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vatersein.de - Forum 16. Februar 2019, 00:49:58 *
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vatersein.de - Forum  |  Themen  |  Sorgerecht (Moderator: 82Marco)  |  Thema: Sorgerecht Ja/Nein
Seiten: [1]   Nach unten
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Autor Thema: Sorgerecht Ja/Nein  (Gelesen 1542 mal)
Sulpitz
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 11


« am: 28. Januar 2019, 06:24:44 »

Hallo in die Runde,

Ich hoffe hier auf gute Ratschläge oder Meinungen zu stoßen.

Ich habe einen 10 jährigen Sohn mit geistiger Behinderung, der bei meiner Exfreundin lebt.
Bis vor kurzem wohnte ich noch 800 km weit entfernt und habe meinen Sohn 8 Jahre lang nur etwa alle 4-6 Wochen für länger oder kürzer besucht. Bekam aber jede
1-2 Wochen gute Updates per Telefon von der Kindesmutter, über alles was den Kleinen betrifft.(Kita, Krankheit, Therapien, Sport usw...)

Vor ~2 Jahren hat sich dann tatsächlich ein Job in der sozial schwachen Stadt meines Kleinen ergeben, der zwar gut, aber ziemlich schlecht bezahlt ist. Dadurch hab ich jetzt Einbußen und besitze auch kein Auto mehr.
Die erste 9 Monate war auch alles toll. Mein Sohn war jeden freien Tag bei mir. Mit der Ex gab es auch sehr gute Kommunikation wie auch Unterstützung beim holen/bringen , Termine haben wir uns aufgeteilt oder gar zusammen wahrgenommen, ebenso die Feiertage und Geburtstag gemeinsam gefeiert.

Irgendwann hat mein Sohn allerdings öfters nach der Mama gefragt. Nicht dass er zu ihr wollte, er war trotzdem sehr gerne bei mir und immer traurig, wenn wir seine "Papa Tasche" gepackt haben.
Da mich das verwundert hat, hab ich es der Mutter erzählt. Immerhin konnten wir ja über alles was den kleinen betrifft reden.
Aber anscheinend hab ich einen ganz schlechten Tag erwischt, denn es ist total eskaliert.
Sie ist da fast durch die Decke gesprungen weil sie es so empfunden hat, dass ich ihr unterstelle sie sei eine schlechte Mutter.
Reden war nicht mehr möglich, weil es sofort ein Geschrei (vor unserem Sohn) gab.

Es gab sofort Konsequenzen. Umgang nur noch 14 Tägig, Kleidung bei Umgang muss ich stellen und Termine darf ich nur noch wahrnehmen, wenn sie wirklich keine Zeit hat.
Kurz darauf erhielt ich eine Einladung zu einer Mediatorin. Diese wurde von meiner Ex beauftragt, "um die Kommunikation wieder zu verbessern."
Der Termin hat sich allerdings eher so gestaltet, dass ich ca 90 Minuten lautstark und hysterisch beschimpft wurde, die Mediatorin vielleicht 20 Minuten versucht hat meine Ex zu beruhigen und
ich 10 Minuten versucht habe einen Satz zu ende zu bringen. Zum Schluss wurde von meiner Ex noch beschlossen, die Umgangszeiten so zu ändern, dass ich
den Kleinen 2 Wochenende nehme, sie dann 1 Wochenende.

Allerdings erhalte ich keinerlei Infos mehr über meinen Sohn. Das einzige was in unserem eingeführten "Elternbuch" steht ist, ob er bei mir noch groß machen soll (macht er sowieso (bei mir) regelmäßig) und welche Medikamente er ggf. zu nehmen hat.

der 2. Mediator Termin war dann im Grund nur meine Urlaubsplanung, die meine Ex akribisch ausgearbeitet hat und dementsprechend bescheiden aussieht.

Da ich meinen Sohn ja trotz allem regelmäßig sehe, könnte ich ja trotzdem zufrieden sein. Allerdings macht es mir doch zu schaffen, dass ich so gut wie gar nichts über sein Leben erfahre.
Durch seine Behinderung kann er mir nicht erzählen, ob er noch Fußball spielt, wie es in der Schule läuft, kontakte mit anderen Kindern, Therapien....

