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vatersein.de - Forum 27. Oktober 2020, 22:33:41 *
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Autor Thema: Erziehungsfähigkeits gutachten - Baby  (Gelesen 2073 mal)
Susi64
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 4.697


« Antwort #50 am: 07. Oktober 2020, 14:49:35 »

Hallo,

wenn das JA eine Inobhutnahme vornimmt, dann bedeutet dies, dass das Kind aus unzumutbaren Zuständen heraus genommen wird und da gibt es nichts anzubahnen. Das Verbleiben in der Familie stellt eine Kindswohlgefährdung dar.

Eine Rückführung bedeutet aber immer, dass es im Interesse des Kindes ist, dass der Übergang nicht abrupt erfolgt.

VG Susi
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Kasper
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 4.087



« Antwort #51 am: 07. Oktober 2020, 18:48:07 »

Moin,

nach den Ausführungen des TE lässt sich - unter der Voraussetzung, dass die Schilderungen korrekt sind - feststellen, dass hier ganz gewaltig etwas falsch gelaufen ist.

Rein Verdachtsbezogen darf das JA keine Ermittlungen und schon garnicht eine Inobhutnahme fordern/anregen. Leider, und dies lässt sich oft feststellen, tun dies Jugendämter relativ oft und auch nicht sachbezogen/begründet. Auch Drohungen mit weiteren und härteren Konsequenzen kommen vor. Gerade noch Unerfahrene lassen sich dabei ins Bockshorn jagen, da sie (fälschlicherweise) davon ausgehen, dass es sich ja um eine Behörde handeln würde und diese besondere Rechte hätten.
Haben sie teilweise auch, aber - und da spricht die Rechtssprechung eine deutliche Sprache, bis hin zum EuGH - sie wenden sie nicht richtig an bzw. schießen mitunter über das Ziel hinaus. Die möglichen Gründe will ich hier nicht weiter darlegen.

Richtigerweise hat der TE Kontakt zu einem Fachanwalt für Familienrecht aufgenommen. Maßgabe muss die Rückführung des Kindes sein, auch weil keine Gefährdung vorliegt. Nach den Darstellungen nicht einmal Ansatzweise.

Die "unzumutbaren Umstände" sind nicht gegeben. Das Kind muss, schon aufgrund des Alters, zügig zurück geführt werden und diese kann (und sollte) schnell erfolgen. Das Argument, dass diese nicht abrupt erfolgen sollte, kann nicht gelten, da die Wegnahme auch Abrupt erfolgte. Experten und auch die Rechtssprechung sind sich inzwischen einig darüber, dass die Trennung eines Kindes der schlimmste und heftigste Eingriff in die Entwicklung eines Kindes ist. Die Hürden für eine Inobhutnahme sind nicht ohne Grund auch juristisch hoch gesteckt. Dennoch geht man in "Fachkreisen" mit dieser Maßnahme leichtfertig um.
Damit möchte ich nicht verhehlen, dass es Umstände gibt, die solche Maßnahme zwingend erforderlich machen. Aber es wird in vielen unnötigen Fällen darauf gedrängt und dann kommt es auch zu echten unwahren Darstellungen dieser Fachleute, die durch nichts gedeckt sind.

Das Kind wurde in einem Alter von 4 Wochen "entzogen", leider mit der scheinbaren Zustimmung der Eltern. Wie alt das Kind jetzt ist, hab ich leider überlesen bzw. wird nicht benannt.
Auch die geforderten psychiatrischen Untersuchungen bzw. die Therapie geht über ein Maß hinaus, welches juristisch nicht gedeckt ist, solange das Kind nicht aktuell gefährdet ist. Der TE berichtete, dass er sich seit 9 Monaten durchgehend im Homeoffice befindet, dadurch ist ihm die Pflege und Betreuung seines Kindes möglich.

Hier wird, meiner Meinung nach Vorratsbezogen in eine Situation eingegriffen, die durch nichts gedeckt ist und weder durch die Rechtssprechung noch Pädagogisch gedeckt ist. Mehr noch, das Kind wird traumatisiert, da es ohne Not hin und her geschoben wird. Daneben gilt das hohe verfassungsmäßige Recht der Eltern.

