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vatersein.de - Forum 04. Dezember 2020, 15:08:24 *
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Autor Thema: Unterhalt volljähriges Kind  (Gelesen 1298 mal)
SLAM
_SLAM
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 386


« am: 19. Mai 2020, 08:18:23 »

Hallo,

eines vorweg, der Fall betrifft mich nicht sondern einen Arbeitskollegen.

Der hat mir sein Leid geklagt. Sein Sohn habe nun das Studium abgebrochen womit jahrelange Unterhaltszahlungen für die Katz seien. Angeblich will das Kind nun eine Lehre machen. Ausbildungsvergütung soll im 1. Lehrjahr ca. 1000 Euro sein (kommt mir viel vor).

Mein spontaner Kommentar dazu war, weil ich hier mal gelesen habe, dass das Einkommen auf den Unterhalt angerechnet wird: Dann bist Du wenigstens endg0ltig aus der Unterhaltsnummer raus !

Stimmt doch, oder habe ich Schmarrn erzählt ?

Zu sagen wäre noch, dass da nie etwas tituliert wurde. Die haben einfach vereinbart, dass er 450 Euro im Monat Studienunterhalt bekommt und die Studentenbude bezahlt wird.

Die haben ein gutes Verhältnis* und da war auch nie ein Anwalt oder gar Gericht involviert. Die Eltern sind auch nicht getrennt oder geschieden.

Servus,
SL

* aktuell etwas getrübt bis schwierig .... verständlich..
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der Frosch
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« Antwort #1 am: 19. Mai 2020, 09:14:25 »

Hallo Slam
Vom Lehrlingsentgelt werden pauschal (je nach OLG) 90 - 100 € abgezogen als sogenannter Ausbildungs- bedingtem  Bedarf ( sprich Fahrkarte etc.) Das restliche Lehrlingsentgelt wird voll auf den Unterhaltsbedarf angerechnet, genau wie das Kindergeld. Dein Kollege soll einmal in die DDT schauen und dort nach dem Anspruch schauen und es sich dann ausrechnen.

LG der Frosch
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Susi64
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« Antwort #2 am: 19. Mai 2020, 11:17:47 »

Hallo,

Frosch hat völlig recht, der Unterhaltsanspruch des volljährigen Kindes, das nicht mehr zu Hause wohnt beträgt seit 1.1.2020 pauschal 860 Euro, auf diesen Unterhaltsanspruch ist das volle Kindergeld und die Ausbildungsvergütung abzüglich berufsbedingter Aufwendungen (pauschal 100 Euro oder auch nur die tatsächlichen, hängt vom OLG ab) anzurechnen.

Sollte die Ausbildungsvergütung doch etwas geringer sein (vorallem als Netto), so dürfte sich der Unterhaltsanspruch auf alle Fälle stark reduzieren.

Der Vater sollte sich mit seinem Sohn zusammen setzen, sich den Ausbildungsvertrag anschauen und dann den Unterhalt berechnen. Viel sollte nicht mehr zu zahlen sein. Wichtiger ist, dass Sohnemann diesmal durchhält.

VG Susi
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Kakadu59
_Kakadu59
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« Antwort #3 am: 19. Mai 2020, 11:23:40 »

Hi @SLAM,
je nachdem, wo der Auszubildende lernt sind die 1000,- € nicht ungewöhnliches.
Bei uns im Unterhehmen geht es aktuell auch mit  €1001,-/ Monat im 1. Ausbildungsjahr los, bis hin zu € 1223,-/ Monat im 4. Ausbildungsjahr... Dazu kommen noch (ich glaube um die 500,- € einmalig/ pro Jahr gezahltes Urlaubsgeld)

Zum Rest:
Da der Sohn Ü 18 ist, bestimmt sich (zunächst) dessen Bedarf nach dem addierten Einkommen der Eltern (wenn er seine Ausbildung von zu Hause aus startet, für auswärts wohnende gibt es den von @Susi bereits genannten Festbetrag als Bedarf)...

