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Autor Thema: Unterhalt 23-jähriger Student  (Gelesen 1223 mal)
Redwood
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« am: 26. November 2018, 17:31:05 »

Huhu zusammen,
nachdem ich hier schon viel durch Mitlesen lernen konnte, bin ich nun mit meinem Latein am Ende. Es geht um die Unterhaltsberechnung für den 23-jährigen Sohn meines Mannes, bei dem es ein paar offene Fragen gibt.

Mein Mann hat zwei minderjährige unterhaltsberechtigte Kinder, einen unterhaltsberechtigten 23-jährigen Sohn, der studiert und zahlt mir Ausgleich für meinen Steuerklassenverlust durch StKl V.

Er arbeitet in Schichten, fährt hierzu mit dem Auto, nicht zuletzt deswegen, weil er letztes Jahr einen Infarkt hatte und seitdem die Belastung der S-Bahnfahrten nachts, an Wochenenden, mit Verspätung etc. zu viel ist. Weil die Fahrtkosten 150 Euro übersteigen, hab ich die 30 km Einzelfahrt pro Schicht im Jahr mit 30 Cent pro Km berechnet. Dies ergibt die 373,50 Euro.

Sowohl die Zahlungen an mich als auch sein Einkommen ist belegbar, auch die Schichttage.

Der Sohn zweifelt nun nicht nur die Abrechnung der Fahrtkosten an, sondern auch die Rangfolge, die mich vor ihn stellt bzw. dass man überhaupt Familienunterhalt abziehen kann.

Meine Unterhaltsberechnung schaut nun wie folgt aus:

Unterhaltsberechnung DDT 2018, 23 Jahre, Student, nicht privilegiert, Rang 4:

Einkommensberechnung:

unterhaltsrechtliches EK KV:    monatl. Netto: 4565,10./. berufsbed. Aufwendungen (373,50 €) = 4191,60 €
   abzgl. priv. Krankenversicherung 216,55
   abzgl. Pflegeversicherung 19,25
   abzgl. vermögenswirksame Leistungen 40,00
   = 3915,80 €


unterhaltsrechtliches EK KM:   monatl. Netto 1514,61 € ./. 5% berufsbedingte Aufwendungen (75,73) = 1438,88 €

Als EK Eltern wurde vom EK KV die vorrangigen Unterhaltspflichten abgezogen und dann das EK KM dazu gezählt = 4145,93 €.

Bedürftiger (Kind 23 J.) EK:    Bedarf nach EK Eltern (4145,93 €): nach DDT Gruppe 7: 717 €
   Einkommen Kindergeld 194 €
   Einkommen laut Bafög-Bescheid 88 €
   = 435 € Restbedarf



Unterhaltspflichten KV:    aus 3915,80 €EK ergibt sich nach DT, Stand 18, Gruppe 4:
   Abschlag/Zuschlag -2 > Gruppe 2:
   gegenüber dem 18-jährigen fiktiv bei alleiniger UH-Pflicht:
   Bedarf 554 ./. 194 = 360 €

   Restbedarf nach beiderseitigem EK 435 €

   gegenüber K1 394 €,
   K2 322 €,
   Familienunterhalt Ehefrau 492,75 €
   
   insgesamt: 1643,75 €


Unterhaltspflichten KM:    aus 1438,88 € EK ergibt sich nach DT, Stand 18, Gruppe 1:
   Abschlag/Zuschlag +1> Gruppe 2:
   gegenüber dem 18-jährigen fiktiv bei alleiniger UH-Pflicht:
   Bedarf 554 ./. 195 = 360 €

   Restbedarf nach beiderseitigem EK 435 €
   dazu Auskehrung KG 194 €

   insgesamt: 435 €


Aufteilung gemeinsamer Unterhaltspflichten:

gemeinsame Haftung der Eltern: 435 €

Verfügbares Elterneinkommen KV: 3915,80./. 1300 SB  = 2615,80 €

   abzgl. Unterhalt privilegiertes K1 394,00 € (Rang 1)
   abzgl. Unterhalt privilegiertes K2 322,00 € (Rang 1)
   abzgl. Familienunterhalt Ehefrau 492,75 (Rang 3)

