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vatersein.de - Forum 03. August 2020, 10:53:16 *
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Autor Thema: Ideen für Ehevertrag?  (Gelesen 6213 mal)
PaulPeter
Nicht wegzudenken
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 406


« am: 06. Januar 2020, 20:20:01 »

Liebe Freunde,

ich habe ein Anliegen bei dem ich euren Rat / eure Ideen brauche.

Folgende Situation: Ich bin seit 3 Jahren wieder verheiratet und mit meiner Frau in ihre Heimatstadt. Ihr Vater, mein Schwiegervater, hat viel Geld geerbt (über 750 T€) und hat davon ein Haus gebaut, welches er nun an seine Tochter, also meine Frau vermietet. Es ist aus versch. Gründen abzusehen, dass meine Frau zwar wieder arbeiten gehen wird, aber deutlich weniger als ich verdienen wird. Daher zahle ich den Löwenanteil der Miete (1900 € kalt, durch Verwandtenrabatt aber nur 1400 €). Der Schwiegervater steht auf einem nicht verhandelbaren Standpunkt, der vorsieht, dass das Haus erst mit seinem Tode an seine Tochter übergeht. Da neben diesem Haus noch ein weiteres Haus, eine Wohnung, 1 oder 2 Grundstücke in die Erbmasse eingehen, wird der Erbe (aktuell seine Frau, wenn er sie überlebt aber meine Frau und ihr Bruder) einen großen Betrag an Erbschaftsteuer zahlen müssen. Seine Argumentation: Ich habe Erbschaftssteuer gezahlt, also müsst ihr auch Erbschaftssteuer zahlen. Seiner Ansicht nach hat gewonnen, wer mit den dicksten Taschen in die Kiste steigt. Dies ist, wie gesagt, nicht verhandelbar.

Meine Frau hat leider so gut wie gar kein Geld, sie bekommt später eine Rente aus dem ärztlichen Versorgungswerk, aus der DRV und aus privater und betrieblicher Vorsorge, jedoch weniger als ich bekomme. Zudem ist es mir gelungen, wieder etwas Vermögen aufzubauen. Soweit die Rahmenbedingungen.

Nun konstruieren wir einen hypotetischen, aber realistischen Fall: Im Falle einer Scheidung in 10 oder 15 Jahren ginge ich komplett leer aus, da nichts (außer Möbeln) an dem Haus mir gehört. Meine dann Exfrau würde mietfrei wohnen können, bekäme einen guten Teil meiner AV, bekäme die Hälfte des bis dahin angesparten Kapitals / Aktiendepots und ich müsste ihr am Ende auch noch Unterhalt zahlen. Vor dem Hintergrund des Umstandes, dass ich einen Hauptteil der aktuellen finanziellen Lasten an dem Haus (Miete und NK) zu tragen habe, dieses Geld ihr aber dann (da das Haus ja irgendwann ihr gehört) indirekt zu Gute käme, fühle ich mich in dieser Situation nicht so recht wohl. Immerhin muss ich ja nicht nur meine AV mit ihr teilen, sondern davon auch noch die Miete meiner eigenen Wohnung finanzieren. Sollte jetzt aus irgendeinem Grund kein regelmäßiger Unterhalt fließen, so wird bei der Aufteilung der Altersvorsorge meines Wissens kein Wohnvorteil angerechnet.
Wie ließe sich so etwas in einem Ehevertrag regeln?
Bitte um Ideen,

PP
 
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Susi64
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« Antwort #1 am: 07. Januar 2020, 09:42:15 »

Hallo,

im Forum gibt es gerade einen Fall wo diskutiert wird ob ein Ehevertrag standhält (SLAM, Ehevertrag).
Im Prinzip habt ihre freie Gestaltungsmöglichkeiten, aber der Ehevertrag darf nicht bedeuten, dass Du Deine finanzielle Macht ausspielst und Deine Frau leer ausgeht und damit auf öffentliche Gelder angewiesen wäre.
Möglich wäre aber eine Deckelung des Unterhalts an Deine Frau, so dass sie eben nicht auf öffentliche Gelder angewiesen ist und auch eine Deckelung/Ausschluss des Vermögensausgleichs, ebenso sollten die Rentenanwartschaften ausgeglichen werden. Ein so gestalteter Ehevertrag sollte standhalten. In Deinem Fall wäre auch eine Beratung durch einen Notar sinnvoll.