Tatsächlich könnte (!!) - bei entsprechender Einkommensliqiudität der Eltern - ein höherer Bedarf geltend gemacht werden können...
Praktisch ist das wohl eher selten der Fall.

PS: Zuden 1000,- € Lehrlingsentgelt kommt ja noch die 200,- € Kindergeld
« Letzte Änderung: 19. Mai 2020, 11:27:14 von Kakadu59 » Gespeichert

MfG. Kakadu59

"Die Lüge fliegt, und die Wahrheit hinkt hinterher; so ist es dann, wenn die Menschen die Täuschung erkennen, schon zu spät - der Hieb hat gesessen und die Lüge ihre Wirkung getan." - Jonathan Swift (1667- 1745)
SLAM
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« Antwort #4 am: 19. Mai 2020, 11:38:10 »

Vielen Dank für eure Kommentare! Ich werde ihm das so weiterleiten. DDT ist natürlich ein bisschen schwierig, da beide Vollzeit arbeiten und gemeinsam (eigentlich der Vater schon alleine) definitiv außerhalb dieser Tabelle liegen.

Wichtiger ist, dass Sohnemann diesmal durchhält.

VG Susi

Absolut. Da bin ich voll bei Dir. Das Ganze hat ja auch eine menschliche Komponente. Die Mutter hat mich nämlich auch angerufen. Die hat am Telefon geheult und mich unter anderem gefragt, ob ich nicht mal mit ihrem Sohn reden könne. Dazu muss ich sagen, dass wir befreundete Familien sind und ich dieses Kind seit fast 20 Jahren kenne, also fast sein ganzes Leben lang. Ich hatte eigentlich immer einen guten Draht zu ihm und wir haben uns oft über sein Studium ausgetauscht, bzw. ich habe ihm erzählt wies bei mir damals an der Uni lief.

Aber was soll ich sagen. Am Ende des Tages ist es sein Leben. Und er muss es so gestalten, dass er glücklich damit ist. Der Vater sieht es ähnlich. Die Mutter stammt aus einer Familie, bei der niemand Abitur oder gar studiert hat. Ihr Sohn wäre der Erste gewesen ... Irgendwie ist mir schon klar, was da gerade in ihr so vor sich geht.
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« Antwort #5 am: 19. Mai 2020, 12:19:35 »

Wohnt das Kind noch zu Hause?

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dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
SLAM
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« Antwort #6 am: 19. Mai 2020, 12:33:53 »

Wohnt das Kind noch zu Hause?

LG LBM

Grundsätzlich nein. 1-2 Wochenenden verbingt er pro Monat zuhause. Ansonsten lebt er in seiner Studentenbude.
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SLAM
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« Antwort #7 am: 19. Mai 2020, 13:14:59 »

Ok, mal kurz rechnen:

Bedarf 860 Euro.

Brutto: 1000, macht netto ca. 800 Euro, minus 100 Euro berufsbedingte Aufwendungen, macht 700 Euro. Plus 200 Euro Kindergeld macht 900 Euro.

900 > 860 --> Bingo, keine Unterhaltspflicht mehr der Eltern.

Also das Finanzielle wäre geklärt. Bleibt die andere Komponente ....
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MaxMustermann1234
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« Antwort #8 am: 19. Mai 2020, 13:55:49 »

Hallo Slam,

gib deinem Arbeitskollegen doch mal mit auf den Weg, dass er seinen Sohn nicht danach beurteilen sollte wie viel Rendite dieser auch dem Geld macht, was in ihn investiert wurde, sondern ob er mit seinem Vorhaben eine Ausbildung zu machen glücklich wird. Meine Partnerin hat sich auch entschieden eine neue Ausbildung zu machen statt nach ihrer vor Jahren abgeschlossenen Erstausbildung nun zu studieren. Ich halte das für die richtige Entscheidung, da sie das Studium nicht glücklich machen wird. Sie ist keine Theoretikerin.
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Wasserfee
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« Antwort #9 am: 20. Mai 2020, 08:35:42 »

ich finde den Einwand von Max immens wichtig!!!