Verfügbares Elterneinkommen KV: 1407,05 €

Verfügbares Elterneinkommen KM: 1438,88./. 1300 SB = 138,88 €


Haftungsanteile:

anteilig verfügbar bis zum angemessenen SB bei KV: 435*1407,05/1643,75= 372,36 €

anteilig verfügbar bis zum angemessenen SB bei KM: 435*138,88/435= 138,88 €


Haftungsanteil KV: 435*372,36 /(372,36 +138,88=511,24) = 316,83 €

Haftungsanteil KM: 435*138,88/(372,36 +138,88=511,24) = 118,17 €


Prüfung auf Leistungsfähigkeit

KV bleibt 3915,80./. 394 ./. 322 ./. 492,75 ./. 316,83= 2390,22€

Das Resteinkommen unterschreitet nicht den notwendigen SB von 1300 €.


KM bleibt 1438,88./. 118,17 = 1320,71 €

Das Resteinkommen unterschreitet nicht den notwendigen SB von 1300 €.

Zahlungspflichten:

KV: 316,83 Euro
KM: 118,17 Euro
Einkommen Unterhaltsberechtigter: 194 Euro Kindergeld + 88 Euro Bafög

Gesamt: 717 Euro.

Jetzt meine Fragen:
Würdet ihr dieser Berechnung so prinzipiell zustimmen?

Das Jugendamt, das warum auch immer, vom Sohn zu Rate gezogen wurde, meint, dass die Rangfolge so nicht stimmt. Ich denke aber, das BGB ist eindeutig. Was meint ihr?

Der Sohn bekommt dieses Jahr kein Bafög mehr, aber für die Berechnung des Unterhalts zählen ja die letzten 12 Monate vor Neuberechnung, oder nicht? Also auch seine Bafögzahlungen vom letzten Jahr? Wenn das so richtig ist, wo könnte ich dafür einen Beleg finden? Hat hierzu jemand ein Urteil?

Kann der Sohn als Nachweis für den Familienunterhalt unsere komplette, ungeschwärzte Einkommensteuerberechnung verlangen? Ich finde ja, der Nachweis der Überweisungen reicht aus, weil wir nicht verpflichtet sind, Auskunft über mein Einkommen zu geben.

Kann man die Fahrtkosten so abrechnen? Ich finde bisher leider immer nur Texte, wo es heißt, dass das so möglich ist... Wenn ja, würde da als Nachweis die pure Berechnung reichen oder was bräuchte man da als Nachweis (der Sohn will sehen, ob in der Einkommensteuer die Kilometer auch so angegeben wurden, als Nachweis).

Findet ihr sonst noch Fehler? Der Sohn berechnet immer wieder neu. Seine Forderungen werden von Mal zu Mal höher und er droht mit dem Rechtsweg (nun gut, wenn es so ist, dann ist es so, aber wir wüssten schon gern, was uns erwartet).

Liebe Grüße
Redwood
« Letzte Änderung: 26. November 2018, 17:38:17 von Redwood » Gespeichert
Redwood
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« Antwort #1 am: 26. November 2018, 18:01:33 »

P.S. Ich hab gelesen, dass man nie mehr zahlen muss als den fiktiven Unterhalt, den man zahlen würde, wenn man alleiniger Unterhaltsverpflichteter wäre. Das wären in diesem Fall 360 Euro. Drum wird diese Zahl in der Unterhaltsberechnung ja auch immer mit aufgeführt, oder? Weiß jemand, wofür ich hierfür einen gerichtlichen Beleg finden könnte? Ich fürchte, die Nennung einer Internetseite reicht dem Sohn nicht aus.

Zitat
4. Jeder Elternteil schuldet maximal denjenigen Betrag, der sich ergeben würde, wenn er alleine Unterhalt nach seinem Einkommen zahlen müsste.

