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vatersein.de - Forum 16. Juli 2018, 16:19:55 *
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Autor Thema: Meine Geschichte - Umzug der Tochter zu mir  (Gelesen 1347 mal)
Simon81
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Beiträge: 7


« am: 13. April 2018, 09:53:43 »

Hallo!

Ich hab mich hier mal angemeldet um meine Geschichte loszuwerden und eventuell den ein oder anderen wertvollen Tipp zu bekommen:

Ich war mit der Mutter meiner Tochter ab 2005 zusammen, uns ging es gut und wir waren auch recht glücklich. Hochzeit dann im September 2007 und Geburt unserer Tochter im November 2007. Ab dem Zeitpunkt ging es bergab. Kann mir bis heute nicht wirklich erklären was passiert ist, kann nur vermuten das meine Frau ihr Ziel erreicht hatte (nen blöden Versorger zu finden) und hat dann alles was unsere Beziehung ausgemacht hat eingestellt. Ich habe zwei Jahre versucht zu retten was nicht mehr zu retten war und habe mich dann Mitte 2009 von ihr getrennt. Sie ist wieder in ihr Heimatdorf gezogen (100 km von mir entfernt) und hat die kleine, natürlich mit meinem Ok, mitgenommen. Umgangsrecht und Unterhalt haben wir, als wir uns wieder etwas besser verstanden haben, auf dem kleinen Dienstweg ausgewürfelt und waren alle recht zufrieden. Ich hab meine Tochter regelmäßig gesehen, der Unterhalt hat gepasst, alles prima.
Dann lernte sie ihren neuen Mann kennen. Er ist Italiener, lebt aber in Deutschland. Als seine Mutter schwer krank wurde ist er wieder nach Italien gezogen um seinen Vater zu unterstützen. Meine Ex ist mit der kleinen ab und an zu besuch nach Italien geflogen, alles kein Problem. Irgendwann, aus heiterem Himmel, hatte ich Post ihres Anwaltes im Briefkasten das meine Ex das alleinige ABR möchte um meine Tochter mit nach Italien zu nehmen. Ich wollte das verhindern und sie zu mir holen. Mein Arbeitgeber hat mich unterstützt, meine Eltern, meine Freundin, einfach jeder. Termin um Termin beim JA vergingen, eine Gerichtsfrau war bei mir zuhause um sich anzusehen ob alles ok ist (war es auch) und dann kam der Gerichtstermin. Der Richter hörte sich alles an und meinte wenn wir uns nicht außergerichtlich einigen wüden würde er der KM das ABR zusprechen, da er dem Bericht des JA so interpretiert das es der kleinen bei beiden gut gehen würde, sie aber die ersten Jahre bei der KM gelebt hat. Meine Tochter, damals 3 1/2, wurde zwar vom JA angehört und wollte nicht mit, aber ihre Aussage hatte leider keine Auswirkung. Die Frau vom JA hat sich gewunden wie ein Aal und versucht das alles zu relaitivieren, hat aber alles nichts genutzt. Ich hab der Sache zugestimmt, der Richter hat die Auflage angesetzt das die KM meine Tochter einmal im Monat nach Deutschland bringen muss damit ein Umgang stattfinden kann und am selben Tag ging es für die beiden nach Italien. Erstaunlicherweise hat das sogar recht gut geklappt.
Als meine Ex mit dem zweiten Kind schwanger war kamen sie aber alle doch wieder zurück nach D., laut eigener Aussage das sie hier ja Geld vom Amt bekommt und Kindergeld usw. Ich hab mich gefreut das ich meine Tochter wieder öfter sehen kann, alles hat sich wieder so eingespielt wie vorher.
Wenn meine Tochter bei mir war hatte sie immerwieder Phasen in denen sie nicht zurück nach Hause wollte, konnte es aber nicht richtig begründen. Ich hab schon öfter mal gemerkt das sie irgendwas hat, aber meine Tochter ist in dem Fall mir sehr ähnlich und versucht ihre Probleme mit sich selbst auszumachen, was auch kein Wunder ist, da sich Ihre Mutter, laut der Aussage meiner Tochter, eh nicht für sie interessiere. Meine Tochter wurde immer ruhiger und trauriger und ich wusste nicht was ich noch machen sollte außer mit ihr zu reden und ihr zu zeigen das ich für sie da bin. Gespräche mit der KM das unsere Tochter sie auch brauche wurden mit der Aussage "Ich kann mich doch nicht die ganze Zeit um sie kümmern, dafür habe ich keine Zeit" (trotz dauerarbeitslosigkeit etc.) abgebrochen. Alleine das zeigte mir immer ein gewisses Desinteresse an meiner Tochter durch die KM.

