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BayOLG: Keine Adoption gegen den Willen des leiblichen Vaters
Geschrieben am Samstag, 22. November 2003 von DeepThought
Urteile Sonstiges Familienrecht  Kinder können nicht ohne weiteres gegen den Willen des leiblichen Vaters adoptiert werden.

Ein neuer Ehemann kann ein Kind aus erster Ehe nicht ohne weiteres gegen den Willen des leiblichen Vaters adoptieren. Dessen Einwilligung in die Adoption kann nur dann durch das Vormundschaftsgericht ersetzt werden, wenn sich der leibliche Vater dem Kind gegenüber gleichgültig verhält. Gleichgültigkeit kommt allerdings nicht in Betracht, wenn das Verhalten des leiblichen Vaters auch auf Rücksichtnahme schließen lässt.


 

Der Sachverhalt:
Die Parteien sind geschiedene Eheleute. Aus ihrer Ehe ist ein Sohn hervorgegangen. Die elterliche Sorge für das Kind wurde auf die Klägerin übertragen. Später heiratete sie erneut und begehrte die Einwilligung ihres beklagten Ex-Ehemannes zur Adoption des Kindes durch ihren neuen Partner. Dies verweigerte der Beklagte. Daraufhin ersetzte das VormG seine Einwilligung und billigte die Adoption. Das LG bestätigte diese Entscheidung. Zur Begründung führte das Gericht aus, dass sich der leibliche Vater seit rund drei Jahren nicht mehr um das Kind gekümmert habe. Dessen hiergegen gerichtete Beschwerde hatte Erfolg.

Die Gründe:
Die Vorinstanzen haben die Einwilligung des Beklagten zur Adoption zu Unrecht ersetzt. Nach § 1748 Abs.1 S.1 BGB hat das VormG die Einwilligung eines Elternteils nur zu ersetzen, wenn dieser seine Pflichten gegenüber dem Kind anhaltend gröblich verletzt hat oder durch sein Verhalten gezeigt hat, dass ihm das Kind gleichgültig ist. Voraussetzung ist demnach ein schwerwiegendes elterliches Versagen.

Gleichgültig verhält sich ein Elternteil, wenn er gegenüber dem Kind und seiner Entwicklung teilnahmslos ist. Dies ist insbesondere dann anzunehmen, wenn er zu dem Kind über einen längeren Zeitraum hinweg keinen Kontakt pflegt, wenn ihn das Kind und sein Schicksal nicht interessieren oder wenn er es an einer persönlichen Zuwendung völlig fehlen lässt.

Davon kann vorliegend nicht ohne weiteres ausgegangen werden. Zwar hatte der Beklagte rund drei Jahre keinen Kontakt zu seinem Kind. Zu berücksichtigen ist aber, dass die Klägerin den Kontakt teilweise erschwert oder ganz unterbunden hat. Das Verhalten des Beklagten kann daher auch aus Rücksichtnahme gegenüber Mutter und Kind erfolgt sein.

BayObLG vom 10.9.2003, 1Z BR 36/03

Quelle: ZR-Report

BayOLG: Keine Adoption gegen den Willen des leiblichen Vaters

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