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vatersein.de - Forum 22. September 2018, 09:36:21 *
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Autor Thema: Antrag auf Umgang / Angst / Tipps  (Gelesen 3710 mal)
Tom821
Schon was gesagt
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Beiträge: 20


« am: 05. März 2018, 23:38:28 »

Hallo liebe Forumianer,

ich muss sagen, ich lese schon lange hier mit, habe aber noch nie was gepostet. Daher erstmal herzlichen Dank an die sehr engagierten User hier, ich konnte schon einige wertvolle Tipps mitnehmen.

Nun ganz kurz zu mir: ich bin 35 Jahre alt, leben in Dortmund und habe eine 7-jährige Tochter. Die KM und ich haben uns früh getrennt, da sie mich betrogen hat. GSR vorhanden. Kontakt / Verhältnis ist gut, sie hat bei mir ihr Kinderzimmer (ich lebe mit meiner langjährigen Partnerin zusammen) und hat die Zeit und die zahlreichen Unternehmungen bei mir bis vor ein paar Monaten sehr genossen.

Seit der Geburt meines Engels habe ich Kontakt zu ihr gehabt, sie war regelmäßig bei mir etc. KM und Tochter leben in Essen, also einige Kilometer entfernt. In letzter Zeit gibt es leider einige Probleme, die Kleine weigert sich partout zu mir zu kommen und möchte mich nicht sehen. Da sie von der Mutter beeinflusst wird, habe ich nun endlich eine gerichtliche Umgangsregelung beantragt. Auch mit dem JA gab es davor bereits Gespräche, die zu nichts geführt haben.  Dieses machte einen vernünftigen Eindruck, ich weiß JA aber einzuordnen.

Nun bahnt sich der Gerichtstermin an und ich habe einfach nur Angst. Seit 3 Monaten sehe ich meine Prinzessin nur noch sehr wenig / nicht mehr, da mir die Hände gebunden sind. Ich kenne die Rechtslage und weiß auch, dass Richter mal so und mal so entscheiden. Der Herr vom JA sagte mir, die Kleine wäre zerrissen, die Situation wäre verfahren und Druck oder Zwang würden dem Kind jetzt nicht helfen. Druck auf die KM übt das JA nicht aus, offensichtliche Beeinflussung wird bei einem Kaffeekränzchen zwischen KM und JA heruntergespielt.

Ebenso ist mir bekannt, dass hier niemand sagen kann, wie das ganze ausgeht. Trotzdem bin ich über jeden Tipp dankbar, da viele von euch schon einmal in so einer Situation steckten. Was muss ich beim Verfahrensbeistand platzieren? Wieviel „Druck“ ist gesund?

Ich kenne mein Kind und weiß, dass sie vor einem Richter nicht sagen wird, dass sie zu mir mag. Ich glaube sie ist sogar so weit, dies nicht mehr zu wollen. So hat sie es auch dem Herren vom JA geschildert. Allerdings immer ohne Angabe von Gründen, wobei auf einmal meine Partnerin ein Problem sein soll (die beiden haben bis vor einigen Monaten zusammen gebadet und gekuschelt und die kleine ist meiner Partnerin sogar beim Hände waschen hinterher gelaufen).

Mir würde es sehr helfen, wenn ihr hier eure Erfahrungen beschreibt. Ich habe schon viel im Forum gelesen, trotzdem komme ich irgendwie nicht weiter und finde keine Ruhe.

Ich grübele jede Nacht und schlafe kaum noch. Was ist der Worst Case? Sehe ich meine Tochter vlt. Jahre nicht? Eltern oder Alternative habe ich keine mehr, wir stehen ganz alleine da.

Wie oft kommt es vor, dass tatsächlich eine Umgangssperre verhängt wird? Wie lange gilt diese in der Regel? Wie geht es dann weiter. Schaut der Richter beim nächsten Antrag dann, ob die Kleine auf einmal von ganz alleine trotz ihrer aufhetzenden Mutter zu mir möchte?

Oder muss schon viel schieflaufen, damit es dazu kommt?

Ist eine Umgangspflegschaft in solchen Fällen nicht eher die Regel, wenn Bindung zwischen Vater und Tochter da ist?

Ihr seht es, die Hoffnung auf eine Lösung wie: „ab nächste Woche kommt die Kleine alle zwei Wochen, basta“ habe ich aufgegeben. Zu recht?

Sorry für die Gedanken, ich freue mich über jede unterstützende, aber unbedingt ehrliche Antwort.

Euer Tom
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der Frosch
Rege dabei
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« Antwort #1 am: 06. März 2018, 00:34:04 »

Hallo Tom
Ich weiß nicht ab das auf Deine Ex zutrifft, aber für mich hört sich das so an als ob sie sich Richtung Pas  Syndrom entwickelt. Das kannst aber nur Du beurteilen. Wenn das Deiner Meinung nach zutrifft würde ich den Verfahrenspfleger und über Deinen Anwalt das Gericht darauf aufmerksam machen. Ob dieses hilfreich ist können andere hier im Forum mit Sicherheit besser als ich beurteilen und uns dann hoffentlich an Ihren Erfahrungen damit teilhaben lassen.

LG der Frosch
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Tsubame
_Tsubame
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« Antwort #2 am: 06. März 2018, 08:15:55 »

Hallo Tom,

Willkommen im Forum.

