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vatersein.de - Forum 16. Februar 2019, 00:47:04 *
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Autor Thema: Umgangsrecht Vater Säugling  (Gelesen 1735 mal)
Xebo
Schon was gesagt
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Beiträge: 18


« am: 02. Dezember 2018, 19:58:30 »

Hallo zusammen,

mein Fall ist leider sehr kompliziert, daher möchte ich euch hier auch nicht mit den Details beanspruchen.

Mein Kind ist noch keine 5 Wochen alt und meine Ex-Partnernin möchte mir so wenig Umgang mit unserem Kind wie ihr möglich ist zugestehen. Auch nur unter Ihrer AUfsicht und unter ihren Bedingungen bei Ihr zu Hause. Ich habe mir nichts zu Schulden kommen lassen und möchte eigentlich zum Wohl unseres Kindes keine rechtlichen Schritte einleiten. Nur leider macht es nach einem von mir gewünschtem Termin beim Jugendamt nicht den Anschein, dass meine Ex-Partnerin bereit ist meinem Sohn und mir eine Möglichlichkeit zu bieten eine vernünftige Bindung aufzubauen, gleichzeitig machte sie auch deutlich gegenüber dem JA, dass sie keine Ambitionen hat, unsere Situation zu beruhigen und mit mir nur noch Kontakt bzgl. unseres Sohnen haben möchte! Ich weiß nicht, was ich falsch gemacht haben soll, was zu dieser Spannung geführt hat.  Nun suche ich einen Anwalt, der mir zumindest einen Rat geben kann und auch die Interessen der Väter vertritt um eine hoffentliche Lösung zu finden. WIe gesagt, möchte ich nicht vor Gericht ziehen, möchte mich aber zumindest von einem "Väterlichen Anwalt" beraten lassen...

Vielleicht hab ihr Erfahrungen mit einem guten Anwalt und könnt mir Tipps geben.

Vielen Dank im Voraus.
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Inselreif
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Beiträge: 583


« Antwort #1 am: 02. Dezember 2018, 22:34:09 »

Hi Xebo,

wieso ist es zum Wohl Eures Kindes, keine rechtlichen Schritte einzuleiten? In dem Alter bekommt das Kind davon genau gar nichts mit. Es ist aber sehr wohl gegen sein Interesse, wenn Du aus seinem Leben gedrängt wirst.

Wieso suchst Du einen Anwalt um anschließend nicht zu Gericht zu ziehen? Welche Funktion soll der erfüllen? Soll er die Exe anschreiben, damit sie anschließend genau so wenig nachgibt wie beim Jugendamt? Dann kannst Du Dir von dem Geld auch gleich was schönes kaufen.

In einem muß ich der Exe allerdings Recht geben: ihr habt als getrenntes Paar nichts mehr miteinander zu tun, außer was Euer Kind betrifft. Über das Kind müsst ihr sachlich reden können. Alles andere steht nicht zur Debatte.

Und schließlich: habt ihr schon das Sorgerecht geregelt? Hier lauert ggf. weiteres Streitpotential.

Gruss von der Insel
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Malachit
Globaler Moderator
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Beiträge: 3.589



« Antwort #2 am: 02. Dezember 2018, 22:47:41 »

Hallo Xebo,

und erst mal, willkommen im Forum.

Mein Kind ist noch keine 5 Wochen alt und meine Ex-Partnernin möchte mir so wenig Umgang mit unserem Kind wie ihr möglich ist zugestehen.

Dann fangen wir am besten mit zwei naheliegenden Sachen an - und beachte dabei bitte unbedingt die Reihenfolge!

Erstens, bist du sicher, dass es wirklich dein Kind ist? Letzte Sicherheit gibt dir da übrigens nur ein Vaterschaftstest.

