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vatersein.de - Forum 24. November 2020, 09:49:41 *
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Autor Thema: Mehrbedarf/Sonderbedarf Nachhilfe ?!?  (Gelesen 1216 mal)
Brave
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« am: 23. September 2020, 13:21:34 »

Hallo,

Nun, heute erreichte mich eine Email der KM, dass meine Kids unbedingt Nachhilfe benötigen. Seltsam war nur, dass sie auf alle anderen Emails nicht reagiert, aber wenn es ums Geld geht dann irgendwie doch Reaktioen zeigt. Ein Schelm wer böses dabei denkt.

Meine Kids haben sicherlich seit über 1 Jahr schulische Probleme, mal mehr und mal weniger. Das Angebot hier schulisch zu helfen, wie auch vor der Trennung praktiziert, hatte ich bereits vorgeschlagen, aber wurde abgeschmettert mit fadenscheinigen Argumenten. Vor ca. 1 Jahr hatte ich mich für 2 Monate (bis zu den Weihnachtsferien 2019) einmalig an Nachhilfekosten beteiligt.
Das die Kids schulische Probleme hatten/haben von denen die KM weiß ist nix neues. Nur aufgrund der Covid-19 Situation sind beide zum neuen Schuljahr 2020/21 nicht sitzen geblieben!

Stichwort Mehr-/Sonderbedarf: KM argumentiert hier mit 'Sonderbedarf', obwohl es klar ist das Kids schulische Probleme hatten. Ob sie dies immer noch haben, weil das Schuljahr hat ja erst angefangen hat, weiß man zu diesem Zeitpunkt nicht (hatten sehr an der Trennung zu knabbern und tun sie wohl immer noch). Demnach ist es doch eigentlich ein Mehrbedarf, den sie natürlich nicht vorab mit mir besprochen hat. Zudem weigert sie sich schulische Infos an mich weiterzugeben bspw. Noten in Arbeiten, sogenannte blaue Briefe, Zeugnisse, Stundenpläne, etc. Da stellt sie sich regelmäßig tot. Nur gut, dass ich immer einen guten kontakt zu den Lehrern meiner Kids pflege und mir alle Infos immer holen bzw. nachrennen muß.

Wie gesagt, nix abgesprochen, sondern nur gebeten, zum Wohle der Kinder, ihr jeden Monat 135€ zu überweisen (für beide Kinder) und das mir ja wohl auch was daran liegen sollte, dass die Kids gute Noten haben. Wie bitte?? Ich weise schon seit Monaten darauf hin, dass anscheinend alles andere als Schule eine Priorität ist für meine Kids d.h. Playstation, Handy, ... Die Nachhilfe Betreuung in der Schule wird wohl erst nach den Herbstferien wieder seine Pforten öffnen.

Habe auch einiges hier durchgelesen und habe oft den Satz gehört "Wer die Musik bestellet hat muß diese auch zahlen",aber so einfach scheint das nicht zu sein.
Ich zahle brav KU nach DU Tablle Stufe 7.  Wie seht ihr das?



« Letzte Änderung: 23. September 2020, 13:27:39 von Brave » Gespeichert
MaxMustermann1234
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« Antwort #1 am: 23. September 2020, 13:28:09 »

Bei Stufe 7 sicher kein Mehrbedarf, sondern muss aus dem regulären Unterhalt bezahlt werden. Ist auch nicht unvermeidbar, wenn du Nachhilfe angeboten hast, die wäre ja kostenlos. Also Privatvergnügen der Mutter. Nebenbei halte ich von kommerziellen Angeboten nichts, hab da selbst ne lange Zeit gearbeitet. Das Geld kann man sich sparen.
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« Antwort #2 am: 23. September 2020, 14:54:15 »

Es ist mit Sicherheit kein Sonderbedarf, denn Nachhilfe findet regelmäßig statt. Als Mehrbedarf ist Nachhilfe aber schon anerkannt. Bei Sonderbedarf würde das Ansparargument zutreffen und damit die Bezahlung aus dem regulären Unterhalt, bei Mehrbedarf aber nicht.

