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vatersein.de - Forum 19. April 2019, 16:53:09 *
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Autor Thema: Wie finden wir eine gemeinsame Umgangsregelung?  (Gelesen 875 mal)
tylor
Frischling

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 1


« am: 28. August 2018, 17:34:35 »

Hallo allerseits,

ich brauche Eure Hilfe und ein paar Tipps, wie ich mich in Zukunft verhalten soll. Ich habe in der Vergangenheit hier bereits öfters mitgelesen.

Ich habe eine 5-jährige Tochter. Ihre Mutter und ich sind seit 4 Monaten getrennt. Wir haben beide das Sorgerecht (inkl. ABR). Inzwischen haben wir beide neue Wohnungen. Beide Wohnungen sind jeweils ca. 1h vom bisherigen Kindergarten entfernt. Unsere Tochter ist bei ihrer Mutter gemeldet. Ich zahle regelmäßig Unterhalt. Ein Unterhaltstitel liegt nicht vor.

Wir hatten uns bereits letztes Jahr einmal auf Zeit getrennt, wollten es aber dann doch noch einmal versuchen. Letztes Jahr war ich auch bereits bei einem Anwalt und habe mich beraten lassen.

Bisher haben wir keine schriftlich festgehaltene Regelung, die den Umgang betrifft. Unsere Tochter ist bisher regelmäßig alle zwei Wochen von Donnerstagabend bis Montagmorgen zu mir gekommen. In den Sommerferien sind wir für eine Woche gemeinsam verreist. Sie hat bei ihrer Mutter und bei mir jeweils ihr eigenes Zimmer und ihre eigenen Sachen. Die Übergabe findet im Kindergarten statt. Ich versuche ihr zu vermitteln, dass sie jetzt zwei Zuhause hat.

Der bisherige Umgang war meiner Tochter und mir nun zu kurz. Ich hatte mir ihr darüber gesprochen, und ihr gesagt, dass ich mich darum kümmere und mit ihrer Mutter spreche.

Ihre Mutter und ich haben kein gutes Verhältnis. Es gibt immer wieder Streit. Es ist nicht möglich über unsere Tochter und ihre Zukunft zu sprechen ohne, dass es in Diskussionen über die gescheiterte Beziehung und die Trennung ausartet.

Jetzt hat unsere Tochter vor ein paar Wochen doch allein mit ihrer Mutter geredet und ihr gesagt, dass sie länger bei mir bleiben möchte. Sie hat mich dann beim nächsten Besuch auch gefragt, ob sie länger bleiben kann. Ich war natürlich begeistert, und wir haben ihre Mutter angerufen. Diese hat dann auch zugestimmt. So ist sie dann von Donnerstagabend bis Mittwochmorgen geblieben. Es hat alles wunderbar geklappt, und wir hatten eine schöne Zeit.

Ich habe bereits mit meinem Arbeitgeber geklärt, dass ich das auch in Zukunft weiter so machen kann.

Jetzt kommen wir zum aktuellen Problem:

Wir hatten diese Woche das jährliche Entwicklungsgespräch in der Kita. Wir haben beide daran teilgenommen. Es verlief friedlich und konstruktiv. Wir haben von der Trennung erzählt und die Mutter hat erzählt, dass sie dazu bereit ist, dass unsere Tochter den verlängerten Zeitraum bei mir bleibt, wenn unsere Tochter das möchte.

Am Ende habe ich ihr dann gesagt, dass ich unsere Tochter, wie vereinbart, wieder am Donnerstag abholen werde. Daraufhin hat sie mir gesagt, dass das nicht geht, weil sie sich am Samstag mit zwei Freundinnen treffen will und unsere Tochter mitkommen soll. Ich habe mich vor vollendete Tatsachen gesetzt gefühlt und daher erst einmal abgelehnt. Sie hat mir daraufhin nur angeboten, dass wir meinen Umgang ja um eine Woche verschieben können.

