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vatersein.de - Forum 16. Juli 2019, 00:50:23 *
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Autor Thema: Hi zusammen  (Gelesen 3814 mal)
IamR
Frischling

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 3



« am: 13. Januar 2017, 13:28:54 »

Tag zusammen,

ich bin schon "ein wenig länger" angemeldet, habe aber diese Plattform hier irgendwie nie genutzt.
Ich habe eine 14jährige Tochter, bin seit fast 10 Jahren geschieden und seit 12 Jahren getrennt.
Angemeldet habe ich mich hier weil es vor geraumer Zeit viele Situationen gab in denen ich nicht weiter wusste, bin aber dann doch zu dem Schluß gekommen, dass ich es durchaus schaffen kann durch diese Zeit zu kommen.
Mir geht es nicht darum hier jetzt ein wenig zu "jammern", auch wenn die Trennung damals bei uns in einem beidseitigen Einverständnis erfolgte, gegangen bin ich. Ab da gab es so einige Hochs und Tiefs im Verhältnis zwischen meiner Exfrau und mir und (leider) natürlich auch zwischen meiner Tochter und mir, die wahrscheinlich de meisten hier verstehen oder nachvollziehen können.
Ist wohl eher "ich muss mir da mal etwas von der Seele reden/schreiben/was auch immer".

Im vergangenen Jahr hat die Situation nun eine weitere dramatische Wendung erhalten mit der Nachricht, dass die Mutter meiner Tochter unheilbar an Krebs erkrankt ist. -Meine Tochter lebt seither bei mir, das volle Sorgerecht wird grade per Eilverfahren mit Jugendamt und Gericht neu geregelt.
Nach einer Einblutung einer Metastase im Kopf mit Not-OP kann die Mutter meiner Tochter mittlerweile nicht mehr laufen, sprechen, etc. und ihr (vorhere bereits starkes) depressives Verhalten gipfelte dann darin, dass sie unserer Tochter gesagt hat "Ich will jetzt sterben, Du bist ohne mich eh besser dran". Seither hat unsere Tochter sie auch nicht mehr besucht, hat angefangen zu ritzen, fühlt sich grad nirgendwo mehr heimisch. Töchterchen ist bereits seit Beginn des Dramas bei einem Kinder- und Jugendtherapeuten. Wie lange ihre Mutter noch leben wird? -Es wird wohl in diesem Jahr passieren. Wir versuchen sie auf dem Weg schonend zu begleichen, sie darauf vorzubereiten was kommen wird und ihre Mutter hat den Holzhammer rausgeholt. Da hat selbst meinen Ex-Schwiegereltern das Wort gefehlt.
Die neue Situation lastet natürlich auch auf meiner Beziehung und ich befürchte grade, dass die auch daran zugrunde gehen wird. Meine Partnerin hat keine Kinder und ein recht zwiegespaltenes Verhältnis mit verständlichen Problemen von jetzt auf gleich einen Familiensinn zu entwickeln in dem mein Kind "mehr ist" als jemand mit dem man sich arrangieren muss.
Und ich? Seit knapp 3 Monaten liegen die Nerven blank. Ich kümmere mich natürlich um meine Tochter, meine Freundin, regel alles, was grad geregelt werden muss bzgl. Sorgerecht, Aufenthalt, Schule, Jugendtherapeut und was weiß ich noch. -Und zu guter letzt kam jetzt noch die Nachricht, dass meine Ex-Frau das alles gewusst hat und es unter den Tisch gekehrt hat.
Unterm Strich heißt das, ich werde/bin nun alleinerziehender Vater.
Gescheut habe ich mich nie vor der Verantwortung, ich habe mir ja schließlich auch irgendwann mal ausgesucht, die zu übernehmen. Wenn auch die Situation damals noch während einer Ehe etwas anders gewesen ist.