Beispiel: Das volljährige Kind hätte nach dem zusammenaddierten Einkommen beider Eltern einen Unterhaltsbedarf von 481,- Euro. Hat der Vater z.B. ein unterhaltsrelevantes Einkommen von 1.800,- €, so müsste er, wenn nur er allein unterhaltspflichtig wäre, nach der Düsseldorfer Tabelle 527,- € ./. volles Kindergeld = 333,- € zahlen. Durch die oben dargestellte Berechnungsmethode darf es nun nicht dazu kommen, dass er mehr zahlen muss. Kann also z.B. die an sich ebenfalls barunterhaltspflichtige Mutter nichts zahlen, weil sie nur ein Einkommen von weniger als 1.080,- Euro hat, so führt dies nicht etwa dazu, dass der Vater den vollen Unterhalt von 481,- Euro zahlen muss. Er muss weiterhin maximal “seinen” Betrag nach der Tabelle zahlen, also 333,- €.
- Quelle Scheidung-online.de
« Letzte Änderung: 26. November 2018, 18:06:21 von Redwood » Gespeichert
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« Antwort #2 am: 26. November 2018, 18:05:24 »

zahlt mir Ausgleich für meinen Steuerklassenverlust durch StKl V.
Frage vorweg - wieso habt ihr nicht Klasse IV mit Faktor? Dann kann sich niemand mehr aufregen. Weder über die Zahlung noch über eine Nichtinanspruchnahme von Steuervorteilen.

Gruss von der Insel
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« Antwort #3 am: 26. November 2018, 18:07:10 »

Hallo Redwood,

es sind 2-3 Fehler in der Rechnung, dazu aber später.

Wo wohnt der Sohn während dem Studium? (bei KM oder eigene Wohnung)
Welches OLG wäre zuständig?
Wie sieht dein Einkommen aus?
« Letzte Änderung: 26. November 2018, 18:09:11 von sturkopp » Gespeichert

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« Antwort #4 am: 26. November 2018, 18:08:03 »

@Inselreif,
wir hatten ganz am Anfang nicht so wirklich nachgedacht und diese weitreichenden Konsequenzen nicht bedacht. Da sich unsere Einkommen unterscheiden, haben wir 3/5 gewählt. Und hinterher hat mein Mann erfahren, dass wir jetzt nicht mehr 4/4 wecheln dürfen, weil sich das nachteilig auf die diversen Unterhaltsverpflichtungen auswirken würde.
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« Antwort #5 am: 26. November 2018, 18:08:56 »

@sturkopp,
er wohnt bei seiner Mutter in deren Wohnung in Bamberg. Damit wäre wohl Bamberg zuständig.
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« Antwort #6 am: 26. November 2018, 18:10:55 »

Hallo,

@sturkopp,
er wohnt bei seiner Mutter in deren Wohnung in Bamberg. Damit wäre wohl Bamberg zuständig.

wie sieht dein Einkommen aus?
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« Antwort #7 am: 26. November 2018, 18:13:00 »

Ich bekomme bei Stkl V ca. 1270 Euro netto monatlich. Incl. Weihnachtsgeld dürfte es geschätzt so ca. 1320 Euro monatlich im Durchschnitt sein.
« Letzte Änderung: 26. November 2018, 18:14:51 von Redwood » Gespeichert
Inselreif
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« Antwort #8 am: 26. November 2018, 18:16:04 »

Und hinterher hat mein Mann erfahren, dass wir jetzt nicht mehr 4/4 wecheln dürfen, weil sich das nachteilig auf die diversen Unterhaltsverpflichtungen auswirken würde.
Doch, darf er - aber nur in IV mit Faktor, nicht IV/IV glatt. Damit braucht ihr Euch auch nicht mehr die riesen Gedanken über Erstattung etc. zu machen.
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« Antwort #9 am: 26. November 2018, 18:19:36 »

@Inselreif,
das werden wir mal durchrechnen. Doch das aktuelle Problem ist dadurch leider nicht gelöst, zudem für die zwei kleineren Kinder ein Titel besteht, der dann auch neu berechnet werden müsste, was wieder Gerichtskosten nach sich ziehen würde.

