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vatersein.de - Forum 17. Januar 2022, 17:25:21 *
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Autor Thema: Sehr weite Entfernung wie Umsetzen  (Gelesen 7347 mal)
akoser
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« am: 20. August 2021, 18:03:23 »

Hallo Zusammen,

es kommt immer anders als man denkt :-(
Bis letzt vor drei Tagen war eigentlich alles klar.

Kinder kommen ab September in den neuen Kindergarten und ab nächsten Umgangs WE bleiben sie von Freitag bis Sonntag (Angebot von der  Mutter)

Gestern die Schock Nachricht das sie jetzt in den nächsten Wochen/Monaten nach Irland ziehen wird und zeitnah mein Einverständnis dafür haben möchte.
(Ich hatte das vor einem Jahr hier schon mal beschrieben).

Jungs sind fast 4 und im Dezember der kleine 3.
Mir ist bewusst ich es nicht verhindern kann da sie dort Familie hat und eine Persepektive mit Job usw.

Meine Frage an Euch, wie kann man tatsächlich im Leben der Jungs bleiben?
Ich kann es finanziell jetzt schon kaum stemmen. (Aktuell Zahle ich 2794,-€ Unterhalt).

Großzügig wie sie ist schreibt sie das ich die Jungs jederzeit Besuchen kann und dort natürlich auch Schlafen kann. Im Sommer haben sie ja immer 2 Monate Ferien. (Ironie)

Auch kann ich mit Ihnen jeden Tag Video Telefonie machen usw. ich schrieb das ich mich trotzdem noch mal beim Jugendamt Informieren möchte wegen einer gerichtlichen Umgansregelung.

Nach Nachfragen heute ob es den einen genaueres Datum für ihre Pläne gibt kam raus das sie diesen Sommer noch die Jungs vor Ort im Kindergarten anmelden möchte.

Ich habe keinen Plan wie ich damit umgehen soll. Aktuell stellt sie sich an wenn ich mal mit den Jungs Videocall machen möchte (wird abgelehnt) oder vor zwei Wochen ein Samstag verschieben musste (wegen Arbeit)

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Susi64
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« Antwort #1 am: 20. August 2021, 21:59:51 »

Hallo,

im Leben Deiner Jungs kannst Du nur bleiben, wenn Du nach Irland ziehst.

Was Du erreichen kannst ist, dass sie Dich nicht vergessen indem Du sie regelmäßig besuchst. Also 3-4 Wochen Urlaub in Irland machst und vielleicht noch einmal eine Woche irgendwann im Jahr. Videocalls werden nicht viel bringen, aber vielleicht ist es ein Möglichkeit etwas Kontakt zu halten. Mit 3 bzw. 4 sind sie noch sehr klein um zu verstehen, was ein Videocall ist.

Da sie die Entfernung schafft kann man darüber nachdenken, dass sie das Ticket für Deinen Flug zahlt. Mehr wird auch hier nicht drin sein.

Aber vielleicht hat hier im Forum noch jemand Ideen?

VG Susi
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AnnaSophie
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« Antwort #2 am: 20. August 2021, 22:20:36 »

Hallo,

Also zahlst du nicht nur kindesunterhalt sondern auch betreuungsunterhalt.
Wart ihr verheiratet?

Sophie
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Celine
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« Antwort #3 am: 21. August 2021, 03:37:04 »

 Hallo Akoser,

so schlimm UdSSR mit der Entfernung ja nun nicht, Irland ist schließlich nicht Japan oder Australien.

Die Flugzeit beträgt z.B. ab München 2 1/2 Stunden und wenn Du zwei Monate im Voraus buchst, bist Du immer noch mit 100 bis 150€ für ein Rückflugticket dabei (zumindest in der Holzklasse).

Im Dezember sollte ja dann der BU für Deine Expartnerin wegfallen und im nächsten Jahr (soweit ich mich erinnern kann) müsstest Du auch das mit dem nachehelichen Unterhalt für die Exfrau angehen können.

