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vatersein.de - Forum 03. Dezember 2021, 08:24:35 *
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Autor Thema: Kindesentzug mit Ansage nach Trennung  (Gelesen 4123 mal)
Daddi
Schon was gesagt
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Beiträge: 15


« am: 21. August 2021, 21:15:43 »

Liebes Forum,

nach vielem stillen Mitlesen der Lebensgeschichten hier gepaart mit manchmal Hoffnung und oftmals  Schaudern für mich, möchte ich nun direkt um Rat euch fragen.

Seit der Geburt unseres Sohnes (GSR) vor einem Jahr geht es in der 10 jährigen Beziehung zwischen meiner LG (34 J.) und mir  (44 J.)stetig bergab.Wir wachsen als Familie einfach nicht zusammen. Oftmals wurde ich schon aufgefordert, zu gehen....was mir wegen dem Kind unendlich schwer, ja fast unmöglich erscheint....
Wenn ich dann danach frage, wie ein Umgang nach Trennung aussehen kann, bekomme ich zur Antwort : " Geh' zum RA und kämpfe um deine Rechte!"
In solchen Situationen bin ich wie gelähmt. Es geht doch nicht primär um mich, sondern um's Kind und seine Rechte!....und daher harre ich aus bis jetzt. Keiner ist glücklich, Kind leidet (vielleicht) auch schon unter seinen Eltern.
Wie soll ich an dieser Stelle weitermachen?
Mediation wird seitens LG abgelehnt. Zum ersten Schritt vom "Dreisprung" kann ich ja mangels Trennung noch nicht ansetzen..

Vielen Dank fürs Lesen und eure Tpps vorab.

LG

Daddi

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AnnaSophie
_AnnaSophie
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« Antwort #1 am: 21. August 2021, 22:50:54 »

Hallo,

Schlag ihr doch eine trennungsmediation vor.
In 10 Jahren und in x Jahren des Zusammenlebens muss man das ja auch alles auseinanderdröseln.
Wer hat die Wohnung gemietet, wer bleibt darin, wer kann sie sich leisten bis hin zu gemeinsamen Anschaffungen etc.

Sophie
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tellerchen
_RichardvonWeizsaeck
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Beiträge: 128



« Antwort #2 am: 22. August 2021, 14:42:25 »

zitat
Wir wachsen als Familie einfach nicht zusammen. Oftmals wurde ich schon aufgefordert, zu gehen....was mir wegen dem Kind unendlich schwer, ja fast unmöglich erscheint....
zitatende

was verstehst du unter "nicht zusammenwachsen"?
was wirft bzw hat sie dir schonmal vorgeworfen?(um das ganze nachzuvollziehen)

also ich habe damals den Entschluss gefasst...zum guten meiner Kinder auszuziehen, natürlich nicht, bevor ich wichtige Dokumente gesichert hatte...und sie bei meinen Eltern gelagert hatte... sonst kommt man dann nicht mehr daran...

Würde dir auch das gleiche empfehlen...zu deinem guten... und dem deines Kindes...ist nunmal so, das man sich auseinander lebt...seltsam ist nur, warum das nicht vor dem Kind passiert ist, sondern erst danach...

Die Sache wird sich da womöglich weiter verhärten, wenn du da nicht ausziehst, so kommt "Frau" erstmal zur Ruhe ohne Spannungen und du ziehst irgendwann wieder ein...wer weiss...

Wenn das deine Wohnung ist, musst du diese kündigen... wenn ihr beide Mieter sed... kündigst du deinen Mietvertrag und lässt die Miete auf sie alleine übertragen...ob sie die Mietzahlung da alleine stemmen kann, muss sie sich halt alleine drum kümmern...

hättest vielleicht vor dem Kind auf dein Bauchgefühl hören müssen, wäre besser gewesen...

also erstmal Dokumente sicher bei Bekannten auslagern und Rechnungen bzw Kontoauszüge, wodurch hervor geht, wer was wann gekauft hatte...(Anschaffungen wie Möbel..Auto etcetc)

