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vatersein.de - Forum 27. Oktober 2020, 21:01:45 *
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Autor Thema: Hilfloser Papa  (Gelesen 1180 mal)
PapavonM
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 9


« am: 06. Oktober 2020, 14:36:03 »

Hallo zusammen,

zu meiner Person: Ich bin 35 Jahre alt und habe eine 6jährige Tochter. Bis vor knapp drei Jahren war ich noch mit der KM zusammen und sogar verheiratet. Wir lebten gemeinsam in Bayern. Sie fühlte sich jedoch nicht wohl und wollte zurück in unsere gemeinsame Heimat (wird sind damals zusammen nach Bayern gezogen) Ich habe dann versucht, vor ihrem Umzug einen neuen Job zu finden. Leider arbeite ich in einer Branche, wo dies nicht so einfach ist und ich auch ungerne meinen gutbezahlten Job (der zudem auch noch mein Traumjob war) aufzugeben. Sie hat dann jedoch ihre Interessen über die der Familie gestellt und ist gemeinsam mit meiner Tochter zurück in die Heimat gezogen (570 km). Ich wollte dann auch baldmöglich nachziehen und habe ihr den kompletten Haushalt überlassen. Nach knapp einem halben Jahr Wochenendbeziehung hat meine Ex sich dann von mir getrennt.

Ich bin dann knapp 1,5 Jahre weiterhin jedes zweite Wochenende die insgesamt 1100 km gefahren um meine Tochter von Freitag bis Sonntag zu sehen. Wir haben dann gemeinsam in meinem alten Kinderzimmer bei meinen Eltern verbracht. Meiner Ex war das zu wenig und meinte immer wieder, ich solle die gemeinsame Tochter doch drei Wochenenden nehmen. Mittlerweile haben wir beide neue Partner. Ich lebe seit über einem Jahr auch wieder in der Heimat. Hab meinen guten Job aufgegeben (von dem sie ja auch drei Jahre unterhaltstechnisch gut gelebt hat) und eine Wohnung mit meiner neuen PArtnerin angemietet, wo meine Tochter ein eigenes Zimmer sowie Kleiderschrank etc. hat.

Das Verhältnis zu meiner Ex war eigentlich noch nie gut, seit meiner Rückkehr nach Hause aber eher nur immer schlimmer geworden. Ich suchte mir Rat beim Kinderschutzbund. Dort nahmen wir einige Termine zusammen wahr. Dort wurde dann auch das Wechselmodell besprochen, welches ich mir wünsche, da ich endlich wieder mehr Zeit mit meiner Tochter verbringen möchte und alle Randbedingungen nun auch stimmen.  Meine Ex lehnte dies nun ab. Als ich nicht konnte, wollte sie, dass ich mehr Zeit mit meiner Tochter verbringe... jetzt will sie plötzlich nicht mehr. Die Beratungen beim Kinderschutzbund scheiterten. Ich durfte aber nunmehr immerhin meine Tochter alle zwei Wochen immerhin von DOnnerstag nach dem KiGa bis Montagmorgen haben. Sie wollte keine Übergabe mehr, da sie mich nicht mehr sehen will. Zudem war sie zu der Zeit sehr überfordert und gestresst, sogar handgreiflich gegenüber der Tochter, so dass dieser Umgang auf Raten des KB erfolgte. Dennoch wünsche ich mir weiter das Wechselmodell!!!

Anfang diesen Jahres habe ich dann Kontakt zum Jugendamt aufgenommen. Dort interessierte sich erstmal ein halbes Jahr keiner für meine Situation. Erst, als es vor ein paar Monaten wieder eskalierte und meine Ex mir keinerlei Auskünfte mehr erteilen will über Arztbesuche etc. konnte ich mit vielen Anrufen und E-Mails eine Sachbearbeiterin beim Jugendamt "erreichen". Es erfolgte ein gemeinsames Gespräch. In diesem Gespräch teilte mir meine Exfrau mit, dass sie nun wieder umziehen wolle Zwar keine 570 km, aber auch weit genug weg, dass ich meine Tochter nicht mal eben zur Schule oder KiGa fahren kann.... Wechselmodell ade... verlängerte Wochenenden ade.
Ich muss dazu sagen, dass meine Exfrau sich in meinen Augen nur insoweit um die gemeinsame Tochter kümmert, wie sie eben muss. Sie stellt schon immer ihre eigenes Interessen über die unserer Tochter. Ich habe auch heute noch das Gefühl, dass dieser ganze Umzug etc. von vornherein geplant war. Der Eheschein wurde eigentlich nur beim Standesamt abgeholt. Von Freunden erfuhr ich im Nachhinein, dass meine Ex mich nie heiraten wollte. Nachdem die Wohnung etc alles fertig war, wurde ich vor vollendete Tatsachen gestellt. Jetzt habe ich meinen guten Job aufgegeben. Ich möchte mich mehr einbringen in das Leben meiner Tochter. Möchte daran teilhaben. Doch jetzt hat meine Ex daran scheinbar nicht mehr das Interesse. Nach nunmehr drei Jahren ist der Esel ja gemolken und bsi auf Kindsunterhalt nichts mehr zu holen.

