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vatersein.de - Forum 19. Juli 2018, 05:39:10 *
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Autor Thema: Post von Beistandschaft wg Unterhalt  (Gelesen 2422 mal)
Schmuckeremit
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Beiträge: 31


« am: 21. Januar 2018, 16:51:14 »

Hallo zusammen!

Am Samstag hatte ich eine Einschreiben im Kasten, KM will den Unterhalt vom JA berechnen lassen.
Das etwas im Anrollen ist war klar, nur mit Unterhaltskram hab ich, zumindest jetzt, nicht gerechnet.

Die wichtigste Frage ist ganz einfach ob ich besser direkt zum Anwalt gehe, oder dem JA erst mal alles vor die Füsse werfe und einen Bescheid abwarte.
Soll ich dem Beistand die Unterhaltsvorgeschichte schildern, sofern überhaupt relevant, z.B. für etwaige Nachzahlungen?
Ich muss damit rechnen dass die KM da etwas rumgeopfert hat und da sie es notorisch mit der Wahrheit nicht so genau nimmt, habe ich notorisch das Gefühl meine Sicht der Dinge transportieren zu müssen. Was aber nicht unbedingt ratsam sein muss.

Vorgeschichte:
Unterhalt war bisher kaum Thema, nach der Geburt der jetzt 4,5-jährigen Tochter hat mich die Mutter etwas später darauf angesprochen, zunächst hatten wir beide einfach zu viel um die Ohren. War auch kein Problem wir waren ja noch liiert. Sie gab mir Infomaterial, ich fragte auch nach wie ich es berechnen soll. Da ich selbständig bin habe ich dann einfach den Gewinn (ich glaube nach Steuern) genommen um es einfach zu halten. Hab ich ihr auch so gesagt und sie war einverstanden. Alles noch ganz locker.
Ich hab auch nie einen Zweifel daran gelassen meinen gesetzlichen Verpflichtungen nachzukommen.

In 2013 hatte ich allerdings nur ältere Steuerbescheide, so dass ein Zeitraum von 2009-2011 zur Berechnung des Mittels herangezogen wurde.
Das war durchaus zum Vorteil der Mutter weil '09 und '10 sehr gut waren, schon 2011 ging der Gewinn drastisch zurück. Ich zahlte dann natürlich die fehlenden Monate nach, beteiligte mich an Anschaffungen.
Ein zu der Zeit noch offenes Darlehen an die Mutter wurde erst einige Jahre später angekündig zurück zu zahlen, ich hatte das vollkommen aus den Augen verloren. Ich bat die Mutter das auf das Konto des Kindes einzuzahlen. Waren 2000€ oder so und hat dann noch mal viele Monate gedauert bis es auf dem Kinderkonto war. Ich erwähne das nur weil es vielleicht einen nachträglichen Vorwurf der zu späten Aufnahme der Unterhaltszahlungen relativieren könnte, sollte der denn kommen.

Die Mutter verdiente zu der Zeit (und vermutlich auch heute noch) ca. 2-3mal so viel wie ich, im Rahmen eines ihrer Arbeitsplatzwechsel war die Rede von 100.000€ Jahreseinkommen. Ob Netto oder Brutto weiss ich nicht mehr, jedenfalls war sie alles andere als bedürftig.

Ein paar mal tauchte das Thema noch auf, sie erinnerte mich bei Änderungen der Tabelle daran neu zu berechnen, (oder wenn es wegen Umgang/etc. Stress gab). Das tat ich dann. Einmal kompensierte sich eine Erhöhung in der Tabelle mit einer Stufe die ich runterrutschte.
Das Herunterrutschen ist natürlich mit den guten Jahren '09 & '10 zu erklären die dann aus dem gleitenden Mittel herausfielen. Das habe ich ihr auch erklärt damit es da keine Überraschungen gibt. Zudem muss zu der Zeit auch auch für sie klar gewesen sein dass ich bei Umgang (eher: Betreuung) an zwei Wochentagen nicht in der Lage sein werde das alte Einkommen wieder zu erreichen.
In einem Fall, als ich eine Neuberechnung vorlegte und erklärte, bekam ich per Mail die Antwort:
"Zahl so viel du willst"
Habe mich natürlich nicht drauf eingelassen. Es ist das Geld für die Kleine und egal was die KM so alles anstellt, es steht ihr zu.
Die Letzte Berechnung ergab dass ich ein paar Euro weniger zahlen müsste. Hatte ich hier schonmal erwähnt. Hab aber alles so belassen weil ich versuche jeden Anlass für Stress zu vermeiden. Es endet nur in Schikanen.
Kurz: Es gab einen regelmässig (per Dauerauftrag) gezahlten Unterhalt, der sich kaum geändert hat.
Ich habe keine Ahnung ob ich zuviel oder zu wenig gezahlt habe.

Die Kindesmutter hatte Anfang 2016 ein Haus 450km entfernt gekauft, dort ihre Schwester einquartiert und wollte dies für sich und die Kleine als Wochenend- & Ferienhaus nutzen. Letztes Jahr ist sie dort hingezogen, gab auch diese Adresse an, suchte und fand aber "nebenbei" noch eine Mietwohnung in der sie jetzt tatsächlich lebt.
Sie hatte vorher ein Jahr lang eine Vollzeitstelle, dort nun angeblich eine 30-Stunden Woche bei gleichem Einkommen.

Bei mir ist die Situation relativ einfach, keinerlei Vermögenswerte, abgesehen von 20.000€ + ein paar Zinsen auf einem Tagesgeldkonto, das ist der Puffer um schlechte Auftragslage oder Krankheit überbrücken zu können. Am Ende des Jahres gibts meist einen relativ hohen Girokontostand weil ich dann die Rechnungen fürs abgelaufene Jahr schreibe. Davon muss ich aber dann das ganze Folgejahr leben und die laufenden beruflichen Kosten begleichen. Falls es da eine Grenze gibt ab der das als "Vermögen" gilt, liesse sich das natürlich einfach in Zukunft ändern: Zwischendurch mal öfter eine Rechnung schreiben ;-)
Mögliche Besonderheit sind sehr hohe freiwillige Zahlungen in eine private Rentenversicherung (oft bis zum noch steuerlich wirksamen Maximum, neben geringem vertraglichem Festbetrag von 3000€/a ), um neben den geringen erworbenen Ansprüchen aus der gesetzlichen RV und nach der Gründungsphase mit einigen Jahren komplettausfall für die RV, noch überhaupt eine Rente zu erreichen von der man leben kann.
Arbeitszimmer in der Wohnung, ist Mittelpunkt beruflichen Tätigkeit.


Weitere Fragen:
Steuerbescheid für 2017 habe ich noch nicht, normalerweise mache ich die Steuer auch erst im 3. - 4. Quartal des Folgejahres.
Wie wörtlich ist "der letzten drei Jahre" zu nehmen, muss ich ganz schnell die Steuer '17 fertig machen?

