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vatersein.de - Forum 15. September 2019, 09:26:08 *
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Autor Thema: Unterhalt für Tochter mit 20  (Gelesen 5822 mal)
Sonny
Schon was gesagt
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Beiträge: 23


« Antwort #75 am: 11. September 2019, 20:40:09 »

Danke Anna Sohia und danke Susi, genau das wollte ich wissen. Eine Frage noch...
Was ändert sich denn an dem Betrag 765 € o. 851, wenn die Tochter mit Ihrer Mutter zusammen wohnt?
Theoretisch müßte der Anspruch ja geringer ausfallen oder ?
Wenn nun, wie schon gerechnet die Eltern zusammen 70.000 brutto verdienen wie hoch
ist dann der anzunehmene Anspruch und stimmt dann die Rechnung noch AnnaSophia?
Muss ich da wieder in die DDT schauen? Oder stimmen die Zahlen noch
Was ist, wenn sie Bafög einfach verweigert und Ihren kleinen Nebenjob einfach aufgibt? Viele kleine
Stolperfallen. Immerhin habe ich langsam den Überblick und kann mich wehren. Danke euch! Vielleicht fällt noch jemand was ein
zu meinem weiteren Vorgehen. Stand der Dinge ist aktuell, dass ich am und ab 15. September 527 €
und dann monatlich und Folgejahre bis sie fertig ist bezahlen soll.

#Marco den gleichen Gedanken hatte ich auch. die Tochter muss nur einwilligen was ich nicht glaube.
Ich hatte auch vor diesen Test so ein wenig als Druckmittel einzusetzen. Mal sehen wie sie reagiert.


# Max natürlich habe auch ich mir Gedanken gemacht über Moral und ob ich nun ein schlechtes Gewissen haben muss.
Die KM meint ja ich hätte" als Vater voll versagt" und könnte ihr wenigstens eins gute Ausbildung zukommen lassen.
Aber der Fisch ist nun geputzt denke ich und man kann mir kein schlechtes Gewissen mehr einreden, weil ich mich nicht
um "meine" Tochter gekümmert habe. Letztendlich bin ich nicht der Vater, höchstens der **tsts - ID 28**.
Enkelchen oder nicht
Mal sehen ob sie nächste Woche sich mit mir trifft.
LG Sonny
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midnightwish
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« Antwort #76 am: 11. September 2019, 20:45:06 »

Wenn sie noch bei Mama lebt, dann richtet sich er Bedarf nach Altersstufe 4 der DDT und dem Gesamteinkommen beider Elternteile (Stufe bzw. %-Satz)

Was heißt Enkelchen hin oder her?
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Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen
Malachit
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« Antwort #77 am: 11. September 2019, 22:34:40 »

Hallo Sonny,

Inzwischen ist sie 22 und schreibt freundlich, dass sie ab September 2019 nun doch studieren geht. Sie möchte mich darauf hinweisen, dass sie ab sofort wieder Anspruch auf Unterhalt hat. Dieser liege laut Ihren Unterlagen bei 527 € monatlich laut Düsseldorf Tabelle,

zu meinem weiteren Vorgehen. Stand der Dinge ist aktuell, dass ich am und ab 15. September 527 € und dann monatlich und Folgejahre bis sie fertig ist bezahlen soll.

Die Forderung deiner Tochter in Höhe von 527 Euro beweist zunächst einmal nur, dass das Frollein die Düsseldorfer Tabelle bis hierhin noch nicht einmal ansatzweise verstanden hat. Na gut, das kann man ihr kaum übelnehmen, das ganze Unterhaltsrecht ist strubbelig ohne Ende ;-)

Jedenfalls: In der Düsseldorfer Tabelle kommt ein Betrag von 527 Euro an genau einer Stelle vor, nämlich auf Seite 1 in der Spalte für die Altersgruppe ab 18 Jahren (korrekt), in der Zeile für ein bereinigtes Einkommen von 1.900 Euro oder weniger (nicht korrekt, dein Einkommen ist höher, aber da hat sie sich dann zu ihren eigenen Ungunsten vertan, oder sie wollte dich nicht nach deinem Einkommen fragen).

