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vatersein.de - Forum 15. Dezember 2018, 01:58:49 *
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Autor Thema: Darf oder soll Trennungsvater dem Kind gegenüber seine Traurigkeit offenbaren?  (Gelesen 1852 mal)
Trennungsvater
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Beiträge: 34


« am: 05. Oktober 2018, 11:41:53 »

Liebe Forumsmoderatorin, lieber Formusmoderator, liebe Mitleserinnen und Mitleser,

darf ich dem Kind gegenüber offenbaren, dass mir das Alleinleben große Schwierigkeiten bereitet und dass ich darunter leide, dass wir getrennt voneinander wohnen?

Über zehn Jahre lebte ich mit der seit 2011geschiedenen KM und unserer Tochter gemeinsam in der Familienwohnung. Die KM hatte einige Beziehungen und übernachtete fallweise beim Freund. Ich habe das so hingenommen. Ich wollte für das Kind den gemeinsamen Rahmen aufrechterhalten.

Seit etwa neun Wochen lebe ich allein in der ehemaligen Familienwohnung. Es fällt mir sehr sehr schwer. KM und Tochter wohnen etwa 6 Kilometer entfernt, am anderen Ende der Stadt.

Die KM arbeitet halbtags, ich bin seit kurzem arbeitslos, über 60 Jahre alt, bin aber froh, dass jetzt mehr Zeit zur Verfügung steht.

Bei der Verabschiedung vor neun Wochen offenbarte ich dem Kind meine Trauer und brach vor ihr in Tränen aus. Ich war mir des Risikos bewusst, ließ aber meine Gefühle zu, um dem Kind gegenüber zu erkennen zu geben, wie ich fühle.

Die KM erzählte mir vor einigen Wochen, dass unsere Tochter damals nach der Verabschiedung im Auto des Freundes ebenfalls weinte.

Von Anfang an sagte die KM, ein Besuch bei mir sei für das Kind zu belastend. Ein „Cut“, wie sie es ausdrückte, sei das Richtige. Vorgestern war das Kind dann doch erstmals für zwei Stunden bei mir. Ich brach nicht in Tränen aus. Wir veranstalteten vorgestern wieder unser Pferdespringen im Flur, nutzten das Trampolin im Garten und waren vergnügt.

Meine Frage steht auch damit in Zusammenhang, dass der Freund der KM zu unserer Tochter gesagt hat, dass ich, der Vater, mich gar nicht für das Kind interessieren würde. Das sagte mir die KM kürzlich. Der Freund sagte in Gegenwart des Kindes auch, dass die Mutter ihr Leben nicht in den Griff bekommt. Der Freund schneidet ab und an die Verbindung zur KM ab und sperrt sie auf WhatsApp. Wenn die KM nicht so ist, wie er es sich vorstellt, nimmt er ihr das geliehene I-Phone wieder weg. Die KM sagte kürzlich zu mir, sie hätte seit Monaten so viel Streit mit dem Freund.

Ich wiederhole meine Frage: Darf ich dem Kind gegenüber offenbaren, dass mir das Alleinleben große Schwierigkeiten bereitet und dass ich darunter leide, dass wir getrennt von einander wohnen?

Ich freue mich auf Rückmeldungen, Anregungen, Hinweise usw.

Viele Grüße

Trennungsvater

PS: In Bezug auf meinen Post vom 4. Juli 2018 im Forumssegment „Unterhaltsrecht“ kann ich als Rückmeldung geben, dass ich der KM monatlich 302 Euro als Unterhalt für das Kind überweise. Diesen Betrag nannte mir die KM und ich übernahm ohne weitere Nachprüfung diesen Betrag. Die KM ist nicht mehr arbeitslos, sondern arbeitet seit einigen Wochen in TZ. Ich beziehe ALG 1 und Einkünfte aus Vermietung, insgesamt etwa 1 300 Euro. Zu Schuljahresbeginn überwies ich mehr. Außerdem liefere ich mehrmals in der Woche für die Tochter biologische Früchte, Gemüse usw. und kaufe dies und das. Ich führe darüber Buch bzw. schriftliche Aufzeichnungen, weil mit ein Freund, der alleinerziehender Vater zweier Kinder ist, dazu riet.
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« Antwort #1 am: 05. Oktober 2018, 11:52:40 »

hi Trennungsvater,

ich finde, dass es ein absolutes "nogo" ist, vor dem Kind in Tränen auszubrechen. So überträgst du deine Trauer auf das Kind. Die Last ist zu groß für deine Tochter
Natürlich kannst du ihr erzählen, dass du dir die Familie anders gewünscht hättest (nämlich mit intakter Familie fürs Kind), solltest aber gleichzeitig suggerieren, dass es trotzdem i.O. ist und du gut in der Situation zurechtkommst.