Mich würde jetzt erstmal eure Einschätzung zu der aktuellen Ist-Situation interessieren
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« Antwort #10 am: 26. November 2018, 19:19:53 »

Hallo,

versuchen wir mal ein wenig Ordnung in Rechnung zu bringen.
Als Orientierung dürften die Südl. Richtlinien dienen.

https://www.famrz.de/files/Media/dokumente/unterhaltsleitlinien/unterhaltsleitlinien-2018/unterhaltsleitlinien-sueddL-1-1-2018.pdf


Mein Mann hat zwei minderjährige unterhaltsberechtigte Kinder, einen unterhaltsberechtigten 23-jährigen Sohn, der studiert und zahlt mir Ausgleich für meinen Steuerklassenverlust durch StKl V.


Dazu hat dir Inselreif schon was geschrieben, evtl. beim Finanzamt die Rechnung vom letzten Jahr neu bewerten lassen.

unterhaltsrechtliches EK KV:    monatl. Netto: 4565,10./. berufsbed. Aufwendungen (373,50 €) = 4191,60 €
   abzgl. priv. Krankenversicherung 216,55
   abzgl. Pflegeversicherung 19,25
   abzgl. vermögenswirksame Leistungen 40,00
   = 3915,80 €

soweit ok, verm. Wirks. Leistung nicht ausser es wird für sek. Altersvorsorge eingesetzt.
Daraus ergibt sich in der DD´er Tab. die Stufe 7, wegen 3 Unterhaltsverpflichtunge eine Stufe nach unten = Stufe 6 und somit 675,-€ - 194,-€ (KG) =481,-€ als max. Zahlbetrag.

Für die KM wären es 333,-€ als max. Zahlbetrag. Wegen unterschr. SB blieben max. 193,-€

1. Anspruch Sohn.

KV:   3955,-€ - Ausgleichszahl. 493,-€=     3462,-€
KM:                                                         1493,-€

zusammen 4955,-€ = Stufe 9 DD´er Tab. =  802,-€

2. Anspruch bereinigt: 802,-€ abzgl. KG 194,-€ und 88,-€ KG = 520,-€ zu deckender Bedarf.

Zur Info: Der Unterhalt für die minderj. bereinigt nicht das anrechenbare Netto, sondern wird erst beim
              quoteln berücksichtigt. Hintergrund dafür: Der Anspruch richtet sich nach dem Einkommen des
              Unterhaltspflichtigen, die Leistungsfähigkeit richtet sich nach der Rangfolge.
              s. https://dejure.org/gesetze/BGB/1609.html


Verteilmassen:

KV  3462,-€ - 394,-€ (K1) - 322,- (K2) - 1300,- (SB) = 1446,-
KM  1493,-€ - 1300,-€ (SB)                                     =  193,-
zusammen: 1639,-€

Verteilung:

KV: 502/1639*1446= 443,-€ Zahlbetrag
KM: 502/1639*193 =  60,-€

So würde die Rechnung ungefähr aussehen wenn die Zahlen anerkannt werden.


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« Antwort #11 am: 26. November 2018, 19:40:25 »

Danke erstmals für die Mühe.

Hierzu ein paar Fragen:
Du ziehst also von dem Einkommen zwar meinen Familienunterhalt ab, aber nicht den der zwei minderjährigen Kinder, obwohl die im Rang vor mir stehen? Das kapiere ich grad nicht. Sorry.

Es gibt insgesamt 4 Unterhaltsberechtigte. Würde damit die Gruppierung nicht um 2 Stufen nach unten in der DDT geetzt werden?

Weißt du, wo das steht mit dem maximalen Zahlbetrag? Weil genau DAS ist strittig und nicht ganz unwichtig.
« Letzte Änderung: 26. November 2018, 19:46:33 von Redwood » Gespeichert
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« Antwort #12 am: 26. November 2018, 19:58:44 »