Es wird demnächst höchstwahrscheinlich noch mehr auf mich zu kommen. Denn inzwischen habe ich erfahren, dass meine Ex vor 2-3 Monaten mit einem neuen Partner zusammen ist, und krampfhaft
nach einem gemeinsamen Haus auswärts sucht... wie weit "auswärts" weiß ich noch nicht. Da ich ja nicht mehr mobil bin, würde es mich nicht wundern, dass sie es mir auch damit erschweren möchte. Viel schlimmer kanns ja eigentlich nicht mehr kommen, aber das soll dann ggf. in einem anderen Buch erzählt werden ;)

Zur eigentlichen Frage:

Wie sieht es aus, als unehelicher Vater ohne Sorgerecht?
Kann ich mir diese Infos selbst in Schule/Therapeuten einholen oder geht das nur mit Sorgerecht?

Ich bin überzeugt, dass wenn ich das Sorgerecht Thema anspreche es noch mehr Ärger geben wird. Sie scheint sich so dermaßen in diese Unstimmigkeit verbissen zu haben, dass sie es versucht mir seit Monaten so schwer
wie möglich zu machen.

Außerdem kommt mir die Mediatorin mit meiner Ex eh überfordert vor. Bei einer Therapie mit ihrer großen Tochter hat die damalige Psychologin das Handtuch geschmissen, weil sie meine Ex für beratungsresistent hielt.
Die Mediatoren Termine nutzt sie im Grund ja nur, um Regelungen zu treffen. Ich schreibe oder rede ganz normal mit ihr, beschwere mich nicht und mache alles was mir auferlegt wird.
Deshalb bin ich auch nicht ganz sicher ob ich das Thema mal bei einer Mediation ansprechen soll.


Vielen Dank fürs lesen und eventuell für Hilfe





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« Antwort #1 am: 28. Januar 2019, 08:36:58 »

Moin,

wer hatte denn die 800km Entfernung geschaffen?

Kannst du dir vorstellen, was deine Ex bei diesem Gespräch so getriggert hat, dass sie so aus dem Kleid gehüpft ist?
Selbstverständlich kannst du das GSR vor Gericht beantragen und würdest es mit einiger Sicherheit auch bekommen.
Ohne SR bekommst du weder von Ärzten noch von der Schule Auskunft.
Aber ja, das würde die Kommunikation sicherlich nicht gerade verbessern. Aber je nach Gerichtsort könntest du so den Umzug des Kindes verhindern. Dafür solltest du allerdings in der Lage sein, die komplette Betreuung für den Sohn zu übernehmen.
Einfach sagen "ich will nicht, dass die Mutter mit dem Kind wegzieht aber wohnen kann es auch nicht bei mir" geht nicht.

Was möchtest du denn erreichen?
Siehst du eine Chance, dass sich alles wieder einrenkt und du mit einem Umzug leben könntest (und dann eben den Umgang mit der Bahn wahrnimmst).

Wasserfee
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« Antwort #2 am: 28. Januar 2019, 09:36:26 »

Hallo,

das alles ist sehr unglücklich gelaufen und es ist sehr fraglich ob es ein gutes Ende nimmt.

Ganz offensichtlich interpretiert die KM das Ganze so, dass Du ihr das Kind wegnehmen willst und ihre tagtägliche Arbeit mit dem Kind keinerlei Anerkennung findet.

Rechtlich ist es leider so, dass Du ohne gSR kein Recht auf direkte Auskunft hast. Die einzige Hoffnung ist, dass die Mediation etwas bringt.
Es wäre auch eine Möglichkeit in der Mediation zu versuchen eine Auskunft bzw. eine Vorgabe für Auskünfte festzulegen.

Ob ein Antrag auf gemeinsames Sorgerecht sinnvoll ist und was er bringen würde ist sehr schwierig. Im Moment würde ich erst einmal alles auf die Mediation setzen.

VG Susi
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Sulpitz
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« Antwort #3 am: 28. Januar 2019, 18:07:29 »

Hallo und Danke für eure Antwort




wer hatte denn die 800km Entfernung geschaffen?




