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vatersein.de - Forum 21. Januar 2022, 12:15:11 *
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Autor Thema: Zustimmung Vater zu wesentlichen therapeutischen Maßnahmen beim Kind  (Gelesen 1170 mal)
Grummelchen
Schon was gesagt
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Beiträge: 30


« am: 16. Dezember 2021, 19:57:25 »

Hallo,

ich hoffen den Titel einigermaßen getroffen zu haben. Folgendes, mein Kind (12, lebt im Wechselmodell) hat Schwierigkeiten soziale Kontakte z.B. in der Schule und Bekanntenkreis wahrzunehmen bzw. zu suchen (auf Andere zugehen, Hallo zu sagen usw.). Grob gesagt bzw. vereinfacht gesagt schüchtern und zurückhaltend. Es hat vier beste und feste Freunde mir denen es gern zusammen ist. In der Schule ein ähnliches Bild bei der Beteiligung im Unterricht. Bisschen grob  umrissen zwar, hoffe es reicht für ein Bild der Lage.

Die Mutter des Kindes möchte nun über einen Termin beim Kinderarzt das Kind in einen therapeutische Einrichtung (Stationär) einweisen lassen (Mutter Kind Maßnahme) um die geschilderten Dinge therapieren zu lassen. Nur durch Zufall habe ich erfahren das sie diese Schritte angeschoben hat, ohne Rücksprache oder Information an mich. Wir haben gemeinsames Sorgerecht.

Ich stimme dieser Maßnahme nicht zu. Ich bin nicht gegen eine Hilfe für das Kind falls erforderlich, nur fehlt grundsätzlich eine Diagnose die das Vorgehen der Mutter rechtfertigt und auch ambulant wäre sowieso die erste Maßnahme.

Welche Möglichkeiten habe ich dem Tun der Mutter Einhalt zu gebieten?
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RichardvonWeizsaecker
_RichardvonWeizsaeck
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 271



« Antwort #1 am: 16. Dezember 2021, 20:05:19 »

Also ich stimme Dir zu.
Dein Kind scheint im Zweifel einfach nur Introvertiert zu sein, da sollte man nicht mit Therapeuten drauf schießen.
Absoluter overkill gegen den Du etwas unternehmen solltest.

Was Du juristisch tun kannst:
Du kannst die Gesundheitsfürsorge auf dich übertragen lassen, wofür Du aber gute Gründe brauchst.
Was gute Gründe sind, dafür kenn ich mich mit dem Segment leider zu wenig aus.

Taktisch würde ich mit dem Kind sprechen, ihm ggf. ein Coaching anbieten und mich in das oben genannte Thema einlesen und auf den Antrag vorbereiten.
Das Du dem Kind in der Sache ein Coaching anbietest würde ich als rein taktisches Mittel betrachten, damit man Dir nicht unterstellen kann das Du dein Kind nicht beim Freunde gewinnen hilfst.
(Wie man Freunde gewinnt  - ist übrigens ein sehr gutes Buch, vielleicht mag dein Kind das Buch ja )

Wie kommt die Mutter denn bitte darauf dass eine Einweisung eine gute Reaktion ist?! Vielleicht fehlt hier noch etwas Kontext.
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Grummelchen
Schon was gesagt
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Beiträge: 30


« Antwort #2 am: 16. Dezember 2021, 20:45:43 »

@"Wie kommt die Mutter denn bitte darauf dass eine Einweisung eine gute Reaktion ist?!" Die Mutter ist zu dem Schluss gekommen das das Kind sozial gestört ist, dadurch ein Leben ohne Freunde führen wird und keinen sozialen Anschluss findet. Sie schämt sich für das Kind vor ihren Freundinnen weil es nicht das von ihr gewünschte Verhalten ihnen gegenüber zeigt. Die Schule macht nun auch zusätzlich Druck das etwas geschehen muss. Die Mutter steht auch unter der "Beratung" ihrer Freundinnen die zusätzlich Druck machen. Eine gute Mutter will sie natürlich auch sein. Sie bzw. wir waren mit dem Kind auch noch nie bei einem Therapeuten/in um eine Meinung eizuholen. Die Maßnahme Klinikeinweisung ist allein eine Idee der Mutter. Nur zufällig habe ich davon erfahren. Sie sieht darin eine möglichst schnelle und umfassende maßnahme dem Kind zu helfen. Wie gesagt, ob es wirklich Hilfe benötigt wurde ja noch nicht mal abschließend geklärt.