Aber schon die Ersparnis durch den BU-Wegfall sollte für ein nettes Wochenende pro Monat in Irland reichen.

Mein Partner holt sein Kind einmal etwa alle drei Wochen für ein Wochenende per Flugzeug zu uns. Das klappt problemlos und er ist dadurch durchaus im Leben seines Kindes präsent.
« Letzte Änderung: 21. August 2021, 03:46:07 von Celine » Gespeichert
Celine
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« Antwort #4 am: 21. August 2021, 03:58:40 »

UdSSR sollte eigentlich „ist“ sein.
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akoser
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« Antwort #5 am: 21. August 2021, 17:55:35 »

Danke erstmal für eure Antworten.
BU muss ich zahlen. Da spielt verheiratet ja keine Rolle mehr.

Wäre zwar ein neues Thema aber schreibe es hier mal mit rein.
Unterhalt ab Januar fiktiv 30h Arbeit anrechnen der Mutter?
Wäre dann noch ca. 440,-€. Aber kann ich diesen Unterhalt noch Steuerlich absetzen?
Wenn nein könnte ich den Betrag monatlich abziehen den ich nicht mehr absetzen kann?

Bei der Berechnung in DE wird dieser ja zum netto dazu gerechnet?

Flüge selbst ist kein Thema, aber der Rest geht ins Geld. Waren früher oft dort.
Kleinster Mietwagen von Donnerstag bis Sonntag 240,-! plus 100,-) Sprit.
Da es mitten in der Pampa und ca. 2.5h Stunden von Dublin weg ist gibt es keine Anlernative.
Dazu Unterkunft Donnerstag bis Sonntag ca. 250,-€
Da komme ich schon locker auf 650,-/700,-€
Von was soll das bezahlt werden?

Sommerferien könnte ich die Kinder holen. Wenn sie denn wollen, oder meint ihr das sie nach Monaten nicht sehen einfach so mitfahren? Am Anfang bestimmt aber nach ein paar Tagen?

Es klappt ja jetzt schon nur so wie die Mutter es möchte.

Es ist zum …
Hier gibt es ja auch noch einen Sohn der in den Ferien (6 Wochen im Jahr) bei mir ist.
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« Antwort #6 am: 21. August 2021, 18:44:21 »

Hallo,

ja, verheiratet oder nicht spielt beim BU keine Rolle. Aber, wenn ihr nicht verheiratet wart, dann sollte der BU mit der Vollendung des 3. Lebensjahres des jüngsten Kindes enden. Etwas anderes wäre es, wenn er als nachehelicher Unterhalt in einer Scheidung ausgeurteilt wurde.

VG Susi
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akoser
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« Antwort #7 am: 21. August 2021, 18:48:12 »

Hallo Susi,

hast Du dazu aktuelle Urteile? Ich kenne es so das Muttern nicht zu gemutet werden kann mehr als 30h
zu arbeiten. Gerade bei zwei Kindern.
Danke für Deine/Eure Hilfe
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« Antwort #8 am: 21. August 2021, 19:12:10 »

Hallo,

also das erste ist das Gesetz selbst § 1615l BGB, das im Absatz 2 ein Begrenzung auf 3 Jahre vorsieht:

(2) ... der Vater verpflichtet, ihr über die in Absatz 1 Satz 1 bezeichnete Zeit hinaus Unterhalt zu gewähren. Das Gleiche gilt, soweit von der Mutter wegen der Pflege oder Erziehung des Kindes eine Erwerbstätigkeit nicht erwartet werden kann. Die Unterhaltspflicht beginnt frühestens vier Monate vor der Geburt und besteht für mindestens drei Jahre nach der Geburt. Sie verlängert sich, solange und soweit dies der Billigkeit entspricht. Dabei sind insbesondere die Belange des Kindes und die bestehenden Möglichkeiten der Kinderbetreuung zu berücksichtigen.
...

