Home Aufsätze Forum Chat Lexikon Links Feedback Impressum
 
 

Login

Benutzername:

Passwort:



Hauptmenü

 Startseite

Community

 Forum
 Chat
 Deine Daten
 User-Liste
 Umfragen

Informationen

 Erste Hilfe
 Urteile
 Lexikon Familienrecht
 Prozesskostenrechner
 Väterhymne

Service

Tags
 Links
 Downloads
 Buchempfehlungen
 Newsletter
 Webring
 Gästebuch
Internes

 Nachricht an uns
 Impressum,
     Datenschutz
     Nutzungsbedingungen

vatersein.de durchsuchen

Benutzerdefinierte Suche


Info


vatersein.de gehört das neunte Jahr in Folge zu den 6.000 wichtigsten deutschen Internetadressen.

vatersein.de - Forum 27. Januar 2022, 08:49:20 *
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.


Einloggen mit Benutzername und Passwort
 
 
Übersicht Hilfe Suche
vatersein.de - Forum  |  Themen  |  Unterhaltsrecht (Moderator: midnightwish)  |  Thema: Unterhalt
Seiten: [1]   Nach unten
Drucken
Autor Thema: Unterhalt  (Gelesen 638 mal)
Ruffys
Schon was gesagt
*
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 31


« am: 26. Dezember 2021, 21:03:21 »

Hi, ich bräuchte mal Hilfe zum Unterhalt.

Netto Gehalt letzte 12 Monate inc. aller Zulagen: 1983,79 €
Steuererstattung: 864,81 €
Fahrt zur Arbeit einfach: 40,1 km Autobahn bzw. 38,1 km Landstraße
Private Altersvorsorge jährlich  240 €
Miete 469,25 €
Nebenkostenrückerstattung: 519,46 €
Nebenjob ca. 110 € Monat ohne Abzüge wie Rente usw.
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Aktuell läuft das ganze übers Jobcenter da die Mutter außer einer kleinen Berufsunfähigkeitsrente nur von Harz4 lebt.
Kann mir einer sagen warum mich das Jobcenter in Stufe 1 statt 2 rechnet, da Unterhalt ja nur für ein Kind bezahlt wird? Unterhalt Kind (6j) 341,50 €, auch vor dem Jobcenter nur stufe 1.
Bei meinen letzten beiden Auskünften hab ich die Nebenkostenrückerstattung und den Nebenjob nicht angegeben.
Für die nächste Auskunft, sollte ich da meine Nebenkostenrückerstattung angeben, bzw. muss ich überhaupt meine Miete angeben? Sollte ich meinen Nebenjob angeben der bei der Geburt schon bestand? Oder macht es sinn den Nebenjob für 4 Wochen zu kündigen und dann neu anzufangen damit dieser als nach der Geburt angefangen gilt und als Einkommen nicht oder nur teilweise berücksichtigt wird.
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Zur Berechnung für die Zukunft einige Verständnisfragen.

OLG ist Bamberg:
https://www.justiz.bayern.de/media/pdf/s%C3%BCdl2019.pdf

Die Fahrtkosten werden mit 0,30 € für die ersten 30 km einfach angegeben, danach kann auf 0,20 €  abgewichen werden. Heißt dieses „kann“ das man trotzdem für die Gesamt Strecke 0,30 € rechnen könnte solange der Mindest Unterhalt aufgebracht wird?
Fals nicht, anrechenbar sind Hin- und Rückweg und jeweils die ersten 30 km mit dem vollen Satz und für 250 Tage im Jahr?

Kann wie in der Steuererklärung der längere Fahrtweg (da wirtschaftlicher) angegeben werden oder muss mit dem kürzeren gerechnet werden?

Hab ich das mit den Kinderbetreuungskosten wegen Arbeit richtig verstanden, das wenn man wegen Arbeit in der Umgangszeit eine  Betreuung braucht  diese kosten zb. 100 € bei der Bereinigung abziehen darf?

Wenn das Kind unter 18 zb. durch Ausbildung eigenes Einkommen hat, ist es richtig das nach Abzug seiner Berufsbedingten Aufwendungen (100€), man vom Rest Einkommen nur die Hälfte davon bei der Unterhaltszahlung berücksichtigen kann und erst ab 18 das ganze Einkommen abzüglich Berufsbedingter Aufwendungen?