Wir haben bis 2005 zusammen in meiner Heimat gelebt, dann ist sie ganz spontan mit der großen Tochter zurück in ihre Heimat. Für mich war das das Beziehungsende. Wie ich später erfahren habe, war es das für sie nicht.
2 Jahre später haben wir uns nochmal bei mir getroffen und da ist unser Kind "passiert"




Kannst du dir vorstellen, was deine Ex bei diesem Gespräch so getriggert hat, dass sie so aus dem Kleid gehüpft ist?


Ihre Tochter und die Oma vermuten Stress und Wechseljahre.
Es war nach dem Kindergeburtstag. Sie hat wohl bemerkt, dass mir was auf dem Herzen liegt. Ich wollte es an diesem Tag aber erst nicht ansprechen und habe dann um ein Gespräch die nächsten Tage gebeten. Aber sie hat so lange gestichelt und gereizt, bis ich damit rausgerückt bin.





Aber ja, das würde die Kommunikation sicherlich nicht gerade verbessern.




Und genau das hätte ich gerne wieder!




 Dafür solltest du allerdings in der Lage sein, die komplette Betreuung für den Sohn zu übernehmen.





Am Anfang war ja auch alles Perfekt und alle zufrieden. Ich wurde von ihrer Familie öfters angesprochen, dass sie den kleinen abschiebt.
Ich habs aber anders gesehen. Immerhin hat sie ihn ja jahrelang "um die Ohren gehabt".

Ihre große ist (nach jahrelangem Streit mit ihr) zu ihrem Vater gezogen. Das hat ihr damals schon das Herz gebrochen. Inzwischen verstehen sie sich, aber viel von ihren
Mutterfähigkeiten hält ihre Tochter trotzdem nicht. Sie verkehrt sehr oft bei ihr und bekommt dadurch auch einiges mit.

Trotzdem halte ich sie für eine fürsorgliche Mutter. Wenn auch nicht für besonders herzlich. Eher wie eine sehr gute Pflegerin.
Kommt mir manchmal vor, als ob es halt nach außen den Anschein wahren soll. Bei Fremden ist sie nämlich "Über-herzlich"
Trotzdem liebt unser Sohn seine Mutter und darum gehts mir auch gut damit.

Ich habe nicht vor ihr den kleinen "weg zu nehmen", wäre aber dazu bereit die komplette Betreuung zu übernehmen.
Auch das gäbe keine Probleme von meinem Sohn aus, weil ich mich zwar anders, aber auch gut um ihn kümmere.




Was möchtest du denn erreichen?
Siehst du eine Chance, dass sich alles wieder einrenkt und du mit einem Umzug leben könntest (und dann eben den Umgang mit der Bahn wahrnimmst).





Ich möchte nur eins: mehr Informationen über das Leben meines Sohnes.
Ob sie mir das persönlich erzählt, oder per Mail oder was auch immer ist mir egal...Hauptsache ich erfahre wie er sich wo anders entwickelt.

Langsam glaube ich nicht mehr daran, dass sich da was einrenkt. Mit ihrem neuen Lebensgefährten hat sie jemanden zum austauschen.
Deshalb versteh ich nicht ganz ihren Drang zum Mediator. Sie nutzt den nur um Regeln aufzustellen, die für sie gerade von Vorteil sind.
Ihr eigentlicher Plan die Kommunikation wieder zu verbessern, scheitert meines Erachtens daran, dass sie jetzt gar keine Kommunikation mehr will....

Und egal wohin sie zieht, werde ich alles unternehmen um meinen Sohn weiterhin zu sehen.



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Sulpitz
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« Antwort #4 am: 28. Januar 2019, 18:13:01 »



Rechtlich ist es leider so, dass Du ohne gSR kein Recht auf direkte Auskunft hast. Die einzige Hoffnung ist, dass die Mediation etwas bringt.
Es wäre auch eine Möglichkeit in der Mediation zu versuchen eine Auskunft bzw. eine Vorgabe für Auskünfte festzulegen.



