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vatersein.de - Forum 16. Oktober 2021, 05:01:33 *
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Autor Thema: FRAGE: Wie kann KV Wechselmodell beantragen, KM nicht einverstanden  (Gelesen 3837 mal)
Alfi1984xyz
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« am: 19. März 2021, 07:40:47 »

Guten morgen,
kurz zum Hintergrund.
Wir sind unverheiratet, haben das gemeinsame Sorgerecht.

Die Trennung verlief schwierig, es gab Probleme mit den Umgangsregelungen.
Wir fingen mit begleitetem Umgang an ( Meine Mutter, welche Erzieherin ist, begleitete die Umgänge )
Das alles lief problemlos, also konnte ich gerichtlich unbegleiteten Umgang erwirken.
Damals noch Tageweise, über Konsensgespräche ausgedehnt auf eine Übernachtung.
Funktionierte alles gut. Daher wurde weiter ausgedehnt über Konsensgespräche auf 2 Übernachtungen.

Uns so ist es jetzt eben auch:
Mein bald 4 Jahre alter Sohn ist bisher alle 2 Wochenenden von Samstag bis Montag bei mir.
Ich bringe ihn Montags morgens in den Kindergarten. Alles problemlos.

Da ich gerne mehr von der Vaterrolle übernehmen möchte, mehr von meinem Kind haben möchte, und mehr für ihn da sein möchte,
würde ich gerne eine Art Wechselmodell einführen. Nicht zuletzt auch, weil ich gerne etwas anderes aufzeigen möchte, wie Jehova.
Denn an Weihnachten 2020 sprach der Kleine das erste mal von Jehova. Die KM hatte mir nie davon berichtet, ist aber wohl schon seit ca. 1-2 Jahren darin verankert.
Religiöse Ansichten hin oder her. Ich möchte ihm eben auch eine andere Welt zeigen.

Die Weichen in meiner Arbeitsstätte habe ich bereits gestellt und hätte das OK.
Ich würde meine Arbeitszeit um ca. 25-30% verringern und könnte den kleinen 2 Wochen im Monat betreuen ( inkl.. Fahrt in den Kindergarten und Abholen von dort ).

Gestern hatten wir ein Konsensgespräch, bei dem ich natürlich über Umgang ( was dort auch sonst besprochen wurde ), sprechen wollte.
Gesagt getan, sprach ich das Thema Wechselmodell an. Und ich zitiere nur ganz kurz die Antwort der KM dazu: "Bei mir gibt es kein Wechselmodell !" " Ich rede hier auch nicht über meine religiöse Gesinnung oder das Wechselmodell" "Weitere Konsensgespräche führe ich hier nicht mehr"

Ihre Argumentation liegt darin, dass sich das Umfeld nicht ändern soll für den Kleinen. Damit war für SIe das Thema erledigt.

Meiner Meinung nach ändert sich aber lediglich das häusliche Umfeld für 2 Wochen. Denn sowohl Kindergarten als auch Freunde sind kein Thema.
Da wir nicht weit auseinander wohnen, kann ich ihm all das auch ermöglichen, wenn er 2 Wochen bei mir ist. Ich habe kein Problem für den kleinen da zu sein, und ihn dort hinzubringen und abzuholen.

Also sind die Konsensgespräche erstmal auf eis gelegt. Die Dame hat uns angeboten, dass wir uns melden können, wenn wir fortfahren wollen.

MEINE FRAGE:
Wie beantrage ich denn das Wechselmodell nun am besten? Wie sollte ich vorgehen?
Schlussendlich haben wir das gemeinsame Sorgerecht und ich wüsste nicht, warum die KM das größere Recht auf den Umgang haben sollte als ich.
Da wir beide Eltern sind, verstehe ich das einfach nicht.
Eure Tipps nehme ich gerne an.

Gruß Alfi
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« Antwort #1 am: 19. März 2021, 08:37:05 »

Moin,
Dad76 hat das gerade erfolgreich eingeklagt (KM hat aber leider Beschwerde eingelegt). Frag den doch mal. Sein Sohn ist ebenfalls 4 Jahre alt.