Nur so kann deine Tochter es auch.

Alles andere finde ich wirklich grenzwertig und nicht dem Kindeswohl zuträglich.
Vermeide das in Zukunft strikt. Wenn sie nicht da ist kannst du heulen, schreien, egal was. Aber reiß dich zusammen, wenn sie da ist.


Zu Schuljahresbeginn überwies ich mehr. Außerdem liefere ich mehrmals in der Woche für die Tochter biologische Früchte, Gemüse usw. und kaufe dies und das. Ich führe darüber Buch bzw. schriftliche Aufzeichnungen, weil mit ein Freund, der alleinerziehender Vater zweier Kinder ist, dazu riet.

das ist nett von dir, du brauchst aber kein Buch darüber zu führen, da es keine Relevanz hat. Außer vielleicht, wenn die KM doch mal einen Titel will. Dann könnten deine freuwilligen Zahlungen und deine Naturalien dazu dienen zu beweisen, dass du dir eigentlich einen höheren Unterhalt leisten könntest.

Wasserfee
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« Antwort #2 am: 05. Oktober 2018, 12:05:41 »

Moin,

darf ich dem Kind gegenüber offenbaren, dass mir das Alleinleben große Schwierigkeiten bereitet und dass ich darunter leide, dass wir getrennt voneinander wohnen?
Darüber kann man sich immer wieder trefflich streiten.
Kommt auf das Alter des Kindes und der Art und Weise an.
Ich denke, dass man seine Traurigkeit durchaus mitteilen kann. Sollte es aber so verpacken, dass man über diese Situation traurig ist und in keinem Fall das Kind hierfür eine Verwantwortung trägt.

Von Anfang an sagte die KM, ein Besuch bei mir sei für das Kind zu belastend. Ein „Cut“, wie sie es ausdrückte, sei das Richtige. Vorgestern war das Kind dann doch erstmals für zwei Stunden bei mir. Ich brach nicht in Tränen aus. Wir veranstalteten vorgestern wieder unser Pferdespringen im Flur, nutzten das Trampolin im Garten und waren vergnügt.
Bei diesem Teil haben sich mir die Nackenhaare aufgestellt.
Ich geh mal einen Schritt weiter. Du bist zu Hause, Du wohnst weiterhin im gewohnten Umfeld und könntest die Tochter viel besser betreuen. Ein "Cut" ist Entfremdung pur und soll vermutlich eine emotionale Nähe zu Deiner Tochter zerstören. Wenn Du das mitmachst, bitteschön... aber das ist schwachsinn.
MINIMUM: wäre einmal die Woche bei Dir und jedes zweite Wochenende und dieses würde ich beginnend ab Morgen auch einfordern. Ansonsten würde ich diese Frage zeimlich schnell gerichtlich klären lassen.

Meine Frage steht auch damit in Zusammenhang, dass der Freund der KM zu unserer Tochter gesagt hat, dass ich, der Vater, mich gar nicht für das Kind interessieren würde. Das sagte mir die KM kürzlich. Der Freund sagte in Gegenwart des Kindes auch, dass die Mutter ihr Leben nicht in den Griff bekommt. Der Freund schneidet ab und an die Verbindung zur KM ab und sperrt sie auf WhatsApp. Wenn die KM nicht so ist, wie er es sich vorstellt, nimmt er ihr das geliehene I-Phone wieder weg. Die KM sagte kürzlich zu mir, sie hätte seit Monaten so viel Streit mit dem Freund.
Und das soll gut für das Kind sein? Leben die zusammen in dieser neuen Wohnung?
Das ist keine Beziehung, dass ist ein Trümmerhaufen und der Mann scheint einen an der Murmel zu haben. Mehr noch, mit seiner Art macht er die KM und das Kind kaputt. Die KM ist erwachsen, die kann sich kaputt machen lassen von wem sie möchte. Aber nicht das Kind und dann noch mit solchen Äußerungen.
Da sollte das Kind um so schneller zu Dir, damit diese nicht von diesem Spinner zerstört wird.