Die Mediatorin ist zwar ganz nett, aber ich halte sie für ein bisschen überfordert. Wenn meine Ex sich mal irgendwo rein steigert, kommt man so gut wie gar nicht mehr zu Wort.
Die einzigste Chance wären vielleicht Einzelgespräche.
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82Marco
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« Antwort #5 am: 29. Januar 2019, 09:28:40 »

Servus!
Die einzigste Chance wären vielleicht Einzelgespräche.
...oder Du schreibst Ihr einfach mal einen netten Brief, in welchem Du Deine Beweggründe erörterst (hier kann sie Dich zumindest nicht unterbrechen).
Eure Kommunikation war ja mal gut, vlt. liest sie deswegen auch mal in aller Ruhe Deinen Brief...

Grüßung
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Mit einem Lächeln zeigst Du auch Zähne!
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Ob ein Vorhaben gelingt, erfährst Du nicht durch Nachdenken sondern durch Handeln!
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« Antwort #6 am: 29. Januar 2019, 17:36:59 »

Servus!...oder Du schreibst Ihr einfach mal einen netten Brief, in welchem Du Deine Beweggründe erörterst (hier kann sie Dich zumindest nicht unterbrechen).
Eure Kommunikation war ja mal gut, vlt. liest sie deswegen auch mal in aller Ruhe Deinen Brief...

Grüßung
Marco


Das hatte ich mir auch schon überlegt.

Als wir uns getrennt haben, gab es auch schon ein Schriftwechsel. Damals war sie allerdings auch so ähnlich in Rage wie heute... und egal wie freundlich und nett ich geschrieben habe, hat sie sich immer irgendwo etwas
zwischen den Zeilen eingebildet und sich noch mehr darüber aufgeregt. Ich glaube auch nicht, dass sie zur Zeit die Muse hat einen Brief richtig zu lesen.
Zudem würde ich höchstwahrscheinlich vergebens auf Antwort warten. Wie gesagt macht es keinem mehr den Anschein, dass sie überhaupt noch Kommunizieren will (außer Stuhlgang und Medikamente)
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« Antwort #7 am: 29. Januar 2019, 18:13:57 »

Hallo,

natürlich gibt es auch einige nicht so freundliche Varianten, die gesetzlich möglich sind:

1. gemeinsames Sorgerecht beantragen bzw. einklagen,
2. Auskünfte über das Kind gemäß § 1686 BGB einklagen.

Da Du keine Möglichkeit hast Auskünfte durch das Kind beim Umgang zu bekommen, könnten für Dich hier mehr Auskünfte erwartet werden. Ob es Dir was bringt und ob Deine Ex dann komplett zu macht musst leider Du wissen. Aber in der Mediation könnte es doch einmal angesprochen werden, dass Du auch einen rechtlichen Anspruch auf Auskunft durch die KM hast.

VG Susi
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Sulpitz
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« Antwort #8 am: 29. Januar 2019, 20:25:06 »



1. gemeinsames Sorgerecht beantragen bzw. einklagen,
2. Auskünfte über das Kind gemäß § 1686 BGB einklagen.

Da Du keine Möglichkeit hast Auskünfte durch das Kind beim Umgang zu bekommen, könnten für Dich hier mehr Auskünfte erwartet werden. Ob es Dir was bringt und ob Deine Ex dann komplett zu macht musst leider Du wissen.



Das würde höchstwahrscheinlich in einer Katastrophe enden. Vor allem zum jetzigen Zeitpunkt.
Immerhin bekomme ich bis jetzt noch meinen Sohn regelmäßig. Das will ich nicht unbedingt aufs spiel setzen.



 Aber in der Mediation könnte es doch einmal angesprochen werden, dass Du auch einen rechtlichen Anspruch auf Auskunft durch die KM hast.



Rechtlich ist es leider so, dass Du ohne gSR kein Recht auf direkte Auskunft hast. Die einzige Hoffnung ist, dass die Mediation etwas bringt.



Also ich habe das Recht auf Auskunft durch die Mutter,  aber kein Recht auf direkte Auskunft wenn sie sich nicht um meine Rechte schert??
Also für mich hört sich das an, dass ich nur das erfahre worauf die Mutter Lust hat mir zu sagen und das ganze Rechts-Gedöns nur eine Farce ist!

