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vatersein.de - Forum 17. Dezember 2018, 08:54:26 *
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Autor Thema: KM beantragt für sich Unterhalt, zieht demnächstt aus, seit 7 J. geschieden  (Gelesen 985 mal)
Trennungsvater
Schon was gesagt
*
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 34


« am: 04. Juli 2018, 21:41:11 »

Liebe Forumsmoderatorin, lieber Formusmoderator, liebe Mitleserinnen und Mitleser,

2007 Geburt der gemeinsamen Tochter, sowie "Urkunde über die Erklärung der gemeinsamen elterlichen Sorge" vor dem Jugendamt. Wir wren damals nicht verheiratet. Ich war noch nie verheiratet und die KM war damals geschieden. Ihr Sohn war damals 10 Jahre alt und lebte beim Vater, der sich diesbezüglich gegen die KM durchgesetzt haben soll. Er heiratete nochmals.

2009 Eheschließung mit der KM

2010 Beginn des Trennungsjahres, wobei wir in der gemeinsamen Wohnung geblieben sind. Die KM hatte einen Freund und beantragte die Scheidung.
2011 Die KM zog für 15 Tage gemeinsam mit dem Kind zu diesem Freund. Nach den 15 Tagen zog sie wieder in die elterliche Zweizimmerwohnung zurück. Ende 2011 Termin beim Gericht wegen Ehescheidung mit einem gemeinsamen Anwalt. Es gab kein Problem, dass wir in der gemeinsamen Wohnung lebten und leben. Die Verfahrenskostenhilfe bezahlte der Mutter die Scheidung. Im "Beschluss" des Amtsgerichtes zur Ehescheidung steht: "Ein Versorgungsausgleich findet nicht statt, weil die Ehezeit gemäß §1587 BGB, 3 Abs 1 VersAusglG nicht mehr als 3 Jahre beträgt und kein Ehegatte den Versorgungsausgleich nach §3 Abs 3 VerAusglG beantragt hat. Bei einer Ehezeit von bis zu drei Jahren findet ein Versorgungsausgleich nur auf Antrag und nicht von Amts wegen statt."

Im "Beschluss" steht weiterhin: "Der Ehemann stimmt der Scheidung zu." Ferner steht drin, dass aus der Ehe die gemeinsame Tochter hervorgegangen sei, was ich für eine Schlampigkeit in der Formulierung des routinierten älteren Richters halte, weil die Tochter fast zwei Jahre vor der Eheschließung geboren wurde.

Wir hatten also eine Ehescheidung "in gutem Einvernehmen".

All die Jahre wohnten wir drei in der elterliche Zweizimmerwohnung. Ich bezahlte das meiste. Die Mutter zahlte nie einen Mietanteil, nur Strom. Als sie im Bio-Laden arbeitete, brachte sie großzügig mit.

Sei eineinhalb Jahren etwa hat sie wieder einen Freund, der einen großen Einfluss auf die KM hat und bereits mit unserer Tochter in meiner Abwesenheit Hausaufgaben gemacht hat. Alle beide übernachteten bereits bei ihm, etwa 25 km entfernt.

Im August 2018 möchte sie mit der Tochter für acht Monate in die Wohnung ihres Sohnes ziehen, der in dieser Zeit im Ausland sein wird. Danach möchte sie eine eigene Wohnung suchen. Sie ist sit einem halben Jahr arbeitslos.

Nun komme ich zu einem für mich überraschenden Punkt: Die KM stellt Antragauf Feststellung von Trennungsunterhalt bzW: nachehelichen/nachpartnerschaftlichen Unterhalt. Ich sah heute auf dem Küchentisch das Formular "UH1" und ich schrieb die Bezeichnung des Antrags ab. Die KM sagt, sie war beim Sozialamt wegen "Aufstockung", also wegen Geld. Sie ist zur Zeit arbeitslos. Zuvor war sie in TZ, etwa 150 brutto im Mt.  schätze ich.