WF

Edith: ich hab ihm mal ne whatsapp geschrieben, er meldet sich bestimmt noch.
« Letzte Änderung: 19. März 2021, 08:45:32 von Wasserfee » Gespeichert

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« Antwort #2 am: 19. März 2021, 09:21:04 »

Hey Alfi

Wie  Wasserfee ja schon geschrieben hat, habe ich beinahe die gleichen Grundvoraussetzungen gehabt und das WM "eingeklagt".
Bei mir war es nur so, dass die KM erstmal grundsätzlich gegen alles war... GS, Umgangserweiterungen, Übernachtungen und letztendlich das WM. Sie wollte/will es einfach nicht. Zum Glück hatte ich trotzdem in der ganzen Zeit sehr guten Kontakt zu meinem Sohn. Das fiel auch der Kita auf, die das dann auch so "zu Protokoll" gab. Es wäre keine Präferenzen des Kleinen, einem Elternteil gegenüber, erkennbar. Ich hatte zuletzt 14 tägig von Fr-Mo Umgang mit im. Holen und Bringen in die Kita. Zusätzlich noch 14 tägig donnerstags nachmittags für 3 Stunden. Also alles ähnlich deiner Geschichte. Die örtliche Nähe ist gegeben. 

Such dir einen gescheiten Anwalt, stelle den Antrag auf WM und mach konkret Vorschläge, wie dies langsam angebahnt werden kann. Ich hatte vorgeschlagen, dieses Jahr den Umgang um 2 Nächte zu erweitern, im Januar und im Juli und dann ab Januar 2022 das WM zu leben. Die Richterin hat das Ganze jetzt nur noch bis September 2022 "gestreckt", aber das WM geurteilt. (die KM hat aber Beschwerde eingereicht und das Ganze ist jetzt beim OLG) Die Umgänge werden bis dahin immer weiter um eine weitere Nacht ausgebaut. Wichtig ist, dass du mit der KM kommunizieren kannst und auch in der Vergangenheit konntest. Dabei geht es nur um wichtige Dinge. Die Kita sollte dir "wohlgesonnen" sein und auch die Elternberatung darstellen können, dass ihr in euren Konsensgesprächen immer einen vernünftigen Umgang miteinander hattet und euch auch bei Problemen austauschen konntet und Lösungen gefunden habt. Allein die Tatsache, dass die KM das WM nicht will, reicht nicht. Das hat meine Richterin auch so klar im Beschluss geäußert. Da ihrer Ansicht nach, auch sonst nichts gegen das WM gesprochen hat, gab es eben das WM mit sukzessiver Anbahnung.

Wenn die KM wirklich keine weiteren Argumente als das sich angeblich "ändernde Umfeld" hat und du dies auch glaubhaft widerlegen kannst, dann sollte theoretisch auch bei dir vieles für das WM sprechen.
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« Antwort #3 am: 19. März 2021, 09:25:09 »

Hallo Alfi,

von einem Wechselmodell spricht man auch schon bei einer Betreuung ab 30%. Du möchtest das paritätische Wechselmodell.

Welche Voraussetzung unter anderem erfüllt sein müssen, dazu führte der BGH bereits hier aus.

Dad76 hatte einen Beschluss, der stufenweise an das WM heranführt. Das könnte ich mir auch bei euch vorstellen, denn von heute auf morgen von alle 14 Tage zu hälftig könnte das Kind "verunsichern". Deswegen machen die Gerichte so etwas ungern mit. Das einzige Manko in Dad76s Beschluss sehe ich die großen Abstände. Das hätte man auch schneller machen können. Kannst ja mal nach seinem Thread hier suchen.

Ansonsten musst die folgende Kriterien erfüllen:
- Gute Kommunikation
- in etwa gleicher Erziehungsstil
- funktionierende Absprachen der Eltern
- gute und sichere Bindung zum Kind
- örtliche Nähe
- Erhalt des sozialen Umfelds
- Sicherstellung der Betreuung, auch im Notfall

Knackpunkt ist immer dann der finanzielle Aspekt. Aus diesem Grund wehren sich meistens viele Elternteile dagegen. Vielleicht im nächsten "Konsensgespräch" mal eruieren?
Wenn möglich, nimm ihr die Angst und zahle wie bisher. Wie gesagt, wenn du es dir leisten kannst.

Auch ist es von Vorteil, sich verbündete zu holen. Damit meine ich insbesondere Jugendamt und VerfahrensbeistandIn.

Viel Erfolg.