Hallo,

dass niemand mehr zahlen muss als er alleine zahlen müsste steht in den SüdL (dazu gehört auch Bamberg) unter
"13.1.1  Für  volljährige  Kinder,  die  noch  im  Haushalt  der  Eltern  oder  eines  Elternteils  wohnen,  gilt  die  Altersstufe 4 der Düsseldorfer Tabelle.
Sind   beide   Elternteile   leistungsfähig   (vgl.   Nr.   21.3.1),   ist   der   Bedarf   des   Kindes   i.d.R.   nach   dem   zusammengerechneten  Einkommen  (ohne  Anwendung  von  Nr.  11.2)  zu 
bemessen.  Für  die  Haftungsquote  gilt  Nr.  13.3.  Ein  Elternteil  hat  jedoch  höchstens  den  Unterhalt  zu  leisten,  der  sich  allein  aus  seinem  Einkommen aus der Düsseldorfer Tabelle (ggf. Herauf-, Herabstufung abzüglich volles Kindergeld) ergibt. "

VG Susi
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« Antwort #13 am: 26. November 2018, 20:10:38 »

Hallo,

bei den SüdL (darunter fällt wie gesagt Bamberg) habe ich nichts gefunden über den Vorwegabzug vorrangiger Unterhaltspflichten bei nicht mehr privilegierten Volljährigen bei der Berechnung der Haftungsanteile. So etwas steht aber beim OLG Hamm unter 13.3.1.

Damit ergibt sich der Unterhaltsbedarf aus den addierten bereinigten Einkommen und zu quoteln ist ebenfalls nach den bereinigten Einkommen minus jeweils 1300 Euro.
Damit muss der KV praktisch alles alleine zahlen und es sollte berechnet werden wieviel er alleine zahlen müsste, dann diese Regelung gibt es bei den Leitlinien des OLG Bamberg (= SüdL).

Bafög kann nur abgezogen werden, wenn er auch Bafög erhält. Es geht hier nicht um die letzten 12 Monate. Die letzten 12 Monate kommen nur dadurch ins Spiel, weil man in aller Regel nicht weiß wie hoch das Einkommen genau ist und man deshalb die Vergangenheit fortschreibt. Ist klar, dass das Einkommen sinkt, dann sollte auch in diesem Fall mit den realen Zahlen gerechnet werden.

VG Susi
« Letzte Änderung: 26. November 2018, 20:13:14 von Susi64 » Gespeichert
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« Antwort #14 am: 26. November 2018, 20:13:00 »

Hallo Redwood,

Hierzu ein paar Fragen:
Du ziehst also von dem Einkommen zwar meinen Familienunterhalt ab, aber nicht den der zwei minderjährigen Kinder, obwohl die im Rang vor mir stehen? Das kapiere ich grad nicht. Sorry.

Es gibt insgesamt 4 Unterhaltsberechtigte. Würde damit die Gruppierung nicht um 2 Stufen nach unten in der DDT geetzt werden?

Ich ziehe keinen Familienunterhalt ab.
Der Betrag würde ja nicht auf dem Einkommen erscheinen wenn dein Ehemann Stkl. 4 hätte.

Es gibt 3 Unterhaltsberechtigte:
Du zählst nicht, da du durch dein Einkommen dich selber versorgen kannst.

Der Unterhalt für die Kinder richtet sich nach dem Einkommen des Unterhaltspflichtigen. Wenn es zum verteilen geht wird Rang für Rang befriedigt. Solange bis halt nix mehr da ist.
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« Antwort #15 am: 26. November 2018, 20:21:57 »

Hallo,

Das OLG Bamberg = SüdL sagt:

"22.2 Mindestbedarf bei Ansprüchen volljähriger Kinder
Der   Mindestbedarf   eines   mit   dem   Unterhaltspflichtigen   zusammenlebenden   Ehegatten   gegenüber   Unterhaltsansprüchen eines nicht privilegierten Kindes beträgt 1.040 € . "

Daraus würde ich schon schliessen, dass die Ehefrau unterhaltsberechtigt ist, wenn sie ein niedrigeres Einkommen als 1.040 Euro hat.

