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vatersein.de - Forum 18. April 2021, 07:32:29 *
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Autor Thema: Unterhalt für meine Kinder  (Gelesen 1798 mal)
zwiebel
Schon was gesagt
*
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 8


« am: 30. April 2004, 22:44:00 »

Hallo alle,

jetzt habe ich inzwischen viel im Forum gelesen und einmal habe ich schon wegen meines Wohngeldes um Rat gefragt. Nachdem sich jetzt die Situation meines Ex geändert hat, quält mich eine Frage. Vielleicht könnt ihr mir ja auf die Sprünge helfen.

Ich lebe, hab ich schon an anderer Stelle mal geschrieben, mit meinen 4 Kindern alleine, seit 10/2000, seit 01/2002 bin ich geschieden. Als im Oktober 2001 der Termin wegen  des KU stattfand, existierte die Firma meines Ex noch. Es handelte sich um eine Personengesellschaft. Die Schulden der Firma waren ziemlich hoch. (Es handelte sich um Firmenkonten, aber auch sein privates Girokonto. Letzter Stand, den ich erfassen konnte, lag bei einem 6stelligen DM-Betrag. Ich hatte für die Firma nicht zu haften (Eine Mitarbeit meinerseits war nie gewollt und gewünscht.) und musste auch nicht für die Schulden aufkommen.

Der Richter entschied, nachdem ein fiktives Einkommen angenommen wurde, nach allen Abzügen den Kindern ¾ als Unterhaltszahlung zukommen zu lassen, die Gläubiger sollten ¼ bekommen. Mein Anwalt hatte mir empfohlen, da mein Ex es sowieso nicht hätte leisten können, auf  EU zu verzichten. Das tat ich auch.

Als das Urteil dann in schriftlicher Form auf meinem Tisch lag,  staunte ich nicht schlecht, als ich las „¼ zugunsten der Kinder, ¾ zugunsten der Gläubiger“. Mein RA sagte, es käme vor, dass der Richter es im Gerichtssaal anders sagt, als es später in der Schriftform vorliegt.

Ich bekam für die Kinder einmal knapp 500 DM. Danach kam nichts mehr.

Kurz nach der Scheidung  machte mein Ex einen privaten Konkurs. Er lebte danach von der Sozialhilfe, da er nie AV-Beiträge geleistet hat. Ich glaube, nach sieben Jahren wird ihm dann der größte Teil der Schulden erlassen.

Nun hat er plötzlich eine Stelle. Es ist zwar weit weg (ca. 560 km), aber der Verdienst soll sehr gut sein.  Die Probezeit liegt bei einem halben Jahr. Seine Wohnung (ganz in unserer Nähe) behält er zuerst noch. Eine neue Unterkunft nahe seines Arbeitsplatzes hat er auch schon.

Wäre es sinnvoll, mich wegen einer Prüfung seiner finanziellen Verhältnisse  mit meinem RA in Verbindung zu setzen? Oder soll ich erst die Probezeit abwarten? Was ist sinnvoll oder nötig? Ich habe ziemlich wenig Ahnung von diesen Fragen. Möchte auch keinen Wind für nichts machen.

LG
zwiebel
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DeepThought
Owner & Fast-alles-Versteher
Administrator
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 12.332



WWW
« Antwort #1 am: 30. April 2004, 23:33:39 »

Moin Zwiebel,

nach meiner Kenntnis wird von einer Verhandlung ein Protokoll erstellt und den Parteien zugesandt. Das Urteil kommt dann später. War der "Zahlendreher" evtl. im Protokoll schon drin? Weiterhin hätte dein RA auf Berichtigung des Urteils bestehen müssen. Dein Verzicht auf EU basierte ja auf der mündlichen Verhandlung.

Na gut, das Kind ist in den Brunnen gefallen.

Dein Ex hat dir die Aufnahme einer Arbeitsstelle bekannt zu geben und seine Einkommensverhältnisse darzulegen. Da er sich ja auch noch in Privatinsolvenz befindet, werden die Gläubiger natürlich auch an ihn herantreten. Und hier greift dann wieder der "Zahlendreher" aus dem Urteil.

Die Probezeit hat damit nichts zu tun, denn er bezieht ja ab dem ersten Arbeitstag Gehalt. Wenn du kannst, rufe ihn einfach mal an und frage ihn, wie er sich den KU vorstellt. Immer gleich mit dem RA kommen, ist nicht so prickelnd. Wie gesagt, nur, wenn ihr miteinander reden könnt.

DeepThought
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Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06 als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!
Giesser
Gast
« Antwort #2 am: 01. Mai 2004, 12:48:08 »

Hallo Zwiebel,

ich denke auch ein Anruf wäre zunächst einmal der veste Weg. Versuche herauszufinden, ob er generell für die Kinder Unterhalt zu zahlen bereit ist.

LG

Torsten
Gespeichert
zwiebel
Schon was gesagt
*
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 8


« Antwort #3 am: 02. Mai 2004, 00:01:58 »


Hallo,

ich danke euch für eure Antworten. Der Kontakt der Kinder zu ihrem Vater ist relativ unkompliziert. Während dieser Umbruchphase meldet er sich kurz am Wochenende und kommt vorbei, um ihnen kurz  hallo zu sagen. Die ganze Situation ist bei uns etwas merkwürdig. Meine Großen (fast 18 und fast 16) stehen dann im Flur unten und ich z. T. auch. Er erzählt von der neuen Firma, seiner Wohnung, der Arbeit. Eigentlich hält er uns am Samstagvormittag damit allerdings von der Arbeit auf. Für die Kinder ganz nett, aber mir schon zuviel. Direkt mag ich ihn da nicht fragen. Besser rufe ich ihn mal an.

Bei uns ist das mit dem Unterhalt so geregelt, dass er von der Unterhaltsvorschusskasse aufgefordert wurde, den ganzen Unterhalt, den er zahlen muss, an sie zu zahlen. Von dort bekomme ich dann den Unterhaltsvorschuss für die Zwillinge und den herausgerechneten Anteil für die Großen. Wenn der Unterhaltsvorschuss ausläuft, das wird im Juli 2006 sein, muss ich da etwas beachten? Die Kinder behalten doch ihren Anspruch auf die noch nicht geleisteten Zahlungen. Oder muss man dafür etwas in die Wege leiten?

Zu der ¼ - ¾ -Regelung wollte ich noch folgendes sagen. An ein Protokoll kann ich mich nicht erinnern. Hat das vielleicht nur mein RA bekommen? Ich habe jedenfalls sofort bei ihm angerufen als ich es gelesen habe. Die Antwort: „Das kommt vor, könne man nichts dran machen!“, stimmte  also so nicht. Dachte ich mir gleich. Leider bin ich meistens etwas zu    gutgläubig , manchmal richtig naiv. Dummerweise ist die Ehefrau des Richters auch noch Lehrerin an der Schule meiner Großen.

LG
zwiebel
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