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vatersein.de - Forum 04. Dezember 2020, 14:44:48 *
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Autor Thema: Trennung verkehrte Rollen, Tipps für Mutter in Vaterrolle  (Gelesen 2247 mal)
sweetwoodruff
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« Antwort #25 am: 21. Oktober 2020, 18:25:14 »

Hallo.
Inzwischen sagt er, ich habe die Entscheidung getroffen und für ihn ist es ok. Entweder bockiges Verhalten oder er hat mich eh nie geliebt. Wer weiß.
Wechselmodell hält er nicht gut für die Kinder. Gegenvorschlag gibt es nicht.
Finanziell... er meint ich müsste hier alles weiter zahlen. Ich denke, maximal die Hälfte der Kreditrate, oder? Ich würde sehr gern ausziehen, aber da muss ich wohl noch ausharren. Zumal Haus und Wohnung finanzieren knapp wird.
Bin aktuell schon ganz schön verzweifelt,  auch wenn ich lese, dass auch ihm die Kinder mehr als 50% zugeteilt werden könnten.
Ich bin ja effektiv 4h mehr im Schnitt die Woche arbeiten. Klar,  ich hab noch 2h Fahrtzeit. In der Woche ist er präsent,  aber ich auch.
Wie wäre das finanziell wenn ich jetzt oder demnächst ausziehen würde.
Könnte ich ihn "zwingen" mit seinen Stunden wieder hoch zu gehen?
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SLAM
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« Antwort #26 am: 22. Oktober 2020, 08:29:03 »

Inzwischen sagt er, ich habe die Entscheidung getroffen und für ihn ist es ok. Entweder bockiges Verhalten oder er hat mich eh nie geliebt.

Vermutlich weder noch. Er scheint inzwischen ebenfalls zu der Erkenntnis gelangt zu sein, dass es mit euch beiden keinen Sinn mehr ergibt. Oder, angesichts dessen, wie Du sein Verhalten in der Phase des nebeneinanderher Lebens beschreibst, er war schon lange vor Dir soweit, wollte aber der Kinder wegen erstmal keine Trennung oder Scheidung. Ganz ehrlich, das halte ich für das Wahrscheinlichste. Auch in Anbetracht dessen, dass es außer der Kinder noch viele weitere Gründe gibt, eine Ehe fortzuführen, nämlich Geld, Ansehen, Bequemlichkeit, Haus, Angst vor der Veränderung etc.
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Pegasus
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« Antwort #27 am: 22. Oktober 2020, 09:15:02 »

Liebe Forengemeinde.
Ich bin 38 Jahre, Mama von zwei Jungs, 3 und 6, bin 10 Jahre mit dem Papa von ihnen zusammen, fast drei davon verheiratet.
Wir haben zusammen ein Haus.
...........

Er ist ein recht ruhiger Typ, war es schon am Anfang, aber es verstärkt sich mehr und mehr.
Seit mindestens 3 Jahren, davor auch schon, aber da waren unsere Jungs ja noch klein bzw Baby und natürlich der absolute Mittelpunkt, kämpfe ich um als Paar.

Moin,

Anscheinend war es doch eh schon eine Zweck-Heirat und der Weg absehbar. Und Du bist nun diejenige, der das nicht mehr reicht. Was ist denn mit einer offenen Ehe?

Grüße
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sweetwoodruff
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« Antwort #28 am: 22. Oktober 2020, 09:33:38 »

Ich hab schon oft an seine Vernunft apelliert, sich für die Erkenntnis zu öffnen, dass wir offensichtlich als Paar nicht (mehr) zusammen passen. Ich bin gern bereit eine enge Familie zu bleiben, das wäre toll, aber das Paarsein soll offiziell getrennt und davon losgelöst sein.
Daher, nein, keine offene Ehe.
Und ja, vermutlich hab ich mir das zu lange schön geredet. "Toller Papa, naja egal, wenn er nicht so ein guter Ehemann ist".
Irgendwann wacht man dann auf und realisiert, was fehlt.
Wobei es die Frage ist, ob er wirklich so ein guter Papa ist, er erstickt die Kinder regelrecht mit seiner Liebe.
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Pegasus
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« Antwort #29 am: 22. Oktober 2020, 10:42:23 »

Offene Ehe wäre für mich auch keine Option, egal.

Jedenfalls kommt für mich immer mehr rüber, nachdem Du den Vater irgendwie immer schlechter machst, dass Dein " Ich will es aber fair" für Dich fair bedeuten muss.
Soll kein Angriff sein und wäre auch verständlich, da in dieser Situation die meisten Menschen nicht objektiv sind.

