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vatersein.de - Forum 28. Februar 2021, 05:00:05 *
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Autor Thema: Stadt Freiburg lobt aus: "Tot dem Patriarchat"  (Gelesen 5501 mal)
DeepThought
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Beiträge: 12.328



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« am: 03. Januar 2007, 17:18:33 »

http://www.stadtverwaltung.freiburg.de/servlet/PB/show/1156604/G06121an5.pdf

Hierin sind dann Ungeheuerlichkeiten zu lesen wie z.B.:

Zitat
Wir leben in einer Gesellschaft, die noch immer starke patriarchale Strukturen aufweist, mit allen bekannten Nachteilen für Frauen und Kinder, Mädchen wie auch Jungen:
- eingeschränkte Chancen in der Gesellschaft
- restriktive unangemessene Erwartungen und
- krankmachende Vorgaben des Umfeldes.

Mir persönlich fehlen die Männer in der Aufzählung. Interessant ist die Doppelnennung "Kinder" und dann "Mädchen wie auch Jungen".

Zitat
Grundlage dieser patriarchalen Strukturen sind überkommene Rollenbilder und Rollenerwartungen, die reflektiert und überwunden werden müssen. Aufgrund der prägenden Lebensphase, in der sich Kinder in Kindertageseinrichtungen befinden, gehört die Förderung der Chancengleichheit und der gleichberechtigte Umgang zwischen Mädchen und Jungen zu den grundlegenden Zielen. Dies wird auch vom Kinder- und Jugendhilfegesetz § 9 explizit gefordert.

Das Kinder- und Jugendhilfegesetz ist seit einiger Zeit in SGB 8 eingeflossen. Der zitierte § 9 liest sich wie folgt:
Zitat
§ 8 Beteiligung von Kindern und Jugendlichen
(1) 1Kinder und Jugendliche sind entsprechend ihrem Entwicklungsstand an allen sie betreffenden Entscheidungen der öffentlichen Jugendhilfe zu beteiligen. 2Sie sind in geeigneter Weise auf ihre Rechte im Verwaltungsverfahren sowie im Verfahren vor dem Familiengericht, dem Vormundschaftsgericht und dem Verwaltungsgericht hinzuweisen.

(2) Kinder und Jugendliche haben das Recht, sich in allen Angelegenheiten der Erziehung und Entwicklung an das Jugendamt zu wenden.

(3) Kinder und Jugendliche können ohne Kenntnis des Personensorgeberechtigten beraten werden, wenn die Beratung aufgrund einer Not- und Konfliktlage erforderlich ist und solange durch die Mitteilung an den Personensorgeberechtigten der Beratungszweck vereitelt würde.

Wo exakt ist denn nun zu lesen, dass dieser § die Förderung der Chancengleichheit und der gleichberechtigte Umgang zwischen Mädchen und Jungen zu den grundlegenden Zielen macht? Oder hofft man, dass keine Sau sich den § ansieht und dann einfach willfährig das Geschriebene übernimmt?

Der Oberhammer steht dann auf Seite 2:
Zitat
Mädchen
- um die Höherbewertung von Mädchen zu unterstützen
- um sich eigener Stärken bewusst zu werden, auch um Wünsche / Interessen / Bedürfnisse durchzusetzen
- um so in unterschiedlicher Weise, Grundlagen für selbständige Lebensgestaltung und Berufsentscheidungen
zu schaffen
- um Weiblichsein erleben zu können, ohne dass daraus Vor- oder Nachteile entstehen.
- um Anstöße für die Entwicklung erweiterter weiblicher Rollenkonzepte zu geben.
Jungen
- um eigene Grenzen zu spüren und Grenzen anderer respektieren zu können über das bisher im Rollenbild zugelassene hinaus.
- um eigene Wünsche / Interessen / Bedürfnisse zu spüren, zuzulassen und angemessen auszudrücken.
- um Interessen zu entwickeln und umzusetzen, die bislang vor allem dem anderen Geschlecht vorbehalten waren.
- um sie vor „Selbstbeschränkungen“ zu schützen.
- um Sicherheit in der Geschlechteridentität entwickeln.
- um Männlichsein erleben können, ohne dass daraus Vor- oder Nachteile entstehen..

