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vatersein.de - Forum 23. Mai 2019, 17:12:18 *
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Autor Thema: Mittelmaß der richtige Weg?  (Gelesen 877 mal)
Tom821
Schon was gesagt
*
Beiträge: 29


« am: 20. Februar 2019, 08:21:50 »

Hi liebe Leser,

wie ich in anderen Threads schon beschrieben habe, bin ich Vater eines 7 jährigen Kindes. Ganz ganz kurz gefasst: mit der KM gibt es seit Geburt Probleme, diese werden - seitdem das Kind "versteht" und sprechen kann - auf seinem Rücken ausgetragen. Nun ist es so: Umgangsvereinbarung steht (leider sehr lose, da zur Zeit der Vereinbarung halt noch keine Übernachtungen möglich etc.) - die Probleme gehen aber weiter.

Es ist jedoch zumindest so, dass ich mein Kind regelmäßig sehen kann. Umgänge bei mir, geschweige denn Übernachtungen, funktionieren sehr, sehr selten - in jedem Fall ist jedes geplante Umgangswochenende für mich der absolute Horror. Man weiß nie, ob das Kind mitkommt und wie es drauf ist etc. pp.

Klar, ich hätte die Möglichkeit eine konkrete Übernachtungs-Umgangsregelung einzuklagen etc. Meine Erfahrung ist aber, dass mein Kind komplett zumacht und darauf bezieht sich meine Frage nicht. Auch um mein Umfeld und mich nicht zu sehr zu belasten und natürlich in allererster Linie den Druck von meinem Kind zu nehmen, frage ich mich halt, ob regelmäßiger, lockerer, kurzer Tagesumgang besser ist als ein erzwungener und dann eh fast nie stattfindender Übernachtungsumgang bei mir.

Ich denke ich könnte es arrangieren und auch mit Kind und KM so abklären, dass ich "erstmal" Umgänge über Tag wahrnehme, sofern mein Kind nicht mit zu mir möchte.

Meine Fragen dazu:

- was würdet Ihr unter den beschriebenen Umständen eher sehen: erzwungenen und mit viel Druck zusammenhängender Umgang, teils bei mir oder lockerer Umgang ohne Bezug zu meinem zu Hause?
- ich habe natürlich Angst vor Entfremdung, sehe aber, dass diese eher einsetzt, wenn mein Kind weiter unter Druck gerät und dann gegebenenfalls nicht mal mehr mit auf einen Spielplatz möchte (so ähnlich schon mal erlebt für längeren Zeitraum).
- ist Kontinuität dahingehend nicht wichtiger als die "Intensität" des Umgangs?
- mir ist klar, dass man nicht die Türe für "Launen" öffnen darf á la: "möchtest Du heute mal mitkommen?" Würde auch immer vorsichtig darauf hinweisen, dass ich gerne hätte dass es bald noch mal mitkommt etc. und auch taktisch vorgehen. Selbstverständlich steht meine Türe Tag und Nacht offen und das weiß mein Kind auch

Vielleicht sollte ich noch sagen, dass ich zu meinem Kind ein wirklich liebevolles Verhältnis habe und es seit Geburt sehe. In die Arme gelaufen beim Umgang ist es mir in den letzten 7 Jahren genau 2 mal. Wir haben also ein festes Band, aber es "vergöttert" mich nicht (natürlich auch nicht Ziel) oder liebt es zu mir zu kommen.

Freue mich auf eure Nachrichten - wenn ich irgendwo tiefer einsteigen soll, sagt Bescheid.

Herzliche Grüße
Tom

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AnnaSophie
_AnnaSophie
***
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 2.585


« Antwort #1 am: 20. Februar 2019, 08:43:30 »

Hallo,

da das Kind in die Schule geht, wäre es möglich, dass du es Freitags nach der Schule zum Umgang abholst und Montag morgen in die Schule bringst, jedes 2. Wochenende?
Dann wäre es direkt von der Schule, ohne noch einmal die Mutter zu sehen, bei dir.
Und evtl. Spannungen und Konflikte könnten auch nicht ausgetragen werden, da es keinen persönlichen Kontakt gibt.