Spielt der Umzug eine Rolle?
Mir entstehen ja nicht nur Kosten für die eigentlichen Fahrten im Ramen des Umgangs, sondern auch erheblicher Zeitaufwand.
Die Umgangstermine liegen so dass meist nur ein Wochenende, vielleicht noch ein Feiertag, dabei ist, also meist Mitte der Woche bis Mitte der Woche.
Als Angestellter wäre das kaum möglich, als Selbständiger führt es natürlich auch dazu dass man zu gewöhnlichen Arbeitszeiten nicht so präsent sein kann. Für eine Fahrt, bringen oder holen, bin ich z.B. 11-12h mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs.
Sehr wahrscheinlich wird sich das demnächst auch wieder im Einkommen niederschlagen.

Am meisten Sorgen bereitet mir die private Rentenversicherung. Die Beiträge werden zwar steuerlich anerkannt, aber wegen des geringen vertraglich festen und hohen freiwilligen Beitrages, könnte ich mir vorstellen dass diese nur teilweise in die Unterhaltsberechnung eingeht. Die Beiträge machen auch einen hohen Anteil des Einkommens aus. Es ist aber andererseits auch nicht so, dass ich mir damit irgendwie eine "Traumrente" zurücklege.
Gibt es bestimmte Regeln zu solchen Versicherungen?


Zum Schluss: Kann ich von der KM Auskünfte über ihr Einkommen/Vermögen verlangen?

Danke!
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AnnaSophie
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« Antwort #1 am: 21. Januar 2018, 17:56:52 »

Hallo,

kannst du irgendwie belegen, dass die KM das 2-3fache wie du verdienst? Aufgrund ihrer Position etc.? Damit könnte sie - zumindest teilweise - barunterhaltspflichtig sein.

Ja, du musst Auskunft erteilen, wenn das letzte Mal 2 Jahre vergangen sind.

Wie ist das? Hast du dem Umzug zugestimmt?

Normalerweise wird das hälftige Kindergeld angerechnet, so dass dieses für Umgang etc. verwendet werden kann. Bei der Entfernung ist das aber nicht ausreichend und es könnte sein, dass diese Kosten bei dir angerechnet werden können.

Du kannst Altersvorsorge betreiben. Bei Angestellten sind es 4 % vom Brutto. Bei dir müsste aber in meinen Augen der Anteil für AN noch dazukommen.

Und dann belegst du die Jahre 15,16,17 und die Steuerbescheide 14,15,16.

Sophie
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Inselreif
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« Antwort #2 am: 21. Januar 2018, 18:14:03 »

Am meisten Sorgen bereitet mir die private Rentenversicherung.
bis zu 24% vom Brutto bekommst Du anerkannt (soweit das in Euren Leitlinien nicht fixiert ist, bei pingeligem Richter 22,7%)

Gruss von der Insel
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Schmuckeremit
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« Antwort #3 am: 21. Januar 2018, 20:54:43 »

Hallo,

kannst du irgendwie belegen, dass die KM das 2-3fache wie du verdienst? Aufgrund ihrer Position etc.? Damit könnte sie - zumindest teilweise - barunterhaltspflichtig sein.

Habe mal so einen Unterhaltsrechner bemüht, da kann ich bis zu ner Million Monatseinkommen für sie eingeben, da ändert sich an meinem Unterhaltsbetrag gar nix.
Aber vielleicht hab ich wasirgendwo falsch eingegeben.

Zitat
Ja, du musst Auskunft erteilen, wenn das letzte Mal 2 Jahre vergangen sind.

Ja ist klar, will ich ja auch, bzw. komme ich nicht drumrum. Hab ich ihr ja auch regelmässig angeboten die Unterlagen einzusehen. Ich hab da gar nichts zu verbergen.

Zitat
Wie ist das? Hast du dem Umzug zugestimmt?

Letztendlich dann doch, vorm OLG, um das Aufenthaltsbstimmungsrecht wieder zu bekommen.
Eine ziemlich miese Geschichte bei der ich nicht gut aussah, meine Anwältin aber wohl noch weniger.
Eigentlich keiner der Beteiligten. Bei Gelegenheit werde ich mal was dazu schreiben, auch weil ich manche Sachen immer noch nicht verstehe und noch viele Fragen dazu habe.
Der Ausflug in die Niederungen des Familienrechts hätte mich beinahe zum Reichsbürger oder wenigstens radikalen Männerrechtler gemacht ;-)

Zitat
Normalerweise wird das hälftige Kindergeld angerechnet, so dass dieses für Umgang etc. verwendet werden kann. Bei der Entfernung ist das aber nicht ausreichend und es könnte sein, dass diese Kosten bei dir angerechnet werden können.

Du kannst Altersvorsorge betreiben. Bei Angestellten sind es 4 % vom Brutto. Bei dir müsste aber in meinen Augen der Anteil für AN noch dazukommen.

Ich habe teilweise bis 50% vom Gewinn eingezahlt, wäre das dem Brutto gleichzusetzen?. Es gibt keine andere Möglichkeit für mich, noch auf eine akzeptable Rente zu kommen, als da richtig in die RV reinzubuttern.
Viel Zeit hab ich ja nicht mehr.

Zitat
Und dann belegst du die Jahre 15,16,17 und die Steuerbescheide 14,15,16.

Ohne Steuerbescheide kann ich wohl nix belegen, ich hab ja keine Verdienstbescheinigungen oder so.
Und meine Rechnungen hab ich ja selbst geschrieben, da kann was fehlen, oder falsch sein.
Die gehen die auch nix an, da stehen teilweise namhafte Endkunden und deren Projekte drin.

Wenn das einmal durch den Fiskus ist ists vermutlich deshalb glaubwürdig weil der ja vermutlich auch anhand der Umsatz- und sonstigen Steuererklärungen der Kunden in etwa grobe Unstimmigkeiten checked.

Zudem: Warum sollte man das gleitende Mittel neu ansetzen, ein Jahr muss dann ja teilweise rausfallen,
fände ich unfair weil dann wohl eins der Jahre weniger gewichtet würde.
Madame hatte ja auch Anfangs der Berechnung zugestimmt.

Auch wäre ich gezwungen die Steuererklärung wesentlich früher als bisher zu machen, passt mir wegen der heftigen Arbeitsbelastung am Jahresanfang gar nicht in den Kram und wäre auch schwierig bis Fristende zu machen und meinen Kunden zu vermitteln.

Ist es denn so dass der Beistand Daten aus 2017 zwingend einfordern kann?
Oder muss der sich damit zufrieden geben was ich aktuell fertig habe?
Der kann mich doch nicht zwingen die Fertigstellung von Projekten zu gefährden und damit womöglich meinen Kunden Vertragsstrafen gegenüber deren Kunden zu bescheren.
Der Kram geht dann eben in zwei Jahren in eine neue Rechnung ein, da geht doch keinem was verloren.
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« Antwort #4 am: 21. Januar 2018, 21:17:49 »

bis zu 24% vom Brutto bekommst Du anerkannt (soweit das in Euren Leitlinien nicht fixiert ist, bei pingeligem Richter 22,7%)

Gruss von der Insel

Darf ich als Brutto wenigstens Meine Rechnungssummen incl. Umsatzsteuer ansetzen? So ganz verstehe ich das nicht, ich hab das Geld ja nicht wirklich zur Verfügung und bin gezwungen einzuzahlen um Altersarmut zu vermeiden. Oder anders: Am Ende bezahlt vielleicht der Staat indirekt einer Spitzenverdienerin den Unterhalt.

