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vatersein.de - Forum 04. Juli 2020, 20:14:11 *
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Autor Thema: Was sollen wir nur tun?  (Gelesen 1669 mal)
Scipio
Schon was gesagt
*
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 8


« am: 11. März 2004, 17:25:40 »

Hallo

Ich weiß nicht ob ich hier richtig bin mit meinem Problem. Da ich weder geschieden bin oder vorhabe mich von meiner Frau zu trennen.
Ich lernte meine Frau vor 4 Jahren kennen, sie hatte eine Tochter, die zu diesem Zeitpunkt an Leukemie erkrankt war. Ihr damaliger Freund hatte sich von ihr getrennt, weil er mit dieser Situation nicht klar kam.
Unser erstes Jahr war sehr hart, wir hatte viele Tiefs, die die Krankheit mit sich brachte. Jedoch meisterten wir jede Situation gemeinsam. Was uns drei sehr verband.
Als jetzt die erhöhung des Unterhaltes ins Haus stand und der Kindsvater aufgefordert wurde, jetzt mehr zu zahlen, fand er auf einmal wieder Interesse an seiner Tochter.
Er meinte er möchte jetzt wieder das Umgangsrecht warnehmen.
Jetzt meine Frage geht das so einfach nach 4 Jahren?
wie sollen wir das einen 6 jährigen Kind beibringen? ( vielleicht sollte ich dazu sagen, das sie Entwicklungsverzögert ist und sich nicht richtig ausdrücken kann, da sie auf den Stand einer 4 jährigen ist )
Sollen wir den Vater jetzt so einfach in ihr Therapieprogramm mit einbeziehen?
Ich muß ehrlich sagen, mir gefällt die ganze Situation nicht.

P.
Gespeichert
Unbekannt
Gast
« Antwort #1 am: 11. März 2004, 21:54:42 »

Hallo,

das gibt es häufig und es wird wohl die nächsten Jahre so bleiben weil der Gesetzgeber sagt der Vater hat das Recht auf Umgang. Das Kindeswohl ist nachrangig.

Geht zum Jugendamt und schildert möglichst sachlich die Situation. Erklärt ihrt wärt ggf. mit betreutem Umgang einverstanden wenn das Kind begleitet wird und sucht euch ein Beratungsstelle.

Viel Glück Euch
Gespeichert
Giesser
Gast
« Antwort #2 am: 12. März 2004, 07:07:50 »

Hallo Scipio,

ich verstehe, dass das "plötzliche" Interesse vom KV einigen Wirbel bei euch verursacht. Er wird - wodurch auch immer ausgelöst - ein schlechtes Gewissen oder so bekommen haben.

Ich denke, er hat in jedem Fall das Recht den Umgang (wieder) aufzunehmen. Und im Interesse des Kindes wird das auch sein - es ist der PAPA!

Stell Dir vor, Du wärst an seiner Stelle. Aus welchen Gründen auch immer hast Du zur Zeit der Trennung es nicht geschafft den Umgang wahrzunehmen/aufzubauen. Du warst vielleicht verunsichert, weil das Kind so klein war (wie wickelt man...., wie gehe ich mit der Krankheit um?) oder die Situation war einfach besch.... . Doch nun traust Du Dir zu am WE mit DEINEM KIND was zu machen. Wäre es nicht schön, wenn das klappen könnte??

Wie gesagt, natürlich erscheint er zunächst als "Störfaktor", logo, aber vielleicht kannst Du versuchen ihn auch zu verstehen??

Liebe Grüße


Torsten
Gespeichert
bigbaer
Gast
« Antwort #3 am: 12. März 2004, 07:55:17 »

Zitat
Hallo

Sollen wir den Vater jetzt so einfach in ihr Therapieprogramm mit einbeziehen?
Ich muß ehrlich sagen, mir gefällt die ganze Situation nicht.

P.


Wieso gefällt Dir diese Situation nicht? Weiss sie von ihrem leiblichen Vater? Was befürchtest Du für sie, für Dich?
Auf der anderen Seite, versuch mal Vorteile dafür zu finden. 2-3 reichen völlig aus um die Sache mal aus einem anderen Licht zu sehen.

Schwierige Situation, lass die Gefühle raus und betrachte es von aussen (soweit das geht). Das schützt und lässt Dir einen klaren Kopf.
Gespeichert
Scipio
Schon was gesagt
*
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 8


« Antwort #4 am: 12. März 2004, 13:42:20 »

Hallo

Danke für die Antworten.


 Wir möchten ihm das Umgangsrecht nicht verwehren , nur erscheint es schon komisch, wenn nach 4 Jahren völligster Funkstille, er mit so einen Satz daher kommt. Wo war er gewesen, als es der kleinen schlecht ging und sie beide Eltern gebraucht hat?
Meine Frau hat große Angst, weil wir bedingt durch die Krankheit der kleinen uns sehr einschränken mußten und vieles nicht gekauft werden konnte, er sie nur so mit Geschenken überhäuft und sich dadurch ihre " Liebe" kauft.
Und ich komme mir auch irgendwie doof vor, ich war gut genug das alles mitzumachen und jetzt wo man Vorwärtsschritte sieht kommt er und will wieder im Rennen sein.

Meine befürchtung ist aber eigentlich das er ein paar mal kommt und wenn es ihm wieder zu stressig erscheint verschwindet.
Vielleicht tu ich ihm dadurch unrecht, aber man kann selber nicht aus seiner Haut raus.

P.
Gespeichert
bigbaer
Gast
« Antwort #5 am: 12. März 2004, 13:49:32 »

auch eine Art seinen Vater "kennenzulernen".

Meine Tochter hat so ihre Großeltern durchschaut. Die wollen kaufen, nicht lieben........
Ich weiss nicht ob man das den Kindern ersparen sollte, denn irgendwann bekomen sie es eh raus und dann ist die Enttäuschung noch größer. Dass sie auf materielle Geschenke nicht viel gibt ist u.a. mein Erfolg. Bin ich stolz drauf.
Gespeichert
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