Während Mädchen also z.B. sich eigener Stärken bewusst werden sollen und auch Wünsche / Interessen / Bedürfnisse durchsetzen sollen, haben sich die Jungen darum zu kümmern, eigene Grenzen zu spüren und die Grenzen anderer (der Mädchen) zu respektieren über das bisher im Rollenbild zugelassene hinaus. Auch wird Jungen nur ein angemessenes spüren und zulassen von eigenen Wünschen / Interessen / Bedürfnissen erlaubt.

Die erwähnte "Leitlinie zur Mädchenarbeit" möchte ich schon gar nicht mehr lesen.

Mann, Mann, mich ko.... dieses Geschlechtergeschwafel der öffentlichen Seite so dermaßen an...da wird versucht, hunderdtausende von Jahren Evolution über den Intellekt zu kippen. Das kann nur in einer Katastrophe enden. Warum arrangieren sich die Menschen nicht anhand ihrer ureigenen Stärken und Schwächen?

DeepThought
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Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06 als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!
eskima
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« Antwort #1 am: 03. Januar 2007, 19:26:55 »

Moin Deep Thought,

ich hab grad auf rtl die Nachrichten gesehen und siehe da, es gibt neue Benimm-Regeln (Knigge).

Bei der Begrüßung sollten jetzt auch die Frauen aufstehen, wenn sie einen Herrn begrüßen, Grund: man trifft sich auf Augenhöhe.

Die Meinung der Frauen dazu war eindeutig: sie möchten von den Männern weiterhin hofiert werden und sitzen bleiben  rofl2

Gruß

eskima
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Urteile nie über einen Menschen, bevor du nicht sieben Meilen in seinen Schuhen gegangen bist - Indianische Lebensweisheit

Elternteil_m
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« Antwort #2 am: 03. Januar 2007, 20:14:45 »

@ Deep

klingt einfach nur nach Mittelalter. . .

Ich kotz mit.

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Es wird gekreuzt, wenn der Gegenwind zu stark ist, und das Spinnaker bei achterlichem Wind gesetzt. Es wird Containerschiffen ebenso wie einem Kanu Raum gegeben. Manchmal allein, manchmal mit Crew. Nur das Ziel darf nicht aus den Augen verloren gehen.
PhoeniX
Gast
« Antwort #3 am: 03. Januar 2007, 20:50:47 »

Moin

Werd mir das mal zu herzen nehmen und mir ein Kleid kaufen. Somit wäre ich meiner Zeit vorraus. Denn darin wird es enden.

Ich hab da mal was von Amazonen gelesen. Sind die nicht auch irgendwann von der Bildfläche verschwunden?? Soll hier diese Herrinnenrasse wieder neu herangezüchtet werden??

Gruß

Martin

Nieder mit der niederträchtigen Männerregentschaft. Die führen nur Kriege wegen Öl und so ein Blödsinn. Frauen würden nur Krieg um Schuhe und solch wichtige Sachen führen.  thumbup
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kruemel1
Gast
« Antwort #4 am: 03. Januar 2007, 21:28:13 »

Hallo Phoenix,

Zitat
Werd mir das mal zu herzen nehmen und mir ein Kleid kaufen

ich glaube für den Anfang habe ich etwas für dich gefunden, vielleicht wäre das vorerst mal ne Alternative  rofl2


Lieben Gruss

Kruemel1

(die wenn sie jemals nen Mann in soetwas siehst, für immer den Männern abschwört  )
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Kasper
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« Antwort #5 am: 03. Januar 2007, 21:35:17 »

Moin,

was sagt eigentlich das Gleichstellungsgesetz zu sowas? Die müsste man doch eigentlich in Grund und Boden klagen können!?

Gruß
Kasper
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Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge zu ertragen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
eskima
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« Antwort #6 am: 03. Januar 2007, 21:44:40 »

Hallo Kasper,

veranstaltet wird das ganze von "Frauen für Frauen". Das ist ein privater Verein, früher erhielt er noch Zuschüsse vom Staat, heute aus finanziellen Gründen nicht mehr (Stadt ist pleite), so zumindest in unserer Stadt.