Ich weiß nicht was ich jetzt grade erwarte mit dem Schreiben dieses Freds, vielleicht will ich das einfach nur mal geschrieben haben. Antworten auf all die Fragen, die ich grade nicht einmal alle nennen kann sind schwierig.
Ich merke nur grade das es auch bei mir einen Moment gibt an dem ich mit meinen Kräften am Ende bin. -Was mich nicht daran hindert weiter zu machen. Aufgeben kann ja jeder ;-).
Zum Glück ist meine Fa. ziemlich kulant und verständnisvoll und gibt mir die Chance einen Teil meiner Arbeit im Home Office zu erledigen. -Ganz wichtig!! Für mich gute Momente für Erledigungen und auch Gespräche mit meiner Tochter. Sie hat angefangen da ganz vorsichtig drüber zu sprechen was da grad in ihr los ist, was ich sehr mutig finde und aufgrund der letzten Jahre als einen echten Fortschritt ansehe. Wenn sie nicht will, dann ist das grade so, aber es ändert sich grade bei ihr auch da etwas und das wird ihr sehr helfen die Situation zu bewältigen. -Für alles andere lege ich Matten überall aus, damit sie zumindestens so weich wie möglich fällt wenn der Moment da ist in dem ihre Mutter stirbt.
Gerichtstermin bzgl. des Sorgerechts is in KW 4. Ich denke dann sehen wir erstmal weiter.

Viele Grüße,

R
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Kasper
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 3.656



« Antwort #1 am: 13. Januar 2017, 15:52:13 »

Moin,

irgendwie kommt mir diese Geschichte bekannt vor, kann sie aber nicht einordnen.

Viel raten kann man hier wohl nicht. Was ich aber nicht verstehe ...
Wenn die Mutter (vermutlich) noch dieses Jahr versterben wird, warum muss dann noch das SR geregelt werden? Das ist doch mehr wie blödsinnig (oder zumindest verstehe ich das dann nicht).

Gruß
Kasper
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Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge zu ertragen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
Tsubame
_Tsubame
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 558


« Antwort #2 am: 13. Januar 2017, 16:51:39 »

Hallo IamR,

In dieser Phase deines Lebens in der dir scheint, dass du dich alleine um alles kümmern musst, auch um deine Freundin, solltest du regelmässig  Freiräume für dich schaufeln und dir selbst etwas Gutes tun. Nimme dir die Zeit darüber nachzudenken.
Auch kannst du dir professionnelle Hilfe holen, hast vielleicht Freunde, Bekannte, die dir zuhören.
LG,
Tsubame



 
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Kasper
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 3.656



« Antwort #3 am: 13. Januar 2017, 17:24:38 »

Auch kannst du dir professionnelle Hilfe holen, hast vielleicht Freunde, Bekannte, die dir zuhören.
Dies verschaft einem aber nicht:

solltest du regelmässig  Freiräume für dich schaufeln und dir selbst etwas Gutes tun. Nimme dir die Zeit darüber nachzudenken.


Aber ein Kind ist händelbar. Das einzig Besondere ist der nahende Tod der Kindesmutter, der aufgefangen werden muss.

Gruß
Kasper
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Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge zu ertragen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
Ingo30
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« Antwort #4 am: 13. Januar 2017, 19:35:52 »

Moin R,

Wahnsinn, heftige Geschichte. Und es zeigt immer wieder, wie plötzlich sich alles im Leben ändern kann.

Aus meiner Sicht ist Deine Beziehung auch sehr wichtig - und hier solltest Du schon viel tun um diese auch zu pflegen. Auch wenn das für Deine neue Partnerin sicherlich heftig ist - aber das ist auch der ultimative Test, ob ihr zusammen durch dick und dünn gehen könnt.
Was ist denn mit Deiner Ex-Frau? Auch wenn es lange vorbei ist, gehst Du noch ab und zu ihr ins Krankenhaus?

Eure Tochter ist natürlich im absoluten Pubertätsalter. Dazu so eine heftige Geschichte. Sei für sie da und fang das Mädel auf. Denn tief ihn ihrem Herzen sucht sie auch den Halt. Das Ritzen ist ein Hilferuf und hier braucht sie professionelle Hilfe. Sie will sich "spüren" - wahrscheinlich kommt sie mit dem ganzen Schmerz nicht mehr zurecht.

