Home Aufsätze Forum Chat Lexikon Links Feedback Impressum
 
 

Login

Benutzername:

Passwort:



Hauptmenü

 Startseite

Community

 Forum
 Chat
 Deine Daten
 User-Liste
 Umfragen

Informationen

 Erste Hilfe
 Urteile
 Lexikon Familienrecht
 Prozesskostenrechner
 Väterhymne

Service

Tags
 Links
 Downloads
 Buchempfehlungen
 Newsletter
 Webring
 Gästebuch
Internes

 Nachricht an uns
 Impressum,
     Datenschutz
     Nutzungsbedingungen

vatersein.de durchsuchen

Benutzerdefinierte Suche


Info


vatersein.de gehört das neunte Jahr in Folge zu den 6.000 wichtigsten deutschen Internetadressen.

vatersein.de - Forum 19. Oktober 2019, 22:35:27 *
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.


Einloggen mit Benutzername und Passwort
 
 
Übersicht Hilfe Suche
Seiten: [1]   Nach unten
Drucken
Autor Thema: Konkrete Unterhaltsberechnung  (Gelesen 1450 mal)
Schildkroete
Schon was gesagt
*
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 43


« am: 19. November 2018, 14:25:11 »

Hallo,
ich würde gerne mal meine Unterhaltsberechnung anhand von (natürlich rein fiktiven) Zahlen durchspielen. Ich wäre froh, wenn die Unterhaltsexperten mal drüber schauen könnten, ob ein Fehler in der Berechnung vorliegt.  

Beispiel KEIN WECHSELMODELL, Kinder leben >50% bei Mutter

4.100 € Nettogehalt Mann (inkl. aufs Jahr verteilter Bonus und Steuerrückerstattung; nach Wechsel auf St.Kl. 1)
-150 € berufsbedingte Aufwendungen (Pauschale, konkrete Nachweise erforderlich?)
-100 € Hortkosten älterer Sohn
-160 € Riester
---------
3.690 € bereinigtes Nettogehalt

-382 € KU Kind 1, 8 Jahre (Stufe 5 479€ abzgl. 97€ hälftiges Kindergeld)
-321 € KU Kind 2, 3 Jahre (Stufe 5 418€ abzgl. 97€ hälftiges Kindergeld)
----------
2.987 €bereinigtes Nettogehalt Mann für Berechnung Trennungsunterhalt

700 € Nettoeinkommen Frau
-50 € berufsbedinge Aufwendungen (Fahrtkosten zur Arbeit)
-----------
650 €bereinigtes Nettogehalt Frau für Berechnung Trennungsunterhalt

2.337 € Differenz der Nettoeinkommen (2.987€ abzgl. 650€)

1.002 € Trennungsunterhalt (2.337 € * 3/7)

Beim Kindesunterhalt würde man in der Düsseldorfer Tabelle normalerweise in Stufe 6 landen, da aber inkl. Ehefrau drei Unterhaltsberechtigte vorhanden sind, wurde Stufe 5 angewandt. Ist das korrekt?

Ist die Berechnung weitestgehend korrekt oder liegen hier Fehler vor? Vorab danke!

Meine Unterhaltsberechnung zum Wechselmodell folgt.
Gespeichert
Kasper
Spezialgruppe
*****
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 3.731



« Antwort #1 am: 19. November 2018, 14:33:46 »

Moin,

jemand anderes wird noch drüber schauen. Mein Einwand wäre, dass die HORT Kosten für den älteren Sohn nach dem KU Abzug zu tätigen sind. Weiterhin bezieht sich das Nettogehalt auf welche Steuerklasse? Wenn 3, dann sollte man schnell eine Stuerklassenänderung auf 4(1) vornehmen.
Berufsbedingte Aufwendungen richten sich nach den Unterhaltsleitlinien des zuständigne OLG.

Gruß
Kasper
Gespeichert

Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge zu ertragen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
Schildkroete
Schon was gesagt
*
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 43


« Antwort #2 am: 19. November 2018, 15:00:06 »

Hallo Kasper,

danke für die Antwort. Das war schon der Wert nach Wechsel in Steuerklasse 1.