Zweitens, wenn es tatsächlich dein Kind im biologischen Sinne ist, dann ist als nächstes dafür zu sorgen, dass es auch dein Kind im juristischen Sinne ist. Du schreibst es zwar nicht ausdrücklich, aber "Ex-Partnerin" verstehe ich als: ihr seid nicht verheiratet. Wenn diese Annahme stimmt, dann hast du mit diesem Kind vor dem Gesetz zunächst nichts zu tun, und zwar bis zu dem Moment, wo deine Vaterschaft offiziell festgestellt ist. Im einfachsten Fall gibst du dafür z.B. beim Jugendamt eine Vaterschaftsanerkennung ab und die Mutter stimmt dieser Erklärung zu; aber so wie deine Ex drauf zu sein scheint, wird es möglicherweise nicht ganz so glatt ablaufen.

Oder ist das entgegen meiner Befürchtungen womöglich alles bereits geklärt? Jedenfalls, erst wenn deine Vaterschaft im juristischen Sinne festgestellt ist, kannst du mehr erreichen als das, was deine Exe dir abhängig von ihrer Tageslaune zugestehen möchte.

Nun suche ich einen Anwalt, der mir zumindest einen Rat geben kann und auch die Interessen der Väter vertritt um eine hoffentliche Lösung zu finden. WIe gesagt, möchte ich nicht vor Gericht ziehen, möchte mich aber zumindest von einem "Väterlichen Anwalt" beraten lassen...
Vielleicht hab ihr Erfahrungen mit einem guten Anwalt und könnt mir Tipps geben.

Die Rolle der Anwälte wird in diesem Forum durchaus zwiespältig gesehen (und da drücke ich mich noch vorsichtig aus), und am besten ist es, wenn du dir von Beginn an angewöhnst, sogar dem eigenen Anwalt gründlich auf die Finger zu schauen. Frag' im Zweifelsfalle lieber einmal zu viel als einmal zu wenig hier im Forum nach.

Was die Anwaltssuche betrifft, da müsstest du uns dann schon sagen, in welcher Region sich deine Geschichte abspielt - ein guter Anwalt am anderen Ende der Republik nützt dir herzlich wenig. Schau mal in unser Unterforum "Rechtsanwälte", bzw. stelle dort eine entsprechende Frage ein.


Aber, etwas anderes - wobei, ich sehe gerade, @Inselreif hat auch das schon angesprochen:

(...) gleichzeitig machte sie auch deutlich gegenüber dem JA, dass sie keine Ambitionen hat, unsere Situation zu beruhigen und mit mir nur noch Kontakt bzgl. unseres Sohnen haben möchte!  

Möglicherweise habe ich den letzten Halbsatz in den falschen Hals gekriegt, aber das, was deine Ex da von sich gegeben hat, ist m.E. eine absolut zutreffende Beschreibung dessen, was "Trennung trotz gemeinsamen Kindes" im Grenzfall bedeutet. Also kein Grund, dass du dich darüber aufregst. Natürlich wäre es nett, wenn man auch nach der Trennung ab und zu noch über andere Dinge reden könnte als über das Kind, aber zwingend erforderlich ist es nicht, denn: vorbei ist vorbei.

Hättet ihr kein gemeinsames Kind, dann könntet ihr euch nach der Trennung so gründlich aus dem Wege gehen, dass ihr euer Lebtag nichts mehr vom anderen seht oder hört; in der Variante "mit Kind" entspricht dies einem: ihr seht oder hört gerade soviel voneinander, wie es in Bezug auf das Kind nötig ist. Eure Beziehung habt ihr an die Wand gefahren (und nein, die Schuldfrage interessiert mich nicht die Bohne), aber Eltern bleibt ihr trotzdem.

Kürzer gesagt: Wenn ihr euch über Vaterschaft, Sorgerecht und Umgang einig seid, aber sonst absolut nichts mehr miteinander zu tun haben wollt, dann ist das unter den gegebenen Umständen so ziemlich das beste, was euch passieren kann.