Sollte es zum Tod der KM kommen, ist die Trauerarbeit und Verarbeitung sehr wichtig. Ganz viel Reden im Rahmen der Familie und für sie da sein ist wichtig. Aber auch mal die Tür zu machen und alleine sein. Alles im richtigen Maß. Auch bei der Trauerfeier solltest Du Eure Tochter einbinden - es ist ein wichtiger Schritt zur Verarbeitung. Viel Kraft auf jeden Fall und meld Dich wenn wir Dir helfen können - Gruß Ingo
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midnightwish
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 9.973



« Antwort #5 am: 13. Januar 2017, 20:55:23 »

Wenn ihr in der Nähe ein Hospiz habt, dann frag mal dort nach, ob sie eine Begleitung für Jugendliche/Kinder anbieten.

Die Trauerarbeit hat längst angefangen. Mit der Erkenntnis, dass die Mutter sterben wird (und das eben nicht erst in Jahrzehnten).

Gut wäre, wenn sie später in eine Gruppe mit anderen Jugendlichen gehen kann, die auch einen vertraute/geliebte Person durch Tod verloren haben. Kinder und Jugendliche trauern anders und für sie ist es wichtig zu merken, dass es auch andere in ihrem Alter in dieser Ausnahmesituation gibt

Und vor allem, bindet sie mit ein, Lasst ihr auch die Wahl, was sie evtl. von der Mama behalten/mitnehmen will (vielleicht könnte ihr eine "Mama-Schatztruhe" anlegen).

Und du solltest der starke Fels werden, der nicht nur die Trauer, sondern auch die wahrscheinlich aufkommen de Wut auf die Mutter/das Leben u.s.w. aushält.

Wenn du Tipps brauchst oder Fragen hast, dann melde dich bei mir. Du kannst mir auch deine ungefähre Gegend sagen, vielleicht kann ich dir dann sagen, wo du dich gut hinwenden kannst.
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Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen
MutterzuBesuch
Zeigt sich öfters
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Beiträge: 80


« Antwort #6 am: 14. Januar 2017, 00:22:20 »

Wie lange hat eure Tochter die Mutter denn inzwischen nicht mehr besucht?
Will sie ihre Mutter nicht mehr sehen oder versuchst du sie vor weiteren Situationen wie der letzten zu schützen?
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nadda
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 1.279


« Antwort #7 am: 14. Januar 2017, 06:08:13 »

Hi,

das ist für eure Tochter eine furchtbare Erfahrung und sie zeigt ja deutlich wie schrecklich sie es findet.
Versuch sie zu motivieren ihre Mutter immer wieder zu besuchen, vielleicht besser nicht allein, schick die Oma mit oder begleitet sie.

Wenn sie den Kontakt zur sterbenden Mutter verliert und die Mutter dann stirbt, wenn sie sie länger nicht besucht hat, bekommt sie sonst
sicher Schuldgefühle und kann noch schlechter mit der Situation umgehen.

Ansonsten kann ich mich den Empfehlungen von midnightwish nur anschließen, holt euch Hilfe bei der Trauerarbeit.

Diese letzten Wochen und Monate bieten die Chance sich zu verabschieden, vieles noch zu sagen und sich zu verabschieden. Es hilft das zu tun.
Natürlich ist das aber auch sehr schmerzhaft. Aber die Möglichkeit miteinander zu sprechen ist jetzt noch da und irgendwann gibt es sie nicht mehr, eine
ungenutzte Chance schmerzt eure Tochter aber auf Dauer mehr. Es ist hart wenn ihre Mutter so etwas sagt, deshalb braucht sie auch Begleitung mit ihrer
Trauer umzugehen.

Das die Situation auch für dich und deine Freundin nicht einfach ist ist klar. Wie war dein Verhältnis zu deiner Ex, seit ihr die letzten Jahre gut miteinander klargekommen?
Wie geht es dir damit wenn sie jetzt stirbt? Wie sind deine Freundin und deine Ex miteinander zurecht gekommen?

