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vatersein.de - Forum 20. Juli 2018, 05:05:35 *
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Autor Thema: Und plötzlich sind die Kinder bei mir  (Gelesen 2232 mal)
watol
Schon was gesagt
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 9


« am: 12. Februar 2018, 11:29:54 »

Es ist sehr lange her als ich meinen letzten Beitrag hier eingestellt habe.

Seit der Entscheidung des Familiengerichts in März 2015, gab es lediglich eine Aufforderung der KM über das JA den Unterhalt für meinen Sohn um 50 € zu erhöhen da er 12 wurde.
Ich zahle mittlerweile 866 €/Monat für beide und sonst bisher die große Funkstille zwischen mir und KM. Meine Tochter habe ich  seit ca. drei Jahren nicht mehr und meinen Sohn 6-10 Male im Jahr gesehen.
Meiner Tochter hatte ich immer wieder per WhatsApp angeschrieben und Kontakt aufgenommen aber leider kam nie etwas zurück.

So jetzt kommt es:

Am 01. Januar dieses Jahres rief mich die KM  gegen 11 Uhr an, um mich daran zu erinnern was für wunderbare Kinder ich hätte. Ich möge bitte auf meine Tochter zuzugehen um den Umgang mit ihr wieder aufzunehmen.
Ich habe dann aber erwähnt, dass ich meine Tochter in 2017 jedes zweite Woche eine Nachricht über WhatsApp geschickt habe aber es kam nie was zurück. Die KM wusste angeblich nichts davon.
Ich habe aber auch gefragt warum wollte meine Tochter nie mitkommen jedes Mal wenn ich ihren Bruder vor der Haustür abgeholt habe ? Die KM hat angeblich meiner Tochter diese Frage auch schon gestellt aber keine Antwort bekommen und hatte danach nicht mehr gefragt.

Ich wollte von ihr dann wissen was sollte ich sonst machen ?  Ihre Empfehlungen: Tochter aufm Reiterhof wo sie ihr Pferd hat und auch viel Zeit verbringt mal zu überraschen. Oder Tochter nach Schulschluss abholen ? Ich: Nein Danke ich möchte keine Stalker sein. Wenn sie schon vor ihrer Haustür nicht will dann möchte ich nicht etwas Unüberlegtes versuchen. Danach ging die Unterhaltung ins alte Muster mit gegenseitigen Vorwürfen über und endete auch so. Danach Wochen lang nichts mehr.

Der Knaller:

Am Samstag schrieb mir eine ehemalige gemeinsame Freundin per WhatsApp an, die auch mit ihrer Familie dort in der Nähe wohnt, ich möge mich bitte bei Ihr melden es sei sehr wichtig. Ich versuche mal chronologisch die Fakte zusammenzufassen:

-   KM hatte mich schon am Samstag um 7 Uhr angerufen. Vergeblich weil mein Handy aus war.
-   KM hatte danach bei diversen bekannten schon angefragt ob sie mit den Kindern nicht für paar Tagen bei ihnen bleiben könnte.
-   Die eine Freundin hatte mich danach gefragt als ich sie zurückgerufen habe, ob ich meinen Sohn nicht aufnehmen könnte, weil er bei mir besser aufgehoben wäre.
-   Ich habe meinen Sohn angeschrieben ich würde ihn in zwei Stunden abholen (13 Uhr) ob es OK wäre für ihn. Er sagte ja und seine Schwester würde auch gerne mitkommen. Suprise.
-   Ich war zu dem Zeitpunkt Einkaufen, bin heimgefahren und meine Frau über die Lage informiert. Zwei Stunden später saßen die Kinder mit leichtem Gepäck bei mir im Auto und wir fuhren zu mir.


Was ich bisher über die Kids und KM erfahren habe:

-   Ihr Mann hat wohl Probleme mit dem Alkohol. Er wurde Silvester 2017 durch die KM schon aus der Wohnung deswegen geschmissen. Kam aber danach zurück. Er würde eine Therapie machen.
-   In der Nacht vom Freitag gab es wohl wieder Stress, Kinder waren auch da und die Polizei wurde auch von der KM gerufen. Konnten aber nichts machen da er nicht gewalttätig wurde. Ist ja auch seine Wohnung
-   Gestern habe ich mit der KM gesprochen und habe erfahren, dass sie nun aus der Wohnung ist. Sie hätte wohl Angst und wohnt jetzt bei einer Freundin und ist auf Wohnungssuche.

Die Kinder müssen am Mittwoch wieder zur Schule, eine Stunde Fahrt von mir aus. Die KM ist komplett durch den Wind, hatte letztes Jahr Krebs ist aber wieder gesund. Das mit dem Krebs wusste ich auch nicht.
Platz haben wir im Haus für alle, aber das mit der Schule ist eine logistische Herausforderung falls die Mutter nicht mitzieht. Ich würde aber auch ungern meine Kinder bei anderen „Bekannten“ wohnen lassen auch wenn das in der Näher ihrer Schule ist.

Vielleicht aber haben sich die beiden am WE wieder lieb und der Spuk hat ein Ende und ich versinke wieder in meine Bedeutungslosigkeit als Vater. Ich habe keine Ahnung ob es eine Woche sein wird oder 1 Jahr. We will see !!


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nadda
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« Antwort #1 am: 12. Februar 2018, 11:56:57 »

Hi,

in extremen Ausnahmesituationen -und genau so was ist das grade - ist es schwer als Beteiligter zu einer sinnvollen Lösung zu kommen.