Es scheint wohl alles erst mal auf die Fähigkeit der Mediatorin raus zu laufen... Ich hoffe dann nur, dass sie nicht auch noch irgendwann die Flinte ins Korn wirft.
Könnte man denn einen anderen Mediator aufsuchen, wenn irgendwann der erste selber psychologische Hilfe braucht?

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« Antwort #9 am: 01. Februar 2019, 09:37:25 »

Hallo Sulpitz,


viele Väter haben Angst davor, durch den Sorgerechts-Antrag das Kind nicht mehr zu sehen. Auch ich stand damals vor dieser Frage/Sorge.
Da ich aber meine Tochter ohne GSR nie richtig hätte helfen können (insbesondere in der Schule) bin ich den Schritt gegangen.
KM hatte sich mit Händen und Füßen dagegen gewehrt, allerdings nie den Umgang boykottiert. 

Mittlerweile lebt Tochter bei mir.

Natürlich ist das GSR überbewertet. Meine Richterin am OLG sagte mir damals, es gäbe ungefähr 10 Entscheidungen im Leben eines Kindes, wo das GSR überhaupt greift. Davon sind bei Dir schon einige verstrichen wie Namensgebung, Taufe, Kiga, Schulwahl..etc.
Für normale Arztbesuche brauchst Du das GSR nicht, da kannst Du so hin. GSR brauchst Du nur für OPs oder längerfristige Behandlungen wie Kieferorthopäde, Therapien etc. sowie für Auskünfte in der Schule. Aber auch hier hilft oft das Gespräch. Es gibt auch Schulen, die das nicht so genau nehmen.

Ich kann nur jeden dazu ermutigen, den Schritt zu gehen. Vor allem, weil Dein Sohn geistig behindert ist. Wenn der KM irgendetwas zustößt, kannst Du nicht wirklich helfen.

Und ohne GSR fühlt man sich auch als Vater zweiter Klasse.

Ich halte Deine Chancen auf das GSR für nicht schlecht, da Du Umgang hast. Keine Kommunikation ist heute kein Grund mehr, das GSR zu verweigern. Aber letztendlich musst Du es selber entscheiden. Ich denke aber auch, wenn der KM klar wird, dass Du ihr das Kind durch das GSR nicht wegnehmen willst, wird sie sich irgendwann damit arrangieren. So ist das in vielen Fällen.

Vergiß das mit dem Mediator. Das ist nur Zeitverschwendung.

Good luck.

BP
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Sulpitz
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« Antwort #10 am: 02. Februar 2019, 11:47:41 »


Good luck.

BP



Danke

Das mit der Mediatiorin kommt mir bisher auch nicht sehr hilfreich vor. Aber die ist in meiner neuen “Heimat“
Meine einzige Ansprechpartnerin.
Nach den Beiträgen hier, habe ich beschlossen einen relativ neutralen, freundlichen und meine Situation erklärenden
Brief zu schreiben. Ich habe darin auch erwähnt, dass ich ihr damit auch die Hand reichen will.
Der scheint mir recht gut gelungen. Ich habe aber trotzdem einen Einzeltermin am Montag bei der Mediation
ausgemacht, damit diese nochmal einen Blick darüber wirft.

Am Mittwoch gab es Zeugnisse bzw für meinen eine Beurteilung. Ich habe ja gehofft, dass als ich ihn am Donnerstag geholt habe, eine kleine Info in unserem “Elternbuch“ steht....aber wie gehabt: wieder nix.

Ich schätze die KM nicht so ein, dass sie den Umgang verwehren würde. Allerdings bin ich überzeugt, dass sie ihn (noch mehr) erschweren wird.

