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vatersein.de - Forum 30. November 2021, 03:44:41 *
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Autor Thema: Und dann war mein Sohn plötzlich weg  (Gelesen 4110 mal)
Methadron
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Beiträge: 25


« am: 14. April 2021, 11:29:08 »

Moin, moin,

ich möchte euch meine Geschichte erzählen. Trennung 2019 nach diversen kaputten Jahren, ex-Frau zog 70km weg zu ihrem neuen Freund, mein Sohn blieb bei mir. Die erste Zeit ging es einigermassen gut, bis ich mich selbst neu verliebt habe. Mitte 2019 zogen wir alle zusammen in ein schönes, grosses Haus. Im Dezember bat ich um ein Mediationsgespräch mit dem JA, weil der Streit um den Umgang immer heftiger wurde. Während dieses Gesprächs berichtete die Kindesmutter, sie hätte mehrfach mit der Klassenlehrerin gesprochen und diese wurde eine (psychische) Kindeswohlgefährdung bei meinem Sohn sehen und schlägt vor, dass er zu ihr zieht. Ich wusste davon nichts, mein Sohn hatte schon immer Probleme im sozial- emotionalen Bereich, letztendlich haben wir eine Rückstellung und ein 50/50 Modell vereinbart. In den Schreiben der Anwältin meiner ex-Frau wurde unfassbar viel gelogen, u.a. wurden die Kinder meiner Partnerin bezichtigt meinen Sohn zu drangsalieren. Da der ganze Vorgang sehr hoch gekocht ist, hat die Schule klare Aussagen getroffen und die betreffende Lehrerin abgemahnt, diese hat dann gekündigt.
Da die Probleme in der Schule nicht aufhörten habe ich meinen Sohn testen lassen und siehe da Aufmerksamkeitsstörung. Ich habe dann alles möglich gemacht, um ihm zu helfen, Ergotherapie, thetrapeutisches Reiten, usw. Der Kontakt mit der Mutter war weiterhin mehr als schwierig.
Im Januar berichtete mein Sohn mir dann, dass er sich bei der Mutter, die mittlerweile noch ein Kind bekommen hat, massiv unter Druck gesetzt fühlt und dort nicht mehr hin möchte. Ich habe dann wieder Kontakt mit dem JA aufgenommen, es gab zwei "Krisengespräche", ich habe vorgeschlagen die 50/50 Regelung bis zum Sommer auszusetzen und zu gucken, wie es meinem Sohn schulisch geht, ohne dass er täglich 120 km Auto fahren muss. Die Mutter war damit nicht einverstanden, ich habe dann beschlossen den Umgang gerichtlich klären zu lassen, bis zur Klärung sollte mein Sohn nur an drei Wochenenden im Monat bei der Mutter sein, die restliche Zeit bei mir.
Da es gleich beim ersten Wochenende Probleme gab, habe ich nach Rücksprache mit meinem Anwalt auch den Antrag aufs ABR gestellt.
Die zeit lief ins Land, der Beistand war da, gutes Gespräch, sie sieht keinen Grund, warum mein Sohn seinen Lebensmittelpunkt nicht bei uns haben sollte.
Eine Woche vor dem Gerichtstermin kam mein Sohn Sonntags zurück und berichtete seine Mutter hätte ihn mit einem Messer in der Hand angebrüllt, wenn der Beistand gleich kommt, sagst du, du möchtest hier leben.
Ich habe dann beim JA angerufen "beruhigen sie ihr Kind, rauskommen wird jetzt keiner", den Beistand angerufen, nur AB und um Rückruf gebeten. Und dann habe ich vielleicht den entscheidenden Fehler gemacht, mein Sohn bat mich mit ihm zur Polizei zu fahren, damit er dort erzählen kann. Ich bin dem nachgekommen, weil ich ihm zeigen wollte, dass ich ihm glaube.
Unter der Woche habe ich mehrfach versucht den Beistand anzurufen, keine Reaktion. Das JA rief an und bat um ein Gespräch mit meinem Sohn, ich bin dem selbstverständlich nachgekommen. Hier konnte nicht geklärt werden, ob die Messersituation wirklich stattgefunden hat.
Freitag rief mich dann der Beistand an, ein sehr merkwürdiges Gespräch, ich merkte schnell, dass der Wind sich gedreht hat und sie auf der Seite der Mutter stand. Meine Aussage "kein Kind der Welt denkt sich so etwas aus und will dann zur Polizei", wurde mit "nein kein Kind, aber Eltern, die das andere Elternteil aus dem Leben des Kindes tilgen wollen machen so etwas".
Am Montag kam dann der Bericht des Beistands, es wurden so viele dinge falsch dargestellt, Aussagen von mir verdreht; ich sagte zum Beispiel "ich habe damals der 50/50 Regelung zugestimmt, um mein Kind aus der Schussline zu nehmen". Im Bericht sand "Ich möchte die 50/50 Regelung beenden, um mein Kind aus der Schusslinie zu nehmen."
Nicht cool, aber ich habe auf das JA gebaut, da ich immer das Gefühl hatte, diese glauben mir. War dann nicht so; u.a. sollte mein sohn seine Famile malen, er hat uns fünf gemalt, seine Mutter vergessen. Daraus wurde dann "der Vater baut Bindungsintoleranzen auf". Auf die Stellungnahme der Klassenlehrerin, in der auch klar von Aufmerksamkeitsproblemen und Aussagen meines Sohnes wie "ich möchte in Stadt xyz bei Papa leben und nicht in Stadt xyz bei Mama wurde überhaupt nicht eingegangen.
Am Ende habe ich, auch um meine Familie und meinen Sohn zu schützen, zugestimmt, dass er den Lebensmittelpunkt zur Mutter verlegt. Ich wollte ihm ein Gespräch mit der Richterin ersparen, auch weil der Beistand wieder anwesend wäre.

