fehlen würde? Ich vermute, ein solcher Werbe-Spot kurz vor Weihnachten, und es gibt einen #Aufschrei von hier bis zum Nordpol, der das Image der betreffenden Firma gründlich und für alle Zeiten ruiniert.

Wen's interessiert: Der Konzern hinter Nivea heißt Beiersdorf, rechts oben auf deren Homepage geht's zum Kontaktformular, und da ich die Kinder zwar zu Heiligabend sehe, ich aber anschließend alle Zeit für mich selber habe, werde ich dann die Gelegenheit nutzen und den Sportsfreunden von Beiersdorf einen, äh, nachträglichen Weihnachtsgruß schicken.

Viele liebe Grüße,

Malachit.
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Der Unterschied zwischen Diktatur und Demokratie besteht darin, ob das Volk vor der Regierung Angst hat, oder die Regierung vor dem Volke.
Bester Papa
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« Antwort #4 am: 23. Dezember 2013, 14:00:08 »

Moin!
Wen's interessiert: Der Konzern hinter Nivea heißt Beiersdorf, rechts oben auf deren Homepage geht's zum Kontaktformular, und da ich die Kinder zwar zu Heiligabend sehe, ich aber anschließend alle Zeit für mich selber habe, werde ich dann die Gelegenheit nutzen und den Sportsfreunden von Beiersdorf einen, äh, nachträglichen Weihnachtsgruß schicken.
Am besten gleich nen Shitstorm im Fratzenbuch initiieren...

LG
BP
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Bester Papa
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« Antwort #5 am: 23. Dezember 2013, 14:12:32 »

Da stehen ja schon ein paar negative Kommentare drunter...
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Beppo
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« Antwort #6 am: 23. Dezember 2013, 14:50:33 »

Moin!Am besten gleich nen Shitstorm im Fratzenbuch initiieren...

Gips schon:
https://www.facebook.com/groups/papayamagazin/

Bzw. unter "Eltern für Kinder"
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Marko99
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« Antwort #7 am: 23. Dezember 2013, 15:59:43 »

Ich hab der Firma Beiersdorf folgende Mail geschrieben.

Sehr geehrte Damen und Herren,

auf ihrer Homepage werben Sie mit den Worten: "Weihnachten - das schönste Geschenk".
Ich soll mich von ihrem Film inspirieren lassen. Wie soll ich das machen, wo ich in ihrem Film nicht vorkomme!?

Ich bin ein liebender Vater von zwei Kindern. Und wie Millionen anderer Väter bin ich von meinen Kindern getrennt.
Ich bin kein Opa und auch kein "Onkel". Ihr Spot vermittelt ein Bild von Familie, welches ich als diskriminierend empfinde.

In einem Land, wo darüber diskuttiert wird, das dass Wort "Neger" aus einem Kinderbuchklassiker gestrichen wird, weil es diskriminierend ist, kommt Nivea mit diesem Spot daher. Wo das Wort "Vater" mal ebend aus dem Wortschatz entfernt wird... Wie soll ich, dass ihrer Meinung nach verstehen?

Dieser Spot ist nicht nur für Trennungsväter, sondern auch für alle Väter, die ihre Kinder über Weichnachten nicht sehen können, ein Schlag ins Gesicht.
Ich erinnere an Fernfahrer, Seeleute, Soldaten... die Weihnachten bestimmt lieber mit ihrer "Familie" feiern möchten als von ihnen getrennt zu sein...

Leider hat mich der Spot dazu veranlasst, meine Nivea Produkte aus meinem Haushalt zu entfernen.
Ich würde mich freuen, wenn bei der Firma Beiersdorf, nicht nur das Wort, sondern auch die Person "Vater" wieder einzug hält.

Mit freundlichen Grüßen
M...
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Beppo
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« Antwort #8 am: 23. Dezember 2013, 16:02:22 »

Sehr gut!
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achill
Rege dabei
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« Antwort #9 am: 23. Dezember 2013, 16:59:06 »

Hallo Zusammen,

bin auch einigermaßen erschrocken wie man so etwas produzieren kann. Ich habe mal folgendes Statement auf der Beiersdorf Homepage abgesetzt und hoffe, es findet die richtigen Adressaten.


