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vatersein.de - Forum 18. August 2019, 21:39:18 *
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Autor Thema: KM will das alleinige Sorgerecht  (Gelesen 4129 mal)
rentier
Frischling

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 5


« am: 01. April 2018, 15:45:33 »

Moin zusammen,

folgendes bereitet mit Probleme.

Ich bin seit 4 Jahren geschieden, unser Sohn ist alle 14 Tage übers We und jeden Mittwoch bei mir.
Zusätzlich immer die Hälfte der Ferien.

Er ist nun 13 Jahre alt und wir haben ein tolles Verhältnis.

Sohn und KM streiten sich sehr oft, sodass er vor 4 wochen von ihr aufgefordert wurde seine Koffer zu packen und zu mir gehen.

Dies tat er dann und ich holte ihn ab. Alles ohne Kommunikation zwischen mir und der KM.

Der Sohn teilte seiner Mutter mit er brauche eine Auszeit und bliebe 1 bis 2 Wochen bei mir.

Nun ist er aber schon 4 Wochen bei mir und fühlt sich wohl. Er will aber nächste Woche zurück um auszuprobieren , ob er wieder mit seiner Mutter klar kommt.

Gestern erhielt ich Post vom Familiengericht, KM beantragt das alleinige Sorgerecht und ABR, weil ich das Kind angeblich festhalte und manipuliere.

Außerdem ist zwischen mir und der KM keine Kommunikation mehr vorhanden.

Wie soll ich mich nun verhalten?

Viele Grüße
Rentier
Gespeichert
TotoHH
Spezialgruppe
*****
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 3.341


« Antwort #1 am: 01. April 2018, 16:44:13 »

Moin,

also grundsätzlich ist anzumerken, dass die Hürde für den Entzug des SR recht hoch ist. Und mit 13 Jahren wird das Kind idR auch schon angehört. Also, wenn die Vorwürfe der KM nur ihrer Fantasie entsprechen und evtl. die Aufforderung zum Koffer packen sogar noch dokumentiert werden kann (gab es wirklich keine Kommunikation dazu zw. Dir und KM? oder evtl. zw. KM und Kind?) dann würde ich mir keine Sorgen machen. Evtl. aber einen fachanwalt einschalten, um keinen Fehler zu begehen.

Immer wieder verblüffend was KMs einfällt, wenn sie vorher das Kind vor die Tür gesetzt haben?!?

toto
Gespeichert
rentier
Frischling

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 5


« Antwort #2 am: 01. April 2018, 17:26:03 »

Moin,

es ist dokumentiert, den ihr Anwalt hat dies auch dem Gericht so mitgeteilt.

" Die KM sagte dem Kind, es soll seine Koffer packen und zum Vater gehen"

Dann aber begründet der Anwalt, das die KM davon ausginge, das der Sohn nach kurzer Zeit wieder zurückkommen würde.
Da dies nicht der Fall war, wird mir manipulation und der Versuch unterstellt, unseren Sohn dauerhaft bei mir behalten.

Gruß
Rentier


Gespeichert
rentier
Frischling

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 5


« Antwort #3 am: 01. April 2018, 17:47:18 »

Ich muss vielleicht noch weiter beschreiben.

KM und Sohn haben seit der Trennung immer wieder heftige Streitigkeiten gehabt, wo sie ihm schon öfter androhte , dass wenn er einmal zu mir gehen würde, er niemals zurückkommen bräuchte.

Sind allerdings Aussagen vom Sohn per Whatsapp an mich.

Diesbezüglich sucht die KM schon seit Jahren regelmässig Kontakt zum JA.
Anfänglich ging ich auch zu den Gesprächen beim JA.

Musste dann aber feststellen, das die JA Tante, von mir verlangte, das ich doch der KM helfen solle, indem ich Einfluss auf den Sohn nehme, damit er sich besser mit der KM verstehen solle.

Als ich dann sagte, scheinbar braucht unser Sohn mehr Zeit bei mir, weil ich im Schulalltag keine Probleme mit ihm habe.