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« Antwort #16 am: 26. November 2018, 20:22:22 »

Moin Susi,


bei den SüdL (darunter fällt wie gesagt Bamberg) habe ich nichts gefunden über den Vorwegabzug vorrangiger Unterhaltspflichten bei nicht mehr privilegierten Volljährigen bei der Berechnung der Haftungsanteile. So etwas steht aber beim OLG Hamm unter 13.3.1.


das ergibt sich aus der Rangfolge nach 1609.
Für den Haftungsanteil kannst du nur verwenden was da ist, und der minderj. Unterhalt wird vorher abgeführt.
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« Antwort #17 am: 26. November 2018, 20:25:09 »

@ Susi

Ich bekomme bei Stkl V ca. 1270 Euro netto monatlich. Incl. Weihnachtsgeld dürfte es geschätzt so ca. 1320 Euro monatlich im Durchschnitt sein.

hatte das Einkommen schon abgefragt. Also nicht Unterhaltsberechtigt.
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« Antwort #18 am: 26. November 2018, 20:53:34 »

Moin,

ich hätte zu dem ganzen noch eine Frage.
Warum bekommt der Sohn kein Bafög mehr? Hat er seine Regelstudienzeit überschritten? Kann es sein, dass er sich nicht einig ist, was er mal letztendlich werden will?

Gruß
Kasper
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« Antwort #19 am: 26. November 2018, 20:56:55 »

Anspruch Sohn:
KV:   3955,-€ - Ausgleichszahl. 493,-€=     3462,-€
KM:                                                         1493,-€
zusammen 4955,-€ = Stufe 9 DD´er Tab. =  802,-

@Sturkopp, hier ziehst du doch die Ausgleichszahlung ab, um den Anspruch des Sohnes in die DDT einzuordnen. Versteh ich nicht ganz. Zudem bin ich doch laut BGB unterhaltsmäßig ganz klar vor ihm, also habe ich Anspruch auf Unterhalt, weil ich durch die Steuerklassen weniger Gehalt habe. Was bei Klasse 4 erscheinen würde, kann doch hier nicht zählen, wir haben ja nunmal nicht 4 und auch der Unterhalt wird nicht nach seinem Einkommen mit 4 berechnet.

Ich steh da wirklich auf dem Schlauch. Ich kapier das nicht.

Versteh ich das richtig, dass zur Einordnung des Anspruchs die vorrangigen Unterhaltsansprüche nicht abgerechnet werden, also als verfügbares EK KV, dann aber sehr wohl bei der Ausrechnung der Haftungsanteile, die sowieso hinfällig ist, weil der KV alles alleine zahlt, weil die Mutter zu wenig verdient?

Wenn mein Mindestbehalt mit all diesen Berechnungen nur 1040 Euro ist, hieße das dann im Umkehrschluss, dass ich bei einer Mietzahlung von 700 Euro H4 beantragen muss, wenn ich keinen Anspruch auf Familienunterhalt von meinem Mann habe?
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« Antwort #20 am: 26. November 2018, 20:59:59 »

Kasper, der Sohn bekommt laut seiner Aussage kein Bafög mehr, weil das Einkommen seiner Mutter zum Berechnungszeitraum (bei Bafög zählt immer das Einkommen vom vorletzten Jahr) höher war als jetzt, weil sie damals noch einen Nebenjob hatte, den sie jetzt nicht mehr ausüben kann. Zudem hatte mein Mann vorletztes Jahr noch ein unterhaltsberechtigtes Kind mehr, das nunmehr aus der Berechnung rausfällt, weil es eigenes Einkommen hat. Er ist 23 und hat die Regelstudienzeit nicht überschritten. Vielmehr wird er noch sicher zwei weitere Jahre Unterhalt benötigen, bis er sein Studium abgeschlossen hat.
« Letzte Änderung: 26. November 2018, 21:02:02 von Redwood » Gespeichert
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« Antwort #21 am: 26. November 2018, 21:29:35 »

Hallo,

so leid es mir tut, aber bei einem Einkommen über 1040 Euro bist Du keine unterhaltsberechtigte Person mehr.
Wenn die Miete zu hoch ist muss man sich eine andere Wohnung suchen, es gibt auch in Bayern Menschen, die nur 1000 bis 1200 Euro Einkommen haben und davon auch leben müssen.
Die Festlegung, der 1040 Euro ist fast der Selbstbehalt eines Unterhaltzahlers, aber natürlich ist es auch eine relativ willkürliche Grenze.