Der BGH hat sich damit auch beschäftigt, wenn auch Rahmen des § 1570 BGB, wo es um den Unterhalt wegen Betreuung eines Kindes geht:

"(1) Ein geschiedener Ehegatte kann von dem anderen wegen der Pflege oder Erziehung eines gemeinschaftlichen Kindes für mindestens drei Jahre nach der Geburt Unterhalt verlangen. Die Dauer des Unterhaltsanspruchs verlängert sich, solange und soweit dies der Billigkeit entspricht. Dabei sind die Belange des Kindes und die bestehenden Möglichkeiten der Kinderbetreuung zu berücksichtigen.
(2) Die Dauer des Unterhaltsanspruchs verlängert sich darüber hinaus, wenn dies unter Berücksichtigung der Gestaltung von Kinderbetreuung und Erwerbstätigkeit in der Ehe sowie der Dauer der Ehe der Billigkeit entspricht."

Das lässt einen gewissen Spielraum auch nach 3 Jahren zu, aber zur Billigkeit hat der BGH
BGH, XII ZR 74/08 , 18.03.2009 ausführlich Stellung genommen:

(Tenor)
"BGB § 1570 
a) Im  Rahmen  der  Billigkeitsentscheidung  über  eine  Verlängerung  des  Betreuungsunterhalts aus kindbezogenen Gründen nach § 1570 Abs. 1 Satz 2 und 3 BGB ist stets zunächst der individuelle Umstand zu prüfen, ob und in welchem  Umfang  die  Kindesbetreuung  auf  andere  Weise  gesichert  ist  oder  in  kindgerechten  Betreuungseinrichtungen  gesichert  werden  könnte.  Denn  mit  der  Neugestaltung  des  nachehelichen  Betreuungsunterhalts  in  § 1570  BGB  hat der Gesetzgeber für Kinder ab Vollendung des dritten Lebensjahres den Vorrang der persönlichen Betreuung aufgegeben.

b) Ein  Altersphasenmodell,  das  bei  der  Frage  der  Verlängerung  des  Betreuungsunterhalts  aus  kindbezogenen  Gründen  allein  auf  das  Alter  des  Kindes  abstellt, wird diesen Anforderungen nicht gerecht.

c) Soweit  die  Betreuung  des  Kindes  auf  andere  Weise  sichergestellt  oder  in  einer  kindgerechten  Einrichtung  möglich  ist,  kann  einer  Erwerbsobliegenheit  des  betreuenden  Elternteils  auch  entgegenstehen,  dass  der  ihm  daneben  verbleibende  Anteil  an  der  Betreuung  und  Erziehung  des  Kindes  zu  einer   überobligationsmäßigen  Belastung  führen  kann  (im  Anschluss  an  das  Senatsurteil vom 16. Juli 2008 - XII ZR 109/05 - FamRZ 2008, 1739, 1748 f.)."

Deshalb ist das Auslaufen des BU mit Vollendung des 3. Lebensjahres heute eigentlich Standard. Es kommt auf kindbezogene Gründe an und nichts anderes.

VG Susi

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akoser
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« Antwort #9 am: 21. August 2021, 19:28:47 »

Lieben Dank Susi. Da Sie ja nach Irland zieht und bisher keinen Titel gibt kann ich dann zum 31.12. die Zahlung einstellen. Da würde mir eine Riesenlast genommen.

Allerdings ist das Thema Ganztagsschule/Betreuung in Irland nicht gegeben.
So wie es hier gewesen wäre (07:00-17:00 Mo-Fr) Ist das dann mein Problem?



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Kasper
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« Antwort #10 am: 21. August 2021, 19:53:29 »

Moin,

nur so ein Gedankengang von mir ... was wäre wenn du die Zustimmung NICHT erteilst?

Nur mal so die Faktenlage ...
Wenn sie nach Irland verzieht, mit den Kindern, dann verlieren sie über kurz oder lang ihren Vater.
Was ist denn derzeit so unabdingbar unaufschiebbar, dass sie nach Irland ziehen muss? Sie ist die ganze Zeit hier gut klar gekommen und den Kindern wurden beide Eltern erhalten.

