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vatersein.de - Forum 17. August 2018, 16:42:40 *
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Autor Thema: Neues Kind Unterhalt? Hilfe  (Gelesen 732 mal)
Neuer18
Frischling

Beiträge: 3


« am: 11. Mai 2018, 22:11:49 »

Hallo ich bin Jan und neu hier und habe derzeit Finanzielle Probleme.

Ich habe einen Sohn der dieses Jahr 13 wird und für den ich Regelmäßig immer so wie es soll Unterhalt bezahle. Habe seit 11 Jahren eine Eigentumswohnung die ich mit monatlich 480€ abzahle + 180€ Nebenkosten.
Im August bekomme ich mit meiner neuen Partnerin eine Tochter aufgrund dessen wurde jetzt der Unterhalt neu berechnet mit dem Hinweis das der Unterhalt von 330€ für den Sohn bleibt und sich nichts ändert. Kann das stimmen? Habe im Schnitt ca 1700€ und habe leider aufgrund des Unterhalts oft finanzielle Probleme so das ich vor gut 3 Jahren 2 Kredite zusammenlegen musste wo ich derzeit knapp 400 Im Monat abzählen muss.

Im Moment ist es leider so bis Versicherungen bezahlt sind, Tanken u.s.w eigentlich fast nix mehr bleibt. Meine neue Partnerin bekommt nur um die 300€ Elterngeld + das Kindergeld für das neue Kind. Aber es kann ja irgendwie nicht sein das 3 Leute am Schluss von ca 600€ im Monat leben müssen oder.
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AnnaSophie
_AnnaSophie
***
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 2.472


« Antwort #1 am: 12. Mai 2018, 08:09:20 »

Hallo,

grundsätzlich muss dir ein Selbstbehalt für dich von 1.080 € bleiben.

Du hast ein Einkommen von 1.700 € netto. Eigentlich musst du das Jahresnettoeinkommen nehmen plus Steuererstattung und das durch 12 teilen.
Was bei dir dazu kommt ist der geldwerte Vorteil der Eigentumswohnung. Sozusaggen die Kaltmiete wird auf dein Einkommen vermutlich noch drauf gerechnet.
Abziehen kannst du normalerweise 5 % (oder nach Aufwand) die berufsbedingten Aufwendungen von deinem Einkommen. Dann kannst du 4 % vom Brutto für zusätzliche Altersvorsorge abziehen. Hier zählt die Tilgung der Eigentumswohnung mit.
Die Zinsen für die Eigentumswohnung kannst du bei dem geldwerten Vorteil der Eigentumswohnung abziehen.

Und dann bist du zukünftig 3 Personen zum Unterhalt verpflichtet. Dem 13jährigen, dem Baby und der Mutter des Babies.

Die 330 € für den 13jährigen finde ich nicht in der Tabelle. Eigentlich hat er einen Anspruch von 370 €.
Und das Baby von 251 €.
Das macht zusammen 621 €.
Damit bist du für beide voll leistungsfähig.
Und wenn man die berufsbedingten Aufwendungen nicht berücksichtigt bzw. davon ausgeht, dass diese durch den Wohnwertvorteil gedeckt sind, ist dein Selbstbehalt gedeckt.
Wenn für die Mutter des Babies nichts übrig bleibt, dann ist das so. Erst müssen die minderjährigen Kinder "ihr" Geld bekommen und sie bekommt nur etwas, wenn noch Geld zum verteilen da ist.

Ihr habt also 1.080 € plus 251 € plus 194 € Kindergeld plus 300 € Elterngeld.
Davon gehen leider deine Schulden ab.

Wieso hat die KM nur den Sockelbetrag des Elterngeldes? Hat sie vor dem Baby nicht gearbeitet?

Sophie
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Neuer18
Frischling

Beiträge: 3


« Antwort #2 am: 12. Mai 2018, 11:42:24 »

Sie hat nur Teilzeit gearbeitet.
Da die Eigentumswohnung ja finanziert ist, sind die 480€ gut zu 90% nur Zinsen. Wir bewohnen die ja selbst. Wieso wird das dann drauf gerechnet? Ist das nicht so wenn sie bezahlt wäre?
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Susi64
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 3.537


« Antwort #3 am: 12. Mai 2018, 12:07:49 »

Hallo,

mit der selbstgenutzen Eigentumswohnung hast Du eine Wohnvorteil, der auf Dein Einkommen angerechnet wird, auf der anderen Seite kannst Du den Kredit gegenrechnen, sollte sich in etwa aufheben.

Du hast ein bereinigtes Einkommen von unter 1900 Euro (und selbst wenn es darüber wäre ginge es aufgrund von 2 Kindern und der Mutter des Babys wieder eine Stufe herunter).

Der Mindestunterhalt für ein Kind unter 6 beträgt 251 Euro und für ein Kind von 13 (bis unter 18) 370 Euro.
Das ergibt insgesamt 621 Euro.
Jetzt müsste hart gerechnet werden um herauszufinden ob Du dafür leistungsfähig bist oder ob ein Mangelfall vorliegt.
In jedem Fall wird Dir nicht viel mehr als 1080 Euro = Selbsbehalt bleiben und der Kredit trotzdem zu bedienen ist.

Prinzipiell ist das aber nicht genügend Geld für 3 Personen. Der einzige Ausweg ist, dass Du beim Jobcenter versuchst eine Aufstockung zu erreichen damit Du Deine Unterhaltspflichten erfüllen kannst. Dazu muss aber genau gerechnet werden.

Deine LG hat zwar einen Unterhaltsanspruch gegen Dich, dafür bist Du aber definitiv nicht leistungsfähig und deshalb bleibt Euch nur der Gang zum Jobcenter um H4 bzw. Aufstockung zu beantragen.

Wie hoch der KU tatsächlich sein wird, kann sich nur aus allen Zahlen ergeben und ja Dir wird ein Wohnvorteil angerechnet.

VG Susi
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Neuer18
Frischling

Beiträge: 3


« Antwort #4 am: 12. Mai 2018, 22:01:00 »

Aber was hat das mit einem Wohnvorteil zu tun wenn die Wohnung abgezahlt wird bis ich Mitte 50 bin? Dieser ergibt sich doch nur wenn sie gezahlt wäre und ich nix mehr zu bezahlen hätte
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Susi64
Spezialgruppe
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 3.537


« Antwort #5 am: 13. Mai 2018, 01:02:43 »

Hallo,

Du zahlst keine Miete und deshalb ergibt sich ein Wohnvorteil. Solange die Wohnung nicht abbezahlt ist, kann der Kredit gegen gerechnet werden.

Wenn der Wohnvorteil 500 Euro beträgt und der Kredit mit 300 Euro abgezahlt wird, dann bleibt ein Vorteil von 200 Euro.

VG Susi
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