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vatersein.de - Forum 28. Februar 2020, 13:08:18 *
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Autor Thema: KM beschränkt eigenmächtig den Umgang (Ferien) - was tun?  (Gelesen 2279 mal)
lima65
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« am: 30. Dezember 2019, 11:22:57 »

Nachdem trotz vielfältiger Streitigkeiten der Umgang die letzten Jahre im wesentlichhen unbeeinträchtigt lief, hatten KM und ich dieses Jahr ziemlich heftige Meinungsverschiedenheiten bei den letzten Ferien.

Das eskaliert nun, denn die KM will ab sofort für sämtliche Ferien eine relativ unschöne Änderung durchdrücken: da die Ferien nach Schulkalender (schulferien.org) offiziell in der Regel am Montag nach dem letzten Schultag beginnen und am Freitag vor dem ersten Schultag enden, besteht sie nun darauf, dass an diesen Wochenenden der reguläre Umgangsturnus zu greifen hat (der in den Ferien ja eigentlich und sinnvollerweise ruht). Sprich: ist das erste Ferienwochenende ein Mama-WE, dann ist das Kind bei ihr, auch wenn es die Ferien ansonsten mit mir verbringt, und umgekehrt.

Da das die Ferienzeit erstens verkürzt und zweitens auch eine etwaige Reiseplanung deutlich schwieriger macht, habe ich das abgelehnt. Nun sagt sie, wenn ich mich nicht mit ihr darauf einigen will, darf das Kind eben gar keine Ferienzeiten mit mir verbringen. Das zieht sie jetzt schon für die Weihnachtsferien durch.

Die Tochter (11 Jahre) findet das blöd, ist aber im Konflikt und hat außerdem Angst vor den Auseinandersetzungen mit der KM (die sind nämlich heftig).

Habe der KM angekündigt, dass ich sie damit nicht durchkommen lasse, sondern notfalls vor Gericht ziehe, einen Umgangsbeschluss haben wir nämlich bisher nicht und es wäre dann wohl höchste Zeit.
Andererseits habe ich mit diesem Vorgehen schon so viel schlechte Erfahrungen gemacht, dass ich das eigentlich nicht so prickelnd finde.

Was würdet ihr tun? Es mit ungewissen Erfolgsaussichten drauf ankommen lassen (Antrag beim Familiengericht stellen)? Erstmal klein beigeben und das neue "Ferienumgangsmodell" akezptieren, um die nächsten Ferien nicht zu gefährden, und parallel den Antrag durchpauken? Gleich klein beigeben und mir keine Gedanken mehr darüber machen - Frage ist dann natürlich: was fällt der KM als nächstes ein, wenn sie sieht sie kann den Umgang durchsetzen wie es ihr beliebt?

Ich bin hin- und hergerissen...
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Bester Papa
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« Antwort #1 am: 30. Dezember 2019, 11:33:43 »

Hi.
Wie habt ihr es früher gehandhabt?
Du hast Recht: in den Ferien ruht der Wochendumgang.
Ich würde ihr noch einmal deutlich machen, dass Du allenfalls eine gerichtliche Umgangsregelung beantragst, die, falls Du es stemmen kannst, auch Umgang in der Woche beinhalten.

Gibt sie nach, dann Vermittlungsgespräch beim Jugendamt. Flopor auch das,, dann ab zu Gericht.
Hattest Du bisher regelmäßig Umgang, sehe ich keine Probleme, den Standardumgang zu bekommen.
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lima65
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« Antwort #2 am: 30. Dezember 2019, 11:51:38 »

Dank dir für die schnelle Reaktion.