VG Susi
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« Antwort #22 am: 27. November 2018, 00:44:19 »

Moin,
@Sturkopp, hier ziehst du doch die Ausgleichszahlung ab, um den Anspruch des Sohnes in die DDT einzuordnen. Versteh ich nicht ganz. Zudem bin ich doch laut BGB unterhaltsmäßig ganz klar vor ihm, also habe ich Anspruch auf Unterhalt, weil ich durch die Steuerklassen weniger Gehalt habe. Was bei Klasse 4 erscheinen würde, kann doch hier nicht zählen, wir haben ja nunmal nicht 4 und auch der Unterhalt wird nicht nach seinem Einkommen mit 4 berechnet.


Diese Ausgleichszahlung ist Einkommen das dir gehört und nicht deinem Mann. Ohne ihn würde es direkt auf deinem Konto landen.

Anspruch auf Unterhalt hat nur der der bedürftig ist und das entfällt bei dir.

Der Unterhalt wird nach seinem Einkommen berechnet und deswegen muss dein Anteil daran aus seinem Einkommen rausgerechnet werden. Tip: geht zum Finanzamt und lasst euch das ausrechnen.

Bei den 1040,-€ handelt es sich um deinen SB der für dich in der Berechnung berücksichtigt wird. D.h. dein  Mann und du habt gegenüber dem Sohn einen SB von zusammen 1300+1040,-€ bevor er berücksichtigt wird.

Den Anteil von den 1040,- € am Familieneinkommen erwirtschaftest du mit deinem Einkommen selber , so daß dein Mann dir an dieser Stelle keinen Unterhalt leisten muss und du in der Unterhaltsberechnung rausfällst.

Zum Anspruch: Die Kinder(alle) sollen am Einkommen des Pflichtigen partizipieren lediglich begrenzt durch die Leistungsfähigkeit. Deshalb wird der Unterhalt der minderj., weil vorrangig, erst beim verteilen vorher berücksichtigt.

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« Antwort #23 am: 27. November 2018, 14:13:56 »

Ah ok, das ist wohl eine Begriffssache, die ich so nicht verstanden habe.

Noch mal bitte zu meiner Klarheit:

Vom Einkommen des KV sind abzuziehen seine Aufwendungen und der Ausgleich für mich. DAS ist dann die Grundlage zum weiterrechnen und das ist auch die Grundlage für den Unterhalt als fiktiver Alleinzahler, den die erreichnete Summe am Schluss nicht übersteigen darf (bzw. die er höchtens zahlen muss). Und erst am Schluss, wenn es um die Haftungsteile geht, werden die Unterhaltszahlungen an die privilegierten Kinder noch dazu abgezogen, um die Haftungsanteile für das nicht privilegierte Kind zu errechnen?

Ich frage deshalb so blöd, weil bei der letzten Unterhaltsberechnung haben wir sämtliche Unterhaltsleistungen der vorrangigen Leute vorab abgezogen. Schließlich geht es ja um ein erwachsenes, nicht privilegiertes Kind auf Rang 4. Das ergab dann das unterhaltsrelevante Einkommen, mit dem weitergerechnet wurde und das hat der jetzige Student so akzeptiert. Ich bilde mir ein, dass ich diese Rechnung damals sogar auf einer Grundlage von hier gemacht habe, finde jetzt aber blöderweise den Thread nicht mehr.
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sturkopp
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« Antwort #24 am: 27. November 2018, 14:57:21 »

Hallo Redwood,

du musst da trennen zwischen Anspruch und Leistungsfähigkeit.

Wie würdest du denn rechnen wenn der 23 Jährige auch euer Kind wäre? Die minderj. vorziehen wäre wohl nicht der richtige Weg.

Aber 2 Fragen habe ich noch: Wer hat den Anspruch der minderj. bestimmt? und du hattest 88,-€ Bafög
( die ich in der Berechnung fälschlicher Weise als KG benannt habe) angegeben.
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„Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist.“ H. Ford
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