Sophie
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Samson1978
_Samson1978
***
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 355


« Antwort #2 am: 20. Februar 2019, 08:47:30 »

Ich denke dass du das Band zwischen euch richtig festigen solltest.
Dazu gehört am Anfang ein regelmäßiger Umgang, der aber auch zu einer festen Umgangsvereinbarung inkl. Übernachtung führen sollte. Sonst wird die Entfremdung immer mehr zunehmen.
Dein Kind hat ein Recht auf dich. Auf ausreichend Zeit mit seinem Vater.
Entkoppelt die Probleme zwischen euch Eltern, in dem ihr die Übergabe auf neutralem Boden oder durch eine neutrale Person machen lasst.

Aber setz dich für fest vereinbarten und für alle Beteiligten geregelten Umgang ein.
Wenn du es jetzt nicht angehst, wird es später noch schwieriger. Denn dein Kind wird älter und dann kann es den Umgang teilweise mitbestimmen. Und wenn du da "nicht den Fuß in der Tür hast", fällst du hinten runter.
Und das Band ist dann nicht mehr zu flicken.
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Susi64
Spezialgruppe
*****
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 4.009


« Antwort #3 am: 20. Februar 2019, 08:57:48 »

Hallo,

Du bist gar nicht in einer Position Druck auszuüben. So funktioniert das nicht. Was Du erreichen musst ist Deine eigene Unsicherheit zu überwinden und klar zu machen, dass Du nicht gewillt bist den Umgang nicht stattfinden zu lassen. U.U. brauchst Du dabei Hilfe, da Dein Verhaltensmuster schon viel zu eingefahren ist.

Ich denke, dass das Problem durch kurze Tagesumgänge nicht zu lösen ist. Einfach weil ein 7jähriges Kind problemlos Wochendumgänge schafft ohne Heimweh zu bekommen.
Was soll denn das Kind bei einer Klassenfahrt machen?

Natürlich ist das Problem schon lange gewachsen und wird sich deshalb nicht einfach in Luft auflösen. Aus meiner Sicht gibt es ein Dreieck von Problemen. Die KM, die das Kind nicht loslassen kann und will, Dich, der Du unsicher bist, was das beste ist und ein völlig verunsichertes Kind.

Auch wenn ein Umgangsvater kein Spaßonkel sein sollte, so würde es Dir helfen spannende Umgänge zu gestalten. Was macht dem Kind Spaß? Kann es so organisiert werden, dass die Übernachtung praktisch "zwangsläufig" notwendig ist?
Und natürlich hilft auch die Idee von AnnaSophie, dass Du Dein Kind direkt abholst/zurück bringst ohne Mama daneben, das kann den Druck vom Kind nehmen.

Wenn der Umgang schon schrittweise angegangen werden soll, dann eben zunächst Samstag und Sonntag und dann von Freitag nach der Schule bis Samstag und dann noch Sonntag und dann das ganze Wochenende, aber die Zeitspanne sollte nicht mehr als ein halbes Jahr betragen. Noch ist Dein Kind in einem Alter, wo es Freude am Umgang haben kann, wenn es 10, 11 ist, dann wird es praktisch nicht möglich sein, den Umgang zu ändern.

VG Susi
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Tom821
Schon was gesagt
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Beiträge: 29


« Antwort #4 am: 20. Februar 2019, 09:30:10 »

Hi zusammen,

lieben Dank für die zahlreichen und schnellen Antworten.

Grundsätzlich sehe ich das Ganze ganz genau so wie Ihr. Ich sehe halt, wie mein Kind unter dem Druck leidet und habe einfach die große Angst, dass es irgendwann zusammenbricht und komplett zu macht. Mit der KM ist leider nicht zu reden, ich habe diesbezüglich wenig Hoffnung.

Nach der Schule ist grundsätzlich eine gute Idee, habe ich auch schon öfter mit geliebäugelt - allerdings fangen dann die Strapazen für mein Kind am Abend vorher an, es kann nicht schlafen etc. (sagt es mir selber). Bin einfach nur ratlos und in der Tat auch sehr unsicher. Eine beschissenere Position gibt es auch nicht als Patch-Work-Daddy mit geisteskranker KM.