"Der Mehrbedarf des Kindes ist ein während eines längeren Zeitraums regelmäßig anfallender Bedarf, der die üblichen Kosten übersteigt und deshalb in den Regelsätzen der Düsseldorfer Tabelle nicht erfasst ist (BGH, Urteil v. 26.11.2008, XII ZR 65/07)."
(siehe hier, wo Nachhilfe auch direkt als Mehrbedarf erwähnt wird.)

An der Definition sieht man auch, dass es nicht von der Unterhaltsstufe abhängt. Ob die Nachhilfe sinnvoll ist, ist eine andere Frage.

VG Susi

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« Antwort #3 am: 23. September 2020, 15:13:49 »

Sorry, mein Fehler. Hat KM als Mehrbedarf  und nicht als Sonderbedarf 'angemeldet'. Wie definiert sich denn der Begriff 'Regelmäßigkeit der Nachhilfe'?
Denn, im letzten Jahr gab es das für 2 Monate und dann nicht mehr. KM hat leider inhaltlich keinerlei Ahnung was die Schulfächer angeht und erfährt durch Nachhilfe auch eine Erleichterung bzgl. Betreuung.
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« Antwort #4 am: 23. September 2020, 17:25:56 »

Hallo,

normalerweise wird Nachhilfe nicht für 2 Monate sondern wenigstens ein Schulhalbjahr oder Schuljahr abgeschlossen. 2 Monate reichen da nicht.
Sollte wieder eine Kurzzeit-Nachhilfe geplant sein, dann kann man sich schon fragen ob es Mehrbedarf ist, da diese Nachhilfe nicht regelmäßig anfällt. Sonderbedarf dürfte es dann auch nicht sein, da die Kosten nicht außergewöhnlich hoch sind.

VG Susi
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« Antwort #5 am: 23. September 2020, 17:52:54 »

Danke.
Es soll ein Vertrag mit der sogenannten 'Schülerhilfe' über 12 Monate abgeschlossen werden d.h. für mich 12 x 129eur ohne das ich irgendwie eingebunden wurde bzw. irgendwelche Schulinfos von ihr erhalte.
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Wasserfee
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« Antwort #6 am: 23. September 2020, 19:47:13 »

Mo

ich hab es jetzt nicht auf dem Schirm, ob die KM Leistungen wie KiZ oder Wohngeld bezieht?
Dann bekommt sie die Nachhilfe im Rahmen der Bildung und Teilhabe nämlich komplett für lau.

WF
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« Antwort #7 am: 23. September 2020, 21:13:25 »

ich hab es jetzt nicht auf dem Schirm, ob die KM Leistungen wie KiZ oder Wohngeld bezieht?

Nein, weder noch. Muß ich nun anstandslos zahlen? Das ist ja nix was plötzlich aus dem Nix kommt, sondern hätte doch auch als kleine Rücklage ihrerseits angespart werden können. Zahle doch schon reichlich
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« Antwort #8 am: 23. September 2020, 21:18:54 »

Nachhilfe kann in seltenen Fällen Sonderbedarf sein, z.B. wenn das Kind plötzlich und kurzzeitig Nachhilfe braucht, weil es länger krank war. Auch wenn ein Kind aufgrund der Pandemie und Schulschließung abgerutscht ist, könnte ich mir das als Sonderbedarf vorstellen.

In deinem Fall war es vorhersehbar und wird regelmäßig für einen längeren Zeitraum notwendig sein. Von den Gerichten wird solche Nachhilfe meist als Mehrbedarf anerkannt. Man müsste ausrechnen, anhand des Einkommens der KM, wer welchen Anteil zahlen muss. Aber wahrscheinlich würdest du für den Mehrbedarf zur Kasse gebeten. Wenn du nicht gerade selbst Lehrer bist, wird man dir wahrscheinlich auch nicht ermöglichen, das selbst in die Hand zu nehmen.

Das hat leider auch nichts damit zu tun, ob du nun Infos über die Schule bekommst oder nicht. Da gibt es aber durchaus Möglichkeiten, da etwas zu erfahren, sogar wenn du kein Sorgerecht hast.
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Inselreif
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« Antwort #9 am: 23. September 2020, 21:35:59 »

Selbst wenn grundsätzlich zu zahlen ist - wie viel verdient denn Deine Ex und muss sie sich ggf. an dem Mehrbedarf beteiligen? Erhält sie selbst Unterhalt von Dir, der aufgrund der neuen Einkommensbereinigung zu reduzieren wäre?