Diese Woche hatte ich einen Termit bei der Lehrerin meiner kleinen um mich einfach mal zu informieren wie da der Stand der Dinge ist, da ja auch ein Schulübertritt ansteht und meine Ex mich nicht sehr informiert was da so los ist. Meine Tochter war bei dem Termin dabei, ihre Lehrerin bescheinigte ihr ein Potenzial, das sich in ihren Noten aber nicht wiederspiegelt, sie bräuchte mehr unterstützung beim lernen zuhause, hat aber meine Exfrau seit 2 Jahren nicht mehr gesehen, da sie zu keinem Elternabend etc. geht. Selbst den Infotermin zum Schulübertritt hat sie sausen lassen, sie hat ja soviel zu tun und soviel Stress. Da sie mich aber über solche Termine auch nicht informiert war ich leider auch nicht dort. Wir sprachen ein wenig über sie Situation in der Schule und zuhause (kein ruhiger Platz zum lernen und Hausaufgaben machen, viel Streit zwischen meiner Ex und ihrem Mann und meiner Tochter etc.) und dann brach es aus ihr heraus. So habe ich meine kleine noch nie weinen sehen...das hat mir das Herz zerrissen. Sie sagte das sie sich zuhause nicht wohl fühlt, ihre Mutter und ihr Mann ständig an ihr rummeckern und es hatte für mich und die Lehrerin irgendwie auch den Anschein gemacht als ob meine Tochter irgendwie Angst vor dem Mann meiner Exfrau hätte, was früher aber nicht der Fall war. Als meine Tochter kleiner war hat sie immer begeistert von ihm gesprochen usw. .  Im Gespräch allein mit der Lehrerin hat sie mir eröffnet das sie findet das meine kleine wohl ein anderes familiäres Umfeld bräuchte, meine Exfrau sehr desinteressiert und gleichgültig wäre bei Telefonaten und sie in der Schule oft Bauchweh hat, grad bei Mathe. Ich hab einmal mitbekommen wie ihr meine Ex mit den Hausaufgaben "hilft". Wenn ich bei jeder falschen Antwort oder wenn es mal länger dauert bis man auf das Ergebnis kommt angeschrien werden würde, hätte ich auch Angst vor Mathe. Meine Ex ist jetzt echt kein Geduldiger Mensch, aber das ging echt zu weit und endete in einem Handfesten Streit.

Mit einem Klos im Hals und Magenschmerzen (wieder eine Gemeinsamkeit mit meiner Tochter ;) ) fuhr ich nach Hause. Nach längerem Brüten hab ich meiner Freundin alles erzählt und zu meiner großen Überrraschung hat sie sofort gesagt das wir die kleine zu uns holen müssen. Die beiden verstehen sich echt gut, aber das hat mich echt ein wenig überrascht. Jetzt denke ich über nichts anderes mehr nach. Meine kleine fühlt sich bei uns wohl, sie hat ihr eigenes Zimmer, meine Familie in der Nähe usw.
Meine Ex wird zu 100% dagegen sein, da ihr dadurch ja mindestens 500 Euro im Monat durch die Lappen gehen. Am nächsten Papa-Wochenende werd ich das Thema bei meiner Tochter mal vorfühlen und mit meiner Ex sprechen. Der Zeitpunkt nach diesem Schuljahr wäre ideal, da ja eh ein Schulwechsel ansteht usw. Was wäre denn der nächste logische Schritt der zu machen wäre wenn meine Ex sich querstellt? Dachte daran mir Hilfe beim JA zu holen, aber macht das Sinn? Meine Tochter ist jetzt 10, hätte ihr Wort da etwas mehr Gewicht? Oder sollte ich gleich zum Anwalt gehen?

Entschuldigt wenn ich recht wirr schreibe, aber ich bin auch 3 Tage nach dem Termin immernoch recht aufgewühlt.
Liebe Grüße, Simon
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Wasserfee
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« Antwort #1 am: 13. April 2018, 10:47:22 »

Hallo Simon,

wie deinen Chancen sind weiß ich leider nicht, auf jeden Fall wird dei Meinung eines 10-jähriges Kindes mehr einfließen als die eines 3-jährigen.

Aber:

"Diese Woche hatte ich einen Termit bei der Lehrerin meiner kleinen um mich einfach mal zu informieren wie da der Stand der Dinge ist, da ja auch ein Schulübertritt ansteht und meine Ex mich nicht sehr informiert was da so los ist. Meine Tochter war bei dem Termin dabei, ihre Lehrerin bescheinigte ihr ein Potenzial, das sich in ihren Noten aber nicht wiederspiegelt, sie bräuchte mehr unterstützung beim lernen zuhause, hat aber meine Exfrau seit 2 Jahren nicht mehr gesehen, da sie zu keinem Elternabend etc. geht. Selbst den Infotermin zum Schulübertritt hat sie sausen lassen, sie hat ja soviel zu tun und soviel Stress. Da sie mich aber über solche Termine auch nicht informiert war ich leider auch nicht dort"

Entschuldige bitte, du hast das GSR. Das hat für dich den Vorteil, dass du dich selber inforieren kannst und sollst, die Bringschuld der Exe entfällt.

Sich aber jetzt hinzustellen und zu schreien "mein armes Kindchen, ich hab das ja alles nicht gewußt weil die gemeine überforderte Ex...."
ist nicht fair.

Wwarum hast du dich denn nicht gekümmert? Wieso hast du dich nicht in den Verteiler der schule aufnehmen lassen, in die Klassen-whatsapp-Gruppe, bist zu Elternabenden gegangen etcpp?


Du machst es dir hier echt ein wenig zu einfach. Und anstatt alles dran zu setzen das Kind zu dir zu holen (und vom Geschwister zu trennen) würde ich an deiner Stelle mal versuchen, mit deiner Ex einen Plan auszuarbeiten wie man in GEMEINSAMER Elternschaft das Kind unterstützen kann. Evtl Elternabende im Wechsel, 2 Nachmittage die Woche zum Lernen bei dir etcpp.

Wasserfee
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Pegasus
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« Antwort #2 am: 13. April 2018, 11:03:48 »

Hallo Zusammen,

der Holschuld kann ich ja im Grunde zustimmen.

Jedoch könnte die Elternschaft auch stattfinden, wenn die Kurze zukünftig beim Vater lebt. Denn eigentlich
geht es doch immer darum, dass Kinder in einem liebevollen, ruhigen und interessierten Umfeld aufwachsen.

Dies ist, laut den (einseitigen) Schilderungen, momentan nicht gegeben.
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« Antwort #3 am: 13. April 2018, 11:05:02 »

Hallo,

die Festelegung des Lebensmittelpunkts eines Kindes ist niemals die Entscheidung des Kindes. Deshalb solltest Du Deine Kleine erst einmal außen vor lassen und ihr auch klar machen, dass das eine Entscheidung ist, die die Erwachsenen treffen. Das bewahrt sie vor einer großen Enttäuschung.

