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vatersein.de - Forum 24. August 2019, 09:49:32 *
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Autor Thema: Bitte um Hilfe bei Berechnung Kindesunterhalt im Wechselmodell  (Gelesen 856 mal)
PapaM
Schon was gesagt
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 6



« am: 24. März 2019, 16:26:32 »

Guten Tag liebe Forumsgemeinde!

Ich wende mich an euch, um meine Fragen zu beantworten und eventuell auch Tipps zu erhalten. Ich bin neu hier und hoffe das ihr mich aufnehmt und eventuell helfen könnt.

Ich bin mir nämlich nicht so sicher ob das was ich da tue und ausgerechnet habe, auch so richtig ist!?

Kurz zu meiner Situatiion und meinen Fragen:

Ich bin Papa von 3 Kindern:

Kind 1 ist 3 Jahre alt,

Kind 2 ist 10 Jahre alt,

Kind 3 ist 13 Jahre alt.


Kind 2 und 3 sehe ich alle 2 bis 4 Wochen für ein Wochenende und zahle regelhaft Unterhalt nach DDT.


Kind 1 ist bei mir gemeldet und ich versuche ein Wechselmodell zu führen. Da ich in 3 Schichten über das ganze Jahr und auch an Feiertagen und Wochenenden und total unregelmäßig zu 100% arbeite, gibt es eine sehr flexible
Umgangsregelung mit der Kindesmutter (noch). Es bröckelt und knirscht grade sehr aufgrund der Unregelmäßigkeit.

Bis jetzt ist es so das Kind 1 zu 50% im Monat bei mir lebt. Kind 1 hat ein eigenes Kinderzimmer bei mir und an den Tagen der Betreuung erledige ich auch alle Besuche und Termine die anstehen.

Auch der Urlaub/Ferien werden so verbracht dass Kind1 zur Hälfte des Monats bei mir ist. Das schließt allerdings nicht die Hälfte der Ferien ein! 

Die Kindesmutter wohnt bei ihrem neuen Lebensgefährten und ist aktuell schwanger von ihm und ist vom Dienst bis zur Geburt frei gestellt bei vollem Gehalt. Anschließend geht sie ab Juni für 2 Jahre in Elternzeit.

Ich war mit der Kindesmutter  bis letztes Jahr Dezember verheiratet.

Die Ehe wurde geschlossen als Kind1 ungefähr 3 Monate alt war. Wir haben während der Scheidung nichts im Bezug auf das Kind oder den Umgang geregelt, ausser das Kind1 bei mir seine Wohnhaft hat (gemeldet ist), weil das Kind in meiner jetzigen Wohnung aufgewachsen ist und die Kindesmutter hier nach der Trennung ausgezogen ist.



So nun zur Fragestellung:

Nach der Trennung haben wir uns unter 4 Augen darauf geeinigt, dass KM von mir das gesamte Kindergeld (200,00€) bekommt plus 100,00€ oben drauf.

Seit November letzten Jahres bekommt sie nur noch das Kindergeld und ich beteilige mich bei größeren Anschaffungen zur Hälfte mit. Also Ausflüge, Fahrrad, besondere Arztkosten etc.

Nun hat meine Ex sehr viele nette Freundinnen und ihr neuer Lebensgefährte scheint auch sein übriges dazu beigetragen zu haben + die Schwangerschaftshormone, dass plötzlich nichts mehr so sein soll wie besprochen.

Sie fordert mich nun auf Kind1 in ihren Haushalt anzumelden, weil sie Kinderbaugeld beantragen will um ein Haus zu kaufen. Sie ist der Meinnug das ihre neue Wohnung der Lebensmittelpunkt ist.


Sie möchte eine fixe Umgangsregelung ...sprich eine Woche bei ihr und eine Woche bei mir. Damit könnte ich ein Wechslmodell nicht mehr durchführen weil ich sehr unregelmäßig arbeite.
Das würde auch gleichzeitig mein Einkommen mindern und meine Arbeitszeit erhöhen.


Sie möchte den Unterhalt durch einen Anwalt berechnen lassen, weil ihr mehr zustehen würde sagt sie rückwirkend seit unserer Trennung und ihrem Auszug.


Kind1 soll auch grundsätzlich an jedem Mittwoch ab Nachmittags bei ihr sein, weil sie mit dem Kind zum Turnen will.




Nun meine Fragen ....was soll ich davon halten und was für Kosten kommen auf mich zu.

Ich verdiene derzeit auf Steuerklasse 2 Netto ca. 2950,00€

Kindesmutter angeblich 1600,00€...ab Juni nur noch Elterngeld

Der Kindergarten kostet ca. 60,00€ im Monat.