Der wesentliche Punkt ist aber: Die Beträge, die auf Seite 1 gelistet sind, das sind die reinen Tabellenbeträge für den Unterhaltsbedarf, und davon ist allemal das Kindergeld abzuziehen. Siehe dazu auch die Beträge, die in der Düsseldorfer Tabelle auf Seite 6 unten aufgeführt sind. Diese 527 Euro überweist du also bitte auf gar keinen Fall!

Was ist, wenn sie Bafög einfach verweigert und Ihren kleinen Nebenjob einfach aufgibt? Viele kleine Stolperfallen.

Yo, viele kleine und einige große Stolperfallen.

Was ihren Nebenjob betrifft, den kann sie allerdings an den Nagel hängen, ohne dass man ihr einen Strick daraus drehen könnte. Studium gilt unterhaltsrechtlich i.d.R. als eine vollzeitausfüllende Beschäftigung.

Was Bafög betrifft, da kommt sie nicht drum herum, denn wie hier bereits mehrfach gesagt wurde, für Studenten ist Bafög vorrangig vor den Unterhaltsforderungen zu beantragen. Weigert sie sich, dann schätzt du mit Hilfe eines Bafög-Rechners "großzügig" ab, wie viel Geld ihr aus der Bafög-Kasse zustehen würde, und kürzt den Unterhalt entsprechend. Anschließend ist es ihr Problem zu beweisen, dass sie so viel Bafög aber gar nicht bekommen würde.    

Was ändert sich denn an dem Betrag 765 € o. 851, wenn die Tochter mit Ihrer Mutter zusammen wohnt? (...) Wenn nun, wie schon gerechnet die Eltern zusammen 70.000 brutto verdienen (...). Muss ich da wieder in die DDT schauen?

Für die Unterhaltsberechnung ist das Brutto-Einkommen von untergeordneter Bedeutung, es kommt auf das Netto-Einkommen an und das wird auch noch um ein paar Posten bereinigt, d.h. nach unten korrigiert (z.B. können berufsbedingte Kosten sowie zusätzliche Altersvorsorge abgezogen werden).

Der für dich ungünstigste Fall besteht darin, dass deine Tochter (a) den Nebenjob schmeißt und sie (b) aus welchen Gründen auch immer doch nicht für Bafög in Frage kommt. Für diesen Fall nehme ich jetzt mal das hier als Ausgangspunkt:

Ich hatte 2017 noch gut 3000/monatl. netto Einkünfte. Die Mutter arbeitet wie sie sagt in irgendeinem Büro. Nehmen wir mal an für 1200 netto (...)

Ich rechne bei beiden Einkommen mal pauschal mit einer Bereinigung um 5%, dann sind das bei dir 2.850 Euro und bei der Mutter 1.140 Euro als bereinigtes Einkommen, in Summe also 3.990 Euro.

Wenn die junge Dame noch bei Muttern wohnt, dann werden eigentlich die beiden Einkommen von Vater und Mutter addiert, der Unterhaltsbedarf in der Düsseldorfer Tabelle abgelesen, und dieser Betrag wird dann anteilig nach Einkommen zwischen Vater und Mutter aufgeteilt. Allerdings, dafür werden nicht einfach die beiden Einkommen ins Verhältnis gesetzt (d.h. es wird eben nicht gesagt, dass deine 2.850 Euro ca. 71,4% und die 1.140 Euro der Mutter ca. 28,6% des addierten Einkommens ist, und der Unterhalt dann anhand dieser Prozentzahlen zwischen euch aufgeteilt wird), sondern jeder kann vorab einen "Freibetrag" abziehen, den sogenannten "angemessenen Selbstbehalt", und der beträgt 1.200 Euro - und das bedeutet im Klartext, dass der mütterliche Anteil in diesem Fall exakt Null Prozent beträgt!

Diesen Teil der Berechnung können wir uns also sparen, der wird erst relevant, wenn die Mutter deutlich mehr als 1.200 Euro netto nach Hause bringt. Für dich gilt hier die Regelung, dass du nicht mehr zu zahlen brauchst, als wenn die Mutter gar kein Einkommen hätte, also ignorieren wir das Einkommen der Mutter und rechnen nur mit deinem bereinigten Einkommen von 2.850 Euro weiter.

In der Düsseldorfer Tabelle findest du dieses Einkommen in Zeile 4, also ein Tabellenbetrag von 607 Euro (Seite 1 der DT) bzw. nach Abzug des Kindergeldes ein Zahlbetrag von 403 Euro (Seite 6 der DT).

