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vatersein.de - Forum 23. März 2019, 22:09:51 *
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Autor Thema: Volljährigenunterhalt -> Schreiben der Anwältin der EX  (Gelesen 1551 mal)
Malachit
Globaler Moderator
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 3.619



« Antwort #25 am: 03. März 2019, 18:21:56 »

Hallo Mailkiller,

ich schätze, hier liegt einfach nur ein Missverständnis hinsichtlich Zeilen / Spalten der Düsseldorfer Tabelle vor. Hat Susi ja soeben bereits erklärt ;-)

Von mir somit nur noch der Hinweis: Hast du beim Berechnen des bereinigten Nettoeinkommens alles berücksichtigt - also deine berufsbedingten Kosten und ggf. deine zusätzliche Altersvorsorge?

Zeile 7 der Düsseldorfer Tabelle ist die Einkommensgruppe 3.901 bis 4.300 Euro, aber von dem, was du im Durchschnitt auf dem Gehaltszettel hast, gehen i.d.R. noch ein paar Abzugsposten runter - und falls du bislang noch nichts hast, was im unterhaltsrechtlichen Sinne als zusätzliche Altersvorsorge gilt, dann wäre jetzt der geeignete Zeitpunkt darüber nachzudenken, ob es irgendetwas gibt, was an sich sowieso sinnvoll für dich wäre und dir als zusätzlichen Bonus eine Einstufung in die nächstniedrigere Zeile der Düsseldorfer Tabelle bringen könnte.

Viele liebe Grüße,

Malachit.
Gespeichert

Der Unterschied zwischen Diktatur und Demokratie besteht darin, ob das Volk vor der Regierung Angst hat, oder die Regierung vor dem Volke.
Malachit
Globaler Moderator
******
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 3.619



« Antwort #26 am: 03. März 2019, 19:12:34 »

Hallo Mailkiller,

Zumindest hier:
https://www.isuv.de/olg-zweibruecken-beschluss-vom-16-10-2015-kindesunterhalt/
steht, dass das volljährige Kind sein Vermögen einzusetzen hat.

Mag sein, aber dort ging es um ein studierendes volljähriges Kind, das außerdem bereits 21 Jahre alt war - bei dir geht es aber, wenn ich das richtig verstehe, um ein Kind, das (a) noch an eine allgemeinbildende Schule geht, (b) noch bei Muttern wohnt, (c) noch unter 21 Jahre alt ist und (d) noch nicht verheiratet ist.

Unter diesen vier Voraussetzungen greift BGB § 1603 Absatz (2) Satz 2, der für diese Art von jungen Volljährigen eine "Privilegierung", d.h. eine unterhaltsrechtliche Gleichstellung mit minderjährigen Kindern vorsieht - bei einem Studenten ist das niemals der Fall, denn der ist nicht mehr an einer allgemeinbildenden Schule, und die 21-Jahre-Grenze hatte der Bursche noch dazu auch bereits überschritten. Somit ist der von dir angegebene Gerichtsbeschluss in deinem Fall nicht anwendbar.

Am Ende des genannten Paragraphen haben wir allerdings noch die Einschränkung, dass es keine Privilegierung gibt bei "einem Kind, dessen Unterhalt aus dem Stamme seines Vermögens bestritten werden kann". Wenn du in dem von dir angegebenen Beschluss nachschaust, da wird als Leitparagraph u.a. auch genau auf BGB § 1603 verwiesen. Ich vermute allerdings, bei 10.000 Euro Sparguthaben abzüglich Schonvermögen (s.u.) kann davon noch keine Rede sein (in dem von dir angegebenen Beschluss ging es immerhin um ein anfängliches Vermögen von 50.000 Euro).

Kannst ja mal nach Beschlüssen suchen, ob jemand so etwas überhaupt schon mal bei einem volljährigen, aber privilegierten Kind mit eher geringem Vermögen versucht hat, um ein paar Monate Unterhalt zu sparen - und sogar wenn, dann muss man sich immer noch überlegen, wie viel das Gerichtsverfahren an Geld und Zeit kosten wird, und wie viel Unterhalt man im Erfolgsfall unterm Strich dabei überhaupt sparen könnte. Ich vermute jedenfalls: Es lohnt sich nicht, groß darüber nachzudenken.  

Du könntest es allenfalls nochmal auf die Tagesordnung setzen, wenn dein Junior sowieso aus der Priviligierung herausfällt (z.B. wenn er mit der Schule fertig ist), aber sogar dann wird m.E. nicht all zu viel dabei herumkommen. In dem Beschluss wird auf alle Fälle ein Schonvermögen von ca. 3.000 Euro analog zu sozialhilferechtlichen Vorschriften anerkannt und für hohe Einkommen sind dort ausdrücklich 5.000 Euro genannt (ich weiß natürlich nicht, um welches Einkommen es in dem damaligen Verfahren ging, aber dein Einkommen könnte durchaus schon als hohes Einkommen gelten). Außerdem ist der Beschluss bereits vier Jahre alt, womöglich würde heute sogar ein höheres Schonvermögen angesetzt werden, denn zumindest in manchen Teilen des Sozialgesetzbuches hat es vor ca. ein bis zwei Jahren ein paar Änderungen hinsichtlich eines höheren Schonvermögens für die Bezieher von Leistungen gemäß SGB gegeben.

Viele liebe Grüße,

Malachit.
« Letzte Änderung: 03. März 2019, 19:14:56 von Malachit » Gespeichert

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Mailkiller
Schon was gesagt
*
Beiträge: 13


« Antwort #27 am: 04. März 2019, 07:32:48 »

Ich danke Euch erneut für Eure stets schnelle und sachkundige Antwort.

Mailkiller
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