Vielleicht ist ja auch ein "Nachfolger" für dich inpetto... wer weiss, warum sie dich da raushaben möchte... vielleicht ist ja dein Kind nicht dein Kind.... wer weiss wer weiss... alles ist möglich...

schildere doch einmal ausführlicher ...was warum wieso...

einstweilen grüssle


ps: Frauen planen sowas schon länger, und wenns für Männer ersichtlich ist, haben Frauen schon oftmals einen Entschluss gefasst bzw das im Freundinnenkreis zigmal besprochen, und "Mann" fällt dann aus allen Wolken, aber dann ist das Kind schon fast immer in den Brunnen gefallen...leider Realität..Mann denkt alles ok.... Frau hat bereits Hoffnung aufgegeben... und Beziehung abgehakt...
« Letzte Änderung: 22. August 2021, 14:47:19 von tellerchen » Gespeichert

"Laut Statistik ist die Ehe die Hauptursache aller Scheidungen."

"Ist der Chef nicht da, entscheidet der Stellvertreter. Ist der auch nicht da, entscheidet endlich der gesunde Menschenverstand."
Daddi
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« Antwort #3 am: 22. August 2021, 21:29:24 »

Guten Abend zusammen,

...und vielen Dank für die Antworten und wertvollen Hinweise bis jetzt.
Über eine/n Next und über Finanzielles und Materielles mache ich mir weniger Sorgen mit Blick auf eine Trennung.
Mir geht's um meinen Sohn und die Hürden, die mir hier von der KM mit hoher Wahrscheinlichkeit in den Weg gestellt werden in Sachen Umgang (Stichwort: Kindesbesitzerin).
Wie kann ich mich hier im Vorfeld rüsten, positionieren und stark bleiben? Fühle mich hier ohnmächtig als Vater...insbesondere in Streitgesprächen mit der kompromisslosen KM.

Danke für eure Expertentipps vorab.

Daddi
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RichardvonWeizsaecker
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« Antwort #4 am: 22. August 2021, 23:50:39 »

Moin,

Du bist wenigstens in der Situation das ihr das gSR habt.

ich fasse meine Ratschläge einmal kurz zusammen;
1. Lasse dich nicht aus der Gemeinsamen Wohnung vertreiben, wenn dann geht sie und das Kind bleibt.
Denn solltest Du gehen, verlässt du die gewohnte Umgebung des Kindes und der Kampf um den Umgang wird umso schwerer.

2. Wenn sie geht und das Kind mitnimmt, informierst Du noch am selben Tag das Jugendamt und beantragst sofort eine einstweilige Anordnung mit der Übertragung des ABR auf dich und der Rückführung des Kindes in sein "gewohntes Umfeld".

3. Stelle sicher das Du am besten irgendwie Gerichtsfest (wobei "Beweise" vor dem Familiengericht ja eher solala beachtet werden) belegen kannst, dass Du das Kind vor dem Auszug viel/hauptsächlich/hälftig was auch immer, betreut hast.

Sei ein schlauer dude, gehe jetzt schon zum Anwalt, bezahl den Anwalt dafür das er jetzt schon alles vorbereitet und habe für den Tag x einen Plan in der Tasche den Du noch abarbeiten musst.
Wenn deine fast-ex Dir jetzt schon so kommt, sei auf alles gefasst, es wird krass.
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Lausebackesmama
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Ein Leben lang!


« Antwort #5 am: 23. August 2021, 05:49:59 »

Der Tipp mit dem ABR von RvW klappt aber nur, wenn du arbeitstechnisch so gerüstet bist, dass du  dein Kind auch betreuen könntest. ABR und dann 10h am Tag zu Oma und Opa ist keine Option. Überlege dir auch, ob die Arbeit (temporär) zu reduzieren möglich ist. 1. um für das Kind da zu sein. 2. um im Notfall für nicht mehr als Kindesunterhalt leistungsfähig zu sein.