VG Susi
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AnnaSophie
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Beiträge: 2.643


« Antwort #2 am: 07. Januar 2020, 12:24:30 »

Hallo,

Zum einen hätte deine Frau - sofern ihr dann schon das Haus gehört - einen wohnwertvorteil. Der bei einem Evtl. Unterhalt angerechnet werden könnte.

Zum anderen könnte man ja auch einen Vertrag machen, das bei einer Evtl. Scheidung bei Eintritt des erbfalles der Unterhalt entfällt. Denn allein, wenn sie das Haus dann vermieten würde dürfte dies mit ihren eigenen  rentenanspüchen dafür sorgen, dass sie nicht auf staatlicheLeistungen angewiesen sein wird.

Zum anderen würde ich mir die grundsätzliche Frage stellen, ob ich allein für das wohnen von 2 Personen bereit bin knapp 2.000auszugeben. Oder ob ich das Geld dann nicht für eine eigene Immobilie nutze.

Sophie
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neuezeit
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« Antwort #3 am: 07. Januar 2020, 12:33:03 »

Hi,

etwas losgelöst von Deinen konkreten Fragen würde ich, so wie sich das liest, darüber nachdenken, dort nicht einzuziehen (wenn Deine Frau da mitspielt/das auch so sieht).

AnnaSophie hatte mit ihrem letzten Satz ja nen ähnlichen Gedanken.

neuezeit
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So ist das Leben
Susi64
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« Antwort #4 am: 07. Januar 2020, 12:50:35 »

Hallo,

die Idee mit dem woanders wohnen ist nicht schlecht, hat aber auch Nachteile. Ein gemietetes Haus wird nicht weniger Miete kosten. Ein eigenes Haus, dass euch beiden gehört, erzeugt im Fall der Scheidung neue Probleme, da zwar der Zugewinn bzgl. Haus dann für beide gleich ist, aber nur einer das Haus übernehmen wird, der andere ausbezahlt werden muss. Gehört das Haus nur Dir, dann ist es Bestandteil Deines Zugewinns.
Scheitern würden diese Modelle aber vor allem daran, dass Deine Frau im Fall der Scheidung ausziehen müsste oder Dich ausbezahlen, was sie bestimmt nicht will, und zum anderen die Schwiegereltern auch nicht wollen, dass ihr woanders wohnt. Ob das ein Hebel ist eine andere Gestaltung des Mietverhältnisses zu erreichen ist schwer zu sagen.

VG Susi
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SLAM
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« Antwort #5 am: 07. Januar 2020, 13:10:13 »

Ich kann an der Stelle nochmals darauf hinweisen, was meine Anwältin zu mir bezüglich meines Ehevertrags gesagt hat. Sie meint, dass in den letzten Jahren die Tendenz deutlich dahin gehe, dass nahezu alle Eheverträge spätestens vom BGH kassiert werden. Davon ausgehend kann aktuell in einer Situation, wo ein Ehevertrag Sinn ergibt (Unternehmer, großer Gehaltsunterschied etc.), grundsätzlich nur empofohlen werden, nicht zu heiraten.

Aber gut, das Kind ist schon in den Brunnen gefallen, weil ihr bereits verheiratet seid. An Deiner Stelle würde ich woanders wohnen und Deine Frau die Hälfte der Miete zahlen lassen.