LG D

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„Wir alle aber warten auf den neuen Himmel und die neue Erde, die Gott uns zugesagt hat. Wir warten auf diese neue Welt, in der es endlich Gerechtigkeit gibt.“ (2. Petrus 3,13)
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« Antwort #4 am: 19. März 2021, 09:42:14 »

Hallo zusammen,
das sind wirklich tolle Antworten, die mir sehr gut tun und meine Zuversicht stärken.
Die genannten Kriterien können voll und ganz erfüllt werden.
Beispielsweise kann meine neue Partnerin ( seit ca. 2 Jahren ein Paar ) bestätigen, wie gut die Umgänge funktionieren, wie lieb wir hier in unserer Wohnung zusammen sind, und dass es halt einfach problemlos funktioniert. Auch die Großeltern des kleinen können dies bestätigen, da wir sie regelmäßig besuchen.

Es würde der Mutter ja auch Möglichkeiten zu mehr Freizeit geben, sie könnte mehr arbeiten und und und…. Alles Faktoren, welche die KM wohl nicht sieht oder sehen will.

Auch eine sukzessive Erweiterung der Umgänge wäre denkbar, um den kleinen langsam aber SICHER an alles zu gewöhnen. Ich sehe darin keine Probleme.
Beispielsweise könnte man die Wochenenden, die aktuell von Samstag bis Montag stattfinden, von Donnerstag bis Montag stattfinden lassen, und eben nach und nach erweitern.
Da gibt es sicher verschiedene Möglichkeiten sukzessive zu erweitern.
Über das Thema Geld habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Für mich ist es ok, wenn ich eben meine Arbeitszeit reduziere und dort weniger verdiene. Wie das mit dem Unterhalt dann ist, darüber noch keine Gedanken.

Alles in allem sehe ich mich als guten Vater, der für seinen Nachwuchs da sein möchte.
Da gibt es sicherlich andere Kaliber.
Meine Frage noch:
Ich würde das gerne aussergerichtlich klären, weil ich der Meinung bin, dass das möglich wäre.
Was denkt ihr? Geht das manchmal wirklich nicht anders?
Finde ich persönlich sehr schade. Wenns denn so sein soll, dann ist das so.

Besten Dank
Alfi
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« Antwort #5 am: 19. März 2021, 09:58:40 »

Alfi,

lass deine Partnerin da raus, was die bestätigt oder nicht ist da völlig egal.
Denen ist ja auch klar, dass eine Parterin nie objektiv ist.

WF
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« Antwort #6 am: 19. März 2021, 10:16:22 »

Auch kein Problem meine Partnerin rauszulassen.

Also soll ich bevor ich anwaltlich vorgehe, lieber
vorher Kontakt zum Jugendamt aufnehmen?
Es scheint wohl nicht ohne Anwalt zu funktionieren?
Vorraussetzungen sind aber wie gesagt sehr gut, es gab nie Probleme bei den Umgängen.


Bin mir einfach nur unsicher, wie ich das ganze anleiern soll. Ich hätte es mir über die Konsensgespräche gewünscht ( wie bisher auch ), was leider nicht möglich ist.

Beste Grüße
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« Antwort #7 am: 19. März 2021, 10:18:58 »

ja, Anwalt finde ich persönlich besser, der ist unemotionaler und kann Wixhtiges von Unwichtigem unterscheiden.
Zum Jugendam musst du sowieso. Wenn du nicht jetzt da aufschlägst wirst du später dahin geschickt.
Also kannst du das auch gleich abarbeiten.

WF
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« Antwort #8 am: 19. März 2021, 10:22:53 »

Hallo,

Die genannten Kriterien können voll und ganz erfüllt werden.

Sehr schön!

Beispielsweise kann meine neue Partnerin ( seit ca. 2 Jahren ein Paar ) bestätigen, wie gut die Umgänge funktionieren, wie lieb wir hier in unserer Wohnung zusammen sind, und dass es halt einfach problemlos funktioniert. Auch die Großeltern des kleinen können dies bestätigen, da wir sie regelmäßig besuchen.

Interessiert nicht. Das Gericht wird das Kind anhören sowie JA und VB dazu befragen.

Es würde der Mutter ja auch Möglichkeiten zu mehr Freizeit geben, sie könnte mehr arbeiten und und und…. Alles Faktoren, welche die KM wohl nicht sieht oder sehen will.

Könnte man in einem Nebensatz einbauen, um es schmackhaft zu machen.

Auch eine sukzessive Erweiterung der Umgänge wäre denkbar, um den kleinen langsam aber SICHER an alles zu gewöhnen. Ich sehe darin keine Probleme.
Beispielsweise könnte man die Wochenenden, die aktuell von Samstag bis Montag stattfinden, von Donnerstag bis Montag stattfinden lassen, und eben nach und nach erweitern.
Da gibt es sicher verschiedene Möglichkeiten sukzessive zu erweitern.

Ja, zum Beispiel.