Aktuell findet die KM es ja sehr praktisch wenn die Kinder bei dir sind, die Frage ist aber, wie das in Zukunft weitergehen kann.
Möchtest du, dass die Kinder bei dir bleiben?
Das ist mal die allererste Frage.

Und wenn du das möchtest, solltest du mir deiner Ex sprechen ob sie sich das vorstellen kann. Unter Umständen ist sie bereit dazu,
allerdings kann es sein, dass die Vorstellung keinen Unterhalt mehr zu bekommen sie in Panik versetzt. Also denke du, vor einem
Gespräch mit deiner Ex über die Finanzielle Situation nach. Könntest du auf Unterhalt verzichten, könntest du ihr noch Geld geben,
könnte Sie Unterhalt zahlen, willst oder brauchst du Unterhalt?

Es ist saublöd die Finanzen jetzt zu bedenken, aber es ist wegen unserem System notwendig. Manchmal ist die Frage was ist mir
wichtiger - nicht die Frage was steht mir zu - wenn davon abhängt, ob die Kinder bei dir leben können oder nicht.

Am einfachsten wäre es, wenn ihr euch als Eltern einigen könnt!

Die Schule umzumelden wäre da glatt euer kleinstes Problem, das geht schnell.

Dann ist die Frage wie alt eure Kinder sind, beide über 12? Da ist ihr Wille schon mit entscheidend. Wenn sie lieber bei dir bleiben,
weil es ihnen Sicherheit bietet ist auch schon die Richtung klar.

LG
Nadda
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Susi64
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« Antwort #2 am: 12. Februar 2018, 14:35:41 »

Hallo,

Deine Situation ist nicht einfach. Zum einen weil völlig unklar ist wie es weitergehen soll, Du aber auch Klarheit haben musst wie es weiter gehen soll.

Ich denke, dass das keine Frage ist die die Kinder zu entscheiden haben. Aus meiner Sicht solltest Du Dich mit der KM zusammensetzen und als erstes klären wie es im nächsten halben Jahr weiter gehen soll.
Optionen:
1) Eigentlich ist alles super und die Kinder sind ab sofort wieder bei der KM.
Wenn KM es so sieht würde ich darauf wetten, dass Du bald wieder Nothilfe leisten wirst.
2) Bis zur Klärung der Situation (1 Monat) bleiben die Kinder bei Dir, die KM zahlt Dir den Unterhalt für diese 3 Monate zumindest teilweise zurück. Danach wird entschieden wie es weiter geht, wo die Kinder leben sollen. In diesen 3 Monaten muss sich dann auch klären wie die Kinder das sehen.
3) Die Kinder bleiben dauerhaft bei Dir. Im Moment denke ich, dass die KM damit einverstanden sein wird.

Wenn die Situation so schlimm ist, dass die KM woanders wohnen will, dann wäre die Frage ob sie sich nicht eine eigene Wohnung suchen sollte und dann vielleicht dort auch mit den Kindern lebt. Vorübergehnd könnte die KM vielleicht auch bei euch wohnen und das Logistik Problem etwas entspannen. Ist die KM berufstätig?

Wie alt sind die Kinder? Können Sie zumindest eine Strecke mit öffentlichen Verkehrsmitteln bewältigen? Gibt es einen Schulbus? (Vielleicht auch zu einer Nachbarschule?)
Du solltest die Situation auch mit der Schule besprechen (anrufen).

Dass Deine Tochter Dich nicht und Du Deinen Sohn sporadisch gesehen hast, macht die Sache nicht einfacher, aber ich sehe eigentlich keine andere Variante, wenn Du die Kinder nicht bei Bekannten unterbringen willst.

VG Susi



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watol
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« Antwort #3 am: 12. Februar 2018, 15:48:50 »

Hallo Nadda,

vielen Dank für Deine Rückmeldung.

Prinzipiell habe ich nicht viel Zeit gehabt um über das Geld nachzudenken.
Meine Frau hat mal erwähnt als wir Sonntagabend die Situation zusammen analysiert hatten, falls die Kinder ein Monat lang bleiben, will sie Geld von der KM zurückhaben.

Sonst waren es für mich zwei sehr emotionale Tage. Ich habe mit den Kindern viel gesprochen. Mal mit beiden zusammen, mal einzeln. Meine Tochter ist 14,5 und saß dabei bei mir aufm Schoss mit dem Gesicht auf meiner Schulter angelehnt und geweint. Nach drei Jahren. Irgendwann sagte sie, Papa ich habe Dir Dein T-Shirt komplett angerotzt. Ich sagte ihr das darfst sie ruhig tun.