Gruß

eskima
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PhoeniX
Gast
« Antwort #7 am: 03. Januar 2007, 22:15:55 »

Moin

Ja. Frauen für Frauen. Sind mir bestens bekannt. Führe gerade einen Privatkrieg gegen die. Aber das wäre OFF-Toppic.

Diese Plakate: Böse Männer hauen Frauen...........

 schild_fluch

Aber als Mann darf man da nicht mitmachen, außer man sagt gewalt gegen Frauen ist doof. Aber wehe man sagt was von Gewalt gegen Männer.....

Gruß

Martin
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eskima
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« Antwort #8 am: 03. Januar 2007, 22:18:11 »

rehi,

Aber als Mann darf man da nicht mitmachen, außer man sagt gewalt gegen Frauen ist doof. Aber wehe man sagt was von Gewalt gegen Männer.....

Es fehlt das Gegenstück, Männer für Männer. Warum eigentlich?

Gruß

eskima
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Kasper
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« Antwort #9 am: 03. Januar 2007, 22:27:41 »

Hi,

Zitat
aus finanziellen Gründen nicht mehr (Stadt ist pleite),
dann scheint die aktuelle Finanzmisere ja doch noch für was gut zu sein.

Gruß
Kasper
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Schmusepapa
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« Antwort #10 am: 03. Januar 2007, 22:53:32 »

Hallo,

etwas off-topic, aber:

vor etwas mehr als 20 Jahren fand in meiner Heimatstadt ein neu eingerichtetes Weinfest statt. Nun stand auf den Gläsern folgender Spruch:

"Alter Wein und junge Weiber sind die besten Zeitvertreiber".

Darüber regte sich die (damals neu "amtierende") Frauenbeauftragte auf (Gleichstellungsbeauftragte gab es damals noch nicht - für diese Errungenschaft brauchte es mehr als 10 Jahre).

Das Thema schaffte es dann bis ins "Heute-Journal". Diejenigen User, die über 35 sind können sich vielleicht noch an die Zeit erinnern, als es nur 3 Fernsehprogramme gab und dass der Fernseher nachts nur "Schnee und Rauschen" zeigte, wenn man vor demselben einschlief. Also doch eine damals recht große Aufmerksamkeit für dieses Thema.

Seither gab es "Ideenwettbewerbe", welcher Spruch nun auf den Gläsern zu stehen habe. Ich konnte mir keinen mehr merken. War auch das Einzige, was die damalige Frauenbeauftragte jemals bewirkt hat.

Interessant auch ein Kommentar eines Besuchers des Weinfestes: "Ja was soll man denn sonst auf die Gläser schreiben? Vielleicht Junger Wein und alte Weiber sind die besten Gästvertreiber?"

Zurück zum Thema: Heute (beim Autofahren im Radio) hörte ich, dass irgendwelche Institutionen / Verbände warnen, dass Jungen zu wenig gefördert würden. Grund sei der Überhang an Erzieherinnen und Lehrerinnen.

Wetten, dass es für eine solche Untersuchung kein Geld geben wird?

Gruß

Martin
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lonesomewolf
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« Antwort #11 am: 03. Januar 2007, 23:09:59 »

Warum arrangieren sich die Menschen nicht anhand ihrer ureigenen Stärken und Schwächen?

magst´ kanzler werden, deep?

meine stimme wäre dir gewiss!
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wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun,
sondern auch für das, was wir nicht tun

(j.b.molière)
haddock
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« Antwort #12 am: 03. Januar 2007, 23:20:14 »

Hallo,
es ist zwar schon anderswo ein Schreiber auf diese Idee gekommen, nichtsdestotrotz möchte ich euch den Ansatz nicht vorenthalten:

Um die Ungeheuerlichkeit dieses Statements und die Wut die einen beschleicht bei dessen Lektüre noch besser zu verstehen tausche man die Worte Mädchen/Frauen durch Weiße und Jungen/Männer durch Schwarze - oder von mir aus auch umgekehrt - aus und modifiziere den Text geringfügig. (Es funktioniert auch mit den Begriffen "Ungläubiger" und "Mulslim" oder "Arier" und "Untermensch", wobei man letzteres Paar natürlich sehr kontrovers empfinden kann)


Also:

Weiße
- um die Höherbewertung der Weißen  zu unterstützen
- um sich weißer eigener Stärken bewusst zu werden, auch um Wünsche / Interessen / Bedürfnisse durchzusetzen
- um so in unterschiedlicher Weise, Grundlagen für selbständige Lebensgestaltung und Berufsentscheidungen zu schaffen
- um Weiß-sein erleben zu können, ohne dass daraus Vor- oder Nachteile entstehen.
- um Anstöße für die Entwicklung erweiterter weißer Lebensentwürfee zu geben.