Ist es richtig das man bei einem Volljährigen (einziges) Kind in der DDT die stufe mit dem Tatsächlichen Bereinigten Einkommen nimmt statt eine Stufe höher?

Wie sieht es mit der Anrechnung privater altervorsorge aus? Hier im Forum hab ich etwas von 4% vom Brutto gelesen, in den Richtlinien steht etwas von 23 % aber inc. der andern Sozialabgaben wo auch der Arbeigeber anteil eingerechnet ist.
« Letzte Änderung: 26. Dezember 2021, 21:07:45 von Ruffys » Gespeichert
Malachit
Globaler Moderator
******
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 3.941



« Antwort #1 am: 26. Dezember 2021, 23:35:39 »

Hallo Ruffys,

Kann mir einer sagen warum mich das Jobcenter in Stufe 1 statt 2 rechnet, da Unterhalt ja nur für ein Kind bezahlt wird? Unterhalt Kind (6j) 341,50 €, auch vor dem Jobcenter nur stufe 1.

Des Rätsels Lösung dürfte hier liegen:

OLG ist Bamberg

OLG Bamberg heißt, Süddeutsche Leitlinien, und in denen heißt es:

Zitat
11.2 Die Tabellensätze sind auf den Fall zugeschnitten, dass der Unterhaltspflichtige zwei Unterhaltsberechtigten Unterhalt zu gewähren hat. Bei einer größeren oder geringeren Anzahl Unterhaltsberechtigter sind i.d.R. Ab- oder Zuschläge durch Einstufung in eine niedrigere oder höhere Einkommensgruppe vorzunehmen.
Zur Eingruppierung können auch die Bedarfskontrollbeträge herangezogen werden.

Macht nicht jedes OLG, aber deines schon: nicht nur die Anzahl der Unterhaltsberechtigten berücksichtigen, sondern auch den Bedarfskontrollbetrag aus der Düsseldorfer Tabelle.

Schauen wir also mal, wie sich das bei dir auswirkt. Es sind 1983 Euro netto, plus anteilige Steuererstattung von 72 Euro, also ein unbereinigtes Netto von 2.055 Euro. Den Nebenjob lasse ich mal weg, denn von dem weiß das Amt bislang offenbar noch nichts, richtig?

Abziehen kannst du die Fahrtkosten, und du darfst da mit der längeren, aber schnelleren Autobahnverbindung rechnen, also mit 40 Kilometern. Die ersten 30 Kilometer sind jeweils 0,30 Euro wert, die letzten 10 Kilometer sind jeweils 0,20 Euro wert, in Summe also 9 Euro plus 2 Euro gleich 11 Euro. Es zählen sowohl Hin- als auch Rückfahrt, also sind das 22 Euro pro Tag. Eine Anzahl von 250 Tagen im Jahr geltend zu machen, das ist sportlich; da wirst du ggf. argumentieren müssen, dass du (a) kaum krankheitsbedingt gefehlt hast und (b) häufig auch an sechs Tagen pro Woche in die Arbeit fahren musst. Bei 250 Tagen wären es 5.500 Euro pro Jahr, also 458 Euro pro Monat.

Nebenbei bemerkt, bei 220 Tagen, die normalerweise locker durchgehen sollten, wären es aber auch noch gut vierhundert Euro, und diese etwas geringeren berufsbedingten Kosten würden an den nachfolgenden Ausführungen nichts wesentliches ändern.

Weiterhin kannst du die Altersvorsorge abziehen, das sind dann 20 Euro pro Monat. Somit bereinigst du die 2.055 Euro um 458 Euro berufsbedingte Kosten sowie um 20 Euro zusätzliche Altersvorsorgen, und landest bei einem bereinigten Netto von nur noch 1.577 Euro.