Wenn die Emotionen sich gelegt haben werde ich sicherlich ans Geld denken. Aber noch bin ich nicht soweit und wie gesagt kann es sein, dass in zwei Tagen alles wieder beim Alten ist.
Ich bin zurzeit in einem Modus wo ich mir nur Sorgen um die die Kids mache. Nach den einzelnen Gesprächen mit meinen Kindern sieht es so aus: meine Tochter macht sich große Sorgen um ihre Mutter, möchte dass die Lage zuhause sich wieder stabilisiert. Sie möchte keine zweite Trennung für ihre Mutter wieder erleben, würde aber sofort zur mir wenn die Schule nicht so weit wäre. Ergo sie möchte stabile Verhältnisse für sich und ihre Mutter und mich würde sie gerne öfters sehen. Für mich ein sehr legitimes Anliegen aus ihrer Sicht. Bei meinen Sohn, 12,5 Jahre alt, sieht die Lage anders aus. Er möchte gerne zu mir, zwar nicht mitten drin im Schuljahr und ich möge bitte zuerst mit der KM drüber reden. Zwei Freundinnen der Mutter mit denen ich bisher gesprochen habe, raten mir ihn zu mir zu nehmen. Angeblich, er bräuchte mich als Vater mehr denn je. In den selten Fällen wo wir uns getroffen haben, war er zwar sehr anhänglich und glücklich, danach musste ich immer wieder einen langen Anlauf nehmen fürs nächste Treffen. Ich verstehe es vielleicht so, er vermisst mich nicht so sehr wie er mich als Vater braucht. Ich würde ihn gerne zu mir nehmen. Aber ich weiß die KM würde ihn nicht so einfach hergeben. Wer verzichtet so einfach auf 1100 € und braucht eine neue Wohnung ohne einen weiteren zahlenden Partner ?

Aber primär geht es um die Kids. Sie müssen wieder zur Schule, ihren geregelten Alltag wieder haben und diese zweite Trennung überstehen.
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nadda
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« Antwort #4 am: 12. Februar 2018, 16:18:59 »

Hi,

ok, das klingt alles in allem leider nicht wirklich gut.

Denke du musst mit deiner Ex erstmal reden, und ihr habt jetzt nicht ewig Zeit für die Planung weil ja beide Kinder schulpflichtig sind.
Also such das Gespräch zu ihr schnell, und so das die Kinder es nicht mitbekommen.

Den Schulweg zu den bisherigen Schulen irgendwie mit öffentlichem Nahverkehr zu meistern geht nicht? Man kann ja für eine
Übergangslösung durchaus kreative Notlösungen finden. Vielleicht könntest du sie zum nächsten Bahnhof fahren und sie von dort aus
mit der Bahn schicken?

Geld zurückbekommen könnt ihr vergessen, nur Ärger und nicht zielführend. Es geht jetzt darum eine sinnvolle Lösung zu finden, und aktuell
vielleicht auch erst eine sinnvolle Übergangslösung. Aber es ist wichtig das Geld im Hinterkopf zu haben für die Planung bei der Mutter.
Wenn die Mutter sich finanziell völlig ruiniert sieht, dann ist sie kaum bereit eine Lösung im Sinne der Kinder zu finden. Eine Mutter die aus
Finanzpanik alles verweigert könnt ihr nicht brauchen. Rechne dir durch was du dir leisten kannst, manchmal ist es möglich sich eine
sinnvolle Lösung für die Kinder zu "erkaufen". Auch wenn es einen ärgert und nervt, sollte Geld nicht guten Lösungen im Weg stehen, zu
oft wird nur um das Geld gestritten und die Kinder leiden drunter. Versuch erst die Lösung zu finden und dann in ein paar Monaten das Geld
zu regeln.

Beide brauchen Stabilität und aktuell kann die Mutter die nicht bieten. Also könntest du den Kindern anbieten das sie die nächsten Monate
bei dir bleiben und man dann weiter sieht. Nur, für die Kinder ist das nicht einfach wenn sie alles gleichzeitig verlieren, soziales Umfeld, Schule,
Mutter, Stiefvater,....

Deshalb würde ich es für die Kinder am besten finden, wenn sie zumindest die gleichen Schulen besuchen könnten. Mir ist klar, das das erstmal
total umständlich und schwierig zu organisieren ist. Aber es würde den Kindern zeigen wie ernst du sie nimmst, und genau das brauchen sie
gerade. Außerdem fällt ihnen ein Schulwechsel leichter wenn sie sich drauf einstellen können, sich von allen verabschieden können.

Du weist nicht wirklich wie es bei ihnen zu Hause gelaufen ist, wie angespannt die Situation unter Umständen zwischen den Kindern und dem
Partner deiner Ex war. Sicher ist nur das sie jetzt jemanden brauchen auf den sie sich verlassen können. Das solltest du sein - auch wenn das,
bei eurer Vorgeschichte schwierig ist, weil ihr nicht so viel Kontakt hattet. Was auch immer jetzt passiert, es kann die Gelegenheit sein, den
Kindern der Fels in der Brandung zu sein und den Kontakt wieder zu vertiefen, selbst wenn sie wieder zur Mutter zurück gehen würden.

Es kann aber auch ein Neuanfang bei dir zu Hause sein. Und hier sind die Kinder in einem Alter in dem man mit ihnen durchaus auch
ernst sprechen kann. Wenn sie bei dir wohnen während der Schulzeit, könnten sie jedes zweite Wochenende Mama besuchen und die Ferien
verstärkt bei ihr sein.

Viel hängt auch davon ab wohin die Mutter jetzt zieht, unter Umständen können die Kinder auch bei der Mutter nicht an ihren gewohnten
Schulen bleiben. Du musst versuchen vorausschauend zu denken und ruhig zu bleiben.

Versucht viel gemeinsam zu machen in den nächsten Tagen. Schnapp dir das olle Monopoly, oder irgend ein anderes Gesellschaftsspiel,
spielt und redet und vor allem nimm die Kinder ernst!