Vielleicht habe ich es überlesen. Warum weigert sich das Kind plötzlich nach sieben Jahren regelmässigen Papazeiten zu Dir zu kommen ? Was könnte der Auslöser sein ? Warum manipuliert die Kindesmutter jetzt ? Gibt es irgendeine Veränderung ? Neuer Partner ? Geburt ? Geld ? Weiterer Umzug geplant ?

VG,
Tsubame.
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Tom821
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Beiträge: 20


« Antwort #3 am: 06. März 2018, 08:42:42 »

Hallo Tom
Ich weiß nicht ab das auf Deine Ex zutrifft, aber für mich hört sich das so an als ob sie sich Richtung Pas  Syndrom entwickelt. Das kannst aber nur Du beurteilen. Wenn das Deiner Meinung nach zutrifft würde ich den Verfahrenspfleger und über Deinen Anwalt das Gericht darauf aufmerksam machen. Ob dieses hilfreich ist können andere hier im Forum mit Sicherheit besser als ich beurteilen und uns dann hoffentlich an Ihren Erfahrungen damit teilhaben lassen.

LG der Frosch

Vielen Dank Frosch. Mir sagt PAS natürlich auch was, allerdings bin ich mir nicht sicher, ob dies a) von JA / Beistand / Gericht als Argument PRO Umgangaserzwingung (ich nenne es mal so) akzeptiert wird und b) überhaupt thematisiert werden sollte. Man läuft mmn. Gefahr, böse bei den Verfahrensbeteiligten aufzustoßen, wenn man die Mutter in diese Ecke stellt, dass sie das Kind entfremdet (auch wenn dies so ist). Hier könnte also auch Vorsicht geboten sein. Ich habe keinen Plan.

Hat jemand speziell dazu Erfahrungen?

Was ich mich auch frage: wenn ein Kind "gestört" ist, hilft dann aus gerichtlicher Sicht ein Erzwingen des Kontaktes mit dem Vater? Könnte auch in die Hose gehen...

Herzlichen Gruß
Tom
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Tom821
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« Antwort #4 am: 06. März 2018, 08:51:21 »

Hallo Tom,

Willkommen im Forum.

Vielleicht habe ich es überlesen. Warum weigert sich das Kind plötzlich nach sieben Jahren regelmässigen Papazeiten zu Dir zu kommen ? Was könnte der Auslöser sein ? Warum manipuliert die Kindesmutter jetzt ? Gibt es irgendeine Veränderung ? Neuer Partner ? Geburt ? Geld ? Weiterer Umzug geplant ?

VG,
Tsubame.

Hi Tsubame, vielen Dank auch Dir. Es ist so, bereits seit der Geburt verlief das Verhältnis zwischen KM und mir schleppend. Wir hatten viele Diskussionen, JA- und Beratungsbesuche u.s.w. Sie kam nie darüber hinweg, dass ich Sie verlassen habe (nach Fremdgehen). Deshalb hegt sie einen Groll. Als die Kleine noch jünger war, habe ich mich einfach durchgesetzt, in letzter Zeit (sie ist im Sommer in die Schule gekommen) war es dann nochmal schwieriger. Ausschlaggebendes Ereignis für die Endphase des Stresses war, dass meine Tochter mich missverstanden hat und "verarscht" und überredet gefühlt hat in einer Umgangssituation. Diese Situation war nicht dramatisch, wurde von der KM jedoch gnadenlos ausgeschlachtet. Habe meine Tochter danach noch mehrere Male gesehen, allerdings wollte sie partout nicht mehr mit nach Dortmund, wenn ich sie abgeholt habe.

Herzliche Grüße
Tom
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82Marco
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« Antwort #5 am: 06. März 2018, 08:56:05 »

Servus Tom!
Was ich mich auch frage: wenn ein Kind "gestört" ist, hilft dann aus gerichtlicher Sicht ein Erzwingen des Kontaktes mit dem Vater? Könnte auch in die Hose gehen...
Ich denke, Du wirst ein Kind zu nichts zwingen könne, wenn es dies auf keinen Fall nicht möchte. Natürlich hast auch Du ein Recht auf Umgang, natürlich sollte KM dies auch fördern ... so viel zur Theorie.

Grüßung
Marco
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Mit einem Lächeln zeigst Du auch Zähne!
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Ob ein Vorhaben gelingt, erfährst Du nicht durch Nachdenken sondern durch Handeln!
Tom821
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« Antwort #6 am: 06. März 2018, 09:20:47 »

Servus Tom!Ich denke, Du wirst ein Kind zu nichts zwingen könne, wenn es dies auf keinen Fall nicht möchte. Natürlich hast auch Du ein Recht auf Umgang, natürlich sollte KM dies auch fördern ... so viel zur Theorie.

Grüßung
Marco

Hi Marco, nun ja, es ist ja nicht so, dass die Kleine eine Abneigung gegen mich hätte. Wir haben bis vor einigen Monaten immer sehr schöne Zeiten zusammen gehabt, sie fühlt sich bei mir sehr wohl, wir haben viel unternommen etc. Ich denke schon, dass zwischen "Kind möchte nicht, weil es Papa einfach nicht mag" und "Kind möchte nicht, weil es nachweislich negativ beeinflusst wird, hat aber eigentlich ein gutes Verhältnis zu Papa" differenziert wird. Verstehe den Hintergrund deiner Aussage nicht ganz. Ich bitte Euch natürlich um ehrliche Antworten, aber der Post klingt wie eine pauschale "Väter-haben-und-bekommen-ihre-Rechte-Nicht-Schelte". Hattest Du einen ähnlichen Fall?