Jedenfalls würde ich mal damit anfangen das Einkommen und die Ausgaben von beiden Parteien sorgfältig aufzustellen. Dann die entstehenden Mehrkosten, wie Miete,
Versicherungen, zusätzliche Fahrten usw. berücksichtigen.

Gerne wird hier erwähnt, dass Unterlagen in Sicherheit gebracht werden sollen. Bei fairer Behandlung würde ich diese zusammen durchgehen und, falls nötig, kopieren.

Für den Versorgungsausgleich zählt als Zeitraum der Monat der Heirat bis zum Ende des Monats vor Zustellung des Scheidungsantrags. Da Du mehr verdienst, wäre also
eine zügige Scheidung gut. Wie schon erwähnt, muss hier erst ein Datum für die Trennung schriftlich fixiert werden.
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MaxMustermann1234
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« Antwort #30 am: 22. Oktober 2020, 10:56:20 »

Wenn ich dir einen Tipp geben darf: fangt bloß nicht an euch um die Kinder oder andere Dinge zu streiten. Das wird bei Sachen teuer und Kinder nehmen Schaden und das nicht zu knapp.

Wenn er kein WM will, dann kommt es auf euer Familiengericht an, wenn ihr wirklich keine Lösung findet. Es kann ein WM anordnen, es kann mütterfreundlich sein und dir die Kinder zusprechen oder es geht nach Zeit und gibt ihm die Kinder (vaterfreundlich habe ich noch nie gehört).

Zunächst gilt es die Finanzen sauber zu trennen, die Fixkosten aufzuteilen. Ggf. hast du ihm Trennungsunterhalt zu zahlen. Wenn ihr die Kinder gem. betreut, fällt erstmal kein Kindesunterhalt an.

Dein Problem ist das, was die meisten Väter haben: man betreut unter der Woche mit, aber etwas weniger, am WE dann hälftig. Ein Gericht macht daraus: jedes zweite Wochenende und einen Nachmittag unter der Woche. Natürlich ist das nicht fair, aber angeordnete Wechselmodelle sind selten. Ich glaube ein Nestmodell kann man gar nicht anordnen. Versuch auf ein WM hinzuarbeiten. Such dir Hilfe, am besten die örtliche Familienberatung. Rede mal mit denen und guck, wie die Richtung WM eingestellt sind. Lass dir bitte nur auf keinen Fall den Quatsch einreden, der öfters zu hören ist: Kinder gehören zur Mutter. Offenbar ist Papa auch eine wichtige Bindungsperson, wenn er unter der Woche so präsent ist, also brauchen die Kinder ihn sicher auch weiter.
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TotoHH
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« Antwort #31 am: 22. Oktober 2020, 13:15:03 »

Moin Sweet,

Zunächst: ich bin klarer Befürworter eines WM. Nicht zuletzt aus sehr positiver eigener Erfahrung. Und ich finde eigentlich Eure Voraussetzungen gar nicht so schlecht: 2 ET die sich offenbar schon jetzt beide in die Betreuung einbringen (hier nach meinem Verständnis der KV aufgrund Eurer Arbeitszeiten gar mehr, aber alleine wird auch er es nicht wuppen können aufgrund der Schichtarbeit), offenbar kein Rosenkrieg und Deine Anerkennung, das er ein guter Vater ist (und ich hoffe mal, anders herum sieht er es auch so).

Deshalb macht mich dies
Wechselmodell hält er nicht gut für die Kinder. Gegenvorschlag gibt es nicht.
Ein wenig stutzig?!?

Ist er einfach etwas verpeilt, hat sich vielleicht gar noch nicht mit den unterschiedlichen Betreuungsmodellen auseinandergesetzt und lehnt nur „so nen neumodischen Kram“ pauschal ab?
Oder ist er schon den Schritt weiter und weiß um die Ausgangslage, das er durchaus eine Chance als „Kindesbesitzer“ haben könnte?

Grundsätzlich würde ich Dir empfehlen, stringent auf ein WM hinzuarbeiten. Solltet ihr weder alleine noch zusammen mit JA/ Beratung eine Einigung erzielen können, dann würde ich das WM gerichtlich versuchen durchzusetzen hilfsweise natürlich dann, das die Kinder bei Dir leben. Mal schauen wie er reagiert. Ich verstehe ihn aber nicht.