Am Abend kam der Beistand dann nochmal, um mit meinem Sohn zu sprechen. Mein Sohn hat ihr wieder erzählt, dass er nicht zur Mutter ziehen möchte, als Antworten kam "da ist es doch viel besser, da gibt es keinen Hund, ich mag Hunde nicht." "Da hast du einen echten Bruder und nicht wie hier nur zwei Stiefbrüder".

Nun lebt mein Sohn in einer neuen Stadt, besucht eine staatliche Schule, obwohl sämtliche Lehrer an seiner alten Schule (in freier Trägerschaft) davon abgeraten haben.
Mein Sohn sagt Sätze wie "Papa, wenn ich älter bin, komme ich zurück, dann müssen die mir glauben, dass ich das will".

Die Mutter nutzt ihre Macht gnadenlos aus, ich sollte aus sämtlichen schulischen Dingen herausgehalten werden, ich habe mittlerweile mit der neuen Lehrerin gesprochen und werde genauso informiert, wie die Mutter.
Laut Beschluss hole ich meinen sohn in der erste Woche im Monat mittwochs ab und bringe ihn Sonntags zur Mutter und in der dritten Woche von Donnerstag bis Sonntag. Da ich ihm die Fahrei ersparen wollte, habe ich angeboten, ich hole ihn erst am Freitag und bekomme dafür jeden zweiten Monat ein drittes Wochenende "das können wir irgendwann so machen, wenn ich glaube, dass es deinem Sohn besser geht" war die Antwort der Mutter. Auch schrieb sie vor, dass ich meinen Sohn nicht wie im Beschluss geregelt von der Schule abholen darf, sondern nachmittags von zu Hause. Mittlerweile habe ich ihr gesagt, dass ich beides nicht akzeptieren werde, sondern ich entweder Wochenende dazu bekomme, oder ich mich an den Beschluss halten werde.

Das war meine Geschichte, was bleibt sind die Erfahrungen
- der Wille des Kindes zählt nicht
- wenn man einen Menschen lange genug mit Lügen bewirft bleibt irgendwann etwas hängen
- die Mutter steht immer (noch) über dem Vater

Ich versuche das ganze jetzt zu akzeptieren, ein weiterer Kampf ist (momentan) einfach sinnlos, ich würde ihn verlieren und mein sohn käme nie zur Ruhe
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Kasper
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« Antwort #1 am: 14. April 2021, 12:45:18 »

Moin,

und herzlich willkommen.