Was ist wenn ich in die gesetzliche RV zurückgehe, gibts dann höhere Sätze der Anrechnung (wobei die Frage natürlich im Raum steht wieviel ich da überhaupt rein bekomme und wie Rentenwirksam es noch wäre).

Damit wird auch die Frage nach möglichen Nachzahlungsforderung möglicherweise relevanter.
Wie lange zurück darf gefordert werden? Ich vermute mal irgendeine bisherige Akzeptanz seitens der Mutter spielt gar keine Rolle?
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« Antwort #5 am: 21. Januar 2018, 21:40:40 »

Hallo,

kannst du irgendwie belegen, dass die KM das 2-3fache wie du verdienst? Aufgrund ihrer Position etc.? Damit könnte sie - zumindest teilweise - barunterhaltspflichtig sein.

Nachtrag: Nein, beweisen kann ich das nicht. Dewegen fragte ich ja ob ich auch Auskünfte über ihr Einkommen und Vermögen fordern kann.
Ihre Angabe im Rahmen des Prozesses, dass sie bei einer 30 Stunden-Stelle wie Vollzeit verdient, kann einfach gelogen gewesen sein. Selbst die Zieladresse des Umzuges war ja gelogen, reiner Zufall das ich das herausgefunden habe. Alles wird geheimgehalten, verschleiert, verzerrt oder einfach ganz platt gelogen.
Oft genug auch ohne erkennbaren Sinn oder schon im Ansatz ohne Beine. Ich hab auch keine Ahnung wo sie wirklich arbeitet, laut Verfahrensbeiständin sollen es sogar zwei verschiedene Arbeitsorte sein. Eigentlich kommt nur eine Leitungsfunktion in Frage. Man findet aber nichts.
Möglicherweise hat sie sich auch nebenbei noch Selbständig gemacht, das Objekt dass sie gemietet hat bietet diese Möglichkeit, waren früher Büros drin.
Die Kleine scheint jedenfalls, entgegen aller Beteuerungen am neuen Wohnort mehr Zeit für sie zu haben, wieder dauerbetreut zu werden.
O-Ton Verfahrensbeiständin in der Verhandlung (als Argument für den Umzug): Die bisherige Betreuungssituation sei "eine Katastrophe".
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« Antwort #6 am: 22. Januar 2018, 08:15:13 »

Habe mal so einen Unterhaltsrechner bemüht
vergiss solche automatische Berechnungen, zumindest für Spezialfälle

Zitat
Darf ich als Brutto wenigstens Meine Rechnungssummen incl. Umsatzsteuer ansetzen?
Brutto ist der Gewinn vor Steuern. Alles andere wäre, sorry, lebensfremd.

Zitat
Was ist wenn ich in die gesetzliche RV zurückgehe, gibts dann höhere Sätze der Anrechnung
Nöö. Die Sätze basieren ja auf einer gesetzlichen RV (AN+AG-Anteil) plus 4% Riester.
Dass Du aufgrund von Versäumnissen der Vergangenheit heute vielleicht mehr investieren musst, um auf eine akzeptable Rente zu kommen, ist nicht Problem Deines Kindes.

Zitat
Wie lange zurück darf gefordert werden?
Da offenbar nichts tituliert ist ab Januar 2018.

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« Antwort #7 am: 22. Januar 2018, 10:18:28 »

vergiss solche automatische Berechnungen, zumindest für Spezialfälle

Also handelt es sich hier vielleicht um einen "Spezialfall".
Warum? Weil die KM viel mehr verdient, Häuser kauft?
Oder vielleicht doch aufgrund der Rentenbiographie.

Zitat
Brutto ist der Gewinn vor Steuern. Alles andere wäre, sorry, lebensfremd.

Man kans ja mal versuchen ;-)


Zitat
Nöö. Die Sätze basieren ja auf einer gesetzlichen RV (AN+AG-Anteil) plus 4% Riester.
Dass Du aufgrund von Versäumnissen der Vergangenheit heute vielleicht mehr investieren musst, um auf eine akzeptable Rente zu kommen, ist nicht Problem Deines Kindes.
Da offenbar nichts tituliert ist ab Januar 2018.

OK, so sind die Regeln.
Das Problem meines Kindes sind nicht die aktuellen Finanzen, Probleme tauchen potentiell dann auf wenn es richtig Geld braucht. Diese Zeit kann sich durchaus noch über meinen Rentenbeginn hinaus erstrecken,
gerade bei Aufnahme eines Studiums. Dann muss ich Leistungsfähig sein, nicht unbedingt jetzt.
Es ist auch nichts besonderes dass bei Unternehmensgründung, gerade aus der Arbeitslosigkeit heraus, für einige Jahre keine Rente eingezahlt werden kann. Das dies derart heftige Auswirkungen haben wird, auch wegen der langen Nullzinsphase, war damals nicht abzusehen.

Habe ich mit einer derartigen Argumentation eine Chance bei einer richterlichen Festlegung?
Oder lohnt sich das nicht?
Macht es Sinn gegenüber dem Beistand vom JA zu argumentieren?
Oder halten die sich in solchen Fällen immer an die Richtlinien?

Mit der Mutter zu reden macht in diesem Fall keinen Sinn, die Vorgeschichte zu dieser Aktion ziemlich krank,
es ging um eine Personalausweiskopie für eine Kinderreisepassverlängerung, es gab ein paar Tage verzögerung und ich habe den Kram direkt ans Amt geschickt, das hat sie so austicken lassen dass sie zuerst mit einer Straftat gegen mich gedroht hat, dann damit "den Vorgang" dem Jugendamt zu übergeben.
Da da nichts zu übergeben war, bzw. das Jugendamt ihr wohl heftig bescheid gestossen hätte (vielleicht auch hat), musste dann etwas anderes her.

Ich hatte dummerweise erwähnt dass ich gerade kurz vor Projektabschluss stehe und zeitlich stark belastet bin. Daher ist es sehr wahrscheinlich das es ihr gar nicht plötzlich um mehr Geld geht, sondern darum mich mit zusätzlichen Papaierkram zu triezen.

Natürlich bleibt die Aktion an sich trotzdem ihr gutes Recht.

Zitat
Da offenbar nichts tituliert ist ab Januar 2018.

Wüsste ich in jedem Fall wenn etwas tituliert wäre?
Hintergrund der Frage: Die KM hat schon kurz nach der Geburt jemandem erzählt 'jedenfalls hätte sie einen Titel'.
Hab ich erst Jahre später erfahren und rätsele bis heute was sie damit gemeint haben könnte. Auch weil das zu einem Zeitpunkt war als eine Trennung, zumindest meinerseits, noch gar nicht im Raum stand. Es gab auch keinerlei Probleme mit Finanzen. Ich vermute sie meinte einfach die Anerkennung der Vaterschaft.
Aber vielleicht gibts ja doch irgendeine Möglichkeit sich einen Titel zu besorgen ohne dass ich davon erfahren habe, oder irgendeinen Automatismus?

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« Antwort #8 am: 22. Januar 2018, 11:13:35 »

Also handelt es sich hier vielleicht um einen "Spezialfall".
Warum? Weil die KM viel mehr verdient,
[...]