Gruß, toto 

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sweetwoodruff
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« Antwort #32 am: 22. Oktober 2020, 14:25:39 »

Danke.
Wir haben heute noch mal geredet.
Ich vermute, dass er vielleicht denkt, es renkt sich wieder ein oder aber er denkt, wir zusammen, auch wenn wir kein Paar mehr sind, ist das beste für die Jungs.
Vermutlich braucht er echt Zeit um das noch zu verdauen.
Grundsätzlich würde es gehen noch ne Weile zusammen zu wohnen, aber nur aber mit Regeln. Ich weiß nicht so recht, wie ich das im Haus besser trennen kann. Will ja auch "meine" Zeit mit den Jungs nicht mit ihm teilen. Aber er versteht nicht, warum ich in "meiner" Zeit mit den Jungs flüchte.
Wo wir wieder bei Problem A wären, es ist wohl doch noch nicht ganz bei ihm angekommen, und vermutlich hat er Schiss seine Jungs zu verlieren, wenn auch nur teilweise. Kann ich auch verstehen.
Er fragte , ob wir erstmal zu Hause Freunde bleiben können. Vor einem Auszug meinerseits und dann auch der Kinder zu 50% fürchtet er sich wohl.
Aber nichts desto trotz von ich unglücklich und will da raus. Aber, um einen Rosenkrieg hoffentlich auf immer zu vermeiden, muss ich ihm wohl etwas Zeit geben.
Jetzt muss ich ihn nur noch an einen Tisch kriegen, um Absprachen zu besprechen. Sozusagen WM im gemeinsamen Haus. Trennung datieren, Finanzen Regeln.
Ich komm ihm ja gern entgegen, will aber nicht am Ende die doofe sein.

Bin sehr gerührt, dass Fremde hier uneigennützig ihr Wissen preisgeben und helfen!
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Kakadu59
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« Antwort #33 am: 22. Oktober 2020, 15:59:24 »

Hallo (@Pegasus),
[...]
Jedenfalls kommt für mich immer mehr rüber, nachdem Du den Vater irgendwie immer schlechter machst, dass ...
[...]
darf ich fragen, woraus Du schlußfolgerst, dass @sweetwoodruff (was für ein Name... ) den Vater schlecht (bzw. immer schlechter) macht?
Zumindest ich kann das nirgendwo herauslesen (eher das Gegenteil) ...
Tatsächlich ist es wohl eher die (weniger gute) Rolle des (Ehe-)mannes, die sie dazu gebracht hat sich
1.) trennen zu wollen und
2.) hier Hilfe gesucht hat
Was ich im übrigen mutig und gut finde.
Mutig, weil es ja eher ein Forum für hilfesuchende "leidgeplagte" (Ex-)ehemänner ist und gut, weil es - ganz offensichtlich - auch Frauen gibt, die Probleme haben, die wir sonst nur bei (Ex-)ehemännern beobachten...
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MfG. Kakadu59

"Die Lüge fliegt, und die Wahrheit hinkt hinterher; so ist es dann, wenn die Menschen die Täuschung erkennen, schon zu spät - der Hieb hat gesessen und die Lüge ihre Wirkung getan." - Jonathan Swift (1667- 1745)
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« Antwort #34 am: 22. Oktober 2020, 16:17:37 »

Hallo Kakadu59,

darfst Du.

Ich glaub er kann nicht anders (im übrigen ist er in meinen Augen Alkoholiker. Mindestens 2-3 Bier am Abend, außer er hat Nachtdienst). Ich will auch keine Schuldzuweisung, bin ihm nicht bös, habe auch Mitgefühl und ein wenig Skrupel.

Und dann noch vom 22.10. um 09:33 Uhr (bekomme ich gerade nicht anders hin)

"Wobei es die Frage ist, ob er wirklich so ein guter Papa ist, er erstickt die Kinder regelrecht mit seiner Liebe"

Und grundsätzlich sollte man nicht vergessen, dass man hier natürlich immer nur die Sicht- und Empfindungsweise von einer Seite liest (kein Vorwurf).

Grüße
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« Antwort #35 am: 22. Oktober 2020, 16:53:47 »

@Pegasus: das hat doch nichts mit Schlechtmachen zu tun. Das ist Kritik. Wir können nicht beurteilen, ob sie berechtigt ist. Wäre sie es, wäre beides nicht gut für die Kinder.

LG LBM
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‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
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« Antwort #36 am: 22. Oktober 2020, 17:30:05 »

Hallo,

die Überschrift trifft es am besten: Mutter in Vaterrolle.

Genauso ist es und genauso wird vorgegangen. Er ist nicht mehr attraktiv und deshalb soll es eine Trennung/Scheidung geben, was bei einem Bildungsunterschied nicht untypisch ist. Da (in diesem Fall) sie etwas zu verlieren hat wird danach gesucht die Verluste zu minimieren. Die sie vermutlich einen höheren Bildungsabschluss als er hat und deshalb auch mehr verdient, versucht sie jetzt ihre Ziele zu realisieren. Damit das als sympathisch rüber kommt, muss er ein Ekel sein, was sie natürlich nicht übel nimmt. Sie ist ihm retorisch und intellektuell überlegen, was die Situation nicht einfacher macht.