LG
Nadda



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Kasper
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« Antwort #5 am: 12. Februar 2018, 17:08:23 »

Moin,

die KM steckt jetzt selber in einer extremen Situation, hinzukommt noch die (vermutete) angespannte finanzielle Lage. Ich glaube auch nicht, dass die KM bereits ist, irgendwelchen KU zurück zu zahlen ... wenn sie es denn überhaupt kann.
Defacto ist die KM Wohnungslos. Wie der Wohnungsmarkt insgesamt aussieht, weiß jeder der zumindest gelegentlich einen Blick in die Zeitungen wirft. Hinzu die vermutete Neuanschaffung einer Wohnungsausstattung.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten.

1) die KM kann, im Wege einer EA, die Wohnung mit ihren (Ex-)Partner zurück bekommen. Gewalt ist nicht der einzige Grund, der Alkoholismus, und andere Umstände, können die Zuweisung der ehelichen Wohnung rechtfertigen. Insbesondere da hier Kinder mit im Spiel sind und diese Vorrang haben. Damit könnte sie die Wohnung bekommen, der Lebenspartner muss diese Verlassen und KM und Kids können in dieser Wohnung weiterleben.

2) die Umstände machen es notwendig, dass beide Kinder zu Dir gehen. Das heißt, dass ihr den KU einstellt evtl. UHV beantragt. Je nach Einkommenslage entsteht der KM kein Nachteil (außer das der KU flöten ist) und ihr habt etwas Geld für die Kinder.
Das heißt aber auch, dass sie während des Schuljahres die Schule wechseln müssen. Nicht schön, da es sich aber um eine besondere Situtation handelt kann man diese mittragen.

3) Das Beste wäre vermutlich, dass Du und die KM sich treffen (und nur ihr) und dann die Karten auf den Tisch legt und eine gemeinsame Entscheidung findet. Die auch so aussehen kann, dass die Kids bei Dir leben (wenn Deine jetzige Frau das überhaupt mitmacht).

Gruß
Kasper
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Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge zu ertragen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
Tsubame
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« Antwort #6 am: 13. Februar 2018, 11:31:23 »

Hallo,

Schön, dass die Kinder jetzt bei Dir Halt und Stabilität finden. In den nächsten Tagen und Wochen (?) wäre das mein vorrangiges Ziel : den Kindern zeigen, dass sie bei Dir gut aufgehoben sind. Auch wenn eine Stunde Fahrzeit zur Schule lang ist, gibt es vielleicht Möglichkeiten die Kinder zu einem günstig gelegenen Bahnhof  oder gleich in die Schule zu fahren (vielleicht könnten sich Grosseltern hier einbringen oder auch Deine Frau  ).

Falls Du Kontakt zur Kindesmutter hast, würde ich im Moment keinen "Stress" mit ihr machen, wie es mit den Kindern weitergeht, sondern ihr signalisieren, dass sie sich die Zeit nehmen soll, welche sie braucht um ihr Leben zu ordnen. Um die Kinder muss sie sich nicht sorgen, da sie bei ihrem Vater sind. Sie muss jetzt klären, wie es mit ihrem Partner weitergeht und ob sie sich eine Wohnung sucht oder nicht. In diese Sache würde ich mich nicht einmischen. Die Kindesmutter muss sich hier selbst helfen. Ich würde die Kindesmutter auf keinen Fall zu Euch einladen. Das wäre möglich, wenn Ihr seit der Trennung freundschaftlich miteinander umgehen würdet. Das ist nicht der Fall.

Arbeitet die Kindesmutter ? Ist sie verheiratet ? Ich würde mich bei den Freundinnen der Mutter zurückhalten, wenn es um die Kinder geht.

Das Geld : Ich weiss nicht wie Deine Frau und Du wirtschaften, aber es ist nicht ihre Sache zu entscheiden, ob die Kindesmutter Geld zurückzahlt oder nicht. Diese Kröte muss sie schlucken. Ihr Energie sollte sie, wenn sie es will, für die Kinderbetreuung mobilisieren.

Ich würde der Kindesmutter ein/zwei Monate Zeit geben (nicht länger) und dann mit ihr die Lage besprechen.

VG,
Tsubame.




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watol
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« Antwort #7 am: 20. Februar 2018, 13:16:50 »

Zunächst möchte ich mich für Eure Vorschläge und Rückmeldungen bisher bedanken.

Bisher jagte im Tagesrhythmus ein Tiefpunkt den nächsten. Ich war von den Ereignissen und vom Job einfach zu sehr eingespannt und daher erst heute das neueste Update:

