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vatersein.de - Forum 16. Juni 2021, 02:55:18 *
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Autor Thema: Organisation Umgang bei weit entfernten Wohnorten  (Gelesen 761 mal)
Ulf
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« am: 04. Juni 2021, 17:41:26 »

Meine Ex-Frau und ich wohnen zukünftig berufsbedingt ca. 2,5 Stunden Autofahrt voneinander entfernt. Bisher sind meine beiden Töchter (6 und 8 Jahre) alle zwei Wochen bei mir. Ich stelle mir allerdings jetzt die Frage, ob dies dann überhaupt noch möglich ist.

Ist alle zwei Wochen zu viel Belastung (Fahrtzeit) für die Kinder?

Können die Kinder alleine mit der Bahn zu mir kommen? In dem Fall müssten sie einmal umsteigen. Die reine Fahrtzeit würde ca. 3 Stunden betragen (Freitag zu mir und Sonntag zurück). Ich habe gar keine Lust meine Ex-Frau irgendwo auf einem Parkplatz zu treffen und dort die Kinder zu übergeben?

Wie würdet Ihr den Umgang organisieren?

Danke und Gruß

Ulf der Papa
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« Antwort #1 am: 04. Juni 2021, 17:49:10 »

Eine 6 und 8jährige in den Zug setzten - ist das dein Ernst? In dem Alter würde ich zuschauen, das ich sehr nah bei meinen Kindern bin wegen der Bindung und der anfänglich schwierigen Zeit für die Kids.
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AnnaSophie
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« Antwort #2 am: 04. Juni 2021, 17:51:39 »

Hallo,

Wer schafft denn die Entfernung ?

Die Bahn, alleine ohne Begleitung würde ich in dem Alter als kritisch sehen. Das umsteigen kommt erschwerend hinzu. Es gab früher zumindest Programme wo die Kids in der Bahn betreut wurden. Gegen Aufpreis natürlich.

Ihr könnt es ja auch so mache, dass du sie sonntags komplett nach Hause bringst, die Kids freitags von der. Mutter gebracht werden. Dazu ist sie im Normalfall aber nicht verpflichtet, da der umgangsberechtigte die Kids zu holen und zu bringen hat. Deswegen meine Frage, wer die Entfernung verursachen wird.

Sophie
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Ulf
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« Antwort #3 am: 04. Juni 2021, 17:58:55 »

Die Entfernung wird durch meine Ex-Frau verursacht, da ihr Arbeitgeber die Arbeitsplätze verlagert. Hier vor Ort würde sie aufgrund ihrer Spezialisierung keinen Job bekommen. Ich habe hier eine Firma und kann diese natürlich auch nicht schließen.
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AnnaSophie
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« Antwort #4 am: 04. Juni 2021, 18:00:26 »

Hallo,

Dann sollte sie dir entgegenkommen.
Habt ihr schon miteinander darüber gesprochen

Sophie
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Ulf
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« Antwort #5 am: 04. Juni 2021, 18:01:59 »

Aktuell geht es noch nicht um das leidige Geld sondern ersteinmal um die Organisation.
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Susi64
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« Antwort #6 am: 04. Juni 2021, 18:11:24 »

Hallo,

ich würde die Kinder nicht alleine fahren, zumindest nicht bis nicht zumindest das jüngste Kind 10 ist. Die Frage wäre, ob Du bzw. auch Deine Ex-Frau nicht auch Hilfe von Verwandten bekommen könntet, die die Kinder begleiten bzw. fahren?
Eine andere Hilfe könnte sein sich mal den Kalender vorzunehmen und den Stundenplan der Kinder. Gibt es Brückentage, Ferien, die man verstärkt für den Umgang nutzen kann? Dann reicht es auch einmal im Monat Umgang zu haben.

Aber natürlich musst Du Dir darüber im klaren sein, dass umso weniger Umgang es gibt, umso geringer ist die Bindung an Dich. Wenn also weniger regulären Umgang gibt, dann sollte es längeren Umgang geben.

VG Susi
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Lausebackesmama
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« Antwort #7 am: 04. Juni 2021, 19:28:57 »

Hallo, schlag ihr doch vor, dass du die Kinder zum Umgang abholst und sie sie wieder zu sich holt. Auf der Fahrt kann man dann schon mal langsam beim Anderen ankommen und teilt sich somit Aufwand und Kosten.

Zug fände ich auch okay, wenn begleitetes Fahren möglich ist. Für Fahrten alleine wären sie mir noch zu jung.

LG LBM
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‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Ulf
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« Antwort #8 am: 05. Juni 2021, 09:06:49 »

Die Deutsche Bahn bietet leider auf dieser Strecke keine Begleitung an.