Ich werde jetzt nicht mit irgendwelchen Paragraphen herum werfen, aber der Wille des Kindes spielt in solchen Konstellationen eine wesentliche Rolle. Ich könnte aus dem Text nicht entnehmen, wie alt euer Sohn derzeit ist.
Daher meine erste Frage:

Wie alt ist euer Sohn?

Lügen in Familien Rechtsangelegenheiten, insbesondere wenn ein Elternteil unbedingt seinen willen durchsetzen will, gehört schon fast zum guten Ton. Mit Gewalt durch die Kindesmutter habe ich auch lange Jahre Erfahrung machen müssen und Tatsache ist leider, dass die Professionen, die den gesetzlichen Schutz der Kinder sicherstellen müssen, diesem Auftrag eher selten nachkommen.
Ob die Strafanzeige bzw. das Vorsprechen des Sohnes bei der Polizei nun ein Fehler war, oder nicht, kann man nicht beurteilen. Aber wenn ein Kind sagt, dass es von einem Elternteil bedroht wird, dann muss man diesem nachgehen und kann das Kind nicht zu diesem lassen.
Daher meine nächste Frage:

War der Umzug zur Kindesmutter ein gerichtlich gebilligter Vergleich? Oder gab es einen entsprechenden Beschluss des Familiengerichtes?

und gleich die nächste:

Von wann ist dieser Beschluss/Vergleich (Datum)?

Nach meiner Ansicht bestand der Fehler darin, dass der Sohn eben gerade nicht mit der Richterin gesprochen hat. Denn demnach nicht Nachkommen des Kindeswillen ist per se in sich selber schon eine Kindeswohlgefährdung. Leider kann man die Kinder nicht vor allem Beschützen.

Erzählt denn Dein Sohn irgendwas von seinem neuen Leben bei der KM? Es klingt ja schon sehr merkwürdig, wenn er bereits jetzt davon spricht, dass er - wenn er älter ist - unbedingt zu Dir will. Ich weiß nicht, ob Du Deinem Sohn mit Deiner Entscheidung einen gefallen getan hast.

Gruß
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« Antwort #2 am: 14. April 2021, 12:53:08 »

Also das Kind wohnt bei dir, die Mutter macht so viel Druck, dass das Kind umziehen soll, dass es dem Kind damit schlecht geht und du stimmst dann einem WM zu (gegen den Willen des Kindes). Später gibt es ein Verfahren und die Mutter bedroht das Kind mit einem Messer und du stimmst in der Verhandlung einem Wechsel des Lebensmittelpunktes zu??? Ich sag mal so, ich hätte mein Haus verkauft, um die Revision zu zahlen, hätte das Gericht mir das Aufenthaltsbestimmungsrecht genommen (denn nur so hätte man den Umzug zur Mutter in dieser Konstellation ohne deine Zustimmung erzwingen können).

Der Wille des Kindes ist irrelevant, wenn du einen Vergleich schließt. Aussagen 2 und 3 sind allen Menschen hinlänglich bekannt, die sich im Familienrecht auskennen.
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Methadron
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« Antwort #3 am: 14. April 2021, 13:02:41 »

mein Sohn ist sieben und leider sehr ambivalent, was das Thema angeht, bzw. hat er einen großen Loyalitätskonflikt. Er hat nicht nur hier, sondern auch bei der KM einiges erzählt, damit sich das Elternteil gut fühlt.
Mein Sohn wollte hier nie weg, allerdings hat er eben auf Grund des Loyalitätskonflikts auch oft bei der Mutter zumindest auf Nachfrage gesagt, dass er dort leben möchte und genau das ist eben das Problem an der Sache und deshalb habe ich ihm das Gespräch mit der Richterin ersparen wollen. Er haut dann Sachen raus, die "komisch" klingen, zum Beispiel war er sehr wütend darüber, dass behauptet wurde, er würde regelmässig von seinem Stiefbruder geschlagen. Er sagte mir im Auto auf dem Weg zum JA "Papa, das erzähle ich denen, dass das nicht stimmt." Ich sagte, "wenn dir das wichtig ist, kannst du das natürlich machen".  Das JA hat dann im Bericht geschrieben, Kind sagt, Vater habe gesagt, Kind soll sagen die Anschuldigungen stimmen nicht".
Was die Messernicht situation angeht, ich glaube meinem Sohn und würde es wahrscheinlich wieder so machen, trotzdem war das eben für den Beistand die Bestätigung der Lügen der KM.
Die Aussage "wenn ich älter bin..." kann ich auch erklären, dieses Thema ist nicht neu und mein Sohn hat der KM schon öfter gesagt, dass er bei mir leben will. Entweder hat die KM es damit abgetan, das ich ihn manipuliert habe oder den Satz gesagt "dazu bist du noch zu klein, dass kannst du noch gar nicht entscheiden."