Abends schrieb sie mir dann, dass ich unsere Tochter nur noch den verkürzten Zeitraum (Donnerstagabend bis Montagmorgen) sehen kann, weil ich nicht auf ihre Wünsche eingehe. Ich habe ihr daraufhin einen Kompromiss vorgeschlagen, dass sie ja den Samstag mit unserer Tochter verbringen könne, weil unsere Tochter, die beiden Freundinnen auch sehr mag. Das hat sie abgelehnt, weil sie sich von mir „nicht kontrollieren lassen will“.

Alle Bitten, um einen Alternativvorschlag hat sie abgelehnt.

Heute hat sie mir wieder mehrmals geschrieben, dass ich unsere Tochter nur noch verkürzt sehen kann. Alle Bitten auf eine Einigung und auf eine schriftliche Vereinbarung lehnt sie ab. Ihre letzten Antworten lauteten nur noch „lass es“ und „kein Kommentar mehr“.

Sie ist seit der Trennung sehr verbittert und nutzt meiner Meinung nach unsere Tochter als Druckmittel gegen mich und um mich zu verletzen.

Bisher hatte ich die Hoffnung, dass wir den Umgang doch noch ohne Jugendamt oder Gericht untereinander klären können.

Ich überlege nun, was ich machen soll? Soll ich noch einmal zu meinem Anwalt gehen? Oder doch lieber erstmal zum Jugendamt?

Ich fürchte, dass das Jugendamt mir nicht wirklich weiterhelfen wird. Vielleicht habe ich auch zu viel im Internet gelesen, so dass ich die Chancen dort Hilfe zu bekommen als zu gering einschätze.

Am Donnerstag ist unsere Tochter wieder bei mir. Ich wollte sie fragen, ob sie wieder länger bei mir bleiben möchte. Falls sie ja sagt, wollte ich mit ihr zusammen ihre Mutter anrufen und ihr das mitteilen. Ihre Mutter soll ihr selber sagen, dass sie dagegen ist.

Was würdet ihr mir raten?

Tylor
Gespeichert
Tom821
Schon was gesagt
*
Beiträge: 29


« Antwort #1 am: 28. August 2018, 19:10:51 »

Hallo Tylor,

Rufe auf gar keinen Fall die Mutter mit deiner Tochter zusammen an. Du setzt die kleine damit einem riesigen Konflikt aus, der im Zweifel eher für dich schädlich ist, wenn sie das Gefühl bekommt sich entscheiden zu müssen. Das würde ich ihr ersparen.

Zudem würde ich die Gunst der Stunde nutzen, deine Tochter sagt offensiv, sie will Papa viel sehen. Beim Jugendamt um Vermittlung bitten. Klappt das nicht:  Ab zum Anwalt und Antrag auf Umgangsregelung vor Gericht. Ich spreche von einem guten Timing, da die kleine sicher auch gehört wird. Und die „Meinung“ deiner Tochter ändert sich schneller als man denkt, wenn die Beeinflussung weiter geht (Loyalitätskonflikt siehe oben). Daher würde ich bei der KM auch gute Miene machen, obwohl es dich nervt, zumindest bis der Antrag gestellt ist.



Ich bin kein Experte, aber das ist meine klare Meinung.

Gruß
Tom
Gespeichert
Rollimatze
Schon was gesagt
*
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 38


« Antwort #2 am: 29. August 2018, 09:15:37 »

Hallo,

ich würde dir raten erstmal den Ball flach zu halten und die Regelung von Donnerstag bis Montag bei zu behalten, vielleicht sogar schriftlich zu fixieren, weil die Erwachsenen dann etwas festes haben, wo man auch auf Wochen im voraus was planen kann. Das würde ich erstmal für wenigstens 1 Jahr laufen lassen, bis sich das alles eingespielt hat, dann werden die Karten eh neu gemischt, weil die Maus dann in die Schule kommt. Aus Erfahrung mit Scheidung und drei Kinder kann ich nur raten, wenn es nicht wirklich existentiell ist, weder JA noch Gericht einzuschalten. Das bringt nur Stress, für beide Seiten und für die Maus, die in der Mitte steht, ebenso.

