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Autor Thema: Finanzielle Unterstützung getrennter Väter?  (Gelesen 1236 mal)
Takeaway
Frischling

Beiträge: 3


« am: 08. März 2021, 16:54:52 »

Hi!
Ich möchte hier mal ein rein finanzielles Thema eröffnen.
Gibt es finanzielle Unterstützungen für Trennungsväter und auch speziell in der Coronazeit?

1. Ich zahle vollen Unterhalt
2. Selbst in den Ferien, wo die Kinder 3 Wochen bei mir sind zahle ich vollen Unterhalt
3. Zum Unterhalt zahle ich Essen, Trinken, Wäsche, Ausflüge, Spielsachen
4. Ich habe Mehrbelastung, die Kondsmama wird Entlastet

In Coronazeiten:
1. Die Betreuungskosten wurden gesenkt bzw. erstattet... Ich zahle dennoch voll
2. Die Mutter bekommt das Kindergeld, jetzt nochmal 150 Eur pro Kind vom Staat... Und ich muss vollen Unterhalt bezahlen.

Wer denkt an die Väter? Auch ich habe in der Zeit, wo ich die Kinder wegen Corona im Homeschooling betreut habe WENIGER verdient und eine HÖHERE finanzielle Belastung gehabt.

Wer hilft den Vätern?
Gespeichert
Lausebackesmama
aka LBM
Globaler Moderator
******
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 11.047


Ein Leben lang!


« Antwort #1 am: 08. März 2021, 16:59:25 »

Hallo Takeaway,

Du kannst auf jeden Fall den Kinderbonus hälftig abziehen, in dem Monat, in dem er ausgezahlt wird.
Warum darfst du deinen Kitaanteil nicht reduzieren, wenn der Beitrag reduziert wurde?

Hilfen fallen mir nur ein, wenn du jetzt selbst bedürftig geworden bist, dann könntest du ggf. ergänzende Sozialleistungen beziehen, sowohl für dich als auch für die Kinder während des Umgangs.

LG LBM
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‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Malachit
Globaler Moderator
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 3.941



« Antwort #2 am: 08. März 2021, 18:01:09 »

Hallo Takeaway,

in Ergänzung zu LBM:

Du kannst auf jeden Fall den Kinderbonus hälftig abziehen, in dem Monat, in dem er ausgezahlt wird.

Und zwar wirklich genau in diesem Monat. Alles andere kann, zumindest bei tituliertem Unterhalt, zu einem mordsmäßigen Ärger führen - für die Kinderbonus-Aktion vom vorigen Jahr siehe z.B. https://www.vatersein.de/Forum-topic-32914.html

Hilfen fallen mir nur ein, wenn du jetzt selbst bedürftig geworden bist, dann könntest du ggf. ergänzende Sozialleistungen beziehen, sowohl für dich als auch für die Kinder während des Umgangs.

Aufstockendes Hartz IV wäre so ein Kandidat, oder Wohngeld.

Viele liebe Grüße,

Malachit.
Gespeichert

Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man ziemlich bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.
MaxMustermann1234
_MaxMustermann1234
***
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 1.040


« Antwort #3 am: 09. März 2021, 10:43:06 »

Hallo Takeaway,

das mag wieder eine Grundsatzdiskussion sein, aber unser Unterhaltsrecht kommt aus einer Zeit, wo die Betreuung des gemeinsamen Kindes durch den Umgangselternteil nicht vorgesehen war. Man holte die Kinder alle 14 Tage am Wochenende oder eben gar nicht mehr. War vor einigen Jahrzehnten halt so. Meistens hatte der Mann die Frau wegen einer anderen verlassen (die Frau konnte nicht, weil sie im Falle der Scheidungsschuld ohne Unterhalt und Job dagestanden hätte), also wurde das Kind mit Unterhalt voll versorgt.

Heute ist es im aktuellen System einfach unattraktiv seine Kinder so viel zu betreuen. Finanziell gesehen ist genau 0 Umgang die beste Lösung. Und nein, niemand denkt an die Väter. Die sind politisch einfach egal. Ich vermute mal, weil die Väter versuchen das Beste draus zu machen, statt sich regelmäßig in der Öffentlichkeit als Opfer zu inszenieren (obwohl sie das häufig sogar leider sind).

Ich vermute mal, dass du die Betreuung in Form von Mehrbedarf zahlen musst, ggf. durch Urteil? Dann wären die Kosten die Ersparnis einzuklagen höher als einfach weiter zu zahlen. Du bist da einfach auf den Goodwill der betreuenden Mutter angewiesen. Deine Situation ist wahrscheinlich nicht gut, das kann ich verstehen, aber als Vater in dieser Situation bleibt einem nichts weiter, als die Ausgaben als Aufwendungen für das eigene Hobby zu sehen: seine Kinder betreuen.
Ich kann aber immer wieder nur Werbung machen, dass auch nicht alle Frauen so sind. Meine Partnerin fordert von ihrem ExFreund weder Mehrbedarf für die KiTa noch Mehrbedarf für die PKV. Auch die diesjährige Anpassung der DDT hat sie ausgesetzt und ihm mitgeteilt, dass alles beim alten bleiben kann, weil wir den Anpassungssatz für unangemessen halten.
Gespeichert
Kasper
Spezialgruppe
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 4.506