Wenn Du Deiner Tochter helfen willst, dann solltest Du an einer Ausweitung des Umgangs arbeiten, 1-2 Nachmittage mit Deiner Tochter und Hausaufgabenunterstützung wären sehr hilfreich für alle. Halte Kontakt zur Schule.
Wenn Du damit einen geregelmäßigen, erweiterten Umgang hast, könnte über eine Wechselmodell oder den Umzug Deiner Tochter zu Dir nachgedacht werden.

Im Moment hast Du als Wochendpapa keine Chance, dass Deine Tochter zu Dir ziehen kann.
Damit im Zusammenhang steht auch die Frag ob Du nach wie vor das gemeinsame Sorgerecht hast oder nicht. Ohne Sorgerecht bist Du nämlich praktisch ohne jedes Recht. Hast Du das gSR, dann kannst Du daran arbeiten, dass Deine Tochter mehr Zeit mit Dir verbringt und es ggf. zu einer Änderung des Lebensmittelpunkts kommt.
Sollte sich Deine Ex gegen eine Ausweitung des Umgangs stellen, dann solltest Du das JA um Vermittlung bitten um Interessen des Kindes den Umgang erweitern zu können. Sollte die KM auch darauf nicht eingehen, dann bleibt nur der Weg zum Gericht.

VG Susi
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« Antwort #4 am: 13. April 2018, 11:18:29 »

Hallo,

der von Susi beschriebene Weg wäre sicherlich ein vom Gericht gern gesehener und erfolgversprechender als eine HauRuck-Aktion.
Aber dafür auch langwieriger.

Ob hierfür, unter den geschilderten Gegebenheit, die benötigte Zeit vorhanden ist kann ich natürlich nicht beurteilen.
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« Antwort #5 am: 13. April 2018, 11:19:02 »

Hallo,

Schön, dass Du hierher gefunden hast.

Wie oft siehst Du das Kind seit dem Rückzug der Familie Deiner Ex nach Deutschland ? Also, wie sind die Papazeiten geregelt ?

Ohne Einverständnis der Kindesmutter das Kind zu Dir zu holen, wird schwierig, bzw. unmöglich, selbst wenn das Kind vor Gericht aussagt, dass es zu Dir ziehen will.

Du solltest Dich, wie Wasserfee schon schrieb, selbstständig über das Leben des gemeinsamen Kindes informieren und auch einbringen. Den Anfang mit der Schule hast Du jetzt gemacht. Das ist gut. Mache das jetzt regelmässig.

Ich nehme an, dass Ihr die Papazeiten unter Euch ausmacht ? Oder gibt es ein Gerichtsurteil ? Hier würde ich ansetzen und versuchen mehr Betreuungszeit auszuhandeln. Durchaus auch mit Blick auf die schulischen Belange. D.h. anstatt zu sagen, "Du, so geht es nicht weiter, du kümmerst dich nicht um unser Kind ...". Eher : "Ich habe vor kurzem mit X's Lehererin gesprochen. Wie können stolz auf unser Kind sein. Mit etwas Unterstützung kann sie noch besser werden und ihr ganzes Potential entfalten. Du hast ja soviel um die Ohren. Ich nehme Dir das ab und hole X am Y und Y zu mir nach Hause zum Lernen. Du bist doch damit einverstanden ?"

Ich würde versuchen, die Betreuungszeiten systematisch auszuweiten ohne Schuldzuweisungen an die Mutter, welche nichts bringen und kontraproduktiv sind. So könntest Du auf eine Ko-Elternschaft (Wechselmodell) hinarbeiten ohne das direkt anzusprechen. Deine Motivation sollte der Kindesmutter gegenüber ausschliesslich sein, sie zu entlasten, ihr gewissen Dinge abzunehmen etc. Der Schulwechsel muss ja auch vorbereitet werden : Du kannst Dich hier einbringen, bei der Auswahl, den Tag der offenen Tür mit dem Kind wahrnehmen, unabhängig davon, ob es die Kindesmutter tut. Eine neue Schule bringt neue Anforderungen : auch hier kannst Du Dich von Anfang an der Lehrerschaft als engagierter Vater vorstellen ...

Im Augenblick würde ich die finanzielle Seite nicht ins Gespräch bringen, falls Du Dir das leisten kannst.

VG,
Tsubame.

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Simon81
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« Antwort #6 am: 13. April 2018, 11:19:16 »

Hallo!

Vielleicht klang das alles recht einseitig, das mag sein. Meine Ex ist nicht überfordert, ihr ist es schlichtweg scheißegal.
Ich hab schon öfter versucht mit ihr gemeinsam Lösungen für aufkommende Probleme zu suchen z.B. Nachhilfeunterricht für meine Tochter. Ich hätte es gern bezahlt, es scheiterte aber daran das meine ex sie da.einmal in der woche hätte hinfahren müssen, was ihr zuviel Aufwand war. Und ich wohne leider zu weit weg um hinzufahren, sie die 5 km zur Nachhilfe zu fahren und danach wieder zurück, buw. ....aber wie soll ich sagen? Kommunikation ist nicht ihr Ding,vor allem nicht über, für sie, eher unwichtige Dinge. Wrnn ich ihr zum Beispiel erzähle das es meiner tochter nicht gut geht, sie sich zuhause nicht wohlfühlt oder sie gerne einen ruhigen platz zum.hausaufgaben machen hätte, und nicht in der küche der Oma wo die ganze familie ständig um sie rumhüpft kriegt man ein “Sie soll sich nicht so anstellen“ zu hören. Mir geht es auch nicht darum sie irgendwo rauszureißen, sondern darum das es ihr gut geht und sie glücklich ist bzw. wieder wird. Ich kann ihr hier ein liebevolleres und solideres Umfeld bieten als die Mutter. Mir gehts auch nicht darum sie irgendwie schlecht dastehen zu lassen oder ähnliches. Ich habe nur die Befürchtung das meine Tochter in dieser Familie untergeht.