Obwohl, doch, die gibt es wohl. Beispielsweise als Vater eines unheilbar kranken Kindes - vielleicht sollte ich einfach was mutiger und optimistischer sein.

Der Optimismus ist halt über die Jahre dahingegangen, ich habe schon sehr, sehr viel probiert. JA, Gerichtsbeschluss (der ist leider auf Tagesumgänge, weil ich mein Kind zum Gerichtszeitpunkt für 3 Monate nicht gesehen hatte (keine Chance gehabt), es sehr verstört war). Und irgendwie bin ich dabei die Hoffnung zu verlieren und es mir einfach machen zu wollen, da ich einfach gefühlt kurz vorm Herzinfarkt stehe und mein Privatleben, sofern noch vorhanden, komplett leidet. Das sollte aber nicht der Weg sein - vermutlich habt Ihr Recht. Zumindest weiter kämpfen bis es 10-12 ist, danach ist der Drops eh gelutscht. Mit welchem Ausgang auch immer.

Habe mit der KM noch mal eine (erzwungene) Beratung, sie nutzt diese aber erfahrungsgemäß um über die Vergangenheit zu streiten und Mitleid zu heucheln. Schätze die Wahrscheinlichkeit, dass sich da noch mal etwas ändert, ehrlicherweise auf 5 %. Man kann aber zumindest den Grundstein legen und auf "vernünftigen" Vereinbarungen muss sie sich ja einlassen, wenn sie gut darstehen möchte.

Was für Tipps, abseits von "mit der KM sprechen", "Kind muss ja auch in die Schule" wenn es um das Thema Zwang geht und "Kontakt / Konfrontation mit KM meiden" könnt Ihr mir noch geben? Ich tue mich echt schwer und es ist nicht so, dass ich nicht seit Jahren in dem Thema drin hänge.

Herzliche Grüße
Tom



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Dad76
_Dad76
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Beiträge: 198


« Antwort #5 am: 20. Februar 2019, 09:38:21 »

mit der KM gibt es seit Geburt Probleme, diese werden - seitdem das Kind "versteht" und sprechen kann - auf seinem Rücken ausgetragen.
Umgangsvereinbarung steht (leider sehr lose, da zur Zeit der Vereinbarung halt noch keine Übernachtungen möglich etc.) -

Umgänge bei mir, geschweige denn Übernachtungen, funktionieren sehr, sehr selten - in jedem Fall ist jedes geplante Umgangswochenende für mich der absolute Horror. Man weiß nie, ob das Kind mitkommt und wie es drauf ist etc. pp.

Klar, ich hätte die Möglichkeit eine konkrete Übernachtungs-Umgangsregelung einzuklagen etc. Meine Erfahrung ist aber, dass mein Kind komplett zumacht und darauf bezieht sich meine Frage nicht. Auch um mein Umfeld und mich nicht zu sehr zu belasten und natürlich in allererster Linie den Druck von meinem Kind zu nehmen, frage ich mich halt, ob regelmäßiger, lockerer, kurzer Tagesumgang besser ist als ein erzwungener und dann eh fast nie stattfindender Übernachtungsumgang bei mir.

Ich denke ich könnte es arrangieren und auch mit Kind und KM so abklären, dass ich "erstmal" Umgänge über Tag wahrnehme, sofern mein Kind nicht mit zu mir möchte.

Vielleicht sollte ich noch sagen, dass ich zu meinem Kind ein wirklich liebevolles Verhältnis habe und es seit Geburt sehe. In die Arme gelaufen beim Umgang ist es mir in den letzten 7 Jahren genau 2 mal. Wir haben also ein festes Band, aber es "vergöttert" mich nicht (natürlich auch nicht Ziel) oder liebt es zu mir zu kommen.




Da ich nicht deine ganze Geschichte kenne...