Ich habe jetzt einen Antrag auf das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht gestellt und auf das Wechselmodell. In ein paar Wochen ist die Anhörung. Wer hatte schon mal so eine Anhörung? Was muss man als Vater tuen, damit man wahr genommen wird bei dem Jugendämtern. Ich liebe meine Tochter und es bricht mir das Herz, dass ich nur ein Wochenend-Daddy sein darf.

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Bester Papa
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« Antwort #1 am: 06. Oktober 2020, 14:53:47 »

Hallo und guten Tag.

Ich habe das schon hinter mir wie so viele hier.
In meiner Situation lebte das Kind jedoch vor dem Umzug der KM bereits bei mir und war bereits 10.

Es wird sehr schwer den Umzug zu verhindern.
Jedenfalls wird das Gericht noch einen Verfahrensbeistand bestellen und aller Wahrscheinlichkeit auch ein Gutachten, sofern Du dem zustimmst.
Ich vermute  aber, dass das in Deinem Fall rausgeschmissenes Geld ist.

Könntest Du eine Alleineziehung überhaupt stemmen?

VG
BP

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PapavonM
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« Antwort #2 am: 06. Oktober 2020, 15:01:56 »

Vielen Dank für die Antwort.

Ich denke schon, dass das gehen würde. Ich hab noch meine Freundin und die Familie, die mich in allem unterstützten würde. Einen Verfahrensbeistand wurde bereits bestellt. Nächste Woche habe ich den Termin mit ihr.

Es ist mir immer noch ein Rätsel, warum ich als Vater absolut gar keine Rechte habe. Ich habe meiner Ex-Frau über 3 Jahre insgesamt 12.000 Euro in den Rachen werfen dürfen. Unterhalt der Kleinen noch nicht mal dabei. Sie hat alle Möbel, Auto, etc erhalten. Ich habe alle Kosten übernommen für Scheidung und Anwälte, Notar. Ich möchte lediglich wieder mehr Zeit mit meinem Kind. Ich würde sogar mehr Unterhalt zahlen, wenn es dann nur daran scheitert. Ich nehme an allen Untersuchungen teil, begleite meine Tochter zu Schwimmkursen etc. Ihre Mutter gibt sie immer bei mir ab, egal wie krank die Kleine ist. Hauptsache sie hat ihre Ruhe. Während der Coronaschließung des Kindergartens hat meine Tochter den Großteil ihrer Zeit vor dem Fernseher verbracht. Ich hätte sie auch gern mehr genommen... hab das sogar angeboten, um sie zu entlasten
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SLAM
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« Antwort #3 am: 06. Oktober 2020, 16:33:33 »

Interessanter Fall.

Auf der einen Seite eine Mutter, die keinen Bock auf das Kind hat, und auf der anderen Seite ein Vater, der sich gerne mehr kümmern würde, was wiederum die Mutter nicht möchte und sogar durch einen Umzug zu verhindern versucht.

So wie ich das sehe, kannst Du das vermutlich mit Geld regeln. Sag ihr doch, dass Du auch im paritätischen Wechselmodell bereit bis, den vollen Unterhalt zu zahlen, und im Residenzmodell, bei dem die Tochter bei Dir lebt, sogar 50% davon. Würde mich nicht wundern, wenn das klappt.
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Beim Betreten des Familiengerichts verlassen Sie den Rechtsstaat und befinden sich nun im Matriarchat.
PapavonM
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« Antwort #4 am: 06. Oktober 2020, 16:42:45 »

Habe ich auch schon versucht.