Mit dem Ehevtrag wirst Du kaum etwas erreichen können. Deine Frau wird, wenn sie clever ist, sich diesbezüglich von einem Anwalt beraten lassen. Und falls er zu ihren Last geht, ihn einfach nicht unterschreiben. Oder, wenn sie SEHR clever ist, denn Vertrag deutlich zu ihren Ungunsten aufsetzen lassen, mit dem Wissen, dass sie gerade so ein Vertrag im Fall der Fälle wahrscheinlich problemlos für nichtig erklären lassen kann.

Ansonsten empfiehlt es sich, wie grundsätzlich für alle verheirateten Männer, aber insbesondere in Deinem Fall, eine Schwarze Kasse anzulegen. Das bedeutet, Du schiebst regelmäßig etwas Geld auf die Seite. Zur Zeit bei der Zinslage gerne auch einfach in bar. Das ist dann in 15 Jahren bei einer Scheidung Geld, von dem niemand etwas weiß und das daher allein Dir gehört. Du wirst es brauchen und froh darüber sein. Moralische Bedenken? Nein! Es ist Dein Geld weil Du dafür gearbeitet hast. Von dem "Mit der Heirat ist die Mark nur noch die Hälfte wert", halte ich nichts.
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Beim Betreten des Familiengerichts verlassen Sie den Rechtsstaat und befinden sich nun im Matriarchat.
MaxMustermann1234
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Geschlecht: Männlich
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« Antwort #6 am: 07. Januar 2020, 13:25:01 »

Unter diesen Voraussetzungen würde ich da nicht wohnen.

Du zahlst das Haus ab, dass aber nur deine Frau bekommen soll. Im Scheidungsfall wirst du dich darüber ärgern. Lass das doch jemand anderes tun. Denn das Problem ist häufig, dass du zwar mietest, aber von dir als Stiefsohn erwartet wird das Haus instand zu halten. Mietest du von jemand anderem, so kannst du auch deine Rechte einfordern.

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Kakadu59
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« Antwort #7 am: 07. Januar 2020, 13:50:20 »

Hallo,
[...]
Zum anderen würde ich mir die grundsätzliche Frage stellen, ob ich allein für das wohnen von 2 Personen bereit bin knapp 2.000auszugeben. Oder ob ich das Geld dann nicht für eine eigene Immobilie nutze.
Sophie
Das Dilemma des TO kann ich nur zu gut nachvollziehen.
Ich war vor Jahren mit meiner Ex in einer ähnlichen Situation...: Meine Ex hatte ein Haus mit einer nicht unerheblichen Restschuld, die sich nach Scheidung von Ihrem Mann nochmals erhöhte, da der Mann (die beiden lebten seinerzeit in Scheidung) auszog und  ausgezahlt wurde.
Ich durfte dann in dem Haus mit wohnen und über meinen Mietanteil (und mehr) deren Haus mitfinanzieren. Meine Ex lehnte es kategorisch ab, mich auch nur ansatzweise vertraglich in die Immobilie mit einzubeziehen. Rechtlich gibt es da (vermutlich) nichts zu beanstanden, moralisch fand ich das seinerzeit fragwürdig...- und führte u. A. dazu unsere Beziehungen auf den Prüfstand zu stellen...

Zum Eingangsbeitrag:
Das Problem ist doch, dass die Frau des TO mit Aussicht und Hinblick auf ein solches Erbe gar kein Interresse haben muß, vorab eine eigene Immobilie über einen (teuren) Kredit (mit)zu finanzieren.
Mit dem Mietzins des Ehemannes erfährt das Haus ggf. auch noch eine dauerhafte Wertsteigerung, die zumindest dem TO aus aktueller Sicht nicht zu Gute kommt.
Das der Schwiegervater schon vorab nicht Teilschenkungen (o.ä.) macht, um eine eventuelle Erbschaftssteuerlast zu minimieren macht die Sache nicht besser.