Mein Rat:
- Ja, Du darfst Deine Gefühle vor dem Kind äußern. Es sollte nur nicht ausarten und die Veranwortung nicht dem Kind gegeben werden.
- Die Umgänge sollten schnellstens und umfänglich geklärt werden.
MINDESTENS: alle 14 Tage, von Freitag bis Sonntag/Montag; plus einen zusätzlichen Tag in der Woche.
Bei 6Km Entfernung kann man das noch locker ausbauen.
Der KM würde ich heute noch eine Nachricht schicken. Und wenn bis morgen keine Reaktion kommt, dann empfehe ich für Montag die Vereinbarung eines gemeinsamen Gespräches mit der KM beim JA über die Regelung der Umgänge. Sollte dies nicht innerhalb der nächsten zwei Wochen erfolgen, dann eine Klage beim Familiengericht über die Umgänge.
Und dass würde ich auch ganz klar so kommunizieren. Wenn die Umgänge nicht schnell stattfinden, dann wird diese schnell gerichtlich entschieden werden müssen.

Ich vermute nur, aber diesen "Cut" will die KM vermutlich, damit die Tochter nicht auch die Idee kommt, bei Dir leben zu wollen und dann ist die KM plötzlich unterhaltspflichtig. Weiterhin auch nur ein Gefühl, aber der neue Freund der KM scheint da seine Finger im Spiel zu haben, da er scheinbar ein perfides Spiel spielt.

Gruß
Kasper

PS:
ich finde, dass es ein absolutes "nogo" ist, vor dem Kind in Tränen auszubrechen. So überträgst du deine Trauer auf das Kind. Die Last ist zu groß für deine Tochter
Natürlich kannst du ihr erzählen, dass du dir die Familie anders gewünscht hättest (nämlich mit intakter Familie fürs Kind), solltest aber gleichzeitig suggerieren, dass es trotzdem i.O. ist und du gut in der Situation zurechtkommst.
Quatsch. Kinder können (und sollen) nicht umfänglich in Watte gepackt werden. Sie können auch nciht von der Außenwelt abgeschnitten werden, nur weil es einem so passt.
Und gemessen daran, was ich bei anderen Fällen so zu lesen bekomme, ist das eine milde Art auszudrücken, das einem das Kind fehlt.
« Letzte Änderung: 05. Oktober 2018, 12:08:36 von Kasper » Gespeichert

Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge zu ertragen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
Pegasus
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« Antwort #3 am: 05. Oktober 2018, 12:07:06 »

Hallo,

sei stark, wenn Deine Tochter da ist.

Und im übrigen, nachdem was Du geschrieben hast, sei froh, dass ihr getrennt seid.

Ein Buch über zusätzlich geleistete Zahlungen zum Unterhalt halte ich auch nicht für sinnvoll.

In der Regel werden solche Aufzeichnung zum zeitlichen Umgang geführt um möglicherweise ein Wechselmodell
anzustreben.

Grüße
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Kakadu59
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« Antwort #4 am: 05. Oktober 2018, 12:24:20 »

Hallo @Wasserfee,
hi Trennungsvater,
ich finde, dass es ein absolutes "nogo" ist, vor dem Kind in Tränen auszubrechen
. So überträgst du deine Trauer auf das Kind. Die Last ist zu groß für deine Tochter
Natürlich kannst du ihr erzählen, dass du dir die Familie anders gewünscht hättest (nämlich mit intakter Familie fürs Kind), solltest aber gleichzeitig suggerieren, dass es trotzdem i.O. ist und du gut in der Situation zurechtkommst.
[...]
Wasserfee

gelegentlich irritieren mich Deine Ausführungen...
Keine Ahnung, warum man nicht vor dem Kind weinen (dürfen) sollte, wenn die Gefühlslage anders (manchmal) nicht zu beherschen ist (mal so als Hypothetische Frage: was würdest Du - z.B. - bei der Beerdigung Deiner Mutter tun, wenn Deine Kinder mit anwesend sind question)
Was ich definitiv unklug (falsch) fände, dass Kind dann mit dieser Situation "psychisch" im Regen stehen lassen.
Man(n) sollte dem Kind dann schon im Nachgang die Situation altersgerecht erklären, damit es die Situation entsprechend einschätzen kann. Dabei demj Kind auch vermitteln, dass es ieben nicht Ursache und Auslöser dieses hochemotionalen Gefühlsausbruches ist (und schon gar nicht verantwortlich ist).

