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vatersein.de - Forum 22. Juli 2019, 18:02:51 *
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Autor Thema: Meine Geschichte im Kreis Mettmann  (Gelesen 1344 mal)
Kardinal79
Schon was gesagt
*
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 13


« am: 21. August 2018, 22:20:10 »

GutenAbend,

ich hab mich nach langem Zögern hier angemeldet, um auch mal meine Geschichte/ meinen persönlichen Albtraum loszuwerden. Bisher habe ich die letzten 2 Jahre als stiller Gast mitgelesen und schon einige Geschichten/Erfahrungen gelesen die meiner nicht unähnlich sind.  Ein kleiner Trost dass man(n) doch nicht ganz alleine ist mit seinem Elend. Vielleicht hat jemand auch einen Tip oder Rat wie ich für meine Kinder da sein kann?! Ich versuche es chronologisch aufzubauen, falls etwas unklar ist einfach Rückfragen.


Ich habe meine Exfrau 2009 kennengelernt,  1 Jahr später geheiratet und ein weiteres Jahr später kam unser Sohn auf die Welt. 2 weitere Jahre später unsere Tochter. Bei beiden Kindern ging ich nach Absprache jeweils 1 Jahr in Elternzeit um beide voll zu betreuen. Soweit liefen die ersten Jahre in glücklicher Zweisamkeit. Beide Kinder wurden von mir an die Kita gewöhnt und meine Vollzeittätigkeit konnte ich so gestalten das ich unsere Kids morgens hinfuhr, Nachmittags abholte
und danach betreute neben Haushaltsführung etc. Meine Exfrau ging Vollzeit arbeiten in ihrem erlernten Büroberuf.

Danach überschlugen sich die Ereignisse innerhalb ca. eines Jahres seit 2015 . 2 Fehlgeburten, abgebrochene Kur von ihr durch die Ärzte mit Empfehlung sich in eine psychiatrische Klinik zu begeben. Parallel musste Ihr Pferd eingeschläfert werden was wohl den Rest gab. Meine Exfrau hatte versucht in tiefer Depression sich das Leben zu nehmen. Der behandelnde Hausarzt stellte eine Einweisung für eine im Nachbarort liegende Psychiatrie aus. Auf dem Weg zur Klinik brannte Sie mit den Kindern durch und tauchte unter.

Nach Telefonkette mit der Familie, dem JA und den Ärzten erschien sie 4 Tage später wieder in der Wohnung und war „total glücklich“ und es ging ihr „super“. Die folgenden Wochen waren von extremen Stimmungsschwankungen, Aggressivität den Kindern gegenüber, Alkoholexzessen mit Einsammeln sternhagelvoll Nachts auf der Straße, Wahnvorstellungen (sie unterbrach Gespräche von Fußgängern in der Stadt und schrie diese aus heiterem Himmel an warum man Sie „Gossenschlampe“ genannt hätte) und weiteren „harmlosen“ Dingen geprägt. Sie begann eine Therapie die abgebrochen wurde da sie nicht therapiefähig sei.

Nach einem ernsten Gespräch bat ich Sie sich in Behandlung zu begeben. Mein Entschluss stand zu diesem Zeitpunkt innerlich fest – entweder Sie lässt sich helfen oder um die Kinder und mich zu schützen bleibt nur die Trennung.

Ich ging im Herbst 2016 zu einem Anwalt meines Vertrauens und lies mich beraten. Nach erhaltenem Anwaltsbrief das wir ab sofort getrennt leben und Sie sich helfen lassen solle ging das Chaos richtig los.

Sie beantragte sofort eine Wohnungszuweisung und das vorläufige ABR für sich. Beides bekam sie durchgewunken da Sie 1 Woche vor Trennung ihren Job verlor/kündigte  und parallel an Eides statt versicherte das sie immer die Kids betreut hätte.

Ich suchte mir eine neue Wohnung und richtete mich innerhalb eines Monats komplett ein incl. Kinderzimmer und Spielsachen damit schnell Umgang stattfinden kann.

Seitdem gab es verschiedene Parallelverfahren/ Erlebnisse:

- 5 Unterhaltsklagen – angedichtete Schwarzarbeit / Lottogewinn/ etc.

- firmeninterne Unterlagen der oberen Führungsetage meines Arbeitgebers (Strategieplanungen/
   Marktanalysen/ Umsätze) wurden ihr durch eine alleinerziehende Mutter in meinem Betrieb
   zugespielt und beim OLG Düsseldorf zur Unterhaltsbeschwerde eingereicht ( diese
   Auszubildende wurde fristlos entlassen)
  
- Hausrat wurde 1 Woche nach Schlüsselaustausch/Wohnungszuweisung  komplett (wirklich alles;
  von den Möbeln bis hin zur Kleidung und Spielsachen der Kinder) entsorgt – großzügige      
   Erzählungen ich hätte alles mitgenommen
-  gemeinsamer Steuererklärung wird die Unterschrift verweigert, aktuell liegt eine
    Finanzamtpfändung auf dem gemeinsamen Konto...
-  eine von mir vorgeschlagene Mediation Anfang 2017 wurde durch die zwei Psychologen des
    Mediationsteams innerhalb von 10 Minuten abgebrochen da meine Exfrau rumschrie,
    mir Stalking vorwarf und  gegenüber den Mediatoren handgreiflich wurde...