Sagte die JA Tante, sie haben doch schon mehr Umgang als üblich.

Da war der Drops für mich gelutscht und seitdem verweigere ich die Kommunikation mit dem JA.


Nun war aber die KM natürlich bei der JA Tante und hat der KM den Schritt zum Anwalt und zum Gericht geraten.
Diesbezüglich der Satz vom Anwalt, " Der einzuholende Bericht vom JA , wird ergeben, das die Übertragung der elterlichen Sorge auf die KM dem Wohl des Sohnes am besten gerecht wird.

Gruß

Gespeichert
nadda
Spezialgruppe
*****
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 1.280


« Antwort #4 am: 01. April 2018, 17:50:33 »

Hi,

da euer Sohn schon 13 ist wird er gehört und das war er sich wünscht hat auch einiges an Gewicht.

Offenbar will die KM ihre "Macht" nicht verlieren, allerdings hat sie durch den Gang zum Gericht, ohne vorher
mit dir zu sprechen auch etwas los getreten das unter Umständen ganz anders ausgeht als sie es sich wünscht!

Euer Sohn wird in diesem Verfahren gehört werden, und am Ende wird aller Wahrscheinlichkeit nach nur über das ABR
entschieden. Dazu muss es nicht  einmal einem Elternteil entzogen werden, oft wird einfach festgelegt wo das
Kind lebt und gut ist.

Aber da jetzt alles neu gewürfelt wird, könntest du dir mit deinem Sohn auch überlegen ob er es sich prinzipiell anders wünscht.

Z.B. gäbe es ja die Möglichkeit eines Wechselmodells, eine Woche bei Mama eine Woche bei dir. Oder die Möglichkeit das er ganz
bei dir bleibt.

Wenn er selbstbewusst sagen kann was er sich wünscht, und dazu dann auch steht wenn er von Richter oder Verfahrensbeistand
befragt wird, kann er vermutlich mit entscheiden wo er in Zukunft lebt. Diese Entscheidung für ein paar Wochen bei dir zu leben
und dann zu prüfen ob es bei KM wieder besser läuft lässt zumindest darauf schließen das er schon weis was er will, oder eben auch
nicht will.

Die große Preisfrage ist nun wie man am geschicktesten vorgeht. Du sprichst gar nicht mehr mit deiner Ex? Am naheliegendsten
wäre ja ein Gespräch zu dritt. Du könntest um ein Vermittlungsgespräch beim JA bitten. Im Vorfeld auch mit eurem Sohn erstmal
alleine sprechen und ihm sagen das KM gerne eine feste Regelung möchte wo er ab jetzt lebt, das sie das übers Gericht versucht
würde ich ihm nicht sagen, das darf gerne jemand vom Amt übernehmen. Sonst wird dir das im blödesten Fall noch als  "Beeinflussung"
ausgelegt.

Wenn du ihm nur kurz sagst das KM eine feste Regelung will, hörst du wie er sich das vorstellt. Du könntest ihm dann auch anbieten
ein Gespräch zu dritt zu führen in dem er seine Wünsche sagen kann.
Sinn macht bei so einem Thema ein Moderator. Da das Gericht schon mit einbezogen ist, würde ich da zum JA gehen, weil es sich
sowieso dieser Sache annehmen muss wenn es vors Gericht geht. Auch wenn die JA Tante doof ist. Am Ende entscheidet ein Richter,
und der wird sich das gut überlegen ein Kind zur Mutter zu schicken das da nicht hin will. Ich traue mich sogar zu sagen die JA Tante
wird sich überlegen was sie in ihren Bericht schreibt wenn das Kind nicht mehr zurück will. Vor allem wenn das Kind ihr erzählt das
Mama es rausgeworfen hat, Mama schon öfter gesagt hat das er nicht zurückkommen darf wenn er mal bei Papa war usw. Sorry,
das ist emotionale Erpressung und geht halt nun  mal gar nicht.