LG LBM

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‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
MaxMustermann1234
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« Antwort #6 am: 23. August 2021, 09:05:25 »

Mal eine Frage, weil das sowohl in Hinblick auf das Finanziell als auch für den Aufenthalt des Kindes sehr relevant werden wird: wie arbeitest du, wie arbeitet sie? Wer verdient wie viel? Wer betreut das Kind wann?
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Daddi
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« Antwort #7 am: 23. August 2021, 20:45:32 »

Guten Abend,

vielen Dank für die heutigen, wertvollen Antworten.

@RvW: Persönlich schwierig wird es für mich sein, auf Dauer gemeinsam unter einem Dach wohnen zu bleiben "nur" wegen Umgang mit meinem Sohn in dessen gewohnter Umgebung. Befürchte, da ist meine Leidensfähigkeit endlich.
@Max: Ich hab kein gutes Gefühl, im Netz Gehälter zu nennen. Hoffe, dass das nachvollziehbar ist. Aber ich wäre bereit, hier  Einschnitte pro Kind in Kauf zu nehmen. Nicht um mich vor Unterhalt zu drücken, sondern um Freiräume für Betreuung u. Umgang zu schaffen.

LG

Daddi
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MaxMustermann1234
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« Antwort #8 am: 24. August 2021, 10:19:16 »

Ich sehe gerade eh, dass du nicht verheiratet bist. Dann ist das Thema nachehelicher Unterhalt eh nicht relevant.

Was du tun kannst: Arbeitszeit reduzieren. Gericht gucken sich auch gerne mal an, wer weniger gearbeitet hat und der wird dann zur Hauptbezugesperson (=Gewinner) erklärt.
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Susi64
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« Antwort #9 am: 24. August 2021, 12:18:04 »

Hallo,

das Kind ist bereits ein Jahr alt und wurde vermutlich ganztägig von der Mutter betreut. Diese Runde geht klar an die Mutter.

Was der Vater probieren kann ist durch Reduzierung der Arbeitszeit den Rahmen für eine Wechselmodell oder nahezu Wechselmodell zu schaffen. Dazu gehört auch sich jetzt schon in die Betreuung so viel wie möglich einzubringen.
Solange BU im Raum steht hat die KM keinen Grund den Vater zu beteiligen, sie verliert schlicht Geld, aber ein nahezu Wechselmodell bringt ihr hier mehr. Schließlich wird sie auch wieder berufstätig sein müssen, auch wenn sie sich vielleicht nur mit einer Teilzeitstelle sieht. Die Chance die KM zu entlasten und zumindest zunächst nichts weitzer zu ändern kann durchaus eine gangbare Strategie sein, wenn der TO ein Wechselmodell anstrebt.

VG Susi
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Daddi
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« Antwort #10 am: 02. September 2021, 11:19:01 »

Hallo zusammen,

vielen Dank @Max und @Susi für den Tipp zur Arbeitszeitreduzierung.
Ist möglich und werde ich auch machen, um meine Position zur verbessern.
Letzteres wird schwierig, weil die KM ja daran leider kaum ein Interesse hat...

Ich befürchte, es wird so oder so ein harter Weg. Egal, wie gut ich mich vorbereite und positioniere. Keine Ahnung, wie lange man es schafft, hier zu taktieren.Gibt es hierzu Erfahrungswerte?

VG
Daddi
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MaxMustermann1234
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« Antwort #11 am: 02. September 2021, 11:41:35 »

Wie bereits geschrieben wurde, wirst du wenig Erfahrungswerte finden, weil die meisten Männer sich erst informieren, wenn es viel zu spät ist. Frauen sind da viel früher dran und kennen dann schon die Fallen des Familienrechts.

Wenn ich deinen Informationsstand schon früher gehabt hätte, wäre mir viel erspart geblieben.