Schwarze
- um eigene schwarze Grenzen zu spüren und Grenzen Weißer respektieren zu können über das bisher im schwarzen Bewußtsein zugelassene hinaus.
- um eigene Wünsche / Interessen / Bedürfnisse zu spüren, zuzulassen und angemessen auszudrücken.
- um Interessen zu entwickeln und umzusetzen, die bislang vor allem den Weißen vorbehalten waren.
- um sie vor „Selbstbeschränkungen auf Schwarze Identität“ zu schützen.
- um Sicherheit in der Rassenidentität entwickeln.
- um Schwarz-sein erleben können, ohne dass daraus Vor- oder Nachteile entstehen.


Klingt schon krass, oder? Steckt aber prinzipiell dasselbe dahinter: Diskriminierung


Gruß
Haddock
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hamburger jung
Gast
« Antwort #13 am: 03. Januar 2007, 23:42:27 »

Und wißt Ihr, was das Schlimmste daran ist?

Es gibt doch tatsächlich Männer (meist in irgendwelchen Ämtern, wie "Bürgermeister von Klein- Kleckersdorf", die solch hanebüchenen Schwachsinn auch noch unterstützen, weil eine gegenteilige Meinung oder Ansicht politisch (heißt es nun "in-" oder "un-")korrekt wäre.

Wenn ich solche Lutscher sehe, wie sie einem auf kritische Nachfragen das Wort im Mund herumdrehen und viel reden ohne was zu sagen, dann dreht sich mir der Magen um.

Warum ist es heute nicht mehr möglich, sich einfach mal gerade zu machen auch wenn es mit persönlichen Nachteilen verbunden ist? Ich kotze auch mit

 
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PhoeniX
Gast
« Antwort #14 am: 04. Januar 2007, 00:29:23 »

Es fehlt das Gegenstück, Männer für Männer. Warum eigentlich?
Hast du jemals darüber nachgedacht, was passiert, wenn....
In unserer Gesellschaft ist es immer noch eine dominante Denkweise, das es zu einem einen starken Mann und auf der anderen Seite eine schwache Frau gibt.
Eine Frau sitzt mit ihren Freundinnen beim Kaffeekränzchen und bricht auf einmal in Tränen aus. "Mein Mann schlägt mich."
Ein Mann sitzt mit seinen Freunden beim Fußball und ....  Reaktion =  rofl2

Jetzt stell dich mal mit einem Plakat in eine Fußgängerzohne "Gewalt gegen Männer".....

Signifikant ist, das is in ganz Deutschland nur 1 "Männerhaus" gibt. Frauenhäuser gibt es hingegen überall.

Oder kannst du dich an die Autowerbung erinnern??
Mann kommt zu spät nach hause: Sorry hatte eine Panne.
Frau schlägt zu: Ein Mercedes hat keine Panne.

Stell dir das jetzt mal vor: Frau kommt zu spät nach hause....

Aber das wäre off-topic

Gruß

Martin
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eskima
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« Antwort #15 am: 04. Januar 2007, 00:52:02 »

Hallo Phoenix,

bekanntermassen bin ich die Next eines gebeutelten KV. Ich war vor Urzeiten (ca. 15 Jahre) mal bei den Frauen für Frauen, weil ich mich dafür interessiert habe, damals hießen sie noch Frauen gegen Männergewalt. Achtung: eigene Erfahrung kommt jetzt. Mir wurde jedes Wort sozusagen von den Lippen abgelesen, es sollte mir der Eindruck vermittelt werden, dass ich verstanden werde, dass ich gut aufgehoben bin. Niemand hat meine Worte hinterfragt.

Und das fand ich ganz scheußlich. Es war egal, was ich gesagt habe, ich hätte denen sonstwas erzählen können, mir wurde alles geglaubt und mir wären Wege aufgezeigt worden.