Herzliche Grüße
Tom
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82Marco
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« Antwort #7 am: 06. März 2018, 09:36:30 »

Servus Tom!
Nein, nein...keine Schelte.
Ich meinte, man könnte im Rahmen DEINES Umgangsrechtes schon versuchen, dass Kind zur Wahrnehmung zu verpflichten. Nur wenn das Kind (von sich aus) warum auch immer nicht zu Dir will, geht das wahrscheinlich in die Hose.

Grüßung
Marco
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« Antwort #8 am: 06. März 2018, 09:45:40 »

Hallo,

das Grundproblem ist doch, dass Du wenn Du zum Umgang erscheinst ein Kind vorfindest, dass auf gar keinen Fall mitkommen will. Was machst Du dann? Wieder gehen? Polizei rufen?

Sprich die Schuldfrage bringt Dich hier nicht weiter, es muss darüber nachgedacht werden wie man es schafft, dass ein Umgang stattfindet. Hier wäre ein gangbarer Weg eine Umgangspflegschaft, d.h. eine dritte Person, die das Kind abholt und zu Dir bringt und ggf. auch wieder zurück.
Dazu müsstest Du zunächst das JA (was Du getan hast und was zu nichts geführt hat) oder auch eine andere Einrichtung, die bereit ist eine solche Umgangspflegschaft zu übernehmen, einschalten und Dein Umgangsproblem schildern. Letzlich wird dafür auch die Kooperation der KM erforderlich sein.
Ob es dann ohne Einschaltung des Familiengerichts funktioniert ist schwer zu sagen.

Umso länger Du wartest um so schwieriger wird die Situation.

VG Susi
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« Antwort #9 am: 06. März 2018, 11:39:46 »

Druck auf die KM übt das JA nicht aus, offensichtliche Beeinflussung wird bei einem Kaffeekränzchen zwischen KM und JA heruntergespielt.

Guten Tag,

solche Tendenzen höre ich immer gerne aus den "Ruhrgebietstädten". Das wundert mich nicht. Ein Stück ist das auch die langjährige rot-verblendete Politik in den Verwaltungen. Das nur nebenher.

Nach dem durchlesen deines Threads, ist bei mir der gleiche Gedanke wie bei Susi aufgekommen: Umgangspflegschaft.

Wo liegt sonst die Alternative? Dass das Kind lange oder für immer keinen Kontakt zum Vater hat? Klar ist auch, dass deine Tochter keine Gründe vorbringen kann warum sie nicht zu dir möchte. Das ist oft ein Indiz für einen Loyalitätskonflikt, den deine Tochter mit sich austrägt. Es fühlt sich gegenüber der Mutter falsch an, zum Vater zu gehen und sie weiß das nicht zu beschreiben. Das ist mit einem Ausdruck zu erklären: Schuld! Dem Kind wird erklärt wie traurig und einsam die Mama ist, wenn es beim Vater verweilt. Das Kind fühlt sich schuldig und sorgt sich um den Elternteil wenn er alleine ist. Auch das wird von Kindern meist nicht genannt und von den entsprechenden Elternteilen ausgenutzt.
Möglich ist auch, dass der Richter euch zur Familienberatung schickt. Ob es sinnvoll ist stelle ich in Frage. In der Regel wollen solche Mütter weniger beraten werden sondern das Ziel der Entfremdung weiter ausüben..
Das was du durchmachst kenne ich fast wie eine Blaupause aus meinen eigenen Erfahrungen. Ich könnte dazu noch vieles schreiben, klar ist für mich persönlich, dass der Eindruck erweckt wird, dass die Mutter, wie du selber beschreibst nie über die Angelegenheit hinweg gekommen ist und das über das Kind ausfechtet.

Hast du in der Sache einen Rechtsbeistand?
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Tsubame
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« Antwort #10 am: 06. März 2018, 11:55:25 »

Hallo,

Dann gab es also ein Ereignis, welche die Situation zum Kippen brachte.

Du solltest wissen, dass das Kind nun das Sprachrohr der Mutter  ist. Der Druck, welche die Mutter wegen des Missverständnisses aufbaut ist so stark, dass die Tochter diesem nachgeben muss. Findet ein Entfremdungsprozess statt, dann lösen  oft ganz spezifische Personen, Gegenstände oder Wörter eine nicht nachvollziehbare Verhaltensänderung beim Kind aus, die deutlich auffällt. Ich nehme an, dass Du dies bei Deiner Tochter festgestellt hast. Du schreibst ja, dass sie nachweislich beeinflusst wird.

Eltern, die sich mit einem derart manipulierten Kind konfrontiert sehen, kommen schnell an ihre Grenzen. Viele resignieren. Du kannst einem manipulierten Kind nicht logische Erklärungen geben, da es nicht aufgrund logischer Schlussfolgerung zu seiner abweisenden Haltung kommt. Du solltest auch nicht mit ihm diskutieren, warum, wieso. Wie soll deine Tochter ihre unerklärliche Abneigung erklären  – das kann sie nicht und es erzeugt erheblichen Druck. Sag auch nichts Schlechtes über die Mutter.