Viele liebe Grüße,

Malachit.
« Letzte Änderung: 02. Dezember 2018, 22:51:32 von Malachit » Gespeichert

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PausBanderI
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« Antwort #3 am: 02. Dezember 2018, 22:59:28 »

Ich habe gerade angefangen, Dir einen sehr sehr langen Text zu schreiben. Nachdem ich mir das Ganze aber von vorne bis hinten durchlese, möchte ich das Ganze eigentlich in einem Absatz zusammenfassen:

Dein Kind ist noch keine fünf Wochen alt! Dass eine Mutter einen fünf Wochen alten Säugling noch nicht alleine mit dem von ihr getrennten Kindsvater aus dem Haus gehen lassen will, verwundert wohl wirklich keinen. Da würde ich Dir auch den Vogel zeigen, wenn Du mit so einer Forderung an mich herantreten würdest.

Deine Ex-Partnerin scheint ja kooperativ. Sie sagt ja selbst, dass sie den Kontakt mit Dir – soweit es das Kind betrifft – aufrechterhalten will. Das ist tausendmal mehr, als so mancher hier im Forum von seiner Ex-Partnerin jemals erwarten würde.

Gib ihr einfach ein bisschen Zeit. Bis dahin, auch wenn es jetzt nicht ganz perfekt ist,versuche möglichst viel Zeit mit Deinem Kind zu verbringen und möglichst wenig mit Deiner Ex zu streiten. Wenn ihr diese Situation aufrechterhalten können, kannst Du wirklich von Glück reden.
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Malachit
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« Antwort #4 am: 02. Dezember 2018, 23:54:29 »

Hallo zusammen,

@PausBanderI: Du hast völlig Recht, was das zarte Alter des Kindes betrifft, aber ...

Nachdem ich mir das Ganze aber von vorne bis hinten durchlese, (...)

... mir ist in diesem "von vorne bis hinten" allerdings auch Folgendes aufgefallen:

meine Ex-Partnernin möchte mir so wenig Umgang mit unserem Kind wie ihr möglich ist zugestehen.
gleichzeitig machte sie auch deutlich gegenüber dem JA, dass sie keine Ambitionen hat, unsere Situation zu beruhigen

Das klingt mir nicht gerade so, als ob Abwarten hier der Königsweg wäre. Wenn das hier ...

Gib ihr einfach ein bisschen Zeit. Bis dahin, auch wenn es jetzt nicht ganz perfekt ist,versuche möglichst viel Zeit mit Deinem Kind zu verbringen und möglichst wenig mit Deiner Ex zu streiten.

... tatsächlich klappt, dann ist das natürlich prima, aber notwendige Voraussetzung dafür ist unter anderem, dass die frischgebackene Mama dieses "viel Zeit mit Deinem Kind" auch zulässt, und ich bin mir aufgrund der obigen Zitate keineswegs sicher, ob das in Xebo's Fall so ist.

In diesem Sinne, @Xebo:

mein Fall ist leider sehr kompliziert, daher möchte ich euch hier auch nicht mit den Details beanspruchen.  

Ich schätze, du wirst ein paar weitere Details über diesen komplizierten Fall erzählen müssen.

Viele liebe Grüße,

Malachit.
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Wasserfee
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« Antwort #5 am: 03. Dezember 2018, 05:47:34 »

moin,

zur Kommunikation ist ja schon genug geschrieben worden, da hat deine Ex völlig recht.

Und auch ein Gericht wird bei so einem kleinen Säugling keinen Umgang ohne die Mutter anordnen, erst recht nicht über mehrere Stunden. Sollte sie das Baby voll stillen dann schon 3x nicht.

Und nein, auch abpumpen kann nicht jede und nicht jedes Baby trinkt aus der Flasche, wenn es einmal an die Brust gewöhnt ist.

Tatsächlich glaube ich, dass du versuchen solltest.

2-3 Umgangstermine über 1-2h sind in diesem Alter angemessen. Vielleicht erstmal in Begleitung der Mutter, später kannst du das Kind nach dem Stillen ne Runde um den Block mitnehmen.
Das stärkt das Vertrauen der Mutter, sie merkt wahrscheinlich, dass es ganz angenehm sein kann, auch mal ohne Baby ausruhen zu können.

Wenn das Kind verläßlich Beikost nimmt können die Zeiten ausgebaut werden.