Dear Sir or Madam,

In the past I have been regularly using some of your products, e.g. from the NIVEA men's line, and have in general been pleased by their quality using them mainly after doing some sports or similar. 

I was however struck with greatest embarrassment when I learned about your recent NIVEA Christmas campaign.

While I completely understand that your customer basis is  to large majority female with single Moms eventually constituting a substantial basis of potential customers, I would just like to let you know that I personally feel highly discriminated by not showing any relationship to the child's father. While I understand that many children face such realities nowadays, children in general have two individual parents both loving them equally in their own, individual way. Your spot however seems to rather make the point that it is OK and legitimate to not show any relationship with one of one's own parents. The way the 'presence' or better even the NEGATION of one of the child's parents, in this particular example the father, constitutes however something that also from my own personal experience is NOT OK, it should never be regarded as something OK and it should also never be show as something legitimate.

While your campaign definitely provoked some tears in my eyes it was not because of the cutie of that little child but by the sadness your spot is actually evoking.

To not fall into tears any more, I happily devoted any products related to your company to my garbage bin.

In any case, I wish you and your families Merry Christmas and a Happy New Year!

Best regards,

XXXX
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DeepThought
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« Antwort #10 am: 23. Dezember 2013, 20:40:09 »

Beschwerde an den Werberat:
Zitat
Sehr geehrte Damen und Herren,

Werbung nimmt nicht gesellschaftliche Strömungen auf - Werbung schafft sie.

Nun hat es Jahre nach der diffarmierenden Werbung der cosmos-Versicherungen die etablierte Marke Nivea geschafft, mich zu erzürnen.

Wenn die Werbung schon auf Familie abstellt, so wäre eine intakte Familie die richtige Wahl. Nicht die richtige Wahl ist es, eine Patchworkfamilie darzustellen unter dem Licht des Weihnachtsfests. Der Kundige weiß, wie sehr die leiblichen Väter gerade zum Fest der Liebe ausgegrenzt werden und die Tage ohne ihre Kinder verbringen müssen.

Wäre die selbe Werbung denkbar mit vertauschten Rollen - mit einem Vater, einer dem Kind behilflichen "Tante"? Der Aufschrei der Damenwelt wäre bundesweit zu vernehmen. Doch, so die einhellige Meinung, hier geht es ja nur um einen Vater.

Die Erklärung zum auch auf youtube.com einsehbaren Video "Es beschreibt den wichtigsten Ort an dem Geborgenheit, Vertrauen und Nähe entstehen und sich Menschen wohlfühlen" reduziert den Vater auf Null, auf weniger als eine Nebenrolle im Leben des Kindes.

Vor Jahren kündigte ich meine cosmos-Versicherungen. Heute landeten Produkte der Firma BEIERSDORF AG im Mülleimer und werden künftig, so lange ersichtlich, nicht wieder in den Weg des Einkaufswagens schaffen.

Mit weihnachtlichen Grüßem

Kommentar auf youtube
Zitat
"Es beschreibt den wichtigsten Ort an dem Geborgenheit, Vertrauen und Nähe entstehen und sich Menschen wohlfühlen." Dieser Satz ist mehr als ein Faustschlag in das Gesicht der von ihren Kindern getrennt lebenden Elternteile. Schon vor Jahren war durch das BMFSFJ verkündet worden: "Familie ist dort, wo alle aus dem selben Kühlschrank essen."
Scheidungskinder haben zwei Zuhause und einen auch von ihnen ausgegrenzten Vater. Das alles schön heimelig verpackt und von ihnen in den Kommentaren hier mit brachialer Nonchalance negiert.
Sie haben mit Ihrem Werbespot die Linie des Guten Geschmacks übertreten. Sie werden mit den Konsequenzen leben müssen - so wie ehemals die cosmos-Versicherungen mit ihrer Diffarmierung.
Die Entscheider in Ihrem Hause und die Werbeagentur würde ich gern in einem Gespräch in das geheimnisvolle Leben eines Trennungsvaters einführen. Seien Sie mutig, produzieren Sie zum Vatertag diesen Clip mit umgekehrtem Vorzeichen.
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Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06 als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!
Malachit
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« Antwort #11 am: 24. Dezember 2013, 11:15:57 »

Hallo zusammen,

(...) werde ich dann die Gelegenheit nutzen und den Sportsfreunden von Beiersdorf einen, äh, nachträglichen Weihnachtsgruß schicken.