Das Kind braucht Dich jetzt. Gib nicht auf ! Du solltest alle Papazeiten wahrnehmen, auch wenn die Tochter nicht mit nach Hause kommen will. Überlege Dir, wie Du diese Zeiten gestaltest. Biete deiner Tochter einen "Freiraum" an. Sprich mit der Tochter über ihre Gefühle und Wahrnehmungen, ganz ohne Vorwürfe oder Untertöne.  Sie soll frei erzählen, was sie beschäftigt, was sie wütend macht, was sie belastet, was sie mag, was sie liebt etc. Mit Dir soll sie das Gefühl haben, ihre Liebe zu beiden Eltern ansprechen zu können. Tochter : "Mama und ich waren bei Oma X." Du: Ach, wie geht es der Oma X ? Ich habe immer ihre Preiselbeepfannkuchen so gerne gegessen. Macht sie die immer noch ? Mama schwärmte immer von ihnen. Sie isst sie mit Schlagsahne. "

Auch ich würde Dir, wie @Susie schon schrieb eine Umgangspflegschaft empfehlen. Der Umgangspfleger soll das Kind aus der Schusslinie nehmen, d.h. er holt es ab und bringt es zu Dir (Kind wird also nicht von Dir von der Mutter "getrennt" und muss nicht vor der Mutter eventuell Theater spielen) und er bringt es wieder zurück. Das Kind ist also nicht hautnah mit Euren Spannungen konfrontiert. Ein kompetenter Umgangspfleger arbeitet auch an Strategien wie die Lage für das Kind entschärft werden kann.

Grundsätzlich ordnet ein Gericht eine Umgangspflegschaft an, so weit ich informiert bin. Der Umgangspfleger erhält Akteneinsicht, spricht mit den Eltern und auch mit dem Kind.

Hier ein Urteil zum Einlesen : https://openjur.de/u/565260.html

Denke und sage, dass es das Recht des Kindes ist mit beiden Elternteilen aufzuwachsen.

VG,
Ysubame.
« Letzte Änderung: 06. März 2018, 12:00:37 von Tsubame » Gespeichert
Tom821
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« Antwort #11 am: 06. März 2018, 18:04:53 »

Hi liebe Poster,

vielen Dank für die schnellen und sehr ausführlichen Antworten.

Ich muss vlt. noch etwas mehr ausholen / habe mich nicht klar ausgedrückt. Ich habe mir bereits rechtliche Hilfe gesichert, der Antrag auf Umgangsregelung ist bereits raus. Der Schritt war bitter nötig und schlimmer als jetzt kann meine / die Situation meiner Tochter nicht sein.

"Papazeiten" würde ich gerne in Anspruch nehmen, allerdings verweigert mir die KM sämtliches Sehen. Bald steht auch ein Umgang beim JA an. Der Herr hatte mir dort angeboten, meine Kleine in einem Spielzimmer zu sehen. Ob es richtig war, dort zuzusagen, weiß ich nicht. Habe im Nachhinein etwas Bedenken, da es so natürlich Richtung - in welcher Art und Weise auch immer - unterstützten Umgang geht. Habe aber grds. ein gutes Gefühl bei dem Ganzen und wollte nicht "nein" sagen, um mir anschließend anhören zu müssen, ich nehme Umgangsmöglichkeiten nicht wahr. Dem Herren vom JA ist (angeblich) auch klar, dass der Weg eigentlich nur über das Gericht geht. Habe verdeutlicht, dass ich diese Umgangswahrnehmung mache, um für die Kleine dazusein und dass dies keine Lösung mit Zukunft ist.

Meine Hoffnung ist, auch nachdem ich Eure Beiträge lese, dass wir schnell wieder in einen geregelten Umgang kommen (wahrscheinlich mit Umgangspflegschaft) und dass sich daraus wieder ein "normaler" Umgang entwickelt. Das wird sicher Zeit brauchen und ich freue mich nicht darauf, von einer Umgangspflegschaft abhängig zu sein (falls es denn so kommt), aber so wird zumindest verhindert, dass sich die Kleine weiter entfernt.

Meines Wissens nach legen Richter die Umgangspflegschaft idR. für 6 Monaten fest. Frage mich halt, was danach kommt. Wird in einem solchen Fall das laufende Verfahren für die Zeit der Umgangspflegschaft eigentlich auf Eis gelegt? Und im Anschluss wird (hoffentlich) eine Umgangsregelung ohne Pflegschaft getroffen, sofern der Umgang läuft? Wie war es bei Euch, falls Ihr mal in einer solchen Situation gewesen seid?

Herzliche Grüße
Tom
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« Antwort #12 am: 06. März 2018, 19:10:29 »

Hallo,

Du verwechselst begleiteten Umgang, der z.B. beim JA oder einer anderen Einrichtung stattfindet, mit einer Umgangspflegschaft. Ein Umgangspfleger holt und bringt das Kind, der Umgang an sich ist dann alleine Deine Sache.

Wenn die Übergaben problematisch sind wäre es auch möglich, dass Du das Kind freitags nach der Schule abholst und am Montag direkt zum Unterricht bringst oder das Kind von und an eine dritte  Person übergeben wird.

VG Susi
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« Antwort #13 am: 06. März 2018, 22:41:01 »

Hallo,

Es ist gut und richtig, dass Du das Angebot des Sachbearbeiters bis zum Gerichtstermin annimmst und das Kind (ohne die Kindesmutter) im Spielzimmer siehst. Das sollte, so oft und regelmässig wie es möglich ist, organisiert werden. Nur so ist eine Wiederannäherung möglich. Und es wird noch Wochen dauern bis der Gerichtstermin stattfindet, ein Beschluss gefasst und umgesetzt wird. Das ist im Moment offensichtlich Deine einzige Möglichkeit Dein Kind zu sehen.