Wenn diese Brief und Mediator Aktion  wieder nix bringen sollte, werde ich den schweren Weg wohl gehen.
Hilft ja nichts, die Situation macht mich langsam Wahnsinnig und meinem Sohn merkt man auch etwas an.
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« Antwort #11 am: 02. Februar 2019, 14:51:31 »

Menschen in den Wechseljahren reagieren da in vielen Fällen nicht rational, habe das vor einem Jahr bei meiner Freundin erfahren dürfen, auch ich als Mann habe ab und an solche Wechseljahrsänliche Phasen, da wird aus einer Mücke ein Elefant gemacht.
Das du ihr einen Brief geschrieben hattest, ist eine gute Idee, ob sie ihn lesen wird, ob gleich ob irgendwann, vielleicht wirst du es erfahren, vielleicht auch nicht, ich würde es offen stehen lassen, und erstmal keine Antwort erwarten.
Ob ein GSR die ultimative Lösung in deinem Fall und zum jetzigen Zeitpunkt ist, wage ich zu bezweifeln nach dem Motto "lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach", du siehst deinen Sohn, sei erstmal damit zufrieden, einen GSR Antrag kannst du immer noch stellen, er bringt zwar mehr Informationen, aber kostet dich eventuell deinen Sohn, und du kannst auch mit einem Sorgerecht in der Tasche nicht verhindern, das die Mutter das Kind bearbeitet, und es vielleicht irgendwann nicht mehr zu dir will, weil die Mutter aus Wut dich schlecht macht.
Ich kenne deine Situation nicht konkret, weiß nur von meinen Erfahrungen mit der EX...Sei erstmal mit dem zufrieden, was du hast, und das ist deinen Sohn sehen, und das war doch dein Ziel, ich würde jeglichem Konflikt aus dem Wege gehen, sie wird sich nach ein paar Wochen beruhigen, das mit dem Mediator war keine gute Idee, dadurch kommt alles immer hoch in ihr, ich würde an deiner Stelle nicht mehr daran teilnehmen, aber das musst du wissen.
Frauen denken nunmal anders als Männer, gerade in den Wechseljahren ...in ihrem Kopf schwirrt rum... das ihre Zeit schwindet...und was sie noch tun will in der zweiten hälfte des Lebens, praktisch eine soll und habenbilanz im Kopf erstellen, was einem noch bleibt, und da tat es ihr ganz gut, zu wissen, das es dem Kind bei dir gut geht, bis du zu ehrlich warst und ihr Traumgebilde im Kopf ...dem Sohn geht es gut...jetzt denke ich an mich...auf den Kopf stellt...

Also versuche konflikten aus dem Weg zu gehen und lass sie zur Ruhe kommen, und Mediation würde ich erstmal nicht mehr teilnehmen, wirbelt den Staub unweigerlich erneut auf,
und mach bitte nicht den Fehler, nach Wochen zu fragen, ob sie den Brief gelesen hat etcetc...sie wird, wenn sie zur ruhe kommt, das von selber ansprechen wenn nicht dann halt nicht...

gebe dich in Geduld, je mehr hast du von deinem Sohn, und das ist doch die Hauptsache für dich oder...und sag bitte nur positives über deinen Sohn...man muß nicht immer die Wahrheit sagen, erst recht nicht der EX
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"Ist der Chef nicht da, entscheidet der Stellvertreter. Ist der auch nicht da, entscheidet endlich der gesunde Menschenverstand."
Sulpitz
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« Antwort #12 am: 02. Februar 2019, 16:55:47 »

Danke tellerchen

Sie wird den Brief lesen. Einer Antwort bedarf es eigentlich nicht. Es ist mehr eine bitte mir hin und wieder ein paar Infos über den Werdegang unseres Sohnes zukommen zu lassen.
Zur Mediation ist sie gerannt, weil ich kaum noch etwas erzählt habe. Ich hatte und hab keine Lust mehr auf ihre Ausraster.
Sie wollte unbedingt alles bereden. Aber zwischen dem 1. Termin und dem 2. Im Dezember hat sie sich in eine neue Beziehung eingelassen, mit dem sie einen Hauskauf oder Bau plant .Somit gings im 2. Termin nur noch um meinen Urlaub.
Auf die Frage der Mediation, ob wir noch einen Termin wahrnehmen sollen, habe ich verneint. Meine Ex hat aber darauf bestanden.... warum auch immer. Wahrscheinlich plant sie bis da es mir zu offenbaren, dass sie hier weg zieht. Offiziell weiß ich ja noch nix von ihrem neuen Glück ;)
Mich wundert halt auch, dass sie immer noch so unentspannt ist. Ich dachte wenn sie mal eine Beziehung hat, wird alles besser.