Wie alt ist denn eure Umgangsvereinbarung und wann hast du tatsächlich das letzte mal ernsthaft versucht den Umgang auszubauen. Aktuell sieht es für mich so aus, als würdest du den einfachsten Weg gehen und hast dich mit deiner Rolle abgefunden. Nach 7 Jahren hast du  "Horror vor einem geplanten Wochenendumgang!? Was konkret hast du denn in der Vergangenheit getan, also in den letzten 7 Jahren, damit du für dein Kind da sein kannst und zwar öfters als bisher. Du schreibst, du hast ein wirklich liebevolles Verhältnis zu deinem Kind, für das eine Übernachtung bei dir aber der Horror wäre!? Ganz ehrlich, ich kann dein Geschriebenes nicht nachvollziehen.

Willst du mehr Umgang und evtl. auch harmonische Übernachtungen oder bist du einfach zu bequem, dafür etwas zu tun? Nimm es mir bitte nicht übel, aber ich kämpfe seit 2 Jahren darum, ein vollwertiger Papa zu sein, gegen alle Widerstände und mittlerweile das 2te mal vor Gericht. Und du fragst hier nach, ob es Sinn macht, sich für mehr Umgang mit seinem Kind auch mal ernsthaft einzusetzen und vielleicht ne altersgerechte Umgangsregelung anzustreben... vielleicht macht dein Kind komplett zu, vielleicht aber auch nicht. Du wirst es aber niemals erfahren, wenn du es nicht versuchst. Ich befürchte auch für die Zukunft mit meinem Kleinen "das schlimmste", da die KM so absolut dagegen arbeitet, aber wenigstens muss ich mir dann niemals vorwerfen, es nicht wenigstens versucht zu haben...

Mein Ratschlag wäre, dich jetzt endlich um mehr Umgang zu bemühen, auch mit Übernachtungen dann irgendwann. Das alles spricht in keinster Weise gegen dein "festes Band" mit deinem Kind, sondern eher dafür, dass du tatsächlich Interesse an ihm hast.
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Tom821
Schon was gesagt
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« Antwort #6 am: 20. Februar 2019, 10:10:32 »


Da ich nicht deine ganze Geschichte kenne...

Wie alt ist denn eure Umgangsvereinbarung und wann hast du tatsächlich das letzte mal ernsthaft versucht den Umgang auszubauen. Aktuell sieht es für mich so aus, als würdest du den einfachsten Weg gehen und hast dich mit deiner Rolle abgefunden. Nach 7 Jahren hast du  "Horror vor einem geplanten Wochenendumgang!? Was konkret hast du denn in der Vergangenheit getan, also in den letzten 7 Jahren, damit du für dein Kind da sein kannst und zwar öfters als bisher. Du schreibst, du hast ein wirklich liebevolles Verhältnis zu deinem Kind, für das eine Übernachtung bei dir aber der Horror wäre!? Ganz ehrlich, ich kann dein Geschriebenes nicht nachvollziehen.

Willst du mehr Umgang und evtl. auch harmonische Übernachtungen oder bist du einfach zu bequem, dafür etwas zu tun? Nimm es mir bitte nicht übel, aber ich kämpfe seit 2 Jahren darum, ein vollwertiger Papa zu sein, gegen alle Widerstände und mittlerweile das 2te mal vor Gericht. Und du fragst hier nach, ob es Sinn macht, sich für mehr Umgang mit seinem Kind auch mal ernsthaft einzusetzen und vielleicht ne altersgerechte Umgangsregelung anzustreben... vielleicht macht dein Kind komplett zu, vielleicht aber auch nicht. Du wirst es aber niemals erfahren, wenn du es nicht versuchst. Ich befürchte auch für die Zukunft mit meinem Kleinen "das schlimmste", da die KM so absolut dagegen arbeitet, aber wenigstens muss ich mir dann niemals vorwerfen, es nicht wenigstens versucht zu haben...

Mein Ratschlag wäre, dich jetzt endlich um mehr Umgang zu bemühen, auch mit Übernachtungen dann irgendwann. Das alles spricht in keinster Weise gegen dein "festes Band" mit deinem Kind, sondern eher dafür, dass du tatsächlich Interesse an ihm hast.