Nun hast du aber außer dieser Tochter noch zwei Söhne, die ebenfalls studieren und unterhaltsberechtigt sind, richtig? Dann bist du insgesamt drei Personen unterhaltspflichtig, und deshalb schaust du in der Düsseldorfer Tabelle mal auf Seite 1 in Anmerkung 1:

Zitat
Die Tabelle (...) weist den monatlichen Unterhaltsbedarf aus, bezogen auf zwei Unterhaltsberechtigte (...). Bei einer größeren/geringeren Anzahl Unterhaltsberechtigter können Ab- oder Zuschläge durch Einstufung in niedrigere/höhere Gruppen angemessen sein.

Im Klartext heißt das: Hättest du zwei Unterhaltsberechtigte, dann bliebe es für dich bei Zeile 4. Da du aber mehr als zwei Unterhaltsberechtigte hast, gewährt die Düsseldorfer Tabelle dir einen kleinen Abschlag. Bei drei Unterhaltsberechtigten ist es üblicherweise eine Zeile niedriger, bei dir somit Zeile 3. Und das wäre dann ein Tabellenbetrag von 580 Euro, bzw. ein Zahlbetrag von 376 Euro. Also deutlich weniger als die 527 Euro, die das Frollein gerne hätte (und die sich sich somit in den Wind schreiben kann).

Wohlgemerkt: Diese 376 Euro habe ich keineswegs aggressiv "schöngerechnet". Die erste Annahme zu deinen Ungunsten war ja, dass deine Tochter ihren 450-Euro-Job hinwirft. Die zweite Annahme war, dass ihr aus irgendwelchen Gründen kein Bafög zusteht. Die dritte Annahme war, dass bei Muttern effektiv nichts zu holen ist, und du folglich der alleinige Zahldepp bist. Und die vierte Annahme ist, dass wir dein Netto-Einkommen nur um 5% bereinigen können - bei vielen Oberlandesgerichten gibt's diese 5% bereits pauschal für berufsbedingte Kosten, zusätzliche Altersvorsorge könntest du dann noch außerdem abziehen, und vielleicht sind deine tatsächlichen berufsbedingten Kosten sogar höher als diese 5%. Die nächstniedrigere Zeile der Düsseldorfer Tabelle wäre bei 2.700 Euro erreicht - wenn von deinen 3.000 Euro also statt 150 Euro sogar 300 Euro als abzugsfähige Posten anrechenbar wären, dann ginge es nochmal eine Zeile nach unten, d.h. im Endergebnis dann Zeile 2 statt Zeile 3. Und sobald du im Ruhestand bist, wird sowieso nochmal neu gerechnet!

Achtung, ein Hinweis noch hinsichtlich einer Sache, die deine Unterhaltspflicht doch wieder etwas in die Höhe treiben könnte: Wenn deine Tochter nicht in der gesetzlichen Krankenversicherung familienmitversichert ist, dann werden ihre Krankenversicherungsbeiträge auf den regulären Unterhaltsbedarf noch draufgeschlagen; ebenso eventuelle Studiengebühren. Siehe dazu Düsseldorfer Tabelle, Anmerkung 9 auf Seite 2.

Viele liebe Grüße,

Malachit.
« Letzte Änderung: 11. September 2019, 22:43:30 von Malachit » Gespeichert

Der Begriff "politische Korrektheit" ist die politisch korrekte Bezeichnung für "Denkverbot".
sturkopp
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« Antwort #78 am: 12. September 2019, 08:23:20 »

Moin,

, den sogenannten "angemessenen Selbstbehalt", und der beträgt 1.200 Euro


ich möchte nicht als Klugscheisser dastehen, aber es werden ihm immer wieder falsche Zahlen mit auf den Weg gegeben so wie hier, der angemessene SB gegenüber volljährigen beträgt 1300,-€ und nicht 1200,-€

@ Sonny,

ich würde deine Tochter dazu auffordern eine korrekte Unterhaltsforderung zu erstellen.
Die dazu nötigen Unterlagen von dir wirst du ihr zur Verfügung stellen.

Mit der Berechnung der Unterhaltsforderung erwartest du dann alle Unterlagen ( Bafögbescheid, Einkommen KM, eigenes Einkommen und Nachweise über Vermögen) um die Berechnung zu prüfen.