Die Verhandlung war letzten Monat.

@Max: das Problem ist einfach, dass die KM nie Ruhe gegeben hätte... irgendwann hätte man mich und Kind in die Psychiatrie einliefern müssen.
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« Antwort #4 am: 14. April 2021, 17:45:45 »

Moin,

danke für die weiteren Ausführungen.

Das erklärt natürlich Deinen Standpunkt. Aber wie geht es dem Lütten damit?
Meine Haltung ist in solchen Punkten immer etwas ambivalent, das es scheinbar Übergriffe bei der KM gibt. Da hätte ein WM die Fehlentwicklungen eher aufgefangen. So kannst du nur abwarten, ob Meldungen aus der Schule kommen. Erfahrungsgemäß hört Gewalt von Elternteilen nicht plötzlich auf, wenn ein Kind zu diesem zieht.

Ich denke auch nicht, dass Du mit dieser Geschichte Ruhe reingebracht hast. Die KM versucht Dich scheinbar bereits rauszuboxen (Schule) und das wird so weitergehen. Ohne Schwarzmaler sein zu wollen, könnte ich mir als nächste Stufe Schwierigkeiten beim Umgang vorstellen.

Auch die Forumserfahrung hat gezeigt, dass mit jedem Nachgeben es immer nur schlimmer wurde. Erst wenn Konsequenzen spürbar werden, gibt es eine Chance auf Normalisierung. So zumindest meine Erfahrung.

Gruß
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« Antwort #5 am: 14. April 2021, 19:53:07 »

ich weiß nicht was richtig oder falsch ist. Ich weiß auch nicht, ob die Messergeschichte zu 100% wahr ist. Das ist eben mein Problem, ich verstehe nicht, dass mein Sohn danach dort wieder freiwillig hingeht. Auch bei der ersten Umgangsverweigerung wollte er unbedingt zur Polizei, die sollten den neuen Ehemann verhaften. Ich weiß, dass mein sohn gerne im Zentrum der Aufmerksamkeit steht, eigentlich ist er reif genug, um das alles zu begreifen. Leider habe ich erst nach der Verhandlung mit der Schwester meiner Ex gesprochen (beide haben gebrochen) und das was sie mir erzählt hat war nicht gerade förderlich, um zu glauben, dass es meinem Sohn dort gut geht. Ich weiß halt nur nicht was ich machen soll, nen neuen Antrag stellen ohne Beweise ist Quatsch.

Wie es meinem Sohn geht? Ich habe Montag mit ihm telefoniert, es geht ihm gut, Schule ist toll. Ich glaube ich kann einfach nur abwarten Traurig
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« Antwort #6 am: 15. April 2021, 10:41:12 »

Meine Tochter ist auch 7. Ich kann eins mit ich Sicherheit sagen: man wird nie erfahren, was genau in den Kindern vorgeht. Ich stimme allerdings überein, dass es keine Strategie sein kann, dass man nachgibt, wenn ein Elternteil mit solchen Mitteln, wie du sie beschreibst, agiert. Denn diese Elternteile sehen es als Triumph, wenn sie ihre Ziele durchsetzen und werden so einfach weiter machen.

Meine Ex handelt seit Jahren genauso, nur nicht im Bezug auf die Kinder. Mittlerweile ist sie soweit, dass die Falschangaben bei diversen Behörden, auch über Anwälte, tätigen lässt. Warum: weil ihr bisher noch nichts passiert ist. Solange es klappt wird die bisher erfolgreiche Taktik weiter genutzt.