Rechnerische Einstufung somit glasklar Zeile 1, aber nur ein Unterhaltsberechtigter, also könnte man zunächst mal versuchen, dich nach Zeile 2 hochzustufen - und jetzt kommt endlich das Zauberwort: Unterhalt nach Zeile 2 wären 364,50 Euro, dann blieben dir nur noch 1.212,50 Euro übrig, aber der Bedarfskontrollbetrag für Zeile 2 beträgt 1.400 Euro, und damit ist diese Hochstufung halt doch nicht zulässig. Wenn du den Bedarfskontrollbetrag suchst: Düsseldorfer Tabelle, Seite 1, die Spalte ganz rechts außen in der Übersicht mit den Tabellenbeträgen; die Erläuterung dazu findest du dann auf der nächsten Seite als Anmerkung 6.

Viele liebe Grüße,

Malachit.

P.S. Miete und Nebenkostenrückerstattung sind für die Unterhaltsberechnung egal.
Gespeichert

Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man ziemlich bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.
der Frosch
Rege dabei
***
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 229



« Antwort #2 am: 27. Dezember 2021, 05:41:52 »

Hallo Malachit
Bezüglich Ruffys Arbeitstage, sagt der Arbeitstagrechner für Baden Württemberg im diesem  Jahr bei 5 Arbeitstagen/ Woche u. rechnerisch 24 Tagen Urlaub im Jahr 2021 229 Arbeitstage. Bei 6 Tage / Woche u. 24 Tg. Urlaub sind es 279 Arbeitstage / Jahr 2021. So das die Arbeitstage jedes Jahr variieren. Das kann je nach Jahr u. Urlaub / Krankheit bis 280 Tage gehen.

LG der Frosch
Gespeichert
Ruffys
Schon was gesagt
*
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 31


« Antwort #3 am: 27. Dezember 2021, 08:13:34 »

Die 250 Tage waren nur grob geschätzt, bei der Steuer geb ich immer 225 Tage an da diese ohne Belege durch gehen und mir die rechnerei erspart.
Im Einzelhandel hab ich theoretisch 6Tage woche, (5 sind es aktuell), Urlaub sind 36 Tage. Krank meist 2 Wochen im Jahr.

Wenn Miete und Nebenkosten egal sind werd ich mal eine datenschutzrechtliche Löschung oder schwärzung dieser Auskunft beim Jobcenter beantragen.
« Letzte Änderung: 27. Dezember 2021, 08:19:35 von Ruffys » Gespeichert
Ruffys
Schon was gesagt
*
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 31


« Antwort #4 am: 27. Dezember 2021, 17:18:06 »

Oben hab ich die Kirchensteuer nachzahlung vergessen anzugeben 20,64€ im Jahr.

Bei 225 Tagen da realistisch und ohne Belege möglich wären das also 1983.79 (Lohn) + 72,07  (Steuer) - 1,72 (Kirche) - 20 (Rente) -  412,5 (Sprit) sollten 1621,64 € machen -  1160 (Bedarf) = 461, 64 - 341,5 (Unterhalt) =120,14 € rest.

Wenn die Mutter mit Mehr,- oder Sonderbedarf kommen würde, müsste ich nur diese 120,14 € nutzen, oder?

Fals ich den Nebenjob angebe, werden dann die Fahrten auch mit 0,3€ die ersten km gerechnet? Bzw. wären weitere Nebentätigkeiten,  überobligatorisch oder unzumutbar so das diese nicht mit angerechnet werden würden?
Wenn solche gekündigt werden, könnten die dann fiktiv angerechnet werden?
Sind Einzahlungen in einen Bausparer neben der privaten Altersvorsorgung auch abziehbar?

Wie sieht es mit den restlichen fragen im ersten Beitrag aus.
Betreuungskosten wärend der Arbeit abzugsfähig?
Nur die Hälfte von einer Ausbildungsvergütung abzüglich bedarf bei u18 abziehbar?
« Letzte Änderung: 27. Dezember 2021, 17:20:31 von Ruffys » Gespeichert
Susi64
Spezialgruppe
*****
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 5.015


« Antwort #5 am: 28. Dezember 2021, 11:58:49 »


Hab ich das mit den Kinderbetreuungskosten wegen Arbeit richtig verstanden, das wenn man wegen Arbeit in der Umgangszeit eine  Betreuung braucht  diese kosten zb. 100 € bei der Bereinigung abziehen darf?