Geld braucht sie aufgrund ihres neuen Partners jetzt wohl nicht mehr. Ich gehe eher davon aus, dass sie ungern ihre "Macht" verlieren möchte. Am Ende hat sich mich auf ewig in der Hand und unglücklich. Sie spielt ihren längeren Hebel gerne aus. Und wenn ich das Wechselmodell erhalte, dann habe ich ja das, was ich mir wünsche. Und das gibt es in ihrer mich verhassten Welt nicht. :-(
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Kasper
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« Antwort #5 am: 06. Oktober 2020, 16:45:25 »

Moin,

und herzlich willkommen.

Die erste Frage, die sich mir bei Deinem Beitrag stellte, war, wie die Kindesmutter (KM) den Umzug begründet?

Handelt es sich um eine neue Arbeitsstelle? Oder ist ein neuer Partner der Grund? Sie muss ja irgendwie anführen, warum der Umzug notwendig ist.
Mit 6 Jahren ist Eure Tochter vermutlich auch kurz vor, oder gerade eben, eingeschult worden. Da ist so ein Knick in den sozialen Kontakten - zumindest grundlos - nicht die klügste Entscheidung. Weiterhin, es handelt sich um den Heimatort von Euch beiden. Das bedeutet, dass die KM die familiäre Unterstützung ihrer eigenen Familie verliert...

Den ersten Schritt hast Du ja bereits gemacht.
Wie hast Du Deinen Antrag auf ABR begründet? Willst Du, sollte die KM dann nicht verziehen, dass Wechselmodell (WM) durchziehen? Oder soll die KM dann Umgänge wie Du haben?
Hat die KM angegeben, dass sie umziehen will? Wie hast Du davon erfahren?

Gruß
Kasper
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Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge zu ertragen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
Wasserfee
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« Antwort #6 am: 06. Oktober 2020, 16:48:44 »

hi,

ich sehe das in dieser Konstellation gar nicht so schwarz. In welchem Bundesland wohnst du? Die Zeiten, in denen kümmernde Väter keine Rechte haben sind nach meiner Erfahrung schon lange vorbei.

WF
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PapavonM
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« Antwort #7 am: 06. Oktober 2020, 16:57:31 »

Lieber Kasper,

vielen Dank für deinen Beitrag. Sie möchten gerne ein Haus kaufen und in der Stadt wo wir wohnen, sind die Häuser zu teuer.

Also wegen der Arbeit nicht. So wie ich das verstanden habe, ist sie derzeit sogar in keiner Beschäftigung. Meine Tochter wurde zurückgestellt und bleibt noch ein Jahr im Kindergarten.

Ich habe quasi begründet, dass auch meine Tochter meine Anwesenheit dringend benötigt, da die KM in vielen Momenten das Wohlergehen aus den Augen verliert. Förderungen blieben aus. Oft war sie überfordert und auch schon einmal handgreiflich. Ich möchte meiner Tochter nicht die Mutter entziehen. Sie braucht uns beide.

Von dem Umzug hab ich erfahren, weil sie beim letzten gemeinsamen Gespräch beim Jugendamt damit herausgeplatzt ist. Sie schauen sich schon Häuser an und ich hab halt Pech oder ziehe dann mal wieder hinterher. 
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PapavonM
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« Antwort #8 am: 06. Oktober 2020, 17:00:27 »

Liebe Wasserfee,

ich lebe in NRW. Meine Erfahrungen bzgl. JA und Kinderschutzbund sagen mir da aber leider was anderes. Erstmal habe ich ewig gebraucht, bis sich meiner Sache einer angenommen hat. Sobald die KM dazu kam, lag das Interesse dann auch immer eher bei ihr.
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PapavonM
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« Antwort #9 am: 06. Oktober 2020, 17:02:11 »

Die Dame vom JA sagte mir sogar ins Gesicht, dass jetzt immer mehr Väter sich für das Wechselmodell interessieren. Sobald dies dann Thematisiert wird, bricht plötzliche die Kommunikation zu den KM ab oder gestaltet sich schwierig.
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Kasper
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« Antwort #10 am: 06. Oktober 2020, 17:45:07 »

vielen Dank für deinen Beitrag. Sie möchten gerne ein Haus kaufen und in der Stadt wo wir wohnen, sind die Häuser zu teuer.