Der reguläre Umgang in "Nicht-Ferienzeiten" hat bisher immer funktioniert, nur bei den letzten Ferien gab es wie erwähnt unangenehme Konflikte. Um dem künftig aus dem Weg zu gehen, kam die KM nun mit dieser neuen Idee und lässt sich auf keinerlei Einwände oder Änderungswünsche ein. Betroffen sind aber erstmal nur die Ferien, den regulären Umgang hat sie nicht in Frage gestellt.
Ob sie auf den Vorschlag eingeht, nochmals das JA einzuschalten, weiß ich nicht. Werde ich ihr vorschlagen mit dem Hinweis, dass ich im Falle sie weiter stur bleibt, eben vor Gericht ziehen muss. Allerdings: mir graut vor letzterem...

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Bester Papa
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 864


« Antwort #3 am: 30. Dezember 2019, 12:40:31 »

Ich würde den Termin beim JA einfach ansetzten, sie einladen und dann siehst Du ja, ob sie kommt oder nicht.
Wenn nicht,  gehst Du alleine hin und schilderst die Situation. So bekommst Du ggf. das JA schon mal auf Deine Seite.

Gericht ist nicht schön, manchmal aber unerlässlich.
Weihnachtsferien einseitig absagen entspricht nicht dem Kindeswohl und ist ein No Go.
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Kasper
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« Antwort #4 am: 30. Dezember 2019, 12:53:04 »

Moin,

der Termin bei JA ist ungefährlich, aber auch scheinbar notwendig.
Man kann sich natürlich alles so hindrehen wie es einem passt. Nur verstehe irgendwie nicht, warum es diese Streit um dieses Wochenende gibt. Ja, die Ferienkalender sprechen immer vom ersten und letzten Schultag, die Schulen aber auch vom letzten und ersten Unterrichtstag. Was ist jetzt richtig und was ist falsch?

Ob man deswegen jetzt ein Gerichtsverfahren überhaupt eröffnen sollte, stelle ich mal in Frage, denn wegen sowas wird man vermutlich vom Richter blöd angekuckt, egal wer den Antrag stellt. Allerdings könnte wegen des jetzt anfallenden Umgangsausschluss schon jetzt ein Antrag gestellt werden.
Aber, ein Gespräch beim JA sollte man führen, mit ungewissem Ausgang.

Viel interessanter finde ich die Aussage, dass das Kind Angst hat, seine eigene Aussage gegenüber der KM überhaupt zu äußern. Da scheint viel Druck zu bestehen und das Kind einzuschüchtern. Dies wäre nicht die erste gerichtliche Umgangsklärung, die plötzlich dazu führt, dass bei der KM massive Probleme bestehen. Da das Kind bereits 11 ist, wird es auch gehört und damit "könnte" es passieren, dass die KM Hilfe durch das Jugendamt erhält. Oder im längeren Blick, dass Kind zu Dir kommt.

Gruß
Kasper
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Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge zu ertragen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
lima65
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« Antwort #5 am: 30. Dezember 2019, 16:06:21 »

Danke euch für die weiteren Anregungen.

Ja, den Umgang dann einfach zu unterbinden, wenn der Ex nicht spurt, ist übel. KM hat nunmal ASR, das verleiht ihr offenbar Flügel in solchen Fragen.

Werde wohl den ersten Schritt übers JA gehen, auch wenn ich mir davon nicht viel verspreche. Noch weniger aussichtsreich erscheint mir im Moment allerdings die Suche nach  rechtskundiger Unterstützung, sprich eineN engagierteN RA aufzutreiben. Mein letzter hatte sich als Totalausfall entpuppt, dessen ungeachtet aber nicht so schlecht an mir verdient... Hätte nicht übel Lust, den Antrag dann im Ernstfall auf eigene Faust - also ohne RA - einzubringen, aber davon raten ja viele ab, und RA der KM ist ein echter Kampfhund...
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SpecialD
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« Antwort #6 am: 02. Januar 2020, 22:49:26 »

Hallo,

ich persönlich bin ja ein Freund von klaren Verhältnissen.