Das mit der Holschuld sehe ich ähnlich. Leider gibt es an dieser Schule noch keinen Mailverteiler sondern noch die guten alten Elternbriefe, die aber auch auf Nachfrage nicht an mich, mit den Worten "Das geht dich dochgarnichts an" nicht weitergegeben wurden. Ich hätte mich früher an die Schule wenden müssen, das ist durchaus richtig.

Ja, wir haben beide das ABR und das gSR. Wir haben auch keine festgeschriebene Umgangsregelung, ich sehe Sie außerhalb der Wochenenden auch unter der Woche ab und an, lerne dann auch mit Ihr und/oder wir unternehmen was gemeinsam. Leider ist das Aufgrund der Entfernung nicht sooft möglich wie ich das gerne hätte.
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Pegasus
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« Antwort #7 am: 13. April 2018, 11:38:00 »

Hallo,

mein "einseitig" bezog sich darauf, dass ich für einen Rat gerne die Sicht von allen Beteiligten hören würde. Was natürlich in vielen Fällen nicht
geht.

Aus Deiner Schilderung heraus, und aus meinem eigenen Groll, würde ich dazu tendieren die Kleine schnellstmöglich in ein anderes Umfeld zu
holen.  Aber bei den Maßstäben vor Gericht müssten vermutlich erst ganz schlimme Sachen passieren, damit es dazu kommt.
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Tsubame
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« Antwort #8 am: 13. April 2018, 12:07:24 »

Hallo!

Vielleicht klang das alles recht einseitig, das mag sein. Meine Ex ist nicht überfordert, ihr ist es schlichtweg scheißegal.


Hallo,

Ich habe mich vermutlich schlecht ausgedrückt.
Ich habe schon verstanden, dass es der Kindesmutter egal ist, ob die Tochter lernt oder nicht, ob sie auf ihre Weise gLücklich ist oder nicht. Ich habe versucht Dir aufzuzeigen, wie Du vorgehen solltest.

Das Argument : "Kindesmutter, unserem Kind geht es schlecht bei Euch", bringt schlicht nichts. Und das weisst Du. Ein "Liebe Kindesmutter, Du bist sehr beschäftigt" (völlig egal, ob sie es ist). "Ich übernehme den Tag der offenen Tür der Schule X" ist eine Vorgehensweise, welche diplomatischer ist.

Eine direkte Konfrontation wird nichts bringen als Ärger, vor allem für das Kind.

Könntest Du eventuell geographisch näher an das Kind ziehen ? Wie wird das mit dem Schulwechsel sein ?

Falls Dir die langsame Methode Kopfschmerzen bereitet (Anstreben eines Wechselmodells etc), dann musst Du der Kindesmutter schriftlich einen Vorschlag unterbreiten, wie Du Dir die weitere Betreuung des Kindes vorstellst mit einer Frist zur Beantwortung. Falls sie nicht einverstanden ist, geht es zum Jugendamt, welches vermittelt und auch einen Bericht schreibt. Dann kommt es zu einer Gerichtsverhandlung bei der Du das ABR anstrebst. Das Kind wird angehört werden. Es wird einen Vefahrensbeistand haben. Alle sagen ihre Meinung, auch wenn es noch so belangloses Zeug ist : "wird es dem Kind bei Dir substantiell besser gehen als bei der Kindesmutter ?"

Ich meine (aus der Ferne), dass Du gute Karten hast ein Wechselmodell anzustreben ohne das ausdrücklich so zu sagen. Nach drei Jahren gelebtem Wechselmodell kannst Du dann auf das ABR klagen und das Wort des Kindes wird wirklich zählen. Will das Kind dann umziehen, dann macht es das mit den Füssen.

VG,
Tsubame.
« Letzte Änderung: 13. April 2018, 12:09:16 von Tsubame » Gespeichert
Simon81
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« Antwort #9 am: 13. April 2018, 14:55:19 »

Ahso, sorry, bin momentan wohl ein wenig Dünnhäutig was das Thema angeht! ;)

Mir ist schon klar das ich nicht mit der Holzhammermethode auf meine Ex zugehen sollte/darf...meine Ex hat andererseits auch schon das ein oder andere Mal angemerkt das sie genervt von unserer Tochter ist (ich vermute deshalb, weil sie mir im wesen recht ähnlich ist, ruhig, etwas sensibel, während meine Exfrau eher das gegenteil ist...ungeduldig, laut, eher etwas empathielos).
Vielleicht mach ich mir da auch zuviele Gedanken und meine Ex stimmt dem Umzug ja auch zu und ist erleichtert....prinzipiell ist was wahrscheinlich genau solange so bis ihr das finanzielle auffällt...

Das mit dem Wechselmodell ist momentan eher schwierig, da meine Freundin und ich hier echt gute Jobs haben und weder ich noch sie diese gerne aufgeben würden...zumal ein Neustart in der Nähe meiner Tochter allein schon finanziell gesehen ein Rückschritt wäre, wenn wir beide überhaupt vergleichbare Jobs finden würden. Wahrscheinlich wäre diese schriftliche Sache mit den Vorschlägen echt gut.