Bei meinem Einzelgespäch am Montag gehts mir darum, dass die Mediatorin drüber schaut ob da was zweideutig zu verstehen ist. Das ist bei meiner ex ganz gefährlich.
Kann ja auch sein, dass falls sie noch mal mit ihr spricht, sie davon überzeugen kann mich hin und wieder ein bisschen zu informieren.
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« Antwort #13 am: 02. Februar 2019, 21:02:00 »

soso....sie hat seit 2-3 Monaten einen Freund und plant mit so einer ....sorry ...Liebschaft einen Hauskauf...und erzählt dir das auch noch?

Ich habe deinen ersten Post paarmal gelesen, ich bin da komplett außen vor, aber gerade ab der hälfte des postings stimmt mich einiges mit Argwohn.

Gut sie ist damals weg gezogen, aber wer weiß aus welchem Grund das war, muß ja nix mit dir zutun gehabt haben, oder sie wollte halt auf Entfernung die Lage abschätzen...kein plan warum...nachdem du auch dahin gezogen bist, kam es ja gut für dich, bis auf die Situation, das du die Wahrheit gesagt hattest...da gings bergab.
Die Affäre da muß garnix bedeuten, oder hat sie deine Reaktion abgeschätzt. Und das die Familie mit dir da ins Gerede gekommen ist, ich weiß nicht, meine Schwiegereltern würden mit mir kein Wort mehr reden...

Halt mich bitte nicht für durchgeknallt...aber für mich stellt sich das so dar, wenn ich die von dir beschriebenen Reaktionen über sie hier lese,

kann das sein das "sie" noch etwas für dich empfindet? Bitte nicht vorschnell antworten, denk mal nach...

wenn du möchtest, können wir gerne mal telefonieren...oben rechts über private nachrichten mich anschreiben..

kopf hoch und ruhig bleiben...den Ärger abprallen lassen...denk immer einen konflikt schadet denm Kontakt mit deinem Sohnemann, und dafür tust du das doch...und nicht um im Streit recht zu bekommen...

grüssle tellerchen


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« Antwort #14 am: 03. Februar 2019, 19:16:24 »

soso....sie hat seit 2-3 Monaten einen Freund und plant mit so einer ....sorry ...Liebschaft einen Hauskauf...und erzählt dir das auch noch?

Nein, das hat sie mir nicht erzählt. Ihre Tochter hat sich verplappert.
Ich weiß das offiziell noch gar nicht ....

Die Affäre da muß garnix bedeuten, oder hat sie deine Reaktion abgeschätzt. Und das die Familie mit dir da ins Gerede gekommen ist, ich weiß nicht, meine Schwiegereltern würden mit mir kein Wort mehr reden...

Die Familie (Oma,Bruder und bis vor kurzem Tochter (mehr gibts da nicht)) standen immer hinter mir und waren mir bei meinen früheren Besuchen immer eine Hilfe mit Unterkunft. Die Tochter ist allerdings eher ein Wetterhahn und redet mit dem Wind.
Was meine Ex noch nicht verstanden hat ist, dass ich eigentlich ein ganz netter Kerl bin ;)
 
Halt mich bitte nicht für durchgeknallt...aber für mich stellt sich das so dar, wenn ich die von dir beschriebenen Reaktionen über sie hier lese,

kann das sein das "sie" noch etwas für dich empfindet? Bitte nicht vorschnell antworten, denk mal nach...


eindeutig NEIN...   höchstens Hass



wenn du möchtest, können wir gerne mal telefonieren...oben rechts über private nachrichten mich anschreiben..

Kann sein, dass ich das Angebot noch in Anspruch nehme...  mein Gefühl sagt mir noch böses voraus....und meistens kann ich mich drauf verlassen!