Es hat mir natürlich doch keine Ruhe gelassen. Folgendes habe ich also bereits heute Vormittag mit der guten, altmodischen Briefpost in Richtung Beiersdorf-Zentrale abgeschickt:

Zitat
Sehr geehrte Herren und Damen,

es gibt Werbespots, wenn man die sieht und hört, dann spürt man sofort, aber nur unterbewusst: Da ist etwas faul, da ist irgendwas nicht so, wie es sein müsste. Weil irgendetwas fehlt, was eigentlich da sein sollte – oder weil irgendjemand fehlt, der da sein sollte. Und erst auf den zweiten Blick erkennt man dann, wie niederträchtig, wie hinterfotzig, wie abgrundtief menschenverachtend diese Werbung wirklich ist!

Ihr Weihnachts-Werbespot für NIVEA fällt für mich hundertprozentig in diese Kategorie. Falls da jetzt irgendein Zweifel ist, wovon ich rede: Ich meine jenes so harmlos daherkommende Machwerk, das z.B. unter http://www.youtube.com/watch?v=qu0psLhgFrA zu "bewundern" ist.

Wie Sie an dieser Stelle vielleicht bereits ahnen: Ich bin ein Trennungsvater. Einer von den vielen, viel zu vielen, die es heutzutage gibt; einer von jenen, die im Leben ihrer eigenen Kinder längst nicht so präsent sein dürfen, wie sie es ursprünglich wollten. Freilich habe ich selbst zwar das Glück, dass ich meine Jungs zu Heiligabend sehe; oder, meine Jungs haben das Glück, dass sie mich zu Heiligabend sehen. Doch viele, viel zu viele Trennungskinder haben dieses Glück nicht. Und jetzt sehen Sie sich ihren verdammten Werbespot bitte noch einmal an, und zwar aus genau diesem Blickwinkel heraus! Schaltet in Ihrer Werbeabteilung eigentlich niemand Herz und Verstand ein, bevor so etwas veröffentlicht wird?!?

Diese Werbung tut weh. Diese Werbung tut in einer richtig bösartigen Weise weh, weil sie solche Väter dort trifft, wo sie am verletzlichsten sind: Bei ihren Kindern, die sie nicht sehen dürfen – und Sie präsentieren hier eine vorgeblich heile Welt, als ob es das Normalste überhaupt wäre, wenn ein Kind seinen Vater nicht einmal zu Weihnachten sieht?!? So etwas geht gar nicht, und daran ändern auch Ihre genau so dümmlichen wie arroganten Kommentare bei dem erwähnten Video nichts, dass es Ihnen hier um einen "modernen Familienbegriff" gehe. Keine noch so vehement behauptete Modernität rechtfertigt es, die Väter einfach auszublenden, auszugrenzen, verschwinden zu lassen: Jedes Kind hat zwei Eltern – egal wie hip und modern es gerade zu sein scheint, diese offensicht­liche Tatsache zu leugnen!

Ein letztes Wort noch: Mag ja sein, dass Ihrer Meinung zufolge eine Familie auch ganz gut ohne Vater auskäme. Ich hingegen bin ab sofort der Meinung, dass mein Haushalt auch ganz gut ohne die Produkte von Beiersdorf auskommt – und ja, ich gehöre zu jenen Leuten, die im Freundes- und Bekanntenkreis einfach nicht die Klappe halten können.

Mit genau so viel Hochachtung, wie Sie sich verdient haben,


Und nach diesem doch eher unerfreulichen Intermezzo: Ich wünsche allen einen gute und erholsame Weihnachtszeit; und meine ganz besonderen Wünsche sind mit jenen Eltern und Kindern, die sich zum Fest leider nicht sehen können, aus welchen Gründen auch immer.

Viele liebe Grüße,

Malachit.
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« Antwort #12 am: 27. Dezember 2013, 13:46:02 »

Bitte mit machen!

https://www.openpetition.de/petition/online/vaeterdiskriminierende-weihnachstwerbung-der-beiersdorf-ag-einstellen

Gerne auch hier kund tun.
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« Antwort #13 am: 27. Dezember 2013, 14:13:58 »

Ich habe gezeichnet,...

obwohl es sogar hilfreich sein könnte, den Spot weiter zu schalten.
Denn er macht sichtbar, KANN das Bewußtsein für den um sich greifenden Wahn schärfen.