Ich bin mir aber ziemlich sicher: wenn du eine Mutter mit einem so jungen Kind (sie ist quasi noch im Wochenbett!!!!!) jetzt vor den Kadi zerrst wird das Porzellan, was du zerschlägst, nie wieder zu kitten sein.

Aktuell hast du Umgang, versuche ihn aufzubauen und respektiere den Wunsch der Mutter auf Beschränkung der Kommunikation auf Kindsbelange. So geht parallele Elternschaft.

Und alleine, dass sie dich in ihre Wohnung lässt zeigt MIR (das können andere anders sehen), dass sie durchaus dem Umgang wohlwollend gegenüber steht.
Das muss sie nämlich nicht tun, sie könnte dich auch 30min bei Schneeregen um den Block gurken lassen.

Ich denke, dass in eurer Situation noch viel Spielraum ohne rechtliche Schritte ist.

Wasserfee
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Xebo
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« Antwort #6 am: 03. Dezember 2018, 11:08:34 »

Danke für die schnellen Rückmeldungen. Wie gesagt möche ich erstmal Beratung eines fachkundigen Anwalts haben und nicht direkt rechtliche Schritte umsetzten.

@Wasserfee
Ich kann deine Meinung durchaus verstehen und wäre über einen normalen Umgang auf Elternebene auch einverstanden, ich möchte sie auch nicht vor den Kadi zerren. Aber ich möchte auch nicht in die Details gehen... Im Moment hat sie aus meiner Sicht soviel Porzellan zerschlagen, dass ich nicht weiß, ob es sich kitten lässt.

Also ich wäre dankbar, bzgl. der Anwaltsfrage
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Wasserfee
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« Antwort #7 am: 03. Dezember 2018, 11:21:08 »

hi,

ich denke, dass das Forum hier für dich wertvoller sein wird als ein "väterlicher Anwalt". In den meisten Fällen wird der Geld verdienen wollen und das tut er nunmal nicht, indem er dich 1x berät und nicht klagt.

Wenn du keine Details preisgibst kann dich hier aber keiner richtig beraten, auch beim väterlichen Anwalt müsstest du die Hosen runterlassen.

Ich wollte dir die Situation nur aus meiner eigenen Erfahrung schildern, auch aus der vorm Familiengericht.

Und das "Kitten" des Porzellans bezog sich nicht auf eure Paarbeziehung.

Gegen den Willen einer verweigernden Mutter mit einem so kleinen Baby hast du denkbar schlechte Karten. Du hast mindestens 18 Jahre vor dir, in denen du mit dieser Frau Absprachen treffen und Umgang regeln musst. Und bist mit ihr euer restliches Leben verbunden, was das Kind betrifft.

Jetzt können noch die Weichen gestellt werden, ob gemeinsame Elternschaft zukünftig  irgendwann möglich ist.

Ich würde es erstmal versuchen, in dem ich deeskalierend handle.

Natürlich nur, wenn mittelfristig eine Bewegung in Richtung mehr Umgang zu verzeichnen ist.

Was verlierst du, wenn du das nächste halbe Jahr 2-3x in der Woche Umgang wahrnimmst und dann nochmal schaust und in einem gemeinsamen Termin beim JA eine Umgangsausweitung ansprichst.

Und wenn das alle Stricke reißen kannst du immer noch klagen. Und zwar mit weit besseren Aussichten als jetzt und einer Umgangshistorie.

Wasserfee
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« Antwort #8 am: 03. Dezember 2018, 11:34:43 »

Servus!
ich denke, dass das Forum hier für dich wertvoller sein wird als ein "väterlicher Anwalt". In den meisten Fällen wird der Geld verdienen wollen und das tut er nunmal nicht, indem er dich 1x berät und nicht klagt.
Das sehe ich auch so, zumal der RA in erster Linie vom Streit lebt.

Die Erfahrung der helfenden User hier ist meist "unbezahlbar" aber dennoch immer kostenlos...