Ich wäre in dieser Situation mit einem Antrag auf Umgangsausschluss vor Gericht aufgeschlagen und hätte ihr erzählt, dass wenn solche Beeinflussungen nicht aufhören, ich das Thema bis zum Ende durchziehen werde.
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« Antwort #7 am: 15. April 2021, 10:48:28 »

(...) Elternteile sehen es als Triumph, wenn sie ihre Ziele durchsetzen und werden so einfach weiter machen.
Dies beschreibt das Problem recht einfach.
Es ist zwar auf der einen Seite so, dass man nicht nur immer Fordern kann, aber man darf sich auch nicht zum Affen machen. Und daher denke ich, dass Du in der nächsten Zeit mehrere Baustellen haben wirst (Vermutung).

Bleib mit der Schule im Kontakt, bring Dich ein und sei präsent.
Sorge unbedingt dafür, dass der Umgang kontinuierlich läuft.

Ich vermute, dass Du nun erst einmal etwas abwarten musst. Für andere Dinge ist es leider erst einmal zu spät.

Gruß
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« Antwort #8 am: 15. April 2021, 11:00:45 »

Danke für eure Antworten, selbstverständlich werde ich sowohl in der Schule als auch generell für meinen Sohn da sein. Ich verstehe nur nicht, was ich hätte anders machen können. Ich habe alles was meine Ex behauptet hat, widerlegen können, mit Aussagen der Schule, etc. Trotzdem hat weder das JA noch der Beistand da Rücksicht drauf genommen. Im Gegenteil, mir wurde unterstellt ich würde die Mutter aus dem Leben meines Sohnes drängen und auf Grund dessen kam von beiden die Empfehlung, dass mein Sohn zu ihr ziehen soll. Ich fühle mich (immer noch) so elendig hilflos.
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« Antwort #9 am: 15. April 2021, 12:46:21 »

Ähm, was Jugendamt und Beistand sagen, ist nicht alles. Am Ende muss sich der Richter ein Bild machen und dort hättest du den Sachverhalt mit der Anzeige aufklären können, aber weiter darauf beharren, dass das Kind aufgrund der Kontinuität weiter bei dir bleiben soll. Selbst wenn der Richter hier anders beschlossen hätte (also dir das ABR entzogen), wäre dir der Weg zum OLG offen geblieben.
Selbst rechtlich hätte deine Ex überhaupt erstmal einen eigenen (Gegen-)Antrag auf Übertragung des ABR stellen müssen. Ohne eigenen Antrag wäre eine Übertragung ein Rechtsfehler und das OLG hätte diese Entscheidung kassiert.
Jetzt hast du aber zugestimmt und wenn dein Sohn wieder zurück will, kann ich dir garantieren, dass die Gegenseite mit Kontinuität kommen wird. Und dem betreuenden Elternteil das ABR zu entziehen und das Kind umzutopfen, das passiert nur, wenn gewichtige Gründe dafür vorliegen. Ich bezweifle, dass das bei dir passiert wäre.
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« Antwort #10 am: 15. April 2021, 13:54:53 »

Es gab von beiden Seiten den Antrag aufs ABR, das ABR wurde aber niemandem zugeteilt. Im Endeffekt wurde nur der Lebensmittelpunkt geändert. Ich habe mich in der Verhandlung so hilflos gefühlt, dass ich zugestimmt habe. Ich weiß aber auch, dass ich wenn ich weiter gekämpft hätte nie Ruhe bekommen hätte
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« Antwort #11 am: 15. April 2021, 15:15:43 »

Warst Du anwaltlich vertreten?

Hilflosigkeit ist immer der schlechteste Berater.
Im übrigen, was Jugendämter so von sich geben ist inzwischen Gegenstand politischer Diskussionen. Von Fachleuten kann man scheinbar nur selten reden.

Wenn die Einspruchsfrist noch nicht um ist, kannst Du immer noch dagegen vor gehen.