Der Umfang etc. der Papazeiten wird vom Gericht festgelegt (natürlich stellst Du Deinen Betreuungsplan in Deinem Antrag vor) und die Umgangspflegschaft "organisiert " das Ganze, das bedeutet nicht, dass der Umgangspfleger die Zeit gemeinsam mit Euch verbringt. Er spricht regelmässig mit allen Beteiligten und arbeitet auf Normalität hin. Du solltest dies nicht als Gängelung empfinden. Gib dem Ganzen eine Chance.

In Deinem Fall ist die Umgangsregelung im Moment nicht das Wichtigste, sondern dass das Kind, was seine Bindung zum Vater anbelangt, wieder Zugang zu seinen eigenen Wünschen findet und sie von denen der Mutter unterscheiden kann. Die "Umgangsregelung" kann erst dann greifen und dann aber auch oft als Entlastung vom Kind selbst angesehen werden, da ein Richter eine Entscheidung trifft, nicht die Mutter oder der Vater, wobei es bei letzteren nicht weiss, wem es folgen sollte (Loyalitätskonflikt).

So würde ich es auch Deiner siebenjährigen Tochter erklären, falls sie Dich bei Eurer Begegnung fragen sollte, "warum Du die Mama vor Gericht zerrst". Mama und Papa brauchen Hilfe und holen sie sich bei Gericht.

VG,
Tsubame.

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Tom821
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« Antwort #14 am: 08. März 2018, 13:39:34 »

Hallo liebe Antworter,

vielen Dank für eure Posts. Sie helfen mir tatsächlich und beruhigen mich, warum auch immer, ein wenig.

Man ist halt ziemlich verloren, wenn man so viele ? im Kopf hat wie ich.

Mittlerweile sehe ich aber ein bisschen klarer. Ich denke es wird darauf hinauslaufen, dass Umgang zwar angeordnet, aber auch eine Umgangspflegschaft eingerichtet wird. Ich finde dies auch gar nicht weiter schlimm. Klar könnte es auch etwas lästig sein, aber so kehrt Ruhe ein und meine Tochter und auch ich sind den Launen der Mutter nicht mehr ganz so ausgeliefert.

Das wichtigste ist tatsächlich, dass ich nicht den Kontakt zu meiner Tochter verliere / sie nicht verliere, weil sie sich weiter entfernt. Aber dazu bin ich zuversichtlich, meine Tochter liebt mich, das weiß ich, und ich habe ja eigentlich gute Vorraussetzungen. Optimismus siegt ;-)

Bald steht wohl ein Gespräch mit einem Verfahrensbeistand an. Hat hierzu noch jemand Tipps? Anfangs wurde erwähnt, dass man ja auf das PAS (ich vermute mal, Sie hat genau dies) hinweisen kann. Dazu wäre ich noch auf weitere Meinungen gespannt. Ich werde es natürlich nicht wortwörtlich ins Spiel bringen, aber man kann sicher die Erkenntnisse eines Verfahrensbeistandes mitsteuern, wenn man Beispiele für die einzelnen Symptome aufzeigt.

Was meint Ihr?

Herzliche Grüße
Tom

P.S.: das Forum ist echt klasse, vielen Dank für Eure Antworten
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« Antwort #15 am: 08. März 2018, 17:27:19 »

Bald steht wohl ein Gespräch mit einem Verfahrensbeistand an. Hat hierzu noch jemand Tipps? Anfangs wurde erwähnt, dass man ja auf das PAS (ich vermute mal, Sie hat genau dies) hinweisen kann. Dazu wäre ich noch auf weitere Meinungen gespannt. Ich werde es natürlich nicht wortwörtlich ins Spiel bringen, aber man kann sicher die Erkenntnisse eines Verfahrensbeistandes mitsteuern, wenn man Beispiele für die einzelnen Symptome aufzeigt.

Im Grunde sind die Damen und Herren da ziemlich erfahren. Es ist daher zu empfehlen, die Sache nüchtern betrachtend und auch ehrlich darzustellen.
Vielleicht schreibst du dir vorher alles mal stichpunktartig auf. Das schadet nicht. Somit stehst du beim Gespräch in Sachen Fakten nicht auf dem Schlauch.

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« Antwort #16 am: 10. März 2018, 07:53:19 »

Hi,

zum Gespräch mit dem Verfahrensbeistand:
Sachlich und ruhig schildern was passiert ist, versuchen keinen Dreck zu werfen.
Mehr geht eigentlich nicht.

Bei den VBs gibt es große Unterschiede. Wir hatten einmal eine Rechtsanwältin die
mehr oder weniger ihre Meinung schon gebildet hatte und von mir nur die Bestätigung
haben wollte das es so ist wie sie es sieht.

Die zweite war Sozialpädagogin und deutlich kritischer, sie kam dann mit einer Menge
kreativer Lösungsideen um die Ecke. Für diese kreativen Lösungsideen hatte sie auch
schon eine befreundete Sozialpädagogin an der Hand die sie dem Gericht dann als
perfekte Umgangspflegschaft verkauft hat.

Erwarte nicht zuviel vom Verfahrensbeistand. Bleib ruhig und sachlich.
Mehr kannst du nicht tun.