-   KM ist heute in die Psychiatrie eingewiesen worden. Sie hatte wohl  am Montag in der Entzugsklinik wo ihr Mann untergebracht worden ist randaliert. Nun hat sie dort Hausverbot und wurde gar von der Polizei abgeholt und zur Wache gebracht, wo sie heimdürfte nachdem sie sich beruhigt hat. Der Höhepunkt war dann heute Nacht als sie in der Wohnung randaliert hat und die Nachbar die Polizei alarmiert haben. Daraufhin wurde sie eingewiesen. Drogen, Alkohol und Medikamente. Sie machte die letzten vier Tage einen völlig derangierten Eindruck und ich hatte schon da entschieden die Kinder nicht mehr bei ihr zu lassen. Für die Kinder wäre es auch kein schöner Anblick die Mama die sie sehr lieben so zu sehen.
-   Mein Sohn ist bei mir und ich fahre ihn jeden Tag zur Schule. Meine Tochter ist bei ihrer Freundin in einer befreundeten Familie unweit ihrer „alten“ Wohnung entfernt. Sie hatte mich angefleht sie dort zu lassen da sie ihr Pferd dort hat und jeden Tag damit arbeitet und für Reiturniere üben müsste. Ich habe erst mal zugestimmt es kann aber keine Dauerlösung sein.
-   Das Jugendamt hat mich heute um 11 angerufen und  da ich eh Donnerstag hingehen wollte habe ich einen Termin schon heute um 16 Uhr. Das Amt wurde wahrscheinlich entweder von der Polizei oder vom psychiatrischen Dienst informiert. Die Dame ist wohl für Sucht und weitere Kindesgefährdungen in Familien zuständig. Das habe ich aus zweiter Hand erfahren.
-   Ich habe mir vorgenommen nächsten Donnerstag zum RA zu gehen und mich beraten lassen, wegen ABR.
-   Eine andere Freundin von Ihr hat wohl Zugang zur Wohnung und wir müssen die Sache die die Kinder so täglich brauchen organisieren. Schulbücher, Klamotten etc.
-   Ich habe mit der Klassenlehrerin meines Sohnes gesprochen und sie ist jetzt über die Lage im Groben informiert. Ich will vermeiden dass mein Sohn noch ein Stigma dazu bekommt.  Heute musste er in die Schule gehen und hatte nicht alles dabei weil die Wohnung nicht zugänglich war. Die Mutter hat sich seit gestern nicht mehr gemeldet als wir versucht haben sie zu kontaktieren.

Ja so sieht es aus. Es ist so viel passiert und ich habe einiges  raus gelassen. Konkret würde ich gerne wissen wie ich mich beim JA verhalten sollte und wie wahrscheinlich ist es für mich das ABR zu bekommen. Aber sonst wird es für mich demnächst anstrengend und die Mutter hat erst mal die Hilfe die sie braucht.

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« Antwort #8 am: 20. Februar 2018, 13:57:56 »

Hallo,

Dein vorrangigstes Problem ist, dass die Kinder bei Dir leben und für die Kinder ein normaler Alltag entsteht. Das JA wird mit Sicherheit zustimmen, dass die Kinder bei Dir leben können (=ihren Lebensmittelpunkt haben), wenn Du es auf die Reihe bekommst.
Zu klären wäre auf welche Schule(n) die Kinder gehen sollen. Das Problem mit dem Pferd steht natürlich auch. Wenn Deine Tochter gut und gerne reitet solltest Du versuchen ihr das zu ermöglichen.

Das alleinige  ABR wirst Du so schnell nicht erhalten, dazu müsste es der Mutter entzogen werden, ob die Vorfälle dazu reichen kann ich nicht sagen. Aber das alleinige ABR ist nicht Deine vorrangige Baustelle.

VG Susi
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« Antwort #9 am: 20. Februar 2018, 13:58:01 »

Moin,

Hammer ... manchmal überholt einen das Leben links und rechts ...

Zu diesem ...:
Konkret würde ich gerne wissen wie ich mich beim JA verhalten sollte und wie wahrscheinlich ist es für mich das ABR zu bekommen. Aber sonst wird es für mich demnächst anstrengend und die Mutter hat erst mal die Hilfe die sie braucht.
1) das JA hat für die Kinder da zu sein und Dir entsprechende Hilfestellung zu geben. Ich würde diesen offen und ehrlich gegenübertreten und nichts beschönigen. Klar soll die KM für die Kinder da sein, aber offensichtlich kann sie dies derzeit nicht und mit dem was Du beschreibst, wird sich das auch nicht in den nächsten Monaten ändern. Sowas dauert.
2) ABR ... wie ist es derzeit geregelt? Hat die KM das ABR?
Aber eigentlich ist es auch egal. Du hast das gSR und damit können die Kinder zu Dir. Die KM kann nicht die Erzeihung und Sorge gewährleiten und damit erübrigt sich jeder Kommentar. Nur wenn die KM darauf besteht, dass die Kinder bei ihr leben sollen, muss über einen gerichtlichen Weg nachgedacht werden. Wenn sie aber dem Lebensmittelpunkt bei Dir zustimmt, dann gibt es keinen Grund für einen ABR Antrag.

Gruß
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« Antwort #10 am: 20. Februar 2018, 15:09:02 »

Hi,

zum Gespräch heute, ruhig und sachlich. Die Kinder sind bei dir, bzw aktuell bei der Freundin, sie sind aktuell gut versorgt.  Du überlegst wie das in Zukunft geregelt werden kann.

Mach dir Gedanken über einen Schulwechsel. Mit der Geschichte brauchst du eine Lösung und keine Übergangslösung mehr. Also mit den Kindern über einen
Umzug zu dir sprechen und über den dazu gehörigen Schulwechsel.

Sportvereine usw kündigen, und bei dir nach neuen Alternativen umsehen.

Das mit dem Pferd ist auch so eine Sache. Ist es ihr Pferd, oder hat sie eine Reitbeteiligung? Wenn es ihr Pferd ist musst du dich nach einem neuen Stellplatz umsehen,
ist es eine Reitbeteiligung kann eine neue bei dir in der Gegend gefunden werden. Klar, das ist alles erstmal viel, aber eine Mutter die grade mit Alkohol/ Drogenproblem in der Psychiatrie sitzt, ist definitiv niemand mit dem man planen kann, darf und sollte.