Bevor ich die Kinder verliere, würde ich alles dafür tun, dass diese hierbleiben. Es gibt schlichtweg keinen Grund.
Familie, klar wegen der Betreuung, aber das kannst auch du übernehmen. Job? Das hat sie vorher gewusst und ich auch klar gekommen, Lebensrisiko.
Aber wenn sie umzieht, wird dir das schon aufgrund der Umgangskosten nicht möglich sein, einen Umgang auf die Beine zu stellen.

Gruß
Kasper
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« Antwort #11 am: 21. August 2021, 20:27:35 »

Habt ihr GSR?

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« Antwort #12 am: 21. August 2021, 20:59:29 »

Hallo,

Du bist nicht für die Kinderbetreuung in Irland zuständig, sie will nach Irland, nicht Du, somit ist es ihr Problem.
Außerdem wollte sie doch nach Irland, da sie dort mehr Unterstützung bekommt oder etwa nicht?

VG Susi
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akoser
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« Antwort #13 am: 21. August 2021, 21:17:11 »

Das Thema mit umziehen habe ich schon mit Anwalt usw. durch genommen.
Das würde ohne Erfolg für mich bei Gericht ausgehen.

GSR haben wir zusammen. Aber wie geschrieben es würde keinen Erfolg haben es verhindern zu wollen.

Sie will dort halt einen Neuanfang machen, Schwester wohnt dort, haben einen großes Haus mit 60.000qm Land usw.
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« Antwort #14 am: 21. August 2021, 22:32:46 »

Hallo,

die Sache ist doch ziemlich weit fortgeschritten und es ist auch relativ sicher, dass sie mit den Kindern ziehen kann.
Du solltest aus meiner Sicht als erstes den BU ab Januar 2022 einstellen und das Geld sinnvoll in Reisen nach Irland investieren. Außerdem weiss ich auch nicht wie lange die KM dich in Ihren Haus duldet, die Frage wäre also wo kannst Du wie preiswert wohnen? Was kannst Du mit den Kindern unternehmen?

Wenn Du es nicht aller 14 Tage schaffst, dann versuche einmal im Monat und selbstverständlich einen größeren Urlaub im Sommer, den musst Du nicht bei der KM verbringen, da kann Dein weiterer Sohn u.U. auch mit dabei sein. Es könnte auch Urlaub in Deutschland sein, Verwandte besuchen.

VG Susi
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« Antwort #15 am: 21. August 2021, 22:48:59 »

Hallo,

Wäre ein gerichtliches Verfahren, das zwar enden wir, dass sie nach Irland ziehen darf nicht sinnvoll in Bezug auf Verteilung der Umgangskosten? Sprich, dass diese Kosten vor Berechnung des kindesunterhalt vom netto abgezogen werden, zumal es dann ja auch kein deutsches hälftigem Kindergeld gibt.

Und auch gleich festgelegt wird, dass die Kids in den Ferien zum Vater nach Deutschland fliegen und in den Monaten dazwischen an einem bestimmten Wochenende im Monat der Vater Umgang in Irland hat.


Sophie
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« Antwort #16 am: 22. August 2021, 11:57:25 »

Also vor so einem Rumgezicke mit gerichtlichem Verfahren würde ich ernsthaft abraten: Wie beschrieben k a n n der Umgang auf eine solche Entfernung sehr gut klappen, allerdings ist dafür Voraussetzung, dass die Eltern auch kooperieren, denn man ist stärker auf die Mitarbeit des betreuenden Elternteils angewiesen. In unserem Fall bringt die Ex meines Partners das Kind jedesmal pünktlich zum Flughafen. Das würde sie sicher nicht machen, wenn mein Partner zuvor ein Verfahren gegen sie angestrengt hätte.