« Antwort #4 am: 09. März 2021, 11:28:14 »

Moin,

Ich kann aber immer wieder nur Werbung machen, dass auch nicht alle Frauen so sind. Meine Partnerin fordert von ihrem ExFreund weder Mehrbedarf für die KiTa noch Mehrbedarf für die PKV. Auch die diesjährige Anpassung der DDT hat sie ausgesetzt und ihm mitgeteilt, dass alles beim alten bleiben kann, weil wir den Anpassungssatz für unangemessen halten.
Meine Meinung ist, dass es oftmals auch gut laufen kann.
Zum einen haben viele Väter sich mit der Situation arrangiert und wollen auch garnicht kämpfen. Dei nehmen das einfach so hin. Dann solche Mütter wie Deine Partnerin, die es lockerer sehen und auf den Vater zugehen (können). Problematisch wird es meist, wenn Sozialleistungen beantragt werden müssen. Dann werden die Betreuungselternteile gezwungen wegen jeden Cent zu streiten, da ihnen das auch gekürzt wurde. Da dann eh schon das Geld knapp ist, entbrennt darüber der Streit.
Oder die anderen Mütter (aber auch hier gibt es bestimmt Väter) die sich im sozialen Netz eingerichtet haben und die Kindererziehung als Einkommensmodell ersonnen haben.

Das sind in der Masse meist nicht die überwiegenden Teile. Da wir hier aber auch in einem Forum sind, in dem nach Hilfe gesucht wird, sehen wir immer wieder die Spitze des Eisberges. Und wenn man nur Extremfälle sieht, versperrt dies auch den Blick ein wenig.

Dennoch stimme ich Dir zu, dass das derzeitige Unterhaltsrecht stark reformbedürftig ist.
2008 wurde mit der klaren Aussage der damaligen Bundesjustizministerin (übrigens auch SPD) der Kindesunterhalt neu reformiert, da man sagte, dass Väter eher bereit sind mehr Unterhalt für das Kind zu bezahlen, wir einen höheren Betreuungsunterhalt. Es wurde argumentiert, dass nach der KU-Reform auch der BU neu reformiert werden solle.
Damit wurde der KU auf das 4-fache des Existenzminimums angehoben und nach der bekannten weise aufgeteilt.
Das dies nicht passiert ist, kann jeder nachvollziehen.
Damit haben wir den Umstand, dass der KU extrem stieg und wenn dann bei einem Normalverdiener nicht etwas übrig ist, er den Rest für BU abgeben darf.
Es ist klar, dass Kinder Geld kosten, das stelle ich nicht in Frage. Aber wenn wir davon ausgehen, dass der Durchschnittsbruttolohn bei 3500 Euro liegt, dann bleibt bei zwei Kindern kaum was für das normale Leben übrig. Insbesondere bei den stetig steigenden Lebenshaltungskosten. Und es kann auch nicht sein, dass dann Unterhaltspflichtige selbst Sozialberechtigte werden.
Auch - hier gibt es dann vermutlich gleich einen Aufschrei - bin ich der Meinung, dass der Unterhaltspflichtige das Recht haben sollte, das komplette KG abzuziehen. Denn es ist eine Barleistung, während der andere ET seine Unterhaltspflicht durch Betreuung ableistet. Dem steht aber das Steuerrecht wieder gegenüber. Auch ein Punkt, warum bekommt ein Alleinerziehender Elternteil die Steuerklasse 2, der Barunterhaltspflichtige aber nicht?
Ich bin in diesem Zusammenhang auch ein Verfechter, dass das Ehegattensplitting aufgehoben wird und die Steuerklassen an Kinder ausgerichtet wird. Dann haben Eltern mehr Geld für Kinder zur Verfügung.

Auch mir ist es bewusst, dass es Konstellationen gibt, die auch mein Modell kippen. Elternteile die sich nicht kümmern bzw. keinen Unterhalt zahlen können. Für diesen Fall können aber ebenfalls Vorkehrungen getroffen werden, dass es dann eine andere Verteilung der Steuerklassen/KG gibt. Aber das wird nicht die Masse sein.
Und für den Umgangsboykott müssten die Zwangsmaßnahmen drastisch nach oben gehen. Das würde am Anfang zu einigen Verwerfungen führen, schon aus dem Grund, dass man dann versucht hierüber den KU zu verbessern. Aber ich bin mir auch hier sicher, dass wenn Elternteile massiv spüren, dass sie durchsetzbare Konsequenzen bekommen, wenn der Umgang grundlos verweigert wird, dass sich auch dies dann einspielt.

Aber so wie es derzeit angelegt ist, zielt es nur darauf ab, dass Mütter über den KU mitfinanziert werden sollen. Politisch gewollt und auch so kommuniziert.
Das eine Änderung kommen könnte, darf bezweifelt werden, wenn man sich den Trubel mit der Petra-Studie anschaut. Es geht nicht um sinnvolle Änderungen, die Kindern und Eltern guttun, es geht darum finanzielle Mittel zu verteilen und auch einem bestimmten System ein relativ leichtes Einkommen zu verschaffen.

Dis ist meine persönliche Meinung.
Gruß
Kasper
Gespeichert

Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge zu ertragen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
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