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Autor Thema: Geschwistertrennung! Kinder wollen - was kann ich tun?  (Gelesen 2120 mal)
Unbekannt
Gast
« am: 22. April 2004, 12:36:07 »

Meine Trennung liegt 10 Jahre zurück. Ich weiß garnicht wie ich anfangen soll.
2 Kinder (heute 14w und 11m)  heartpump

Tochter lebt beim Vater. Sohn lebt bei mir. Vorher Sorgerechtskampf - Scheidung - Umgangsregelung aber getrenntes Sorgerecht. Die Umgangsregelung war die totale Katastrophe. KV bestand auf seinem Recht das Kind zu sehen und mitzunehmen. Er hat sogar versucht ihn zu behalten, hat vereinbarte Termine nicht eingehalten. Mein Sohn wurde total apathisch, machte wieder in die Hosen, sprach nicht mehr. Es folgten ständige Beleidigungen und Beschimpfungen vor den Kindern. Er nahm extremen Einfluss auf meine Tochter. Irgendwann habe ich mich massiv gewehrt und alles abgebrochen. Was für mich sehr sehr schlimm war  cry_smile , wegen meiner Tochter. Zuguterletzt folgte dann auch noch eine Vaterschaftsklage, die aber nach dieser jahrelangen Frist abgeschmettert wurde. Oh Gott - ich mag garnicht mehr dran denken... und man kann auch garnicht alles erzählen was gewesen ist - es war der Horror (den ich bis heute erfolgreich verdränge) Er verzog dann ca. 1000 km weit weg. Es gab keinen Kontakt während einer zeit von ca. 6 Jahren, abgesehen von der V-Klage.

Ich habe meinem Sohn nie verheimlicht, daß er eine Schwester hat und das es auch irgendwann wieder Kontakt geben wird. Aber ich habe auch keinen neuen Kontakt aufgebaut, da ich noch heute Angst vor erneuter Konfrontation und dem Nervenkrieg habe, auch und vor allem auch daß er wiederum versuchen würde die Kinder zu beeinflussen.

Vor kurzem hat sich dieses Problem von allein gelöst, als sich meine Tochter meldete.

Sie baute den Kontakt auf - ich hielt ihn. Sie setzte bei ihrem Vater durch, daß sie uns besuchen kann. .... und schließlich folgte auch der Besuch.

Er war emotional sehr stark geprägt. Meine Tochter hat ihre "Älteren"-Rolle und die Sprachführung sofort übernommen. Natürlich ging es in den Ersten Gespräche gleich um
ein Zusammenleben der Geschwister - da es ja diese große Räumliche Trennung gibt. Ich habe mich stark zurückgehalten. Aber ich habe den Kindern versprochen das sie sich wechselseitig in den Ferien besuchen können.

Ihr Vater holte sie dann ab und es lief auch alles vernünftig - wow - großes Staunen bei mir. Ich habe dann ein paar Tage später wieder mit ihr gesprochen und gefragt wie es ihr gefallen hat. Daraufhin meinte sie, daß es ihr bei ihrem Bruder gefallen hat, daß sie sich sehr wohlgefühlt hat - aber wir Erwachsenen (also mein Partner und ich) hätten sie nicht so interessiert - meinte aber gleich im nächsten Satz das wäre ein Scherz.

Mein Sohn wiederum hatte mit dieser Begegnung emotional sehr stark zu kämpfen. Ich habe richtig mit ihm gesprochen und zwar so lange bis Tränen kamen und habe ihm dann auch erklärt, daß die Tränen gut sind um die neue Trennung und die Trauer zu verkraften und ich natürlich beide sehr sehr lieb habe und es auch mir sehr schwer fällt.