Ihr gegenüber habe ich deutlich gesagt, dass ich einer Klinikeinweisung ohne vorherige "Diagnose" durch Fachleute nicht zustimme und alles in meiner Macht stehende tue um dem Einhalt zu gebieten. Die Frage ist ja, was für Möglichkeiten der Einflussnahme habe ich um zu verhindern bzw. zu verzögern?
« Letzte Änderung: 16. Dezember 2021, 20:49:20 von Grummelchen » Gespeichert
Celine
_AFK
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Beiträge: 430


« Antwort #3 am: 17. Dezember 2021, 07:00:20 »

Wenn es sich um eine elektive Einweisung handelt, ist ohnehin die Einholung Deiner Zustimmung erforderlich. Wenn Du diese nicht gibst, wird kann die Mutter Deine Zustimmung durch einen Beschluss des Familiengerichts ersetzen lassen (falls das Gericht zu der Auffassung kommt, die Therapie entspreche dem Kindeswohl). In dem Fall würdest Du das Sorgerecht für den medizinischen Bereich verlieren.

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Kakadu59
_Kakadu59
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Beiträge: 951



« Antwort #4 am: 17. Dezember 2021, 07:48:06 »

Hallo,
wie es sich liest ist die Problematik mit der "Störung in Sachen Sozialkompetenz" seit längerem bekannt?
Die Frage die sich (mir) stellt: wurde das nie mal mit dem Hausarzt erörtert (wäre im übrigen ein - aus meiner Sicht - guter Ansatz für Dich; @Grummelchen dort ein vorfühlendes Gespräch zu suchen)? Ggf. die KM mit einbinden, ansonsten halt alleine...

Wie hat die KM auf Deine Einwände reagiert, der stationären Einweisung nicht vorbehaltlos zuzustmmen?
Mal abgesehen davon, dass eine Einweisung vom behandelnden (Kinder- Arzt u./o. Psychologen) ja auch gesehen und befürwortet werden müßte...
Man kann ja nicht mal eben so - ohne entsprechende Diagnose und Überweisung in der (psychatrischen Abteilung?) des Krankenhauses aufschlagen und dort sein Kind abliefern...
Insofern widerspreche ich erst mal den Ausführungen von @Celine im voranstehenden Beitrag #3:

[...] Wenn Du diese nicht gibst, wird kann die Mutter Deine Zustimmung durch einen Beschluss des Familiengerichts ersetzen lassen (falls das Gericht zu der Auffassung kommt, die Therapie entspreche dem Kindeswohl). In dem Fall würdest Du das Sorgerecht für den medizinischen Bereich verlieren.

Auch die KM kann beim Fam.-Gericht nicht "mal eben so" mit ihrer eigenen Diagnose Einschätzung aufschlagen und die Übertragung der alleinigen Gesundheitsfürsorge einklagen.
Um so wichtiger fände ich das Gespräch beim Hausarzt/ Kinderarztes des Kindes...(das verschafft dem KV durchaus gute Argumente, auch nach Alternativen gesucht zu haben)

Ansonsten sollte man nicht vergessen bzw. aus dem Auge verlieren, dass wir  - und insbesondere die Kinder - in einer schwierigen Zeit leben:
Fast 2 Jahre von Corona geprägt mit - teiweise auf das Minimum reduzierten sozialen (und nicht zu vergessenden körperlichen) Kontakten machen es den (in der Pubertät befindlichen) Kindern nicht wirklich leicht.
Jeder Erwachsene unter uns sollte sich an der Stelle vor Augen halten, wie er diese oder jene Zeit (als Kind) erlebt hat...
« Letzte Änderung: 17. Dezember 2021, 07:52:31 von Kakadu59 » Gespeichert

MfG. Kakadu59

"Die Lüge fliegt, und die Wahrheit hinkt hinterher; so ist es dann, wenn die Menschen die Täuschung erkennen, schon zu spät - der Hieb hat gesessen und die Lüge ihre Wirkung getan." - Jonathan Swift (1667- 1745)
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« Antwort #5 am: 17. Dezember 2021, 08:20:36 »

Für mich hat ein Kind mit vier besten, festen Freunden keine Störung der Sozialkompetenz. Und manche Menschen sind eben nun mal schüchtern. Ich frage mich, warum sie das Kind so verdrehen will. Leidet es unter seiner Schüchternheit? Dann würde ich mich informieren, wie ich ihm helfen kann, die Schüchternheit zu überwinden. Wenn es nicht leidet, würde ich es in Ruhe lassen.