Das erste Ziel ist ein Wechselmodell, denn damit kann der KU minimiert werden. Konkrete Ausgestaltung ist schwierig, da ja zumindest einer ausziehen muss und die Frage nach wohin und was ist mit den Kosten auch noch steht. Andererseits wird es für beide schwierig, wenn die Betreuung nicht geteilt werden kann.

Er arbeitet fast Vollzeit und die Kinderbetreuung ist durch ihn gesichert. Da er aber weniger verdient steht die Frage nach dem Trennungsunterhalt, nachehelichen Unterhalt würde ich hier nicht sehen.
Im ersten Jahr ändert sich gar nichts, er muss also nicht mehr arbeiten. Danach könnte ihm fiktiv eine Vollzeittätigkeit angerechnet werden, dürfte aber auch nicht den Unterschied machen.

Ich denke, dass die TO sich erst einmal darüber klar werden muss, dass er nicht so intellektuell ist wie sie und, dass er zu vielem länger braucht, er sich aber auch von ihr überrannt fühlt. Es wäre deshalb schon sinnvoll sich einen Mittler(in) zu suchen, der/die  (zu Hause) vermittelt und dabei hilft gemeinsam Lösungen zu finden. Ansprechpartner dafür wären karitative Einrichtungen.

VG Susi
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« Antwort #37 am: 22. Oktober 2020, 18:31:38 »

Das erste Ziel ist ein Wechselmodell, denn damit kann der KU minimiert werden.

Wow, interessante Ansicht. Ich bin der Meinung, dass genau das für die allermeisten Väter eben nicht der Grund ist, ein Wechselmodell anzustreben.
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Kakadu59
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« Antwort #38 am: 22. Oktober 2020, 18:35:05 »

Hallo,

[...]
Genauso ist es und genauso wird vorgegangen. Er ist nicht mehr attraktiv und deshalb soll es eine Trennung/Scheidung geben, was bei einem Bildungsunterschied nicht untypisch ist. Da (in diesem Fall) sie etwas zu verlieren hat wird danach gesucht die Verluste zu minimieren. Die sie vermutlich einen höheren Bildungsabschluss als er hat und deshalb auch mehr verdient, versucht sie jetzt ihre Ziele zu realisieren. Damit das als sympathisch rüber kommt, muss er ein Ekel sein, was sie natürlich nicht übel nimmt. Sie ist ihm retorisch und intellektuell überlegen, was die Situation nicht einfacher macht.
[...]
VG Susi
das von Dir hier Geschriebene finde ich nach mehrmaligen lesen nicht wieder...
Tatsächlich kann man viel darüber philossphieren und polemisieren, wo da der Hase beziehungstechnisch im Argen liegt/ lag. Letztendlich ist es aber auch die vergosene Milch über die es sich kaum bzw. gar nicht zu reden lohnt.
Waren (vielleicht) die zu Anfang so unterschiedlichen Wesenarten (er ruhig, sie eher lebensfroh) genau das, was sie als Paar zusammenfinden lassen hat, so scheint es nach längerem Zusammenleben genau das zu sein, was zum Trennungsgedanken der TO geführt hat.
Vielleicht haben die Kinder das eh schon ruhige Wesen des KV noch weiter in seiner Lebensart bestärkt und ihn noch ruhiger und "sess(el)hafter" werden lassen.
Der KV möchte, das alles so bleibt (weil es ihm halt so gefällt) der KM wird es langsam zu eng

Grundsätzlich ist daran nichts verwerfliches.

Wenn man etwas vorwerfen könnte, dann vielleicht, dass - zumindest die Eheschließung - (nach der Geburt de 2 Kindes) die falsche Entscheidung gewesen sein könnte.
Nach sieben Jahren hätte man (eigentlich merken können(?) wo der Hase (beziehungstechnisch) hinläuft...
Vielleicht war das ja auch as Signal der Hoffnung gedacht?
Jetzt ist es wie es ist. Und ich finde gerade nicht, dass es die KM sich leicht macht und/ oder alles dem schnöden Mammon unterordnet.
Machen wir uns nichts vor - auch wenn Geld nicht das wichtigste im Leben ist - geht es in solchen (Trennungs-)Situationen nicht zuletzt auch darum.