Beide haben also völlig unterschiedlich reagiert - was natürlich auch in ihrer Individualität liegt, aber bei mir gingen schon wieder alle Alarmglocken an als es um das Zusammenleben ging. Ich weiß nicht, wie ich mich richtig verhalte kann?Huch Vor allem befürchte ich, daß mein Sohn stark beeinflußbar ist.
Gespeichert
DeepThought
Owner & Fast-alles-Versteher
Administrator
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 12.315



WWW
« Antwort #1 am: 22. April 2004, 16:50:36 »

Moin Unbekannt,

eine kleine Bitte zu Beginn: Würdest du bitte irgendein Kürzel unter deine Beiträge setzen. Wenn weitere "Unbekannt" antworten, wissen wir nicht mehr was vom wem ist. Danke.

So, nun in die Vollen.

Die Vergangenheit zu beleuchten bringt rein weg gar nichts. Damit ist abzuschließen und der Blick nach vorn zu richten. Sicherlich nehmen die Erfahrungen Einfluss, doch dürfen sie nicht alleinentscheidend sein.

Ein wenig gewinne ich den Eindruck, du bist emotional noch sehr im Gestern. Deine Befürchtungen und Ängste liegen in dem begründet, was einmal war. Es sind Jahre vergangen und ihr alle habt euch entwickelt. Du musst aus der Verletztenrolle raus, dann ist auch dein Sohn stark.

Ich kann jetzt den ausdrücklichen Wunsch deiner Tochter zu euch zu ziehen nicht erkennen und denke, ihr solltet erst einmal einen kontinuierlichen und verlässlichen Umgang "aushandeln". Niemand sagt, dass es leicht wird, doch werte ich den Anlauf deiner Tochter als sehr positiv. Falsch wäre jetzt, aus Rücksichtnahme z.B. deinen Sohn, die Bremse zu ziehen, es ist schließlich seine Schwester. Lasse du deine Ängste fallen, dann hat dein Sohn auch keine mehr.

DeepThought
Gespeichert


Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06 als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!
Melly
Gast
« Antwort #2 am: 22. April 2004, 18:46:27 »

Hallo,

ich kann da Deep nur zustimmen.
Vielleicht wäre auch mal ein Weg zur Therapie von Nöten um die Vergangenheit etwas auf zu arbeiten.
Ich finde, es wird zu wenig in Anspruch genommen, da jeder denkt, wenn ich da hingeh, halten mich alle für verrückt.
Vergangenheit muß bewältigt werden, erst dann wird man wieder stark.
Entweder man hat einen solch starken Partner an seiner Seite, der hilft, das alles zu überstehen, oder man läßt sich von einer Fachkraft helfen.
Man sollte das echt überlegen, gerade für die Kinder wird es besser sein, da die Mutter auch besser mit den Treffen umgehen kann und nicht immer Ängste haben muß, daß beide Kinder zum Vater wollen etc.
Ich kann nur dringend raten das alles mal in Angriff zu nehmen.
Es soll ja nur ein Verhältnis geschaffen werden, daß man sich als Eltern gegenüber stehen kann ohne gleich wieder einen Krieg zu starten.
Die Kids werden es Dir danken!
Es stärkt unheimlich, wenn man drüber reden kann und auch Ratschläge bekommt.
Ich hab zwar keine kinder, aber ich hatte Hilfe, die letzten Jahre zu verarbeiten, so daß ich heute nicht mehr mit Angst und Schrecken an die Vergangenheit denke.
Liebe Grüße und viel Kraft!
Melly
Gespeichert
Unbekannt
Gast
« Antwort #3 am: 23. April 2004, 08:56:23 »

Guten Morgen Deep thought, Melly und Sylvie,

Ein dickes Dankeschön für Eure Antworten, über die ich lange nachgedacht habe, die wirklich wegweisend sind.

Nein – mit der Vergangenheit habe ich abgeschlossen. Ich stehe allem offen gegenüber und ich wünsche meinen Kinder auch einen verlässlichen Umgang.

Ganz speziell – zu Sylvie’s Bemerkungen: Die möchte ich im einzelnen beantworten.