Verabschiede dich erstmal emotional von der Beziehung, wenn sie wirklich zu Ende ist. Dieses "Kämpfen" ist der größte Unsinn. an braucht sich nicht aufführen wie ein Clown, wen die Frau nicht mehr will, nur um sie von etwas anderem zu überzeugen.
Wie sieht die berufliche Planung deiner DEP aus? Ich würde dir raten zu versuchen es noch 2 Jahre unter einem Dach auszuhalten. Dann ist der Betreuungsunterhalt vom Tisch und nach 3 Jahren ist es schwer zu behaupten, dass es keine Bindung zwischen dir und dem Kind geben würde. Aktuell wirst du es ggf. schwer haben Übernachtungen durchzusetzen. Da wird dann gerne argumentiert, dass das Kind zu klein ist.
Theoretisch ist auch ein WM drin, mein Sohn war 14 Monate. Aber dafür muss schon ein großer Druck auf der Mutter lasten sich zu einigen, den sehe ich aber gerade bei dir nicht.
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Solina131203
Frischling

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« Antwort #12 am: 03. September 2021, 01:41:42 »

Moin,
Also ich persönlich kann dir leider aus eigener Erfahrung versichern das wenn dich deine Lebensgefährtin aus der Wohnung haben möchte es wenn sie es drauf anlegt ohne große Mühe schaffen wird!
Ich habe mich da ein wenig wieder erkannt In deinem text….
Bei uns lief es ungefähr genau so meine Ex Frau hat mich am Ende immer wieder aufgefordert aus unserer Wohnung auszuziehen!
Ich habe gemacht und getan um die Ehe zu retten aber es war Mir nicht möglich sie umzustimmen.
Nachdem ich stur geblieben bin hat sie ohne große Mühe beim Familiengericht mit einer Lüge eine einstweilige Verfügung gegen mich erwirkt und mir diese wortlos übers Handy zugeschickt.
Ja dann stand ich da…. Mein Leben war von jetzt auf gleich vorbei gefühlt zumindest. Ich war von jetzt auf gleich „obdachlos“ ich hatte nichts außer die Sachen die ich bei mir hatte und durfte auch nicht in die Wohnung und das ganze drum herum.
Nachdem ersten Schock bin ich am nächsten Tag zum erst besten Anwalt… der hat mir aber direkt klar gemacht das ich mir keine große Hoffnung machen brauche und hat sofort von Scheidung gesprochen.
Es wurde dann knapp drei Wochen später ein Termin im Gericht angesetzt wo mir klar gemacht wurde das die Wohnung meiner Frau zur alleinigen Nutzung zugesprochen wurde!
Das ich beweisen konnte das sie durch eine Lüge die Verfügung erwirkt hat war nicht von großer Bedeutung!
Ich habe dann einen Termin nennen müssen an dem ich meine Sachen aus der Wohnung hole und das war es dann!!!
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Daddi
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« Antwort #13 am: 03. September 2021, 16:56:29 »

Hallo Max und Solina,

Vielen Dank für eure Antworten.

@Max: Deine Ausfühungen decken sich ziemlich exakt mit dem, was mir so im Kopf rumschwirrt. Gut auf den Punkt gebracht. Ob das aber umsetzbar bzw. 2 Jahre noch aushaltbar ist, daran zweifele ich stark. Stichwort: Clown.
Bin zwar dank euch gut informiert, gleichzeitig habe ich das ungute Gefühl, dass wenn es dann hart auf hart kommt mit JA, FamG etc., man als Vater das Steuer kaum noch in der Hand hält. Trotz des Wissens, das man sich vorher angeeignet hat.

@Solina: Ziemlich übel gelaufen bei dir. Ich sehe aber zumindest zwei positive Aspekte: Du bist nicht freiwillig gegangen, sondern wurdest gegangen und es wurden Fakten geschaffen bzw. das Rumgeeierei unter einem Dach beendet.

VG
Daddi


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Daddi
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« Antwort #14 am: 15. September 2021, 21:16:20 »

Guten Abend zusammen,

hier ist die Situation leider weiterhin verzwickt...entweder das Zusammenlebem läuft auf Elternebene so, wie die KM es will oder halt nicht. Bzw. dann zukünftig ohne mich und für mich ohne Kind. Von einer Paarebene rede ich gar nicht bzw. laut KM muss man dann halt sehen, ob und wie das wieder was wird.
KM meint,  dass ich diese Entscheidung zu treffen habe. Offensichtlich ohne eigene Wünsche, Ansprüche etc. haben zu dürfen.