Das für den Bafögantrag benötigte Formblatt 3, gibt es im I-Net als Download(am PC ausfüllbar), würde ich ihr im Brief direkt mitschicken incl. der benötigten Steuerbescheide. Sollte sich dein Einkommen seit 2017 nach unten verändert haben lege auch direkt einen Anpassungsantrag incl. neuem Steuerbescheid bei.

Die KM ist für dich als Ansprechperson nicht mehr relevant und kann ignoriert werden. Sollte sie ihre Daten nicht offen legen muss sich die Tochter damit rumschlagen.


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« Antwort #79 am: 12. September 2019, 09:29:51 »

Hallo zusammen, ich habe noch einige Anmerkungen:

- Bei 450€-Jobs von Studenten werden häufig 100€ pauschal vom Einkommen abgezgogen.

- Sony hat Wohneigentum in nicht unerheblichen Maße. Die Mieten, die du erzielst werden (abzgl. Zinsen, Grundsteuer, Wohngebäudeversicherung) deinem Einkommen zugeschlagen. Bewohnst du die Immobilie selbst, wird die eine fiktive Miete angerechet (sog. Wohnwert). Das ist in der heutigen Zinswelt nicht gerade wenig. Von daher wäre es relevant zu erklären wie deine gesamte Vermögenssituation aussieht, denn dazu gehört auch dein Immobilienbesitz, die zugehörige Finanzierung aufgeteilt nach Zins und Tilgung und sonstige Aufwendungen für diese...

- Mit der Nicht-Feststellung der Vaterschaft würde ich nicht drohen, denn du hast kein Recht dazu einen Vaterschaftstest zu verlangen, den kann sie allemal freiwillig anbieten. Ohne ihre Zustimmung kannst du auch keine Vaterschaftsanfechtungsklage führen, die muss nämlich spätestens 2 Jahre nach Bekanntwerden von Gründen angestrengt werden. Du weißt wahrscheinlich selbst, dass es unklug war die Vaterschaft einfach so anzuerkennen ohne die Frau zu kennen. Aber nach 20 Jahren mit dem Argument zu drohen funktioniert rechtlich leider nicht.
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« Antwort #80 am: 12. September 2019, 11:27:10 »

(...)die muss nämlich spätestens 2 Jahre nach Bekanntwerden von Gründen angestrengt werden. Du weißt wahrscheinlich selbst, dass es unklug war die Vaterschaft einfach so anzuerkennen ohne die Frau zu kennen. Aber nach 20 Jahren mit dem Argument zu drohen funktioniert rechtlich leider nicht.
Jein.
Er kann 20 Jahre davon ausgegangen sein, dass er der Vater ist. Nun hat die KM in einem Wutanfall geäußert, dass er garnicht der Vater ist, sie das Geld aber die ganzen Jahre gerne genommen hat. Das haben auch XY und YZ gehört ... unter diesen Umständen möchte er die Vaterschaft klären. Schon gibt es keine zwei Jahresfrist.

Gruß
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« Antwort #81 am: 12. September 2019, 11:55:33 »

Herzlichen Dank Machalit für den sehr ausführlichen, verständlichen Beitrag der sehr hilfreich ist.
Ich habe ihn mir 3 mal durchgelesen und verstehe langsam um was es wirklich geht und das es freilich
Ecken und Kanten und verschieden Sichtweisen gibt.

#Max
die Sache ist insgesamt, wie ich bemerke natürlich komplexer als erwartet. Da ich nie Rentenversicherung bezahlt
habe, deswegen auch keine bekomme, hatte ich die Idee mir die Rente mit Immobilien zu finanzieren.
Im Oktober bezahle ich die letzte Rate mit 10.000 € und bin zu meinem 65. praktisch schuldenfrei.
Danach lebe ich, sollte ich nichts mehr arbeiten,  von diesen 2000 Einnahmen brutto. Das reicht schon. Ich kann mir nicht
vorstellen, das man mir diese kleine Rente streitig machen kann mit Immobilienbesitz.
Die Sache mit dem Vaterschaftstest beabsichitge ich nur, um mir auch sicher zu sein für "meine" Tochter zu bezahlen.
Ich drohe ja nicht und will nur Gewissheit. Ja, es war dumm damals, aber ich hatte ja auch familiäre Gründe.
Das gleiche Gefühl hatte ich vor 6,7 Jahren wo mir der Test leider verweigert wurde was mich dann etwas
stutzig gemacht hat. Wenn ich nun wirklich der Vater bin, gehe ich dann ganz anders  an die Sache heran.
Wenn nicht, gibt es natürlich auch Konsequenzen, die die Tochter nicht riskieren wird.
LG
Sonny
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« Antwort #82 am: 12. September 2019, 14:13:40 »