Es gibt auf diese Entfernung einfach sehr viele Möglichkeiten, den Umgang zu vereiteln. Deshalb ist ein gutes Verhältnis mit dem Betreuungselternteil enorm wichtig.
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« Antwort #17 am: 22. August 2021, 12:12:24 »

Hallo,

Da der Umgang versprochen wurde auszubauen, Videochats hier in Deutschland bereits nicht wirklich funktionieren, denke ich, dass ein Entgegenkommen nicht wirklich damit. Zumal der Vater ja nur gesagt bekommt, dass sie umziehen will und für die Kids zustimmen soll. Einen umgangsvorschlag hat sie dabei ja nicht unterbreitet.

Deswegen sehe ich hier bereits jetzt kein großes Entgegenkommen. Und wenn er jetzt nachgibt kann es gut sein, dass er bald seine Kids gar nicht mehr sieht, weil es eben dann immer nicht passt, wenn er kommt bzw. Kommen will.

Deswegen wäre in meinen Augen ein Verfahren das vordergründig ein nicht umziehen. Der Kinder zum Thema hat und dann mit einer festgelegten umgangsregelung endet nicht das Schlechteste. Denn, wenn festgelegt ist, dass die Kids 60% der Ferien in Deutschland sind und genau festgelegt, welchen Tag das immer beginnt und wann es endet und dann auch festgelegt ist, dass bestimmte irische Feiertage mit dem Vater in Irland verbracht werden, dann ist das für alle planmäßig.
Und die gesetzlichen Feiertage in Irland lassen sich bestimmt erfolgen. Undostern und Weihnachten immer im Wechsel aufgrund der Strecke.

Sophie
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« Antwort #18 am: 22. August 2021, 12:28:05 »

Moin,

nach meiner Meinung wird hier ein komplett falscher Ratschlag vertreten.

Sehen wir uns die Faktenlage an.
zwei Kinder, die KM bekommt BU. Sie will nach Irland verziehen.

Akoser stellt selbst klar, wie angespannt seine finanzielle Situation ist. Selbst wenn der BU wegfällt, dann heißt das noch lange nicht, dass es für einen Umgang reicht. Also was wird passieren?
Die KM kann den Umgang nach belieben einschränken, ausfallen lassen, es wird ihr in Irland vermutlich nicht viel passieren. Die Kinder wird er wenig bis irgendwann garnicht mehr sehen und sie werden ihn vergessen. Irgendwann steht ein erwachsener vor ihm, der kaum Deutsch spricht und ihm vorwirft, warum er sich nicht gekümmert hat.

Oder, man verweigert die Zustimmung zum Umzug.
Die Gründe sind, dass die KM bewusst es vorgezogen hat, eine Familie in Deutschland zu gründen und eine Stabilität ausgedrückt hat. Sei will diese nun zum Nachteil der Kinder verändern, in dem sie den Kontakt zum KV durch einen weiten Umzug behindert, vielleicht sogar unmöglich macht. Daher wäre es auch Kindswohlgründen zu untersagen, dass die Kinder umziehen können. Natürlich kann man der KM dies nicht versagen, daher wäre das ABR auf akoser zu übertragen und die KM frei entscheiden.

Man kann natürlich sagen, es sei sinnlos etc. einen Kampf den man nicht kämpft, hat man schon verloren. Hat natürlich auch einen gewissen Vorteil. Man weiß das Ergebnis bereits im Voraus ;-)

Gruß
Kasper
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« Antwort #19 am: 22. August 2021, 14:09:06 »

Sehe ich wie Kasper. Darüber hinaus ist die Zeit vor Gericht eine Zeit, in der man die Beziehung zu den Kindern festigen kann. Zudem sollte bei einem Wegzug der Kinder das Ziel sein, dass sie in die Kosten des Umgangs mit eingebunden wird.

Erschwerend kommt hinzu:
- in Irland gibt es kein Melderecht, die irischen Behörden verweigern die Hilfe bei Aufenthaltsermittlungen, taucht sie unter, viel Spaß...
- der Kaufkraftausgleich. Die Lebenshaltungskosten in Irland liegen 20% über denen von Deutschland. Der Unterhalt könnte also höher ausfallen, das mindert den Spielraum für den Umgang.