Grüßung
Marco
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« Antwort #9 am: 03. Dezember 2018, 16:16:15 »

Hallo,

in den ersten Wochen hat ein Baby noch keinen gefestigten Tagesrhythmus. Deshalb ist die Gestaltung des Umgangs auch nicht so einfach. Das Angebot den Umgang zunächst für 1-2 Stunden mehrmals in der Woche in ihrer Wohnung wahrzunehmen ist eine sinnvolle Lösung. Das hindert Dich auch nicht daran das Kind zu versorgen und ggf. auch auszufahren.

Wenn das Kind ca. 1/2 Jahr alt ist, dann kann es auch längere Umgänge geben, die Du dann in Deiner Wohnung wahrnehmen kannst, z.B. 4-5 Stunden an mehreren Nachmittagen.

Mit eine 3/4 bis 1 Jahr kann dann auf einen regulären Umgangsrhytmus hingearbeitet werden, so dass mit ca. 15 - 18 Monaten regelmäßiger Umgang möglich ist.

Im Moment ist wichtig, das gemeinsame Sorgerecht und die Klärung des Unterhalts.
Du solltest gemäß obigen Schemas einen Umgangsplan machen und Dich darüber mit der KM abstimmen.

VG Susi
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Xebo
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« Antwort #10 am: 03. Dezember 2018, 21:18:46 »

Vielen Dank für euere Antworten. Ich weiß, dass ihr recht habt mit abwarten und die Zeit genießen, die ich mit meinem Sohn verbringen kann. Da es alles sehr kompliziert ist und wirklich den Rahmen sprengen würde, alles hier rein zu schreiben, ist es trotzdem eine schwierige Situation, in einer"fremden" Wohnung zu sitzen, seinen Sohn zu sehen und zu kuscheln und du wirst komplett ignoriert und fühlst dich wie ein Fremdkörper. Bekommst automatisch alles aus dem "Familienleben" mit und musst damit eine lange Zeit leben...
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Kasper
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« Antwort #11 am: 04. Dezember 2018, 07:15:48 »

Moin Xebo,

völlig verständlich und niemand begiebt sich freiwillig und gerne in so eine Situation.
Daher sollte schon darauf geachtet werden, dass Du eigene Zeit langsam bekommst. Denn diese Angst und Unsicherheit überträgt sich auch auf das Kind.

Gruß
Kasper
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Simon81
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« Antwort #12 am: 04. Dezember 2018, 11:17:24 »

Hallo Xebo.

Darf man mal Fragen wie lange ihr schon getrennt seid und wer sich von wem getrennt hat? Ich denke auch das könnte in der ganzen Angelegenheit eine Rolle spielen. Generell fischen wir hier ja ein wenig im Trüben, da wir so wenig Details kennen.

Ansonsten kann ich den meisten meiner Vorredner nur Recht geben. Ein Anwalt wird dir in der Sache herzlich wenig helfen (können). Auch wenn dir der Umgang im Haushalt der Kindsmutter sauer aufstößt, halte dir immer vor Augen für wen du das machst...nicht für deine Ex sondern für dein Kind. Ich weiß aus erster Hand das sich sowas echt **tsts - ID 35** anfühlt und äußerst unangenehm ist, aber man kann dem Kind auch irgendwann voller Stolz sagen das man immer da war und sich gekümmert hat.
Und, was je nach Verfassung der Ex vielleicht auch wichtig sein könnte, hast du dir am Ende nichts vorzuwerfen und bietest auch keinerlei Angriffsfläche wenn es dann mal um die Ausweitung des Umgangs geht.