Hallo Sony und Kasper,

bloße Vermutungen, dass die Vaterschaft falsch ist reichen nicht für eine Vaterschaftsanfechtung, in Kaspers Beispiel könnte die Mutter dem widersprechen oder behaupten, dass sie in Wut gelogen hat. Dann gibt es keinen Grund mehr. Ich würde sogar Geld drauf setzen, dass du die Vaterschaft nicht mehr angefochten bekommst, wenn die Tochter nicht mitspielen möchte. Der einzige Glückskeks, der noch möglich wäre: wenn du die Blutgruppe deiner Tochter und deiner Ex kennst, könnte sich, falls du nicht der Vater bist, eine mögliche Konstellation ergeben. Aber wie gesagt: ist eher ein Glückskeks.

Zu deinen Einnahmen: du hast 2000€ Mieteinnahmen, aber wo wohnst du selbst? Zahlst du Miete? Wie sieht es mit deiner privaten Krankenversicherung aus, was kostet die? Ab 60 ist ja schon der gesetzliche Zuschlag weggefallen, ab Renteneintritt nochmal die Absicherung von Krankentagegeld, aber das ist ja nicht so viel Beitrag.

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Kakadu59
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« Antwort #83 am: 12. September 2019, 14:37:19 »

Jein.
Er kann 20 Jahre davon ausgegangen sein, dass er der Vater ist. Nun hat die KM in einem Wutanfall geäußert, dass er garnicht der Vater ist, sie das Geld aber die ganzen Jahre gerne genommen hat. Das haben auch XY und YZ gehört ... unter diesen Umständen möchte er die Vaterschaft klären. Schon gibt es keine zwei Jahresfrist.
Gruß
Kasper
naja die 2- Jahresfrist gibt es schon. Die fängt halt nur erst ab dem Zeitpunkt an zu laufen, ab dem der "vermeintliche" Vater Kenntnis von dem Umstand hat (Aussage der KM im Wutanfall) nicht der biologische Vater zu sein ...
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MfG. Kakadu59

Komm wir essen Opa. Satzzeichen können Leben retten.
Kasper
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« Antwort #84 am: 12. September 2019, 15:38:46 »

naja die 2- Jahresfrist gibt es schon. Die fängt halt nur erst ab dem Zeitpunkt an zu laufen, ab dem der "vermeintliche" Vater Kenntnis von dem Umstand hat (Aussage der KM im Wutanfall) nicht der biologische Vater zu sein ...
Das wollte ich damit aussagen ....

Gruß
Kasper
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« Antwort #85 am: 12. September 2019, 15:46:05 »

Hallo Max, hallo Kasper, hallo Kakadu,

die Diskussion um die mögliche Anfechtung der Vaterschaft macht hier in der Unterhaltsfrage keinen Sinn. Der TO ist schon verunsichert genug und sollte erst die Unterhaltsangelegenheit klären.

@ Sonny,

vor dem Hintergrund das du wohl mehrere Mietobjekte dein Eigentum nennst solltest du dir aber schon darüber im klaren sein das deine evtuelle "nicht"Tochter rechtlich deinen Kindern gleichgestellt ist und dich somit auch beerben würde.
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« Antwort #86 am: 12. September 2019, 17:04:52 »

Hallo,

der Einwand mit dem Erbe macht durchaus Sinn. Ggf. wäre hier ein Gang zum Notar mit dem Ziel der Verschenkung an die Kinder unter Eintragung eines Nießbrauchrechts sinnvoll?!
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Sonny
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« Antwort #87 am: 12. September 2019, 20:05:44 »

Max, diese Idee hatte ich auch schon. Wird wohl auch so werden, wenn ich noch ein Weilchen lebe. Wenn sie nun meine Tochter
ist, hat sie nun einmal auch ein Recht auf ein bißchen Erbe. Deshalb ja auch die Idee mit dem Test und
wie erwähnt mit den Konsequenzen. Ich denke, ich kann den Test gut verkaufen und bin vorbereitet!
Sturkopp hat da schon recht. Erst ist der Unterhalt wichtig, der Rest macht noch keinen richtigen Sinn. Das könnte
dann die nächste Problematik sein mit der ich mich aber noch nicht beschäftigen will. Noch lebe ich.