Ja
Genau, weil die KM viel (mehr) verdient!
Die eherne (bzw. klassische) Regel ist, dass es einen betreuenden Elternteil = BET (-> bei Dir die KM)  und einen unterhaltszahlenden  =UET (-> DU/ KV) gibt.
Man geht bei dieser Konstellation davon aus, dass der BET auf Grund der Kinderbetreuung eher nicht die Möglichkeit hat (viel) zu verdienen.

[...]
Wüsste ich in jedem Fall wenn etwas tituliert wäre?
[...]
Ich vermute sie meinte einfach die Anerkennung der Vaterschaft.
Aber vielleicht gibts ja doch irgendeine Möglichkeit sich einen Titel zu besorgen ohne dass ich davon erfahren habe, oder irgendeinen Automatismus?

Unterhaltstiel und Anerkennung der Vaterschaft sind 2 verschiedene Paar Schuhe...
Zunächst:
Jedes Kind hat Anspruch auf einen Unterhaltstitel. Bei Minderjährigkeit des Kindes werden dies Ansprüche durch die KM geltend gemacht.
Im weiteren Verlauf wirst (wurdest?) Du aufgefordert - zB. vom Jugendamt- über eine festgesetzte Höhe Unterhalt zu titulieren.
Dieser Titel stellt eine Urkunde dar, mit welcher die KM ab Titelerstellung- nicht gezahlten Unterhalt - von Dir/ bei Dir pfänden  lassen kann.
Von diesem Dokument solltest Du - sofern Du sowas unterschrieben hast - eine Ausfertigung haben (die vollstreckbare Ausfertigung hat die KM).

!! Falls Du sowas bis dato nicht unterschrieben hast, aber im weiteren Verlauf dazu aufgefordert werden solltest, informiere Dich hier im Board über die Möglichkeiten einer Titelerstellung.
Auf jeden Fall solltest Du auf eine Befristung bis Volljährigkeit achten und bestehen!
Ohne Deine Kenntnis ist eine Titelerstellung nicht möglich, da hierzu Dein Unterschrift notwendig ist.
Solltest Du per Gerichtsurteil zu Unterhalt verpflichtet worden sein solltest Du das aber (eigentlich) auch wissen  

Bezüglich der Ermittlung der unterhaltsrelevanten Einkommen und hier im die einzelnen abzugsfähigen Positionen steht so ziemlich alles in den unterhaltsrechtlichen Leitlinien.
Als Basis für die Unterhaltshöhe dient in der Regel die Düsseldorfer Tabelle mit Ihren dazugehörigen Leitlinien.
Die Anwendung der unterhaltsrechtlichen Leitlinien ergibt sich aus dem Wohnort des Kindes...
Wohnort des Kindes -> zuständiges OLG. Heißt: jedes OLG hat eigene Leitlinien.
Du kannst davon ausgehen, das Behörden - hier Jugendämter- nicht zu Deinen Gunsten und oder Wohlwollen Unterhalt berechnen. Hier wird eher zu Gunsten des Kindes (KM) gerechnet.

Menier Meinung braucht Du aktuell keinen RA bemühen. Nach meinen Erfahrungen bekommst Du hier im Board hinreichend und gute Unterstützung.
« Letzte Änderung: 22. Januar 2018, 11:15:41 von Kakadu59 » Gespeichert

MfG. Kakadu59

Komm wir essen Opa. Satzzeichen können Leben retten.
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« Antwort #9 am: 22. Januar 2018, 12:45:27 »

Ich habe im Rahmen der Anerkennung Vaterschaft & Gemeinsame Sorge, vor der Geburt und danach bei Anmeldung des Kindes natürlich so einiges Unterschrieben.
Das Wort "Titel" kam dabei aber nicht vor und auch kein konkreter Betrag.
Ich denke auch dass das nicht nebenbei geschehen sein kann, denn die Erklärungen des Sachbearbeiters zu den einzelnen Erklärungen und deren Rechtsfolgen waren umfangreich.

Per Gericht ist bezüglich Unterhalt/Titel bisher nichts passiert, und ich wurde auch von keinem Amt aufgefordert eine Unterschrift abzugeben die für mich erkennbar irgendwas mit Unterhalt zu tun hat.
Gegenüber der Mutter ging es bisher um Herdprämie und solche Sachen.
Aber wie schon angedeutet: Es gab da einige seltsame Vorkommnisse und gerade der Anlass für diese Geschichte liegt höchstwahrscheinlich darin, dass sie eine Personalasuweiskopie von mir wollte und nicht bekommen hat, bzw eine kurze Verzögerung bei der Reisepassaktualisierung eingetreten ist.

Ich habe mit der Beistandschaft gesprochen um einige Details anzufragen.
Dabei habe ich auch das Problem mit der Rentenversicherung angesprochen und dabei auf die mögliche Situation hingewiesen die entstehen kann, dass ich gerade dann in Rente gehe wenn die Tochter z.B. ein Studium aufnimmt / aufgenommen hat. Was zu einem Einbruch meiner Leistungen führen kann, wenn ich nicht jetzt dafür sorge dass ich genug Rente beziehe.
Sie will sehen was sie tun kann, ich solle das in ein-zwei Sätzen darlegen, sie wolle dann auch mit der Mutter darüber reden.
Das klingt schon mal nicht schlecht.

Zum Einkommen/Vermögen der Mutter kam nur schwammige Auskunft, Tenor war in etwa dass dies nur dann eine Rolle spielt wenn es an mein Existenzminimum geht. Auch ob ich ein Auskunftsrecht hätte wurde eher ausweichend beantwortet.

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« Antwort #10 am: 22. Januar 2018, 14:24:32 »

Hallo Schmuckeremit,

lies dir mal diese Entscheidungen durch:

3faches Einkommen des BET: BGH, Beschl. v. 10.07.2013 – XII ZB 297/12, FamRZ 2013, 1558, Rdnr. 29; BGH, FamRZ 1984, 39
doppeltes Einkommen des BET: OLG Brandenburg, FamRZ 2006, 1780; OLG Schleswig, DAVorm 1985, 319
500€ höheres Einkommen des BET: OLG Schleswig, FamRZ 2014, 1643
kleinere Einkommensunterschiede sollen nicht zählen: OLG Bamberg, EzFamR aktuell 2000, 154

Wenn die Mutter wirklich und nachweisbar ein Einkommen jenseits des Dreifachen deines Einkommens hat, dann hast du wohl recht gute Karten, ganz aus der Unterhaltspflicht entlassen zu werden (siehe BGH oben), ansonsten sind die Aussichten vorhanden, aber wohl von weiteren Faktoren abhängig.

Wie ich darauf komme? Die hiesige Unterhaltsvorschußkasse ist der Meinung, dass sie geleisteten Unterhaltsvorschußleistungen den Unterhaltspflichtigen nicht in Regress nehmen wollen, wenn dieser weniger als die Hälfte des BET an Einkommen hat. Sie würden den Vorschuß dann einfach als unwiedereinbringlich abschreiben. Als Begründung beziehen sie sich u.a. auf o.a. Entscheidungen.

