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vatersein.de - Forum 20. Juni 2019, 19:13:58 *
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Autor Thema: Wohnvorteil  (Gelesen 3828 mal)
was_guckst_du
Rege dabei
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 171



« Antwort #25 am: 31. August 2018, 10:40:38 »

Hallo,

an die "freiwillige Zuwendung" (z.B. durch vorzeitiges Erbe des Hauses) geht auch niemand dran...es geht hier um den finanziellen (Wohn)Vorteil, den er danach daraus (als Eigentümer) erzielt...
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Rollimatze
Schon was gesagt
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Beiträge: 39


« Antwort #26 am: 31. August 2018, 11:32:12 »

Hallo,

Hallo,

als erstes gibt es einen Wohnvorteil nur im selbst bewohnten Eigentum.

Wenn dem so ist, dann werden die Kosten gegengerechnet. Zum einen kannst Du immer die Unterhaltskosten abziehen und als zweites auch Kreditzinsen. Die Kredittilgung kannst Du nicht gegenrechnen, da sie als Vermögensbildung angesehen wird. Du kannst aber die Tilgung als Altersvorsorge bis maximal 4% vom Bruttoeinkommen gegenrechnen.

Voraussetzung dafür wäre ein Kreditvertrag, den muss man nicht mit einer Bank haben, auch Verwandte können einen Kredit gewähren. Allerdings wird niemand akzeptieren, wenn die Zinsen dafür hoch sind. Hier wird eher von zinsfrei oder niedrigem Zins ausgegangen.
Wenn ich es richtig sehe, dann sind bei Dir 4% vom Bruttoeinkommen aber leider auch nicht viel.

VG Susi

ja, ich wohne im selbst im Eigentum. Ich habe keine Kreditkosten weil meine Mutter den Hauskredit zahlt, weil ich den nie zahlen könnte. Für das selbst bewohnte Eigentum wird der Wohnvorteil angerechnet. Dieser bedeutet doch, die fiktive Miete wie ich mein Haus vermieten könnte. Ich nehme da jetzt einfach mal 1000€ an. Diese 1000€, abzüglich Grundsteuer und Hausversicherungen wäre das was anzurechnen ist. Da nehme ich jetzt einfach mal 100€ im Monat an. Demnach würde mir fiktiv eine Einnahme von 900€ auf mein Einkommen, ausschließlich die Rente, angerechnet.

Weshalb kann ich diesen fiktivem Einkommen nicht eine fiktive Kreditrückzahlung gegenrechnen? Ich meine der Wohnvorteil existiert ja nur theoretisch, das Geld existiert nicht real auf meinem Konto. Trotzdem wird es als existierend angerechnet. Woher kommt dieser Gedanke? Wiso haben Gerichte das so für richtig erklärt? Und wiso können da nicht fiktive Kosten gegengerechnet werden? Wie macht der Gesetzgeber da den Unterschied zwischen fiktivem Einkommen aufgrund 4 eigener Wände und fiktiver Kreditrückzahlung?

Wenn man z.B. nur eine 50% Arbeitsstelle annimmt, obwohl man voll arbeiten könnte, wird ein fiktiver Verdienst bei voller Arbeitszeit zugrunde gelegt. Das kann ich nachvollziehen, weil derjenige ja voll arbeiten könnte, das aber nicht tut. Jetzt mal angenommen er tut das nicht, weil er einfach keine Lust hat und nicht aus gesundheitlichen Gründen oder so ... Aber der fiktive Wohnvorteil würde doch nur Realität werden, wenn wir ausziehen und das Haus vermieten würden. Gut, dann müsste ich ja wieder eine Bleibe anmieten, wodurch ich wieder Kosten hätte ....

Denke ich vielleicht zu kompliziert?

Gruß
Matze
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MJ1977
Nicht wegzudenken
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Beiträge: 418


« Antwort #27 am: 31. August 2018, 11:48:33 »

Servus,

ich kann Dich beruhigen, richtig logisch konnte ich den Wohnvorteil auch noch nicht ergründen. Wenn ich boshaft wäre: würde ich sagen das dient lediglich dazu KU-Zahlung in die Höhe zu schrauben um evtl. staatliche Leistungen nicht zahlen zu müssen.

Ich sehe es ähnlich bei einem UET der nur Teilzeit arbeitet, obwohl er voll könnte um KU zu reduzieren, dass man hier ein fiktives Einkommen ansetzt. Beim selbstgenutzten Eigentum fällt mir diese Begründung schwer. Bei einer Fremdvermietung wäre dass ja über die Lohnsteuererklärung berücksichtigt und vor allem würde tatsächlich Geld fließen. Bei der KU Berechnung ist ja im Selbstbehalt ein Wohnteil enthalten (ob in ausreichender Höhe sei mal dahingestellt), wenn man mehr Miete bzw. Darlehen zahlt ist dass ja persönlicher "Luxus" und das Problem des UET.
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Susi64
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Beiträge: 4.050


« Antwort #28 am: 31. August 2018, 12:07:27 »

Hallo,

im konkreten Fall gibt es durchaus Ansatzpunkte den Wohnvorteil auf ein normales Maß zu bringen.