Gruss von der Insel
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« Antwort #10 am: 24. September 2020, 07:41:48 »

Selbst wenn grundsätzlich zu zahlen ist - wie viel verdient denn Deine Ex und muss sie sich ggf. an dem Mehrbedarf beteiligen?
Ca. 2.000 - 2.100€ netto. Warum sollte sie sich nicht an dem Mehrbedarf beteiligen? Dann die Frage zu welchem Anteil. Das weiß ich nicht, deswegen auch mein Posting.

Zitat
Erhält sie selbst Unterhalt von Dir, der aufgrund der neuen Einkommensbereinigung zu reduzieren wäre?
Nein, TU gibt es schon seit über 1 Jahr nicht mehr von mir, da sie seitdem auch Vollzeit arbeitet.
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« Antwort #11 am: 24. September 2020, 08:16:00 »

Danke.
Es soll ein Vertrag mit der sogenannten 'Schülerhilfe' über 12 Monate abgeschlossen werden d.h. für mich 12 x 129eur ohne das ich irgendwie eingebunden wurde bzw. irgendwelche Schulinfos von ihr erhalte.

Ich hatte aus aktuellem Anlass ein Gespräch mit meiner Anwältin darüber, was denn nun vom regelmäßigen Unterhalt zu zahlen sei, und was Mehrbedarf ist und was Sonderbedarf darstellt.

Basierend darauf kann ich mitteilen, dass die von Dir erwähnte Nachhilfe definitiv Mehrbedarf darstellt, denn grundsätzlich Du zahlen musst. Eine andere Frage wäre, ob und in welcher Höhe sich bei speziellen Konstellationen die KM daran beteiligen muss.
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« Antwort #12 am: 24. September 2020, 08:44:27 »

Eine andere Frage wäre, ob und in welcher Höhe sich bei speziellen Konstellationen die KM daran beteiligen muss.

Nun, Anmeldegebühren kommen auch noch hinzu von insgesamt ca. 110eur. Die 129eur sind übrigens 50% des Gesamtbetrages, den sie einfordert. Die gleiche Dame wollte übrigens die Anlage U  (obwohl ich alle Nachteile erdtattet hätte) nicht unterschreiben. Ok, hat jetzt nix mit diesem Mehrbedarf zu tun. Aber sowas veranlaßt mich dann nanchma schonl zu denken 'Verklag mich doch!'.

Mir schmeckt es nicht, dass ich hier vor vollendete Tatsachen gesetzt werde (Verträge wurde schon geschlossen mit der Schülerhilfe) und komplett außen vor bin, wenn ich nach Schulinfos bzgl. meiner Kids frage. Zudem zahle ich gemäß Stufe 7 und kann mir nur schwer vorstellen, dass man das hieraus nicht bezahlen kann.

Was mich auch stört warum man gleich einen 12 Monats Vertrag abschließt. Max. 6 Monate wäre ok und dann schauen wie es läuft bzw. ob das überhaupt fruchtet. In dem Alter (>12) muß man den Kids auch 'etwas' Eigenverantwortung bzgl. Schule zugestehen und nicht immer alles hinterhertragen.
Versteht mich nicht falsch, gönne meinen Kids jegliche Hilfe, aber nicht auf diese Art und Weise initiiert durch die KM.
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« Antwort #13 am: 24. September 2020, 08:50:42 »

Die 129eur sind übrigens 50% des Gesamtbetrages, den sie einfordert.
Nur mal ganz grob überschlagen - Dein bereinigtes Nettoeinkommen abzüglich gezahltem KU sind irgendwas 3.000+, die Exe hat bereinigt irgendwas 2.000-
Dann haben wir eine Quote 1.600 zu 600 also auf Dich entfallen 73% - da sind die 50% doch fair.