Auch ein (hier 11 jähriges) Kind darf mitbekommen, wenn es einem ET nicht gut geht (so zumindest meine Meinung)

Falls diese Traurigkeit des TO alttagsbestimmend oder gar -beherrschend ist wäre nat. externe Hilfe nicht die schlechteste Wahl und Empfehlung...nicht zuletzt deswegen um dauerhaft diese Emotionen (vor dem Kind) "beherrschen" zu können...
« Letzte Änderung: 05. Oktober 2018, 12:28:29 von Kakadu59 » Gespeichert

MfG. Kakadu59

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« Antwort #5 am: 05. Oktober 2018, 14:43:12 »

Ich wiederhole meine Frage: Darf ich dem Kind gegenüber offenbaren, dass mir das Alleinleben große Schwierigkeiten bereitet und dass ich darunter leide, dass wir getrennt von einander wohnen?

Ja klar, kannst Du dem Kind sagen, dass Du vermisst. Das sagt man auch, wenn die Kinder, keine Ahnung, mit der Klasse für 3 Tage fahren.
Die Frage ist wie man das sagt, wenn ich so lese, dann bei Dir ging es nicht nur um Vermissen, sondern Du hast auch bei der Tochter den Schutz und Verständnis von deinem Alleinsein gesucht, da sollte man vielleicht zurückziehen. Das Kind hat immer noch beide Eltern und so ist gut.

"CUT machen": ist nicht die Entscheidung von Ex oder Freund, irgendwie soll es der Ex nett vermittelt werden. Ob  Du es ohne zusätzliche Konfrontation machen kannst und Sie das akzeptiert, kannst Du nur abschätzen.
Ich glaube aber auch nicht, dass ihr könnt mit der Situation allein klar kommen, aber ihr spricht noch mit einander und das ist gut. Ihr braucht auf jeden Fall externe Hilfe, je früher desto besser und Umgangsregelung




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« Antwort #6 am: 05. Oktober 2018, 15:01:43 »

Ihr braucht auf jeden Fall externe Hilfe, je früher desto besser und Umgangsregelung
Das unterstreiche ich....

Gruß
Kasper
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« Antwort #7 am: 05. Oktober 2018, 15:19:00 »

Zwischen "ich tue total cool und lasse mir nichts anmerken" und "ich bekomme einen Nervenzusammenbruch mit Tränenmeer" bestehen ja eine Menge Grautöne.

Meine Graupalette wäre:
- Ich bin traurig, weil wir nicht mehr zusammen wohnen und du fehlst mir.
- aber es ist schon richtig, dass Erwachsene, die sich nicht mehr lieben, getrennte Wege gehen
- die Liebe für das Kind / dich wird aber deshalb niemals weniger und ich werde dich nie aufhören zu lieben und für dich da zu sein, egal wo du wohnst, bei mir, bei Mama, in Amerika, auf dem Mond
- Ich habe es mir anderes gewünscht, aber manchmal laufen Dinge nicht so, wie man sie gerne hat.

Wasserfee gebe ich insoweit recht, dass Gefühlsausbrüche dem Kind gegenüber insoweit nicht okay sind, wenn sie die eigene Last aufs Kind katapultieren. Aber wenn man in einer gefühligen Situation mal gemeinsam ein paar Tränen verdrückt, finde ich das okay.

LG LBM
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‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
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« Antwort #8 am: 05. Oktober 2018, 16:59:36 »

Hallo,

natürlich hast Du ein Recht auf Deine Gefühle, aber in Tränen auszubrechen ist für das Kind einfach zuviel.

Versuche die Dinge positiv zu sehen und zu arrangieren. Du hast viel Zeit und Dein Kind wohnt nicht weit weg. Ihr könnt gemeinsam Hausaufgaben machen, gemeinsam lernen und auch Freizeitaktivitäten unternehmen. Schlage doch vor, dass Du 2 Nachmittag unter der Woche mit dem Kind verbringen willst (für Hausaufgaben und Lernen).

Was der LG der KM macht ist nicht Deine Baustelle, in gewissem Umfang, wenn es um das Kind geht, aber alles andere geht Dich einfach nichts an.

Der Mindestunterhalt, der bei Deinem Einkommen angemessen ist liegt für Kind von 6 bis 11 bei 302 Euro, ab 12 (bis 17) sind es z.Z. 370 Euro.

