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Autor Thema: Frage zum Ergebniss  (Gelesen 17673 mal)
Urmel74
Frischling

Beiträge: 3


« am: 20. Juli 2020, 20:40:53 »

hallo zusammen,
ich beschäftige mich im Moment, mit dem Thema Vaterschaftstests.
heute habe ich auf einer Seite folgendes dazu gelesen:
 Die mögliche Vaterschaftswahrscheinlichkeit beträgt mindestens 99,99%, was dem verbalen Prädikat „Vaterschaft praktisch erwiesen“ entspricht. Dabei wird vorausgesetzt, dass kein männlicher Verwandter des getesteten Mannes als Kindesvater in Frage kommt.
Verstehe ich das richtig, dass wenn zum Beispiel mein Onkel als Vater in betracht kommen würde, der Test mit mir und meinem Sohn also keine Aussagekraft hätte?

LG Urmel
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midnightwish
Globaler Moderator
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 10.127



« Antwort #1 am: 20. Juli 2020, 20:51:23 »

Jein,

dann müsste halt auch dieser männlich Verwandte gestestet werden.

Die Prozentzahl liefert dann ein Ergebnis z.B: 99,97 % oder so.

Es kommt auch immer darauf an wieviele Merkmale getestet werden. Wenn mehrere nahe Verwandte in Frage kommen, werden eben statt z.b. 7 Merkmal eben 11 oder 13 untersucht
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Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen
Urmel74
Frischling

Beiträge: 3


« Antwort #2 am: 20. Juli 2020, 20:57:09 »

also wäre jedes Ergebnis unter 99,9 zweifelhaft und müsste mit dem evt Kindesvater getestet werden?
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Malachit
Globaler Moderator
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 3.934



« Antwort #3 am: 20. Juli 2020, 20:58:30 »

Hallo Urmel,

Verstehe ich das richtig, dass wenn zum Beispiel mein Onkel als Vater in betracht kommen würde, der Test mit mir und meinem Sohn also keine Aussagekraft hätte?

Doch, Aussagekraft hat der Test schon, aber eben nicht diese 99,99% Zuverlässigkeit, sondern weniger. Je näher die Verwandtschaft der Vaterschaftskandidaten, desto schwieriger wird's.

Extrembeispiel: Mal angenommen, du hast einen Zwillingsbruder, und zwar seid ihr eineiige Zwillinge. Dann habt ihr das gleiche Erbgut, und wenn dann der Vaterschaftstest bei dir "bingo!" sagt, dann weiß man immer noch nicht, wer von euch beiden der Vater ist: Ein handelsüblicher Test würde dann nämlich bei deinem eineiigen Zwillingsbruder das gleiche Ergebnis liefern.

Wenn aber der andere Vaterschaftskandidat "nur" dein Onkel ist, dann sollte der Vaterschaftstest schon ein recht brauchbares Ergebnis liefern. Wie viel das in Prozent ausgedrückt ist, sollte dir das betreffende Anbieter des Vaterschaftstests eigentlich sagen können.

Viele liebe Grüße,

Malachit.
« Letzte Änderung: 20. Juli 2020, 21:00:15 von Malachit » Gespeichert

Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man ziemlich bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.
Malachit
Globaler Moderator
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 3.934



« Antwort #4 am: 20. Juli 2020, 21:35:25 »

Hallo Urmel,

also wäre jedes Ergebnis unter 99,9 zweifelhaft und müsste mit dem evt Kindesvater getestet werden?

Um ein bisschen genauer zu erklären, was es mit dieser Prozentzahl auf sich hat: Das Ergebnis des Tests lautet streng genommen nicht "du bist mit 99,99% der Vater", sondern das Ergebnis lautet entweder "du bist der Vater" oder "du bist nicht der Vater", aber diese Ergebnisse haben eine völlig unterschiedliche Zuverlässigkeit.