PS: noch was zur Schichtarbeit:
Ich arbeite seit mehr als 30 Jahren vollkontinuierliche Wechselschicht (Montag bis Sonntag, Feiertags; vom 01.01. bis 31.12.) - im übrigen seit mehr als 20 Jahren auch 12 Stundenschichten: 12 Stunden Tag/  12 Stunden Nacht/ 2 Tage frei, dann wieder von vorne.
Außenstehende haben oft das Gefühl, ich sei viel zu Hause, tatsächlich bin ich aber viel auf Arbeit. Das Schichtsystem generiert eine 41 Stundenwoche (bei tariflicher 37,5 Stundenwoche). Das heißt, ich mache regelmäßig "Überstunden" die allerdings zu einem Zeitguthaben führen
Schichtarbeit verändert den (schichtarbeitenden) Menschen schleichend und unmerklich und nicht immer zum guten. Da gibt es die, die immer phlegmatischer werden oder die, die mmer ruheloser werden. Viele finden zur rechten Zeit nicht den Schlaf und die Ruhe die sie eigentlich bräuchten. Jeder(?) weiß, dass Schichtarbeit nicht gesundheitsfördernd ist.

Es gibt Zeitgenossen, denen schlägt schon die 2-malige Zeitumstellung "schwer aufs Gemüt" (Nicht nur) derjenige soll sich vorstellen, dass dies dem schichtarbeitenden Menschen mehrmals die Woche (jeweils bei Schichtwechsel) trifft....

Ein weiteres Problem sind die sozialen Bindungen/ Beziehungen zu Verwandten/ Bekannten und Freunden usw.. Zu den "normal" arbeitenden Mitmenschen können diese kaum oder nur schwer - auf keinen Fall aber regelmäßig - wahrgenommen werden. Da fallen immer wieder (zB.) Geburtstagsbsuche aus oder aber werden vom Partner allein wahrgenommen (Geburtstage werden regelmäßig am Wochende ausgerichtet- Leute die "normal" von Montag bis Sonntag arbeiten ist es kein Problem, an der Partie teilzunehemen- wenn man aber Schicht hat schon...).
Wobei sich hier (schnell) der Kreis schließt: auch ein Partner muß mit diesem Rythmus zurecht kommen.
Das klappt nicht immer und schon gar nicht immer reibungslos. Im Grunde genommen ist ein solcher Partner sehr viel allein - erst recht, wenn er selbst "normal" arbeitet...
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MfG. Kakadu59

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« Antwort #39 am: 22. Oktober 2020, 18:43:55 »

Wow, interessante Ansicht. Ich bin der Meinung, dass genau das für die allermeisten Väter eben nicht der Grund ist, ein Wechselmodell anzustreben.
Ja hier sind es die vertauschten Rollen: der KV arbeitet als Schichtarbeiter Teilzeit, die KM arbeit normal und hat den höheren Verdienst.
Streiche also in Deinem Beitrag den "Vater" und ersetze ihn durch KM  dann wird ein Schuh draus und Du verstehst den Beitrag/ die Intention von @Susie64 (besser)

Der KV arbeitet zwar Schicht, aber in Teilzeit.
Je nachdem, wie dass geregelt ist - also wann er die Stunden reduziert - (bei mir im Arbeitsumfeld gibt es auch einen Teilzeitarbeitenden Schichtkollegen, der die anfallenden Nachtschichten nur zur Hälfte da ist (beachte hier meinen vorangestellten Beitrag bezüglich des Schichtsystems  ), ist der Mann also wirklich viel zu Hause.

Edith: noch ein wichtiger Nachtrag: Schichtarbeit führt sehr oft zu Schlafproblemen: sei es, dass man (logischerweise) unregelmäßig schläft, sei es, weil man zu dem unregelmäßigem Schlafrythmus nicht die nötige Ruhe findet und viel zu kurz schläft oder aber zu anderen Tages-/ nachtzeiten putzmuntzer ist, wo der nichtschichtarbeitende gerne seine (Nacht-)ruhe hätte....
« Letzte Änderung: 22. Oktober 2020, 18:53:52 von Kakadu59 » Gespeichert

MfG. Kakadu59

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« Antwort #40 am: 22. Oktober 2020, 19:07:11 »

Ja hier sind es die vertauschten Rollen: der KV arbeitet als Schichtarbeiter Teilzeit, die KM arbeit normal und hat den höheren Verdienst.
Streiche also in Deinem Beitrag den "Vater" und ersetze ihn durch KM  dann wird ein Schuh draus und Du verstehst den Beitrag/ die Intention von @Susie64 (besser)


Hast recht. Insbesondere in Zusammenhang mit dem vorigen Absatz kann man das durchaus auch als zynisch sehen. Hätte ich aus der Richtung aber nicht erwartet.
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« Antwort #41 am: 23. Oktober 2020, 08:11:22 »

Guten Morgen.
Zu seiner Schichtarbeit.
Er hat normalerweise ne 48 h Woche. Also im Schnitt 4 Dienste 6-18 oder 18-6.
Er hat auf 36h reduziert,  also 3 Schichten im Schnitt.
Teilweise schläft er im Nachtdienst, daher schläft er nach dem Nachtdienst nicht lange.
Familienfeiern, Freunde etc kann er zumindest langfristig mit Tsuschen der Dienste etc gut lösen.