Gruß
dt
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« Antwort #11 am: 22. Januar 2018, 14:27:11 »

Es ist auch nichts besonderes dass bei Unternehmensgründung, gerade aus der Arbeitslosigkeit heraus, für einige Jahre keine Rente eingezahlt werden kann.
Ich könnte mir noch vorstellen, dass der Durchschnitt der letzten drei oder vielleicht sogar fünf Jahre durch ginge.
Alles darüber hinaus kann man natürlich probieren, reine Glückssache.

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« Antwort #12 am: 22. Januar 2018, 16:01:37 »

Hallo,

um eine Einkommensauskunft der KM zu erhalten brauchst Du Indizien, dass sie tatsächlich mehr Einkommen als Du hast. Aus meiner Sicht könnte das z.B. der Hauskauf sein. Allerdings bringt das nichts, wenn sie dafür einen Kredit aufgenommen hat.

Weiterhin wirst Du Dir einen Anwalt suchen müssen, wenn Du wirklich den Unterhalt nur teilweise oder gar nicht zahlen willst, weil die KM genug verdient. Weder das JA noch die KM lassen sich darauf freiwillig ein.
(Ausnahmen bestätigen die Regel, aber normal ist es nicht).
Freiwillig wird Dir vielleicht der Mindestunterhalt zugestanden, weniger vermutlich nicht.
Wenn Du eine gerichtliche Entscheidung über KU willst, dann geht das nur mit Anwalt. In Unterhaltssachen besteht Anwaltszwang.

VG Susi
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« Antwort #13 am: 22. Januar 2018, 23:24:53 »

Vielen Dank für eure Tips!

Zum Durchschnitt:
Macht keinen Unterschied, ich zahle seit vielen Jahren fast immer das Maximum an steuerlich wirksamen Beträgen in die RV. Was ich versuchen könnte, wäre vielleicht noch die Verwaltungskosten in Abzug zu bringen, die RV lässt sich natürlich die Option der freiwilligen Zuzahlung jedesmal vergolden, das kommt nicht auf die Rente drauf. Aber das wäre 1. nicht viel und 2. wohl auch ausserhalb irgendwelcher Leitlinien.

Die Urteile schaue ich mir morgen mal genauer an.

Zum Einkommen der KM
Ich hab jetzt mal geschaut, also wenn sie sich nicht massiv verschlechtert hat, dann wird sie so 115-145k€ bekommen. Das Obere Ende wäre dann tatsächlich jenseits meines dreifachen Gewinns.
Und in dieser Hierarchiestufe ihrer Berufsgruppe war sie schon vor ca. 10 Jahren.

Ich bin ziemlich sicher dass sie für das Haus einen Kredit aufgenommen hat. Als wir noch gemeinsam nach einem Haus suchten hatte sie ihre Bank kontaktiert und freudig verkündet bis zu 2 Millionen würde man ihr finanzieren. Vielleicht warens sogar mehr, sicher bin ich mir nur dass es mehr als eine war. Die Summe hatte mich ziemlich überrascht.
Aber mit liquiden Mitteln hatte sie es nie, es war klar das sie ihren Teil zu 100% finanzieren müsste, ich hätte ein paar zehntausend flüssig gehabt. Sie hat sich auch für jede grössere Anschaffung Geld von mir geliehen.
Irgendwo ist da immer ein Abfluss gewesen, ich weiss nur nicht wohin.

Es ist ziemlich wahrscheinlich dass ich noch erfahre wo sie arbeitet, vielleicht lässt sich dann etwas herausbekommen.
Als Indiz könnte aber eigentlich auch schon ihr Beruf herhalten. Da sie auch nicht freiberuflich, sondern angestellt unterwegs ist, kann man bei Kenntnis der Position schon Rückschlüsse auf das Gehalt ziehen.

Aber mein Ziel ist ja auch nicht, gar nichts zu zahlen, ist mein Kind und damit meine Verantwortung.
Ausserdem will ich weder einen Anlass geben zum rumopfern, noch für den Spruch "Dein Vater zahlt ja nichts".
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« Antwort #14 am: 23. Januar 2018, 00:17:33 »

rumopfern
rofl2 rofl2 rofl2 Danke für den Schmunzler zur späten Stunde!   rofl2 rofl2 rofl2
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« Antwort #15 am: 23. Januar 2018, 01:01:24 »

Kommt im Original von meiner Schwester (2 Kinder, alleinerziehend).
Sie sieht die KM als eine dieser Persönlichkeiten die es schaffen Leute auf ihre Seite zu ziehen indem sie das harmlose gebeutelte Opfer spielen, dass sich aber ganz tapfer und tough "wehrt". Das kommt besonders bei Frauen sehr gut an. Da kann sie sich inhaltlich um Kopf und Kragen reden (auch was das Kindeswohl angeht), das wird nicht mehr gesehen, ausgeblendet, umgedeutet.
Sogar von Richterinnen wird etwas stützendes dazuerfunden und ins Urteil geschrieben, etwas was die KM nicht einmal selbst behauptet hat.
Und die hat eine Menge behauptet was ich wiederlegen konnte, aber nicht durfte.

Da meine Schwester es mit einem KV zu tun hat der ähnliche Fähigkeiten im Rumopfern aufweist, scheint das Problem aber nicht wirklich geschlechtsspezifisch zu sein.
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« Antwort #16 am: 23. Januar 2018, 16:10:12 »

Ich arbeite miche gerade durch die von dt64 erwähnten Urteile.

Worüber ich stolpere ist die auch schon von AnnaSophie angedeutete Beweislast.
Wie sähe das in der Praxis aus?
Muss ich wirklich konkrete Beweise beibringen, also Gehaltsbescheinigungen der Mutter?
Das wäre natürlich sehr schwierig bis unmöglich.

Oder würde zunächst ein Anscheinsbeweis reichen und könnte man auf dessen Basis einen Beweisantrag stellen? Könnte natürlich für mich übel werden, wenn ich dann alle Kosten am Hals hätte und sie "arm" ist bzw. sich irgendwie so darstellen kann. Weil für sowas müsste ja vermutlich erstmal ein Verfahren angeleiert werden.

Die Situation ist hier das sie einer Berufsgruppe angehört die in der glücklichen Lage ist sich quasi den Arbeitsplatz aussuchen zu können. Da herrscht halt gerade Mangel, nicht erst seit gestern.
Sie war schon vor Jahren in der o.g. Einstufung unterwegs, hat nebenbei auch gelegentlich als Nebentätigkeit Gutachten für Gerichtsverfahren erstellt.
(Dazu gibts noch eine Anekdote: Sie wollte das ich das Kinderzimmer in meiner Wohnung einrichte, die wäre ja etwas grösser und sie brauche ihr Arbeitszimmer. Da hat sie gelegentlich die Gutachten erstellt, gesurft, e-Mail- und sonstigen Schriftverkehr erledigt. Also reiner PC-Kram, im Mittel unter einer Stunde am Tag. Ich konnte sie dann doch noch überzeugen das dies nicht so eine tolle Idee ist, gerade auch weil sie stillen wollte)

Ihre letzte Stelle vorm letzten Umzug war eine Vollzeitstelle, mir ist auch bekannt wo, nur nicht in welcher Position. Das war schon seltsam, da dort so ziemlich alle Mitarbeiter aufgeführt waren. Nur nicht die KM.
Sie hat diese Stelle sehr zeitnah mit dem Hauskauf angenommen, man kauft ja kein Haus und lässt sich dann weit unter Qualifikation anstellen.
Gegenüber Dritten hat sie gesagt dass sie auch am neuen Wohnort wieder im gleichen Bereich arbeiten würde. Während des gerade abgeschlossenen Verfahrens hat sie (schriftlich belegt) behauptet sie erziele am neuen Wohnort gleiches Einkommen bei nur 30 Wochenstunden.