Meine Tochter ist gerade in der 4. Klasse. Momentan entscheidet sich, ob sie nach dieser, in die Realschule oder eine Mittelschule geht. Das heißt, die Klasse wird ja eh aufgelöst, die Kids auf verschiedene Schulen verteilt usw. Deshalb wäre der Zeitpunkt ganz günstig, bzw. günstiger sie aus einem bestehenden Klassenverband in einen anderen bestehende Klassenverband zu stecken. Zumindest sehen das ihre Lehrerin und ich das so.
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« Antwort #10 am: 13. April 2018, 15:07:55 »

Hallo,

wenn ihr beide gut verdient, dann mache doch der KM den Vorschlag, dass Deine Tochter bei Dir "Probewohnen" kann. Sprich KM bekommt das Geld und ihr das Kind.
Wenn das funktioniert, könnte Deine Tochter dann auf eine neue Schule in Deiner Nähe gehen.
Kampfpunkt bleibt dann mit Sicherheit das Geld, hier könntest Du ja auch anbieten, dass die KM während des Probewohnens den vollen KU bekommt (bis ca. 6 Monate) und dann immer noch das KG.

Wie soll dann der Umgang geklärt werden? Die KM wird wenig Interesse daran haben die Tochter zu holen und zu bringen. Vielleicht hilft hier auch ein Angebot Deinerseits.

Was Du aber auch brauchst ist ein Betreuungskonzept. Es klingt erst einmal einfach, dass die Tochter bei euch wohnt, die Räumlichkeiten gibt es bestimmt. Aber es ändert sich eben auch viel. Auf einer weiterführenden Schule ist zwar auch nachmittags Unterricht, aber wenn sie gegen 16:00 Uhr oder 17:00 Uhr nach Hause kommt, dann sollte in der Regel jemand da sein.

Mache einen Plan, besprich ihn mit Deiner Freundin und dann mit der KM. Vielleicht kannst Du Dir ja den Lebensmittelpunkt Deiner Tochter "kaufen". Wichtig ist aber ein schlüssiges Konzept.

VG Susi
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« Antwort #11 am: 13. April 2018, 15:13:59 »

hi,

naja, aber unter den AKTUELL gegebenen Voraussetzungen ist einer erweiterte Betreuung oder Hinarbeiten auf das WM die Variante, die mMn DEM KIND am besten entspricht.

Wie kannst du der KM vorwerfen, dass ein Umzug der Tochter zu dir an finanziellen Einwänden scheitern wird, deinerseits aber im selben Atemzug erklären, dass ihr beide am aktuellen Wohnort eure Jobs habt und beim Umzug (Voraussetzung für WM) einen finanziellen Rückschritt erleiden müsstet.

Du musst dich da schon entscheiden...Rosinenpicken is nicht.

Ich halte es nach wie vor für am besten wenn du zunächst die KM durch Wahrnehmung von Terminen schulischer Belange unterstützt (da muss sie ja bei GSR nicht zustimmen), mit der Tochter verstärkt lernst und auch Umgang unter der Woche wahrnimmst (**tsts - ID 2** auf die km, es geht um dein Kind) und auf ein WM hinarbeitest.

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Simon81
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« Antwort #12 am: 13. April 2018, 15:19:53 »

Das mit dem Betreuungskonzept ist mir bewusst und stellt auch kein Problem dar. Meine Freundin hat, durch die Arbeit beim Amt recht zementierte Arbeitszeiten und wäre nachmittags zuhause, ich bin in meiner Arbeitszeit bei meinem Arbeitgeber sehr flexibel. Zudem wohnen meine Eltern und meine Schwester (mit Ihrer, von meiner Tochter heißgeliebten Tochter ;) ) zwar nicht direkt in der Nachbarschaft, aber schon so in der Nähe das sie einen Notfall auffangen könnten. Die Cousine meiner Freundin wohnt, genau wie die Mutter meiner Freundin, im selben Ort, beide mag meine Tochter sehr gerne, und deren Unterstützung ist uns auch sicher. Also alles in allem wäre das sichergestellt.

Ich glaube auch das die Geldproblematik wirklich ausschlaggebend sein wird. Man könnte mich stur nennen, aber nachdem meine Exfrau die letzten 10 Jahre versucht hat jeden Euro aus mir rauszuquetschen fällt es mir schwer mich damit anzufreunden ihr den Kindsunterhalt zu zahlen, obwohl meine Tochter dann bei mir lebt. Meine Freundin und ich verdienen zwar beide ganz ordentlich, aber sicher nicht so gut als das ich ihr das Geld schenken würde.

Wir werden sehen, auf jeden Fall tut der Gedankenaustausch hier in dem Forum sehr gut.
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« Antwort #13 am: 13. April 2018, 15:22:36 »

Meine Tochter ist gerade in der 4. Klasse. Momentan entscheidet sich, ob sie nach dieser, in die Realschule oder eine Mittelschule geht. Das heißt, die Klasse wird ja eh aufgelöst, die Kids auf verschiedene Schulen verteilt usw. Deshalb wäre der Zeitpunkt ganz günstig, bzw. günstiger sie aus einem bestehenden Klassenverband in einen anderen bestehende Klassenverband zu stecken. Zumindest sehen das ihre Lehrerin und ich das so.

Hallo,

Klar ist der Zeitpunkt günstig.
Und nur Du kannst die Kindesmutter einschätzen. Falls Du meinst, sie würde einem Umzug zustimmen, kannst Du auch versuchen mit ihr zu reden. Ihr habt ja in all den Jahren, niemanden gebraucht um Eure Betreuungszeiten festzulegen.

Es kann aber auch sein, dass sie "austickt". Der böse Vater will ihr das Kind wegnehmen, welches sie sooo liebt. Und dann die Papazeiten boykottiert. Und die Tochter unter Druck setzt.

Nur Du allein kannst einschätzen, wie die Kindesmutter reagieren könnte. Ich würde auch versuchen, die Tochter zu schützen : "X hat geweint und mir und der Lehrerin gesagt, wie schrecklich es bei Euch ist", kommt nicht gut an.