Also wegen der Arbeit nicht. So wie ich das verstanden habe, ist sie derzeit sogar in keiner Beschäftigung.
Eine ungünstige Konstellation. Wie soll sie ohne Einkommen ein Haus finanzieren?
Oder der Partner verdient soviel ... allerdings wird er dann die Ex nicht mit ins Grundbuch eintragen lassen, wenn er schlau ist.

Von dem Umzug hab ich erfahren, weil sie beim letzten gemeinsamen Gespräch beim Jugendamt damit herausgeplatzt ist. Sie schauen sich schon Häuser an und ich hab halt Pech oder ziehe dann mal wieder hinterher. 
Gut so. So kannst Du entsprechend frühzeitig gegensteuern ...

Die Dame vom JA sagte mir sogar ins Gesicht, dass jetzt immer mehr Väter sich für das Wechselmodell interessieren. Sobald dies dann Thematisiert wird, bricht plötzliche die Kommunikation zu den KM ab oder gestaltet sich schwierig.
Wohl wahr. Dies ist einer der ersten Tips die Anwälte geben, um dieses Vorhaben zu torpedieren. Aber es ist inzwischen kein Ausschlusskriterium mehr, da auch die Gerichte dazulernten, dass dies eher ein strategisches Mittel ist.

Ich sehe da grundsätzlich auch kein großes Problem, wenn da ruhig und sachlich rüber kommst. Das ist zwar keine grundsätzliche Garantie, aber dass das Wechselmodell favorisierst, auch mit dem ABR, ist wirklich gut.

Gruß
Kasper
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« Antwort #11 am: 06. Oktober 2020, 17:48:26 »

Hallo Papa,

es hängt halt davon ab, wo du lebst. Bei uns ist die Familienberatung (die das Jugendamt vertritt) absolut auf WM-Kurs. Wann immer möglich, wird es angeraten und auch vor Gericht so kommuniziert. Deine Chancen müssen nicht schlecht sein. Ich würde vor Gericht kommunizieren, dass wenn du das ABR erhältst und die Mutter sich gegen einen Umzug entscheidet du gerne ein WM herbeiführen würdest.
Argumentiere mit Kontinuität in sozialen Beziehungen. Du willst dich in der Entwicklung mehr einbringen... Rede nicht negativ über deine Ex, am besten gar nicht. Das sollte man vermeiden, wenn es geht.
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« Antwort #12 am: 06. Oktober 2020, 19:09:26 »

Rede nicht negativ über deine Ex, am besten gar nicht. Das sollte man vermeiden, wenn es geht.
Genau!
Beispiel gefällig?
Nicht sagen, dass die KM das Kind immer bei Dir abgibt wenn es krank ist, sondern positiv herausstellen, dass Du Dich (selbstverständlich) auch um das kranke Kind gekümmert hast!

Ich finde auch, dass Deine Ausgangslage gut ist und das Du bisher viel richtig gemacht hast. Das sollte es einem Gericht mE einfach machen, auf ein WM entscheiden zu können (und wollen). Und ob KM dann immer noch (ohne Kind) wegziehen will?

Nur Mut, zieh es durch.  Nicht verzagen, lass Dich nicht von (zT alten) Horrorgeschichtenndie Du im Netz und gerade auch hier findest abschrecken. Keine Garantie auf Erfolg. aber gute Bedingungen.

gruß toto 
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« Antwort #13 am: 06. Oktober 2020, 19:38:08 »

Also, dass das Gericht ein WM anordnet halte ich für eine gewagte These. Aber versuchen kannst Du das natürlich.
Jedenfalls würde ich darauf hinweisen, dass Du das Wechselmodell selbst stemmen kannst, auch ohne Unterstützung von Freundin und Familie. Dass sie Dir helfen, ist zwar nett, bringt Dir im Zweifelsfall vor Gericht aber keine Pluspunkte.

Du musst darlegen, dass Du für Kontinuität im Leben Deiner Tochter stehst, während Exe durch die häufigen Umzüge dem Kindeswohl eher schadet.
Aber ob das ausreicht, habe ich Zweifel.

Vielleicht sucht Dein Anwalt mal nach Beschlüssen des OLG Düsseldorf hinsichtlich Wechselmodellen und wie es eine Ausurteilung/ Ablehnung begründet.