Durch diesen Dienst ist er fast täglich zu Hause und kann die Kinder zur Kita bringen und holen, sie sind dann 'nur' von 9-15.30 in der Kita. Würde ich sie bringen und holen wären sie vielleicht 2h länger dort. Alles machbar. Ich bin schon präsent, wenn auch er etwas mehr unter der Woche.
Ja, vielleicht war die Heirat so ein Versuch, ein Klammern alles wird schön(er)... Hauptgrund, Absicherung,  falls einem von uns etwas zustößt...

Ich bin mir nicht sicher, ob er ihm das alles zu schnell geht oder et wirklich da schon versucht mir einiges zu entreißen, mir mit seiner gluckigen Art, die Kinder zu entfremden.
Wenn der Kleine einen Bockanfall hat, ohne Tränen, war er angeblich so traurig wegen meines Umgangs mit ihm und weil Papa nicht da war.
Das ist schon krass.

Er versucht mich mit vielem zu übertrumpfen.
Ich kann und will da auch nicht mithalten. Allein weil ich das erziehungstechnisch nicht möchte.

Er ist dennoch ein guter Vater und die Kinder brauchen ihn. Aber auch ich bin eine gute Mutter und sie brauchen auch mich!

Zu der Anerkennung, nein, die bekomme ich nicht. Hatte auch lange Zweifel, was mit mir nicht stimmt.
Die Kinder sind nicht oft überschwänglich bei Begrüßung z.B. aber sie haben es nie gelernt, weil der Papa mich leider nicht liebevoll behandelt. Eben als wäre ich der Mitbewohner.
Meine Mutter sagte, sie hätte nie gesehen, dass er mich mal so herzlich begrüßt wie den Hund.

Allein deswegen finde ich ist es keine gute Basis für unsere Kinder, sie lernen, dass alles nur für sie getan wird. Klar, stehen sie im Mittelpunkt,  ich glaube aber, dass sie für ihr Leben das falsche lernen, wenn sie miterleben,  dass so ziemlich alles vor die Ehefrau/Mama gestellt wird und sie nicht gewertschätzt wird.

Zu den Finanzen..  ich verdiene aktuell ca 1000 Euro mehr, habe aber viel mehr Ausgaben, z.b. Autokredit. Er hat effektiv ein noch höheres "Einkommen",  da er von seiner Mutter zuletzt erst 20.000 Euro für sein Auto geschenkt bekommen hat.
Mir ist bewusst, dass das nicht zählt als Einkommen.

Er wird auch irgendwann kräftig erben. Ich will letztlich der Ungerechtigkeit entgegentreten, dass ich irgendwann viel weniger als er habe.

Grundsätzlich weiß ich gerade gar nicht,  woran ich bei ihm bin.
Meine vermehrten Vorschläge bzgl Familienberatung/-Therapie etc werden vehement abgelehnt.

Meine aktuelle Theorie, er hat ne Bindungsstörung. Bindung extrem an die Kinder, sein eigenFleisch und Blut, ich bin die, die dazu gehört.
Mehr nicht.
(Er wurde ihm Kh nach der Geburt zurück gelassen, 2 Jahre später adoptiert, die Eltern haben ihm alles gegeben, ich denke daraus lässt sich vieles herleiten.)
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« Antwort #42 am: 23. Oktober 2020, 08:55:36 »

Du beschäftigst Dich viel zu sehr mit ihm. Wieso? Du bist nicht seine Therapeutin. Warum er so ist wie er ist, ist nicht die Frage, die Du Dir stellen solltest. Er ist einfach wie er ist und er muss sich auch nicht ändern. Abgesehen davon, dass sich Menaschen grunsätzlich eher nicht ändern.