Änderungen und Überwindung durch Sichtbarkeit und Verschärfung von Widersprüchen.

Insofern ist der Spot an sich sogar ausgesprochen hilfreich.

W.
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« Antwort #14 am: 27. Dezember 2013, 14:45:06 »

Ja, wird er aber erst durch die Reaktionen.
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« Antwort #15 am: 27. Dezember 2013, 15:11:26 »

... auf den Spot.

Worauf sollte denn kritisch reagiert werden, wenn es ihn nicht gibt.

Die Frage wäre also: Richtet die Schaltung des Spots mehr Schaden (für Kinder und ihre Väter) an oder hilft eher seine Verhinderung?   

W.
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« Antwort #16 am: 27. Dezember 2013, 16:02:47 »

Hallo zusammen,

@Wildlachs: Deinen Optimismus möcht' ich haben ... meiner Meinung nach brauchen wir uns da aber nichts vorzumachen: Es wird sich nicht viel ändern. Es ist, quer durch alle Medien hindurch, egal ob in der Werbung oder im redaktionellen Teil, eine Vergötzung des Weiblichen, und damit einhergehend eine Verächtlichmachung alles Männlichen in Mode.


Was konkret die Werbung betrifft: Wer sich noch daran erinnert - vor einiger Zeit ging mal eine Werbung problemlos durch, in der eine Frau ihren Mann mit dem Katalog eines Versandhauses vom Sofa prügelt, weil der Kerl vor der Glotze eingeschlafen ist, und sein Schnarchen die Dame des Hauses gestört hat. Lief unter dem Motto "Einen Katalog kann man immer brauchen" (oder so ähnlich), und wurde meines Wissens vom Werberat mit dem Gütesiegel versehen: Das ist Humor, und mit Männerfeindlichkeit, mit Männerverachtung oder gar mit der Verherrlichung häuslicher Gewalt hat das natürlich nix zu tun. Gab dann übrigens noch mindestens eine Fortsetzung, die auf ähnliche Weise humorvoll war.

Aber wehe, auf der Karriereleiter der Kreissparkasse Birkenfeld steht auf der obersten Sprosse ein Mann, das ist natürlich voll krass frauenfeindlich, ehrlich jetzt! Allerdings, wer den Hintergrund zu letzterer Geschichte wissen will: Die beiden Männer standen auf diesem Werbeplakat angeblich nur deshalb oben auf der Leiter, weil beim Foto-Shooting allen anwesenden Mädels eben diese Leiter zu wackelig war ...


Nee, nee, Leute, die rote Linie ist längst überschritten, und das ist deutlich sichtbar für all jene, deren Augen offen sind. Die anderen wird diese Nivea-Werbung auch nicht aus dem Tiefschlaf wecken, denn viel zu zuckersüß verpackt kommt hier der vergiftete Apfel daher. Genau deshalb, eben weil die "frohe" Botschaft hier so subversiv verpackt wird, rege ich mich ja auch so tierisch über diese Beiersdorf-Drecksäcke auf.

Oder muss ich jetzt, wegen der gender-gerechten Sprache, womöglich von "Drecksäckinnen und Drecksäcken" reden? Könnte immerhin sein, dass der größte Teil der Beiersdorf-Werbetruppe weiblich ist; vermutlich ist derlei sprachliche Präzision hier aber trotzdem nicht nötig, weil für negative Zuschreibungen die männliche Form ja üblicherweise allemal ausreicht.


Trotz alledem, oder vielleicht gerade deshalb, habe ich die Petition natürlich gezeichnet: Ich bin nur ein Tropfen, und ob dieser Tropfen irgendwann zu einem Wasserfall gehören wird, das weiß ich nicht; ich weiß nur, dass es bis dorthin noch ein verdammt langer Weg ist.

Viele liebe Grüße,

Malachit.
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« Antwort #17 am: 15. Januar 2014, 18:49:40 »

Eben ins E-Mail-Postfach getrudelt:
Zitat
Sehr geehrter Herr ...,

wie in unserem Telefonat angekündigt, erhalten Sie anhängend die Antwort des Deutschen Werberates auf Ihre Beschwerde vom 23. Dezember 2013.