Aufgrund meiner Erfahrung würde ich nicht einmal mehr das JA in Anspruch nehmen, denn wenn Madam sich wieder nicht an die Abmachung halten sollte, Pustekuchen.
Was du (scheinbar) begehrst ist Standardumgang. Das geht in der Regel auch ohne Anwalt durch. Da nun wiederholt Regeln von der KM kommen und ihr euch schlichtweg uneinig seid, würde ich den Weg über's Gericht wählen.

Also, alle 14 Tage, hälftige Ferien und hohe Feiertage klären, ggf. manche Zeiten alternierend... Uhrzeit drauf, klären was bei Ausfällen passiert, fertig.
Vorher aber mal mit Tochter (alleine) sprechen, ob sie sich das auch so wünscht. 11 ist schon ein gewisses Alter... und so ein Beschluss bringt auch für Töchterchen Erleichterung. Dieser ist auch nicht in Stein gemeißelt, man kann auch weiterhin Absprachen treffen, diese dann aber bitte schriftlich. ;-)

LG D
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„Wir alle aber warten auf den neuen Himmel und die neue Erde, die Gott uns zugesagt hat. Wir warten auf diese neue Welt, in der es endlich Gerechtigkeit gibt.“ (2. Petrus 3,13)
lima65
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« Antwort #7 am: 08. Januar 2020, 05:43:19 »

Null Reaktion von der KM auf den Vorschlag, sich vom JA moderieren zu lassen. Also jetzt zum Famliengericht.

Hat jemand eine Empfehlung für eineN FA für Familienrecht in Berlin? Es gibt so viele...
« Letzte Änderung: 08. Januar 2020, 05:45:22 von lima65 » Gespeichert
lima65
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« Antwort #8 am: 02. Februar 2020, 07:58:50 »

Hatte einen Beratungstermin bei Fachanwalt f. Familienrecht.
Der Tenor:
- vorgeschaltete Instanz zur Beilegung des Konflikts (JA etc.) nicht mehr angebracht wegen Blockadehaltung der KM diesbezüglich
- Androhung der KM hat erpresserischen Charakter, auch deshalb sollte das FG eingeschaltet werden, um per Beschluss zukünftige solche Versuche zu unterbinden

Jetzt aber: Kosten für mich könnten sich bis zu 1500 EUR aufsummieren (inklusive Kostenrisiko Verfahrensbeistand); schluck!

Auf meine Frage hin, wie es aussieht, wenn ich das ohne RA durchziehe:
- Einschätzung RA: prinzipiell gute Erfolgsaussicht
- die tatsächlichen Verfahrensgebühren von gerade mal 54 EUR (zzgl. evtll. Verfahrensbeistand, hälftige Kosten ungefähr 275 EUR)
- die Tatsache, dass Umgangsverfahren für RAs selten auskömmlich sind (kann ich nicht einschätzen und daher nicht kommentieren, wirft aber vielleicht ein Licht auf das zu erwartende Engagement...)

Habe mich nun entschieden, den Antrag ohne RA einzureichen.
Kann jemand dazu Tips geben, insbesondere zu den Formalien, bzw. gar Erfahrungen beisteuern, was Risiken und Knackpunkte bei diesem Vorgehen (ohne RA) betrifft? Hier im Forum über die Suchfunktion habe ich so gut wie nichts dazu gefunden...
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RichardvonWeizsaecker
_RichardvonWeizsaeck
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« Antwort #9 am: 02. Februar 2020, 09:16:27 »

Das Risiko im Gericht ist am Ende, das Du irgendwo überrumpelt wirst und niemanden an deiner Seite hast, der das abfängt, umgekehrt fehlt Dir im Gericht dann auch jemand der dich bremst, falls Du selbst dich irgendwo verrennen solltest.
Aber ansonsten sind das keine Hochjuristischen Komplexen Angelegenheiten, da kann man durchaus ohne Anwalt hin.