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« Antwort #14 am: 24. September 2020, 09:22:12 »

Hallo zusammen,

ich habe das Urteil gerade nicht präsent, aber da sollte Nachhilfe auch als Mehrbedarf eingeklagt werden, wurde aber vom Gericht abgewiesen. Begründung: Mehrbedarf ist es nur dann, wenn es nicht aus dem laufenden Unterhalt bezahlt werden kann. Der Vater zahlte aber bereits Stufe 6, also wurde der Mutter klar gemacht, dass die hohe Unterhaltsstufe ausreichen müsse, dass sie aus den Mitteln oberhalb des Mindestunterhalts die Nachhilfe aufbringt. Und eigentlich ist das auch plausibel, denn wozu sind die Stufen in der DDT sonst da? Kinder mit Mindestunterhalt können sich einfach keine Nachhilfe leisten, meistens lebt nämlich der Vater dann am Selbstbehalt.
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« Antwort #15 am: 24. September 2020, 09:50:39 »

Nur mal ganz grob überschlagen - Dein bereinigtes Nettoeinkommen abzüglich gezahltem KU sind irgendwas 3.000+, die Exe hat bereinigt irgendwas 2.000-
Dann haben wir eine Quote 1.600 zu 600 also auf Dich entfallen 73% - da sind die 50% doch fair.
Gruss von der Insel

Dagegen sage ich ja erstmal nix. Aber all die oben erwähnten Baustellen in diesem Zusammenhang.
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« Antwort #16 am: 24. September 2020, 09:52:09 »

Der Vater zahlte aber bereits Stufe 6, also wurde der Mutter klar gemacht, dass die hohe Unterhaltsstufe ausreichen müsse, dass sie aus den Mitteln oberhalb des Mindestunterhalts die Nachhilfe aufbringt. Und eigentlich ist das auch plausibel, denn wozu sind die Stufen in der DDT sonst da?

Hast du das Urteil da? Genauso sehe ich das eigentlich auch als Laie.
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« Antwort #17 am: 24. September 2020, 09:56:45 »

Ich denke, es ist dieses Urteil, oder? Wenn es ein neueres Urteil gibt, würde mich das interessieren. Bin bei familienrechtlichen Urteilen normalerweise up to date, aber mir ist nichts bekannt.

OLG Düsseldorf Az - II-3 UF 21/05 , 8.2.2005

Allerdings ist es nicht so, dass entschieden wurde, dass die Mutter die gesamte Nachhilfe zu tragen hat. Vielmehr soll ab Stufe 6 das Kind "angemessen beteiligt" werden, indem es von seinem Unterhalt zusteuert. Es muss im Einzelfall entschieden werden, was angemessen ist. Es heißt aber nicht pauschal, dass der Vater dann nichts zahlen muss.
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« Antwort #18 am: 24. September 2020, 10:35:50 »

Nein, das war ein aktuelleres Urteil. Ich suche mal, wen ich Zeit habe.

Mal abseits: er zahlt doch schon DDT 7 für zwei Kinder. Da muss es möglich sein Nachhilfe draus zu finanzieren. Der Leitsatz aus dem Urteil, dass professionelle Nachhilfe effizienter sei, ist einfach zu bestreiten. Die dämlichen Juristen, die da in ihrer Bubble leben, denken da an die kostenpflichtigen Repititorien für ihr Staatsexamen. Da mag das stimmen. Aber in der Schülerhilfe sitzt meistens ein Student, der 5 anderen Schülern Nachhilfe gibt. Meist haben alle Schüler unterschliedliche Alter und gehen nicht mal auf die gleiche Schule. Das ist nicht effizienter als sich mit einem Elternteil hinzusetzen, das nenne ich sinnbefreit. Wenn es wirklich helfen soll, dann sucht man einen engagierten Studenten, der das privat macht. Aber den kann man nicht als Mehrbedarf ansetzen, weil die das meistens am Finanzamt vorbei machen.
Und zweitens: Deine Kinder brauchen wohl keine Nachhilfe, sondern erstmal ne Familientherapie. Nachhilfe kann nur helfen, wenn der Wille des Kindes da ist, aber der Stoff länger oder anders erklärt werden muss. In meiner Zeit als Nachhilfelehrer hatte ich vielleicht eine Hand voll solcher Schüler. Alle anderen wurden von den Eltern dazu verdonnert. Da kannst du das Geld auch einfach verschenken, ist genauso gut investiert.
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« Antwort #19 am: 24. September 2020, 11:35:11 »

Und eigentlich ist das auch plausibel, denn wozu sind die Stufen in der DDT sonst da? i

Grundsätzlich gilt, dass sich der Lebensstandard eines Kindes an dem Lebensstandard der Eltern orientiert. Dem trägt die DDT Rechnung.