Auch hier kann ich dir nur raten euch Hilfe zu holen. Es ist in Ordnung zur Beziehungsberatung zu gehen wenn  man merkt das eine Situation jetzt zu schwierig wird.
Ich persönlich glaube auch, die Paare die sich frühzeitig Hilfe holen und gemeinsam eine schwere Zeit durchstehen haben gute Karten gemeinsam alt zu werden.

Unternimm Dinge mit deiner Tochter die schön sind und positive Emotionen schaffen und mach das vielleicht auch mal gemeinsam  mit deiner Freundin und deiner Tochter. Nimm dir Zeit für deine Beziehung, macht einen festen Abend die Woche für euch aus. Je schwerer die Situation von außen ist um so mehr braucht ihr Ruhe und Stärke aus schönen Situationen.

LG
Nadda
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AnnaSophie
_AnnaSophie
***
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 2.597


« Antwort #8 am: 14. Januar 2017, 09:51:33 »

Hallo,

meine Kinder waren noch sehr klein als ihre Uroma gestorben ist. Solange Uroma im Krankenhaus auch noch aktiv war und nicht nur im Bett lag war das für sie völlig ok. Sie hatten nur Probleme damit als Uroma nicht mehr aufgestanden ist.

Vielleicht geht es deiner Tochter ähnlich; Mama war immer aktiv und jetzt nicht mehr.
Vielleicht kann sie ihrer Mutter Hörbücher mitbringen, die sie sich anhören kann oder ihr etwas vorlesen.
Oder - je nach dem wie es ihr geht - auch im Rollstuhl spazierenschieben....
Evtl. ist es ihr auch ganz lieb, wenn die Wachphasen ihrer Mutter nicht so lange sind, so dass sie ohne schlechtes Gewissen - wenn Mama nach einer halben Stunde Besuchszeit einschläft, einfach gehen kann...

Ich glaube auch, dass so eine Schatzkiste von Mamas Sachen ganz wichtig ist...Mamas liebstes Buch, Mamas...was auch immer....einfach was für sie einen emotionalen Wert hat. Vielleicht hat Mama ihre ersten Schuhe/Strampler aufgehoben, die sie jetzt bekommen kann..so wichtig war/ist sie Mama.

Aber ich würde es vermutlich auch auf einen Besuch pro Woche beschränken, einfach weil in ihrem Alter sich die Mädels so langsam von der Mutter abnabeln im Regelfall. Wenn sie mehr möchte kann sie, aber das sollte kein muss sein. Und wenn sie euch Sachen von Freundinnen/Schule/Hobby erzählt kannst du ja sagen, dass findet Mama bestimmt auch interessant/lustig/spannend, die xx kennt sie doch auch. Erzähl ihr das doch wenn du sie das nächste Mal besuchst. Einfach damit sie Themen hat die sie ihrer Mama erzählen kann und nicht nur vorliest oder ihr ihre neusten Lieblingslieder vorspielt....auch wenn die Bands vielleicht nicht Mamas Geschmack sind, sie hätte sie - wenn alles anders gekommen wäre - ja den ganzen Tag aus dem Zimmer der Tochter gehört.

Und vielleicht wenn sie bei Mama war, mit einer Freundin, mit Oma, Onkel oder Tante, dass diese Person dann mit zu euch kommt und ihr abends gemeinsam Abendbrot esst, damit diese Begleitungsperson auch mit bei euch eingebunden ist und sie vielleicht noch etwas positives zu dem Besuch sagen kann (Mama fand die Geschichte von xx wirklich lustig, sie hat früher auch immer auf die Lehrerin geschimpft,...)