Fangen wir mit dem einfacheren der beiden Fälle an. Wenn das Testergebnis lautet, "du bist nicht der Vater", dann bist du mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch tatsächlich nicht der Vater. Dieses Ergebnis kommt nämlich dadurch zustande, dass die genetischen Merkmale von Kind und Vaterschaftskandidat so verschieden sind, dass eine Vaterschaft aus biologischen Gründen ausgeschlossen ist. Die einzige Möglichkeit, dass du bei diesem Testergebnis doch der Vater bist, wäre eine unglaubliche Schluderei im Labor, z.B. indem irgendwo zwei Proben vertauscht wurden. Bei diesem Ergebnis ist der Test übrigens sogar dann zuverlässig, wenn ein eineiiger Zwillingsbruder vorhanden ist: Wenn der Test sagt, dass du nicht der Vater bist, dann bist du tatsächlich nicht der Vater, und dein Zwillingsbruder kommt dafür dann übrigens auch nicht mehr in Frage.

Komplizierter wird's, wenn das Testergebnis lautet, "du bist der Vater". Dies ist nämlich "nur" eine Wahrscheinlichkeitsaussage, weil bei einem Test nur eine bestimmte Anzahl genetischer Merkmale des Kindes und des Vaterschaftskandidaten verglichen wird. Wie @midnightwish sinngemäß auch schon geschrieben hatte: Je mehr Merkmale getestet werden, desto zuverlässiger wird der Test, desto besser wird also die Prozentangabe; aber hundertprozentige Sicherheit gibt's da nicht, denn ein anderer Mann könnte ein paar ähnliche genetische Merkmale haben wie du, und wenn sich das zufälligerweise mit jenen Merkmalen überschneidet, auf die der Test abzielt, dann hast du den Salat. Vielleicht sollte man diese 99,99% also besser andersherum lesen: In 0,01% der Fälle liefert der Test das Ergebnis "du bist der Vater", obwohl du's gar nicht bist. Diese Fehlerquote gilt aber nur dann, wenn der andere Kandidat nur zufälligerweise ähnliche genetische Merkmale haben kann wie du - bei nahen Verwandten sind ähnliche genetische Merkmale aber kein Zufall, sondern liegen in der Natur der Sache, und damit steigt halt auch die Fehlerquote.

Das naheliegende Gegenmittel ist, wie @midnightwish schon geschrieben hatte, einen Test mit mehr Merkmalen zu verwenden (der dann mutmaßlich auch ein bisschen teurer ist). Dieser Test hätte dann unter Standardbedingungen eine Fehlerquote von z.B. sogar nur 0,0001%, und unter der Bedingung, dass auch ein Onkel in Frage kommt, dann immerhin noch eine Fehlerquote von z.B. nur 0,05%. Wie gesagt, der Anbieter des Tests sollte dich eigentlich beraten können, welche Sorte Test für deine Situation angemessen ist (und wenn nicht, dann such' dir lieber einen anderen Anbieter).

Nebenbei bemerkt, es macht den Test grundsätzlich aussagekräftiger, wenn auch die Mutter des Kindes eine Probe ihres Erbgutes einreicht, dann kann das Labor nämlich jene Merkmale des kindlichen Erbgutes identifizieren, die von der Mutter stammen, und somit für die Feststellung der Vaterschaft unerheblich sind. Aus juristischen Gründen brauchst du für den Vaterschaftstest sowieso die Zustimmung der Mutter; also überrede sie am besten gleich, dass auch sie eine Speichelprobe einreicht.

Viele liebe Grüße,

Malachit.

P.S. es sollte eigentlich klar sein, aber die Sache mit dem Onkel ist überhaupt nur dann von Bedeutung, wenn es sich um einen leiblichen Onkel handelt. Wenn der nur angeheiratet ist, dann ist er hinsichtlich des Vaterschaftstests genau so zu bewerten wie der Briefträger, der gutaussehende Arbeitskollege, oder die Zufallsbekanntschaft aus der Partyszene.
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Urmel74
Frischling

Beiträge: 3


« Antwort #5 am: 21. Juli 2020, 18:50:12 »

Vielen dank für die ausführliche Antwort. Habe das Labor mal per Email kontaktiert
und warte mal was die zu meinem Fall sagen bzw mir empfehlen.
Viele Grüße
Urmel
Gespeichert
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