Gruß
Matze
Gespeichert
PausBanderI
Rege dabei
***
Beiträge: 238


« Antwort #3 am: 29. August 2018, 10:38:18 »

Meine Meinung als "Beziehungskrieg vors Kindeswohl stellen"-Geschädigter:

Du hast eine grundsätzlich gute Stimmung mit der Rumdiskutiererei um einen Samstag ziemlich gegen die Wand gefahren. Ich lass jetzt mal außen vor, ob das Verhalten der Mutter ok war oder nicht. Aber die Situation ist jetzt einfach blöd, die Mutter fühlt sich als Bestimmerin und Du bist in der Defensive.

Tut mir leid, aber sie ist absolut im Recht. Sie wollte in einer harmonischen Atmosphäre (aus Deiner Schilderung lese ich eine sehr kommunikative und tolerante solche heraus) einen Samstag mit ihrer Tochter verbringen, an dem die Tochter bei Dir sein sollte. Das ist erstmal überhaupt nichts schlimmes, Du wirst mir zustimmen. Damit warst Du aber nicht einverstanden - warum auch immer - und hast abgelehnt! Damit bringst Du das Verhältnis von der "Wir machen das halt locker nach Absprache"-Ebene auf die "Es ist mein Recht und die Vereinbarung ist so und darauf kann ich mich berufen"-Ebene. Und in der hast Du ganz klar das Nachsehen, weil die Tochter nun mal bei der Mutter lebt, jedenfalls offiziell.

Ich würde - wenn das Gespräch beim Jugendamt so harmonisch ablief, wie Du es schilderst - dort um Hilfe bitten, den Kontakt wieder herzustellen. Mehr braucht es denke ich mal nicht. Versuche, die Mutter zu verstehen und sie zu überzeugen, daß es in Zukunft viel einfacher wird, wenn man so wie sie es wollte, die Absprachen auch mal etwas laxer hält. Du hast Dich überfahren gefühlt, weil Du am Wochenende auch was machen wolltest und blah blah blah. Kriech zu Kreuze, ganz ehrlich. Du warst im Unrecht und sie auch, das hilft aber beiden nix und Eurer Tochter auch nicht.

Wenn man getrennt ein Kind hat gibt es nur zwei Alternativen:

a) man spricht sich ab und handhabt es so, wie die Mutter es hier wollte. Dazu gehört aber auch, daß man Rücksicht aufeinander nimmt. Wenn die Mama mit der Tochter am Samstag zu Freundinnen will und der Papa nur einen Waldspaziergang am Samstag vor hatte, dann verschiebt man den auf Sonntag oder die nächste Woche und fertig. Wenn Papa schon Karten für die Landesgartenschau gekauft hat, müssen halt die Freundinnen warten. ABER wie schon gesagt, da muß halt der Stolz zurückbleiben.

oder

b) man hält sich akribisch an die Vereinbarungen und jede Ausnahme läuft über Dritte, z.B. Jugendamt, Gericht usw. Das klingt sch... aber ist halt manchmal notwendig, geht nicht anders.

Wenn was unklar ausgedrückt ist, frag gerne nach.

Ach ja: Wie Matze sagte, mit der Tochter zusammen die Mutter anrufen, Du bist wohl wahnsinnig geworden. Wie kommt man auf so eine bescheuerte Idee?
Gespeichert
Kasper
Spezialgruppe
*****
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 3.545



« Antwort #4 am: 29. August 2018, 11:38:45 »

Moin,

die Kombi:
(...)eine 5-jährige Tochter. Ihre Mutter und ich sind seit 4 Monaten getrennt.

und
Ich wollte sie fragen, ob sie wieder länger bei mir bleiben möchte. Falls sie ja sagt, wollte ich mit ihr zusammen ihre Mutter anrufen und ihr das mitteilen.
ist eine ziemlich schlechte Kombination, denn dann fängt es an, dass an dem Kind herumgerissen wird und beide Seiten (ob gewollt, oder ungewollt), die Beeinflussung beginnt.

Wenn kann uns muss sowas zwischen den Eltern vereinbart werden, niemals über das kleine Kind.

Man könnte sich an die Erziehungsberatung wenden, die können solche Gespräche moderieren, ohne das gleich irgendwelche §§ gezückt werden.

Gruß
Kasper
Gespeichert

Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge zu ertragen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
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