Gruß
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« Antwort #12 am: 15. April 2021, 15:18:17 »

ja, war ich, er meinte auch, dass nachdem was gesagt wurde, es besser ist, wenn ich mein Kind nicht mehr mit dem Richter sprechen lasse. Da eben der Vorwurf der Bindungsintoleranz etwas ist, dass man kaum vom Tisch wischen kann und es sein kann.
 Bislang habe ich den Beschluss nicht mal erhalten.
Verstanden hat es keiner, dass so entschieden wurde, bzw. dass sowohl JA, als auch Beistand so geurteilt haben.
Ich werde jetzt wie geschrieben, erstmal abwarten (müssen), sollte es so sein, wie alle prophezeien, ist die Mutter bald überfordert und ich kann reagieren. Sollte mein Sohn (wieder erwarten) keine Probleme an der Schule bekommen, war mein Weg (vielleicht) der falsche.
« Letzte Änderung: 15. April 2021, 15:22:16 von Methadron » Gespeichert
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« Antwort #13 am: 15. April 2021, 18:47:17 »

Moment mal...

Ihr habe einen Vergleich geschlossen ... und Du hast diesen noch nicht einmal erhalten?

Dann kannst Du das noch was machen ... wenn Du willst. Und das bedeutet Kampf.

Gruß
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« Antwort #14 am: 15. April 2021, 18:50:59 »

Mein Anwalt sagt ich soll erstmal abwarten. Ich habe ja die Ummeldung und die Schulanmeldung schon unterschrieben. Ich habe ziemlich Schiss, dass wenn ich jetzt versuche das rückgängig zu machen, auf die Nase falle.
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« Antwort #15 am: 16. April 2021, 13:05:31 »

Heute kam der Beschluss und auch der Bericht des JAs. Es ist unfassbar was darin steht. Das JA hat 1,5 Stunden mit meinem Sohn gesprochen, auch hier hat er nochmal erzählt, dass es die Situation mit dem Messer gegeben hat. Völlig unberücksichtigt. Auch hat mein Sohn erneut gesagt, dass er bei mir leben möchte. Das er seine Mutter nicht gemalt hat und nicht über sie reden möchte legt das JA wie folgt aus:
Es findet im Haushalt des Vaters eine schleichende Dämonisierung der Mutter statt, der Vater baut Bindungsintoleranzen auf und mein Sohn steht zu sehr auf meiner Seite.
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« Antwort #16 am: 17. April 2021, 12:27:01 »

Heute kam Post von der Polizei, mein Sohn soll als Zeuge in der Messergeschichte aussagen. Der Termin ist noch bei mit, allerdings ist er dann nicht bei mir. Ich weiß nicht, wie ich mich verhalten soll. Eigentlich kann man ein Kind nicht guten Gewissens mit diesem Verdacht dort lassen, auch weil der Ehemann schon mal auf auf den Wohn der Schwester meiner Ex losgegangen ist. Ich telefoniere Montag mit meinem Anwalt und werde abwarten was der sagt.
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« Antwort #17 am: 19. April 2021, 09:39:41 »

Nochmal: Beschluss oder gerichtlich gebilligter Vergleich?
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« Antwort #18 am: 19. April 2021, 09:53:18 »

Sorry, das ist ein Vergleich. Alle haben immer von Beschluss gesprochen, deshalb habe ich das Wort übernommen. Im Schreiben das AG steht aber Vergleich.

Das letzte Wochenende war mein Sohn da, er war ausgeglichen und was mich überrascht hat, die Fingernägel waren nicht gekaut. Das hat er seit der Trennung eigentlich immer gemacht. Auch hat der Sohn meiner Freundin mir etwas gesagt, dass mich sehr nachdenklich gemacht hat.
"Weißt du, ich vermisse xxx sehr und er ist mein Lebensfreund, aber mir geht es auch besser, weil der ganze Streit jetzt weg ist".
Wahrscheinlich geht es meinem Sohn ähnlich, er kommt nach zwei Jahren endlich zur Ruhe, steht nicht mehr zwischen den Stühlen. Das Leben bei seiner Mutter ist nicht schlecht, in meinen Augen nicht das Leben, das er mit seiner Geschichte braucht, aber er ist dort auch glücklich. Mir hat vor einiger Zeit ein guter Freund gesagt, vielleicht musst du dich für deinen Sohn zurückziehen, die Mutter wird nie Ruhe geben und es wird weder für dich, oder einen Menschen in deinem familiären Umfeld Ruhe geben. Du musst entscheiden, ob du nicht der "Klügere" bist. Mein Kopf versteht das auch, mein Herz schreit weil es so ungerecht ist. Und ich frage mich ständig, ob ich bei der Messergeschichte zu schnell war, ob ich hätte abwarten müssen, bevor ich an dem Tag direkt zur Polizei gefahren bin. Ich verstehe das Verhalten meines Sohnes auch nicht, wenn mich jemand mit einem Messer bedrohen würde, wäre es der letzte Ort, an dem ich sein wollte, für ihn ist alles wieder gut.