Und ich würde ihn nicht zu ihr zurückgehen lassen bevor du mit ihm gesprochen hast, denke das wäre strategisch unklug, für den
Fall das er doch ein Wechselmodell oder einen Wohnsitz bei dir bevorzugen würde. Wenn er so selbstbewusst ist wie unser 13jähriger,
dann kann man seine Meinung aber sowieso nicht ignorieren.

Abgesehen davon kann man einen 13 Jahre alten Jungen nicht vor die Tür setzten und hinterher meinen alle Rechte der Welt zu haben!

LG
Nadda
Gespeichert
rentier
Frischling

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 5


« Antwort #5 am: 01. April 2018, 18:15:15 »

Danke für eure Antworten.

Sohnemann und ich hatten eine recht schöne Zeit die letzten 4 Wochen, davon 3 wochen Schule und eine Woche urlaub an der Ostsee.

Bis ich gestern den Brief erhielt und mit ihm darüber sprach, seitdem ist er sehr traurig, was die KM nun will.
Er versteht nicht warum sie das macht und will es nicht.

Er sagte , ich will doch nur das alles so bleibt und ich mir aussuchen kann wann und bei wem ich wohnen will.

ich habe doch nun schon länger 2 zuhause.

Er hat wohl auch schon mit seiner Mutter geschrieben, und sie hat ihm gesagt, das sich für ihn nichts ändern würde.

Kommunikation mit der KM ist fast nicht vorhanden.
Gespräche sind ohne Unterstellungen und Beleidigungen nicht mehr möglich.

Daher sehe ich davon ab, habe ihr aber mitgeteilt, das sie mich jederzeit wenn es um die Belange unseres Sohnes geht, per Mail oder Whatsapp erreichen kann.

Macht sie aber nicht.


Gruß
Rentier


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Susi64
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 4.116


« Antwort #6 am: 01. April 2018, 19:51:50 »

Hallo,

auch wenn ein 13jähriger angehört werden sollte und er sebstverständlich Wünsche äußern kann, solltest Du ihm auch klar machen, dass die Eltern klären, wo er wann ist.

Die Sache ist doch die, dass es irgendwann auch mal Spannungen bei Dir geben wird und dann ist es halt bei Mama kuschliger, sprich das Kind spielt Euch gegen einander aus. Das solltest Du bei der ganzen Sache bedenken.
Es würde auch nicht schaden doch noch einmal um Vermittlung bei JA zu bitten. Ob dabei etwas sinnvolles herauskommt ist eine andere Frage, es zeigt aber, dass Du an einer Lösung des Problems interessiert bist und letzlich ist es nicht im Interesse des Kindes sich für ein Elternteil entscheiden zu müssen.
Die Eskalation der Situation hat die KM zu verantworten, aber trotzdem ist es auch in ihrem Interesse eine Einigung zu erreichen.

So wie es jetzt aussieht wird es ein langwierige Sache vor Gericht, auch wenn die KM das zunächst nicht glauben wird. Du solltest guten Willen und Konsequenz zeigen, aber auch die Gesamtsituation im Blick behalten.
Im Moment ist Deine Position nicht gut, da Du der Umgangselternteil bist und das JA sich vermutlich gegen Dich positioniert. Deshalb würde ich dazu raten zuminest zu versuchen mit dem JA in Kontakt zu kommen und Deine Position dadurch zu stärken. Das Wort Wechselmodell würde ich vermeiden, aber Du könntest im Interesse des Kindes sehr wohl eine Ausweitung des Umgangs anstreben.

VG Susi
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Tsubame
_Tsubame
***
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 558


« Antwort #7 am: 01. April 2018, 20:42:14 »

Hallo,

Ich fasse zusammen.