Was die Pauschale betrifft, anbei die Passage aus der Leitlinie meines OLG's:

"Bei Vorliegen entsprechender Anhaltspunkte kann eine Pauschale von 5 % des Nettoeinkommens (maximal 150,-- €) abgesetzt werden. Diese Pauschale wird vom Nettoeinkommen vor Abzug von Schulden und besonderen Belastungen abgezogen. Die Pauschale erfasst alle berufsbedingten Aufwendungen einschließlich der Fahrtkosten. Übersteigen die berufsbedingten Aufwendungen diese Pauschale, so sind sie im Einzelnen darzulegen."

"Entsprechende Anhaltspunkte" interpretiere ich so, dass nicht konkret der exakte Betrag nachgewiesen werden muss. Hoffe ich liege nicht falsch
Gespeichert
Susi64
Spezialgruppe
*****
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 4.178


« Antwort #3 am: 19. November 2018, 17:54:48 »

Hallo,

wenn Du berufsbedingte Aufwendungen hast und diese nicht konkret nachweist, dann kannst Du die Pauschale nehmen.
In den meisten Fällen sind aber die konkreten Aufwendungen höher als die Pauschale. Diese können in Abzug gebracht werden, wenn Du sie konkret nachweist, also Entfernung von Wohnung zum Arbeitsplatz (googlemaps), dabei gilt die doppelte Fahrtstrecke (also hin und zurück).
Also z.B. Arbeitsweg einfach 20km, insgesamt 40km. Die ersten 30km mit 30 Cent, die übrigen 10km mit 20 Cent. Für 220 Arbeitstage im Jahr ergibt das
(30*0,3 + 10*0,2)*220 = 2420 Euro : 12 = 201 Euro pro Monat.

VG Susi
Gespeichert
Schildkroete
Schon was gesagt
*
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 43


« Antwort #4 am: 19. November 2018, 21:00:23 »

Hallo Susi,  
danke für deine Antwort.
Ist der Rest deiner Meinung  nach richtig?
VG Schildkröte
Gespeichert
Susi64
Spezialgruppe
*****
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 4.178


« Antwort #5 am: 20. November 2018, 10:33:41 »

Hallo,

Du hast zu zahlen TU und KU, Hortkosten wäre Mehrbedarf und nach Einkommen der Eltern zu quoteln.

Deshalb zunächst:

4.100 € Netto
-150 € berufsbedingte Aufwendungen
-160 € Riester
----------------
3.790 € bereinigtes Netto

3 unterhaltsberechtigte Personen, deshalb eine Stufe runter = Stufe 5
-382 € Kind 8 Jahre
-321 € Kind 3 Jahre
----------------
3.087 Euro bereinigtes Netto für  TU

davon 1/7 = 441 €
3.087 - 441 = 2646 €

Ehefrau

700 €
-50 € berufsbedingte Aufwendungen
-------
650 € bereinigtes Netto

davon 1/7 = 93 Euro
650 - 93 = 557 €

Addieren: 2646 € + 557 € = 3203 € davon steht jedem die Hälfte zu = 1601 €

Du zahlst deshalb an die Ehefrau 1601-557 € = 1044 € Trennungsunterhalt

Damit hast Du 1601 € + 441 € = 2042€, Deine Frau 1044 € + 557€ + 93 € = 1694 Euro und KU ist 703 Euro.

Die Hortkosten wären, dann nach Einkommen zu quoteln, wobei der TU Einkommen der KM ist.

VG Susi
Gespeichert
Schildkroete
Schon was gesagt
*
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 43


« Antwort #6 am: 20. November 2018, 20:34:47 »

Hallo Susi64,
wow,  vielen lieben Dank für die Arbeit, die du dir gemacht hast. Dann war meine Berechnung nicht ganz richtig,  aber immerhin lag ich nah dran :-)
Neben den unten aufgeführten Zahlen hätte meine Frau noch zusätzlich das Kindergeld in Höhe von 388 €. Ist ja auch ein nicht zu verachtenden Sümmchen.
Viele Grüße, Schildkröte
Gespeichert
Susi64
Spezialgruppe
*****
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 4.178


« Antwort #7 am: 20. November 2018, 21:48:14 »

Hallo,

das KG wird zur Hälfte Dir angerechnet, dadurch sinkt der KU auf den sogenannten Zahlbetrag.
Ansonsten ist unterhaltsrechtlich Kindergeld Einkommen des Kindes und wird nicht bei der Unterhaltsberechnung berücksichtigt.
Auch wenn ich verstehe, dass Du natürlich siehst wieviel Du zahlen musst, dann ist aber trotzdem so, dass das KG nicht Einkommen der KM ist und die KM mit 2 Kindern auch höhere Ausgaben als Du hast.
Geld ist immer eine Streitfrage und 2 Haushalt kosten deutlich mehr als einer.
Wichtig für Dich ist eher die Frage wie es mit dem nachehelichen Unterhalts weitergehen soll. Ich denke nicht, dass Du bis zum Ende Deines Lebens 1000 Euro an die KM zahlen willst. Überlege Dir wie ein Stufenmodell mit Abschmelzen des KU aussehen könnte. Die Zahlung des TU ist ein beliebter Grund die Scheidung hinauszuzögern.