Über das Thema Geld habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Für mich ist es ok, wenn ich eben meine Arbeitszeit reduziere und dort weniger verdiene. Wie das mit dem Unterhalt dann ist, darüber noch keine Gedanken.

Da ist dein Feingespür gefragt. Du kennst deine Ex besser als wir.


Meine Frage noch:
Ich würde das gerne aussergerichtlich klären, weil ich der Meinung bin, dass das möglich wäre.

Unbedingt! Gerichtliche Klärung immer als letzte Möglichkeit. Meine Empfehlung: Erziehungsberatungsstelle oder MediatorIn aufsuchen... ggf. eben das Jugendamt um Vermittlung bitten.

Übrigens empfehle ich gerne sich die 9 Stufen der Konflikteskalation nach Glasl vor Augen zu halten... leider habe ich schon oft erlebt, dass bei solchen "Wünschen" auf einmal die Fronten verhärtet sind. Wenn du es nicht brauchst, super! Zumindest kann es nicht schaden, so etwas zu wissen.

Viel Erfolg.

LG D
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« Antwort #9 am: 19. März 2021, 10:28:02 »

Ich würde dir auch empfehlen das JA als erstes um Vermittlung zu bitten. Schildere denen die Situation und wir du dir das in Zukunft vorstellst. Wahrscheinlich werden sie dich darum bitten, eine Schweigepflichtsentbindung für die Elternberatung zu unterzeichnen. Dann holen die sich dort Informationen und geben im Falle, dass es vor Gericht geht, eine Stellungnahme ab. In meinem Fall sprachen die sich auch für das WM aus, auch oder vorrallem weil auch die Elternberatung für das WM war.
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« Antwort #10 am: 22. März 2021, 10:10:12 »

Kurzes Update:
Ich habe heute telefonisch das Gespräch zum Jugendamt gesucht, und um Infos zur weiteren Vorgehensweise gebeten, und auch meinen Stand der Dinge dargelegt.

Im Telefonat habe ich kundgetan, dass ich gerne die Umgänge erweitern möchte, um mehr für den kleinen da zu sein, um einfach meiner Vaterrolle weiter nachzukommen, um Zeit mit meinem Nachwuchs zu verbringen.
Der Umgang mit 2 Übernachtungen und das bringen am darauffolgenden Montag in den Kindergarten funktioniert ja bereits.

Was die Erweiterungen des Umgangs angeht bin ich flexibel, wobei das endgültige Ziel das WM sein sollte.
Wie wir anfangen und ob wir sukzessive erweitern, das lasse ich gerne offen. Ich bin hier sehr kooperativ und es soll dem kleinen möglichst gut tun und leicht fallen.

Daraufhin wurde natürlich gleich gefragt, ob sich das Umfeld ändern würde.
Das konnte ich verneinen, da ich den kleinen problemlos in den Kindergarten als auch zu seinen Freunden bringen und abholen kann.
Fand der gute Mann vom JA übrigens gut.
Die Weichen sind dazu bereits gestellt, was das geschäftliche angeht.

Das JA wird der KM wohl Termine zur Erörterung möglicher Erweiterungen vorschlagen.
Ich bin gespannt und zuversichtlich und vorallem froh, dass ich die Initiative ergreife.

Was ich allerdings nicht glaube – leider ! ( das hat die Vergangenheit und das Konsensgespräch gezeigt ! ) – dass das alles ohne weitere Probleme der KM von statten geht.
Schade, aber wahrscheinlich die Wahrheit. Ich versuche es trotzdem.

Beste Grüße
Alfi
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« Antwort #11 am: 22. März 2021, 12:22:03 »

Bleib einfach dran... Ich mach das seit 4 Jahren mit. Und ich hatte keine KM die mir auch nur irgendwie einen Millimeter entgegen kam.
Versuch den Umgang weiter auszubauen, auch langfristig gesehen. Also nicht nur für das Jahr 2021...mach konkrete Vorschläge wie du dir den Ausbau vorstellst. "Geh ruhig in die Vollen" um dann etwas entgegen kommen zu können. Damit signalisierst du Kompromissbereitschaft was wichtig für die "Kommunikation" ist. Und bis dahin fleißig den Kontakt mit der KM halten und jeden Umgang mit dem Kleinen wahrnehmen und genießen...
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« Antwort #12 am: 22. März 2021, 12:29:49 »