LG
Nadda
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Tsubame
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« Antwort #17 am: 10. März 2018, 18:34:13 »

Hallo,

Es gibt keine gesetzlichen Anforderungen an die berufsmässige Qualifikation des Verfahrensbeistandes. Das Familiengericht wählt eine seiner Meinung qualifizierte Kraft aus. "Jeder" kann sich also zum Verfahrensbeistand fortbilden lassen. Es ist in den meisten Fällen eine Nebentätigkeit.

Ich würde die Papazeiten mit dem Kind schildern (Abstände der Zeiten , liebevoll eingerichtes Zimmer oder Kinderecke - evenuell mit Foto der Mutter (wenn nicht braucht es das nicht, aber ist immer ein Zeichen), Anziehsachen, das Lieblingsgericht des Kindes kennen, was es mag und nicht mag, habt ihr ein Ritual, sieht Kusine X und Tante Y, die Nachbarn haben fünf Kinder mit denen es spielt, Kind ist allergisch gegen Bienenstiche, ihr habt also immer die Bachsalbe zu Hause als erste Hilfe und die Nummer vom Kinderarzt liegt auf dem Schreibtisch....).

Kurz erzählen, seit wann, das Kind nicht mehr kommen will und dass es Dir keine Gründe nennt. Du es aber nicht durch Fragen unter Druck setzen willst).

Ein Verfahrensbeistand ist ein Lottospiel.

VG,
Tsubame

(Natürlich nicht sagen, dass die Person keine Qualifikation hat, danach auch nicht fragen, ihr nicht Kaffee und Kuchen anbieten, Sie aber höflich hereinbitten und man kann auch warten, dass sie zuerst den Mund aufmacht und das Anliegen hervorbringt.)
« Letzte Änderung: 10. März 2018, 18:36:38 von Tsubame » Gespeichert
Tom821
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« Antwort #18 am: 19. März 2018, 22:33:45 »

Hallo liebe Forianer,

Antrag ist raus und es gibt bereits einen Gerichtstermin in ein paar Wochen. Ein Beistand wurde bestellt & hat mich heute angerufen. Mir gehen insgesamt ein paar Dinge nicht aus dem Kopf:

- der Richter hat einen „Erörterungstermin“ angesetzt. Geladen sind wir Eltern und der VB. Von unserer Tochter steht dort nichts. Falls die Gegenseite auf Anhörung der Tochter besteht, kann dann kein Urteil gefällt werden, oder? Bedeutet Erörterungstermin automatisch „vertagen“?

- der VB möchte mich gar nicht in DO besuchen und hat auch kein Wort von meiner Lebensgefährtin gesagt. In meinem Antrag ist jedoch ersichtlich, dass es diese gibt. Erscheint mir ein bisschen komisch, zumal der VB sich laut Gericht mit wichtigen Bezugspersonen auseinandersetzen soll. Jetzt nehme ich also einen Termin im Büro des VB wahr. Wie soll der VB nun abschätzen, ob die Kurze es bei mir gut hat? Auch dass von meiner Partnerin nicht die Rede ist, verwirrt mich. Ganz sicher wird die KM auch auf ihr rumhacken.

- das alles klingt mir nach „Vertagen“. Ich kenne den VB Interessenkonflikt (keine Bezahlung nach Aufwand) und habe die Befürchtung, dass dieser seiner Aufgabe, der Analyse der Umstände und dem Vertreten meiner Kurzen nicht nachkommt, sodass es zu einer erneuten Verhandlung oder gar einer Anordnung von einem Gutachten kommt. Oder?

Seht ihr die Punkte ähnlich wie ich? Ich weiß, Angst ist ein schlechter Begleiter, aber ich bin extrem unsicher.

Würde mir sehr helfen, wenn ihr eure Erfahrungen / Meinungwn mit mir teilt.

Herzliche Grüße
Tom
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Dad76
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« Antwort #19 am: 20. März 2018, 07:23:25 »

Hallo Tom

Ich kann dir nur aus eigener Erfahrung etwas zum VB sagen...

In meinem Fall hat sich diese auch kein Bild von mir im Umgang mit dem Kind gemacht. Ihr reichte wohl die Aussage der KM, dass es gut läuft und ich gut mit meinem Kleinen umgehe.
Die VB hatte jeweils ein Einzelgespräch mit mir und der KM sowie gab es einen gemeinsamen Termin. Auch machte sich die VB bei der KM zu Hause ein Bild über die Gegebenheiten.

Meine Anwältin meinte nur, dass sie die VB kennt und weiß, dass diese trotz des " VB Interessenkonflikt" sehr gut arbeitet und fair ist.
Das spiegelt sich auch in der ersten formulierten "Stellungnahme" der VB fürs Gericht wieder.

Ich warte nun schon seit November auf einen Gerichtstermin und bin aktuell ganz guter Dinge. Die VB hatte mich dahingehend beruhigt.
Vielleicht macht dir das ja auch bissel Mut, auch wenn du das Gefühl hast, dass der VB "zu wenig tut"

Gruß Dad

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Tom821
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« Antwort #20 am: 20. März 2018, 08:49:48 »

Hi Dad,

danke Dir und schön zu hören, dass es bei Dir ja in eine gute Richtung geht :-)
Geht es bei Dir um GSR? Oder auch um Umgang? Du schreibst allerdings seit November zu warten, also geht es vmtl. eher um GSR, oder?