Ich habe mal durchgerechnet das ich ca. 220,00€ an die KM zahlen muss trotz des Wechselmodells. Das entspricht ja beinahe dem normalen Barunterhalt
wenn Kind1 nicht bei mir leben würde. Kann das sein? Ich weiß nicht ob die Berechnung korrekt ist!?



Für Tipps und Einschätzungen wäre ich euch sehr dankbar.

Ich weiß nicht so wirklich was ich nun als nächstes tun soll.


Liebe Grüße
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Susi64
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« Antwort #1 am: 24. März 2019, 17:59:11 »

Hallo,

beim Wechselmodell wird der Unterhaltsbedarf aus dem addierten Einkommen der Eltern bestimmt und zusätzlich Mehrkosten des Wechselmodells addiert werden können. Berücksichtigt man keine Mehrkosten so wäre die Rechnung in etwa so:

1) bereinigtes Einkommen Vater: 2950 Euro, Mutter: 1600 Euro, addiertes Einkommen: 4550 Euro --> Stufe 8, Kind 3 : 510 Euro,
2) Für das Quoteln wird der Selbstbehalt von jedem Einkommen abgezogen: Vater: 2950 - 1080 Euro = 1870 Euro, Mutter: 1600 - 1080 Euro = 520 Euro,
Anteile: Vater 1870/(1870 + 520) = 0,78, Mutter 520/2390 = 0,22 bzw. Vater 0,78*510 = 400 Euro, Mutter 0,22*510 = 110 Euro.
3) Der halbe Bedarf des Kindes ist 510/2 = 255 Euro. Da der Vater mehr als 255 Euro zahlen muss, geht die Differenz 400 - 255 Euro = 145 Euro an die KM.
4) Da die KM das volle KG bekommt, kannst Du den Zahlbetrag nochmals reduzieren: 145 - 97 Euro = 48 Euro.

Wenn der Kindergarten analog aufgeteilt wird, dann wären es für Dich 0,78*60 = 47 Euro und die KM 0,22*60 = 13 Euro.
Insgesamt hättest Du also 48 + 47 Euro = 95 Euro. Wenn Du also 100 Euro an die KM überweist sollte das in Ordnung sein.

Ist die KM leistungsunfähig, dann zahlst Du alleine den Unterhalt. Summe 2950 Euro ---> Stufe 4: 408 Euro, der halbe Bedarf des Kindes ist dann 204 Euro und Du musst der KM 204 Euro überweisen, da Dir aber das halbe KG zusteht, reduziert sich der Betrag auf 204 - 97 = 107 Euro, dazu kämen noch die Kosten für den Kiga, also insgesamt 167 Euro.

Ich kenne bisher auch keine Berechnung für den Fall, dass für ein Kind ein Wechselmodell gelebt wird und für die anderen Kinder nicht, deshalb habe ich die anderen Kinder nicht berücksichtigt.
Wenn Du alleine zahlst, könntest Du eine Stufe tiefer eingestuft werden, weil die DDT für 2 unterhaltsberechtigte Personen ausgelegt ist, aber wie gesagt, ich kenne bisher dafür kein Beispiel.

Besteht kein Wechselmodell, dann wären 2950 Euro --> Stufe 4, da 3 unterhaltsberechtigte Personen eine Stufe runter --> Stufe 3: 390 Euro - 97 Euro (halbes KG) = 293 Euro. Dazu käme noch der Kiga, wenn die KM leistungsunfähig ist, also insgesamt 353 Euro.

VG Susi

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PapaM
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Beiträge: 6



« Antwort #2 am: 27. März 2019, 14:45:38 »

Wow das ging ja schnell...und ganz schön Kompetent! Vielen Dank dafür liebe SusI!   :-)

Ich hätte da noch ein oder zwei Fragen an dich.

Du schreibst "bereinigtes Einkommen" und rechnest mit meinem vollen Unterhalt, ebenfalls dem der KM.

Gibt es bei dem Wechselmodell keine Bereinigung ala 150,00€ max. oder wie ist das gemeint?




Ist die KM leistungsunfähig, dann zahlst Du alleine den Unterhalt. Summe 2950 Euro ---> Stufe 4: 408 Euro, der halbe Bedarf des Kindes ist dann 204 Euro und Du musst der KM 204 Euro überweisen, da Dir aber das halbe KG zusteht, reduziert sich der Betrag auf 204 - 97 = 107 Euro, dazu kämen noch die Kosten für den Kiga, also insgesamt 167 Euro.


Hier wäre meine Frage was leistungsunfähig bedeutet? Also wenn die KM zum Beispiel unter die 1080,00€ Gehalt (Elterngeld) kommt, weil sie wie in meinem Fall mit ihrem neuen Kind in Elternzeit geht?

Und wenn die KM nicht leistungsfähig ist und ich den Unterhalt alleine zahle mit 3 Kindern....werde ich dann auch eine Stufe herabgesetzt wegen Kind Nr. 3?