Wenn man aber ehrlich ist, muss man sagen, dass manche Gerichte gegen den Willen eines Elternteils kein Wechselmodell ausurteilen. Das wissen auch die Anwälte oder Familienberatungsstellen, die man auch vorab nach den Chancen fragen sollte. Mir sagte der Kinderschutzbund, dass bei uns kein WM ausgeurteilt wird, wenn einer nicht will. Die Anwältin meiner Ex schrieb: "Somit ist keine Beschlussfassung zum Lebensmittelpunkt oder dem Aufenthaltsbestimmungsrecht, noch eine gerichtlich angeordnete Umgangsregelung notwendig." Die weiß das wohl auch.
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« Antwort #13 am: 22. März 2021, 12:42:41 »

Wenn man aber ehrlich ist, muss man sagen, dass manche Gerichte gegen den Willen eines Elternteils kein Wechselmodell ausurteilen. Das wissen auch die Anwälte oder Familienberatungsstellen, die man auch vorab nach den Chancen fragen sollte. Mir sagte der Kinderschutzbund, dass bei uns kein WM ausgeurteilt wird, wenn einer nicht will.

Dazu hatte die Richterin in meinem Beschluss geschrieben:

"Der vorgenannten Regelung steht auch nicht entgegen, dass die Kindesmutter mit der Einrichtung
des Wechselmodells nicht einverstanden ist. Würde nämlich eine gerichtliche Festlegung
dann nicht möglich sein, wenn auch nur ein Partner widerspricht, wäre dem anderen Elternteil
der Rechtsweg abgeschnitten."



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Kasper
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« Antwort #14 am: 22. März 2021, 13:48:17 »

Moin,

ich glaube inzwischen, dass nicht an der Umsetzbarkeit scheitert, sondern an den Argumenten "für" ein WM von Beteiligten. Das ein WM für ein Kind immer gut ist, ist inzwischen auch durch genügende Studien belegt. Scheitern tut es meist daran, dass ein ET sich mit Händen und Füßen dagegen wehrt und Verantwortliche sich dem nicht entgegenstellen wollen/können.

Es hört sich wirklich blöde an, aber meist ändert sich nur etwas mit Druck.

Gruß
Kasper
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Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge zu ertragen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
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« Antwort #15 am: 22. März 2021, 14:25:33 »

Natürlich scheitert es nicht an der Umsetzbarkeit. Ich führe ja seit 2 Jahren ein WM. Aber auch mein Anwalt sagt, wenn ich sage, dass ich es nicht mehr will, gibt es ein Gutachten und dann ist wahrscheinlich Schluss damit, je nachdem welcher Bearbeiter vom Jugendamt da sitzt. Und da bei uns der SKFM wohl sehr väterfeindlich ist, haben die Väter, die das nicht wissen, schlechte Karten, wenn sie dort die Beratung machen und danach Anträge stellen, denn die beiden Damen werden immer gegen ein WM anreden (sagt der Berater der Diakonie, der pro WM ist).
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« Antwort #16 am: 27. April 2021, 09:42:00 »

Kurzes Update:
In Kürze steht ein Gespräch beim JA an.

Kann euch gerne auf dem laufenden halten
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« Antwort #17 am: 27. April 2021, 18:27:40 »

Hallo Alfi,

Kann euch gerne auf dem laufenden halten

Ja, natürlich. Gerne doch.

Hast du noch irgendwelche Fragen zur Vorbereitung auf dieses JA-Gespräch?

Viele liebe Grüße,

Malachit.
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Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man ziemlich bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.
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« Antwort #18 am: 03. September 2021, 06:21:03 »

Update zum Gespräch beim JA vor ein paar Monaten.
Das Jugendamt sieht Möglichkeiten den Umgang nach und nach auszubauen.

KM aber wohl eher nicht....
Daher war auch sie der Meinung, ich solle andere Dinge übernehmen, wie beispielswiese eine U-Untersuchung um zu zeigen für ihn da zu sein...

Dieser Bitte bin ich nachgekommen. Ich mache das übrigens gerne sofern ich die Möglichkeit habe für den kleinen da zu sein.
1. Termin ausgemacht beim Kinderarzt.... Termin von der Mutter abgesagt der kleine hätte keine Zeit.
2. Termin ausgemacht.... Termin von der Mutter abgesagt, jetzt sei plötzlich der Arzt im Urlaub.

Wie ? aber WIE?? soll ich mich mehr einbringen wenn ich keine Chance erhalte??

Demnächst steht wieder ein Besuch beim JA an, aber ich weiß nicht mit welchem Ziel?
Schließlich kann ich nicht davon berichten, dass ich die besprochenen Dinge übernommen habe?