Sophie
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mekmen
Rege dabei
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Beiträge: 127


« Antwort #9 am: 17. Januar 2017, 15:55:40 »

Hi IamR,

ich kann dich so gut verstehen ! Die Mutter meiner Kids ist vor 12 Jahren gestorben, da waren meine beiden Zwillingsmädels 8 Jahre. Auch an Krebs, auch mit einer Diagnose ein halbes Jahr vor Tod, dass man nichts mehr machen kann. Jetzt sind meine Mädels fast 20 und mir unglaublich dankbar, dass ich sie damals in alles miteingebunden habe. Sie haben mindestens 2 mal wöchentlich ihre Mutter im Krankenhaus besucht, haben ihr viel gemalt und erzählt, auch wenn ihre Mutter es gar nicht mehr richtig mitbekommen hat. Am Ende ist ihre Mutter zuhause gestorben und sie haben sich noch am Abend verabschieden können. Ich wusste damals nicht, ob ich es so machen sollte, aber wir hatten eine Super Kindertherapeutin, die mir wertvolle Tipps gegeben hat und auch die Kinder betreut hat. Lege momentan den Focus auf möglichst viel Zeit die deine Tochter mit ihrer Mutter verbringen kann, sei immer für deine Tochter da und rede, rede,rede. Auch wenn deine Tochter "schon" 14 ist, auch da haben sie diffuse Ängste und Befürchtungen, die sie manchmal selbst nicht sofort formulieren können. Ausserdem wollen Kinder dann in der Pubertät viel wissen über ihre Herkunft und über sich selbst. Meine Kids haben in der Pubertät dann angefangen Bilder von ihrer Mutter aufzuhängen, sich persönliche Dinge von ihr ins Zimmer zu stellen und haben mich viel gefragt wie dieses und jenes war mit der Mama.
wo wohnst du denn ? Falls du in der Nähe von München wohnst, dann kann ich dir aus vollem Herzen die Nikolaidis - Stiftung empfehlen www.nicolaidis-youngwings.de (Für die Mods, dass ist kein Wrbelink, die Stiftung ist gemeinnützig und genau in solchen Fällen super). Sie bieten auch Telefonberatung an, falls du nicht in Münchne oder der Umgebung wohnst.

Hast du denn noch Unterstützung von Omas oder anderen Verwandten ? die wirst du brauchen.

Falls du noch weiteren Rat oder Hilfe brauchst von jemandem der das alles schon durchgemacht hat, dann schick mir eine PN

Ich wünsche dir viel, viel Kraft.

mekmen
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IamR
Frischling

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 3



« Antwort #10 am: 29. Januar 2017, 17:44:06 »

Hi,

Erstmal danke für Eure Feedback.
Sorgerecht... Na, das war wohl vor Jahren ein klassisches Beispiel für einen Rosenkrieg den wir ausgefochten haben.
Irgendwann kam der Moment wo es auf dem Rücken des Kindes gelandet ist und das hab ich nicht mitgemacht. -Das war jetzt nur die Very-Kurzfassung.

In den letzten Wochen hat sich einiges getan. Mir wurde in der vergangenen Woche das volle Sorgerecht zugesprochen. Das Jugendamt, was auch bei der Mutter meiner Tochter war, hilft uns beim Suchen einer geeigneten Familientherapie. U.a. auch bei einer Sterbebegleitung um meiner Tochter zu helfen und sie da zu unterstützen.
Meine Beziehung ist nahezu zerbrochen und die Kindesmutter hat lt. Aussage ihrer Eltern abgeschlossen und kommt auch nicht mehr zurück. Ihre Eltern wohnen in Niedersachsen und da haben die ein Heim gesucht für Hirngeschädigte. Sie war in der Reha, welche aber nur dem Zweck gedient hat, dass sie eventuell wieder ein wenig besser laufen kann. Am Zustand selbst ist nichts zu machen.
Meine Tochter weiß das noch nicht, da ich noch immer auf eine Info ihrer Eltern warte.

Ansonsten muss ich sagen, dass ich echt stolz auf das Mädel bin. Sie integriert sich, redet über ihre Gefühlswelt und trifft sich mit Freundinnen, geht zum Volleyball und diese.
Man sollte meinen es wäre "normal".
Die Therapie hier besucht sie auch weiter und ich glaube sie kommt grad ein wenig runter. -Vielleicht gut jetzt ein wenig Kraft zu sammeln.
Mich selbst kostet das alles immer noch viel Kraft. -Nicht wegen des Kindes, eher wegen allem drumherum.