Ich kenne bisher auch keine Berechnung für den Fall, dass für ein Kind ein Wechselmodell gelebt wird und für die anderen Kinder nicht, deshalb habe ich die anderen Kinder nicht berücksichtigt.
Wenn Du alleine zahlst, könntest Du eine Stufe tiefer eingestuft werden, weil die DDT für 2 unterhaltsberechtigte Personen ausgelegt ist, aber wie gesagt, ich kenne bisher dafür kein Beispiel.

VG Susi

Hier hätte ich wohl erwähnen sollen, dass das Kind welches im Wechselmodell ist von der hier erwähnten KM ist.

Die anderen beiden Kinder die ich habe, sind von einer anderen Mutter.


Vielen lieben Dank für deine wertvollen Hinweise und Berechnungen....meine Berechnung war wesentlich höher....keine Ahnung wo da mein Fehler war.


LG
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Susi64
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« Antwort #3 am: 27. März 2019, 15:34:49 »

Hallo,

1) "bereinigtes Einkommen bedeutet, dass Abzüge, die die Leitlinien des zuständigen OLG (wo das Kind wohnt) berücksichtigt sind. Bei einem Arbeitnehmer sind dies in aller Regel:
*berufsbedingte Aufwendungen, insbesondere Entfernung zur Arbeit (hin und zurück, 30 Cent für die ersten 30km, danach 20 Cent, bezogen auf 220 Arbeitstage und dann auf den Monat umgelegt, und *anrechenbare Altersvorsorge (muss nachgewiesen werden, max. 5% vom Brutto)

2) Wenn die KM in Elternzeit geht und ein anrechenbares Einkommen unter 1080 Euro hat, dann ist sie nicht leistungsfähig. Ist Sie nicht erwerbstätig sinkt der Selbstbehalt auf 880 Euro, allerdings sind auch 300 Euro des Elterngelds anrechnungsfrei.

3) Selbst wenn die KM etwas zum Unterhalt beiträgt kann es sein, dass Du alleine weniger zahlen müsstest, da in diesem Fall alle 3 Kinder berücksichtigt werden und Du in der DDT eine Stufe tiefer eingestuft wirst (DDT ist für 2 unterhaltsberechtigte ausgelegt).

Egal wer die Mütter sind, es ist mir nicht bekannt wie zu rechnen ist, wenn es für 1 Kind ein Wechselmodell gibt und für andere nicht.
Normalerweise werden die weiteren Kinder eben durch Herunterstufung berücksichtigt, wie das beim addierten Einkommen der Eltern gehen soll weiss ich nicht, deshalb greife ich darauf zurück, dass keiner mehr zahlen muss als er alleine zahlen müsste.

Dein Fehler ist vermutlich, dass Du den Unterhalt berechnet hast und gequotelt. Du musst aber den Ausgleichsbetrag berechnen.
Wenn Du alleine zahlst ist das einfach, die KM bekommt die Hälfte.
Wenn aber beide Zahlen, dann steht jedem die Hälfte des Unterhaltsanspruchs zu und nur der, der mehr als diese Hälfte zu zahlen hat, zahlt die Differenz zur Hälfte an den anderen.

VG Susi
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PapaM
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« Antwort #4 am: 28. März 2019, 18:55:22 »

Danke sehr! Jetzt habe ich es verstanden.


Es ist und bleibt für mich trotzdem eine verrückte Sache. Jetzt zum Beispiel, habe ich ein Anruf bekommen von unserer Steuerberaterin (Also von meiner Ex Frau und mir).

Wir haben unsere Steuer für letztes Jahr noch gemeinsam veranlagt. Ich soll meiner Ex jetzt 5000,00€ für 2018 zurück zahlen. Wir hatten Steuerklasse 3 und 5 :-D

Somit hätte ich mir wohl für 2018 die 100,00€ im Monat, die ich bereits gezahlt habe sparen können :-D Das hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm.


Hallo,


2) Wenn die KM in Elternzeit geht und ein anrechenbares Einkommen unter 1080 Euro hat, dann ist sie nicht leistungsfähig. Ist Sie nicht erwerbstätig sinkt der Selbstbehalt auf 880 Euro, allerdings sind auch 300 Euro des Elterngelds anrechnungsfrei.


VG Susi

Was heißt denn eigentlich anrechenbares Einkommen?

Ich hab mal vor einigen Jahren irgendwo quer gelesen und kann mich noch wage daran erinnern, dass irgendwo jemand mal was darüber geschrieben hat, wie unfair es ist, dass sein neuer Partner
der mit in der Wohnung wohnt, teilweise finanziell dazu gerechnet wird.