VG Susi
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« Antwort #9 am: 05. Oktober 2018, 18:35:35 »


Wasserfee gebe ich insoweit recht, dass Gefühlsausbrüche dem Kind gegenüber insoweit nicht okay sind, wenn sie die eigene Last aufs Kind katapultieren. Aber wenn man in einer gefühligen Situation mal gemeinsam ein paar Tränen verdrückt, finde ich das okay.

nichts anderes war gemeint, ist wohl missverständlich geschrieben worden von mir.

Gruß

Wasserfee
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« Antwort #10 am: 06. Oktober 2018, 07:33:15 »

Hallo,

Du hast nicht gefragt, aber ich schreibe trotzdem.
Es kann sein, dass ich mich irre, weil viele Details fehlen, aber ich glaube Du bist unter sehr starkem Einfluss von Ex.

Sieben Jahre die Ex vergnügte sich die Nächte durch (nicht vergessen dem Kind noch 4), und Du kümmerte sich auch in dieser Zeit um Kind. Ich finde sehr bequem. Für mein Verstand ist es, dass Sie Dich ausgenutzt hat.

Dann verlierst Du Job und wirst direkt rausgeschmissen, hm ... Sie will direkt, dass Du den Unterhalt bezahlst und wusste wie viel genau, obwohl ihr nicht gestritten hatten. D.h. sie interessierte sich wie viel Sie kriegt, wenn Du raus bist oder nicht. Du sitzt zu Hause, könntest um Kind kümmern, anstatt dessen bezahlst Du den Unterhalt.

Jetzt will Sie Dich komplett wegräumen, und Du interessiert dich, ob es OK oder nicht mal vor dem Kind zu weinen und das ist für Dich der Grund, ob "CUT"  verdient oder nicht. Und deswegen suchst Du die Antwort hier, aber wieder  für die Ex.

Das ist egal, ob es richtig oder falsch, ob Du geweint oder nicht. So wie ich verstanden, Du siehst das Kind Wochen lang nicht, weil Ex so entschieden hatte und Dich überzeugte, dass Du dem Kind schadest. Und damit schadest Du dem Kind enorm.

Gruesse
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« Antwort #11 am: 06. Oktober 2018, 09:29:57 »

Hallo Trennungsvater,

Eure Geschichte ist schon erstaunlich, ich würde sagen, es ist eine Geschichte, die von ganz starken Abhängigkeiten erzählt.

Auffällig ist, dass Du in Deinen langen Beiträgen (dem jetzigen und dem von Anfang des Jahres) zwar ausführlich Eure Situation beschreibst, aber die einzige Emotion in dieser Angelegenheit von Deiner Seite eine immense Angst ist, Angst vor dem Alleinsein.

Und aus dieser Angst heraus erduldest Du die skurrilsten Konstellationen: Du wohnst acht Jahre lang gemeinsam mit Deiner Exfrau und der Tochter in einer Zweizimmer(!)wohnung, Du machst Deiner Exfrau ein Geschenk, das weit über Deinen Verhältnissen liegt (Pferd für 10.000€), Du erträgst das ewige Hin-und-Her Deiner Exfrau (wenn sie gerade keine Beziehung hat, dann schmiedet Ihr Pläne, gemeinsam, aber getrennt ein Haus zu bewohnen, wenn sie wieder eine Beziehung hat, bist Du "Luft" für sie)...

In dieser Situation konntest Du natürlich nie ein neues Leben für Dich aufbauen. Und das wolltest Du auch gar nicht. Und nun ist es nach all den vielen Jahren doch passiert: Deine Exfrau ist (endlich möchte man da sagen) ausgezogen. Du bist damit gezwungen, Dich einer Situation zu stellen, die Du vermeiden wolltest wie der Teufel das Weihwasser: Du bist auf Dich allein gestellt.

Aus diesem Grund denke ich auch, dass Du tunlichst Deine Trauer nicht vor dem Kind ausleben solltest: Um das Kind geht es in Deiner Trauer ja nur vordergründig. Dahinter steckt ja Deine Furcht vor der Einsamkeit und die Tatsache, dass Du ganz offensichtlich sonst nichts hast, um Dein Leben erfüllend zu gestalten.

