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vatersein.de - Forum 15. Oktober 2021, 21:51:33 *
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Autor Thema: Die Ängste eines "Umgangsvaters"  (Gelesen 1347 mal)
Methadron
Schon was gesagt
*
Beiträge: 25


« am: 03. Mai 2021, 10:49:29 »

Hallo ihr Lieben,

meine Geschichte findet ihr hier https://www.vatersein.de/Forum-topic-33288.html, mir geht es momentan mal gut, mal schlecht. Dieses Wochenende war ziemlich mies, da mein Sohn eigentlich da sein sollte, auf Grund von Covid 19 Verdacht bei einem Familienmitglied wurde der Umgang verschoben.
Ich telefoniere regelmässig mit meinem Sohn und irgendwie habe ich das Gefühl, es geht ihm bei der Mutter richtig gut. Natürlich freut mich das irgendwie als Vater, aber auf der anderen Seite tut es mir ziemlich weh und lässt manchmal den Kopf explodieren.
Ich habe Angst, dass mein Sohn mich irgendwann "vergisst" und mich nicht mehr besuchen möchte
Ich habe Angst, Dinge zu verpassen, den ersten Wackelzahn hat der neue Partner der Kindesmutter "gezogen"
Ich habe Angst, dass unser zu Hause irgendwann für meinen Sohn nicht mehr Familie ist, sondern nur noch Besuch
Ich habe Angst, aus seinem Leben "gedrängt" zu werden

Kennt ihr das? Wie geht ihr damit um?
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DeepThought
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Beiträge: 12.347



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« Antwort #1 am: 03. Mai 2021, 11:04:42 »

Hallo,

diese Ängste kennt jeder in Deiner Situation.

Sicherlich, Du wirst wichtige Entwicklungen nicht mitbekommen. Dies so früh als möglich anzunehmen, hilft ungemein - auch wenn stets ein blödes Gefühl bleibt. Du wirst auch überrascht sein, was Sohnemann "plötzlich" kann und musst Dich bei jedem Umgang neu darauf einstellen. Darum ist es gerade in den ersten Stunden wichtig, zu beobachten und zuzuhören.

Jeden Moment mit Deinem Sohn schaffst Du Erinnerungen für ihn an die Zeit mit Dir. Freue Dich darauf und bau eine positive innere Haltung auf. Dein Leben geht weiter und seines auch. Die gemeinsame Zeit gestaltet gemeinsam und einander nah. Deine väterliche Wärme und Zuwendung kann niemand sonst geben.

DeepThought
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Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06 als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!
Methadron
Schon was gesagt
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Beiträge: 25


« Antwort #2 am: 03. Mai 2021, 11:17:57 »

Danke für deine Worte.

Ich bin einfach so unfassbar wütend, ich war immer derjenige, der alles geregelt hat, Arzt, Schule, all die Dinge wie Fahrrad fahren, schwimmen lernen. Die Mutter zieht dann zu ihrem neuen Partner, lässt mich komplett alleine mit allem, ich fange alles auf, verliebe mich neu, wir "bauen" zusammen ein Haus, in dem sich alle wohlfühlen und geliebt werden. Die Kindesmutter lässt es krachen, holt alles nach, was ihr in unserer Beziehung gefehlt hat, dann wird sie schwanger und ihr fällt ein, dass mein Sohn gut in ihre Familie passt und fängt an, Scheiße zu erzählen und mich zu diskreditieren. Gerichtsverhandlung und plötzlich "tue ich meinem Sohn nicht gut", bzw. das zu Hause der Mutter ist besser geeignet. Ich könnte so kotzen.
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DeepThought
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Beiträge: 12.347



WWW
« Antwort #3 am: 03. Mai 2021, 11:24:10 »

Und das ist gerade Dein Thema: Abgrenzung!

Was die Mutter macht ist in der Beziehung von Dir und Deinem Sohn unerheblich. Zumindest so lange das Verhältnis zwischen Euch nicht demontiert wird. Wenn ihr ein inniges und vor allem vertrauensvolles Verhältnis aufrecht halten könnt, hast Du gewonnen.
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MaxMustermann1234
_MaxMustermann1234
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« Antwort #4 am: 03. Mai 2021, 14:56:20 »

Vielleicht für dich: mein Stiefvater hat seine Kinder, wenn überhaupt, nur ein paar Tage im Jahr sehen dürfen. Mutter wohnt in Polen, er in NRW. Sie kamen ab und zu in den Ferien oder wir haben sie mit in den Urlaub genommen, aber nur, wenn er zusätzlich zum Unterhalt, Geld abgedrückt hat. Als wir mal 3 Wochen Kroatien gebucht hatte und den Umweg über Polen genommen haben, hatte die Mutter sich mal wieder voll laufen lassen und ihm seine Kinder nicht mitgegeben. Wir sind also ohne sie weiter gefahren.

Ich glaube mittlerweile: karma works!

Die Mutter ist Anfang 50 an einer Leberzirrhose gestorben (hat sich halt totgesoffen), sein jüngerer Sohn hat Anfang 20 ein Jahr bei mir gewohnt, um hier in Deutschland eine Ausbildung zu machen. Er telefoniert mit seinen Söhnen mind. 1 mal die Woche und jedes Jahr trifft sich die Familie hier oder in Polen. Mein Vater hat ein hervorragendes Verhältnis zu seinen Kindern.

Lass dich also nicht entmutigen.
 
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