LG LBM
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dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Kakadu59
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« Antwort #6 am: 17. Dezember 2021, 08:43:50 »

Hallo @Lausebackesmama,
ich hatte die Begrifflichkeit nicht umsonst in Anführungs-Ausführungszeichen gesetzt. Nicht zuletzt ist es - für Außenstehende - eh schwer, so eine Situation - nicht nur begrifflich - "sauber" einzuordnen
Ich hoffe und wünsche dass, Du mit Deiner Einschätzung recht behalten wirst...
Nichtdestotrotz beschreibt der KV selbst im Eingangsbeitrag sein Kind als:
Hallo,
[...]mein Kind (12, lebt im Wechselmodell) hat Schwierigkeiten soziale Kontakte z.B. in der Schule und Bekanntenkreis wahrzunehmen bzw. zu suchen (auf Andere zugehen, Hallo zu sagen usw.). [...]

und später fügt er hinzu:
[...] Die Schule macht nun auch zusätzlich Druck das etwas geschehen muss. [...]
« Letzte Änderung: 17. Dezember 2021, 08:49:06 von Kakadu59 » Gespeichert

MfG. Kakadu59

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AnnaSophie
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Beiträge: 2.774


« Antwort #7 am: 17. Dezember 2021, 10:18:45 »

Hallo,

Wenn das Kind, der fast-Jugendliche bei fremden Menschen oder bei bekannten nicht in der Lage ist einfache Begrüßungen auszusprechen, dann denke ich, das hat mit Schüchternheit wenig zu tun.
Hier sollte dann aber eher ein ambulanter Therapeut gesucht werden, zu dem das Kind in Ruhe vertraue. Aufbauen kann, um dann zu prüfen ob hier etwas behandelt werden muss oder ob man dem Kind Verhaltensweisen beibringen kann, um im Alltag nicht so anzuecken.
Denn diese Fähigkeit benötigt jeder Mensch sein Leben lang.

Sophie
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Grummelchen
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Beiträge: 30


« Antwort #8 am: 17. Dezember 2021, 10:37:44 »

@Kakadu59: Zur „Störung der Sozialkompetenz“, vor ca. 3 Wochen fanden Elterngespräche in der Schule statt. Bei dieser Gelegenheit berichtete die Schule uns Eltern von Veränderungen unseres Kindes nach den Sommerferien dieses Jahres. Vor den Sommerferien war das Kind laut Schule recht motiviert und auch in die Klasse integriert. Ich habe bereits über diese Beobachtung der Schule mit Psychologen gesprochen und deren Empfehlung lautet definitiv erst einmal mit einen Gespräch anzufangen um zu schauen ob und welche Hilfe das Kind benötigt. Die Mutter des Kindes will diesen Schritt übergehen und gleich ein stationäre Behandlung anstreben anhand einer von ihr selbst gestellten „Diagnose“.
Die Mutter des Kindes hat auf meine (vorerst) Ablehnung der von ihr angedachten Maßnahme mit den Worten reagiert „das werde sie sich nicht so einfach bieten lassen“.

Meine Meinung und Überzeugung ist derzeit erstmal zu schauen ob und welche Hilfe benötigt wird. Außerdem muss so etwas behutsam erfolgen um sich nicht die Chance beim Kind zu vertun das es auch „mitmacht“. Das Kind jedenfalls fühlt sich so wie es ist wohl, zumindest kann ich das von der Zeit die es bei mir ist sagen.

Das Schlimmste, finde ich, ist dem Kind zu vermitteln das es so wie es ist falsch ist und dies zeigt die Mutter dem Kind deutlich.

Einer evtl. ambulanten Hilfe würde ich zustimmen. Ich möchte nach Möglichkeit verhindern das Kind in einer Einrichtung zu wissen in der es mir unbekannten Menschen überlassen wird. Ich las Vater möchte wissen was mit meinem Kind passiert. Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, im Bereich Therapie trifft man auf viele extreme Ansichten und Meinungen die dem gesunden Menschenverstand widersprechen und davor muss ich das Kind schützen.
« Letzte Änderung: 17. Dezember 2021, 10:44:00 von Grummelchen » Gespeichert
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