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« Antwort #10 am: 20. Mai 2020, 09:26:28 »

Hallo Slam
Auch ich finde den Einwand von Max sehr wichtig und gut. Denn was hat es für einen Sinn wenn das Kind auf Druck ein Studium durchzieht und damit unglücklich ist. Da ist doch die bessere Variante das es eine Ausbildung macht mit der es glücklich ist und hinterher in dem Beruf zufrieden ist. Vielleicht kann man dies der Mutter darlegen, denn diese will mit Sicherheit auch das ihr Kind glücklich und zufrieden ist.

LG der Frosch
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SLAM
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« Antwort #11 am: 10. September 2020, 11:53:11 »

Kleiner Nachtrag: Der junge Mann hat inzwischen mit seiner Ausbildung begonnen. Und er ist glücklich damit.

Vater und Mutter haben es inzwischen auch geschluckt, dass sie drei Jahre lang umsonst Studentenunterhalt gezahlt haben. So ist das halt. Kindern stehen Irrwege wohl zu. Sie dürfen meines Wissens nach auch das Studienfach wechseln, auch wenn dass die Zeit, in der Unterhalt zu zahlen ist, deutlich verlängert.
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MaxMustermann1234
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« Antwort #12 am: 10. September 2020, 17:17:19 »

Hallo SLAM,

auch hier würde ich bei einer Formulierung widersprechen: sie haben nicht umsonst Unterhalt gezahlt, der Sohn hat offenbar etwas für das Leben gelernt: ein Studium macht ihn nicht glücklich. Das ist doch eine wichtige Erkenntnis.

Als ich 16 war, wollte ich unbedingt einen Nebenjob, also habe ich bei einer Firma am Fließband angefangen. Studenlohn 5,50 EUR, 3-Stunden-Schichtbetrieb. Mein Stiefvater wusste wie hart die Arbeit dort ist, er hat mir angeboten, dass er mir einfach den Lohn, den ich da realistisch verdienen konnte, zahlen würde, wenn ich ihm einmal die Woche seine Schuhe putze. Ich habe abgelehnt und mehrere Monate in der Fabrik gearbeitet, dann aber aufgeben müssen. Die Arbeit war einfach zu hart, nach einer Doppelschicht bin ich schlafen gegangen und habe bis zum nächsten Tag durchgeschlafen. Ich habe dort wahrscheinlich die wichtigste Erkenntnis meines Lebens gewonnen: Der Rat meines Stiefvaters: "Geh so lange wie möglich zur Schule, damit du nicht das gleiche machen musst wie ich" war für mich genau richtig (er ist Bauarbeiter).

Der Sohn des Freundes hat offenbar eine andere Erkenntnis gewonnen. Aber das wichtige ist: er hat offenbar aus seinem Scheitern gelernt und einen anderen Lebensweg eingeschlagen, anders als andere Menschen, die mit 50 feststellen, dass sie ihr Leben vergeudet haben, weil sie täglich etwas tun, was sie absolut nicht mögen. Von daher würde ich sogar sagen, dass er vielleicht sogar in den 3 Jahren mehr gelernt hat als mancher Student in 5 Jahren.
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Lausebackesmama
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« Antwort #13 am: 11. September 2020, 05:52:02 »

Ich sehe das wie Max, habe aber auch selbst einen universitären "Irrweg" hinter mir. Allerdings habe ich auf diesem viel gelernt, was mich als Mensch weiter gebracht hat und mir jetzt im Job goldene Brücken baut. Sofern der Fehlstart also nicht in 6 Semester Party auf Papas und Mamas Kosten bedeutet, war auch diese Zeit sicher nicht umsonst und ohne Sinn.

LG  LBM
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