Leider ist bei mir die Situtation etwas anders als bei Dir. Der VB hat mit mir zuerst Kontakt aufgenommen, kennt also maximal meinen Antrag. Ich stelle mich also schon darauf ein, dass KM sich mal wieder auf meine Partnerin einschießt. Wenn dies so ist, wird sich ja jeder VB schwer tun, das Papa-Zuhause als gut und nicht dem Kindeswohl schädlich auszulegen, wenn er weder Wohnung (übrigens mit tollem Kinderzimmer) noch Partnerin kennengelernt hat. Oder mache ich mir hier einfach zu viele Gedanken?

Herzliche Grüße aus dem spiegelglatten Dortmund
Tom
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Tsubame
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« Antwort #21 am: 20. März 2018, 10:50:31 »

Hallo Tom,

Bitte mache Dich nicht verrückt.

Meines Wissens nach, findet aufgrund des Beschleunigungsgebots für Kindschaftssachen einen Monat nach Beginn des Verfahrens ein gerichtlicher Termin zur Erörterung statt, in dem z. B. auch das Jugendamt und natürlich der VB angehört werden kann.

Das Gericht kann bei diesem Termin ausloten, ob eine einvernehmliche Regelung erreicht werden kann.

Die Mutter und Du erklären ihren Standpunkt. Lege Dir genau zurecht, was Du dem Gericht (und was ich hier schreibe gilt auch für Dein Gespräch mit dem VB) sagen willst und wie Du es sagst. Es geht hier um das Kind, um die Mutter und um Dich. Wie ist Eure Elternebene ? Mit der Paarebene habt ihr beide schon lange abgeschlossen. Das Paar hat sich getrennt, Eltern bleibt Ihr für immer. Ihr solltet ein Elternteam sein. Wie gestalteten sich die Papazeiten etc.

Deine Lebensgefährtin steht in der Kind-Elternbeziehung nicht an vorderster Front. Sollte die Sprache auf sie kommen, dann berichte sachlich wie Du das Verhältnis zwischen Kind und ihr siehst (machen die beiden etwas gemeinsam –LG lehrt das Kind häkeln, schwimmen, kennt sich gut mit Pferden aus, repariert Autos aus Leidenschaft und Kind hilt ihr ... – hat das Kind ihr Geschenke gebastelt, haben sie gemeinsam etwas unternommen, wie habt ihr beide (LG und Du) über das Kind gesprochen, auf welche Weise Ihr Euer Dreierverhältnis aufbaut ...) falls die Sprache darauf kommt : jeder hat seinen Platz und bleibt auf seinem Platz. Es gibt keine Überschreitungen, d.h. LG ist nicht die Mutter und die Mutter ist nicht die LG. LG spricht selbstverständlich nicht schlecht über die Mutter. Du hoffst und nimmst an, dass im Gegenzug die Mutter auch diese rote Linie nicht überschreitet.

Bei einem Erörterungstermin, kann z. B. besprochen werden, ob die Eltern eine Beratungsstelle aufsuchen sollten um ihre Kommunikation zu verbessern etc.

Im Erörterungstermin kann auch mit den Beteiligten der Erlass einer einstweiligen Anordnung erörtern werden.

Sei beim VB sachlich und freundlich : der engagierte Vater (was ist die Lieblingsfarbe Deiner Tochter ? Es gibt tatsâchlich VB, welche solche Fragen stellen). Falle nicht mit der Tür ins Haus : warum kommen Sie nicht zu uns ?

VG,
Tsubame.

P.S. Hast Du Dein Kind im Spielzimmer gesehen ?


« Letzte Änderung: 20. März 2018, 10:56:31 von Tsubame » Gespeichert
Tom821
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« Antwort #22 am: 20. März 2018, 16:00:21 »

Hallo Tsubame,

auch Dir vielen lieben Dank für deine Antwort(en). Das macht alles durchaus Sinn, ich glaube es geht ja hier auch nicht darum, dass die KM mir beispielsweise Missbrauch vorwirft oder Ähnliches und es ist eigentlich klar, dass die Kurze es bei mir sehr gut hat, auch wenn sie derzeit "nicht kommen möchte". Beruhigt mich schon etwas. Es ist wirklich toll, dass man hier seine Sorgen und Ängste beschreiben kann und ihr Verständnis habt, alleine das Schreiben hilft. Zu zwei Punkten hätte ich noch eine kurze Rückfrage:

"Bei einem Erörterungstermin, kann z. B. besprochen werden, ob die Eltern eine Beratungsstelle aufsuchen sollten um ihre Kommunikation zu verbessern etc. "
-> dies würde aber nicht zwangsweise bedeuten, dass ich für die Dauer der Mediation / Beratung meine Tochter nicht sehe? Erfahrungsgemäß zieht sich sowas ja über Monate. Wird dann beispielsweise für in 6 Monaten ein erneuter Termin angesetzt?

Im Erörterungstermin kann auch mit den Beteiligten der Erlass einer einstweiligen Anordnung erörtern werden.
-> also könnte eine "Zwitter-Lösung" so aussehen, dass ich meine Kurze wieder regelmäßig sehe und nach Ablauf der Mediation ein Umgang festgelegt wird? (nur als Beispiel)

Sei beim VB sachlich und freundlich : der engagierte Vater (was ist die Lieblingsfarbe Deiner Tochter ? Es gibt tatsâchlich VB, welche solche Fragen stellen). Falle nicht mit der Tür ins Haus : warum kommen Sie nicht zu uns ?
-> habe ich verstanden, passt. Bin auch eher der ruhige Typ und bin ja wirklich engagiert. Werde nicht auf der KM rumreiten und stattdessen indirekt verdeutlichen, wodurch meine Kurze beeinflusst ist.