Ist es wirklich sinnvoll, dass ich 5 Stunden (je 2,5 hin + zurück) bei besten Bedingungen mit dem Auto fahre. Wie ist es im Winter, Stau, ... ?
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Susi64
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« Antwort #9 am: 05. Juni 2021, 09:30:07 »

Hallo,

Du kannst doch auch mit der Bahn fahren, dass ist auch für die Dich entspannter und Du kannst in der Bahn lesen, ggf. arbeiten und auf der Hin- oder Rückfahrt schon mit Deinen Kindern reden.
Natürlich musst Du dafür viel Zeit einplanen, das kann z.T. dadurch kompensiert werden mit einer geschickten Planung übers Jahr.

Worauf ich nicht zählen würde wäre, dass Deine Frau Dir dabei hilft. Das mag zu Anfang funktionieren, dürfte auf Dauer aber Probleme bereiten. Vielleicht hilft sie mal in Ausnahmefällen.

Wie sieht es mit Oma/Opa oder auch Tante/Onkel aus? Wären die bereit gelegentlich die Kinder zu holen bzw. zu bringen? Ich meine eine lange Bahnfahrt ist fast wie ein Besuch.

VG Susi
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Lausebackesmama
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« Antwort #10 am: 05. Juni 2021, 09:39:51 »

Klärt das verbindlich ab, wie der Umgang laufen soll. Schafft sie die Entfernung, ist sie auch für Mehrkosten verantwortlich, zumindest gibt es Urteile, die so lauten.

In 2-3 Jahren sieht das mit dem alleine fahren schon anders aus, besonders wenn ihr den Vorschlag von Susi aufgreift und die Strecke übt.

LG LBM
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Ulf
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« Antwort #11 am: 05. Juni 2021, 09:42:48 »

Oma und Opa haben wir leider nicht zur Verfügung. Tante und Onkel wohnen seht weit entfernt.

Wenn ich am Freitag um 16:00 Uhr mit dem Auto losfahre, die Kinder zu holen, dann wäre ich ca. um 21:00 Uhr bei mir zurück (mit der Bahn um ca. 22:30 Uhr). Würden die Kinder um 16:00 Uhr alleine mit der Bahn fahren, wären sie bereits um 19:00 Uhr bei mir.

Ich frage mich immer mehr, ob man überhaupt eine Alternative den Kindern zumuten kann? ... und bin daher immer verzweifelter.

Ulf
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midnightwish
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« Antwort #12 am: 05. Juni 2021, 11:30:45 »

Eine Alternative wäre, dass du dir am Wohnort der Kiner eine kleine Ferienwohnung mietest und deine Ex sich an den Kosten beteiligt.

Oder das du eher lange Wochenenden mit Brückentagen nutzt und in den Ferien sie mehr nimmst.
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Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen
Lausebackesmama
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« Antwort #13 am: 05. Juni 2021, 13:28:27 »

Deshalb schlug ich vor, dass ihr euch die Strecken teilt. In dem Fall wäre sinnvoller, die KM bringt dir die Kinder und du bringst sie zurück. So wären zumindest dir Zeiten für dir Kinder angenehmer und u. U. kann die KM am alten Wohnort mal Freunde besuchen oder so.

Wie kooperativ ist deine Ex?

LG LBM
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Ulf
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« Antwort #14 am: 06. Juni 2021, 09:29:05 »

Sie ist nicht sehr kooperativ.
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« Antwort #15 am: 06. Juni 2021, 09:42:40 »

Dann würde ich versuchen, sie zu einer schriftlichen Einigung zu verdonnern und wenn sie blockt, diese notfalls gerichtlich zu erwirken. So nach dem Motto "Ich erteile die Zustimmung zum Umzug der Kinder unter der Voraussetzung, dass der Umgang verbindlich geregelt wird."

Für den Spaß würde ich zur Not sogar einen Notar bezahlen,  damit sie nicht vor Gericht behaupten kann, sie wüsste von nichts.

LG LBM
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« Antwort #16 am: 06. Juni 2021, 12:38:51 »

Hi @Ulf,
Meine Ex-Frau und ich wohnen zukünftig berufsbedingt ca. 2,5 Stunden Autofahrt voneinander entfernt.
[...]
Wie würdet Ihr den Umgang organisieren?

Danke und Gruß
Ulf der Papa

Da Du nichts dazu geschrieben hast:
Besteht gemeinsames Sorgerecht (GSR) und Aufenthaltsbestimmungsrecht?
Zunächst davon ausgehend, dass dem so ist und (Fett), der Umzug wohl noch nicht in trockenen Tüchern ist:
Als Alternative zu den genannten Vorschlägen wäre ja auch ein Verbleiben der Kinder bei Dir möglich(?).
Die KM könnte doch auch alleine an den Wohnort Ihrere Wahl bzw. der Wahl des Arbeitgebers ziehen... ?
Vorraussetzung wäre natürlich, dass Du die Betreuung sicherstellen kannst und willst - schon mal über diese Option nachgedacht?