Du musst Dir die Frage stellen, ob Du mit so einem Menschen Dein Leben verbringen willst. Die Frage hast Du offenkundig mit Nein beantwortet. Also kümmere Dich um die Konsequenzen, die daraus folgen. Im Wesentlichen gehts jetzt um die juristische Abwicklung der Ehe und darum, die Betreuung der Kinder auf die Beine zu stellen.
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« Antwort #43 am: 23. Oktober 2020, 09:26:36 »

Servus SWD!
Zu den Finanzen..  ich verdiene aktuell ca 1000 Euro mehr, habe aber viel mehr Ausgaben, z.b. Autokredit. Er hat effektiv ein noch höheres "Einkommen",  da er von seiner Mutter zuletzt erst 20.000 Euro für sein Auto geschenkt bekommen hat.
Mir ist bewusst, dass das nicht zählt als Einkommen.
und
Zitat
Er wird auch irgendwann kräftig erben. Ich will letztlich der Ungerechtigkeit entgegentreten, dass ich irgendwann viel weniger als er habe.
lässt mich aufhorchen...
Zitat
Grundsätzlich weiß ich gerade gar nicht,  woran ich bei ihm bin.
Du hast beschlossen, Dich trennen zu wollen, stellst in meine Augen allerdings fest, dass Du dabei das "finanzielle" Sicherheitsnetz Deines Noch-Gatten verlierst wohingegen er abgesichert zu sein scheint (möglicherweise gibt DAS ihm eine gewisse Sicherheit, dass Du ihm/der Familie erhalten bleibst).
Wärst Du denn in der Lage, Dich eigenverantwortlich, selbständig und auf Augenhöhe vom KV mit allen verbundenen Konsequenzen auch räumlich zu trennen?

Grüßung
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sweetwoodruff
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« Antwort #44 am: 23. Oktober 2020, 10:53:58 »

Du beschäftigst Dich viel zu sehr mit ihm. Wieso? Du bist nicht seine Therapeutin. Warum er so ist wie er ist, ist nicht die Frage, die Du Dir stellen solltest. Er ist einfach wie er ist und er muss sich auch nicht ändern. Abgesehen davon, dass sich Menaschen grunsätzlich eher nicht ändern.

Du musst Dir die Frage stellen, ob Du mit so einem Menschen Dein Leben verbringen willst. Die Frage hast Du offenkundig mit Nein beantwortet. Also kümmere Dich um die Konsequenzen, die daraus folgen. Im Wesentlichen gehts jetzt um die juristische Abwicklung der Ehe und darum, die Betreuung der Kinder auf die Beine zu stellen.

Ja, da hast Du wohl Recht. Die Frage nach dem "warum" ist müßig. Und NEIN, ich möchte mich mit ihm so nicht weiter leben, weil ich ja eben weiß, dass er sich nicht ändern kann.

Zu den Finanzen noch einmal.
Ich wollte und will auch in Zukunft nichts von ihm. Habe das immer als seins betrachtet. Ich kann mit meinem Beruf und meinem Einkommen sehr gut für mich und die Kinder sorgen. Das ist kein Problem.

Was ich nur unfair fände ist, wenn er sich total querstellt und ich um die Kinder kämpfen muss und  ich ihm dann vielleicht noch Trennungsunterhalt zahlen muss, ob wohl er (durch Erbe) finanziell besser da steht als ich. Aber das hätte ich mir wohl vorher überlegen müssen.


Aktuell, wenn ich weiterhin die Hausrate hälftig bediene und mich an Versicherungen beteilige, dürfte ein Auszug in naher Zukunft eher schwierig sein. Da bräuchte ich dann mal n anwaltlichen Rat, wie man das finanziell irgendwie aufdröselt.

Letztlich war ja das Haus unsere Altersvorsorge, mit Renteneintritt keine Miete mehr zahlen. ich glaube, dass er keinen Millimeter bereit wäre das Haus aufzugeben, er erwähnte auch mal kurz, mich auszuzahlen, wenn es dann irgendwann so weit ist. Aber er denkt, dass er mir nur das zahlen muss, was wir investiert haben. Aber ich denke die aktuelle Wertsteigerung (dürfte jetzt das dreifache wert sein) stünde mir doch auch zu?

Ich hoffe weiterhin, dass das irgendwie ein friedliches Ende findet!!!
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« Antwort #45 am: 23. Oktober 2020, 11:28:58 »

Was ich nur unfair fände ist, wenn er sich total querstellt und ich um die Kinder kämpfen muss und  ich ihm dann vielleicht noch Trennungsunterhalt zahlen muss, ob wohl er (durch Erbe) finanziell besser da steht als ich. Aber das hätte ich mir wohl vorher überlegen müssen.