Ein Aspekt ist, dass das Haus + Garage größer sind weil es krankheitsbedingt benötigt wird. Ein anderer Aspekt ist den Kredit gegenzurechnen und zwar nicht "fiktiv" sondern real über eine Vereinbarung zwischen Matze und seiner Mutter. Diese hat den Kredit aufgenommen, da Matze ihn nicht bzw. nicht zu diesen Koditionen bekommen hätte. All das ist möglich.

Die prnzipielle Frage nach dem Wohnvorteil steht natürlich auch, aber die kann im Rahmen des Einzelfalls natürlich nicht gelöst werden.

VG Susi
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AnnaSophie
_AnnaSophie
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 2.593


« Antwort #29 am: 31. August 2018, 12:12:20 »

Hallo,

das Problem ist, dass dir das Haus gehört laut Grundbuch und nicht deiner Mutter.
Wäre das Haus im Eigentum deiner Mutter und sie würde von dir keine Miete verlangen, so wäre das eine freiwillige Zuwendung Dritter und damit nicht zu berücksichtigen.

Dadurch das das Haus dir gehört und der Kredit von deiner Mutter bedient wird (oder aus ihrem Vermögen bezahlt wurde), wird dir der Wohnwertvorteil angerechnet.
Rein theoretisch müsstest du einen Vertrag mit deiner Mutter schließen.

Ich weiss nicht, wie das wäre, wenn deine Mutter ein eingetragenes Nießbrauchsrecht auf Lebenszeit hätte, sprich immer das Recht selbst das Haus zu bewohnen. Ob dann ein Wohnwertvorteil angerechnet werden darf.

Sophie
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Rollimatze
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« Antwort #30 am: 31. August 2018, 12:21:51 »

Ok, und vielen lieben Dank! Da denke ich jetzt noch drüber nach ...

Gruß
Matze
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tellerchen
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Beiträge: 102



« Antwort #31 am: 31. August 2018, 15:42:24 »

Hallo,
in meinem Übertragunghsvertrag hatte der Notar einige Klauseln reingebaut, liegt wohl immer am jeweiligen Notar der genaue Wortlauf.
ich mußte den Vertrag auch unzähligemale durchlesen, bis ich die Klauseln entdeckt habe.

z.b.§2 Besitz, Nutzen Lasten
§3 Gewährleistung
§7Verzicht auf Eintragung einer Auflassungsvormerkung
§8 Auflassung
§12 Wert des Vertragsgegenstandes

da war bei meinem Vertrag einiges später bei der Scheidung interessantes verklausoliert.

würde mir deinen Vertrag nochmals durchlesen.
Sobald da was steht von Vormerkung ...vorbehalten etcetc... ist das schon ein Hinweis, das es dir noch nicht gehört, gut du stehst im Grundbuch, aber bei mir stand drin, mit Erhalt des Erbscheines ist die Übertragung auch voll übergegangen.
ansonsten schwärz doch alles und poste das ganze Paragraphenblabla, und du kannst auch Miete geltend machen wie ich damals, dann sieht die ganze Lage bei dir finanziell ganz anders aus.

nur ne idee...

lg tellerchen
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"Laut Statistik ist die Ehe die Hauptursache aller Scheidungen."

"Ist der Chef nicht da, entscheidet der Stellvertreter. Ist der auch nicht da, entscheidet endlich der gesunde Menschenverstand."
Rollimatze
Schon was gesagt
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 39


« Antwort #32 am: 18. November 2018, 08:13:08 »

Guten Morgen zusammen,

erstmal wollte ich Rückmeldung geben, dass ich der Anwältin meiner Exfrau am 17.8. per Einschreiben geantwortet habe. Allerdings bin ich mittlerweile ziemlich verwirrt, weil ich doch tatsächlich bis heute nichts mehr davon gehört habe. Keine Neuberechnung, kein garnichts .... Sollte ich doch tatsächlich zu den wenigen Exemplaren gehören die Glück haben weil die Ex einen echt schlechten Anwalt gewählt hat? Sollte doch tatsächlich meine Ex irgendwie, irgendwo etwas Menschlichkeit in sich gefunden haben und hat Skrupel dem behinderten Ex einen Wohnvorteil aufzubrummen? Ich bin gespannt ...

Gruß
Matze
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Kasper
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« Antwort #33 am: 19. November 2018, 14:08:49 »

Moin,

das wäre die eine Möglichkeit.
Die andere, dass sie festgestellt haben, dass real nicht mehr zu holen ist, oder aber Du sogar mehr zahlst, wei Du eigentlich müsstest. Aber empfehlenswert ist es immer, wenn man es sich leisten kann, am entsprechenden Status festzuhalten.

Gruß
Kasper
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Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge zu ertragen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
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