Ist das ein Märchen? Oder ist da was dran, dass wenn man einen neuen Partner hat und mit diesem zusammen wohnt, dieser was zum Einkommen dazu beiträgt?


Ich bedanke mich jetzt schon vielmals für die Mühe


LG
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Susi64
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« Antwort #5 am: 28. März 2019, 20:50:36 »

Hallo,

prinzipiell kommt auch eine Haushaltsersparnis durch Zusammenleben mit einem leistungsfähigen Dritten. Das wären ca. 12,5% vom Einkommen der KM. Um diesen Betrag würde dann der Selbstbehalt weiter abgesenkt.  Ob das etwas bringt kann ich natürlich nicht einschätzen.

Elterngeld ist etwas besonders, da eben 300 Euro davon unterhaltsrechtlich nicht angerechnet werden.

VG Susi
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« Antwort #6 am: 28. März 2019, 20:55:18 »

Hallo PapaM,

Was heißt denn eigentlich anrechenbares Einkommen?

Es geht um die Frage, ob Einkommen, das man tatsächlich hat, bei der Unterhaltsberechnung berücksichtigt wird oder nicht. Susi hatte das bereits an einem Beispiel geschildert: Elterngeld wird bei der Unterhaltsberechnung bis zu einer Höhe von 300 Euro nicht angerechnet.

Bevor du jetzt sagst, das ist verrückt - es geht noch viel verrückter, denn das exakte Gegenteil davon gibt es auch. Nennt sich fiktives Einkommen: Da wird ein Einkommen, das man nicht hat, trotzdem in der Unterhaltsfestsetzung berücksichtigt, z.B. weil die staatsfinanzierte richterliche Wohlweisheit zu Befinden beliebt, man man könne ja mehr verdienen, wenn man nur wölle. 


Ich hab mal vor einigen Jahren irgendwo quer gelesen und kann mich noch wage daran erinnern, dass irgendwo jemand mal was darüber geschrieben hat, wie unfair es ist, dass sein neuer Partner der mit in der Wohnung wohnt, teilweise finanziell dazu gerechnet wird.
Ist das ein Märchen? Oder ist da was dran, dass wenn man einen neuen Partner hat und mit diesem zusammen wohnt, dieser was zum Einkommen dazu beiträgt?

Das gibt's mindestens in drei Ausprägungen.

Erstens, beim Selbstbehalt kann eine "Haushaltsersparnis" abgezogen werden, weil ein halber Zwei-Personen-Haushalt billiger kommt als ein Ein-Personen-Haushalt. Der reduzierte Selbstbehalt ist in jenen Fällen von Bedeutung, in denen man, gemessen am regulären Selbstbehalt, nicht oder nur teilweise leistungsfähig für Unterhalt ist (ein sogenannter Mangelfall, d.h. das Geld oberhalb des Selbstbehalts reicht nicht mal, um laut Zeile 1 der Düsseldorfer Tabelle zu zahlen). Wegen der Haushaltsersparnis wird der Selbstbehalt abgesenkt, damit steht mehr Geld für Unterhaltszahlungen zur Verfügung.

Zweitens, wenn der neue Lebensabschnittsgefährte zur gutverdienenden Sorte gehört, dann kann ggf. ein Taschengeldanspruch gegen diesen und/oder eine Art Entlohnung für die Arbeit zur Haushaltsführung konstruiert werden. Dieses Geld wiederum kann dann in die Unterhaltsberechnung einfließen. Diese Trickserei wird ggf. sogar in Kombination mit der vorgenannten Nummer eingesetzt, nämlich wenn man ohne den Taschengeldanspruch unterhalb oder nur knapp oberhalb des reduzierten Selbstbehalts liegt, mit Taschengeldanspruch aber deutlich darüber.

Drittens, wenn Hartz IV im Spiel ist, dann gibt das ein wüstes Hin und Her hinsichtlich der Bedarfsgemeinschaft, und ich habe im Moment weder Zeit noch Lust, hier ein auch nur halbwegs verständliches Beispiel zu erfinden (falls es in dieser Frage überhaupt so etwas wie ein halbwegs verständliches Beispiel gibt).


Die gute Nachricht für dich lautet: All dieses zieht nur bei vergleichsweise geringem Einkommen. Wenn du einen Steuerberater hast, und wenn hier Steuer-Ausgleichszahlungen um 5.000 Euro p.a. im Raume stehen, dann wirst du weit über diesem Bereich liegen. Faustregel: Sobald der Mindestunterhalt, d.h. Zeile 1 der Düsseldorfer Tabelle gesichert ist, gibt es kaum noch Möglichkeiten, auf das Einkommen eines neuen Lebenspartners durchzugreifen.


Viele liebe Grüße,

Malachit.

P.S. ich hätte es vorher wissen müssen - Susi war mal wieder schneller als ich ;-)
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