Das JA hat hier auch die Aufgabe dich jetzt zu beraten, z.B. über die finanziellen Leistungen die du für die Kinder beantragen kannst wenn KM nicht zahlt, und so wird es
wohl erstmal aussehen. Gibt es einen Unterhaltstitel?

Habt ihr 2 Zimmer frei, schafft ihr das räumlich?

Und dann, nicht  zu vernachlässigen: Das ganze ist für deine Kinder eine Extremsituation. Es wäre sinnvoll über eine psychologische Hilfe für die Kinder nachzudenken.
Dazu kann das JA sicher auch was sagen. Aber Mama psychisch in so einem Zustand, das ist heftig, und auch wenn die Kinder das aktuell nicht mitbekommen haben,
sei dir sicher, sie haben in den letzten Monaten erlebt wie Mama sich verändert. Das ist auf jeden Fall eine Situation in der sie Hilfe bekommen sollten.

LG
Nadda
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Tsubame
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« Antwort #11 am: 21. Februar 2018, 10:05:00 »

Hallo,

Ich hoffe, dass das Gespräch gut verlaufen ist und dass Du klar mitgeteilt hast, dass die Kinder gut versorgt sind. Wurde auch die finanzielle Seite angesprochen ?

Der Sohn ist dabei, sich bei Dir bzw. Euch einzuleben.

Für die Tochter wird es schwieriger. Kennst Du die Familie, bei welcher sie wohnt ? Hast Du mit ihnen gesprochen ? Es sind verlässliche Leute ? Sprich mit der Tochter, ob sie will, dass Du mit ihrer Schule Kontakt aufnimmst um diese auf dem Laufenden zu halten. Ihre Lehrer sollten informiert sein.
Es ist sehr einfühlsam und richtig von Dir, dass sie bei ihrem Pferd bleiben darf. Denn darum geht es dem Mädchen meiner Meinung nach vor allem. Sie denkt nicht an die Zukunft (macht ihrzuviel Angst), sondern klammert sich ans hic et nunc. Ein Pferd ist eine immens wichtige "Bezugsperson" für den Reiter (und noch mehr in Extremsituationen) und man sollte sie ihr auf keinen Fall nehmen. Wäre es möglich am Wochenende einen Familienausflug zum Reitstall zu machen ? Um auch den Kontakt zur Tochter zu pflegen ?

Der Kindesmutter würde ich vermitteln, dass es ihre wichtigste Aufgabe sei, gesund zu werden soweit das bei Suchtkrankheiten möglich ist. Ich weiss nicht, inwieweit es hier rechtlich möglich ist mit den behandelnden Ärzten Kontakt aufzunehmen um ein ungefähres Bild des Zustandes der Mutter zu bekommen.

Viel Kraft für diese Übergangssituation, in welcher die Weichen für die Zukunft gestellt werden.
Tsubame.



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« Antwort #12 am: 12. Juli 2018, 14:31:13 »

Update:

Es ist mittlerweile fast ein halbes Jahr her und ich würde Euch einfach gerne ein update zur der Situation geben:

-   Meine Ex-Frau ist seit drei Wochen aus der Klinik und steht nach diversen Kuren und ambulanten Therapien, noch unter einer gerichtlich verordneten Betreuung für Gesundheit, finanzielle Angelegenheiten und Aufenthalt  bis zum 30.09.
-   Sie kann noch nicht arbeiten bezieht aber bald finanzielle Leistungen aus der Rentenversicherung. In zwei Monaten würde sie aber gerne in die berufliche Wiedereingliederung einsteigen.
-   Durch die Krankheit hatte sie ihren kompletten Freundeskreis zerstört. Daran muss sie noch arbeiten und schein durch die Medikamente soweit eingestellt zu sein, dass sie alleine zurecht kommen könnte auch wenn ich das Gefühl habe sie wird noch ne weile Hilfe brauchen.
-   Ich habe den Eindruck sie ist sehr vergesslich und ziemlich unsicher in ihrem Auftreten. Aber es kann auch in den Medikamenten begründet sein die sie nehmen muss wegen der Psychose.
-   Ihr Mann ist ausgezogen, die Wohnung wurde vom Vermieter gekündigt da die Miete nicht mehr bezahlt wurde aber anscheinend hat die Betreuerin dagegen geklagt und das erfolgreich. Die Mietrückstände wurden durch die Ersparnisse Ihrer Eltern ausgeglichen und sie kann die Wohnung noch gerade so behalten.
-   Sie ist wollig pleite da sie während der Psychose nur noch in Hotels gewohnt hat und mit Taxi gefahren ist, wenn sie mal aus der Klinik abgängig war. EC-Karte eingezogen. Nicht mehr geschäftsfähig etc.. !
-   Also es geht ihr wieder besser und ich bin sehr glücklich darüber weil es für mich sehr schlimm war, die Frau die ich mal liebte (und hasste) und die Mutter meiner Kinder so zu sehen. Sie hatte richtig eine Schraube locker und hielt sich für ein Engel mit einer Mission die sie erfüllen musste. Das war sehr schlimm.