VG Susi
Gespeichert
Schildkroete
Schon was gesagt
*
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 43


« Antwort #8 am: 21. November 2018, 08:34:19 »

Hallo Susi,
danke für die Antwort.
Was den TU betrifft, so muss (oder besser gesagt will) ich im Rahmen der Scheidung eine Begrenzung des nachehelichen Unterhalts fordern. Aber entscheidet das nicht ohnehin allein der Richter, wie lange und wie hoch der nacheheliche Unterhalt ist? Oder muss ich Vorschläge anbieten?
Mir hat mal ein RA gesagt, dass er in meinem Fall tippt, dass ein Richter für jedes Jahr Ehe ein Jahr nachehelichen Unterhalt gewährt, also ca. 9-10 Jahre. Über die Höhe hatten wir aber nicht gesprochen. Schmilzt ein TU in der Regel ab?
Vorab danke.
Gespeichert
Schildkroete
Schon was gesagt
*
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 43


« Antwort #9 am: 21. November 2018, 09:25:01 »

Hallo Susi64 und andere Unterhaltsexperten,

anbei meine Berechnung bei einem WECHSELMODELL. Hier bin ich mir aber deutlich unsicherer was die Korrektheit der Berechnung betrifft...

4.100 € Nettogehalt Mann (inkl. aufs Jahr verteilter Bonus und Steuerrückerstattung; nach Wechsel auf St.Kl. 1)
-150 € berufsbedingte Aufwendungen (Pauschale, konkrete Nachweise erforderlich?)
-160 € Riester
---------
3.790 € bereinigtes Nettogehalt Mann


700 € Nettoeinkommen Frau
-50 € berufsbedinge Aufwendungen (Fahrtkosten zur Arbeit)
-----------
650 €bereinigtes Nettogehalt Frau


4.440 gemeinsames bereinigtes Netto (3.790€ + 650€)

-543 € KU Kind 1, 8 Jahre (Stufe 7, weil 3 Unterhaltsberechtigte eine Abstufung von 8 auf 7)
-474 € KU Kind 2, 3 Jahre (Stufe 7, weil 3 Unterhaltsberechtigte eine Abstufung von 8 auf 7)
-200 € zzgl. Mehrkosten aufgrund Wechselmodell (einfach mal 200 € unterstellt, keine Ahnung ob das ok ist)
----------
-1.217 € Gesamtbedarf Kinder


-1.217 € Unterhaltsanteil Vater am Bedarf (da Einkommen der Frau unter dem Selbstbedarf von 1.080 Euro liegt)
+194 € hälftiges Kindergeld
------------
1.023 € korrigierter Unterhaltsanteil Vater am Bedarf

512 € zu zahlender KU an Mutter (1.023/2)

###############

3.279 € bereinigtes Netto Mann für TU (3.790 abzgl. 512 € KU)
-468 € Erwerbsbonus von 1/7
---------
2.810 €

650 € bereinigtes Netto Frau
-93 €  Erwerbsbonus von 1/7
---------
557 €

3.367 € gemeinsames Netto (2.810+557)

-1.127 € zu zahlender TU ((3.367 € / 2) abzgl. 557 €)


2.152 € verbleibendes Geld Mann (+3.791 -512 -1.127)
2.676 € verbleibendes Geld Frau (650+512+1127+2*194)

Hortkosten, Kitakosten, Sportvereine etc. würde dann gequotelt werden. Ist die Berechnung richtig?

Nur zum Quoteln habe ich noch eine Frage. Ist mein relevantes Netto das nach Zahlung von TU oder vor Zahlung? und bei der Frau würde auf ihr Einkommen von 650€ noch der TU von 1.127 hinzugerechnet?

Wenn die Berechnung korrekt ist, dann ist die Differenz im Vgl. zum Nicht-Wechselmodell nur gering.

Wäre super wenn mir jemand ein Feedback geben könnte.