Das zuständige Amtsgericht eröffnete im April 2017 ein Hauptverfahren und setzte ein familienpsychologisches Gutachten an.

Um Umgang zu meinen Kindern aufrecht zu halten bat ich um mehrere Termine bei der Trennungsberatung. Mein Ziel war eine umfassende Umgangsregelung zu treffen mit Urlaub/Ferien/ Krankheitsalternativen/ Feiertage und um die für unsere Kinder belastend inszenierten Übergaben an der Haustür mit anschreien, handgreifliches Wegzerren, nicht anwesend sein, Kinder alleine  in Unterwäsche im Herbst bei Regen auf der Straße  warten lassen bis ich vorfuhr, etc. abzuwenden. Die Erlebnisse bei Einschulung, Martinsfest, etc. mit anschreien, Kinder wegreissen weil sie mich begrüßen wollten sahen ähnlich aus.
Die Vorschläge die angesprochen wurden, wurden grundsätzlich abgelehnt, der Umgang auf einzelne Stunden ( Mittwochs 4 std. Tochter / 2 Std. mit Sohn wegen Schule) reduziert/ Wochenenden alle 14 Tage Samstags von 14.45 auf Sonntags 18 Uhr ( „Die Mutter braucht auch WE mit den Kindern“ / „ wenn die Mutter nicht will gibt es keinen Umgang“) und sie bekam Unterstützung mit Begründungen wenn die Kinder nicht wollen da sie wählen können oder krank sind kann kein Umgang stattfinden.

Gleichzeitig hielt man mir vor ich würde eine „lebensnotwendige“ Rachenmandel-OP meines Sohnes verweigern. Zweitmeinung / schriftliche Stellungnahmen der Kinderärzte das diese bei 2 einfachen Erkältungen in 2 Jahren und aufgrund seines Alters nicht notwendig und medizinisch nicht sinnvoll sind,wurden ignoriert.

Zu diesem Zeitpunkt mußte ich leider feststellen das „unsere“ Trennungsberatung eine ehemalige Arbeitskollegin meiner Exfrau ist. Ich wandte mich daraufhin direkt an die Amtsleitung des JA in Hilden.
Diese war sehr bestürzt über den bisherigen Ablauf  und tauschte komplett die für uns zuständigen Sachbearbeiter aus da die Jugendamtsakte stark ausgedünnt war und untersagte der Trennungsberatung jegliche Handlung in unserem Fall.

Es fehlten Meldungen der Kita ( Tochter erzählt von Schlägen der Mutter / incl. Großflächige Hämatome), KiWo-Meldungen der Schule, KiWo-Meldung der Kinderklinik in Solingen wegen Verwahrlosung/ verschleppten und unbehandelten Infekten mit beginnender Blutvergiftung und wiederholt großflächigen Hämatomen…Meldungen des behandelnden Kinderaztes…alles in der Zeit wo kein Umgang stattfand oder verweigert wurde. Diese Infos erhielt ich von den meldenden Stellen im Nachhinein bei zufälligen Begegnungen in der Stadt mit den Fragen ob schon etwas passiert wäre...

Leider wechselte die Amtsleitung ihre Stelle und ging nach Potsdam…

Es wurde beschlossen das unsere Kinder in Behandlung einer Kinderpsychologin sollten. Diese nahm Ende November 2017 ihre Tätigkeit auf.

Parallel gab es beim GA vor Ferienbeginn 2017 zwei Termine.Ein Gespräch und ein Termin um einen Fragebogen auszufüllen. Im Dezember 2017 gab es eine kurze Stellungnahme des GA das es den Kindern schade wenn meine Exfrau das ABR be-/erhält. Im Februar 2018 verlangte das Amtsgericht das vollständige Gutachten. Der Gutachter wollte noch ein gemeinsames Gespräch  mit beiden Eltern welches Ende März stattfand und dann seine Empfehlung ausstellen.
 
Zu diesem Zeitpunkt fand seit Weihnachten kein Umgang mehr mit meinem Sohn statt da er „nicht will“. Im Januar fiel der Umgang komplett aus da meine Exfrau in Kur fuhr ohne mich zu informieren. Anfang Februar gab es dann ein erstes Umgangswochenende mit beiden Kindern die sich riesig freuten endlich wieder bei mir sein zu dürfen „da Mama das nicht will...“

Den darauffolgenden Mittwoch fuhr ich mit meiner Tochter zur Schule um meinen Sohn abzuholen.
Es war eine Riesen-Katastrophe: Er schrie mich vor der Klassenlehrerin und seiner Erzieherin an „das er weglaufen soll, da ich böse bin weil Mama ihm alles Vorgelesen hat was ich böses schreibe ans Gericht und er sowieso nicht macht was die Richter sagen….“ - er war in einem großen Konflikt. Wir konnten ihn zu dritt beruhigen und fuhren ihn zur Mutter nach Hause.