Ich schreibe das alles nur, damit "ihr Männer" mal mitbekommt, was in Frauenkreisen teilweise abläuft, ich will nicht verallgemeinern. Aber erst wenn es auch Kreise für Jungen und Männer gibt, könnt ihr Männer Paroli bieten. Nächste Frage: wollt ihr Männer überhaupt Paroli bieten oder reicht es, gegen Frauen und männerfeindliche Werbung in einem Forum zu rebellieren?

Okay, der letzte Satz war gemein  puzzled

Was liegt euch Männern an Erziehung für die Jungs am Herzen, könnt ihr das hier äußern? Bei uns zuhause höre ich immer: "echte Männer machen Feuer" wenn gegrillt wird. Männer und Jungs spielen Fußball, Mädchen hingegen tanzen und machen sich schön.

Was kann Mann in einer frauendominierten Familienpolitik dazu beitragen, dass die Söhne nicht verweiblicht werden? Entweder wir denken darüber nach oder wir lassen es.

Für meinen Mann und mich ist die Sache eh gelaufen, aber vielleicht können ja nachfolgende Generationen lernen *hoff*

edit: nochwas:

ich habe mit meinem Mann vor fast 10 Jahren therapeutische Gespräche beim Kinderschutzbund gemacht, weil es uns und mir nicht in den Sinn kam, dass Männer sowenig Möglichkeiten haben, wenn die Ex "verrückt" spielt. In diesem Rahmen habe ich auch gefragt, ob es Männergruppen analog zu Alleinerziehendengruppen gibt und die Antwort war: Der Kinderschutzbund hat es mal versucht, aber es gab kein Echo.

LG

eskima
« Letzte Änderung: 04. Januar 2007, 01:07:08 von eskima » Gespeichert

Urteile nie über einen Menschen, bevor du nicht sieben Meilen in seinen Schuhen gegangen bist - Indianische Lebensweisheit

lala
Schon was gesagt
*
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Beiträge: 15


« Antwort #16 am: 15. Januar 2007, 01:09:47 »

Jetzt mache ich mir hier bestimmt 'ne Menge Feinde. Aber irgendwie klingt mir hier echt etwas zu viel platter Frauenhass durch. Nur weil ihr mit euren Exen so schlechte Erfahrungen gemacht habt. Es gibt mindestens genauso viele Frauen die mit ihren männlichen Exen schlechte Erfahrungen gemacht haben oder andauernd machen.
Erziehung und Familie ist in dieser patriarchalen Gesellschaft halt immer noch Sache der Frau, (kotzt mich ehrlich gesagt auch an.) Das birgt für die Frauen den Vorteil, dass sie halt hier mal am längeren Schalthebel sitzen als die Männer. Aber davon kann man doch nicht ableiten, dass das Patriarchat passé sei, und die armen Männer und Jungen immer und überall benachteiligt werden.
Die Frauenbewegung ist leider tot, Feminismus ist super-out, wir befinden uns in einem Zeitalter des Backlash. Geschlechterklischees und plattester dümmlicher Biologismus sind super-in. Schaut doch mal in die Bekleidungsgeschäfte: rosarot und Blümchen für Mädchen, und blau und Superman für Jungs. Würg!!!! Das war auch mal anders. Ich finde es wirklich schwierig auch mal schöne Klamotten für meinen Sohn zu finden.
Ich habe 'ne zeitlang im Kindergarten gearbeitet, da kam deutlich zutage, dass sich Jungs nach wie vor den Mädchen überlegen fühlen (schneller, höher, besser) obwohl es faktisch nicht so ist. Und selbst in der alternativen Kindergruppe meines Sohnes ist es so, dass Mädchen und Jungs kaum miteinander spielen.
Dass Jungs Bildungsmäßig so schlecht abschneiden, könnte auch mit ihrem Rollenbild zusammenhängen, lernen und gut in der Schule zu sein gelten als uncool. Männliche Rollenvorbilder, die jenseits des Superman-Fernsehmainstreams  liegen, gibt es kaum, weil eben Männer nach wie vor nicht im erzieherischen Sektor vertreten sind, weil das schlecht bezahlte, gesellschaftlich wenig anerkannte Arbeitsbereiche sind, weil das halt Frauenarbeit ist. Wieviel Männer nehmen Erziehungsurlaub? Wer verzichtet auf Arbeit und Kariere, wenn Kinder da sind? Wer bleibt zuhause, wenn die Kinder krank sind?
Wieviele Frauen gibt es in Führungspositionen? Warum sind typische Frauenberufe so schlecht entlohnt?
Mal hier ein Beispiel: meine Mutter durfte keine Ausbildung machen, is ja nur ein Mädchen (hat sich ja heute verändert), sie war Hausfrau und Mutter, hat fünf Kinder alleine groß gezogen, weil verwitwet. Hat jahrelang den Haushalt für 'ne Ärztin (auch typisch: Frauen können Karriere machen, weil andere Frauen und nicht ihre Männer die Hausarbeit übernehmen) gemacht, um ihre Witwenrente aufzubessern. Jetzt hat sie  ihren Rentenbescheid erhalten: 250 Euro echt en Witz, die Erziehungszeiten wirken sich minimalst aus.
Ich kenn Frauen, denen bei einem Vorstellungsgespräch gesagt wurde, wie sie haben Kinder, 'ne das geht nicht. Mir ist das auch passiert. Frauen bekommen ihre Stellen nicht verlängert, weil sie schwanger sind, auch wenn sie vorhaben nach der Geburt wieder einzusteigen. Viele Frauen können nach dem Erziehungsurlaub nicht so problemlos wieder ihre alte Stelle einnehmen, oft kriegen sie eine schlechtere angeboten oder gar in einer anderen Stadt. Also es ist in dieser GEsellschaft nach wie vor so, dass Frauen einen höheren Preis dafür bezahlen Kinder zu bekommen als Männer.
 yltype Ich könnte noch unendlich weiterschreiben, aber ich glaube das müßte reichen.
Jetzt könnt ihr mich  gun oder aus eurem Forum rausschmeißen.