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« Antwort #19 am: 22. April 2021, 19:47:15 »

Naja es hätte die Alternative Kampf gegeben, aber den Weg hast Du nicht eingeschlagen. Du warst von Anfang an immer der Klügere und damit der Dumme.

Ich war auch schon viel zu oft der Dumme und habe x mal nachgegeben. Man denkt sich halt „Ok, vielleicht ist dann Ruhe und für das Kind auch besser“. Ist es aber nicht, wenn eine wirklich den Tunnelblick hat - so ein Exemplar hab ich auch - dann geht die wenn nötig über die Leiche ihres eigenen Kindes, Hauptsache Du bekommst es nicht. Da wird der Verstand völlig ausgeblendet.

Jetzt ist es so wie es ist. Du kannst jetzt nur abwarten und sehen wie sich Dein Sohn entwickelt und dann die Situation neu bewerten. Alle anderen Möglichkeiten laufen unter „Hätte hätte Fahrradkette“
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Methadron
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« Antwort #20 am: 22. April 2021, 19:51:05 »

Ja, das ist wohl so. Aber irgendwann ist mein Sohn alt genug und dann kann ich ihm alles erklären.
Wie hat es sich bei dir entwickelt?
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« Antwort #21 am: 23. April 2021, 14:11:29 »

Hi.
Du kannst auch gegen einen gerichtlich gebilligten Vergleich Beschwerde eimlegen, erst recht, wenn ein Verfahrensfehler vorliegt, weil das Kind nicht angehört wurde.
Du musst  nur begründen,dass der Vergleich nicht dem Kindeswohl entspricht.
Je länger Du wartest, desto schwieriger wird es, das Kind zurück zu bekommen.

VG
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« Antwort #22 am: 23. April 2021, 14:43:01 »

Ja, das ist wohl so. Aber irgendwann ist mein Sohn alt genug und dann kann ich ihm alles erklären.
Wie hat es sich bei dir entwickelt?

Immer noch dasselbe, ich bin an allem schuld, sie hat nie etwas falsch gemacht und wenn jemand ihr eine Handlung vorhält ist es in ihrem Augen immer gerechtfertigt gewesen und ja dann am Ende wieder meine Schuld. Das wird sich auch nicht ändern, in dem Kopf ist kein Platz für Einsicht.

@Bester Papa: Nein, das ist falsch. Ist der Vergleich geschlossen, ist Ende. Einzige Möglichkeit wäre eine Täuschung oder ähnliches, aber selbst das ist sehr sehr schwer. „Verfahrensfehler weil Kind nicht angehört“ gehört nicht dazu.
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Kasper
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« Antwort #23 am: 23. April 2021, 15:27:58 »

@Bester Papa: Nein, das ist falsch. Ist der Vergleich geschlossen, ist Ende. Einzige Möglichkeit wäre eine Täuschung oder ähnliches, aber selbst das ist sehr sehr schwer. „Verfahrensfehler weil Kind nicht angehört“ gehört nicht dazu.
Deine Aussage ist nicht korrekt.
Ein Familienrechtlicher Vergleich "muss" gerichtlich gebilligt werden. Damit ist eine Beschwerde gegen den Vergleich gem. §156(2) FamFG möglich.
Bestätigt durch den BGH vom 10.07.2019, Az: XII ZB 507/18.

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« Antwort #24 am: 23. April 2021, 16:18:40 »

Nein, nicht gegen den Vergleich. Gegen den billigenden Beschluss richtet sich die Beschwerde.
Der Vergleich bleibt nach wie vor existent aber er ist nichts mehr wert. Juristisch ein kleiner Unterschied, praktisch eher keiner :-)

Gruss von der Insel
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