Die Kinder:
-   Durch die ihre Krankheit, die Trennung von ihrem Mann die von ihr aus ging und die Tatsache, dass die Kinder dann nur noch mich hatten ist sie vernünftiger geworden. Sie arbeitet wieder mit mir zusammen um das Wohl der Kinder. Ob das Einsicht ist oder aus der Tatsache heraus, dass sie es nicht mehr leisten kann ist mir egal (naiv?). Für die Kinder ist es zunächst so, dass sie mich wieder haben und meine Tochter hat ihrer Mutter vorgeworfen drei Jahre lang den Kontakt verhindert zu haben. Ich muss auch gestehen, ich habe mich in den drei Jahren komplett zurückgezogen weil ich gekränkt und so machtlos war und einfach Ruhe haben wollte für alle.
-   Meine Kinder sind 13 und 15 Jahre alt und sitzen bei mir wenn sie es können direkt aufm Schoss  und schmusen mit mir. In dem Alter ist das nicht mehr so üblich nehme ich an.
-   Wir haben uns mal zu viert getroffen und haben besprochen wie es weitergehen sollte:
o   Mein Sohn will bei mir bleiben. Schule und Sportverein schon klar gemacht für 2018/2019
o   Meine Tochter möchte ihr aktuelles Umfeld nicht verlassen, wird also zu ihrer Mutter ab dem 01.08. zurückehren. Das Verhältnis zwischen Mutter und Tochter ist und war immer kompliziert, hat die Mutter zugegeben und das Jugendamt wird hier helfen die beiden wieder zusammenzubringen. Dafür gibt es wohl spezielle Programme vom JA. Ich habe mir vorgenommen ab  dem 01.08. täglich vorbeizukommen um zu helfen da wo ich kann. Das wollte meine Tochter so haben.-
-   Ich war während der Abwesenheit der Mutter ständig im Kontakt mit dem JA. Dort hat mir die für den Fall zuständige Mitarbeiterin zugesichert, dass sie es auch befürworten würde falls ich den ABR einklagen möchte. Das habe ich aber nicht mehr getan. In Nachhinein war das auch gut so, aber ich kann nicht mehr sagen warum ich es nicht mehr gemacht hatte als ich so leichtes Spiel hatte. Auch meine Anwältin hatte es mir geraten.
-   Ich wollte aber glaube ich, mit ihr zusammen  vor den Kindern auftreten und unsere Probleme besprechen ohne JA, ohne Anwalt und nur wir vier. Das hat Gott sei Dank für uns funktioniert. Zum Glück haben aber auch die wenigen Freunde die sie dann noch hatte, ihr geraten die Kinder bei mir zu lassen.


Also es geht wieder aufwärts. Wir müssen noch viel wiedergutmachen bei unseren Kindern. Unsere Tochter muss wieder Vertrauen und Bezug zur Ihrer Mutter aufbauen. Meinem Sohn muss ich Sauberkeit und Ordnung beibringen, da er hier große Defizite hat.
Meine Ex muss wieder zu sich und einen Weg die Psychose zu bändigen finden.

Kleine Anekdote:
-   Um das Kindergeld zu erhalten musste ich meine Kinder ummelden. Ich bin dafür zum Amt gegangen und die Dame hat von mir folgendes verlangt und nur dann konnte ich beide ummelden:
o   Ausweis der Kinder
o   Gerichtsbeschluss wegen der Betreuung oder die Mutter dabei haben.
o   Beide Kinder mitbringen
o   Schreiben der Schwester meiner Ex da diese als Verwandte die Betreuung ihrer Schwester beantragt hatte

-   Als ich letzte Woche mit meiner Ex abgestimmt hatte, dass unsere Tochter zu ihr zieht, musste sie diese wegen Schule und Kindergeld sofort ummelden:
o   Sie ist zum Amt gegangen, alleine weil ich keine Zeit hatte und ihr gesagt ohne mich kannst Du es nicht machen.
o   Halbe Stunde später konnte sie unsere Tochter ummelden ohne mein Zutun obwohl sie heute noch unter der gerichtlich verordneten Betreuung steht und mit null weiteren Unterlagen. Nicht mal die Ausweise der Kinder !!! Alles klar ?
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Kasper
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« Antwort #13 am: 12. Juli 2018, 16:25:33 »

Kleine Anekdote:
-   Um das Kindergeld zu erhalten musste ich meine Kinder ummelden. Ich bin dafür zum Amt gegangen und die Dame hat von mir folgendes verlangt und nur dann konnte ich beide ummelden:
o   Ausweis der Kinder
o   Gerichtsbeschluss wegen der Betreuung oder die Mutter dabei haben.
o   Beide Kinder mitbringen
o   Schreiben der Schwester meiner Ex da diese als Verwandte die Betreuung ihrer Schwester beantragt hatte

-   Als ich letzte Woche mit meiner Ex abgestimmt hatte, dass unsere Tochter zu ihr zieht, musste sie diese wegen Schule und Kindergeld sofort ummelden:
o   Sie ist zum Amt gegangen, alleine weil ich keine Zeit hatte und ihr gesagt ohne mich kannst Du es nicht machen.
o   Halbe Stunde später konnte sie unsere Tochter ummelden ohne mein Zutun obwohl sie heute noch unter der gerichtlich verordneten Betreuung steht und mit null weiteren Unterlagen. Nicht mal die Ausweise der Kinder !!! Alles klar ?
Ich blick da auch nicht mehr durch ... da scheint echte Willkür am Werk zu sein.
Meine Anekdote lief anderherum ...
Ich benötigte einen Personalausweis für eine Reise, für meinen Sohn. Die Kinder leben bei mir .. Beim letzten mal musste ich alles möglich an Unterschriften besorgen, etc. Naja, diesesmal musste ich nur die Frage beantworten, ob die Kinder noch bei mir leben (stand ja eigentlich in deren PC) und damit was das Thema erledigt.