Ok, der Umgang müßte dann immer noch organisiert werden...(aber vielleicht würde die KM dann den Umzug überdenken, wenn dieser Ball so vor Ihr liegt)
« Letzte Änderung: 06. Juni 2021, 12:43:46 von Kakadu59 » Gespeichert

MfG. Kakadu59

"Die Lüge fliegt, und die Wahrheit hinkt hinterher; so ist es dann, wenn die Menschen die Täuschung erkennen, schon zu spät - der Hieb hat gesessen und die Lüge ihre Wirkung getan." - Jonathan Swift (1667- 1745)
Ulf
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« Antwort #17 am: 06. Juni 2021, 15:49:14 »

Ja, wir haben das gemeinsame Sorgerecht / Aufenthaltsbestimmungsrecht und es wäre auch eine Option, dass die Kinder bei mir verbleiben.
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« Antwort #18 am: 06. Juni 2021, 16:48:17 »

Die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einem Wechsel der Kinder in deinen Haushalt kommt, wenn die KM berufsbedingt keine andere Alternative hat, liegt imho bei 0. Im schlimmsten Fall schmeißt sie den Job und fordert Unterhalt von dir, weil sie den Job nur aufgegeben hat, weil sie sonst die Kinder "verloren" hätte. Die Wahrscheinlichkeit sinkt weiter mit jedem Monat den eure Trennung her ist (Kontinuität).

Halte ich persönlich für keine gewinnbringende Auseinandersetzung.

LG LBM
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« Antwort #19 am: 07. Juni 2021, 09:13:15 »

Ja, wir haben das gemeinsame Sorgerecht / Aufenthaltsbestimmungsrecht und es wäre auch eine Option, dass die Kinder bei mir verbleiben.

Das klingt also ob du deine Kinder komplett zu dir nehmen könntest. Ist das so? Wenn ja, dann tu das doch, soweit du dir das zutraust.

Verstehe deine Situaton, aber ich höre auch raus, dass du eine schnelle Lösung suchst bzw. die allumfassende Lösung dieses Problems. Wird es leider nicht geben. Solange die Kids noch so jung sind würde ich zuschauen, dass ich als Vater da bin. Du scheinst die Möglichkeiten zu haben.
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« Antwort #20 am: 11. Juni 2021, 08:55:02 »

Hallo,

ich finde Kids on Tour" von der Deutschen Bahn sehr gut. Man könnte sich vor Gericht dahingehend vergleichen, dass die Mutter die Kinder zum/vom Bahnhof bringt/abholt und ggf. auch das Ticket zahlt. Private Vereinbarungen, auch notariell beglaubigt, sind meist nichts wert.

Autofahrten von 2,5h sind schon kritisch in diesem Alter, gerade bei der 6-Jährigen. Da habe ich schon von unterschiedlichen Ansichten bei der Richterschaft gehört. Besonders dann, wenn kein Erholungstag dazwischen liegt, was bei dir ja nicht der Fall ist. Aber auch hier kommt es wieder darauf an, ob die Kinder das mitmachen. Es kann dir aber auch passieren, dass der Umgang reduziert wird (UG alle 3 Wochen), wenn du dem Gericht erzählst, die Kinder wären freitags erst gegen 21 Uhr bei dir zu Hause. Das solltest du besser organisiert bekommen, also eher losfahren.

Da du der umgangsberechtigte Elternteil bist, würde ich nur über die Option "Kinder zu mir" nachdenken, wenn es deine Töchter ganz, ganz gewiss auch wollen. Allerdings wird gefragt werden, warum die Kinder das nicht schon vorher bekundet haben. Damit obsiegt wieder die Kontinuität bei dem betreuenden Elternteil. In deinem Fall ist der Wegzug der Mutter wegen der Arbeitsstelle ein trifftiger und nachvollziehbarer Grund. Kann mir kaum vorstellen, dass ein Gericht dies der Mutter negativ auslegen wird. Solange die Mutter die Betreuung sicherstellen kann, ist auch dies kein Grund. Selbst dann nicht, sollten die Kinder bis 17 Uhr im Hort verweilen.

Ansonsten könnte man auf "mein Papa kommt" zurückgreifen, solltest du in Erwägung ziehen, vor Ort der Kinder zu bleiben und du dir keine Unterkunft leisten kannst.

Viel Erfolg.

LG D
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„Wir alle aber warten auf den neuen Himmel und die neue Erde, die Gott uns zugesagt hat. Wir warten auf diese neue Welt, in der es endlich Gerechtigkeit gibt.“ (2. Petrus 3,13)
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