Ein Erbe zählt nicht als Einkommen und wird auch nicht bei der Berechnung des Zugewinnausgleichs berücksichtigt. Ist leider so. Trennungsunterhalt ist einfach die Hälte der Differenz der bereinigten Nettoeinkommen. Wenn Du also 1000 Euro mehr verdienst als er, werden das um die 500 Euro sein, die Du an ihn abrücken musst, und zwar bis zur Scheidung, also in eurem Fall vermutlich die nächsten 2-3 Jahre.

Ja muss man sich vorher überlegen. Man(n und Frau) sollte niemanden heiraten, der einkommenmäßig nicht ungefähr auf Augenhöhe ist. Habe ich aber auch falsch gemacht. Zusammen Sein kann man mit jeder armen Kirchenmaus, bloß heiraten sollte man halt nicht.
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« Antwort #46 am: 23. Oktober 2020, 21:03:14 »

Hallo sweetwoodruff,

Zu den Finanzen..  ich verdiene aktuell ca 1000 Euro mehr

Mal ein Nebenthema: Wie habt ihr das mit den Steuerklassen geregelt? Wenn ihr dieses Jahr das Trennungsjahr offiziell beginnen lassen wollt, dann ist nämlich ab dem 1. Januar 2021 Schluss mit dem steuerlichen Ehegatten-Splitting.

Wenn ihr die Steuerklassenkombination "du III, er V" habt, oder "Klasse IV mit Faktorverfahren", dann muss das spätestes zum Jahreswechsel geändert werden, weil ihr ab nächstem Jahr steuerlich wieder wie Alleinstehende geführt werdet. Richtig ist dann die Steuerklasse I - bzw. ich weiß nicht recht, ob einer von euch beiden für den Alleinerziehenden-Freibetrag und somit für Steuerklasse II in Frage kommt, so lange ihr noch im gleichen Haus lebt, wenn auch getrennt.

Übrigens, falls ihr bislang die Steuerklassen in obiger Weise optimiert habt, dann wird dein Einkommensvorsprung von 1.000 Euro ab Januar sowieso etwas in sich zusammenschrumpfen: Durch den Steuerklassen-Wechsel wird dein Netto sinken und sein Netto wird steigen; allerdings leider in der Weise, dass ihr in Summe weniger habt als bislang. Ihr solltet das vielleicht mal mit irgendeinem Brutto-Netto-Rechner durchrechnen.

Wenn ihr bislang schon beide die Steuerklasse IV hattet, dann ist erst mal alles deutlich übersichtlicher, denn zwischen Steuerklasse I und IV besteht de facto kaum ein Unterschied. Ihr müsst dann "nur" im Auge behalten, dass die Steuererstattung ab dem übernächsten Jahr geringer ausfallen wird als gewohnt, eben weil es ab dem nächsten Jahr kein Ehegattensplitting mehr gibt. 


Zum Schluss noch ein wenn auch kleines Trostpflaster zum Thema Trennungsunterhalt: Es stimmt zwar, dass du ggf. knapp die Hälfte deines Mehr-Einkommens als Unterhalt an ihn abliefern musst; allerdings, ab dem Steuerjahr 2021 kannst du Unterhaltszahlungen an den Ex-Göttergatten in der Steuererklärung geltend machen (Anlage U, das sogenannte Real-Splitting als Ersatz für das dann nicht mehr mögliche Ehegatten-Splitting). In eurer Situation wird das zwar unterm Strich vsl. nicht all zu viel für dich bringen (wg. Nachteilsausgleich), aber ein paar Euro wirst du für die Unterhaltszahlungen vom Finanzamt vsl. schon noch zurückkriegen.

Viele liebe Grüße,

Malachit.
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Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man ziemlich bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.
sweetwoodruff
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« Antwort #47 am: 23. Oktober 2020, 22:22:00 »

Danke Malachit.
Wir sind mit IV/IV veranlagt.
Wegen des Unterhslts frag ich mich auch, welcher Zeitraum zur Berechnung heran gezogen wird. In unserer Ehe, jetzt fast drei Jahre  habe ich nich immer so verdient.  Kurz war ich such TZ und er Vollzeit bzw. er hat sogar mehr verdient.
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Malachit
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« Antwort #48 am: 23. Oktober 2020, 22:56:00 »

Hallo sweetwoodruff,

Wegen des Unterhslts frag ich mich auch, welcher Zeitraum zur Berechnung heran gezogen wird.

Idealerweise würde man das zukünftige Einkommen für die Festsetzung der Unterhaltszahlungen heranziehen. Da man aber nicht so einfach in die Zukunft sehen kann, behilft man sich üblicherweise mit dem Durchschnitts-Einkommen der letzten zwölf Monate.

Viele liebe Grüße,

Malachit.
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