Gruß, Simon
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Xebo
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« Antwort #13 am: 04. Dezember 2018, 19:55:34 »

Hallo Simon,

vielen Dank für die aufmunternden Worte. Sie hat sich während der Schwangerschaft getrennt, Schwangerschaftsdepression und wir haben zusammen viel durchgemacht im letzten Jahr zusammen. Nach der Trennung bin ich auf Sie zugegangen und habe eine freundschaftliche Basis aufbauen wollen. Das hat auch alles geklappt bis zur Geburt, sie wollte sogar auf eigenen Wunsch dass ich dabei bin und dass wir als Eltern für unseren Sohn beide da sein würden. Nun habe ich innerhalb von etwa 4 Monaten zweimal einen richtigen Schlag in die Magengegend hinnehmen müssen und im Moment ist halt meine Welt kaputt, da ich mir bewusst werde, dass ich nie der Vater sein werde, der ich gerne sein wollte...
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Kasper
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« Antwort #14 am: 04. Dezember 2018, 20:24:29 »

Moin,

manche Frauen verändern sich wärend der Schwangerschaft extrem. Mit etwas Glück dreht sich dass dann aber auch wieder auf das Normallevel zurück.
Gerade kurz vor und nach der Geburt spielen die Hormone verrückt und es schwankt extremst....

Gib ihr etwas Zeit, wenn alles wieder normal läuft, dann kannst Du immer noch für die Mutter und das Kind da sein. 4 Monate von 20 Jahren sind nichts....

Gruß
Kasper
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« Antwort #15 am: 05. Dezember 2018, 07:25:45 »

Hallo Xebo.

Was meinst du damit das du nicht der Vater sein kannst der du gerne sein wolltest? Weil ihr nicht mehr zusammen seid?
Ich kann aus meiner Erfahrung sagen, das die Rahmenbedingungen nach so ner Trennung mit Kind zwar ungünstig sein können, aber ich denke, dass ich mich persönlich als einen besseren Vater empfinde als ich es in meiner Ehe hätte sein können. Ich denke aber auch das nicht nur Sie sondern auch du Zeit brauchst und die dir auch nehmen solltest um mit der Geschichte umgehen zu können, das geht aber auch nicht von heute auf morgen. Das kann auch niemand von dir aber auch nicht von deiner Ex erwarten.
Ich hatte mich kurz vor dem zweiten Geburtstag meiner Tochter von meiner Ex getrennt und sie ist dann auch schnell zu Ihren Eltern zurückgezogen. Kurz drauf wurde der Geburtstag im Haus der Schwiegereltern gefeiert.
Ich war nicht eingeladen, bin aber trotzdem hingefahren. Schon auf dem Weg ging es mir körperlich echt schlecht, zumal mich die Schwiegereltern eh nie mochten. Ich hab die aber dann alle links liegen lassen und mich um mein Kind gekümmert, und hab es dann so auch später gehalten. Jetzt ist meine "kleine" 11, und auch wenn es langsam uncool wird das zuzugeben, aber ich weiß das sie es toll findet das ich immer da war und bin. Grade weil sie bei Freunden/Freundinnen sieht das es auch anders laufen kann, auch wenn der Vater / die Mutter im gleichen Ort oder wesentlich näher am Kind leben als ich.
Und genau deshalb war es den ganzen Mist am Ende auch meiner Meinung nach Wert. Also, nicht aufgeben und durchhalten, auch wenn es manchmal schwer fällt!
« Letzte Änderung: 05. Dezember 2018, 07:28:01 von Simon81 » Gespeichert
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« Antwort #16 am: 05. Dezember 2018, 07:36:51 »

@Simon
Ich wollte ein guter Vater sein, mit meinem Kind Dinge unternehmen und wolte mich in der Erziehung einbringen.
Mein Kind wird mich nur als Menschen kennen lernen, der vielleicht 2 Mal die Woche zu Besuch kommt, nichts mitbekommt, wie erste Worte, erste Schritte und und und... und sonst werde ich im Leben meines Kindes wohl auch keine große Rolle spielen. Vor allem wenn meine Ex irgendwann dann in eine neue Betiehung geht, wird mein Sohn, diese Person, dann mehr um sich haben als mich...
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« Antwort #17 am: 05. Dezember 2018, 07:44:12 »

Ein guter Vater sein, Dinge Unternehmen und miterziehen ist sogar, meiner Meinung nach, deine Pflicht. ;)
Wichtig ist, dass dein Kind dich nicht nur als "lieber Onkel" kennenlernt, der ab und an vorbeikommt, sondern als liebevoller, verlässlicher Papa, auch wenn du nicht immer anwesend sein kannst.