KM wirft den Sohn aus dem Haus und sagt er solle beim Vater unterkommen.
Dieses Mal nimmt der Sohn die Mutter beim Wort und geht zum Vater. Er verabredet mit der Mutter eine Auszeit.
Die KM hat nicht mit der Reaktion des Sohnes gerechnet und geht nun vor Gericht : Du hältst den Sohn gegen seinen Willen gefangen.
Der Sohn erfährt, was die Mutter vorhat und versteht die Welt nicht mehr. Von ihm angeschrieben, schreibt die Mutter dem Sohn, dass sich für ihn durch ihre Aktion vor Gericht nichts verändert.Huch?? Für wen also ? Es sollte doch um das Kindeswohl gehen ? Warum macht sie also den Stress ?

Du solltest mit dem Sohn ruhig über seine Wünsche sprechen und darauf vor Gericht hinarbeiten. Mit einem guten Anwalt.

Was der Anwalt der KM schreibt, ist egal. Er hat keine Glaskugel und kann nicht in den Sternen lesen. Falls das JA einen Bericht erstellt, ohne Dich und den Sohn gehört zu haben, würde ich das klar vor Gericht sagen.

Falls Du auf die dumme Mitarbeiterin beim JA triffst, weise sie im geeigneten Moment charmant auf das Urteil des BGH vom Februar 2017 hin, in dem es klarstellt, dass es bei der Betreuung nichts Übliches gibt, d.h. es gibt kein "Leitmodell"  (steht so im Urteil).

Der Sohn wird angehört werden. Da er ein intelligentes Bürschchen ist, sollte er genau das sagen, was er denkt : ich habe schon seit längerem zwei zu Hause.
VG,
Tsubame

 

Gespeichert
rentier
Frischling

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 5


« Antwort #8 am: 02. April 2018, 14:51:22 »

Moin zusammen,

ich muss dem Gericht eine schriftliche Stellungnahme zukommen lassen, weil die KM Verfahrenskostenhilfe beantragt hat.

Was schreibe ich da wohl am besten?

Gruß
Rentier
Gespeichert
nadda
Spezialgruppe
*****
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 1.280


« Antwort #9 am: 02. April 2018, 21:30:32 »

Hi,

da du keinerlei Erfahrung mit Familiengerichten hast nimm dir bitte einen Fachanwalt für Familienrecht.
Ja, das kostet dich unter Umständen etwas, aber einen Fehler zu machen und am Ende das Sorgerecht
zu verlieren wäre die deutlich miesere Option.

Der Anwalt schreibt dir dann das passende Schriftstück und gut ist. Unter Umständen kannst du ebenfalls
Verfahrenskostenhilfe bekommen, auch hier fragst du den Anwalt.

Im Prinzip wird jetzt hier geprüft ob der Antrag der Mutter berechtigt ist, wenn du hier richtig antwortest
könnte sich das ganze mit etwas Glück recht schnell erledigen. Nämlich dann, wenn der Mutter mitgeteilt wird,
dass sie wegen mangelnder Aussicht auf Erfolg keine Verfahrenskostenhilfe bekommt.

Genau deshalb ist es aber total wichtig das richtige zu schreiben. Und falls es vor Gericht geht ist es erst
recht wichtig das richtige zu schreiben - eben weil das dann in der Gerichtsakte hängt.

Es macht Sinn wenn der Anwalt sich am zuständigen Gericht auskennt. Wir erleben immer wieder das von
Gericht zu Gericht auch unterschiedliche Arbeitsweisen üblich sind.

Also, ab zum Anwalt.

LG
Nadda

P.S. Die Kosten kann man nicht wirklich sicher abschätzen, aber da das ganze mit etwas Glück beim
Amtsgericht beendet wird und ein Gutachten wohl auch extrem unwahrscheinlich ist,
rechnest du mal mit 600 - 800€ mit allem drum und dran.

Wenn es nur um den VKH Antrag geht wird es deutlich billiger.
Und wie hat erst kürzlich ein Anwalt einem Vater hier aus dem Forum erklärt:
Den VKH Antrag gleichzeitig mit dem Antrag bei Gericht einzureichen erweckt den Eindruck das einem der Antrag nicht so wichtig ist,
weil man, so man dann keine VKH bekommt, einfach zurückziehen kann.
Gespeichert
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