Als Ziel sollte für dich wichtig sein, dass Du eine Vollstreckbare Regelung anstrebst, da gibt es einige Fallstricken, dazu findest du sicherlich im Internet und hier im Forum einiges an Informationen aus der Du dir eine Checkliste zusammen stellen kannst, welche Punkte für dich im Ergebnis am Ende wichtig sind.

Aus der Praxis kann ich dir für die Verhandlung noch folgendes mitgeben:
Das Gericht wird im laufe des Termins oder auch erst ganz am Ende das Protokoll diktieren und dich & KM Fragen ob ihr das so genehmigt.
Schreib dir im Wortlaut ganz genau auf, was der Richter diktiert und gleiche das mit deiner Checkliste ab und erst wenn dir der Inhalt zusagt und nur, wenn Dir der Inhalt zusagt, dann genehmigst Du.
So entsteht am Ende der "Vergleich", den wir hier alle so lieben.
Wenn eine Partei nicht genehmigt, muss das Gericht per Beschluss entscheiden, das kann unter umständen wichtig sein, falls Du mit dem Ergebnis im Protokoll in keinster weise zufrieden bist, dann genehmigst Du nicht und das Gericht ist gezwungen zu beschließen, bist Du dann nicht zufrieden, hast Du die Möglichkeit in die nächste Instanz zu gehen.
Gibt es keine Entscheidung per Beschluss, bleibt Dir der Instanzenzug verwehrt.

Bezüglich Jugendamt kann ich Dir nur Dringend raten, trotz alle dem zumindestens einen Termin alleine dort wahrzunehmen und das Thema dort zu besprechen, denn die Referenz was das Jugendamt sagt, gehört mit in deinen Antrag hinein.
Bspw. sowas wie: "Der Antragssteller hat zur Klärung des Sachverhaltes versucht mit der Kindesmutter einen Termin im Jugendamt zu organisieren, die Kindesmutter war zu diesem Termin nicht bereit. Das Jugendamt unterstützt den vorliegenden Antrag."

Das Gericht wird das Jugendamt um Bericht bitten, sollte das Jugendamt dann schreiben, dass die Beteiligen zu dieser Sache beim Jugendamt nicht vorstellig waren, dann kann das Gericht von den beteiligten verlangen das sie zunächst beim Jugendamt vorstellig werden und versuchen die Sache dort zu klären.
Um das zu vermeiden, würde ich das Jugendamt in jedem fall vorab involvieren.

Ansonsten gilt es, deinen Antrag so genau wie möglich und so Sachlich wie möglich zu schreiben und insgesamt im Verfahren immer ganz Sachlich bleiben.




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SLAM
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« Antwort #10 am: 02. Februar 2020, 17:01:21 »


Habe mich nun entschieden, den Antrag ohne RA einzureichen.
Kann jemand dazu Tips geben, insbesondere zu den Formalien, bzw. gar Erfahrungen beisteuern, was Risiken und Knackpunkte bei diesem Vorgehen (ohne RA) betrifft? Hier im Forum über die Suchfunktion habe ich so gut wie nichts dazu gefunden...

Wenn man nicht zuvor zumindest mal in Zivil- oder Strafsachen Erfahrungen mit Gerichten gesammelt hat, empfiehlt sich ein Vorgehen ohne Anwalt eher nicht.

Falls doch: Nicht vergessen, Dein Fall ist nur einer von vielen, die so ein Richter im Schrank hängen hat. Er oder sie hat auch nicht unendlich viel Zeit, die er oder sie Deinen Anträgen widmen kann. Daher ist einer der wichtigsten Ratschläge, sich kurz zu fassen. Also in der Art, Antrag und nachvollziehbare Gründe für diesen Antrag. Für so einen einfachen Vorgang wie in Deinem Fall maximal 2 Seiten.
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Inselreif
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« Antwort #11 am: 03. Februar 2020, 03:18:59 »

Jetzt aber: Kosten für mich könnten sich bis zu 1500 EUR aufsummieren (inklusive Kostenrisiko Verfahrensbeistand); schluck!
...
- die tatsächlichen Verfahrensgebühren von gerade mal 54 EUR (zzgl. evtll. Verfahrensbeistand, hälftige Kosten ungefähr 275 EUR)
Der Anwalt kostet mit Einigungsgebühr, also im Höchstfall, etwa 860 Euro.
Die Differenz der beiden obigen Werte sind knapp 1.200 Euro.