 
Zitat
Das sehe ich mal als glatten Umgangsboykott.


Ja! – aber es kam nach dem Abbruch auch keine Reaktion mehr vom KV.

 
Zitat
Hast du überhaupt eine Vorstellung davon, wie schlimm das für deine Tochter gewesen sein mag?


Das ist ein Schlag ins Gesicht, der von Nöten war. Ich möchte dazu nichts weiter sagen – du hast mich an der richtigen Stelle getroffen.

 
Zitat
Alle Achtung vor dem Durchsetzungsvermögen und der Standfestigkeit eines Kindes!


.... und gibst mir einen Grund stolz zu sein.

 
Zitat
Du willst damit sagen, dein Exmann hatte keinen Erfolg mit einer Klage, weil er begründeten Verdacht einer Kindesunterschiebung, schon länger hatte als die Frist von 2 Jahren und sich nur davor gescheut hatte, schon früher Klage einzureichen (warum auch immer)?


Nein. Absolut nicht – hier ging es um Geld – Unterhaltszahlungen !!! Manche Leute arbeiten, manche nie.

 
Zitat
Weil er alt genug ist, selbst zu hinterfragen und sich nicht mehr so stark von dir beeinflussen lassen möchte?


Nein, ich habe keine Angst davor, dass er hinterfragt. Er weiß, das es mein Problem ist und er nichts damit zu tun hat und so auch allem offen gegenüberstehen kann. Und ich denke, nach deiner nüchternen Frage ist mir auch klar, dass wir ihn ja geprägt haben und er somit auch an seinen eigenen Wert- und Lebensvorstellungen festhält. (Das war eher meine Befürchtung)

 
Zitat
Was unternimmst du selbst, um einen dauerhaften Kontakt zwischen den Kindern zu gewährleisten?


Ich halte den Kontakt. Ich habe mit dem KV: Termine vereinbart ( Die allerdings wie immer nicht gehalten wurden – aber sehen wir mal drüber weg). Versprechen, die ich gebe – werden gehalten, das wissen auch die Kinder. Ist für mich sehr wichtig. Vorerst aufgrund der großen Entfernung und auf Wunsch der Kinder denken wir an wechselseitige Ferienbesuche.

Mein Fazit: Begreifen, dass die Kinder gewachsen sind, eigene Entscheidungen treffen. Ich glaube ich bin eine Klammermama.

...und zu Euch allen Dreien: Ja, es wird hammerhart langsam wieder meinen (bzw. unseren – mit meinem Partner) eigenen Weg zu gehen und die Kinder loszulassen, nur noch Berater zu sein. – aber die Dinge im Leben sind veränderlich. DANKE – DANKE - DANKE

Liebe Grüße Jessica
Gespeichert
Unbekannt
Gast
« Antwort #4 am: 26. April 2004, 11:30:04 »

Hallo Sylvie,

größtenteils unterhält man sich doch im Bekannten- und Freundeskreis über solche Probleme. Da jeder dann den ganzen Umfang der Geschichte mitbekommt ist eigentlich niemand unbeteiligt und kann einem wirklich hilfreiche Hinweise geben.

Auch wenn manche Fragen- ich hab ja jetzt auch schon ein bißchen hier gelesen, banal erscheinen, sind sie sicherlich für den oder die betreffenden höchst wichtig und problematisch.
Für meinen Fall hat es jedenfalls geholfen.  

Nun ja - für den Rest muß ich abwarten. Habe übrigens gerade wieder mit meinem Töchti telefoniert. Hat ihr gut gefallen bei uns, sie freut sich schon auf die Sommerferien und die Besuche.

PS: ... wir Erwachsenen reden sogar wieder miteinander. (....und ja - es war eine dieser ganz schmutzigen Trennungen.) Glücklicherweise vergißt man vieles.

Ich halte Euch auf dem Laufenden.

Liebe Grüße
Jessica ;)
Gespeichert
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