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vatersein.de - Forum 19. Februar 2019, 11:26:53 *
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Autor Thema: Wenn ein Elternteil sich rar macht...  (Gelesen 1058 mal)
PausBanderI
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« am: 01. Oktober 2018, 17:37:48 »

Servus zusammen,

was kann man/frau denn tun, wenn ein Elternteil sich immer wieder mal „aus dem Staub macht“? Zum Beispiel ohne es vorher anzukündigen eine Woche vorher sagt „Du ich fahr am Freitag für zwei Wochen in den Urlaub“ oder zwar die Abreise vereinbaren, aber dann statt zwei Wochen vier Wochen am Stück wegzubleiben?

Mag banal klingen, aber wenn man ein Umgangsmodell vereinbart und auf einmal wieder alleine dasteht und alle möglichen privaten und beruflichen Verpflichtungen absagen muß, ist das schon extrem verdrießlich!

Kann man etwas tun, außer wütend aufstampfen?
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Wasserfee
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« Antwort #1 am: 01. Oktober 2018, 17:46:58 »

Moin,

was du machen kannst?

NICHTS!!! Rein gar nichts.

Du kannst versuchen, einen Termin beim JA zu vereinbaren mit der KM, damit sie vielleicht kapiert, dass das so nicht geht aber wenn das nicht funzt, hast du keine Chance.

Und ja, es ist verdrießlich, es macht wütend, hilflos, vor allem macht es die Kinder traurig.

Plan dein Leben so, dass du nicht auf die Mutter angewiesen bist und im Fall der Fälle immer einen "Plan B" in der Hinterhand hast.

Wasserfee
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Kasper
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« Antwort #2 am: 01. Oktober 2018, 19:26:24 »

Ist das Kind dann bei Dir? Oder macht sie sich mit Kind aus dem Staub?

Wenn das Kind bei Dir ist, dann drauf gesc.hissen und weitermachen. Protokollieren und an möglichst vielen Stellen präsent sein. Elterngespräche kann man innerhalb von 4 Wochen total toll vereinbaren. Arzttermine ... U4, 5, 6, 7 ...

Nebenbei ein nettes Protokoll schreiben und machen.
Wenn Du alleine bist, kannst Du auch die KM nicht um Hilfe fragen und Du wirst es auch nciht tun..

Gruß
Kasper

PS: immer so planen, dass sie nicht da ist. Wenn sie dann doch da ist .. ok, wenn nicht, wo what.
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Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge zu ertragen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
Dad76
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« Antwort #3 am: 01. Oktober 2018, 19:51:26 »

Gibt es denn eine Regelung für den Urlaub bzw. ob wegen Urlaub ausgefallene Termine nachgeholt werden?
Falls nicht würde ich erstmal versuchen in der Richtung nachsteuern bzw. nachbessern zu können.


Meine aktuelle Umgangsregelung zum Beispiel enthält keine Regelungen bezüglich Urlaub. Auch ich musste (bis jetzt) zuschauen, wie sich die Mutter regelmäßig kurzfristig Urlaub nimmt und plant und mein Umgang deshlab ausfiel und auch in 90% der Fälle nicht nachgeholt wurde. Man muss noch dazu sagen, dass die KM die ganze Zeit daheim war und keine beruflichen Verpflichtungen hatte. 


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Susi64
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« Antwort #4 am: 02. Oktober 2018, 07:56:39 »

Hallo,

ich vermute mal, dass das Problem mit dem jüngsten Kind unter 3 besteht.
Ich denke, dass sich diese Spontanität legt, wenn die Mutter wieder arbeitet und erst recht, wenn das Kind in die Schule geht.

Natürlich kannst Du irgendwelche Stellen informieren oder Gespräche iniziieren, ich denke aber nicht, dass das etwas bringt. Das beste Heilmittel ist, wenn die Mutter wieder arbeitet, auch wenn es nur Teilzeit wäre.

VG Susi
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Dad76
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« Antwort #5 am: 02. Oktober 2018, 08:27:17 »

Oder aber der Schuss geht nach hinten los und die KM plant bewusst ihren Urlaub, zum Beispiel auf deine Umgangswochenenden, völlig egal ob sie berufstätig ist oder nicht.