Leider hat die Tochter auf meinen Vorschlag sich Montag oder Dienstag mit mir zu treffen noch nicht geantwortet, obwohl sie
es gelesen hat. Sie wird wohl noch mit der KM beraten ob es für sie Sinn macht. Ihr seht, guter Wille ist da nicht angebracht
es gab immer Ausreden sich nicht zu treffen und die KM konnte ja nichts dafür wenn die To nicht will.
Irgendwann wird sie es tun, wenn ich nichts überweise denke ich, oder die Mutter textet mich wieder zu
mit Beleidigungen und Vorwürfen. Mal abwarten
LG
Sonny
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« Antwort #88 am: 12. September 2019, 20:18:25 »

Was das Erbe angeht. Da sollte eine gute Beratung stattfinden. U.U. steht ihr ja immer zumindest der Pflichtteil zu. Und da gibt es Spitzfindigkeiten, wenn andere Kinder bereits Immobilien bekommen haben, aber ein Nießbrauch besteht, kann die 10-Jahresfrist gehemmt sein und der Pflichtteil dann sich doch auf den Immobilienwert erstrecken..

Dann lieber die Häuser an die Kinder verkaufen und sich ne Art Rente von ihnen zahlen lassen oder so
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« Antwort #89 am: 12. September 2019, 20:53:42 »

Die Mutter würde ich ja auf allen Kommunikationswegen blockieren.

LG LBM
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dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
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« Antwort #90 am: 13. September 2019, 08:15:35 »

Guten Morgen,

jetzt auch mal mein Senf.

Auch ich würde die Mutter auf allen Wegen komplett abschalten. Kommunikation findet nur mit Deiner "Tochter" statt.
Wegen einer Vaterschaft würde ich die hier angesprochenen Wege gehen. Wenn Sie keine Unterlagen beibringt, gibt es keinen Unterhalt.

Im Gegensatz zu manch anderen finde ich nämlich, dass sie (unabhängig einer Beeinflussung der Mutter) mit 21 den Vater anhören sollte.
So Sprüche wie er/sie hatte eine schwierige Kindheit und deswegen darf die Strafe nur milde ausfallen kotzen mich nämlich an.

Grüße
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« Antwort #91 am: 13. September 2019, 09:25:31 »

Hallo Sony,

falls du es überlesen hast: oben schrieb ich bereits, dass du, falls du in der Rente mietfrei in deiner eigenen Immobilie lebst, den WOhnvorteil zu deinen 2000€ Mieteinnahmen addieren musst.

Wie andere schon erwähnt haben: es gibt bei Übertragungen auf potenzielle Erben einige Fallstricke, also mach es lieber heute als morgen, denn heute mag es dir gut gehen, aber kannst du deine Hand dafür ins Feuer legen, dass es in 10 Jahren auch noch so ist?

Der Einwand ist richtig, mit dem Nießbrauch kommt man rechtlich nicht um den Pflichtteil rum, aber man kann den Wert der Immobilie drastisch reduzieren, zumindest wenn du deiner Frau weit genug vertraust, dass eure Ehe bis zu deinem Tod hält. Wenn ihr euer Grundstück und Haus beide zur Hälfte besitzt, dann kannst du deiner Frau zu Lebzeiten ein Nießbrauchsrecht am Grundstück (und ggf. auch Haus) einräumen. Anschließend setzt du sie als Alleinerbin ein (Berliner Testament mit Pflichtteilsregelung, sodass deine anderen Kinder einen Anreiz haben bei deinem Tod nichts zu fordern). Wenn nun deine Tochter aus erster Ehe auf ihren Pflichtteil besteht, so wird der Wert des Grundstücks und ggf. auch Gebäudes nicht objektiv angesetzt, sondern es wird berücksichtigt, dass es mit einem Nießbrauchsrecht eines fremden Dritten belegt ist. Damit ist die Erbmasse deutlich weniger Wert.