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« Antwort #15 am: 04. Februar 2019, 17:56:56 »

Kurzes Update:

Heute hatte ich mein gewünschtes Einzelgespräch bei der Mediation.
Mein "Brief" fand sie im großen und ganzen gut. Allerdings soll ich noch einiges kürzen und wird dann so aussehen,  dass er nur auf
den Versuch ausgeht, meiner Ex in einem Gespräch die Hand zu reichen.

Ob direkt, beim Kaffee, mit Unterstützung der Mediation oder wie auch immer sollen wir dann ausmachen, wenn ich überhaupt eine Antwort bekomme.

Ich halte zwar nicht viel von der Mediation, weil sie meine Ex für andere Zwecke ausnützt als der "Verbesserung der Kommunikation", aber habe mich heute trotzdem gut beraten gefühlt.

Das Thema Sorgerecht anzusprechen, findet sie auch heikel.




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Sulpitz
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« Antwort #16 am: 08. Februar 2019, 16:34:00 »

Also mein "Friedensangebot" wurde mehr oder weniger abgelehnt.

Gibt es denn eine Möglichkeit, für eine Vollmacht um mir die Informationen in Schule, Ärzten, Therapeuten selbst einzuholen?
Oder muss da die KM auch mitspielen?
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nadda
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« Antwort #17 am: 09. Februar 2019, 16:43:37 »

Hi,

solange du kein Sorgerecht hast muss die Ex immer mitspielen. Die Vollmacht für die Gespräche mit Ärzten muss sie dir geben.
Wenn du ehrlich bist, dann ist die Kommunikation auf einem Tiefpunkt und es wirkt auch nicht so, als ob sie dich als gleichberechtigtes
Elternteil sehen würde.

In der Situation würde ich mir schon überlegen das Sorgerecht einzuklagen. Klar, das ist ein recht zahnloser Tiger im Alltag, aber manchmal
rettet es viel. Es würde ihr zumindest zeigen, dass du Rechte hast.

Davor käme allerdings ein Gespräch mit ihr zu dem Thema, gerne auch im Jugendamt. Bei einem behinderten Kind finde ich das gemeinsame
Sorgerecht fast noch wichtiger, einfach weil dieses Kind wohl viel länger auf die Hilfe der Eltern angewiesen ist. So entscheidet sie alles allein
und das ist unter Umständen irgendwann gar nicht mehr in deinem Sinn. Denk mal über so etwas wie Ausbildung und Internat nach, je nach
Behinderung gibt es passende Ausbildungsplätze oft nur  weit weg.

Hast du eine Ahnung ob sie weiter weg ziehen will mit diesem Neuen?

LG
Nadda

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« Antwort #18 am: 10. Februar 2019, 11:08:53 »


Hast du eine Ahnung ob sie weiter weg ziehen will mit diesem Neuen?

LG
Nadda



Hallo Nadda,

Um die Entwicklung geht es mir ja. Ich erhalte weder Informationen über Schule, Therapien oder über Hobbys. Ich erfahre nicht wo seine Stärken und Schwächen liegen um das eine zu fördern oder das andere zu unterstützen bzw anzuknüpfen.
Ich versuche dem Kleinen schon immer den Alltag beizubringen. Wir kaufen zusammen ein, kochen, putzen und waschen...
Soweit möglich nehme ich ihn auch zu Sondereinsätzen auf die Arbeit mit.
Handwerkliches hebe ich mir immer auf unsere gemeinsamen Wochenenden und Ferien auf.

Dass unser Sohn keine Ausbildung und schon gar kein Abitur und Studium machen wird, ist schon absehbar. Aber er soll wenigstens mal einigermaßen selbständig leben können und nicht mit stumpfer, minderwertiger Arbeit in irgendeiner halbherzigen Einrichtung versauern.


Von den Umzugsplänen der KM weiß ich offiziell immer noch nichts. Nicht mal von ihrem Neuen. Wie gesagt habe ich das über "Ecken" erfahren.
Das ist für mich allerdings zweitrangig. Immerhin haben mein kleiner und ich jahrelang 800km überwunden. Wäre zwar ärgerlich wenns jetzt wieder in dieser Art endet, aber auf jeden Fall machbar.
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