Lala

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Milan
(Fast) Eigentumsrecht
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« Antwort #17 am: 15. Januar 2007, 02:59:52 »

Moin Lala!

Darf ich Dich mal auf das höchstmoderne "Gender Mainstreaming" hinweisen?

Kampffeminismus ist bei weitem nicht out, er kommt nur in neuem Kleid. Mittlerweile massiv politisch subventioniert und droht in eine totalitäre Geschichte abzudriften.

Grüße,
Milan
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haddock
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Beiträge: 837


« Antwort #18 am: 15. Januar 2007, 07:32:48 »

...in dieser patriarchalen Gesellschaft ...
...Aber davon kann man doch nicht ableiten, dass das Patriarchat passé sei, und die armen Männer und Jungen immer und überall benachteiligt werden.
...
Jetzt könnt ihr mich  gun oder aus eurem Forum rausschmeißen.

Lala

hallo, Lala

hier etwas von Frauenhass und vom sog. Patriarchat zu schreiben ist lächerlich und geradezu grotesk!

Beantworte lieber die Fragen in deinem eigenen Thread, denn zumindest meine Antwort ist gutgemeint!
Gruß

Haddock

PS: dein letzter Satz lässt auf diesbezügliche Erfahrungen schliessen, oder?


Gespeichert
Uli
Gast
« Antwort #19 am: 15. Januar 2007, 08:54:33 »

Die Frauenbewegung ist leider tot, Feminismus ist super-out, wir befinden uns in einem Zeitalter des Backlash. Geschlechterklischees und plattester dümmlicher Biologismus sind super-in. Schaut doch mal in die Bekleidungsgeschäfte: rosarot und Blümchen für Mädchen, und blau und Superman für Jungs. Würg!!!! Das war auch mal anders. Ich finde es wirklich schwierig auch mal schöne Klamotten für meinen Sohn zu finden.

Kann ich leider nicht sehen, wenn Damen wie >diese< staatlich finanziert im Namen des Dt. Jugendinstitutes ihren Müll unters Volk bringen können und wenn Juristinnen sich auf ihren Tagungen brüsten können, das häusliche "Gewaltschutzgesetz" als weibliche Errungenschaft etabliert zu haben. Im Gegenzug dazu habe ich bislang noch keine Probleme damit gehabt, für meine Kids passende Klamotten zu bekommen.