Mit freundlichem Gruß

Als Anhang eine pdf mit folendem Inhalt:
Zitat
wir nehmen Bezug auf Ihre Beschwerde vom 23. Dezember 2013.

Der Werbungtreibende hat uns inzwischen mitgeteilt, dass die Werbemaßnahme bereits seit dem 26. Dezember 2013 nicht mehr geschaltet wird.

Da der Deutsche Werberat entsprechend seiner Verfahrensordnung eine Beschwerde über eine Werbemaßnahme nicht weiter verfolgt, wenn das werbungtreibende Unternehmen sich bereit erklärt hat, die Werbung zu ändern oder nicht mehr zu schalten, sehen wir die Angelegenheit als erledigt an.

Gleichwohl möchten wir Sie noch darüber informieren, dass uns das werbungtreibende Unternehmen in seiner ausführlichen Stellungnahme mitgeteilt hat, dass keinesfalls beabsichtigt war, mit dem Spot in irgendeiner Form den Eindruck zu vermitteln, dass die Bedeutung von Vätern in der Familie nicht wertgeschätzt würde. Der Spot erhebe auch keinesfalls den Anspruch, eine vermeintlich komplette Familie zu zeigen. Weiter hat uns das werbungtreibende Unternehmen darauf hingewiesen, dass der hier gezeigte Spot mit Kind, Großeltern, Mutter und deren Bruder Teil einer Folge von Werbefilmen sei. Der Vater sei „Hauptdarsteller“ in einem der nächsten Spots; auch deswegen hätte man ihm im vorliegenden Spot keine Rolle zugedacht.

Die Betrachtung einzelner Werbespots im Zusammenhang einer Gesamtkampagne ist zwar für die Bewertung des Deutschen Werberates, der nur einzelne Werbemaßnahmen prüft, nicht ausschlaggebend. Jedoch gehen auch wir davon aus, dass ein Spot nicht bereits deswegen diskriminierend ist, weil er nicht die „Standardfamilie“ aus Vater, Mutter, Sohn und Tochter zeigt. Vielmehr halten wir es durchaus für anerkennenswert, wenn ein Unternehmen in seiner Werbung die vielfältigen Konstellationen widerspiegelt, in der in unserer heutigen Gesellschaft Familien auch am Weihnachtsfest zusammenkommen können. Eine Diskriminierung abwesender Familienmitglieder sehen wir hierin nicht zwingend.

Wir bedanken uns für Ihren Hinweis und verbleiben mit freundlichen Grüßen

Telefoniert habe ich mit niemandem und im Spot ist von "Onkel" die Rede, nicht von Bruder. Schön auch, dass die sich nur um laufende Werbung kümmern. Also mal schnell nu für ein, zwei Tage irgendeinen Schund auf Sendung bringen...
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« Antwort #18 am: 15. Januar 2014, 18:55:49 »

Das ist exakt die gleiche Antwort die auch im Fratzenbuch rum lief.

Interessant finde ich vor Allem, dass es offenbar ausreicht, wenn der Werbetreibende behauptet, dass er keineswegs eine Diskriminierung beabsichtigt habe.

Es werden daher offensichtlich nur solche Firmen vom Werberat behelligt, die in ihrer Stellungnahme bestätigen, dass die verunglimpfende  Aussage beabsichtigt und die beanstandete Diskriminierung Teil der Marketingstrategie ist.

Ebenso spannend finde ich, dass der Werberat zwar angeblich für Zukunft geplante aber noch nicht gesendete Spotts als Entlastungsbeweis akzeptiert aber die anderen real existierenden, ebenso Männer verunglimpfenden Spotts nicht zur Kenntnis nimmt
« Letzte Änderung: 15. Januar 2014, 18:59:06 von Beppo » Gespeichert

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« Antwort #19 am: 15. Januar 2014, 22:28:17 »

Na der Onkel vom Kind. Bruder der Mutter. Ist ja aus Perspektive des Kindes.