Wie ist denn sonst das Verhältniss zum Schwiegervater/ Schwiegereltern? Der Eingangsbeitrag liest sich so, dass die aktuelle Frau nicht die Mutter Deiner Frau ist question
War eine eigene Immobilie bei Euch schon mal im (gedanklichen) Focus?
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MfG. Kakadu59

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82Marco
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« Antwort #8 am: 07. Januar 2020, 14:08:12 »

Servus PP,
mit obigen Argumenten würde ich erst mal mit meiner Frau reden wollen, meine Gedanken und bedenken darlegen (solange ihr euch mit liebevollem Respekt begegnet, ist´s sowieso besser) und wie sie das Ganze sieht.
Ein Beratungsgespräch mit dem hier gesammelten Hintergrundwissen (was ist möglich und was nicht) beim Notar macht m.E. sicherlich auch Sinn, ob nur Du oder zusammen mit Frau musst Du wissen...

Grüßung
Marco
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PaulPeter
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« Antwort #9 am: 08. Januar 2020, 06:22:27 »

Vielen Dank für eure Antworten,

ich habe mir auch schon überlegt, nicht einzuziehen. Der Hausbau ist aber praktisch fertig, und es ist jetzt nur noch eine theoretische Option, einen Rückzieher zu machen. Zumal ich mit meiner Familie irgendwo wohnen muss, unsere derzeitige Bleibe ist zu klein für uns 4. Das Geld reicht nicht für ein Eigenheim, es fehlt am Eigenkapital, da ich allmählich zu alt werde, um es abzuzahlen. Die Preise sind einfach zu hoch geworden. Insofern müssten wir dann woanders  mieten, und das Geld würde eben Herr Schulze oder Frau Meier bekommen. Rein wirtschaftlich betrachtet macht das fast keinen Unterschied, in jedem Falle würde meine Frau in ca. 20 Jahren, wenn wir in Rente gehen eine (selbstgenutzte oder vermietete) Immobilie besitzen. Der einzige Unterschied ist, dass der Schwiegervater uns einen Mietrabatt von ca 25% gegenüber dem regulären Mietmarkt gibt.
Und irgendwie brauche ich einen Plan, der verhindert, dass ich meine Altersvorsorge teilen muss, während meine Frau in einem großen Haus mietfrei wohnt oder damit sogar Einkommen generiert, während ich mit meinem erst dann erstmal selber Miete zahlen muss. Irgendwie scheint mir das (ganz gleich, ob ich jetzt beim Schwiegervater oder bei Herrn Müller einziehe) nicht so ganz gerecht zu sein. Mein Schwiegervater und ich begegnen uns übrigens in herzlicher gegenseitiger Abneigung.

PP
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Kasper
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« Antwort #10 am: 08. Januar 2020, 07:01:01 »

Moin,

und wenn ihr da nicht einzieht. Soll sich der Schwiegervater mit dem Mietermarkt herumschlagen...

Gruß
Kasper
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neuezeit
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« Antwort #11 am: 08. Januar 2020, 07:02:45 »

Hmmm,

Du / Ihr geht in ca. 20 Jahren in Rente und Ihr würdet jetzt 1400,- kalt zahlen.

Ist da bei dem jetzigen Zinsniveau nicht doch was Eigenes drin, was in 20 Jahren (so gut wie) abbezahlt wäre? Oder sind die Immobilien bei Euch derart teuer?

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AnnaSophie
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« Antwort #12 am: 08. Januar 2020, 07:51:27 »

Hallo,

Deswegen ja meine idee, im Vertrag festzulegen, dass bei dem erbfall deiner Frau kein nacheheliche r Unterhalt mehr fällig wird.

Bzw. Dann festzuschreiben, dass sie ja durch den wohnwertvorzeil und die zinserträge nicht mehr bedürftig ist und deswegen kein zrennungs-/nachehelicher Unterhalt mehr fällig ist.