Ich Wünsche dir viel Glück bei deinem Vorhaben mit dem Test und deinen "Konsequenzen", aber mir fällt kein Grund ein, warum sie den machen sollte. Den ihr zustehenden Unterhalt kann sie im Zweifel einklagen, wenn die ihr mehr anbietest ist fraglich, ob sie den Kuhhandel im Zweifel nicht durchschaut, denn sie wird wissen, ob sie deine Tochter ist (durch die Mutter).
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« Antwort #92 am: 13. September 2019, 09:49:21 »

ich hatte mal 1996 an meinem Geburtstag betrunken einen one-night-stand und bin da wohl in eine
Babyfalle getappt. Mit der Mutter wurde ich ich dann einig mit dem Unterhalt. 
Sie lebt wahrscheinlich von Harz IV und hat noch eine uneheliche Tochter mit 17.

So so, durch die Mutter weiß sie also wessen Tochter sie ist??
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« Antwort #93 am: 13. September 2019, 09:59:47 »

Servus!
So so, durch die Mutter weiß sie also wessen Tochter sie ist??
Hier muss ich meinen Vorrednern recht geben:
Letztendlich ist es egal, da der TO meines Wissens die Vaterschaft mit allen daraus resultierenden vor allem Pflichten anerkannt hat.
Aus dieser Nummer kommt er nur schwer -wenn überhaupt- raus; insofern ist zur Klärung der VS viel Fingerspitzengefühl und Verhandlungsgeschick erforderlich.
Mit Drohung, Erpressung und dergl. wird der TO diesbzügl. nix erreichen...ergo bleibt nur ein "klärendes" Gespräch mit Tochter und hoffen, dass diese an der Feststellung der tatsächlichen Vaterschaft ebenfalls interessiert ist

Grüßung
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« Antwort #94 am: 13. September 2019, 10:10:05 »

Tja Marco,

bei so einer Aussage solltest Du mal über den 2ten Satz Deiner Signatur nachdenken.
Möglicherweise muss der ein wenig relativiert werden?
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« Antwort #95 am: 13. September 2019, 10:58:31 »

So so, durch die Mutter weiß sie also wessen Tochter sie ist??

Ich meinte damit, dass sie weiß, ob er sicher der Vater ist (Mutter sagt ihr, es gab nur den Einen) oder ob eben Zweifel bestehen. Wenn Zweifel bestehen wird sie einem Test sicher nicht zustimmen, solange sie Unterhalt haben will.
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« Antwort #96 am: 13. September 2019, 11:18:39 »

Im Grunde auch egal.
Tatsache ist, die "Tochter" will was und hat zur ordentlichen Berechnung auch was zu liefern.
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Sonny
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« Antwort #97 am: 13. September 2019, 11:55:50 »

Richtig Pegasus, eigentlich egal, die Tochter will was und muss erst mal liefern. Ich warte hier erst einmal ab
und schaue, ob sie sich überhaupt auf mein Angebot sich mit mir zu treffen, einläßt. Wenn es dann zur Sache geht
wechsle ich in den Schriftverkehr. Die KM werde ich in Zukunft einfach wegdrücken oder blockieren.
 Ansonst hat Marco schon recht. Ich verlasse mich auch ein wenig
auf mein Verhandlungsgeschick, die Logik und mein Feingefühl.  Einfach mal schauen was eine Frau mit
22 so von sich gibt und mit welcher Argumentation sie alles untermauert und wieso sie noch mit Mama lebt.
Ich bin gespannt ob sie mit mir redet.
Ihre kleine Schwester ist mit 18 ausgezogen. Alles in allem gehe ich gestärkt in diesen battle und bedanke mich
nochmal bei der community für die aktive Teilnahme und die fachlichen Beiträge. Daumen hoch!!
Max ich habe es nicht überlesen und weiß, das es so ist. Als ich eine Zeit den Unterhalt bar bezahlt habe, hat die KM
dem Sozialamt mal geschrieben sie hätte nichts bekommen weil sie dadurch mehr Geld bekam.
Natürlich wollte das Amt das Geld von mir zurück und ich wurde durchleuchtet wieviel ich dem Amt nachbezahlen muss. Da war das
auch so und ich habe auf dem Amt noch gelacht und mit der Mitarbeiterin gescherzt. Sie war auf meiner Seite und
hat mir sehr geholfen damals. Seitdem überweise ich :-)
mal sehen wie es weitergeht.
LG
Sonny
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