Hier beziehst Du Dich auf 10.3. der Unterhaltsleitlinien. Nein, es geht hier um Kita-Kosten und Ähnliches und um die Frage, wer die Kosten tragen muss. Sind diese Betreuungskosten nur notwendig, weil der betreuende Elternteil berufstätig ist, dann ist es kein Mehrbedarf. Nur, wenn es "Pädagogisch wertvoll" ist, dann ist es Mehrbedarf und dieser ist von den Eltern gequotelt nach Einkommen extra zu tragen.
(Erläuterungen, die ich gefunden habe siehe hier.)


Wenn das Kind unter 18 zb. durch Ausbildung eigenes Einkommen hat, ist es richtig das nach Abzug seiner Berufsbedingten Aufwendungen (100€), man vom Rest Einkommen nur die Hälfte davon bei der Unterhaltszahlung berücksichtigen kann und erst ab 18 das ganze Einkommen abzüglich Berufsbedingter Aufwendungen?


Das ist richtig. Kind unter 18: Die Logik dahinter ist, dass beide Eltern unterhaltspflichtig sind, einer aber seiner Pflicht durch Betreuung und der andere durch Uinterhaltszahlung nachkommt. Jeder der Eltern erhält deshalb die Hälfte des bereinigten Einkommens des Kindes und Du kannst deshalb auch nur due Hälfte in Abzug bringen.

Bei einem Kind über 18 ist es so, dass beide Eltern barunterhaltspflichtig sind und beide gequotelt nach Einkommen den Unterhalt bezahlen müssen. Dann wird das gesamte Einkommen des Kindes (abzüglich berufsbedingter Aufwendungen) auf den Unterhaltsbedarf angerechnet, also abgezogen.


Wie sieht es mit der Anrechnung privater altervorsorge aus? Hier im Forum hab ich etwas von 4% vom Brutto gelesen, in den Richtlinien steht etwas von 23 % aber inc. der andern Sozialabgaben wo auch der Arbeigeberanteil eingerechnet ist.


Nicht jeder Unterhaltspflichtige ist gesetzlich rentenversichert. Die 23% beziehen sich auf jemanden, der nicht pflichtversichert ist. Bist Du in der gesetzlichen Rentenversicherung, dann wird diese auf die 23% angerechnet und es verbleiben nur noch 4%.

VG Susi
Gespeichert
Ruffys
Schon was gesagt
*
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 31


« Antwort #6 am: 28. Dezember 2021, 23:03:42 »

Dann danke ich erstmal allen für die aufschlussreichen Erklärungen auch wenn noch fragen offen geblieben sind und hoffe das ich das lange Zeit nicht brauchen werde.

Beim Jobcenter hab ich heute eine Anfrage nach 15 Dsgvo gestellt um nach Antwort die Löschung der Daten zu beantragen welche für die U Berechnung nicht notwendig waren.
« Letzte Änderung: 28. Dezember 2021, 23:06:14 von Ruffys » Gespeichert
Seiten: [1]   Nach oben
Drucken
vatersein.de - Forum  |  Themen  |  Unterhaltsrecht (Moderator: midnightwish)  |  Thema: Unterhalt
 
Gehe zu:  

Powered by SMF 1.1.10 | SMF © 2006, Simple Machines LLC

Wer ist Online

www.pragmaMx.org
Alle Mitglieder: 15 419
Registriert Heute: 1
Registriert Gestern: 0
Mitglied(er) online: 2
Gäste Online: 41

Bitte registriere Dich hier. Als angemeldeter Benutzer nutzt Du den vollen Funktionsumfang dieser Seite.


Werbung

Der entsorgte Vater
Der entsorgte Vater auf DVD




www.vatersein.de
Die Artikel sind geistiges Eigentum des/der jeweiligen Autoren,
alles andere © 2002 - 2022 by Vater sein trotz Trennung/Scheidung - Das Portal für Trennungseltern
Diese Webseite basiert auf pragmaMx 0.1.10.
Die Inhalte dieser Seite sind als RSS/RDF-Quelle verfügbar.

Theme created by Khon Bangkok WebWebWeb team