Darauf kann Dein Anwalt dann bei der Argumentation aufbauen.
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« Antwort #14 am: 06. Oktober 2020, 21:10:42 »

Vielleicht hilft Dir ja dieses BGH Urteil vom 01.02.2017:

http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=pm&Datum=2017-2&nr=77517&pos=3&anz=15
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« Antwort #15 am: 07. Oktober 2020, 09:16:24 »

@Bester Papa:

wie gesagt, es hängt dran, wo du wohnst. Bei uns lagert das Jugendamt die Fälle an die Familienberatung aus. Der Abteilungsleiter sagt ganz klar: wenn der Vater sich vorher eingebracht hat und weiter einbringen will, die Rahmenbedingungen passen und nichts vorgefallen ist, dann ist ein Doppelresidenzmodell das Modell, was das Jugendamt dem Gericht empfehlen wird. Das kann aber eine Kommune mit einem anderen Amtsgericht wieder ganz anders aussehen. Ich denke, dass es mittlerweile nicht mehr ganz so aussichtslos ist, wie es noch vor 10 Jahren war.
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« Antwort #16 am: 07. Oktober 2020, 09:19:01 »

Bei uns lagert das Jugendamt die Fälle an die Familienberatung aus. Der Abteilungsleiter sagt ganz klar: wenn der Vater sich vorher eingebracht hat und weiter einbringen will, die Rahmenbedingungen passen und nichts vorgefallen ist, dann ist ein Doppelresidenzmodell das Modell, was das Jugendamt dem Gericht empfehlen wird.

So ähnlich sieht es auch bei uns aus.
@Max, du bist nicht zufällig aus dem Rhein-Main-Gebiet?
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« Antwort #17 am: 07. Oktober 2020, 12:20:46 »

Ich denke, dass auch viel von diesem Verfahrensbeistand abhängt und wie gut meine Ex meine Tochter schon bearbeitet hat. Ich hab meine Tochter ja jetzt auch schon wieder knapp zwei Wochen nicht gesehen und der Verfahrensbeistand kommt wohl diese Woche in den Haushalt meiner Tochter...
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« Antwort #18 am: 07. Oktober 2020, 15:46:10 »

Da Du das alleine ABR beantragt hast, wird der VB aller Wahrscheinlichkeit ein Gutachten empfehlen, dem das Gericht dann folgen wird.
Richte Dich also auf zusätzliche Kosten von 3.000-5.000€ ein

So war es bei mir.

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« Antwort #19 am: 07. Oktober 2020, 16:11:09 »

Das ist eigentlich auch mein Problem... ich hab schon so viel Geld verloren. Bin jetzt im 4 Monat 100 Kurzarbeit. Ich weiß nicht, ob ich dann noch mehr Geld verbrennen soll/kann. DAs ist doch alles utopisch, nur weil ich meine eigene Tochter gerne um mich haben will und ich mir nicht vorstellen kann für ewig nur der Wochenend-Daddy zu sein. Davon abgesehen, dass ich die Donnerstag bis Montag Zeit dann auch nicht mehr einhalten kann. Naja, außer, ich bin bis dato eh arbeitslos... wer weiß. Hab ja dann in meiner Heimat keine Perspektive mehr.
 
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« Antwort #20 am: 07. Oktober 2020, 21:38:46 »

Wenn du aktuell in Kurzarbeit bist: wie sieht es mit VKH aus? Du müsstest nach allen Abzugspositionen unter 730 EUR landen.

@Brave: Ich wohne in einem Vorort von Düsseldorf.
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« Antwort #21 am: 07. Oktober 2020, 22:47:28 »

Hab den Antrag gestellt, wurde aber abgelehnt, da ich immer ein sparsamer Mensch war und was auf Seite gelegt hab, falls man ja irgendwann mal mit Mitte 30 auf die Idee kommen sollte, sich mal ein Eigenheim zu ermöglichen oder so... Ich hab ja nicht damit gerechnet, dass ich tatsächlich noch ein Gerichtsverfahren anstreben muss. Schließlich wollte mein Ex mir meine Tochter früher immer mehr geben, als ich noch in Bayern lebte und die Möglichkeiten aber nicht hatte. Jetzt, wo ich die Zeit und den Platz habe, hat sich das Blatt ja gewendet.
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