Was sagt uns das? Der Anwalt ist nicht zu blöd zum Rechnen. Er hat schlichtweg keine Lust, weil das Mandat unlukrativ, der Mandant nervig etc. ist und stellt in Hütchenspielermanier die Kosten einmal halbiert und einmal voll dar. Das ist unseriös. Aber es gibt doch noch 200.000 andere, die den Job gerne tun.

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« Antwort #12 am: 03. Februar 2020, 04:40:23 »

Hallo zusammen,

vielen Dank für eure Infos soweit (und das sogar morgens um 3:18...).

Mein Fazit: Da ich weder Lust habe, noch über die Zeit und die finanziellen Mittel verfüge, die 200.000 anderen RAs abzuklappern, werde ich das auf eigene Faust durchziehen.
Mag sein, dass das eine blutige Nase gibt, aber bei all den Unwägbarkeiten in so einem Verfahren kann das wohl auch noch mit dem 200.000sten Anwalt passieren, sofern der/die überhaupt irgendwie vertrauenswürdiger daherkäme...

Dann aber doch nochmal die Frage wegen der Formalien: gibt es eine offizielle Stelle bei Gericht, die mir als Bürger dieses Landes eine „Minimalberatung“ bzw. -auskunft bietet von wegen: korrekte Anschrift bei Gericht, beizubringende Dokumente, sonstige formale Voraussetzungen, dass so ein Antrag überhaupt angenommen wird etc.?



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« Antwort #13 am: 03. Februar 2020, 09:13:40 »

Noch ein Tipp:

Der Richter ist auch nur ein Mensch, mit dem man reden kann. Dh, Du wirst in der Verhandlung durchaus die Gelegenheit haben, Dich zu Deinem Anliegen zu äußern und man wird Dir auch zuhören. Bei gewissen Verfahren MUSS der Richter das sogar. Nennt sich rechtliches Gehör.

Nun ist es aber so, dass die meisten Leute in so einer Verhandlung nervös bis sogar aufgeregt sind. In so einer Situation vergisst man dann gerne mal Dinge, die man der Kürze wegen nicht geschrieben hat, aber sagen wollte. Mein Rat: Alles aufschreiben und quasi als Spickzettel zur Verhandlung mitnehmen.
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« Antwort #14 am: 03. Februar 2020, 10:10:00 »

Dann aber doch nochmal die Frage wegen der Formalien: gibt es eine offizielle Stelle bei Gericht, die mir als Bürger dieses Landes eine „Minimalberatung“ bzw. -auskunft bietet von wegen: korrekte Anschrift bei Gericht, beizubringende Dokumente, sonstige formale Voraussetzungen, dass so ein Antrag überhaupt angenommen wird etc.?
Du kannst Dich an die Rechtsantragsstelle des zuständigen Amtsgerichts (in der Regal also das, in dessen Bezirk das Kind wohnt) wenden. Es gibt Ausnahmen - aber gehe nicht davon aus, dort einen Service zu erhalten, der diesen Namen verdient. Im Standardfall wird man Dir im richtigen Zeitfenster und nach zwei Stunden Wartezeit mit mehr oder minder Elan helfen, einen zumindest formal korrekten Antrag einzureichen. Du solltest auf jeden Fall Sachverhalt und Begründung fertig haben - inhaltlich darf das Gericht Dir nicht weiterhelfen.
Rechtsgrundlage zum Nachlesen: § 25 FamFG