Na, Mal sehen wie es im Februar weitergeht.

VG
R
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IamR
Frischling

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 3



« Antwort #11 am: 07. April 2017, 14:11:02 »

07/04/2017

Hi,

am 20.03.2017 ist die Mutter meiner Tochter verstorben. Ging alles ziemlich schnell jetzt. Egal was passiert ist, ich nehme sehr viel Anteil daran. Alle Fortschritte, die ich bei meiner Tochter gemacht habe in den Monaten sind nun wieder weg. Es zerreisst sie jetzt so zu sehen. Mit ihrer Trauer, die sie versucht zu verbergen, in sich gekehrt und nun wieder da, wo sie im Dezember war als die Tragödie ihren Anfang genommen hat.
Am kommenden Montag haben wir den ersten Termin bei der Hilfe vom Jugendamt. Hat ganz schön gedauert. -Ämter...
Ich hoffe es hilft ihr mit dieser schrecklichen Situation umzugehen.

Mittlerweile ist meine Lebensgefärtin auch schon anderthalb Monate weg und ich persönlich geh auf dem Zahnfleisch. Hab auch schon mitbekommen, dass sie bereits angefangen hat sich mit anderen Typen zu treffen. So lenkt sich halt jeder irgendwie ab. Tut nur ganz schön weh.
Ich versuch immer noch alles von meiner Tochter fern zu halten, was jetzt so "drumherum" passiert. Ihre Mutter hat Schulden in 6-stelliger Höhe hinterlassen. War also schon beim Notar wg der Erbausschlagung. Kommenden Mittwoch Termin bei der Rentenstelle für Halbwaisenrente und Prüfung ob mir eine Erziehungsrente zusteht.
Die Termine bei diesem Psychologen, die meine Tochter wahrgenommen hat, sind in meinen Augen für die Katz. Die verwirren sie mehr, als dass sie ihr helfen. Bei dem werd ich auch in der kommenden Woche sitzen und mit ihm darüber sprechen.

Die Beerdigung war schon am 24. März. Es war ganz schlimm. Kein Kind sollte auf solch eine Weise -und überhaupt einen Elternteil verlieren.
Auch ich hatte den Tag darauf das Gefühl und das Wissen, dass wir nun ganz allein sind.

Ihre ganze Trauer, Wut, das Vermissen ihrer Mutter, was sie in sich reinfrisst äussert sich derzeit in regelrechten Wutattacken wenn man auch nur einen falschen Ton sagt. Es ist ganz schwierig.
Gestern kam sie vom Friseur heim. Rechte Kopfhälfte schwarz, linke Kopfhälfte rot. Einen Tag vorher hab ich gesehen, dass sie ein Bild von sich und ihrer Mutter gefunden hat. Sie hat rote Haare darauf, ihre Mutter schwarze.
-Emotionale Kurzschlußhandlung.

Naja, besser so, als sich selbst verletzen oder noch schlimmeres. -Aber wir haben darüber geredet.
Sie hat gestern das erste mal richtig Rotz und Wasser geheult in meinem Arm und ganz ehrlich, das hat ihr gut getan. Endlich mal alles überschüssige raus lassen.
Ich weiß grad nicht wie es weiter geht, aber es geht weiter. Wir werden ganz sicher wieder auf den Weg finden.

Viele Grüße

R


Anm. Mod.: Leerzeilen eingefügt.
« Letzte Änderung: 08. April 2017, 20:12:56 von oldie » Gespeichert
Ingo30
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« Antwort #12 am: 07. April 2017, 20:00:19 »

Hi Lam,

gut das Du für Deine Tochter da bist. Holt Euch weiter Hilfe - ggf. ist es auch besser, wenn ihr zu einer Psychologin wechselt.
Schau, dass sie wirklich schnell Hilfe bekommt bzw. dass sie die Situation zeitnah aufarbeiten kann (auch mit Dir). Ansonsten können sich hier wirklich posttraumatische Störungen einstellen. Ihr schafft das. Gruß Ingo
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