Ich fasse zusammen:
Von 2009 bis 2011 waren wir verheiratet. Das Scheidungsurteil wurde am 28. Oktober 2011 rechtkräftig. Wir lebten all die Jahre in der gemeinsamen Elternwohung. Die KM hatte hin und wieder einen Freund, und eben jetzt seit Anfang 2017 wieder einen. Sie wird im August 2018 aus unserer gemeinsamen Wohnung ausziehen. Sie zieht dann aber nicht zum Freund - sie hatte einige Male absolutes Beziehungsaus mit ihm - sondern vorübergehend in eine andere Wohnung, wo die Tochter dann ein eigenes Kinderzimmer hat.

Ich habe mich in den vergangenen Jahren nicht wirklich für eine gemeinsame Familienwohnung, in der die Tochter ein eigenes Kinderzimmer hätte haben können, engagiert, weil die Situation bei der KM hin und her ging. Wenn die KM mit ihm Schluss gemacht hatte - oder er mit ihr - wollte sie, dass wir gemeinsam in einem Haus wohnen, jeder für sich. Dann war sie wieder mit ihm zusammen und ich hatte das Gefühl, dass ich wieder "Luft" für sie war.

Vor zwei Jahren kaufte ich der KM (und der Tochter, für später?) ein Pferd für etwa 10.000 Euro. Wir vereinbarten: "Pferd und dafür keine größere Wohnung." Das Pferd musste nach einigen Wochen verkauft werden und ich bekam noch 1.500 Euro dafür. Punkt. So war es für mich wahrscheinlich billiger als Boxenmiete, Futter, Hufschmied, Tierarzt etc. über einen längeren Zeitraum.

Sie machte in den letzten eineinhalb Jahren einiges im Alleingang, ohne mich einzubeziehen: weiterführende Schule, Erhöhung des Taschengeldes auf 40 Euro im Monat, ohne es mit mir abzusprechen. Sie machte die Hausaufgaben mit dem Kind völlig ohne mich. Bei Problemen fotografierte sie die Hausaufgabe und schickte sie per WhatsApp an ihren Sohn und ich saß daneben. Ich habe ein weit höhere Schulbildung (Uni-Abschluss) und einiges pädagogisches Geschick. Ich fühlte mich oft übergangen und ausgebootet. Das verletzte mich, ich fühlte mich ohnmächtig. Ihr Freund scheint sie zu dominieren. Wenn er anruft, spricht fast nur er. Die Tochter hat sich mit ihm arrangiert, schreibt ihm per WhatsApp ...

Ich habe kein besonders hohes Einkommen. (30' p.a.)

Wie kann ich die Unterhaltsforderung der KM abwehren?
An wen geht der Antrag? Wohl an ein Gericht? Soll ich dem Gericht schrieiben und mitteilen, dass wir seit 2010 (=Beginn des Trennungsjahres) nur als Eltern zusammenleben? Soll ich dem Gericht eine Kopie des Scheidungsurteils von 2011 zuschicken?

Trennungsvater

PS (1) Ich hatte in den Jahren 2010/2011 etwa schon mal hier gepostet. Wie finde ich mit damaligen Posts wieder? Vielleicht wären sie auch für andere Leser in diesem Zusammenhang interessant?

PS (2) Ich wollte meinen Beitrag übersichtlich gestalten, einzelne Begriffe hervorheben usw., aber es gelang nicht.


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Inselreif
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Beiträge: 540


« Antwort #1 am: 04. Juli 2018, 21:57:23 »

Hi,

nun bleib mal ganz ruhig.
Die Anlage UH1 braucht sie, wenn sie Leistungen nach dem SGB II ("Hartz IV") beantragt. Die muss sie als Geschiedene ausfüllen.
Nun wird das JC prüfen, ob Unterhaltsansprüche bestehen könnten, wahrscheinlich werden die Dich auch anschreiben und dann ist der Moment zu reagieren und darzulegen, dass die Unterhaltskette gerissen ist.