Gruss von der Insel
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lima65
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« Antwort #15 am: 04. Februar 2020, 05:54:02 »

Danke SLAM, gute Vorbereitung auf den Termin ist natürlich unbedingt erforderlich. Da ich mich selbst vertreten werde, habe ich das zum Glück selbst in der Hand :-)
Die Aussage "Der Richter ist auch nur ein Mensch" allerdings löst bei mir ähnliche Emotionen aus wie der Hundebesitzer-Klassiker "der tut nichts, der will nur spielen" (gilt übrigens auch für "die Richterin"...)

Danke an die Insel - genau die spezifische Info, die ich gesucht habe.

« Letzte Änderung: 04. Februar 2020, 05:56:28 von lima65 » Gespeichert
RichardvonWeizsaecker
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« Antwort #16 am: 04. Februar 2020, 10:18:07 »

Ich habe das einmal selbst über die Rechtsantragsstelle gemacht, ich war aber Vorbereitet, sprich der Antrag war bereits formuliert und ich hatte 4 Ausführungen dabei und vorab per Fax eingereicht.
Es lief bei mir folgendermaßen:
- Wartezimmer / Servicepoint erst einmal eine Nummer ziehen, mit mir im Raum ca. 20 Leute
- Nach Aufruf der Mitarbeiterin meinen Antrag gezeigt, mit der Info das ich ihn bereits gefaxt habe, Mitarbeiterin schickt mich weiter zur Erfassung.
- In der Erfassung hat man mir mitgeteilt das sie die Akte vorbereiten und mich dann rufen
- Nach Erfassung hat man mich mit der Akte zum Richtervorzimmer begleitet, die Mitarbeiterin des Richters hat den Antrag dann zum Richter gebracht
- ca. 1h Warten -  Richter kommt mit der Akte zu mir in den Flur, wir erörtern kurz, Antrag wird abgewiesen, ich bekomme 10min später meinen Beschluss und fahre wieder nachhause ;)

Ich würde mir das ganze mit der Rechtsantragsstelle ersparen, das macht nur Sinn wenn man sofort einen Bereitschaftsrichter will und trotzdem muss man dann vorbereitet dort hin gehen.
Von denen den Antrag formulieren zu lassen ist Käse.
Lieber selbst, mithilfe dieses Forums machen, ggf. noch einmal ein bisschen Geld in die Hand nehmen das ein Anwalt auf Honorarbasis mit drauf schaut und abfahrt.
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lima65
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« Antwort #17 am: 07. Februar 2020, 13:29:31 »

So, bin den Antrag losgeworden.

Meine Erfahrungen:
- mein erster Gang war zur Rechtsantragsstelle des Amtsgerichts. Dort wurde mir gesagt, ich müsste mit meinem speziellen Anliegen aber zur Rechtsantragsstelle des Familiengerichts (ca. 3 km Luftlinie entfernt) - fing ja gut an...
- die entsprechende Stelle heißt dann auch "Infostelle" und ist der Rechtsantragsstelle "vorgeschaltet"
- als ich dort endlich ankam, hatte ich dann aber Glück, denn ich war nach nicht mal 5 Minuten Wartezeit schon dran (vielleicht weil gerade Ferien sind)
- der Kontakt mit der Sachbearbeiterin dort war 100% korrekt, freundlich, sachlich, mitdenkend, ...
- hatte meinen Antrag als Schriftstück dabei, den aber eher als Entwurf gesehen und auf Hinweise zu Formfehlern gewartet; sie ihn sich kurz angeschaut und gesagt: "den können Sie gleich hier lassen" :-)

Jetzt heißt es also: Abwarten und Teetrinken...
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RichardvonWeizsaecker
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« Antwort #18 am: 10. Februar 2020, 17:47:52 »

Welches Familiengericht bist Du? Tempelhof-Kreuzberg?
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