Rechtlich ist es möglich, dieser "Inobhutnahme" jederzeit zu widersprechen. Dann muss, sollte das JA eine andere Auffassung vertreten, diese innerhalb von 48 Stunden einen Antrag beim Familiengericht stellen. Diesen müssen sie begründen, und dass nicht mit Vermutungen, sondern Tatsachen. Darauf würde ich es u.u. ankommen lassen.
Das JA kontaktieren, denen die Einstellung der Inobhutnahme und Widerruf der Zustimmung, neben einer 3 wöchigen Übergangsphase zur Rückführung. Dazu gibt es einen Umgang von einmal täglich für mehrere Stunden, damit das Kind den Kontakt zu den Eltern wieder intensiviert.
Ich weiß sowieso nicht, warum das JA auf einen Kontakt von einmal die Woche kommt und das es dies als ausreichend erachtet. Schon alleine dieser Punkt legt nahe, dass es andere Pläne der Sachbearbeiter gibt, die mehr Richtung Entfremdung geht, wie eine mögliche Rückführung
Das Gutachtes des Jugendamtes sollte mit Vorsicht angesehen werden. Es liegt nahe, dass Sachverständige, die oft für ein einzelnes Jugendamt arbeiten, einer gewissen Parteilichkeit unterliegen, da diese wirtschaftlich Abhängig sind. Es gibt inzwischen Urteile, nach denen Sachverständige Schadensersatzpflichtig wurden, selbst wenn diese nach einem Vergleich abgeschlossen wurden.
Meist wird darauf abgezielt, dass die Betroffenen nicht bereit sind, sich zur Wehr zu setzen und es über sich ergehen lassen.

Ich wünsche viel Erfolg und dass es ein gutes Ende nimmt.
Gruß
Kasper
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Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge zu ertragen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
Lumean
Schon was gesagt
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 9


« Antwort #52 am: 12. Oktober 2020, 13:38:32 »

Hallo allerseits, erstmal weiter Danke für die vielen Tipps und Ratschläge!

Ich melde mich dann auch nochmal zwischendurch um ein kleines Update zu geben wie es nun weiter geht. heute waren wir bei einer Fachanwältin für Familienrecht und haben ihr (in 2,5 Stunden gespräch) mal die Lage und den gesamten Verlauf geschildert. Sie findet die Ausführungen des Jugendamtes extrem überzogen, vor allem, weil man mich als Part hier nicht genug einbezieht, und wird nun folgendes mit uns starten:
- Eilantrag beim FG um sicherzustellen, dass der kleine in der Bereitschaftspflege bleibt, bis das Hauptverfahren abgeschlossen ist
- Hauptverfahren beim FG (was ca. 1 Monat dauern wird bis wir da dann den Termin haben laut ihr) wo wir die Rückführung fordern
- Gutachten wird abgeblasen, da wird von ihrer Seite aus eine Mail an unsere zuständige Jugendamtsmitarbeiterin geschrieben
- Jegliche Kommunikation geht absofort nur noch über die Anwältin
- Bis zum Hauptverfahren: Schriftstücke Sammeln was nur geht. Bescheinigung über von uns abgelegte Kurse, Kopie der Krankenakte beim KA, Versicherung der Hebamme, dass sie keine Bedenken hat usw usw usw

Insgesamt rechnet sie sich sehr gute Chancen aus und hat auch schon oft gegen das Jugendamt geklagt. Auch bei unserem zuständigen Gericht kennt sie alle Richter. Also muss ich sagen, dass ich froh bin, diesen Schritt gemacht zu haben. Sie vermutet, dass das JA dieses Gutachten nur wollte, um ihre "Vermutungen" dann auch mal belegen zu können - weil das können sie ja bis heute nicht.
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Kasper
Spezialgruppe
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 4.087



« Antwort #53 am: 12. Oktober 2020, 14:12:16 »

Sie vermutet, dass das JA dieses Gutachten nur wollte, um ihre "Vermutungen" dann auch mal belegen zu können - weil das können sie ja bis heute nicht.
Dies ist der springende Punkt, der leider auch allzuoft zu beobachten ist. Das JA "vermutet" ohne eine konkrete Sachlage zu haben und wollen diese nun "unterstützt sehen" indem sie ein eigenes Gutachten anlasslos in Auftrag geben.

Ich denke dass der Schritt der Richtige ist und wünsche Euch viel Glück.

PS: warum soll es ein Hauptverfahren geben? Ihr müsst die Herausgabe fordern und dann muss das JA reagieren bzw. ein Verfahren anstoßen. Wenn die das nicht tun, wird das Kind herausgegeben und gut ist.

Gruß
Kasper
Gespeichert

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MaxMustermann1234
_MaxMustermann1234
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 654


« Antwort #54 am: 12. Oktober 2020, 14:52:07 »

Meine Vermutung: der TO und seine Partnerin haben ein Schriftstück unterschrieben, dass das Verhalten des Jugendamts legitimiert.
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Kasper
Spezialgruppe
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 4.087



« Antwort #55 am: 12. Oktober 2020, 15:37:43 »

Meine Vermutung: der TO und seine Partnerin haben ein Schriftstück unterschrieben, dass das Verhalten des Jugendamts legitimiert.
Diese Vermutung habe ich auch.

Gruß
Kasper
Gespeichert

Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge zu ertragen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
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