Ich vermute die Sache wird über das Jugendamt im Sand verlaufen!
Tipps / Vorschläge / Ideen zum weiteren Vorgehen?

Nebenbei sei erwähnt, dass es wohl auch mit den Großen Kindern aus ihrer Vorehe nicht so richtig klappt und der Hausstand dort irgendwie schief steht.
Mutter fragt Kinder nach gelt, Kind 1 zieht aus, Kind 2 zieht aus, Kind 3 ist wohl noch da....
Irgendwas stimmt dort grundsätzlich nicht.
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« Antwort #19 am: 03. September 2021, 06:26:04 »

Moin,
Dad76 hat das gerade erfolgreich eingeklagt (KM hat aber leider Beschwerde eingelegt). Frag den doch mal. Sein Sohn ist ebenfalls 4 Jahre alt.

WF

Edith: ich hab ihm mal ne whatsapp geschrieben, er meldet sich bestimmt noch.

Hat Jemand Kontakt zu Dad76 ? Er ist leider nicht mehr hier online!
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« Antwort #20 am: 03. September 2021, 11:04:43 »

Nein, aber soweit ich mich erinnern kann wurde das Urteil aus erster Instanz bei ihm aufgehoben und sein WM ist nun futsch. Begründung bei ihm war wohl, dass das WM nichts für Väter ist, die nie mit der Mutter zusammen gelebt hätten.
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« Antwort #21 am: 03. September 2021, 13:33:02 »

ich hab Kontakt, kannst mir eine PN schicken
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« Antwort #22 am: 03. September 2021, 13:55:58 »

Hallo,

nur erstmal ganz kurz, da ich das Ganze selber erstmal alles richtig einordnen muss...

Mein vom Amtsgericht geurteiltes WM, wurde gestern vom OLG gekippt.
Die genauen Gründe dafür versuche ich hier später nochmal einzustellen...vielleicht erstmal nur die Dinge die bei mir so grob hängen geblieben sind

1. das Wechselmodell ist für "Väter wie mich" nicht gedacht, d.h. für Väter, die nie mit der KM zusammen gelebt haben
2. Kommunikationsstörungen widersprechen dem "Sinn" Wechselmodells, wieso es diese Kommunikationsstörungen gibt, wird nicht hinterfragt
3. es ist egal, ob Kita und Verfahrensbeiständin sagen, dass das Kind keine der beiden Eltern "präferiert"
4. er ist mit 4 Jahren noch zu klein für ein WM, auch wenn es endgültig erst in 1,5 Jahren gelebt werden soll
5. die Tatsache, dass die KM mehrfach bei der Elternberatung und dem JA geäußert hat, dass sie den Vater hasst, interessiert nicht
6. angesprochene Probleme, dass die KM versucht das Kind zu manipulieren, interessieren nicht

Ich bin gerad echt etwas geschockt, sowas wie unter Nr. 1 gestern vom Richter hören zu müssen. Ich habe ihn auch direkt auf das angesprochen und gefragt, ob das im Umkehrschluss heißt, dass kein Vater der nie mit der Mutter zusammengelebt hat, das WM "verdient" hat... da sprang ihm seine Kollegin zur Seite und argumentierte mit "Einzelfallentscheidungen" und "juristischen Hürden", gerade beim Wechselmodell

Unfassbar für mich...das war keine Entscheidung im Sinne vom Kind sondern ein "juristisches Urteil"

VG Susi
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« Antwort #23 am: 06. September 2021, 17:57:31 »

ich hab Kontakt, kannst mir eine PN schicken
Danke dir 👍
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« Antwort #24 am: 17. September 2021, 20:04:24 »

Moin

Deine letzte Meldung bzgl. JA-Gespräch wegen Wechselmodell vom 27.04.2021 und der nachfolgenden 'Wasserstandsmeldung' vom 03.09.2021 -ähm schlappe 5 Monate später, möchte ich Dich fragen, welche Bedeutung und Relevanz hat denn ein WM für Dich? So mal knappe 5 Monate ins Land gehen zu lassen ohne echten Fortschritt - lediglich sich Absichtserklärungen anzuhören und zu erfahren, daß selbst minimalste Voraussetzungen für ein WM offensichtlich nicht vorhanden sind: nun ja. M.E. will die KM kein WM, und Du solltest dies in Deiner Vorgehensweise einfließen lassen. Das JA wird dann ab sofort vermutlich Dein Gegener sein, die KM sowieso.

Gruss oldie
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