Sophie
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« Antwort #13 am: 08. Januar 2020, 09:45:39 »

Mann kann das drehen und wenden wie man will: du wirst dich im Scheidungsfall ärgern, denn du zahlst die Immobilie deiner Frau ab und teilst im Scheidungsfall noch deine eigene Altersvorsorge.
Du kannst versuchen den Versorgungsausgleich auszuschließen, aber da muss man gut argumentieren, damit das wirksam ist. Der Vorschlag von AnnaSophie enthält auch das Risiko, dass sie im Scheidungsfall gar nicht mehr arbeitet, der Kinder wegen, und H4 beantragt. Wenn die dann sagen, dass sie im Haus wohnen bleiben kann, dann geht der Vertrag zu Lasten Dritter und wird unwirksam.

Außerdem kann man das Aushebeln, ohne das du es mitbekommst: ich als Schwiedervater, der dich nicht mag, würde dann die Immobilie einfach an meine Enkel vererben und meiner Tochter ein Nießbrauchsrecht einräumen. Wenn du den Ehevertrag nicht sauber und wasserdicht formuliert hast, gehst du mit so einem Konstrukt baden.
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« Antwort #14 am: 08. Januar 2020, 10:01:45 »

Hallo,

Sollst du dann auch den Mietvertrag unterschreiben oder obliegt das deiner Frau?

An deiner Stelle würde ich es vermutlich deiner Frau überlassen. Denn im trennungsfall willst du da eh nicht weiter wohnen und im erbfall wäre die Frage, ob ein Mietvertrag mit sich selbst überhaupt noch bestand hat. Im schlechtesten Fall würde deine Frau Erben und du müsstest weiterhin 1.400 jeden Monat an sie zahlen.

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« Antwort #15 am: 08. Januar 2020, 10:21:37 »

Mann kann das drehen und wenden wie man will: du wirst dich im Scheidungsfall ärgern, denn du zahlst die Immobilie deiner Frau ab und teilst im Scheidungsfall noch deine eigene Altersvorsorge.

Ich denke, der erste Teil Deiner Aussage ist nicht richtig. Und das ist doch genau das Problem, das dem nicht so ist.

Die Frau besitzt (noch) keine Immobilie. Es gibt auch keinen Kredit abzuzahlen. Der Schwiegervater vermietet sein Haus, das er von seinem Erbe erstellt hat. Das ist die Situation.

Wenn die Frau das Haus besitzen würde, wäre das alles doch kein Problem. Der TO zahlt den Kredit ab, und das Haus steigt über die 20 Jahre im Wert. Da kommt uU ein gewaltiger Zugewinn zustande, an dem er im Fall einer Scheidung über den Zugewinnausgleich deutlich partizieren dürfte. Und genau das verhindert der Schwiegervater, weil er seinen Schwiegersohn nicht mag.

Eigentlich verstehe ich das Problem nicht. Mieten muss er doch sowieso. Durch den Mietnachlass profitiert er doch sogar davon, dass er von seinem Schwiegervater mietet. Am günstigsten wäre es wahrscheinlich für ihn jedoch, wie bereits geschrieben, von jemand anderem zu mieten und die Frau die Hälfte der Miete bezahlen zu lassen. Abgesehen vom Finanziellen: Wer will schon so einen Schwiegervater als Vermieter haben? Wer will so einem Schwiegervater die Rente aufbessern? Genau das passiert nämlich. Last but not least: allfällige Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten kosten Zeit und Geld. Kann man ja wohl von seinem Schwiegersohn verlangen. Willst Du das ?? Wenn von jemand Fremden gemietet wird, zahlt und kümmert sich selbstredend nur der Vermieter.
« Letzte Änderung: 08. Januar 2020, 10:34:17 von SLAM » Gespeichert

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« Antwort #16 am: 08. Januar 2020, 11:08:08 »


Eigentlich verstehe ich das Problem nicht. Mieten muss er doch sowieso. Durch den Mietnachlass profitiert er doch sogar davon, dass er von seinem Schwiegervater mietet.