Viel interessanter wird dann aber die Frage Deiner Unterhaltsleistungen an das gemeinsame Kind sein!

Gruss von der Insel
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Susi64
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Beiträge: 3.752


« Antwort #2 am: 04. Juli 2018, 22:13:04 »

Hallo,

die Anlage UH1 bezieht sich auf H4 und geht ans Jobcenter. In der Anlage UH1 prüft das JC ob eine Bedarfsgemeinschaft besteht.
Aufgrund der Bedarfsgemeinschaft kann das JC H4 für Deine Ex kürzen.
Die Bedarfsgemeinschaft besteht, da ihr zusammen lebt und zusammen wirtschaftet.
Sollte Deine Ex aber ausziehen und in eine eigene Wohnung bzw. zu ihrem Freund ziehen, dann besteht die Beadrfsgemeinschaft nicht mehr.

Für Dich relevant ist aufgrund der Scheidung nur noch der KU. Du bist Deiner Tochter zu KU verpflichtet. Deine Tochter ist jetzt 11 oder 12?

Das JC wird Dich in jedem Fall zu einer Einkommensauskunft auffordern und dabei Deine Leistungsfähigkeit für KU prüfen.
Ebenso ist Post vom JA zu erwarten, dass ebenfalls eine Einkommensauskunft von Dir fordern wird um den KU zu berechnen.

 VG Susi
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nadda
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Beiträge: 1.249


« Antwort #3 am: 05. Juli 2018, 07:32:51 »

Hi,

die im Moment viel wichtigere Frage ist wie wollt ihr eure Tochter in Zukunft betreuen?
Wer betreut wieviel?

Und hier stellt sich dann auch die Frage ob ihr das nicht genau hälftig regeln könnt und somit
ein Wechselmodell leben wollt?

Bisher habt ihr sie ja immer gemeinsam betreut, also mach dir doch bitte darüber Gedanken wie
es in dieser Hinsicht weitergehen kann.

Unterhaltsansprüche deiner Ex kann ich keine erkennen, da kommt ein Schreiben vom Amt,
darauf musst du halt richtig antworten und dann ist das Thema durch.

Unterhalt für deine Tocher wirst du zahlen müssen. Bei einem Wechselmodell wirst du wohl auch
nicht dran vorbei kommen zu zahlen, weil deine Ex deutlich weniger Einkommen hat als du.


LG
Nadda
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Trennungsvater
Schon was gesagt
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Beiträge: 34


« Antwort #4 am: 05. Juli 2018, 18:33:46 »

Hallo Inselreif,

die KM sagt, sie hätte in der Düsseldorfer Tabelle nachgeschaut und bis 1.900 brutto müsste ich laut ihrer Aussage 302 Euro bezahlen.

Wenn ich recht verstehe, kann die KM von mir keinen Unterhalt für sich fordern.

Dass ich für das Kind bezahle ist selbstverständlich.

Frage: Kann ich von dem Batrab lt. D-Tabelle etwas abziehen, z. B. Fahrtkosten, um das Kind zu sehen, um es abzuholen usw. Außerdem, die D-Tabelle soll ja gar nicht bindend oder verpflichtend sein. Stimmt das?

Ich muss jetzt für die Tochter einkaufen und werde die beiden anderen Antworten, die ich ebenfalls sehr schätze, möglichst bald beantworten. VIELEN DANK AN AUCH DREI!!!

TV  (komisch, in der Bibliothek kann ich auch nicht formatieren oder Smileys einfügen.)
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Susi64
Spezialgruppe
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Beiträge: 3.752


« Antwort #5 am: 05. Juli 2018, 18:55:27 »

Hallo,

für sich selbst kann die KM keinen Unterhalt fordern. Darum geht es in dem Formular auch nicht.