Hallo Dad76,

vielen Dank für deine Antwort. Ich denke, ich muss noch mal deutlicher ausholen, da mein Anliegen scheinbar nicht gut rübergekommen ist.
Ich bemühe mich seit 7 Jahren intensiv um mein Kind, sehe es regelmäßig und es hat mehr oder weniger regelmäßig auch bei mir übernachtet. Mehr oder weniger daher, da es immer wieder zu Schwierigkeiten gekommen ist, es sich geweigert hat (durch die KM beeinflusst, Klassiker eben) etc. Ich kämpfe auch seit vielen Jahren, GSR vor Gericht durchgesetzt, Umgangsvereinbarung vor einem Jahr. JA, Beratungsstellen x-mal aufgesucht und auch gerade jetzt habe ich noch Übernachtungsumgänge. Allerdings unregelmäßig, sehe mein Kind jedoch durchschnittlich 1 mal die Woche.

Ich habe also schon viel getan und investiert und ich meinte mit "Horror", dass mein Kind dem Stress zu Hause ausgesetzt ist (KM hat was gegen mich, redet schlecht und mein Kind sagt ihr natürlich dann, dass es nicht zu dem doofen Papa möchte; auf der anderen Seite ist die Zeit bei mir meistens sehr schön (gewesen)). Waren auch im Kurzurlaub letztes Jahr etc. Mein restlicher Jahresurlaub ist für Tagesumgänge (von der Schule abholen) draufgegangen. Der aktuelle Beschluss sagt: alle 10 Tage unter der Woche Tagesurlaub, beim JA haben wir schrittweise eine Übernachtungsregelung vereinbart, dies war vom Gericht auch so vorgesehen.

Es wird jedoch einfach nicht lockerer, Kind und natürlich auch KM streuben sich zunehmend gegen den Umgang (das wiederum auch nur inoffiziell, offiziell wünscht sich die KM, dass mein Kind auch mal Freitag - Sonntag zu mir kommt), das geht halt echt seit Jahren so. Und meine Frage dahingehend ist einfach nur, ob es vielleicht nicht sinnvoll sein könnte, auch mal locker zu lassen. Dahingehend habe ich aber wie auch von Euch geschildert die Befürchtung, dass mein Kind sich weiter entfremdet und ich versuche abzuwägen:

- weiter Hartnäckig bleiben, was jedoch in der besprochenen Form eben in der Vergangenheit nicht erfolgreich war, und damit riskieren, dass es meinem Kind zu viel wird und es komplett zu macht, wie schon geschehen. ODER
- für eine gewisse Zeit (2 Monate etwa) mal locker lassen und von vornherein auf die Übernachtungsumgänge verzichten. Nach dem Umgangsboykott und der langsamen Herangehensweise wollte mein Kind aus freien Stücken gerne wieder bei mir übernachten, das ist jetzt aber abgeschwächt. Sogar zu ihrer eigenen Geburtstagsfeier (nachgefeiert) tat sie sich extrem schwer. Und dieser "Stress" beim Abholen führt halt regelmäßig dazu, dass KM aufbrausend wird, Kind sich versteckt, weigert mitzukommen und extrem unter Spannung steht. Und das kann nach meinem Gefühl auch nicht förderlich sein.

Die Grundproblematik ist, dass neben der schlechten Haltung der KM, ein "Ich zwinge Dich nicht" propagiert wird, was dazu führt, dass mein Kind nun immer einfach den Weg des geringsten Widerstandes, nämlich Umgang "nicht zu wollen", einschlägt, da es einfacher ist zu Hause zu bleiben (und KM zufrieden zu stellen). Dahingehend fühle ich mich einfach nur hilflos. Klar, man könnte wieder klagen, dann würden VIELLEICHT Übernachtungsumgänge festgelegt und könnten auch mit einer "Strafe" belegt werden, das weiß ich. Aber wenn mein Kind noch mal so eine üble Phase mitmacht (hat mit 7 Gerichtsschreiben gelesen!) ist es vielleicht ganz vorbei, Recht hin oder her.