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« Antwort #20 am: 16. Januar 2014, 08:42:08 »

Klar läuft die Werbung seit dem 26.12. nicht mehr. War ja schließlich auch eine auf Weihnachten bezogene Werbung  men_ani
Dann dürfen wir mal gespannt sein, ob in dem angepriesenen nächsten Werbespot dann auch die Mutter gar nicht auftaucht  puzzled
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« Antwort #21 am: 16. Januar 2014, 16:53:01 »

Ich fand schon den anderen Nivea- Spot ätzend, wo die armen Männer schwitzend nach Hause kommt und Mama fröhlich pfeifend mit Kind auf dem Arm, Einkauf und Handtasche in der anderen. Das stimmt ja auch nicht.

Es gibt auch Männer, die so aussehen und Frauen- da schließe ich mich auch mit ein- die eben nicht immer fröhlich sind.
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« Antwort #22 am: 16. Januar 2014, 19:24:30 »

naja, ganz grundsätzlich: Wer von uns würde in Anspruch nehmen, sich durch die Protagonisten und die "Handlung" eines Werbespots repräsentiert zu fühlen? Oder besser: Wer von uns ist der Ansicht, dass Werbung das reale Leben darstellt und Werbespots hierfür vorbildhaft sind?

Ich habe 40 Jahre lang geraucht - aber der Marlboro-Man war nie ein Symbol meines persönlichen Freiheitsbegriffs. Auch meine Autos waren nie so sauber wie die in der Mercedes-Werbung, mein Haus nie so blitzblank wie das im Werbespot von Schwäbisch Hall und meine Muckis nicht so ausgeprägt und sonnengebräunt wie die vom Coca-Cola-Mann. Und ich war auch noch nie mit einer Frau liiert oder verheiratet, der das blosse In-die-Kamera-Halten eines Pakets Waschpulver, einer Dose Margarine oder einer Tütensuppe ein Lächeln auf die Lippen zauberte - darum musste ich mich immer selbst kümmern.

Insofern käme ich nicht auf die Idee, wegen dieses Nivea-Spots den Werberat anzurufen. In meiner Gegenwart darf man aber auch "Opfer-Abo", "Neger" oder "Arschlochkind" sagen, ohne dass ich politisch-korrekt korrigierend eingreife. Jeder von uns bestimmt selbst, wo seine persönliche Empörungsschwelle liegt. Meine liegt jedenfalls nicht bei Nivea...
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riviera68
Gast
« Antwort #23 am: 16. Januar 2014, 23:15:13 »

Hallo!

Um ehrlich zu sein versteh ich die Aufregung nicht.

Weil Papa nicht im Werbespot erscheint gehen die Lichter aus? ...gibt ja auch Werbung wo Mama nicht dabei ist...
Weil Sohni vom Onkel Hilfe beim anziehen bekommt anstatt vom Papa? ...hat mein Bruder nach der Trennung von meinem Ex auch gemacht, naemlich an den Tagen, an denen Tochter bei mir war und sein Bruder hat sie verutlich angezogen als sie bei ihm war....
Weil er sich am meisten ueber Oma und Opa freut? ...wessen Eltern sind denn das, ihre, seine? Meine Ex-Schwiegis waeren zugegebenermassen zu Weihnachten nicht in meiner Wohnung gewesen, muessen sie auch nicht....

Sorry, man kanns auch uebertreiben,

riviera

http://www.youtube.com/watch?v=4enTLsVLPDQ



« Letzte Änderung: 16. Januar 2014, 23:18:52 von riviera68 » Gespeichert
eskima
_eskima
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« Antwort #24 am: 16. Januar 2014, 23:38:08 »

Moin,

also wenn ich mich emotional drauf einlasse, dann finde ich die Werbung obermies.

Und in der Vorweihnachtszeit gab es noch eine obermiese Werbung, sie handelte davon: "was ist Weihnachten ohne Kinder?!?"

Wenn ich aber bei mir bleibe, dann weiß ich, dass ich mich nicht mit jedem Idioten anlegen kann/will.

Für uns war es das erste Weihnachten komplett ohne Kinder und das, obwohl wir zusammen 7 an der Zahl haben. Und im Nachhinein war es das erste Mal, dass ich nicht hinterher gesagt habe: "ich wünschte, wir wären verreist."

LG eskima
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Urteile nie über einen Menschen, bevor du nicht sieben Meilen in seinen Schuhen gegangen bist - Indianische Lebensweisheit

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