Mich würde interessieren, ob ein Wegzug des Vaters mit den Kindern auch so lapidar abgetan werden würde. Keine Sorge, die Frage ist rein rhetorisch.

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« Antwort #20 am: 22. August 2021, 18:50:25 »

Hallo Zusammen,

da sind ein paar gute Anhaltspunkte dabei.

Aber ein Gerichtsverfahren damit zu verbinden die Beziehung zu den Kids zu binden?
Was passiert den wenn man voll auf Konfrontation geht? Genau, es kommt genau so zurück.

Außer Kosten und sehr viel Nerven und Stress bringt es nicht. Bisher bin ich mit dem passiven gut gelaufen.
Habe alles vor 10 Jahren schon mal durch.

Zwar nicht gedacht das es nochmal so kommt, naja.

Ich bin selbst ohne Vater aufgewachsen (hat anders Kids in DE mit den ehr Kontakt hat) mit mir wollte er ab dem vierten Geburtstag nix mehr zu tun haben. Der lebt oder lebt in Ungarn.

Ich wäre über jeden Kontakt auch heute noch glücklich. Ich werde mal sehen wie es wird.
Werde versuchen Ostern, Herbst hin zu fahren und im Sommer die Kids wenn es die Mutter zulässt zu mir zu holen oder vor Ort zwei Wochen Urlaub zu machen. Weihnachten muss man mal sehen.

Ich habe ja nicht unbegrenzt Urlaub und noch einen Sohn, den kann ich dort nicht immer mitnehmen.

Gruß
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« Antwort #21 am: 23. August 2021, 09:35:14 »

@akoser:

mein Stiefvater kommt (wie ich auch) aus Polen, nach der Scheidung sind seine Söhne dort bei der Mutter geblieben (Säuferin, hat aber keinen interessiert, vor 3 Jahren an Leberzirrhose gestorben). Seine Söhne sind mittlerweile erwachsen, haben selbst Kinder. Sie wohnen natürlich auch in Polen.

Ich würde dir stark davon abraten den Weg zu beschreiten die Kinder ab und zu mal in Irland besuchen zu wollen. Du wirst eh nie eine Vaterrolle einnehmen können. Zweitens wurde ja schon geschrieben, kann es dir gut passieren, dass du hin fliegst und die Kinder nicht bekommst. Wir wollten mal nach Kroatien und sind über Polen gefahren (Auto), um seine Söhne abzuholen. Weil er kein zusätzliches Geld auf den Tisch legen konnte, gab es die Kinder nicht. Einmal Geburtstagkuchen auf der Motorhaube gegessen und all so eine Scheiße. Klar, aktuell verspricht sie dir ein unproblematisches Leben, ob das tatsächlich so eintritt, wer weiß.

Ich würde auch die gerichtliche Auseinandersetzung suchen und klar machen, dass es keinen zwingenden Grund gibt, dass die Kinder mitziehen. Ich würde auch klar machen, dass du dir regelmäßige Besuche nicht leisten kannst und die Kinder so ohne Vater aufwachsen werden. Wenn die Mutter als gehen will, soll sie das tun, keiner kann sie abhalten. Aber ein Grundstück, eine Schwester und Hilfe bei der Betreuung sind keine zwingenden Gründe. Dagegen spricht die schlechtere Perspektive für Einwanderer in anderen Ländern. Mind. die erste Generation hat große Probleme, die sie in ihrer Heimat nicht hätten.

Wenn du dich hingegen entscheidest nichts zu machen, würde ich den Umgang auf die Ferien einschränken. Realistisch betrachtet bist du nicht mehr als der Besuchsonkel, wenn du einmal im Monat auftauchst. Und gewöhne dich auch an den Gedanken, dass der Umgang irgendwann deutlich weniger wird. So ab 12 waren die Söhne meines Stiefvaters nicht mal 1 x pro Jahr da. Videotelefonie wird da auch nicht helfen, denn da fehlt etwas ganz entscheidendes: du kannst sie weder umarmen noch ihnen mal einen Kuss auf die Stirn drücken. Wie willst du so eine emotionale Bindung aufrechterhalten?