Wie geht man mit so etwas mit Blick auf das Kindeswohl um? Wie macht man sich "gerade" als KV in so einer Situation?
Die Fragen sind sicherlich nicht neu bzw. Schon x-mal beantwortet worden.
Dennoch bin ich für eure Antworten dankbar. Will einfach keinen Fehler machen in dieser Situation, die mir ganz schön zu schaffen macht.

VG

Daddi

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« Antwort #15 am: 16. September 2021, 09:12:13 »

Paarebene abschreiben und einfach den Kindern ein Vater sein. Ich hab auch über 6 Monate mit meiner Ex in einem Haus gelebt. Die hat auch versucht mir die Kinder zu entziehen, ist immer mit ihnen rausgegangen kurz bevor ich von der Arbeit kam. Das Spiel kannst du am WE natürlich auch spielen. Vor allem aber: nicht aus der Ruhe bringen lassen. Immer dran denken: ihr seid faktisch schon getrennt.
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nadda
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« Antwort #16 am: 20. September 2021, 06:13:07 »

Hi,

hoffe du hast alle wichtigen Unterlagen inzwischen aus der Wohnung geräumt. Pack auch persönliches ein,
Fotoalben, die Uhr vom Opa usw. Bei Freunden von Dir oder Deinen Eltern sichern, und nicht drüber reden, besser sie bekommt es
erstmal nicht mit. 

Und dann versuch ruhig zu bleiben. Hast Du ihr eine Trennungsmediation vorgeschlagen? Das wäre die beste Variante da raus zu kommen.
Ansonsten zusammenleben und versuchen Konflikte zu vermeiden ohne sich total zum Deppen zu machen ist leider echt schwierig.

Wieviel Zeit verbringst Du mit dem Kind? Ist das Kind schon in einer Kita? Arbeitet die KM, oder arbeitet sie bald wieder?

LG
Nadda
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Daddi
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« Antwort #17 am: 20. September 2021, 14:09:57 »

Hallo Max und Nadda,

vielen Dank für eure wertvollen Tipps.
Ich hab hier die besondere Konstellation, dass ich lt. KM ja gar nicht zwingend ausziehen soll, gleichzeitig aber alles nach ihren Vorstellung auf der Elternebene ablaufen muss. Paarebene wird ausgeklammert.
Trennungsmediation o.ä. seitens der KM nicht gewünscht weil keine Zeit, Kraft, Sinn, Nerven etc. dafür.
Ansonsten "darf" ich halt eine Entscheidung i.S. Trennung treffen, wenns mir so nicht passt und dann um Umgang kämpfen. Tolle Wahlmöglichkeit, die ich da habe...deswegen auch der Betreff.
Mir fällt es mit Blick auf mein Kind unheimlich schwer, in dieser Situation und mit diesen Aussichten ruhig  und "gerade" zu bleiben. Daher suche ich euren Rat hier im Forum.

Momentan kümmere ich mich ganz normal meinen Sohn. Kita und Arbeit KM ab Anfang 2022 geplant.

VG

Daddi
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« Antwort #18 am: 20. September 2021, 14:47:22 »

Servus Daddi!
Ich hab hier die besondere Konstellation, dass ich lt. KM ja gar nicht zwingend ausziehen soll, gleichzeitig aber alles nach ihren Vorstellung auf der Elternebene ablaufen muss. Paarebene wird ausgeklammert.
Ich vermute mal, Mietvertrag läuft auf Dich und den größten Teil der fixen Kosten stemmst auch Du, oder? Wenn das so ist würde ich auch nicht an dem Ast sägen, auf dem ich gerade sitze. Abgesehen ist doch recht praktisch, Dich als fürsorglichen KV im Haushalt zu haben...
Zitat
Ansonsten "darf" ich halt eine Entscheidung i.S. Trennung treffen, wenns mir so nicht passt und dann um Umgang kämpfen.
Naja, Du kannst Dir ja über Modalitäten bis hin zur hälftigen Betreuung ja Gedanken machen und ihr auch vorschlagen (hierbei solltest Du Dir vor Augen halten, dass Du mindestens solange in Eurem Heim bleibst, bis das alles nach Möglichkeit einvernehmlich geklärt und vorzugsweise schriftlich fixiert ist).
Ergänzend zu naddas Tipps empfehle ich, etwaige Kontovollmachten und dergl.  zu löschen, gemeinsame Konten zu "bereinigen", und so weiter. Wenn KM auf "getrennt von Tisch und Bett" besteht, sollte das auch mit allen Konsequenzen erfolgen.