Ich hoffe, dass die Zusammenhänge nun klarer werden
Besten Dank Euch und herzliche Grüße
Tom
« Letzte Änderung: 20. Februar 2019, 10:14:14 von Tom821 » Gespeichert
Tom821
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« Antwort #7 am: 20. Februar 2019, 10:22:29 »

Ich antworte noch mal separat, da ich eine zusätzliche wichtige Frage habe:

- hat jemand von Euch Erfahrungen sammeln können bezüglich "Beratungen", die das Kind selber einschließen?

Dies würde mich sehr interessieren um abzuwägen, ob es vielleicht eine Möglichkeit wäre, mein Kind mit in Beratungen einzubinden. Es gibt ja beispielsweise auch "Kurse" für Patch-Work-Kids, wo sie andere Kinder treffen, die in ähnlichen Verhältnissen leben...
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Dad76
_Dad76
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« Antwort #8 am: 20. Februar 2019, 10:47:31 »



Ich hoffe, dass die Zusammenhänge nun klarer werden
Besten Dank Euch und herzliche Grüße
Tom

Ja, etwas besser versteh ich das jetzt schon.... gerade weil ich befürchte, dass mir ähnliches in Zukunft auch bevorsteht.

Die Frage die sich mir stellt ist die Folgende... Glaubst du ernsthaft, dass dieses "2 Monate locker lassen" etwas für deine Beziehung zum Kind tut?! Und die Frage ist, ob das eine dauerhafte Lösung für dich sein kann!?
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Tom821
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« Antwort #9 am: 20. Februar 2019, 11:37:44 »

Ja, etwas besser versteh ich das jetzt schon.... gerade weil ich befürchte, dass mir ähnliches in Zukunft auch bevorsteht.

Die Frage die sich mir stellt ist die Folgende... Glaubst du ernsthaft, dass dieses "2 Monate locker lassen" etwas für deine Beziehung zum Kind tut?! Und die Frage ist, ob das eine dauerhafte Lösung für dich sein kann!?

Zu den 2 Monaten: ich denke, dass dies etwas bewirken KÖNNTE in Kombination mit den Gesprächen bei der Beratung.

Derzeit hängt mein Kind in der Luft und ich bin natürlich der Trottel. Es ist ja schließlich unter Spannung, "weil Papa kommt." Und man könnte so eben etwas Luft aus den Segeln nehmen. In letzter Zeit sind die Wochenenden halt katastrophal - so würden vielleicht wenigstens die Tagesumgänge, die ich neben den Wochenendumgängen habe, besser stattfinden. Im Moment wird alles in einen Topf geworfen - wenn das Kind nicht mit zu mir möchte, ist es auch nicht dazu zu "überreden" ein kleines Eis essen zu gehen. Wenn wir von vornherein "nur auf den Spielplatz" gehen, ist es meist einfacher.

Die KM ist ziemlich überlastet, ist auch nicht die klassische "Papa-madig-machen" Tante, sondern eher von der Sorte Weißbrot mit ständigen Gefühlsausbrüchen und falscher Selbstwahrnehmung sowohl mangelndem Gefühl für die Bedürfnisse unseres Kindes. Sie hasst mich auf jeden Fall, ich glaube ihr aber fast, dass sie gerne möchte, dass Umgang stattfindet. Nur leider ist sie null bereit, dafür ihre eigenen Bedürfnisse nach hinten zu stellen, wie etwa mich anzuschreien, auf ihrem Recht zu beharren, auch mal konsequent zum Kind zu sein und damit für einen Mini-Moment in die A-loch-Rolle zu schlüpfen. Würde sie unserem Kind vermitteln, dass es halt zu Papa geht und es da keine Diskussion gibt, wäre alles gut. Das macht sie jedoch nicht, da sie der Meinung ist, dass ich mich zu wenig gekümmert hätte im Baby-Alter (stimmt so nicht, aber ich war nicht jede Woche präsent) und nun das arme, arme Kind daher nicht zu Umgängen gezwungen werden könnte. Dazu muss ich sagen, dass das Kind schon mit 1 Jahr bei mir geschlafen hat, der Anfang war aber kompliziert. Ist halt ihr Lieblingsargument, an das sie auch ernsthaft glaubt, da sie selber (siehe oben) "schlimm" gelitten hat - blablabla.