Das ist meines Erachtens genau der Punkt. Worum geht es hier eigentlich? Der Schwiegervater schenkt der Familie von Paul Peter in jedem Monat 500€ netto. Das muss man sich erst einmal auf der Zunge zergehen lassen. Was bitte wollt Ihr noch?

Ein Mietnachlass von 500€ im Monat summiert sich in 15 Jahren auf 90.000€. Einfach so geschenkt. Ich sehe da wirklich keine Benachteiligung von Paul Peters Seite.

Und die Sache mit den Reparaturen: In einem Neubau sind die ersten zehn Jahre im Allgemeinen keine Reparaturen fällig.

Zitat
Am günstigsten wäre es wahrscheinlich für ihn jedoch, wie bereits geschrieben, von jemand anderem zu mieten und die Frau die Hälfte der Miete bezahlen zu lassen. .

Am günstigsten wäre es für Paul Peter, diese Wohnung zu mieten und die Frau die Hälfte bezahlen zu lassen. Offenbar haben sich Paul Peter und seine Frau für das Modell entschieden, nach dem sie die Kinderbetreuung übernimmt. Von daher wäre es ziemlich unfair, von ihr zurückstecken im Beruf zu verlangen und gleichzeitig bei den Ausgaben halbe-halbe machen zu wollen. Und bei zwei Årzten im Angestelltenverhältnis, die beide Vollzeit arbeiten, dürfte die Betreuung etwas schwierig werden.
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« Antwort #17 am: 08. Januar 2020, 11:24:00 »

Ist da bei dem jetzigen Zinsniveau nicht doch was Eigenes drin, was in 20 Jahren (so gut wie) abbezahlt wäre?

Bei einer Tilgung von 1.400 € im Monat hätten die beiden in 20 Jahren 336 k getilgt (ohne Zinsen! ). Ausgehend von 3%Nettomietrendite (was gegenwärtig eine sehr gute Rendite ist) und einer Marktmiete von 1.900€ dürfte der Marktwert der Immobilie bei 760.000€ liegen.

D.h. mit 1.400 € monatlicher Tilgung und ohne Eigenkapital würde er mehr als 40 Jahre zahlen.
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« Antwort #18 am: 08. Januar 2020, 11:24:26 »

... Rein wirtschaftlich betrachtet macht das fast keinen Unterschied, in jedem Falle würde meine Frau in ca. 20 Jahren, wenn wir in Rente gehen eine (selbstgenutzte oder vermietete) Immobilie besitzen.
....
Und irgendwie brauche ich einen Plan, der verhindert, dass ich meine Altersvorsorge teilen muss, während meine Frau in einem großen Haus mietfrei wohnt oder damit sogar Einkommen generiert, während ich mit meinem erst dann erstmal selber Miete zahlen muss. ....

Das wirst Du einfach nicht verhindern können. Wenn das Deine Sorgen sind, dann hättest Du nicht heiraten dürfen. Trotzdem wäre es mit dem Haus wie es ist, nur die Rente müsstest Du dann nicht teilen.
Hättet ihr z.B. ein anderes Haus gemietet und würdet euch schieden lassen, dann würde Deine Frau garantiert bei ihrer Familie unterkommen und Du müsstest Dir trotzdem eine eigene Wohnung suchen und dafür zahlen.
Selbst wenn Deine Frau mietfrei wohnen würde wäre das eine freiwillige Zuwendung Dritter auf die Du selbst dann keinen Zugriff hättest. Einzig beim nachehelichen Unterhalt könnte es eine Rolle spielen.

Hör einfach auf darüber nachzudenken und kümmere Dich um Deine Ehe, dann wird es auch keine Scheidung geben. Umso mehr Du darüber nachdenkst umso größer ist die Wahrscheinlichkeit der Scheidung.
Oder aber Du lässt Dich jetzt scheiden.