Deshalb ist es ganz wichtig, eine Regelung bezüglich des Urlaubs und der eventuell ausgefallenen Termine zu finden. In Leipzig gibt es derzeit Anwälte, die diese Art des "Umgangsboykott" in einer schriftlichen Regelung "begrenzen". Dies wird wohl auch vom Gericht so gebilligt.
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Wasserfee
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« Antwort #6 am: 02. Oktober 2018, 09:25:40 »

@Susi & dad

ich denke, es geht eher darum, dass die KM das Kind nicht bei ihm abholt und er es länger hat als vereinbart. Wieso sollte er sonst Probleme mit beruflichen/privaten Terminen bekommen. Die könnte er ja ohne Kind problemlos wahrnehmen.

Und da wird sich eben nix ändern, weder bei Berufstätigkeit der KM noch bei Schuleintritt des Kindes.

Wasserfee
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Dad76
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« Antwort #7 am: 02. Oktober 2018, 09:59:51 »

@Susi & dad

ich denke, es geht eher darum, dass die KM das Kind nicht bei ihm abholt und er es länger hat als vereinbart. Wieso sollte er sonst Probleme mit beruflichen/privaten Terminen bekommen. Die könnte er ja ohne Kind problemlos wahrnehmen.

Wasserfee

Ok, dann hab ich das gänzlich falsch verstanden....
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Susi64
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« Antwort #8 am: 02. Oktober 2018, 16:32:37 »

Hallo,

ok Wasserfee, Du hast recht. Aber dieser Fall ist schwieriger als der umgekehrte. Es gibt keine Umgangspflicht.

VG Susi
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PausBanderI
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Beiträge: 233


« Antwort #9 am: 02. Oktober 2018, 18:05:57 »

Richtig, der Filius sitzt hier bei mir und ich muss sehen, wie ich zurecht komme. Seelisch auf jeden Fall besser als der vorherige Kampf, weil sie ihn mir vorenthalten hat.

Aber angenehm ist sowas leider gar nicht Traurig
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Susi64
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« Antwort #10 am: 02. Oktober 2018, 19:48:07 »

Hallo,

wie gesagt Gespräche kann man führen, dabei würde ich aber auch die Unterhaltsfrage auf den Tisch bringen. Normaler Urlaub ist kein Problem und Umgang muss nicht in Stein gemeißelt sein, aber wenn es Umgang auf Abruf wird, dann ist das ein Problem.

Wenn Du die Hauptbezugsperson bist, weil Du 60% und mehr betreust, dann soll die KM auch Unterhalt zahlen. Das Wechselmodell ist paritätisch und deshalb sind beide Eltern barunterhaltspflichtig, wenn die KM das aufkündigt, dann muss das auch unterhaltstechnisch berücksichtigt werden.

Das ist ein schwacher Hebel, weil es eben auch schnell wieder ins andere Extrem umschlagen kann, aber es ist der einzige den ich wirklich sehe.

VG Susi
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TotoHH
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« Antwort #11 am: 03. Oktober 2018, 07:49:08 »

Moin PP.

Vorweg: Klar, so soll es nicht sein. Das erschwert Dir Planung, Geldverdienen und alles weitere. Und die KM lebt in den Tag hinein, alles was Dir schon rein emotional nicht passt. Aber Du hast ja selbst schon festgestellt, dass es auch Vorteile dadurch - nämlich mehr Zeit fürs Kind mit und bei Dir.

Deshalb würde ich es erst mal so laufen lassen. Vielleicht vorsichtig es in planbarere Bahnen lenken, es aber jetzt (noch) nicht eskalieren lassen od bereits jetzt irgendwelchen Unterhaltsthemen hochbringen. Sehe es mittel- od langfristiger. Führe Buch über Deine Umgangszeiten, konkret auch zu den spontanen Anforderungen. Versuche selbst möglichst nicht auf „Vertretung“ durch KM angewiesen zu sein. Und wenn dann in 12-24 Monaten sich ein klarer Trend herausgebildet hat, dass das Kind ca. zur Hälfte, vielleicht ja sogar deutlich mehr bei Dir ist, dann versuche nachhaltig und auf einer darlegbaren Grundlage Umgangs- und Unterhaltsregelung zu ändern. Denn dann ist Deine Ausgangslage eine gute.

toto
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