Einen Umzug mit dem Schulwechsel zu begründen und mit der Mehrarbeit und dem Aufwand, welcher ein solcher für die Familie der Kindesmutter darstellt, wäre sicher ein guter Grund so einen Wechsel anzusprechen. Was das Finanzielle angeht, gibt es Kindesmütter, welche so einer Veränderung durchaus aufgeschlossen gegenüberstehen, wenn sie sich finanziell nicht einschränken müssen. Das kannst Du in Deine Überlegungen einbeziehen, wie weit Du Dir das leisten kannst.

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« Antwort #14 am: 13. April 2018, 15:34:09 »

Tatsächlich kann ich die KM in diesem Fall schwer einschätzen. Ihr Nutzen (weniger Ärger, ein Kind weniger um das man sich kümmern müsste) steht da im Gegensatz zu ihrem Schaden (Wegfall des KG und der KU).

Tatsächlich hatte meine Tochter aber wirklich Angst das ihre Mutter erfährt was wir bei dem Termin in der Schule besprochen haben und was sie gesagt hat. Zitat: "Ich krieg dann wieder nur Ärger wenn die Mama mitbekommt was ich euch erzählt habe" - Zitatende 

Die Lehrerin und ich haben uns darauf geeinigt das wir keine Gesprächsdetails an die KM weitergeben, erfahren das ich dort war hat sie aber..bzw wusste sie schon vorher von meinem Termin und war recht verwundert was ich dort will.

Ich glaube das ich gute Argumente habe, die auch meine Exfrau verstehen oder mir gar zustimmen würde...natürlich nur insgeheim ;)


Das mit den schulischen Terminen, dem Umgang und dem lernen funktioniert ja auch...aber ein richtiges WM werden wir nicht hinkriegen. Und da gehts mir nicht in erster Linie allein um den finanziellen Aspekt. Wir sind beide unbefristet eingestellt, und man mag es glauben oder nicht, aber das ist in unserer Region und in meiner Branche nicht sehr oft so. Und wie soll ich meiner Tochter ein gesichertes und ruhiges Umfeld bieten wenn ich jedes mal nicht weiß wie es nach der nächsten Befristungsschwelle beruflich und finanziell aussieht?
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« Antwort #15 am: 13. April 2018, 15:36:36 »

Hallo,

keine Ahnung wieso hier immer erweiterter Umgang und WM empfohlen wird. Sollte die Tochter in der momentanen Situation,
objektiv und nicht nur gefühlt, "untergehen" dann fehlt hier für solche Experimente ganz einfach die Zeit.
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« Antwort #16 am: 13. April 2018, 15:50:56 »

@Pegasus

nun kenne  wir hier aber auch nur die eine Seite (wie eigentlich immer in einem Forum).
Was denkst du, was mein Ex für Räuberpistolen über mich erzählt. Und deine Ex. Und alle anderen, egal ob m oder w.

Klar finden wir alle unsere Exen mehr oder weniger stulle.

Trotzdem ist es immer schwierig wenn gesagt wird,  ein ET ist komplett unfähig und dem ist alle egal (zumal, wenn es vorher jahrelang kein Problem war, dasselbe Kind genau bei diesem unfähigen ET aufwachsen zu lassen).

"Die Lehrerin und ich haben uns darauf geeinigt das wir keine Gesprächsdetails an die KM weitergeben, erfahren das ich dort war hat sie aber..bzw wusste sie schon vorher von meinem Termin und war recht verwundert was ich dort will. "

das empfinde ich komplett entgegen das Kindeswohl....gemeinsame Sache mit Lehrerin ohne Info an KM. Gerade JETZT müsste KM eine Einladung zu einem Gespräch erhalten.
Wenn sie das ausschlägt ist das ihr Ding aber dieses Gemauschel der Lehrerin mit einem Vater, der vorher nicht schulisch aktiv war wird nicht zielführend sein.

Zum Finanziellen habe ich alles gesagt, was ich sagen wollte. Ich bekomme aktuell keinen Unterhalt und finanziere uns alleine.

Geld ist für mich wirklich kein Argument (es sei denn, das Kind ist AKUT GEFÄHRDET).

Wasserfee

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« Antwort #17 am: 13. April 2018, 15:59:54 »

mein "einseitig" bezog sich darauf, dass ich für einen Rat gerne die Sicht von allen Beteiligten hören würde. Was natürlich in vielen Fällen nicht
geht.

Möglicherweise hat sich ja was mit der Geburt des zweiten Kindes geändert? Ist aber auch egal, weil besser späte Einsicht als nie. Und dann muss
man eben handeln.
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« Antwort #18 am: 13. April 2018, 16:04:13 »

Das kam jetzt vielleicht falsch rüber. Sicher wird die Mutter erfahren was da besprochen wurde, aber vielleicht nicht unbedingt im genauen Wortlaut. Ob die Lehrerin nochmal in Richtung meiner Ex aktiv wird weiß ich nicht. Zudem glaube ich nicht das es gut für das kindswohl ist der KM zu sagen, dass ihre tochter der lehrerin gesagt hat das sie sich daheim nicht wohlfühlt, vor allem wenn ihre mutter und ihr mann zuhause sind und dann meine Tochter dort wieder allein zu lassen. Ich bin mir sehr sicher das meine tochter dann dort echt keinen spaß mehr hätte.
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« Antwort #19 am: 13. April 2018, 16:31:42 »

Wie kannst du der KM vorwerfen, dass ein Umzug der Tochter zu dir an finanziellen Einwänden scheitern wird, deinerseits aber im selben Atemzug erklären, dass ihr beide am aktuellen Wohnort eure Jobs habt und beim Umzug (Voraussetzung für WM) einen finanziellen Rückschritt erleiden müsstet.