Mit dem "locker lassen" würde ich ihr gewissermaßen entgegen kommen. Die " Idee" stammt nicht von Ihr, aber sie ist halt immer sehr pissed wenn unser Kind dann rumbockt und verliert die Nerven und ich könnte es ein bisschen so spielen, dass ich Ihr und unserem Kind einen Gefallen tue, kurzfristig aber wieder eine Umgangserweiterung wünsche und darauf bestehe.


Dauerlösung - eher nein. Wenn ich wüsste, dass es das Beste für mein Kind ist und zudem die einzelne Möglichkeit, würde ich mich notgedrungen darauf einlassen, aber ich denke dass gerade Übernachtungen und längere Kontakte wichtig sind auf Dauer, da in dem Moment eben der Papa Papa ist und kein Besuchsonkel. Sollte mein Kind mir mit 12 oder 13 klarmachen, dass es keine Übernachtungen mehr möchte etc. bin ich auch mit einmal im Monat sehen und essen gehen "ok", wenn es nicht anders geht. Gerade jetzt, wo es 7 ist, habe ich aber die Verantwortung die Umgänge auf Biegen und Brechen zu fördern und daher gebe ich so oder so nicht auf.
« Letzte Änderung: 20. Februar 2019, 11:46:57 von Tom821 » Gespeichert
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« Antwort #10 am: 25. Februar 2019, 18:01:32 »

Hi,

diese Idee mit dem "Kind Zeit lassen" "Ruhe rein bringen" usw bringt erfahrungsgemäß gar nix wenn ein Elternteil entfremdet, und es liest sich schon so als würde sie es tun. Vielleicht nicht mit Absicht, aber das ist jedenfalls kein zusammenarbeiten was ihr da betreibt.

Was etwas hilft ist ein Gerichtsbeschluss. Mit der Begründung "Mama und Papa konnten sich nicht einigen und haben den Richter gefragt, der kennt sich damit aus, und hat das entschieden, und das müssen wir jetzt so machen."

Schwarzer Peter beim Richter, Kind entlastet. Weil eben dann nicht Mama oder Papa Schuld sind und das Kind sich nicht für eine Partei entscheiden muss.

Das Gleiche kann funktionieren mit einem Mediator/ oder einer Beratung beim Jugendamt. Hängt halt immer stark davon ab an wen man da gerät. Aber ich würde jetzt erstmal damit anfangen beim JA um Vermittlung zu bitten, weil du das eh brauchst wenn es zum Gericht geht.

1. Schritt. Mama fragen ob sie mit dir dazu ein Gespräch führen mag, gerne auch in der Erziehungsberatung als Mediation
(habt ihr wohl schon ergebnislos durch)

2. Schritt, Jugendamt um Vermittlung bitten.
(seid ihr da beim Umgang schon dran gewesen, oder gibts da keine aktuelle Vermittlung?)

3. Schritt, Umgangsklage


Erste Sofort Maßnahme wäre eine Übergabe des Kindes ohne das ihr euch als Eltern seht. Kind von der Schule abholen und abends oder nach Übernachtung zur Schule zurückbringen.

Vielleicht will deine Ex gar nicht entfremden, aber was auch immer der Grund ist, wenn ihr beide die Übergaben versucht, dann klappt es nicht. Also wäre es doch eine gute Idee das ihr nicht aufeinander trefft wenn es darum geht das Kind abzuholen.

Und dann braucht das Kind eine Regelmäßigkeit, mal ja, mal nein, mal zwei Wochen ohne Papa, das hilft nicht weiter. Struktur muss her. Ein Grundschüler kann gut mit "Jeden Dienstag bin ich bei Papa" leben und mit "jedes zweite Wochenende bin ich bei Papa".

Wie schaut deine aktuelle Umgangsregelung aus? Gibt es irgendwelche Vereinbarungen? Oder läuft das eher spontan nach Absprache?

LG
Nadda

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