Mein Tipp:Nutze die Zeit jetzt, um Dich selbst zu finden und Dir ein eigenes Leben aufzubauen. Nicht mehr lange und das Kind geht ohnehin eigene Wege
« Letzte Änderung: 06. Oktober 2018, 09:32:49 von Celine » Gespeichert
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« Antwort #12 am: 06. Oktober 2018, 13:23:03 »

Hallo Kaspar

du fragtst "Leben die zu sammen in dieser neuen Wohnung?

Nein, der Freund der KM lebt 30 km entfernt und kommt zur KM zu Besuch. Heute Morgen rief mich die KM an, klagte mir ihr Leid und sagte, dass sie die Beziehung mit dem Freund endgültig beenden will. Er würde in Abwesenheit der KM laufend schlecht über die KM sprechen, so dass das Kind die KM angeht "Du gehst nicht richtig mit mir um". Er sagt zum Kind, dass die KM ihr Leben nicht in den Griff bekommt; ich war zugegen, als er dies äußerte. Die KM sagte, das Kind geht gegen sie los, weil der Freund so auf das Kind einwirkt. Die KM hat erkannt, dass das nicht so weiter gehen kann.

Sie bittet mich darum, ihr ein gebrauchtes Auto zu kaufen. Ihr Freund verkaufte ihr seinen Zweitwagen, einen gut erhaltenen 21 Jahre alten Corsa für 400 Euro, gibt ihr aber - als Druckmittel - nicht die Autopapiere. Sie befürchtet nun, dass sie das Auto zurückgeben muss und, wenn sie Glück hat, 300 Euro von ihm bekommt. Nun bittet sie mich, ihr von meinen Ersparnissen ein gebrauchtes Auto zu kaufen, weil sie sonst ihrer Arbeit - Einsätze an verschiedenen Orten für einen Bildungsträger - nicht mehr nachkommen könne. Ich sagte ihr, dass ich diesem Wunsch nicht nachkommen werde.

Danke für deine Aufforderung, den Umgang zu regeln. Du hast recht.

Vielen Dank für deine ausführliche Antwort!

Trennungsvater

PS: Das mit "quote" muss ich noch lernen ...
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« Antwort #13 am: 06. Oktober 2018, 13:31:11 »

Hallo Wasserfee,

ja, das macht für mich Sinn, mich mit der Trauer zurückzuhalten. Es geschah nur Ende Juli bei der Verabschiedung. Danach nicht mehr. Danach ließ ich mir nichts mehr anmerken.

Danke für den Hinweis mit den Aufzeichungen zu meinen Naturalien-Leistungen. Ich sehe ein, dass das für mich von Nachteil sein kann. Diesen Aspekt hatte ich überhaupt ncht bedacht.

Vielen Dank!

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« Antwort #14 am: 06. Oktober 2018, 13:33:22 »

Hallo Pegasus,

du hast recht: stark sein!

Danke!

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« Antwort #15 am: 06. Oktober 2018, 13:38:10 »

An die übrigen Verfasserinnen und Verfasser von Beiträgen,

erstmal: vielen Dank!!

Ich gehe später in Ruhe drauf ein. Ich fahre gleih zur Tocher.

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« Antwort #16 am: 06. Oktober 2018, 13:47:13 »

Hallo Wasserfee,

ja, das macht für mich Sinn, mich mit der Trauer zurückzuhalten. Es geschah nur Ende Juli bei der Verabschiedung. Danach nicht mehr. Danach ließ ich mir nichts mehr anmerken.

Nichts anmerken lassen muss ja auch nicht sein. Du kannst ja durchaus sagen, dass du sie vermissen wirst und dich auf das nächste Zusammensein mit ihr freust. Und dass du bedauerst und auch traurig darüber bist, dass es eben keine Vater-Mutter-Kind Familie gibt aber dass es eben so ist, wie es ist und das auch ganz schön sein kann. Und wenn Mama und Papa sich nicht mehr lieb haben eine Trennung eben besser ist und man trotzdem alles tut, dass es den Beteilligten (und vor allem der Tochter) gut geht.

Wasserfee

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« Antwort #17 am: 06. Oktober 2018, 21:11:54 »

Hallo Susi64,

das Hausaufgaben-Machen haben die KM und ihr Freund bereits vor etwa einem Jahr komplett übernommen. Ich wurde vollständig ausgegrenzt, obwohl (1.) die KM in der Vergangenheit mehrfach sagte, ich könne so gut Wissen vermitteln, und (2.) ich den höchsten Bildungsabschluss (Uni-Diplom) habe. Das geschah noch während der letzten neun Monate des gemeinsamen Zusammenwohnens. Wenn die KM bei den Hausaufgaben nicht weiter wusste, kontaktierte sie vor meinen Augen ihren erwachsenen Sohn oder dessen Freundin, schickte denen ein Bild des Aufgabenstellung. Ich wurde komplett ignoriert.