Die Düsseldorfer Tabelle ist keine Gesetz, aber rein praktisch halten sich alle daran. Prinzipiell kannst Du Dich mit der KM darauf einigen wieviel Unterhalts Du zahlst. Da aber Ämter (JC) mit im Boot sind wird daraus nichts. Dann wird der Unterhalt gemäß den Unterhaltsleitlinien des OLG und der Düsseldorfer Tabelle bestimmt.

Da Du nur eine unterhaltsberechtigte Person (Dein Kind) hast geht es in der DDT eine Stufe hoch. Der Unterhalt bei einem Einkommen bis 1900 Euro und eine Stufe höher ist dann 419 Euro, abzüglich halbem Kindergeld (97 Euro) ergibt sich ein Zahlbetrag von 322 Euro.

Sowohl die DDT als auch das KG ändern sich und Du bist verpflichet immer gemäß den aktuellen Zahlen KU zu zahlen.
Außerdem gibt es Altersstufen. Ab dem Monat, in dem Dein Kind 12 wird, sind 467 minus  97 = 394 Euro zu zahlen (bzw. der dann aktuelle Betrag).

Fahrtkosten im Zusammenhang  mit dem Umgang oder auch Kosten von Dingen, die Du für das Kind kaufst kannst Du nicht mit dem KU verrechnen.

VG Susi
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Trennungsvater
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Beiträge: 34


« Antwort #6 am: 09. Juli 2018, 08:47:25 »

Hi Nadda,

vielen vielen Dank für deine Antwort,

Ich habe mit der KM keine Vereinbarung treffen können, wie wir künftig das Kind betreuen werden.

Sie sagt, die Tochter (knapp 11 J. alt) muss sich erst an die neue Wohnung gewöhnen und muss sich erst in den Rhythmus für die weiterführende Schule (Gymn.) finden. Ich halte ihre Erwiderung für einen Allgemeinplatz, für eine Ausflucht, für - ich weiß nicht. Ich fühle mich ohnmächtig und sehe keine Möglichkeit, zu einer Vereinbarung über ein Umgangsrecht zu kommen.

Wie schon in meinem ersten Beitrag geschrieben, habe ich seit längerem eh den Eindruck, dass mir das Kind bereits teilweise weggenommen wurde. (Ich erlebte als Kind selbst ab dem 8. Lj. die Trennung meiner Eltern und habe große Not empfunden. Für mich ist die Trennung von unserer Tochter sehr schmerzhaft, kaum auszuhalten. Aber ich muss es jetzt als "Schicksal" hinnehmen und in mich gehen, was mein Anteil an dieser Situation ist.)

Würde ich den Umgang gerichtlich klären lassen, würde am Ende noch weniger herauskommen.

So warte ich erst mal ab.

Ich habe die Zusage der KM, dass ich unsere Tochter öfters, auch unter der Woche, in der neuen Wohnung der KM besuchen kann und dass wir dort gemeinsam zu Abend essen, spielen etc. können. In  der Nähe ist ein schöner Spielplatz mit Liegewiese. Wir waren in den vergangenen zwei Jahren schon öfters auf diesem Spielplatz und so setzen wir dies fort.

Ich fühle mich ohnmächtig, habe aber andererseits auch den Eindruck, dass ich mehr erreiche, wenn ich erst mal gar nichts unternehme.

Du hast recht, es geht jetzt nicht nur um Unterhalt, sondern vor allem darum, wie wir den Umgang regeln!

Danke und viele Grüße

Trennungsvater
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Trennungsvater
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« Antwort #7 am: 09. Juli 2018, 08:56:46 »

Hallo Susi64,

für deine beiden kompetenten Antworten bin ich dir sehr dankbar.

Ja, unsere Tochter ist jetzt 10 Jahre und 10 Monate alt.

Viele Grüße

Trennungsvater
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