Du musst dich da schon entscheiden...Rosinenpicken is nicht.
Naja ...
Zum einen, durch die derzeitige berufliche Situation wird gerade eben auch der Kindesunterhalt bezahlt (berechnet), weiterhin wird davon auszugehen sein, dass die betreffende KM vermutlich auch keinen KU bezahlen wird (warum auch, ist ja Mutter) und damit würden alle Risiken auf Seiten des TE stehen. Ich sehe hier keine Rosienenpickerei!
Ein WM steht nicht zur Diskussion, da die Entfernung zu weit ist. Umziehen, mit allen finanziellen Risiken, evtl. auch das gar kein Job gefunden wird... Nein, da sind auch für mich zuviele Fragezeichen.
Selbst die von Susi vorgeschlagene Variante, dass volle 6 Monate der KU weitergezahlt wird und dafür ein Probewohnen vereinbart wird, würde mit zu weit gehen.

Also sollte tatsächlich ein Probewohnen vereinbart werden, dann könnte ich mir dies nur unter dem Aspekt vorstellen, dass die KM das KG voll behalten darf, aber nicht noch KU dafür bekommt.
Weiterhin würde ich schon raten, mit der Tochter entsprechende Gespräche zu führen. Denn wenn man sich dafür entscheidet, dann sollte sie schon dahinter stehen. Gleichzeitig muss ihr klar sein, dass die KM massiv auf sie einwirken wird. Da muss man sich halt entscheiden, was sie bereit ist durchzustehen, damit sich etwas verändert.

Was ich noch nicht ganz verstanden habe. Du schriebst in den letzten Beiträgen das ihr beide das ABR und gSR habt. In der Eingangsgeschichte berichtest Du aber, dass die KM das ABR beantragt hat und erhalten, damit dann nach Italien gegangen ist. Also würde ich eher meinen, dass die KM das ABR hat.
Allerdings, mit 10 Jahren wird sie entsprechend befragt werden und wenn sie überzeugend sich darstellen kann, kann das klappen. Auch würde ich mit dem JA kontakt aufnehmen. Aber wie es meist so ist, die "Fachleute" haben manchmal die geringste Ahnung und nehmen Aussagen von echten Bezugspersonen nicht so ernst.
Bei mir war es sogar so, dass die Schule eine Gefährdungsmeldung an das JA abgegeben hat und diese nie reagiert haben... ist jetzt 6 Jahre her. Hat auch keinen Fachmann/-frau gejuckt.

Gruß
Kasper
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Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge zu ertragen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
Tsubame
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« Antwort #20 am: 13. April 2018, 16:32:52 »


Tatsächlich hatte meine Tochter aber wirklich Angst das ihre Mutter erfährt was wir bei dem Termin in der Schule besprochen haben und was sie gesagt hat. Zitat: "Ich krieg dann wieder nur Ärger wenn die Mama mitbekommt was ich euch erzählt habe" - Zitatende 

Die Lehrerin und ich haben uns darauf geeinigt das wir keine Gesprächsdetails an die KM weitergeben, erfahren das ich dort war hat sie aber..bzw wusste sie schon vorher von meinem Termin und war recht verwundert was ich dort will.


Hallo,

Genau das meinte ich : Das Kind kann eben nicht frei vor der Mutter erzählen, wie es sich bei Mama fühlt. Es weiss, dass es sein kann, dass es dann gescholten wird. Genau diesen Freiraum solltest Du der Tochter bei Dir geben : Das Kind soll erzählen können, wenn es will, wie es sich fühlt. Sowohl die positiven Aspekte bei Euch und auch bei der Mutter (welche dann auch von Euch ohne Wertung angenommen werden sollten) und auch die negativen Aspekte. Dieses Erzählen soll eben nicht bewertet werden.

Anders als @Wasserfee meine ich, dass es ein Schlag ins Gesicht des Kindes wäre, wenn die Lehrerin und Du, dass Vertrauen, welche sie in Euch legt, dazu nutzen würdet, sie bei der Kindesmutter blosszustellen. Macht das nicht !

Hier geht es nicht um ein "Gemauschel" mit der Lehrerin. Die Kindesmutter hatte jahrelang Zeit mit der Lehrerin zu "mauscheln" bzw. sich über das Kind in der Schule zu informieren. Das tut sie aber nicht. Elternbriefe "gehen den Kindesvater" nichts an. Kooperation sieht anders aus. Dass die Kindesmutter "verwundert" ist, dass sich der Kindesvater jetzt informiert, ist ihr Problem : Ein Schulwechsel steht an. Da liegt es nahe sich auszutauschen.

Und es ist wichtig, dass das Kind finanziell wenigstens von einem Elternteil abgesichert wird. Ich finde es immer absurd, einem Vater oder einer Mutter vorzuwerfen, dass er oder sie arbeitet und Geld verdient und so zu tun als wäre das ein Klacks im Verhältnis zu der Betreuungsarbeit, welche der andere macht. Hier verdient die Mutter seit Jahren nichts. Das ist so, ohne Bewertung. Der Vater zahlt 500 Euro im Monat und finanziert das Kind , so wie es aussieht, alleine.

Ich hoffe, Du kannst Dir einen Plan zurechtlegen und hast das nötige Fingerspitzengefühl ihn umzusetzen.

Ich wünsche es Deinem Kind.

VG,
Tsubame.