VG Schildkröte
Gespeichert
Susi64
Spezialgruppe
*****
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 4.178


« Antwort #10 am: 21. November 2018, 12:01:15 »

Hallo,

aus meiner Sicht stimmt die Rechnung. Es gibt viele Fragen, die beim Wechselmodell noch nicht wirklich geklärt sind.

Mehrbedarf gehört zum Unterhalt der Kinder und müsste deshalb vor dem TU bestimmt werden. Praktisch heißt das, dass Du den gesamten Mehrbedarf zu tragen hast und dann erst der TU berechnet wird.
Das hatte ich bei meiner Rechnung leider nicht berücksichtigt.
Damit entfällt auch die Frage wie zu quoteln wäre.

Was ich nicht weiss ist, ob beim Wechselmodell auch herauf bzw. herunter gestuft wird.

VG Susi
Gespeichert
sturkopp
Nicht wegzudenken
****
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 434



« Antwort #11 am: 21. November 2018, 12:41:18 »

Moin,


Was ich nicht weiss ist, ob beim Wechselmodell auch herauf bzw. herunter gestuft wird.


Warum sollte gestuft werden? Geht von der Logic her auch nicht, Vater hat 3 Pers. Unterhalt zu leisten, bei der Mutter sind es nur 2 Personen.
« Letzte Änderung: 21. November 2018, 12:47:24 von sturkopp » Gespeichert

„Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist.“ H. Ford
L.G.
Sturkopp
Schildkroete
Schon was gesagt
*
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 43


« Antwort #12 am: 21. November 2018, 13:02:14 »

Hallo zusammen,

vielen Dank für eure Hilfe.

Hallo,
Mehrbedarf gehört zum Unterhalt der Kinder und müsste deshalb vor dem TU bestimmt werden. Praktisch heißt das, dass Du den gesamten Mehrbedarf zu tragen hast und dann erst der TU berechnet wird.
Das hatte ich bei meiner Rechnung leider nicht berücksichtigt.
Damit entfällt auch die Frage wie zu quoteln wäre.
VG Susi
Bezieht sich die Aussage jetzt nur auf die Berechnung bei einem Wechselmodell oder generell?

Also was die Hortkosten betrifft habe ich noch nicht ganz den Durchblick, wie ich diese berücksichtigen soll.

Vorab danke.

Gespeichert
sturkopp
Nicht wegzudenken
****
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 434



« Antwort #13 am: 21. November 2018, 13:10:21 »

Moin,

die WM-berechnung kann nicht richtig sein.
Da KM in dieser Rechnung unter Leistungsfähigkeit liegt würde ihr Entgelt nicht berücksichtigt werden.

Ein Versuch wäre es folgend vorzugehen:

1. KU für Kindesvater alleine zu bestimmen (ohne Mehrbedarf aber gestuft)
2. TU bestimmen
3. KU für Kindesmutter alleine zu bestimmen (Einkommen incl. TU, keine Stufe, evtl. Mangelfall beachten)
4. beide KU gegeneinander stellen und den Ausgleichsbetrag errechnen.

5. Mehrbedarf errechnen und evtl. quoteln. (beachten das ein SB von 1300,-€ gilt)


Gespeichert

„Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist.“ H. Ford
L.G.
Sturkopp
Seiten: [1]   Nach oben
Drucken
vatersein.de - Forum  |  Themen  |  Unterhaltsrecht (Moderator: midnightwish)  |  Thema: Konkrete Unterhaltsberechnung
 
Gehe zu:  

Powered by SMF 1.1.10 | SMF © 2006, Simple Machines LLC

Wer ist Online

www.pragmaMx.org
Alle Mitglieder: 15 062
Registriert Heute: 2
Registriert Gestern: 0
Mitglied(er) online: 5
Gäste Online: 43

Bitte registriere Dich hier. Als angemeldeter Benutzer nutzt Du den vollen Funktionsumfang dieser Seite.


Werbung

Der entsorgte Vater
Der entsorgte Vater auf DVD




www.vatersein.de
Die Artikel sind geistiges Eigentum des/der jeweiligen Autoren,
alles andere © 2002 - 2019 by Vater sein trotz Trennung/Scheidung - Das Portal für Trennungseltern
Diese Webseite basiert auf pragmaMx 0.1.10.
Die Inhalte dieser Seite sind als RSS/RDF-Quelle verfügbar.

Theme created by Khon Bangkok WebWebWeb team