Grüßung
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« Antwort #19 am: 20. September 2021, 14:55:59 »

Naja, ich weiß nicht, ob es klug ist der Frau den Geldhahn abzudrehen. Bestenfalls kriegt sie noch Elterngeld, ggf. aber auch nicht mehr. Und wenn die Geldquelle versiegt, sind solche Frauen recht schnell mit der Schaffung von Fakten. Ggf. ist es klüger abzuwarten bis sie Anfang 2022 wieder arbeiten geht, aber das wird der TO selbst am besten beurteilen können.
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82Marco
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« Antwort #20 am: 20. September 2021, 16:16:31 »

Servus!
Naja, ich weiß nicht, ob es klug ist der Frau den Geldhahn abzudrehen.
Ich dachte auch nicht an "abdrehen" sondern eher an Schutz für "unbefugter Räumung" irgendwelcher Konten (sofern vorhanden) ... hinsichtlich abwarten hast Du sicherlich recht, aber mit der gebotenen Vorsicht.

Grüßung
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« Antwort #21 am: 20. September 2021, 20:47:59 »

Guten Abend zusammen,

vielen Dank für eure Hinweise insbesondere zu den Finanzen. Da gibt es glücklicherweise (noch) keine akuten Probleme.
Das Fass möchte ich auch gar nicht aufmachen. Zu evtl. Zukünftigen  Unterhaltsthemen bin ich auch soweit informiert.
Mir gehts vielmehr darum, irgendwie zu versuchen, einen evtl. zukünftigen Worst Case in Sachen Umgangskonflikte zu vermeiden und nicht Opfer von KM, JA und FamG zu werden. Dazu versuche ich mich mit eurer Hilfe
gut aufzustellen und dadurch seelisch und moralisch zu stärken. Ich danke euch dafür.

VG

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« Antwort #22 am: 21. September 2021, 09:09:03 »

Servus Daddi!
Mir gehts vielmehr darum, irgendwie zu versuchen, einen evtl. zukünftigen Worst Case in Sachen Umgangskonflikte zu vermeiden und nicht Opfer von KM, JA und FamG zu werden. Dazu versuche ich mich mit eurer Hilfe
gut aufzustellen und dadurch seelisch und moralisch zu stärken. Ich danke euch dafür.
Solange Du in Eurem Heim bleiben kannst, kannst Du natürlich in Sachen Kontinuität, "gleichwertige" Betreuung und Festigung einer Eltern-Kind-Beziehung hin- oder vorarbeiten; damit erhöhen sich nach einer möglichen Trennung die Chancen, bis dahin gelebte Modelle fortzuführen.

Grüßung
Marco
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« Antwort #23 am: 22. September 2021, 20:16:36 »

Hallo Marco,

vielen Dank für deine Überlegungen.

Gibt es hier im Forum Erfahrungswerte bzw. Beispiele, bei dem dieses "Zusammenleben" fürs Kind ohne Paarebene und  in einer mehr oder weniger kaputten, ungesunden Beziehung funktioniert bis zum Tag X?
Es fällt mir schwer, daran zu glauben, dass man das lange bzw. über Jahre als bewusst getroffene Entscheidung aushält.

VG

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« Antwort #24 am: 23. September 2021, 08:26:08 »

Ja, ich hab mir meiner Ex damals über 6 Monate unter einem Dach gelebt während sie schon ihre neue Affäre am Start hatte. Ist anstrengend, aber machbar. Verabschiede dich einfach von der emotionalen Ebene und führe keine Diskussionen, die in einem Streit enden könnten. Am besten Kommunikation runter fahren.
Den Kindern könnte man versuchen zu erklären, dass ihr kein Paar mehr seid, aber weiter Eltern, die ihre Kinder lieb haben.
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