Das mit der neuen Beziehung ist richtig, und auch deshalb ist es doch wichtig das der kleine weiß, wer sein Papa ist, oder?


Edit: Mir ist aufgefallen das ich oft schreibe das etwas "wichtig" ist...ich will dich damit nicht belehren oder sowas...das sind nur Sachen die mir wichtig sind bzw. erscheinen ;)
« Letzte Änderung: 05. Dezember 2018, 07:48:31 von Simon81 » Gespeichert
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« Antwort #18 am: 05. Dezember 2018, 09:14:50 »

...außerdem kannst du doch mittelfristig auf ein Wechselmodell hinarbeiten?

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« Antwort #19 am: 05. Dezember 2018, 11:55:10 »

ja, dass mit dem Wechselmodell ist mir auch bekannt. Aber meine Ex-Freundnin hat nach der Gebuirt bereits alle Fromalitäten selber geregellt, ohne Rücksprache (Nachnamen und und und)
Da sie noch in Scheidung lebt bin ich bis noch nicht der rechtliche Vater. Aber ich denke unter den aktuellen Bedingungen wird sie sich freiwillig nie auf ein Wechselmodell einlassen :-(
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« Antwort #20 am: 05. Dezember 2018, 12:09:20 »

oh,

dann würde ich an deiner Stelle erst recht den Ball flach halten und den Umgang bis zur Klärung deiner rechtlichen Vaterschaft so akzeptieren, wie die KM ihn zulässt.

Aktuell bist du ja nichtmal der Vater, d.h., du hast ein Recht auf irgendwas, nicht auf Umgang, nicht auf Auskunft, nichts.

Wenn KM sagt "hit the road, Xebo" kannst du da nichts gegen machen, du hast soviel Rechte an diesem Kind wie ich oder der Postbote.

Du solltest zeitnah sie rechtliche Vaterschaft herstellen (wer da antragsfähig ist oder nicht weiß ich nicht, ich meine aber, dass du 2 Jahre Zeit hast, danach bist du raus aus dem Spiel).

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« Antwort #21 am: 05. Dezember 2018, 12:15:11 »

Hallo Wasserfee,

die Vaterschaft habe ich bereits anerkannt. Diese wird aber erst mit Scheidung rechtsgültig.
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« Antwort #22 am: 05. Dezember 2018, 12:36:47 »

Hallo,

also die Mutter Deines Kindes ist z.Z. mit einem anderen Mann verheiratet? Dann ist dieser Mann der rechtliche Vater des Kindes! Du bist zwar der biologische Vater, dadurch hast Du aber sehr wenige Rechte, aber auch keine Pflichten.
Selbst nach der Scheidung bleibt der Ex-Mann der Vater des Kindes. Es sei denn er ficht die Vaterschaft an. Das ist alles kein Automatismus!!

VG Susi
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« Antwort #23 am: 05. Dezember 2018, 12:48:34 »

Hallo Susi,

die Vaterschaft ist bereits beim Standesamt beurkundet und die Abtretung des Noch-Ehemannes ebenfalls.

Jedoch kann ich bisher nichts weiter machen, da die Scheidung noch läuft und ich erst nach offizieller Scheidung die Vaterschaft anerkannt wird. Dafür muss ich nochmal zum Standesamt. Das ist soweit gesichert.
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« Antwort #24 am: 05. Dezember 2018, 14:23:12 »

nichtsdestotrotz bist du aktuell nicht der rechtliche Vater, kannst weder vor Gericht ziehen noch Umgang fordern. Du musst unter diesen Umständen bis zur Rechtskraft der Scheidung nehmen, was sie dir einräumt.

Und bedenke: wenn du jetzt Umgang hast, stehst du bei einer späteren Umgangsklage (wenn du der rechtliche Vater bis und das nötig sein sollte) besser da, als wenn du im 1. Lebensjahr des Kindes ohne Kontakt zu diesem warst. Dann fängst du nämlich bei 0 an.

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