Überspitzt formuliert: Wenn Papa Porsche fährt, soll die Tochter das bitteschön auch. Diese "Logik" steckt da dahinter.

Unter pädagogischen Aspekten betrachtet ist das natürlich Quatsch. Aber so Leute wie ich, die nach Stufe 10 zahlen, müsse sich einfach mit diesem Mumpitz abfinden und am besten nicht weiter darüber nachdenken.
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« Antwort #20 am: 24. September 2020, 12:16:49 »

naja, die Denke dahinter ist eben, dass man das Kind nicht dafür "bestrafen" möchte, dass es nicht mit dir zusammenlebt.
Das Kind betuchter Eltern hat sicherlich ganz andere finanzielle Möglichkeiten als eines, welches Eltern hat die im Niedriglohnsektor arbeiten.
Man will einfach den Vortrennungsstand erhalten.

Finde ich auch nicht wirklich verkehrt.

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« Antwort #21 am: 24. September 2020, 13:11:06 »

Hallo,

Mehrbedarf ist das, was in der normalen Unterhaltsberechnung nicht berücksichtigt ist und wird deshalb auf den Unterhalt draufgeschlagen, auch wenn dieser Betrag gequotelt nach Einkommen der Eltern zu bezahlen ist.

Beim Sonderbedarf ist es anders. Sonderbedarf ist etwas "Besonderes". Hier spielen dann die Stufen der DDT auch eine Rolle. Bei einer eher niedrigeren Stufe ist eher auf Sonderbedarf abzustellen als bei einer höheren Stufe. Das liegt daran, dass Sonderbedarf auch besonders hoch sein muss. Bei einem sehr geringen Einkommen können 200 Euro schon außergewöhnlich viel sein, bei einem Einkommen mit höheren Stufen der DDT ist dieser Betrag aber eben aus dem Unterhalt an sich ansparbar.

Im Urteil OLG Hamm: Beschluss vom 21.12.2010 - II-2 WF 285/10, werden verschiedene Anträge auf Sonderbedarf abgelehnt. Einmal weil Sonderbedarf "notwendig" sein muss und nicht für unnötige Aufwendungen gezahlt wird und in einem zweiten Fall bei der entsprechenden Höhe des KU ein Ansparen möglich ist.

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« Antwort #22 am: 24. September 2020, 14:19:56 »

@Susi64

Bist Du meine Anwältin ? :-)

Nee, ernsthaft, super Beitrag. Der deckt sich insbesondere hinsichtlich des Sonderbedarfs, mit dem, was meine Anwältin gesagt hat.
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« Antwort #23 am: 24. September 2020, 17:03:40 »

Danke Euch für euren Input. Ich denke es ist glasklar, dass es sich hier um Mehrbedarf handelt. Ob ich dem etwas entgegnen kann, weiß ich noch garnicht.

Werden wir mal konkret:

- Was wenn ich darauf poche, dass ganze auf 6 Monate zu befristen anstatt 12 Monate. Darf ich das als Zahlmeister? Wie gesagt Schuljahr hat erst angefangen und selnst laufen lernen sollen die Kids schon irgendwann mal.

- Sollte ich mich so verhalten: "Nö, so nicht, war nicht mir mir vorab abgesprochen und die Schülerhilfe ist meiner Meinung nach nicht das richtige Mittel. Werde nix zahlen!" Klar zieht das vermutlich ein Anwaltsschreiben nach sich, aber bis jetzt wurde ich noch nie von einem Anwalt ihrerseites angeschrieben, außer beim Eilantrag bzgl. Umgang in den Sommerferien.
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« Antwort #24 am: 24. September 2020, 17:48:09 »

Hallo,

was Du darfst ist ein "weites Feld". Wenn sich die Eltern nicht einigen können, kann es sein das sich ein Anwalt meldet oder gleich das Gericht, weil Ex Dich auf den Mehrbedarf verklagt hat.
Natürlich darf sie klagen soviel sie will, ob sie es tut kann ich nicht sagen, was dabei herauskommt ist letztlich auch nicht wirklich klar.

VG Susi
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