Wenn ich diese Geschichten immer Drehe und Wende wie ich will, komme ich immer auf das gleich Ergebnis: Willkür. Anders geht es nicht.

Gruß
Kasper
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« Antwort #14 am: 12. Juli 2018, 16:34:03 »

Hi,

unsere Erfahrungen mit Meldeämtern sind ähnlich. Da sitzt jemand und der entscheidet nach Tageslaune.
Und irgendwie hat man keine Handhabe wenn jemand da sehr kreativ in der Auslegung der Vorgaben ist.

Anmeldung meines Stiefsohns bei uns - unmöglich. Anmeldung meines Stiefsohns durch seine Mutter - kein Problem.
Offenbar brauchte sie auch nie irgend welche Unterschriften.

Weil wir vorgeburtlich eine Sorgerechtserklärung für unsere gemeinsame Tochter gemacht hatten, wollte uns
der Standesbeamte nicht mehr erlauben den Nachnamen unserer Tochter auf den Namen des Vaters festzulegen.
Weil: Das kann eine ledige Mutter ja tun, aber weil wir jetzt zu zweit sind geht das nimmer und deshalb bekommt
das Kind den Namen der Mutter.

War ne längere Aktion und mein Mann hat sich da gewaltig reingehängt. Kapiert hab ich den Beamten nicht.
Unsere Tochter hatte aber dann den Namen meines künftigen Mannes auf der Geburtsurkunde.

LG
Nadda
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« Antwort #15 am: 12. Juli 2018, 22:35:16 »

Ohne den Thread hijacken zu wollen, kenne ich auch

KM konnte Kind einfach an der neuen Adresse anmelden (vorher gemeinsame Wohnung und gSR), zweite Unterschrift für den Ar... obwohl es einen Absatz in den Durchführungsbestimmungen des Meldegesetzes gibt. Macht man(n) drauf aufmerksam, bekommt man zur Antwort das die Bestimmungen widersprüchlich sind
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« Antwort #16 am: 13. Juli 2018, 05:49:37 »

Das ist tatsächlich ein Problem. Denn in den Meldegesetzen steht, dass der Wohnungsgeber (und das ist nur für den Hauptmieter der Vermieter und für alle anderen Bewohner der Hauptmieter) verpflichtet ist, die Mitbewohner innerhalb von 14 Tagen anzumelden. Wird die Meldung verweigert, nimmt man dem Betroffenen die Möglichkeit seine Pflichten zu erfüllen. Und Durchführungsvorschriften sind für den Betroffenen nicht bindend.

LG LBM
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« Letzte Änderung: 13. Juli 2018, 19:23:15 von Lausebackesmama » Gespeichert

‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
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« Antwort #17 am: 13. Juli 2018, 10:11:08 »

So oder so find/fand ich es zum Ko...en

Dadurch greift die Behörde wissentlich in die elterliche Sorge des anderen ETs ein und es wird noch nicht mal informiert. Theoretisch könnte ich einfach hingehen und Kind wieder ummelden (bin mein eigener Vermieter), müsste die Meldebehörde schlucken (ich glaub nicht dran!)
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« Antwort #18 am: 13. Juli 2018, 10:33:45 »

Dem stimme ich zu.

Was mich eigentlich wirklich stört, ist mit welchem unterschiedlichen Maß gemessen wird. Das ist mit Rechtsstaatlichkeit in keiner Weise zu erklären und dabei hält doch unser Staat (und die Politiker) dieses Schild immer besonders hoch.

Seit ich mit dem Familienrecht in Berührung gekommen bin und die verschiedensten Auswüchse mitbekommen habe, muss ich leider gestehen, dass unsere Republik schlimmer wie ein Diktatorenstaat ist ... bei letzteren weiß man das es unfair läuft.

Gruß
Kasper
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« Antwort #19 am: 13. Juli 2018, 15:54:02 »

Die gute Dame vom Amt wollte auch noch von mir zusätzlich den Beweis für das Sorgerecht und dafür dass ich Eigentümer des Hauses bin haben
Ich hatte dann die Schnauze voll, stand da mit den Kindern in diesem Amtszimmer und sagte ihr mit einem ganz anderen Ton : bitte beweisen Sie dass ich nicht der Vater bin und dass ich illegal in dem Haus wohne.
Sie merkte dass sie doch zu weit gegangen ist und spuckte ein „ich gucke mal was ich kann es dürfte auch so reichen“.

Übrigens, wo steht festgehalten, dass man das geteilte Sorgerecht hat ? Das wusste sie auch  nicht und im Scheidungsurteil ist kein Hinweis darüber. Auch nichts zum ABR.

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Inselreif
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« Antwort #20 am: 13. Juli 2018, 16:56:43 »

Das gemeinsame, nicht geteilte, Sorgerecht als Standard verheirateter Eltern ergibt sich aus §§ 1626 ff. BGB.
Wenn nicht eine andere Entscheidung ergangen ist, bleibt es dabei.

Gruss von der Insel
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Bonnie 2


« Antwort #21 am: 14. Juli 2018, 19:54:13 »

Moin

Reg' Dich nicht zuviel auf. Mitunter passiert es, dass Menschen es nicht auf dem Radar haben, dass auch Männer für Kinder und Hof sorgen wollen und können. Kopf hoch.

LG oldie
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Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
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