Seitdem gibt es nur noch Umgang mit meiner Tochter. Bei ihren Erzählungen sträuben sich mir innerlich die Nackenhaare auf. Ich schlucke es allerdings runter um ihr eine schöne Papa-Zeit zu geben. Mein Sohn hat wohl „Wutanfälle“, wird in seinem Zimmer eingeschlossen wenn ich zur Abholung der Tochter erscheine etc. Manchmal weiß ich nicht mehr was ich glauben soll. Geschenke oder Spielsachen die meine  Tochter mitnimmt (auch für meinen Sohn) sind durchgängig kaputt oder verschwunden...

Just 2 Wochen vor dem gemeinsamen GA-Termin wurde ich zum JA bestellt mit dem Vorwurf das meine Mutter meinen Sohn geschlagen hätte laut Aussage der Exfrau und ich ja nicht zu Terminen erscheinen würde bei der Trennungsberatung…

Der gemeinsame GA-Termin ging über zwei Stunden und diente der Beantwortung von drei Fragen des GA: ist der Unterhalt geklärt, wie ist der Umgang geregelt, wie wird das gemeinsame Sorgerecht ausgeübt. Ich habe versucht ruhig und sachlich diese Fragen zu beantworten was fast durchgängig durch lautstarkes Rumschreien und Monologe der Exfrau unterbrochen wurde. Ich wolle ihr die Kinder wegnehmen,  alles was ich schreibe ans Gericht sei gelogen… ich denke hier haben einige so ihre Erfahrungen gemacht.

Vor drei Wochen gab es nun den Verhandlungstermin zum ABR da das Gutachten nun schon seit Anfang Mai bei Gericht lag laut Eingangsstempel. Meinem Anwalt und mir wurde es erst drei Tage vorher zugestellt mit dem Kommentar der Richterin das sie es gerade erst erhalten habe.

Laut GA  (33Seiten) soll es erst mal so bleiben das beide Kinder bei meiner Exfrau leben da sie laut eigener Aussage für Umgang wäre und ihre Ex-Arbeitskollegin bei der Diakonie ihm telefonisch glaubhaft versichert hat das mein Sohn bei der Kinderpsychologin von dem Vorfall mit meiner Mutter erzählt habe. Ein Wechselmodell kommt nicht in Frage da die Exfrau nicht will. Gleichzeitig habe ich keine eigene Meinung sondern höre nur auf meinen Anwalt….

Es wurde beschlossen das die Kinder gehört werden . Der Bericht liegt mir vor….

Wir sind noch in der Wartezeit bis zur Entscheidungsverkündung.  Nun  erreichte mich heute eine Mail der Exfrau das der Umgang  bis auf weiteres komplett ausfällt bis ich begleitetem Umgang mit beiden Kindern zustimme und Sie sich rechtliche Schritte überlegt wenn ich dies nicht durchführe?!

Gleichzeitig lag ein neues Schreiben des JA im Briefkasten mit einer Termineinladung in 3 Wochen da eine Kinderschutzmeldung vorliegen würde und man mit mir über die stattfindenden Umgänge reden möchte.

Was soll ich machen? Meine Kinder komplett abschreiben und mir ein eigenes neues Leben aufbauen? Oder weiter für die beiden da sein und jeden Umgang mit neuen Anzeigen beim JA durchleben?

PS: Seit 1 Woche bin ich geschieden. Eine BAustelle weniger. Und ich habe im letzten Jahr eine neue Partnerin gefunden...
« Letzte Änderung: 21. August 2018, 22:25:40 von Kardinal79 » Gespeichert
Superduberpapa
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Beiträge: 16


« Antwort #1 am: 22. August 2018, 16:09:04 »

Hallo "Kardinal",

bei deiner Geschichte stellen sich mir die Nackenhaare. Kämpfe um deine Kinder so sehr du nur kannst. Die Kinder werden älter und werden dann vieles verstehen und sehen wie sehr du gekämpft hast.

Ist zwar nur ein schwacher Trost -> aber du bist nicht alleine. Jeder hier hat seine Geschichte und Probleme. Die Väter sind heute für ihre Kinder da -> ich denke dieses Bewusstsein kommt immer stärker auch bei den zuständigen Stellen an. Leider kenne ich aus eigener Erfahrung wie sehr Mütter in der "Kinderfrage" noch bevorzugt behandelt und wir Väter diskriminiert werden. Deshalb handeln viele Mütter auch noch nach "Gutsherrinnenart" (z.B. Kindsentzug) weil sie kaum Konsequenzen fürchten müssen. Leider!

Ich bin ein guter Vater und betreue meine Kinder im Wechselmodell (seit 9 Monaten) und kämpfe aktuell dafür das es auch so bleibt (gegen den Willen der Mutter).

Liebe Grüße und Kopf hoch!
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