Danke für deine Angaben zum Mindestunterhalt!

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« Antwort #18 am: 06. Oktober 2018, 21:31:02 »

Hallo BisJetztLauft,

man kann es nach gesundem Menschenverstand genau so sehen, wie du es beschrieben hast. Ja, ich ließ mich benutzen, ermöglichte ihr ihre nächtlichen Ausflüge, kaufte ihr ein Pferd. Ich würde es wieder so machen, mit Ausnahme der Sache mit dem Pferd. Da hätte ich genauer hinschauen müssen. Es sollte (auch) für die damals neunjährige Tochter sein und das Pferd war viel zu groß!  Wir hatten das Pferd nur etwa zwei Wochen, die KM fiel runter, es kam zum Verkauf und wegen Gesundheitsproblemen des Tieres bekam ich 1.500 Euro zurück. Finanziell war es die beste Lösung. Die laufenden Kosten wären bis heute deutlich mehr als der Verlust von 8.500 Euro.

Ich habe all das hingenommen, um dem Kind den Rahmen des elterlichen Haushalts zu ermöglichen. Steckt dahinter Angst vor dem Alleinsehen, wie es Celine in Ihrem Beitrag in den Raum stellt? Darauf gehe ich in meiner Antwort auf ihren Post ein.

Den starken Einfluss des EX, den du notiert hast, sehe ich in meiner Ohnmachtstellung. Ich sehe schon Proteste von Forumsteilnehmern und Moderatoren ("Mensch, du hast als Vater Rechte ...")

Heute sagte sie zu mir, dass das Thema des   U M G A  N G S   MIT   DEM   K I N D   in Zukunft leichter seiin würde. Es wäre gestern zur endgültigen Trennung vom Freund gekommen. Das sah schon öfter so aus, aber diesmal sagt sie, wäre es endgültig.

Irgendwo hast du recht: ich beleuchte mit meinem Post einen Aspekt, aber es gibt andere wichtige Themen! Genau!

Danke, dass du dir deine Gedanken gemacht und sie hier eingetippt hast.

Trennungsvater

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« Antwort #19 am: 07. Oktober 2018, 00:45:42 »

Ich habe all das hingenommen, um dem Kind den Rahmen des elterlichen Haushalts zu ermöglichen.
Die Tochter weint, Du weinst, die Ex nutzt Dich aus und verbietet Umgang.
Ich glaube, Du siehst, dass es nicht funktioniert? Weder für Dich noch für die Tochter ist es ein zufriedener Zustand. D.h. man muss was ändern, die Ex wird das nicht machen, ihr ist bequem. Die Tochter ist zu klein dafür und kann nur leiden, was sie auch macht. Du bist dran, oder die Tochter leidet.

Mensch, du hast als Vater Rechte ...
Nicht ganz richtig, das Kind hat auch manche Rechte: und zwar das Recht für beide Eltern (Vater und Mutter). Und die Mutter, aus irgendwelchem mir unbekanntem Grund denkt, dass sie das Recht dem Kind nach Lust und Laune mal geben mal entziehen kann und Du lässt es zu.

Heute sagte sie zu mir, dass das Thema des   U M G A  N G S   MIT   DEM   K I N D   in Zukunft leichter seiin würde.
Gut ist, dass die mit Dir spricht, Rest ist nur Mist. Versuch zu vermeiden Konflikte/Streit und bitte kein Wort über Unterhalt.
Überleg gut, es stand schon irgendwo, ob Du WM leisten kannst/willst und ob es für Kind in Frage kommt. Und ich hoffe, dass Du schon gestern einen Termin bei JA gemacht hat. Ohne Umgangsregelung kommst Du kein Schritt weiter.

Es wäre gestern zur endgültigen Trennung vom Freund gekommen....
Uninteressant. Vielleicht für die Verhandlungen zwischen  Dir und Ex ist jetzt leichter.

Grüsse
« Letzte Änderung: 07. Oktober 2018, 00:51:24 von BisJetztLauft » Gespeichert
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