Nun ist sie schon ein paar Monate da, aber man findet nichts, rein gar nichts. Das ist wirklich ungewöhnlich denn die in Frage kommenden Arbeitgeber stellen ihre Mitarbeiter meist auf den Webseiten dar.

Andere dritte aus ihrem Dunstkreis behaupten sie hätte "Geld wie Heu" ;-) OK, sowas kann man wohl selbst als Anscheinsbeweis vergessen.

Soll ich gegenüber der JA-Mitarbeiterin durchblicken lassen, dass die Sache für die KM übel nach hinten losgehen kann?
Ein Verfahren um den Unterhalt scheint ja aufgrund der uneinheitlichen Rechtsprechung ein Risiko darzustellen. Umso mehr ich laut JA zahlen müsste umso grösser meine Motivation dagegen vorzugehen und umso höher das (u.U. Total-) Verlustrisiko der KM.

Kann ich bei der Einkommensberechnung vielleicht nicht nur die tatsächlichen Reise- und sonstigen Kosten für den Umgang ansetzen, sondern auch die Tatsache dass die Vorgaben der KM aktuell so aussehen dass möglichst viele Wochentage dabei sind und mich das wirtschaftlich beeinträchtigt?
Es ist fast immer Mitte der Woche bis Mitte der Woche angesetzt, sogar der Urlaub soll so laufen.
Ich hab vor einiger Zeit echt für Wochenendumgang kämpfen müssen, nun gehts wieder mit den Wochentagen los. Natürlich ist mir der Umgang wichtiger als der Verdienstausfall, aber es ist nunmal durch die den erneuten Umzug der Mutter und ihre Terminsetzung verursacht. Da ist es schon blöd wenn man dann quasi mehrfach draufzahlt.
Mit sowas darf ich ihr natürlich nicht kommen, ihre Logik ist da ganz einfach: Gibt dann eben nur noch die Hälfte Umgang. Ist schon mal genau so gelaufen, hab ich auch schriftlich.
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dt64
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« Antwort #17 am: 23. Januar 2018, 16:21:25 »

Ich arbeite miche gerade durch die von dt64 erwähnten Urteile.

Worüber ich stolpere ist die auch schon von AnnaSophie angedeutete Beweislast.
Wie sähe das in der Praxis aus?
Muss ich wirklich konkrete Beweise beibringen, also Gehaltsbescheinigungen der Mutter?
Das wäre natürlich sehr schwierig bis unmöglich.

Oder würde zunächst ein Anscheinsbeweis reichen und könnte man auf dessen Basis einen Beweisantrag stellen? Könnte natürlich für mich übel werden, wenn ich dann alle Kosten am Hals hätte und sie "arm" ist bzw. sich irgendwie so darstellen kann. Weil für sowas müsste ja vermutlich erstmal ein Verfahren angeleiert werden.

Das ist auf jeden Fall eine der Schwierigkeiten dabei.
Vielleicht, und nur vielleicht (ich bin weit entfernt davon, ein Jurist zu sein, muß mich nur aus aktuellem Anlaß selbst mit diversen Fallstricken des Unterhaltsrechts befassen) könnte man da was ähnliches konstruieren wie im umgekehrten Falle.
Ein Unterhaltsberechtigter hat Anspruch darauf, Unterhalt zu erhalten. Da er die Höhe nicht berechnen kann, ohne die Einkommenslage des Pflichtigen zu kennen, kann er nicht einfach fordern. Mindestunterhalt bestimmt, aber keinen höheren Unterhalt. In dem Fall hat er aber Anspruch auf Auskunft, notfalls im Rahmen der Stufenklage.
Wenn es hier also für das Gericht! ausreichende Hinweise darauf gibt, dass ein entsprechendes Mißverhältnis zwischen den Einkommen des UET und BET gibt, dann könnte man hier vielleicht auch darüber zu einer Auskunftspflicht kommen. Dies sollte aber ein erfahrenener udn versierter Jurist mal prüfen, ist nur so meinen gedanken entsprungen und entbehrt jeglichen Sachverstands meinerseits.
Vielleicht findet sich auch was in der Historie der Verfahren, die zu o.a. Beschlüssen geführt haben. Irgendwoher müssen ja auch diejenigen, die die Beschlüsse erreicht haben, die nachweisbare Kenntnis der BET-Einkommen gehabt haben.

Gruß
dt
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« Antwort #18 am: 23. Januar 2018, 16:44:41 »

Hallo,

was passiert denn, wenn du der KM erklärst, dass du die Umgangskosten beim Unterhalt geltend machen willst und aufgrund ihrer Umgangsforderung das Kind nur am Wochenende betreuen kannst, weil es für dich finanziell nicht tragbar ist, unter der Woche die Betreuung soweit von deinem Arbeitsort entfernt zu leisten.

Und du deswegen den normalen Standardumgang von jedem 2. Wochenende einforderst sowie 6 Wochen Urlaub im Jahr.

Sophie
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« Antwort #19 am: 23. Januar 2018, 17:59:46 »

Mal ganz anders gedacht ...

Wart ihr verheiratet?
Mach doch einfach mal Unterhalt gelten. Dann wird sie vermutlich heftig zicken, muss aber Auskunft erteilen. Damit hättest Du alle Beweise, die Du benötigst, in der Hand.
Oder anders, versuche einen Mehrbedarf zu konstruieren, der mache sogar selber diesen geltend, weil das Kind unbedingt Musikunterricht haben muss. Dieser soll nach Einkommen gequotelt werden. Einfach Rotzfrech etwas verlangen.
Wenn die KM tatsächlich soviel Geld hat, wird sie so schlau sein und bei den ersten Anzeichen/Schreiben höflich einen Rückzieher zu machen.

Gruß
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« Antwort #20 am: 23. Januar 2018, 20:50:42 »

Hallo,

was passiert denn, wenn du der KM erklärst, dass du die Umgangskosten beim Unterhalt geltend machen willst und aufgrund ihrer Umgangsforderung das Kind nur am Wochenende betreuen kannst, weil es für dich finanziell nicht tragbar ist, unter der Woche die Betreuung soweit von deinem Arbeitsort entfernt zu leisten.

Und du deswegen den normalen Standardumgang von jedem 2. Wochenende einforderst sowie 6 Wochen Urlaub im Jahr.

Sophie

Bei der ist nichts einzufordern. Sobald ich bestimmte Wünsche äussere wird alles darangesetzt es eben genau nicht so zu machen. Im letzten Jahr hab ich überhaupt erstmals Feiertage und Urlaub mit der Kleinen bekommen. Natürlich hat sie die Termine gesetzt ich habe zugestimmt und dann wurde jeder einzelne Termin von ihr ausnahmslos abgeändert. Zufall oder Zwangshandlung?