P.S. Hast Du Dein Kind im Spielzimmer gesehen ?
-> leider nein. Ist von der KM abgesagt worden. (Begründung: Streit, Gericht etc.)


Nochmal zurück zu dem, was noch bei mir im Kopf häng (es folgt sicher noch einiges)

- Ist es (theoretisch) möglich, dass der Richter eine Entscheidung trifft, ohne das Kind zu sehen, oder ist er verpflichtet das Kind anzuhören, sofern es die Gegenseite verlangt?
- ich wäre natürlich bereit, eine Regelung einvernehmlich zu erarbeiten, würde aber darauf bestehen wollen, dass diese vollstreckbar ist, da erfahrungsgemäß Absprachen nichts wert sind (schade). Könnten KM und ich exemplarisch mit VB oder Beratung einen Umgangsplan ausarbeiten und das Gericht segnet diesen dann ab? Wäre dies in irgendeiner Form nachteilig gegenüber einer vom gericht festgelegten Umgangsvereinbarung?

Herzlichen, ehrlichen Dank
Tom
« Letzte Änderung: 20. März 2018, 16:05:49 von Tom821 » Gespeichert
dt64
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« Antwort #23 am: 20. März 2018, 21:00:22 »

- Ist es (theoretisch) möglich, dass der Richter eine Entscheidung trifft, ohne das Kind zu sehen, oder ist er verpflichtet das Kind anzuhören, sofern es die Gegenseite verlangt?
Ja, dies ist möglich, dass das Gericht das Kind nicht anhört, wäre aber ein absoluter Angriffspunkt für einen Beschluß, da das Kind in der Regel anzuhören ist.
Bei ganz kleinen kann u.U. darauf verzichtet werden.
Kindesanhörung muß nicht zwangsweise zeitgleich mit der eigentlichen Anhörung stattfinden, sondern kann auch separat gemacht werden.
Dabei sind immer das Gericht (also der Richter) und der Verfahrensbeistand. Andere Beteiligte sind in der Regel nicht zugegen, sondern werden danach über den Inhalt der Anhörung informiert.
Ob die andere Seite die Kindesanhörung beantragt ist erstmal egal, dem Antrag kann stattgegeben werden oder auch nicht.
Wenn das Kind über 2 oder 3 Jahre alt ist und sich altersgerecht ausdrücken kann, dann wird es wahrscheinlich eh angehört.


- ich wäre natürlich bereit, eine Regelung einvernehmlich zu erarbeiten, würde aber darauf bestehen wollen, dass diese vollstreckbar ist, da erfahrungsgemäß Absprachen nichts wert sind (schade). Könnten KM und ich exemplarisch mit VB oder Beratung einen Umgangsplan ausarbeiten und das Gericht segnet diesen dann ab? Wäre dies in irgendeiner Form nachteilig gegenüber einer vom gericht festgelegten Umgangsvereinbarung?
Sowas geht und nennt sich dann Vergleich.
Auch kann eine entsprechende Vollstreckbarkeitsklausel aufgenommen werden.
So ein Vergleich kann im Nachhinein schwer angefochten werden, was Vor- und Nachteil sein kann, auch gibt es dagegen keine Rechtsmittel.
Weiterhin bekommen die beteiligten Anwälte ein etwas erhöhtes Honorar (Vergleichsgebühr, ca 200€).
Richter mögen Vergleiche recht gern, da sie diese nur dokumentieren müssen und keine weitere Arbeit mit Begründung etc haben.

Bezüglich einer Vollstreckbarkeitsklausel: Diese muß spezifisch sein, sonst ist sie nicht mehr als schraze Farbe auf Papier. Also sowas wie "wer gegen die Vereinbarung verstößt, hat folgende Konsequenzen zu tragen" hilft nichts, wenn die Vereinbarung heißt "Die Eltern versuchen sich zu einigen".
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Tsubame
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« Antwort #24 am: 20. März 2018, 22:42:43 »

Hallo,

Im Allgemeinen wird die Zwitterlösung ausgeurteilt.

Du solltest nicht vergessen, sowohl beim VB wie auch beim Erörterungstermin eine Umgangspflegschaft zu beantragen. Die Kindesmutter verstösst eindeutig gegen Ihre "Wohlverhaltenspflicht". Die Umgangspflegschaft kann nach Paragraph 1909 des BGBs übrigens auch mit einem Eingriff in die elterliche Sorge  verbunden sein.
Das Verhalten der KM in der Sache "Spielzimmer" verdeutlicht dies noch einmal. Die Kindesmutter muss die Papazeiten nicht nur tolerieren und akzeptieren, sondern sie muss das Kind darauf positiv vorbereiten und auch erzieherisch auf das Kind im positiven Sinne diesbezüglich einwirken. Sie kann sich nicht einfach hinstellen und sagen : das Kind will nicht.

Theoretisch muss der Richter das Kind nicht anhören. Praktisch würde mich sehr wundern, falls er dies nicht tut. Die "Anhörung" des Kindes läuft normalerweise ganz unkompliziert ab.

Ihr könnt natürlich einvernehmlich eine Lösung erarbeiten. Doch solltest Du, wie hier schon geschrieben, einen Beschluss auf der Basis Eurer Lösung anstreben und auf keinen Fall einen Vergleich. Einen Beschluss mit Ordnungsgeld und Ordnungshaft bei Zuwiderhandeln.
VG,
Tsubame
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