Deine Ex zerstört durch ihren Schritt die Bindung zu dir. Das wird ihr aber auch klar sein, ggf. ist das sogar mit ein Grund für ihren Schritt. Und für den von Celine angesprochenen Goodwill hast du einfach keine Garantie. Meiner Meinung nach bleiben nur zwei Möglichkeiten: kämpfen oder Kinder abschreiben. Mir ist kein Fall bekannt wo Bindung über eine größere Entfernung gut funktioniert. Klar, die Kinder können einen (eine gewisse Zeit) besuchen, aber das hat nichts mit Vater sein zu tun. Ein guter Freund von mir hat eine Tochter in Berlin. Selbst da hat es nicht wirklich geklappt. Irgendwann kam sie nur noch in den Ferien statt jedes zweite Wochenende, irgendwann kaum noch. Und wenn ich sehe wie viel Kraft ihn das gerade am Anfang gekostet hat (alle 2 Wochenenden 2 x Berlin und zurück), frage ich mich, ob es das wirklich wert war (Schlaganfall mit Anfang 30).

Ich würde an deiner Stelle den gerichtlichen Weg beschreiten. Selbst wenn du scheiterst, hast du zumindest vom Familiengericht schwarz auf weiß (wahrscheinlich sogar gutachterlich attestiert), dass deine Rolle als Vater im Leben der Kinder weniger wert ist als der Wunsch der Mutter wo anders neu zu starten. Vielleicht hilft das bei der anschließenden Verarbeitung, denn du darfst eins nicht vergessen: wenn sie tatsächlich umzieht und du Stück für Stück deine Kinder verlierst, setzt irgendwann auch mal die Psyche ein. Und die beisammen zu halten, kostet auch Kraft und Geld.
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Malachit
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« Antwort #22 am: 23. August 2021, 17:23:21 »

Hallo akoser,

ich habe für deine verfahrene Situation keinen brauchbaren Ratschlag, aber eine Sache darfst du m.E. gedanklich gerne ein bisschen anders einsortieren:

Aber ein Gerichtsverfahren damit zu verbinden die Beziehung zu den Kids zu binden?
Was passiert den wenn man voll auf Konfrontation geht? Genau, es kommt genau so zurück.

Für die Konfrontation braucht's kein Gerichtsverfahren mehr - denn es ist deine Ex, die hier bereits voll auf Konfrontation gegangen ist.

Viele liebe Grüße,

Malachit.
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Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man ziemlich bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.
akoser
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« Antwort #23 am: 23. August 2021, 19:51:34 »

Lieben Dank Euch.

Das mit dem „abschreiben“ wird über kurz oder lang so kommen.
Ich habe ja noch einen Sohn 11 und der ist regelmäßig da. Auch wenn das jedes zweite Wochenende 450km sind. Die 5 Wochen Ferien im Jahr klappen auch.

Daran kann ich mich festhalten.
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Traurig2019
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« Antwort #24 am: 24. August 2021, 19:49:16 »

Hallo akoser,

ich schließe mich denjenigen an, die zur gerichtlichen Auseinandersetzung raten. Du hast dann immerhin eine Chance, dass ein Ergebnis rauskommt, was dir eine gewisse Sicherheit bzgl. der Kinder gibt, wobei ich mich frage, welchen Wert eine Umgangsregelung von einem deutschen Gericht hat, wenn sie in Irland ist.

Wenn du dem Umzug zustimmst, dann kann sie dir nach Lust und Laune Zugang zu den Kindern gewähren oder auch nicht. Da sie so weit wegziehen will, ist ihr klar, dass dein Kontakt zu den Kindern massiv erschwert wird. Daher können die Zusagen jetzt auch dazu dienen, deine Zustimmung zu bekommen und sobald sie weg ist, hörst du nie wieder etwas von deinen Kindern.
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