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Simon81
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« Antwort #21 am: 13. April 2018, 19:07:55 »


Was ich noch nicht ganz verstanden habe. Du schriebst in den letzten Beiträgen das ihr beide das ABR und gSR habt. In der Eingangsgeschichte berichtest Du aber, dass die KM das ABR beantragt hat und erhalten, damit dann nach Italien gegangen ist. Also würde ich eher meinen, dass die KM das ABR hat.
Allerdings, mit 10 Jahren wird sie entsprechend befragt werden und wenn sie überzeugend sich darstellen kann, kann das klappen. Auch würde ich mit dem JA kontakt aufnehmen. Aber wie es meist so ist, die "Fachleute" haben manchmal die geringste Ahnung und nehmen Aussagen von echten Bezugspersonen nicht so ernst.
Bei mir war es sogar so, dass die Schule eine Gefährdungsmeldung an das JA abgegeben hat und diese nie reagiert haben... ist jetzt 6 Jahre her. Hat auch keinen Fachmann/-frau gejuckt.

Gruß
Kasper

Wir haben beide das ABR und das gSR. Ich war damals gegen die Auswanderung und der Richter meinte wenn wir uns nicht außergerichtlich einigen würden, würde er ihr das ABR zusprechen. So hab ich halt zähneknirschend zugestimmt, es gab keinen Urteilsspruch und ABR und gSR blieben wie es war.

Danke für euren Zuspruch!
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« Antwort #22 am: 13. April 2018, 19:10:10 »

Hi,

kann mich Tsubame nur anschließen: Das Kind vertraut darauf das euer Gespräch bei der Lehrerin nicht an die Mutter getragen wird. Das muss dann auch so sein wenn ihr das versprochen wurde. Sonst ist hier ein massiver Vertrauensbruch und das geht nicht!

Was mit der Mutter aber durchaus besprochen werden könnte wäre, dass Kind mehr Ruhe und Begleitung bei den Hausaufgaben braucht. Das ist ein sachlicher Punkt. Wenn ihr das zuviel ist kannst du ja anbieten das zu übernehmen, das das Kind aber dazu während der Schulzeit bei dir wohnen muss. Viel Zeit in den Ferien bei Mama und Wochenendumgang nach Wunsch anzubieten schadet auch nicht.

Die Idee mit dem Probewohnen finde ich nicht schlecht. Allerdings würde ich erstmal nicht anbieten weiter Unterhalt zu zahlen. Der KM vorzurechnen das sie das Kindergeld behalten kann und keinen Unterhalt zahlen muss, während sie ja keine Ausgaben für das Kind hat, macht unter Umständen Sinn.

Aber erstmal musst du das Kind fragen ob es überhaupt zu dir möchte.
Dann mit der KM sprechen ob sie dem zustimmen würde.
Und dabei ausloten was ihre Bedingungen wären.

Geld allein macht nicht glücklich, also würde ich in dem Bereich - wenn du dadurch ihre Zustimmung bekommst - auf sie zugehen. Eine Regelung die jetzt getroffen wird muss ja auch nicht für immer gelten.

LG
Nadda
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« Antwort #23 am: 15. April 2018, 08:22:21 »

Moin.
Schade, schade das ein WM nicht möglich ist aufgrund der Entfernung und (derzeit) keine Möglichkeit besteht, diese Vorausetzungen zu schaffen. Denn ein WM wäre objektiv gut zu verargumentieren - wer kann schon was dagegen haben, dass das Kind gleichberechtigt beider Eltern erleben darf!??!

Du scheiterst am Thema Kontinuität. Das Verhältnisse bei den Elternteilen unterschiedlich sind, ist klar. Subjektiv wird ein ET immer die Verhältnisse bei sich besser sehen. Auch objektiv mag ein Vorteil bei Dir liegen, doch solange die Umstände nicht kindeswohlgefährdend bei der KM sind, hast Du m.E. schlechte Chance hier kfr (also zum Schulwechsel) etwas gegen den Willen der KM zu ändern.

Deshalb:
Sind die Zustände bei der KM derart schlimm, dass einen KWG vorliegt/ vorliegen könnte, dann musst Du Dir externe Hilfe holen (Schule, die wird sich aber vermutlich nicht positionieren; dann eben JA). Eins Vorweg: Nicht-optimale schulische Förderung bzw. kein eigener Schreibtisch zu Hause ist da noch zu wenig. Dh Du bist im Dilemma, dass Du auf KWG (was schlimm fürs Kind ist) hoffen musst, um Chancen zu haben, das Kind zu Dir zu holen. Oder hoffen das alles eben "nicht so schlimm ist", keine KWG vorliegt und Du m.E. keine Chance hast, das Kind zu Dir zu holen.

Dh Du musst die KM überzeugen, dass das Kind bei Dir besser aufgehoben hat. Wenn Du es Dir leisten kannst (und willst), dann biete ihr an, dass sie (vorrübergehend) finanziell nicht schlechter gestellt ist, großzügig Umgang bekommt (den Du auch gerne organisatorisch/ finanziell unterstützt). Und versuche ihr positiv zu verkaufen, dass sie Zeit für das kleine Kind, für ihre Beziehung, für sich gewinnt. Das klingt jetzt ziemlich desilluslinierend, aber anders kommst Du m.E. da nicht dran.

Alternativ und vermutlich einfacher umzusetzen: Du weitest Umgang deutlich aus, bringst Dich (noch) mehr als bisher in das Leben des Kindes ein, bist auch in Schule etc präsent sein und Urlaub, Feiertag und Brückentage maximal ausweiten. Zeitlich (und damit quantitativ) kommt das schon fast an ein WM dran, was Du qualitativ draus machst, liegt bei Dir, finanziell wird sich nichts ändern. Deshalb glaube ich, ist das ein Modell, bei dem die KM mitmachen kann. Und wenn nicht, eines, für das erfolgsaussichten bestehen, wenn es zu einem Kampf (JA, Gericht) kommt. Und Zeit spielt für Dich, das Kind wird älter und kann zunehmend mit- und später dann selbst entscheiden, wo es leben will. Hilft aber nicht unmittelbar.

Gruß, toto
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