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« Antwort #19 am: 08. Januar 2020, 13:20:18 »

Hierzu

Bei einer Tilgung von 1.400 € im Monat hätten die beiden in 20 Jahren 336 k getilgt (ohne Zinsen! ). Ausgehend von 3%Nettomietrendite (was gegenwärtig eine sehr gute Rendite ist) und einer Marktmiete von 1.900€ dürfte der Marktwert der Immobilie bei 760.000€ liegen.

D.h. mit 1.400 € monatlicher Tilgung und ohne Eigenkapital würde er mehr als 40 Jahre zahlen.

ist der Gedanke ja, ob sie sich was Eigenes anschaffen (was halt eben nicht 760K kosten sollte...) und nicht das angebotene Haus bezahlen (wird ja eh nur zur Miete angeboten).

Was ich natürlich nicht weiß ist, ob PP dort wo sie leben für um die 300K eine Immobilie bekommt, die ausreichend ist. Und ob sie das überhaupt wollen natürlich.

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« Antwort #20 am: 08. Januar 2020, 14:30:15 »

Die Hütte wird tatsächlich 750.000 €uro kosten.
Insofern beklage ich mich nun nicht, dass ich sie für 1400 Euro bewohnen will. Dass ich momentan der Hauptverdiener bin, ist auch so gewollt und wird sich bald ändern. Auch das ist so gewollt. Tatsächlich kosten hier in der Gegend Häuser mit 15-jährigem Investitionsstau etwa 450.000 €. Dafür bekommt man ein freistehendes EFH, BJ in den siebzigern, ohne energetische Sanierung. Aber das ist nicht das Thema, ein Eigenheim ist nicht drin, da nicht genug Eigenkapital da ist.
Das Thema ist auch nicht so sehr ein Unterhalt während des Arbeitslebens, sondern für die Zeit danach.
Normalerweise halbiert man ja die gemeinsam erworbenen Rentenansprüche und jeder bekommt seine Hälfte. Hätten wir ein gemeinsames Eigenheim, so würde, wenn man es geschickt anstellt, auch jeder mehr oder minder zu gleichen Teilen an den Gewinnen oder Verlusten beteiligt werden.
Was mir eben vorschwebt wäre eine Lösung, in der man neben den Rentenansprüchen, sofern das Haus dann schon meiner Frau gehört, auch den Wohnvorteil als fiktive Rentenzahlung berücksichtigt und dadurch zu einer etwas ausgeglicheneren Situation kommt.
Ich weiß, das ist alles weit weg, aber Noha hat die Arche auch vor der Sintflut gebaut.

PP
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« Antwort #21 am: 08. Januar 2020, 14:49:18 »

Hallo,

noch eine schlechte Nachricht. Sollte Deine Frau das Haus vor der Scheidung erben, dann gehört es nicht zum Zugewinn.
Denk nicht zuviel darüber nach, am Ende kommt es anders als man denkt.

VG Susi
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« Antwort #22 am: 11. Januar 2020, 14:15:10 »

Angesichts des angesprochenen Vorteils von 500 € bei der Miete, stelle ich mir die Frage, was denn bei einem anderen Vermieter passieren würde. Würde man da für 1900 € oder für 1400 € mieten?

Wenn letzteres, wäre es doch ein gangbarer Weg, den Alten mit seiner Hütte und seinem Starrsinn in Ruhe zu lassen und für 1400 € woanders zu mieten. Klar, das ist dann nicht mehr der Standard eines Hauses für 750 k€, aber es ist vielleicht entspannter, auch mit den Gedanken über eine mögliche Scheidung.

Ich schließe mich aber den Fragen an, ob es nicht einen Weg gibt, die 1400 € in eine eigene Immobilie zu investieren. Angesichts der niedrigen Zinsen kann man damit ordentlich tilgen und je nach Sicherheit des Einkommens findet sich evtl. eine Bank, die ohne viel Eigenkapital finanziert.

Und noch eine Anmerkung: Wie gut ist es jetzt um deine Ehe bestellt, wenn du dich mit den Folgen einer möglichen Scheidung befasst?
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