Uli
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bronze
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Beiträge: 917


ultima ratio regum


« Antwort #20 am: 15. Januar 2007, 12:09:26 »

Hi lala
in weiten Teilen kann ich Deine Wut nachvollziehen. Aber Frauen helfen bei der Zementierung dieser Zustände aus den unterschiedlichsten Positionen und Beweggründen auch fleißig mit. Zum Teil durch Blindheit auf dem matriarchalischen Auge. Beispiele?

Ich kenn Frauen, denen bei einem Vorstellungsgespräch gesagt wurde, wie sie haben Kinder, 'ne das geht nicht. Mir ist das auch passiert. Frauen bekommen ihre Stellen nicht verlängert.

Die kenne ich auch. Und das ist wirklich so bitter, dass man vor Wut in die Tischkante beißen könnte. Und vom Arbeitgeber ausgesprochen dämlich, weil man kaum Arbeitnehmer finden kann, die so dicht an die Selbstausbeutung gehen, wie in den Beruf zurückkehrende Mütter. Darunter ist auch eine, die beim Arbeitsamt mal auf den Monitor des Sachbearbeiters geschaut hat und hinterfragte, was das denn für eine Kennziffer da hinter ihrem Namen sei. Nach ein wenig Rumgedruckse kam dann, dass das der Schlüssel für Schwerbehinderte sei. Ihre Behinderung war in diesem Fall die dreifache Mutterschaft. Die selbe Frau hat sich dann mit viel Eigeninitiative und Zähigkeit selbst einen Job verschafft und durfte dort selber Stelleangebote ausschreiben. Also nix wie zum Arbeitsamt damit. Nach 4 Wochen kamen ganze 6 Bewerberangebote von denen. Bei etwa 20% Arbeitslosigkeit! Also nachgefragt, weshalb so wenig. Die Antwort der leitenden Dame beim Amt: "Die anderen sind alle Mütter, die wollen sie doch sowieso nicht". Die durfte sich was anhören  Soviel dazu.

Männliche Rollenvorbilder, die jenseits des Superman-Fernsehmainstreams  liegen, gibt es kaum, weil eben Männer nach wie vor nicht im erzieherischen Sektor vertreten sind, weil das schlecht bezahlte, gesellschaftlich wenig anerkannte Arbeitsbereiche sind, weil das halt Frauenarbeit ist.
Zitat

Die andere Geschichte. Der Praktikant im Kindergarten, wohl gemerkt der Praktikant, wurde von der gesamten Erzieherinnenschaft abgelehnt und nicht übernommen, weil er "zu wild" mit den Kindern gespielt hatte und überhaupt passte der da nicht rein. Die Kinder, knapp 50% aus Haushalten mit alleinerziehenden Müttern, haben den förmlich belagert und aufgefressen, besonders die Jungs. Von Elternseite gab es keine Klagen, im Gegenteil.


Dass Jungs Bildungsmäßig so schlecht abschneiden, könnte auch mit ihrem Rollenbild zusammenhängen, lernen und gut in der Schule zu sein gelten als uncool.
Zitat

Oder auch mit dem Rollenbild der Lehrerinnen an den Grundschulen. Vielleicht kommt auch beides zusammen. Wäre ein Überlegung, nicht? Wem könnte man da mehr Bereitschaft zur Änderung abverlangen?

Nichts für ungut, lala. Sind nur so ein paar Gedanken von einem Vater dreier Töchter, die manchmal ganz entrüstet erzählen, dass der und der in der Schule mal wieder abgestraft wurde, weil er sich auf dem Schulhof "geprügelt" hätte, wo er und sein Gegner doch nur im Spaß gekämpft hätten. Natürlich haben die dann wegen Lügens noch eins oben drauf gekriegt. Oder dass der Lümmel, der sie geschubst hatte, eigentlich von ihnen so gereizt und verfolgt wurde, dass er sich nicht mehr anders zu wehren wußte. Aber das ist dann selbstverständlichh ein Zeichen angeborener Grobschlächtigkeit des männlichen und natürlicher Überlegenheit des weiblichen Geschlechts.
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Kriegt nichts! Hat nur seine verfluchte Schuldigkeit getan!
(Friedrich der Große 1712 - 1786)
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