Das plötzliche Wohlverhalten hing natürlich mit ihrem Umzug zusammen, dennoch konnte sie sich ihre Spielchen nicht verkneifen.

Da nun juristisch nichts mehr schwebt, muss ich davon ausgehen dass es jetzt erst richtig losgeht.
Der ganze Umzug an sich dient ziemlich sicher dazu mich langfristig als Vater komplett kaltzustellen.

Sobald ich etwas ändern wollte lief die dann "vorgeschlagene" Variante immer auf Kürzung oder kompletten Wegfall hinaus. Man muss davon ausgehen dass sie nur drauf wartet.

Und wenn lange genug nichts passiert ist, bricht sie was vom Zaun. Das kann ein absolut lächerlicher Anlass sein, vollkommen egal. Daraus zieht sie ihre innere Rechfertigung und kann dann mit entsprechender Umdichtung in ihrem Umfeld das Opfer spielen.

Seit dem jüngsten Austicker ist jedenfalls erstmal kaum an direkte Gespräche zu denken, da reicht ein (in ihren Augen) falsches Wort und sie rastet wieder aus. Oder sie tut nur so. Dagegen sprechen aber die vollkommen hirnrissigen und teilweise justiziablen Drohungen.
Also könnte ich im Moment nur versuchen die Situation zu nutzen und über die Beistandschaft vorsichtig durchblicken zu lassen dass die Sache nicht ganz zu Ende gedacht ist.
Wenn sie dann so blöd ist auch wieder heftigen Ärger mit dem Umgang zu machen, suche ich mir halt einen Anwalt der in Umgangs- und Unterhaltsrecht unterwegs ist. Ich denke ohne gerichtliche Regelung wird das auf Dauer eh nichts, vielleicht kann man beides gleich klären.

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« Antwort #21 am: 23. Januar 2018, 22:18:45 »

Hallo,

wenn das schon seit Jahren nicht gut läuft mit dem Umgang und sie nun weggezogen ist, dann würde ich eine Regelung einfordern.
Und zwar dergestalt, wie es üblich ist; an den Wochenenden und nicht nur unter der Woche.

Das teilst du ihr schriftlich mit und bittest bis dann und dann um Zustimmung.
Wenn sie die nicht gibt, dann gehst du da zum Jugendamt und erklärst, dass es ein Wochenendumgang sein muss, da du ja 450 km entfernt lebst.
Und dann kannst du vor Gericht gehen.

Und du forderst dann jedes 2. Wochenende, jeden Brückentag (Verhandlungsmasse) und Ostern und Weihnachten im Wechsel sowie mindestens 6 Wochen Ferienumgang ....

Sophie
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« Antwort #22 am: 24. Januar 2018, 08:41:12 »

Mal ganz anders gedacht ...

Wart ihr verheiratet?
Mach doch einfach mal Unterhalt gelten. Dann wird sie vermutlich heftig zicken, muss aber Auskunft erteilen. Damit hättest Du alle Beweise, die Du benötigst, in der Hand.
Oder anders, versuche einen Mehrbedarf zu konstruieren, der mache sogar selber diesen geltend, weil das Kind unbedingt Musikunterricht haben muss. Dieser soll nach Einkommen gequotelt werden. Einfach Rotzfrech etwas verlangen.
Wenn die KM tatsächlich soviel Geld hat, wird sie so schlau sein und bei den ersten Anzeichen/Schreiben höflich einen Rückzieher zu machen.

Gruß
Kasper

Nee verheiratet waren wir nicht.
Wenn sie gut beraten wird macht sie vielleicht tatsächlich einen Rückzieher.
Aber sie hat jetzt erstmal die Erfahrung gemacht dass sie nur genug lügen braucht um sogar noch Unterstützung zu erfahren, auch vor Gericht. Damit hatte sie wohl selbst nicht gerechnet, man konnte schon an einigen Aktionen bemerken, wie heftig ihr die Muffe ging dass so einige Dinge thematisiert werden könnten, sie sah ihren Umzug als gefährdet an. Sie weiss ja selbst doch am besten wie sie so als Mutter agiert...

Wenn ichs recht bedenke: Ja, sie wird soviel Kohle machen.
Schon kurz nach der Geburt "musste" sie wieder arbeiten weil ihr "die Decke auf den Kopf fiel".
Die Kleine wurde laufend betreut sobal sie aus der Klinik raus war. Von mir, von Verwandten, von einer Tagesmutter. Der Job, alle Freizeit- und Fortbildungsaktivitäten, mussten so schnell wie möglich und möglichst ohne Einschränkungen weitergehen. Gerade auch im Hinblick auf das liebe Geld.
Später waren es dann gleich zwei dauerhafte Betreuungseinrichtungen die sich um das Kind kümmerten, nachmittags bis abends wurde sie vom Kindergarten via Taxi zur zweiten gekarrt, abends dort von einer Nachbarin abgeholt. Der Opa kümmerte sich zusätzlich an einem Wochentag (eine wirklich gruselige Geschichte), dazu kam in nicht klarem Ausmass die Tagesmutter, für Übernachtungen am/zum Wochenende.

Über das gesamte Ausmass war ich nie informiert, wurde alles so weit und so lange wie möglich geheim gehalten. Im Gespräch mit der Verfahrensbeiständin war das kurz Thema, ich sagte das da längst nicht alles aufgeführt sei, sie darauf hin, sinngemäss: Das wäre schon klar, dass da noch einiges mehr an Betreuung läuft.

Selbst in der Zeit als sie eine 30h-Woche hatte, wurde die Tochter in einem grossen Teil der dadurch freien Zeit, an zwei Wochentagen, von mir betreut. Zu dieser Zeit ging es wohl um den Aufbau einer Nebentätigkeit, der aufgrund des Erwerbs einer zusätzlichen Qualifikation angestrebt wurde.
Das war am Ende aber möglicherweise erfolglos, ich habe später nichts mehr davon gehört. Es kann sein dass man ihr im Rahmen der dabei erfolgten Supervision vielleicht einmal zuviel Bescheid gestossen hat. Klar ist jedenfalls, aus Aussagen gegenüber Dritten, dass ihr Verhalten mir gegenüber wohl mindestens einmal Thema war.

Es ist ziemlich klar wo ihre Prioritäten liegen. Gegen Karrierestreben oder Geldmacherei ist auch grundsätzlich nichts zu haben, solange das Kind nicht drunter leidet, oder wie in diesem Fall, der Vater nur die Rolle einer weiteren, billigen Betreuungsperson übernehmen soll. Und wenn er sich nicht 100%ig in die vorgesehene Rolle fügt, das Kind eben möglichst wenig zu sehen bekommt oder Schikanen ausgesetzt ist.

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« Antwort #23 am: 24. Januar 2018, 10:16:53 »

Hallo,

wenn das schon seit Jahren nicht gut läuft mit dem Umgang und sie nun weggezogen ist, dann würde ich eine Regelung einfordern.
Und zwar dergestalt, wie es üblich ist; an den Wochenenden und nicht nur unter der Woche.

Das teilst du ihr schriftlich mit und bittest bis dann und dann um Zustimmung.
Wenn sie die nicht gibt, dann gehst du da zum Jugendamt und erklärst, dass es ein Wochenendumgang sein muss, da du ja 450 km entfernt lebst.
Und dann kannst du vor Gericht gehen.

Und du forderst dann jedes 2. Wochenende, jeden Brückentag (Verhandlungsmasse) und Ostern und Weihnachten im Wechsel sowie mindestens 6 Wochen Ferienumgang ....

Sophie


So funktioniert das nicht, aus verschiedenen Gründen:
Ich bin 12 Stunden unterwegs um das Kind abzuholen oder zurück zu bringen. Das ist eine Gegend mit der übelsten Verkehrsanbindung überhaupt. Dabei bringt die KM sie auch noch zum Bahnhof.
Das Bringen übernimmt meist sie, wobei sie auch min. 8 Stunden unterwegs ist. Ist aber wohl auch in ihrem Interesse, denn sie hat hier ca. 25 Jahre gelebt und damit auch entsprechende Kontakte. Ihr Vater wohnt auch noch hier, der sollte zwar auch wie ihre Schwester und deren Kinder umgesiedelt werden, hat sich aber erstmal geweigert. Auch bei ihrer Schwester ging es darum, deren Kinder möglichst weit von deren Vater weg zu bewegen. Nur sind die so alt dass sie selbst entscheiden konnten ob sie das mitmachen.

Jedenfalls ist ein Wochenendumgang einfach nicht möglich, das ist ja auch die eigentliche Katastrophe wenn die Kleine in die Schule kommt.

Seit dem Umzug hat sich KM erstmal grob an die Vorschläge vom hiesigen Jugenamt gehalten.
Kann sein das das weitergeht, kann sein das das nur geschah um bis zum Abschluss des Verfahrens noch Wohlverhalten zu zeigen. Aller Erfahrung nach gehts bald wieder mit Schikanen beim Umgang los.
Oder was heisst losgehen, die Abwandlung der Terminvorschläge von "WE zu WE" hin zu "Wochenmitte bis Wochenmitte" geht ja schon in die Richtung.

Die Termine sind von nur bis Mitte des Jahres vorgeschlagen, "weil ab da die im Kindergarten die Vorschule beginnt und die Termine noch nicht bekannt sind". Daran kann man schon fühlen dass sie da eine willkommene Quelle für allerlei "Probleme" sieht und wo sie die Prioritäten setzt.

Ich bin ja schon dankbar dass sie sich darauf eingelassen hat mir noch eine Stunde Bahnfahrt zu ersparen.
Man muss sich das vorstellen: Sie hatte im Rahmen der Verhandlung einen Übergabebahnhof vorgeschlagen der eine Bahnstunde weiter entfernt ist. Mit fast gleicher Fahrtzeit kann sie von ihrem Wohnort aus den "früheren" Bahnhof erreichen.
Es war ihr einfach scheissegal dass auch ihr Kind eine Stunde länger unterwegs ist.
Mit der gerade erfolgten Verschiebung der frühest möglichen Übergabezeit schränkt sie die Verbindungsmöglichkeiten wieder ein.
Und wieder: Scheissegal wenn die Tochter eine halbe Stunde auf sie warten muss.
Bei diesen Spielchen ist das Kind Waffe und wenn das im Kampf ein paar Schrammen abbekommt gehört das für sie wohl einfach dazu.

Wenn ich jetzt die ungeheure Dreistigkeit besitzen sollte, nach dem Grund der Änderung der Konditionen nach der Terminabsprache zu fragen dann führt das nur zu "Alternativvorschlägen" die auf Kürzung oder Streichung des Umgangs hinauslaufen. Sie glaubt dann einen Grund zu haben.
Ist ja auch kein Problem: Wenn eine wirklich harte Auseinandersezung darum drohen sollte, hat sie genug Zeit sich was auszudenken und zu konstruieren warum das denn nun nötig war.
 
Es geht wohl darum so viele Probleme wie möglich aufzubauen, in der Hoffnung dass ich irgendwann aufgebe.
Das macht sie auch nicht ganz ungeschickt.

Wir reden hier über eine Frau die eine jahrelange Rachekampagne gegen ihre Mutter gefahren hat.
Die folgenden Schlaganfälle wurden mit Schulterzucken und "ist mir egal" kommentiert.
Jemand der sie länger kennt als ich meinte dazu: "Die geht bis zur Vernichtung, auch mit kriminellen Mitteln"
Sie wird zu nicht geringem Teil von Rach- und Herrschsucht zusammengehalten.
Trotz mehrerer Therapien.
Morddrohungen? Kein Problem. Inklusive, sie "wisse ja auch wie es geht" (gemeint war: ohne dafür Konsequenzen befürchten zu müssen).
Aber OK, noch bin ich ja da ;-)

Meine Trennung von ihr war eine narzisstische Kränkung, deren Folgen ich und besonders das Kind jetzt noch viele jahre zu ertragen haben werden. Ich bin noch auf der Suche nach einem richtigen Umgang damit. Wäre mir das damals alles bewusst gewesen, ich wäre wohl irgendwie "formal" noch mit ihr zusammen.
Damit wäre viel einfacher umzugehen gewesen als mit der jetzigen Situation.

Sie kann froh sein wenn sich ihre Tochter nicht einmal genauso gegen sie wendet wie sie selbst gegen ihre Mutter. Interessanterweise weiss sie um genau diese Gefahr und hat mir noch kurz vorm ersten Umzug darüber die Ohren vollgeheult. Ihre Schwester hätte das auch prohezeiht. (Bei der und deren Tochter drohte das gleiche, es scheint da irgendein Gen zu geben ;-)
Ich werde versuchen das zu verhindern indem ich meiner Tochter eine entsprechende Ethik vermittele und versuchen werde ihr klar zu machen dass Rache alles andere als glücklich macht.
Sicher nicht um ihre Mutter zu schützen, aber als Abfallprodukt darf auch meinetwegen das dabei rauskommen.
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« Antwort #24 am: 24. Januar 2018, 10:26:36 »

Hallo,

Du solltest Dir vorallem Gedanken machen, was Du willst. Aus meiner Sicht ist das Umgang (den Umständen entsprechend) und ein Unterhalt, der Dir auch Geld zum Leben lässt.

Ob es etwas bringt eine Einkommensauskunft von der KM zu fordern kann ich nicht sagen, aber es wäre u.U. möglich.
Mindestunterhalt wäre vielleicht ein Verhandlungsbasis. Da muss die KM aber mitspielen.

Nicht unerhablich für Dich ist, dass es nicht nur um KU geht sondern auch um Mehrbedarf, da die Kita-Kosten (ohne Essen) gequotelt nach Einkommen der Eltern zu bezahlen sind. Oder auch Musikunterricht. Hier kommst Du u.U. auch an eine Auskunft über ihr Einkommen (siehe auch den entsprechenden Beitrag von Kasper).
Wenn sie schlau ist fordert sie den Mehrbedarf aber nicht.

Alles andere mag nicht in Ordnung sein, wird Dich zu recht ärgern, bringt Dir aber gar nichts. Versuche so gut wie möglich damit abzuschliessen und Deine Möglichkeiten zu nutzen.

VG Susi

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